FDP-Co-Präsidentin Vincenz-Stauffacher über Liberalismus, Netzstrümpfe, Baukräne und Debatten mit Schwiegersöhnen
Shownotes
FDP-Co-Präsidentin Susanne Vincenz-Stauffacher spricht mit Host und Chefredaktor der NZZ am Sonntag über den schwierigen Stand des Liberalismus, die Spaltung der FDP in der EU-Frage, den Umgang mit der 10-Millionen-Initiative, und warum die Schweizerinnen und Schweizer vergessen haben, was sie reich gemacht hat. Es geht um den Zeitgeist, der die Vollkaskogesellschaft zunehmend stärker zu gewichten scheint als die Eigenverantwortung. Vincenz-Stauffacher erzählt vom Hellebarden-Klamauk am Familientisch mit SVP-Schwiegersohn Mike Egger, über frauenfeindlich beschmierte Wahlplakate, Karin Keller-Sutters Strafanzeige und den heftigen Streit um die UBS-Kapitalanforderungen. Und was sie auch verrät: Warum sie einst Pudelfriseuse werden wollte, mitunter schrille Outfits trägt und was ihre grössten Träume sind. Spoiler: Eine Einladung zum Zürcher Sechseläuten gehört auch dazu.
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00:00:00: Dieser Podcast wird präsentiert von Tvernbold Reisen, ihre Nummer eins für Veloferien mit E-Bike und E-Mountainbike.
00:00:08: Da stand einfach quer über das Plakat Hure!
00:00:11: Meine Töchter haben ihre Wut so cool kanalisiert.
00:00:16: die sind in einen Fachmarkt gegangen Ohne dass ich das gewusst habe, die haben Spraydosen gekauft.
00:00:24: Und dann sind sie diese Plakate abgefahren und haben aus jedem Hure ein Hurragut
00:00:30: gemacht.
00:00:33: Ja herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von NZZ Weekend dem wöchentlichen Podcast der NZZ am Sonntag!
00:00:39: Mein Name ist Bea Balsli und ich bin der Chefredakteur des NZZ im Sonntags.
00:00:44: Tja, der Liberalismus steckt gerade tief.
00:00:46: In der Krise an das Versprechen einer besseren und freieren Welt glauben immer weniger Menschen.
00:00:51: In ihren Augen profitiert nur eine globale Elite während der Rest mit sozialem Abstiegsängsten kämpft.
00:00:58: Der Ruf nach mehr Regulierung, Umverteilung und noch mehr Staat wird immer lauter Und die Popularität liberaler Parteien immer kleiner.
00:01:05: Vollkaskogesellschaft statt Eigenverantwortung ist der neue Zeitgeist, die liberalen Drohen zwischen Rechten und linken Polen zerrieben zu werden.
00:01:13: In Deutschland ist die FDP bereits aus dem Bundestag und mehreren Landtag geflogen – da stellt sich die Frage ob es eines Tages auch in der Schweiz so weit kommt.
00:01:22: Womit wir bei meinem heutigen Gast wären?
00:01:25: Sie wollte einst ihr Geld mit den Frisieren von Pudeln verdienen, liebt schräge Musicals mit Ausredischen, kennt als Scheidungsanwältin alle Szenen einer Ehe, kämpft er erfolgreich für die Individualbesteuerung, nimmt gerne Schweinchen in den Arm, hält nichts von Politik mit Hellebaden und reagiert eine Partei, die nicht nur in der EU-Frage gespalten ist.
00:01:45: Susan Winzenstaufacher ist seit dem Jahr zweitausendfünfundzwanzig Co-Präsidentin der FDP Schweiz – schön dass Sie heute bei mir sind!
00:01:52: Danke für die Einladung.
00:01:53: ich bin dieser sehr gerne gefolgt.
00:01:58: Fraschauffacher, bevor wir uns gleich um den Webbewerb um Wälder stimmen kümmern und Sie mir am Ende dieses Podcast Ihren größten Traum verraten muss ich mal ein bisschen persönlich werden.
00:02:07: Schaut man sich hier Instagram-Account an stehen sie auf Netzströmt für Nietenstiefel und Lederjagd.
00:02:14: Wann planen Sie damit die Coming Out im Nationalmarkt?
00:02:16: Oh das wäre eine Schlagzeile wert!
00:02:19: Es
00:02:19: würde mich auch sagen...
00:02:22: Sie haben genau diesen Post erwischt, an dem ich mich tatsächlich einmal gehen ließ.
00:02:29: Das war im Konzert- und Theater St.
00:02:33: Gallen also ganz konkret bei der Rocky Horror Picture Show Und auch die ganze Belegschaft hat sich auch etwas gewundert, weil ich darf dort das Amt der Verwaltungsratspräsidentin begleiten.
00:02:47: Das gehört nicht zur Garderobe der Präsidentin?
00:02:50: Nicht!
00:02:51: Aber an diesem Abend schon und es war so mega
00:02:54: cool.
00:02:55: Es war so megacool.
00:02:56: gut auf den Auftritt dem Nationalrat warten wir da noch.
00:02:58: Sollten Sie demnächst ein Popularitätsdief haben also mit diesem Outfit geht's wieder hoch.
00:03:04: Haben sie sich denn während der Vorstellung von der Rocky Horror Picture Show so ein bisschen regelkonform verhalten.
00:03:09: Darsteller aus Buhen, Reis geworfen.
00:03:11: das volle Programm?
00:03:12: Das volle Programm selbstverständlich!
00:03:14: Wir haben ein entsprechendes Package dann auch mitgenommen.
00:03:17: aber wir Ostschweizer sind ja doch etwas drückhaltend.
00:03:21: dieses Package, das war zugeschnitten
00:03:24: auf nicht
00:03:25: ganz so... toll oder nicht ganz so ausruf und es war ostschweizerisch.
00:03:31: Okay, also nicht die totale Anarchie im Theater?
00:03:33: War das das verrückteste was Sie in Ihrem Leben je gemacht haben?
00:03:37: Oh!
00:03:37: Das ist jetzt eine... Ganz, ganz spezielle Frage.
00:03:41: Sie können ja offen sein wir sind unter
00:03:42: uns... Wir sind unter Uns.
00:03:44: was man unter Verrückt natürlich definiert so darunter subsumiert.
00:03:50: ich denke jetzt vom Outfit her ist es wahrscheinlich tatsächlich das verrückte.
00:03:55: aber Ich habe sehr viel andere verrückten Dinge gemacht und ich habe beispielsweise geheiratet.
00:04:01: Das nennt sich verrückt.
00:04:02: Ja das ist immer auch ein Risiko dass man eingeht.
00:04:05: ich meine ich bin Scheidungsanwältin.
00:04:09: Das ist ein Risiko für den Mann, aber es ist auch für mich ein Reputationsrisiko.
00:04:14: Ich bin mittlerweile über dreißig Jahre verheiratet.
00:04:17: Da könnte man sagen als Scheidungsanwältin ist das fast schon geschäftsschädigend.
00:04:21: Das
00:04:21: ist richtig nicht gut für den ... Gut, aber Mediationen sind ja ihr Spezialgebiet?
00:04:24: Genau!
00:04:25: Also insofern kann man sagen sie wirken so wie einen Friedensängel mit dreizig Jahren... Das ist dann wieder eine Frage.
00:04:29: Oh,
00:04:29: Friedensengel tönt wunderbar.
00:04:31: Friedensänge mit Netzstrümpfen warum nicht?
00:04:33: Ja
00:04:33: ich finde das ist ein wunderschönes Bild.
00:04:35: okay das verrückte war heiraten.
00:04:37: Gut, das ist eigentlich ziemlich bürgerlich zu heiraten.
00:04:39: So Joint Rauchen war nie dabei?
00:04:41: Ah, Joint Rauchern!
00:04:43: Das war nie wirklich dabei.
00:04:44: ich verliere nicht so gerne.
00:04:45: Auch mich inhaliert natürlich schon weil sie ja die Kolleginnen und Kollegen gemacht haben.
00:04:52: Also
00:04:53: passiv Joint Rauche habe ich schon gemacht.
00:04:55: Ich selber verlieren nicht so gern die Kontrolle.
00:04:57: Und das hat mich eigentlich begleitet das ganze Leben lang.
00:05:01: jetzt kann man das als langweilig natürlich anschauen könnte sein Aber immer sehr gut entsprochen.
00:05:08: Sie verlieren nicht gerne die Kontrolle, das kann auch Spaß machen.
00:05:12: Spannende Sache!
00:05:12: Die Handlung der Rocky Horror Picture Show dreht sich ja um ein frisch verlobtes Paar, dass nach einer Autopanne in einem schrägen Schloss mit einer noch schrägeren Partygesellschaft aus Außerirdischen landet.
00:05:23: Wie viele Parallelen sehen sie zu FDP und ihrem Co-Presidium mit Stendra Benjamin Müllemann?
00:05:29: In diesem
00:05:29: Zusammenhang?!
00:05:30: Keine!
00:05:32: Also wir sind natürlich ein Paar wenn man diese Analogie machen will.
00:05:37: Wir sind ein spannendes Paar, Stendra Benjamin Müllemann und ich.
00:05:41: Wir ergänzen uns sehr gut!
00:05:43: Wir sind beide aus der Ostschweiz – das verbindet uns.
00:05:47: Ich bin klarer Bürgerin, das verbindet uns noch mehr aber sonst sind wir sehr verschieden.
00:05:53: also Mann-Frau, das ist auf den ersten Blick klar dann haben wir alt und jung, haben wir verbunden wobei das Alt klar bei mir anzusiedeln Und wir haben vielleicht auch eher so das ländlich-konservative und vielleicht dann eher so, dass gesellschaftlich liberalere dann bei mir angesiedelt.
00:06:11: Und zusammen gibt es eine wunderbare Mischung!
00:06:14: Aber wenn wir dann in unserer Funktion agieren, empfinde ich mich nicht in einer Horrorshow.
00:06:21: Sondern in einer sehr spannenden Zeit für den Schweizer Freisinn!
00:06:25: Okay also was kann man ja auch ganz anders sehen?
00:06:27: Meine Werte ausirdische sein könnten lassen wie hier mal offen...
00:06:30: Das lassen mir offen!
00:06:31: Aber die Autopanne von zwei Frischverlopen passt ja schonmal ganz gut.
00:06:34: Meiner Sie und Ihr Co-Präsident steuern in der EU Frage eine der zentralsten Fragen für dieses Land in verschiedene Richtungen.
00:06:40: Sie persönlich sind für die neuen EU Verträge ohne Stände mehr was sie delegierten, dann ja auch knapp angenommen haben.
00:06:46: Müllemann dagegen war kritischer und für ein Stände mehr.
00:06:49: Diese Spaltung zieht sich ja durch die ganze Partei.
00:06:52: also Geschlossenheit sieht anders aus, oder?
00:06:54: Also ich darf Sie daran erinnern dass wir einen Vorschlag für die Delegierten bereit hatten am achtzehnten Oktober von Seiten des Vorstandes unter Parteipräsidentenkonferenz.
00:07:06: Und dort war der Vorschlag eine positive Grundhaltung, für die Vernehmlassung mitzugeben den Parteioberen und auch das Stände mehr zu akzeptieren.
00:07:19: Und hinter diesem Entscheid bin ich gestanden also muss sich sie korrigieren.
00:07:24: wir haben einen Unisono entscheidet unseren Delegierten vorgelegt.
00:07:29: Das aber so ganz stimmt das nicht!
00:07:31: Also Herr Müllermann und Sie sind schon verschiedene Meinungen in Bezug auf die EU, also es ist hier nicht eitel Sonnenschein.
00:07:38: Wir bilden die Breite des Freisinn ab und das ist gerade in dieser Frage ein großer Vorteil dass sich dann auch die Basis wirklich bis ins Co-Präsidium auch abgebildet fühlt.
00:07:52: Und jetzt geht es ja darum, der parlamentarische Prozess ist gestartet und uns verbindet – das wäre eine gute Lösung für die Schweiz.
00:07:59: Die
00:08:00: breite Abbildungen sind herrlich da rausgekommen!
00:08:02: Aber ich lasse Sie noch nicht ganz raus bei dieser Frage, weil wie gesagt das Ständemäher ist dann nicht zustande gekommen oder?
00:08:09: Aber hier zum Beispiel Ihrem Vizepräsident Andrea Caroni sind Parteibeschlüsse offenbar völlig egal, trommelt vor, dass der Front für ein nicht mal ihr Präsidium tritt.
00:08:19: also geschlossen auf, haben Sie Ihren Laden im Griff?
00:08:22: ob ich gebe meinem Laden oder wir geben unserem Laden größtmögliche Leine, weil dann auch gute Lösungen entstehen.
00:08:31: Wir sind keine Partei die einfach von oben herab befiehlt was unsere Kolleginnen und Kollegen aus dem Vorstand, was die Präsidien in den Kantonen und was unsere Basis zu denken hat.
00:08:43: Jetzt aber in diesem Zusammenhang stehen der Rat Garoni hat eine spannende neue Idee aufgebracht.
00:08:50: Dann zumal, als wir über das Stände mehr diskutiert haben ging es insbesondere um das obligatorische Referendum SUI GENERIS wie so schön heißt und dass was jetzt Ständerat Garoni reinbringt ist eine Verankerung in der Verfassung.
00:09:05: Das ist eine neue Idee die gilt es zu diskutieren.
00:09:08: ich bin selber sehr gespannt auf die interne Diskussion.
00:09:12: Und nein, wir verbieten unseren Vizepräsidenten nicht frei zu denken und auch entsprechende Vorschläge zu machen!
00:09:19: Okay, also Sie nennen es lange Leine.
00:09:21: Ich nenne es laden nicht im Griff Spaltung.
00:09:24: Spaltung zeigt sich auch beim Thema Zehn Millionen Schweiz laut einer Umfrage aus dem April, weil die FDP-Basis dem SVP-Vorstoß mehrheitlich zustimmen.
00:09:32: Der Zuge der FDP-Präsident schießt gar gegen integrationsunwillige Expads und gibt offen zu das so mancher FTPer für die SVP Initiativa ist.
00:09:42: Seit wann gehört denn so ein wachstumsbegrenzender planwirtschaftliche Ansatz zur FDP?
00:09:48: Ist das nicht überraschend!
00:09:49: Das gehört nicht zur FDP und ich würde jetzt mich auch trauen zu sagen, dass das nicht der Vater des Gedankens ist bei denjenigen die auch offen ihre Sympathie für diese Initiative geäußert haben.
00:10:03: Ich bin selber sehr viel unterwegs aktuell bei unserer Basis in den Kantonen, bei den delegierten Versammlungen – die laufen unisoner immer nach demselben Muster ab!
00:10:14: Es beginnt mit Unbehagen äußern, auch mit irgendwann ist doch mal genug.
00:10:21: Auch zum Teil mit Vorwürfen dass gewisse Hausaufgaben nicht gemacht wurden von der Politik.
00:10:26: und wenn wir dann in die Diskussion einsteigen und uns genau anschauen was beinhaltet diese Initiative?
00:10:31: Und insbesondere was bringt diese Initiative Dann ist es im Ergebnis immer klar gewesen Es gab immer ein klares sehr klares Nein von den Delegierten.
00:10:42: Und das stimmt mich auch zuversichtlich, dass Umfragen sind.
00:10:46: Umfragen kommt immer auch darauf an in welchem Zeitpunkt die dann abgeholt werden.
00:10:50: Es stimmt mich zuversichlich, dass die FDP-Basis diese Mogelpackung durchschaut und ein Nein einlegen wird.
00:10:57: Gut,
00:10:57: ihr Optimismus ist in allen Ehren aber ich meine es ist ja schon sehr bezeichnend.
00:11:02: also Wie breit die Basis für diese Initiative ist?
00:11:06: Sie haben recht.
00:11:06: Umfragen sind umfragen, das kann sich auch ändern.
00:11:09: Aber ich glaube es ist nicht weg zu diskutieren, dass sich die Wachstumsmüdigkeit frisst durch die Schweiz und sie frisst sich auch ein bisschen still und leise in ihr Parteifundament.
00:11:18: Das sind auch die FDP-Ler ein bisschen wohlstandsverwarlos langsam?
00:11:23: Also ein hartes Wort – wohlstands verwarlost!
00:11:25: Aber was man nicht wegdiskutieren kann….
00:11:28: Ich glaube den Wohlstand, den wir heute leben dürfen, empfinden viele als selbstverständlich.
00:11:34: Und da ist es manchmal gar nicht so schlecht, ich habe vorhin gesagt, ich sei die Alte in diesem Co-Präsidium wenn man auf einige Jahre zurückblicken kann.
00:11:43: Ich kann mich schon noch erinnern wie die Situation war vor den bilateralen in den neunziger Jahren.
00:11:49: wir hatten wirtschaftliche Stagnation Wir hatten im Vergleich zu heute hohe Arbeitslosigkeit.
00:11:55: unsere Eltern haben nochmal etwas ganz anderes erlebt Und das gilt es auch wieder in Erinnerung zu rufen, dass Wohlstand auch erarbeitet werden muss.
00:12:05: Dass das auch immer Begleiterscheinungen hat und dass es auch darum geht die Begleiterscheinung sich denen zu stellen.
00:12:12: Und dort harzt es oder man will vielfach ein bisschen den Füfer und Zweckli.
00:12:17: also ja Das möchten wir natürlich gerne auf diesem Niveau behalten, aber ebenso diese vollen Züge stau.
00:12:24: Also ich bin selber praktisch nur mit dem Privatauto unterwegs – Elektroauto übrigens selbstverständlich!
00:12:32: Ich stehe auch viel im Stau und das nervt mich auch.
00:12:35: Und darum hat mich auch genervt, um bei diesem Wort zu bleiben dass wir die entsprechende Vorlage an der Urne wo es darum ging die Nationalstraßen auszubauen abgelehnt haben.
00:12:46: Das geht einfach nicht beides!
00:12:48: Und das muss man sich wieder etwas mehr bemussern.
00:12:50: Also ich weiß es sind ja Wohlstands ein bisschen statische Größe das ist jetzt so ein bisschen und wie Sie richtig sagen boom why not?
00:12:57: aber bitte leere Züge.
00:12:59: Das Ganze ist ein bisschen psychologisches Phänomen.
00:13:02: Sie bekämpfen ja persönlich die zehn Millionen-Initiative, auch so mit diesem positiv besetzten Bild der vielen Baugräne habe ich gelesen, das ist für sie toll!
00:13:11: Da kommt bei ihnen Begeisterung hoch.
00:13:13: Tappen sie da nicht in eine psychologische Falle?
00:13:15: Weil die vielen Baukräne sind ja exakte Albtraum für die meisten Leute.
00:13:20: oder für die Wachstumskritik.
00:13:21: guckt es überall wird gebaut alles wird zugebaut.
00:13:24: Die ganze Landschaft geht dahin.
00:13:28: also Das ist doch das Grundproblem, dass es psychologisch gesehen die Nachteile, die die Initiative, die kommen vielleicht in drei, vier, fünf Jahren zum Tragen.
00:13:39: Aber die angeblichen Vorteile sieht man weil ah ja die Mieten sind so hoch damals dagegen muss man was machen?
00:13:45: Ja es ist tatsächlich erklärungsbedürftig.
00:13:47: und das mit dem Baukran.
00:13:49: ich hätte mir dieses Bild wahrscheinlich nicht originär selber ausgesucht sondern ich wurde ein bisschen provoziert.
00:13:58: Befürworter schafft eben diese Baukräne, oder von einer Vertreterin der Befürwalterschaft.
00:14:04: Diese Baukrähne ins Feld geführt wurden... Na gut
00:14:06: aber wenn man für Wachstum steht wie die FDP muss man die Baukräne gut
00:14:09: finden?
00:14:09: Ja eben.
00:14:10: also lassen Sie mich vielleicht diesen Gedanken noch kurz zu Ende bringen warum ich überhaupt auf diese Baukränne gekommen bin weil das eben als Sinnbild dieses Dichte Stresses dieses es ist genug Man müsse unbedingt ja sagen zur dieser Initiative und dann sage ich wo sind wir gelandet?
00:14:26: Also ein Baugrahm ist für mich, ob ich jetzt das aus einer liberalen Perspektive anschaue oder als Privatperson.
00:14:33: Ist für mich ein Zeichen von Prosperität, da wird gearbeitet und investiert.
00:14:39: Da werden Wohnungen gebaut unter Umständen vielleicht auch ein neues Gewerbegebäude und das ist doch Sinnbild für Fortschritt und nicht Sinnbild Irgendwelche Probleme, die wir haben.
00:14:53: Aber
00:14:53: offenbar wurden das die Leute nicht und offenbar haben sie diesen psychologischen Effekt ja ein bisschen unterschätzt.
00:14:57: Sie haben den Gegenvorschlag... Sie waren ja mit dabei dass es kein Gegenvorschlag dagegen gegeben hat?
00:15:02: Ist es im Nachhinein ein Fehler gewesen?
00:15:03: Nein ich finde es nach wie vor keinen Fehler und zwar aus zwei Gründen.
00:15:08: Aus einem übergeordneten Grund einen Gegenvorausschlag adelt eine Initiative eigentlich immer haben wir bei der Individualbesteuerung mit Freuden zur Kenntnis genommen und hat dann auch funktioniert, schlussendlich.
00:15:20: Aber hier kam noch ein ganz praktisches Problem dazu.
00:15:23: es gab schlichtweg keinen mehrheitsfähigen Gegenvorschlag.
00:15:27: ich mache Ihnen einen Beispiel wenn der Fokus auf die Wohnungsnot oder auf die zu hohen Mieten gestellt wird ja dann hat man von rechter Seite ganz andere Rezepte dagegen als von linker Seite.
00:15:41: Für eine mehrheitsfähige Lösung in diesem Parlament braucht es dann den Schulterschluss und den gab es nicht.
00:15:46: Und darum gab es
00:15:48: keine Chance zu schlagen.
00:15:48: Also Sie ziehen sich den Schuh nicht an, dass sie das verhindert haben?
00:15:51: Ich würde sagen wir haben selbstverständlich uns die entsprechenden Gedanken gemacht und haben auch nach Mehrheitsfähigenlösungen gesucht sind aber schlussendlich pragmatisch genug um dann auch zu sagen
00:16:04: Das bringt nichts.
00:16:04: Weil das mit dem Adeln ist ja auch eine difficile Frage, weil ich meine wenn sie am Strand stehen und es kommt ein Tsunami auf Sie zu denken sich okay ich bleibe einfach stehen oder?
00:16:14: Oh nein gut!
00:16:15: Das ist jetzt ein sehr drastisches Bild das würde ich so nicht sagen... Es macht's anschaulich.
00:16:19: Es macht ausgesprochen anschaULich.
00:16:21: Ich sehe den Konex jetzt nicht so ganz zu diesem Gegenvorschlag aber selbstverständlich würde ich dann auch nicht einfach statisch stehen bleiben sondern selbstverständlig die nötigen Maßnahmen auch dann treffen.
00:16:33: und das ist auch hier nötig.
00:16:34: Und hier haben wir tatsächlich ein Versprechen einzulösen gegenüber der Bevölkerung, die mit Recht sagt okay ihr sagt wir sollen diese Initiative ablehnen.
00:16:45: fair enough ich habe es begriffen aber sag mir was machst du?
00:16:49: um meine Probleme zu lösen.
00:16:51: Und hier haben wir noch
00:16:52: Hausaufgaben.".
00:16:53: Genau, das war der emotionale Tsunami, den ich gemeint habe!
00:16:56: Weil alle so in Wallung sind wegen dieses Initiative.
00:16:59: Gehen wir nochmal zurück zur Wohlstandsverwahrlosung der Schweiz.
00:17:02: Das beklagt in diesem Podcast auch Bundesrat Albert Rösch die Mal.
00:17:05: Großprojekte haben kaum eine Chance, alle wollen mehr Strom für die Karrierevolutionen aber sicher nicht höhere Staumauern.
00:17:12: Ich mein als Präsidentin der Wasserwirtschaft steigt ihr Blutdruck sicher gefährlich an.
00:17:17: Warum dringen die Kernbotschaften der FDP nicht mehr durch für solche Projekte?
00:17:22: Also gut, eine schöne Nebenerscheinung des höheren Aters ist auch dass man den Blutdruck in der Regel recht gut im Griff hat.
00:17:31: Das ist bei mir jetzt auch so aber tatsächlich als Präsidentin von Hydroswiss ärgert es mich sehr um mich zu sagen
00:17:39: Mach's
00:17:40: los!
00:17:42: Jetzt kommt
00:17:44: der Blutdruck
00:17:46: doch noch.
00:17:47: Nein, das ist einfach natürlich eine Geschichte die mich wirklich umtreibt.
00:17:53: also wenn unsere Vorfahren derart zögerlich gewesen wären ja dann hätten wir einiges nicht an großen Errungenschaften in dieser Schweiz
00:18:03: Wir hätten auch keine Zuwanderung.
00:18:08: Das wäre vielleicht auch nicht attraktiv, bei uns zuzuwandern.
00:18:11: Also definitiv!
00:18:12: Nein diese Wasserkraftwerke... Ich meine die Wasserkraft ist wirklich das Rückgrat der Energieversorgung in der Schweiz, der Stromversorgungen in der schweiz.
00:18:21: Sechzig Prozent immer noch wird über die Wasserkraft abgedeckt.
00:18:26: jetzt haben wir hier noch ein Potenzial.
00:18:28: warum sind wir nicht bereit uns hier zusammen zu raufen und dieses potenzial zu sagen ist mir ja das ist die große frage die ich natürlich den jenigen stelle die entsprechende einsprachen machen die nicht bereit sind hier auch einmal als viel viel grad sein zu lassen mehr um völlig neue Wasserkraftwerke, wo da ganze Teller geflutet würden.
00:18:53: Sondern es geht!
00:18:54: primär um bestehende noch effizienter aussitzen zu können, indem man die Staumauer beispielsweise erhöht.
00:19:01: Ich meine, die Grimselgeschichte ist eine Geschichte, die mittlerweile Comedy-mäßig ist.
00:19:06: Sie könnte man die verarbeiten.
00:19:08: Wir haben einmal eine Analogie gezogen, dass Roger Federer als er seinen ersten Wimbledon-Sieg nach Hause trug oder Grand Slam-Siege – so muss ich wahrscheinlich sagen!
00:19:19: Da hat man das Gesuch eingereicht.
00:19:21: Mittlerweile ist Roger Federa getreten von der Tour.
00:19:26: Und das
00:19:26: Projekt
00:19:27: ist immer
00:19:27: noch nicht fertig,
00:19:29: aber was ja das Frustrierende in der Schweiz ist?
00:19:31: Inzwischen sind die Gegenden nicht mehr klar vor Ort
00:19:34: bar.
00:19:35: Also
00:19:35: wenn wir es ein bisschen weiter drehen auf Solar, Wind oder Wasserkraft
00:19:40: etc.,
00:19:41: ja auch erhöht die hier an dem Platzstand, an dem sie jetzt stehen.
00:19:45: muss er dann auch zugeben dass er früher ganz hart alles mögliche bekämpft hat, was ich jetzt nicht mehr darf in seiner Rolle?
00:19:51: also es geht quer durchs bürgerliche Lager Überall sind die Gegner.
00:19:55: Da fragt man sich natürlich, wie kommt man da raus?
00:19:58: Ich würde bestreiten dass es quer durchs bürgerliche Lager geht weil in meinem Lager Der Freisenigen habe ich jetzt nicht derart große Widerstände zu gewissen erneuerbaren Energieformen, wie das beispielsweise in der SVP der Fall ist.
00:20:14: Also Windenergie ist tatsächlich jetzt nicht nur ein Thema von linken Umweltschutzverbänden sondern immer mehr von Hardcore-SVP-Wählerinnen und Wählern.
00:20:25: Und das stimmt natürlich bedenklich diese unheiligen Allianzen indem man eine einzige Technologie die Ecke drängt und wir uns doch sagen müssen, es braucht alles an erneuerbaren Energien auch um unabhängiger zu werden.
00:20:42: Vom Ausland.
00:20:43: das wäre ja das große Credo unserer sehr geschätzten wirklich kollegialen Partei da auf der rechten Seite.
00:20:53: Das müsste eigentlich auch dort einen Niederschlag finden.
00:20:58: Total,
00:20:58: Souveränität!
00:20:59: Auch Energie-Souveränkeit ist ja dann originell.
00:21:04: Bei den Themen kommt man immer wieder aufs selben Punkt zurück.
00:21:06: Haben die Schweizer vergessen was sie reich gemacht hat?
00:21:09: Ich meine in der Gesellschaft der Lifestyle Teilzeiten stellen ja immer weniger den Wecker um ihr mal den Spruch ihres Vorgängers zu bemühen.
00:21:18: Also haben die Schweiz vergesst.
00:21:20: warum Sie so reißen?
00:21:21: Ja, ich habe das vorhin schon einmal gesagt.
00:21:23: Ich habe den Eindruck, den Wohlstand, den wir hier leben dürfen – der ist selbstverständlich!
00:21:29: Man ist sich nicht mehr bewusst was es eigentlich braucht auch an Investitionen und da meine ich nicht einfach nur die finanzielle Investition sondern selber auch die Leistungsbereitschaft und darum bin ich ein großer Fan unseres Maskottchens des Weckers.
00:21:44: eben für diejenigen, die den Wecker stellen die aufstehen, die sich eingeben und sie stehen auf um zur Arbeit zu gehen oder um ihre Kinder jetzt zu betreuen bis sie dann in die Schule gehen.
00:21:57: Arbeit
00:21:57: kommt ja ein bisschen aus der Mode?
00:21:59: Ja,
00:21:59: Arbeit kommt offensichtlich ein bisschen Aus der Mode aber von nichts kommt nicht!
00:22:02: Ich weiß das sind diese Sprüche, die unsere Großeltern uns schon gesagt haben... So ist
00:22:06: es und die extrem uncool wirken total
00:22:09: und ich mir
00:22:09: auch gesagt habe,
00:22:11: dass werde ich nie so vertreten.
00:22:13: Aber es ist natürlich tatsächlich so und darum sehe ich insbesondere auch dem Freisinn, auch als Chancenpartei.
00:22:20: Das nämlich wer diese Chancennutze die wir haben – und wir haben immense Chancene hier bei uns!
00:22:26: Wer diese Chance nutzt, der soll auch davon profitieren, dass sie am Abend mehr Importmene haben als diejenige, der nicht bereit ist, die Chance zu nutzen?
00:22:35: Er muss nicht.
00:22:36: Ich bin ein Verfechter von Wahlfreiheit selbstverständlich aber diejenigen die die Wahl treffen.
00:22:41: Doch ich möchte mich eingeben im Beruf, in der Gesellschaft und in der Familie.
00:22:46: Der soll auch etwas davon
00:22:47: haben.".
00:22:47: Genau!
00:22:48: Aber wie gesagt es geht ja fast ein bisschen in die andere Richtung.
00:22:50: Die Leistungsgesellschaft scheint so ein bisschen aus der Mode zu sterben.
00:22:55: Ich meine gleichzeitig steigen die Ansprüche an den Staat oder Fokasco-Gesellschaft ist das Stichwort Stadtalgenverantwortung spätestens sein.
00:23:02: Corona hat massiv zugenommen.
00:23:06: Wie sehen Sie das?
00:23:06: Haben Sie das Gefühl, man kann es irgendwie zurückdrehen.
00:23:08: Ja wir müssen jetzt zurück drehen!
00:23:10: Also wenn uns daran gelegen ist dass wir diesen Wohlstand den wir erarbeitet haben auch mindestens behalten können.
00:23:18: Ich würde ihn aber gerne natürlich auch weiterentwickeln, dann führt kein Weg daran vorbei dieses Mindset wieder zu ändern.
00:23:25: Corona war eine Ausnahmesituation und ja der Staat hat
00:23:29: eine unheimliche langfristige
00:23:30: Erdbeutung.
00:23:30: Genau, genau!
00:23:31: War eine Ausnahme Situation in der Stadt, hat geholfen.
00:23:34: warum konnte er helfen?
00:23:36: Weil eben vorher die Hausaufgaben gemacht wurden sonst wäre das gar nicht möglich gewesen.
00:23:41: und ich denke diese Mentalität die da so schleichend auch Einzug gehalten hat und sie sagen es richtig, solang Zeitwirkungen hat.
00:23:49: Dem gilt es wirklich wieder entgegenzutreten unbedingt weil wir sind sonst irgendwo bei einem Nennistaat und der führt uns ganz sicher nicht erfolgreich in die Zukunft.
00:24:02: Ich habe ja zwanzig Jahre in Deutschland gelebt, bin seit zweieinhalb Jahren wieder zurück und erkenne da oft mein altes Gastland in gewissen Strömungen in Deutschland und sage nur schwierig was damals übernommen wird aus Deutschland oder in gewisse Denke.
00:24:16: aber Der Problem für Ihre Partei ist ja, der Zeitgeist ist nicht auf Ihrer Seite.
00:24:21: Ich meine selbst das alte Erfolgsrezept des Schweiz, den soliden Stadtfinanzen wie Sie richtig erwähnt haben – das wackelt ja ein bisschen!
00:24:27: Wenn man so die Initiativen der Linken anschaut geht es eigentlich immer mehr um Volksbeschenkung im Gießgartenprinzip.
00:24:32: Dreizehnter AHV, günstiger ÖV in Zürich verliert eigentlich die direkte Demokratie ihre finanzpolitisch disziplinierende Wirkung?
00:24:41: und dreht sich ein bisschen umgekehrt.
00:24:44: Ja, also wenn man die letzten Abstimmungen anschaut finanzpolitischer Natur dann muss man das schonungslos konstatieren und wenn man sagt ja dass sind jetzt die Linken die da auch jubiliert haben, dann greift das zu kurz.
00:24:59: Also man muss sehen dass insbesondere die Mitte hier tatkräftig mitgeholfen hat und immer noch mithilft mit gewissen Ideen.
00:25:08: jetzt auch Aufhebung des Ehepaarplafons in der AHV was ja grundsätzlich keine nur schlechte Idee ist.
00:25:15: aber dann müsste man parallel dazu natürlich die Privilegien auch die die E mit sich bringt dann kompensatorisch auch wegnehmen.
00:25:25: und diese Erfolge, die da jetzt finanzpolitisch auch wirklich Schandtaten waren wenn man das mit einem ganz krassen Begriff sagen will.
00:25:38: Die waren nur möglich weil die Mitte damit gezogen hat.
00:25:42: Und dementsprechend ist es einfach wichtig dass sich die bürgerlichen Kräfte, die wirklich bürgeli unterwegs sind auch wieder über die Tatteigrenzen hinweg darauf kommenten können, was es heißt diesen Staat nicht auszubluten.
00:25:57: Da
00:25:58: muss ich glaube ich mal Herrn Brekit an einladen und mit ihm bisschen Überschandtaten noch diskutieren damit er gleiche Rechte hat.
00:26:04: aber ich meine die Solidität der Staatsfinanzen wackelt auch wegen der FDP.
00:26:08: Ich mein zum Beispiel Anfang Jahr lancierte Verteidigungsminister Martin Pfister seinen Vorschlag für die Finanzierung der Armee aufrüstung per Mehrwertsteuererhöhung.
00:26:16: prompt schoss ihre FDP, erwartbar dagegen geißelte das Vorhaben als nicht glaubwürdige bürgerliche Politik.
00:26:23: Aber ihr Vorgänger Thierry Burghardt kapitulierte zwei Tage später und bot öffentlich für eine Mehrwertsteuererhöhung die Hand.
00:26:30: Was haben sie in diesem Moment gedacht?
00:26:33: dass ich freigeistige Ständeräte um mich herum habe und es ja gar nicht anders möchte.
00:26:39: Ich
00:26:42: glaube
00:26:42: kein Wort,
00:26:43: Frau Winsens-Strafwache!
00:26:46: Sie haben gekocht!
00:26:47: Ich habe, ich koche nicht so schnell.
00:26:50: Und wir haben hier natürlich ein Thema das einen Sicherheitspolitiker umtreibt.
00:26:56: selbstverständlich da sind Interessen gegeneinander abzuwägen aber die Haltung der Partei, die Haltung des Parteivorstandes ist völlig klar keine zusätzliche Belastung der Bevölkerung und insbesondere des Mittelstandes durch neue Steuern.
00:27:13: Und gebühren keine neuen Mehrwertsteuer für die Finanzierung der Armee, gleichzeitig ein klares Ja!
00:27:21: Wir brauchen diese Nachrüstung und zukünftig auch Aufrüstungen.
00:27:26: selbstverständlich aber da gibt es andere Rezepte.
00:27:29: Okay so schnell kommen Sie mir hier nicht raus.
00:27:31: haben sie einen Bock hat zur Rede gestellt?
00:27:34: Wir sind in einem regelmäßigen guten Austausch und wir sprechen miteinander.
00:27:39: Und das ist schön so!
00:27:41: Gut,
00:27:41: wurde sehr laut bei dem Gespräch?
00:27:43: Nein, das war auch nicht nötig.
00:27:45: Sind Sie zu nett?
00:27:48: Vielleicht bin ich nett, bin ich zunett... Wer weiß es müssten andere natürlich jetzt beurteilen.
00:27:55: Ich selber habe das Gefühl dass man mit der Diskussion weiter kommt als Ja, Direktiven durchgeben und sich der Diskussion verweigern.
00:28:06: Das ist mein Kredon.
00:28:08: Manche Männer in der Partei sehnen sich ja nach der harten Hand und dem klaren rechteren Kurs von Herrn Bulkard zurück...
00:28:15: Ist das so?
00:28:16: Ja,
00:28:16: ja, das ist so!
00:28:17: Trifft sie
00:28:17: das?!
00:28:18: Nein, das trifft mich nicht weil ich nie bereit wäre, mich zu verbiegen um wirklich allen gefallen zu können.
00:28:26: Das ist sowieso ein Unterfangen, das nicht erfolgreich wäre.
00:28:30: Wenn man allen gefallen will, dann ist derart vielfältig unterwegs, dass man selber keinen Kompass mehr hat.
00:28:38: Das würde mir definitiv nicht entsprechen.
00:28:40: Die Delegierten haben mich gekannt als sie ihren Stimmzettel oder ihren Wahlzetteln in die Höhe gehalten haben.
00:28:48: Ich durfte eine wunderbare Wahl entgegennehmen zusammen mit Standort Benjamin Mülemann.
00:28:54: Ich glaube, ich habe das erfüllt, was man von mir erwarten darf.
00:28:59: Oder sind das nur ein paar Stenker, die Probleme haben mit Frauen in Führungsposition?
00:29:04: Das ist jetzt etwas klischeehaft gesagt!
00:29:09: Wenn jemand ein Problem hat mit mir, meine Türen sind immer offen – ich schätze es sehr wenn man das direkt bespricht und ich habe auch noch niemandem gefressen.
00:29:22: Das Gefühl hat, er möchte sich nicht mit mir unterhalten.
00:29:25: Ist das auch okay?
00:29:26: Aber damit kann ich gut leben!
00:30:01: Der Wunsch nach Klarheit ist doch nachvollziehbar.
00:30:04: Eine Partei mit einem klaren Profil sieht nun mal völlig anders aus als die FDP, weil sie wirken wegen gemischt wahren Laden von urban, ökologisch gesellschaftsliberal bis hin zu bürgerlich-wirtschaftsliberal und manche Exponenten machen ein bisschen was sie wollen.
00:30:17: Wer die FDP wählt weiß nicht was er bekommt!
00:30:22: Ich... Sehe mich überhaupt nicht wieder in dem, was Sie jetzt dargestellt haben.
00:30:27: Das hätte
00:30:27: mich auch erstaunt!
00:30:28: Ich sehe
00:30:28: auch unsere FDP hier nicht realistisch beschrieben – definitiv nicht.
00:30:35: Vielleicht kann ich sie so überzeugen?
00:30:37: Die FDP ist die beste Volkspartei für die Wirtschaft und das ist nicht von mir, sondern das ist von einem Vizepräsidenten einer Kantonalpartei der das so geprägt hat und es ist zu passend.
00:30:53: Eine Volkspartei ist breit aufgestellt aber sie hat einen klaren Fokus auf eine gesunde Wirtschaft.
00:31:00: und das leben wir tagtäglich.
00:31:03: unser Profil ist klar wie er sind Offen, wir sind liberal.
00:31:07: Wir sind gesellschaftsliberal auch und in der Steuerfinanzpolitik sind wir serigide Schuldenbremse nicht verhandelbar.
00:31:17: Und wir setzen uns ein für Menschen die ihrerseits bereit sind sich einzusetzen.
00:31:23: Für diese Menschen sind wir da – und zwar tagtäglich!
00:31:26: Aber
00:31:26: bei den Wählerinnen und Wählen kommt es ja noch nicht so richtig an?
00:31:29: Ich meine wenn man jetzt brutal ist Statistiken.
00:31:34: Das ist übrigens auch brutal im Journalismus, wenn man langfrist Werbeeinnahmen und Printauflagen sieht.
00:31:39: aber so ist es auch bei der FDP von fünf und dreißig Jahren im Nationalrat nach fünfundzwanzig Prozent jetzt sind sie bei weniger als fünfzehn Tendenz fallend.
00:31:47: wie wollen Sie das stoppen?
00:31:48: Also ich würde jetzt eher sagen tendenziell steigend, wenn ich sehe dass wir beispielsweise im Kanton Schaffhausen einen Ständerat-Sitz zurückgeholt haben.
00:31:58: Wenn ich sehe wie in anderen Kantonen insbesondere auch in der Roman die zugelegt haben indem wir Personal haben das so motiviert ist sich auch Wahl kämpfen zu stellen.
00:32:10: Wir wissen in Zürich ist dann wieder die Regierung neu zu wählen ein Regierungsrat zu ersetzen ist.
00:32:20: Und wir haben keine Probleme, entsprechendes sehr kompetentes Personal zu finden das hinstellt mit dem FTP Logo.
00:32:29: Benjamin Müllermann und ich sind mit dem Anspruch, dass wir den Welleranteil steigern wollen.
00:32:37: Und an dem wird man uns dann auch messen dürfen selbstverständlich.
00:32:40: Ich meine sie drohen ja so zwischen SVP und Mitte und Linken ein bisschen zerrieben zu werden.
00:32:45: Man nennt es die Polarisierungsfalle.
00:32:48: Da kommt er
00:32:48: raus?
00:32:49: Ja in dem man bei sich selber bleibt und sich nicht anbiedert.
00:32:54: In dem man nicht das Gefühl hat der SVP, die wirklich in einem Hoch ist.
00:33:00: Wenn man sieht wie sie sich entwickelt.
00:33:02: Man muss sich dort anbiedern oder man müsse jetzt link die Rezepte übernehmen?
00:33:07: Nein!
00:33:08: Wir sind da frei sind wir haben unsere eigenen Rezepten.
00:33:12: mit dem müssen wir noch pointierter unter die Leute bringen und dann bin ich überzeugt das erkannt wird dass Rezepte der Polparteien schlussendlich sehr viel Wind machen, aber nicht die realen Probleme der Bevölkerung lösen.
00:33:27: Ist man denn in der Neuzeit angekommen?
00:33:29: Also wenn ich mir zum Beispiel vorstelle was die SP gemacht hat und andere Linken Parteien nach dem Mandani gewonnen hat in New York das erste was sie gemacht haben wenige Wochen später haben sie deren Social Media Manager eingeladen und haben mit dem ein Workshop gemacht.
00:33:46: Und also da sind sie gut, oder?
00:33:48: Wenn ich mir das bei der FTP angucke.
00:33:49: Das Marketing... Sind Sie da schon so weit?
00:33:53: Was gefällt Ihnen nicht daran?
00:33:53: zum Marketing?
00:33:54: Nein
00:33:54: es wollte ich jetzt bei Ihnen fragen!
00:33:57: Ich sehe einfach wie die SP und so da teilweise marketingtechnisch sehr professionell unterwegs sind.
00:34:02: Es hat uns auch in der Redaktion beeindruckt dass die gleich Mandane-Team da eingeladen haben.
00:34:06: hey was können wir lernen, wie müssen wir das machen?
00:34:09: Sind Sie dann genügend fit in dem
00:34:11: Bereich?!
00:34:11: Ja, und wir werden nie mehr fitter.
00:34:13: Ich muss sagen ich bin sehr stolz auf unser Generalsekretariat unter der Leitung unseres Generalsekraters Jonas Preuer Und das ist eine Truppe von jungen, sehr engagierten Menschen Frauen und Männer die jeden Tag ihr aller Bestes geben.
00:34:32: und ich denke schon Nein, nicht nur ich denke.
00:34:35: Sie sind überzeugt,
00:34:37: sie wissen
00:34:37: es!
00:34:37: Ich weiß es, dass wir große Fortschritte gemacht haben auch in der Art der Kommunikation.
00:34:43: Wir sind viel pointierter unterwegs.
00:34:45: Das wird ja dann zum Teil ganz lustig auch kommentiert Dass die einen schon das Gefühl haben Ah jetzt sind wir vielleicht doch ein bisschen schrill unterwegs Und ich sage Ja was wollt ihr jetzt?
00:34:56: Wir wollen Pointierter auftreten Dann darf es durchaus auch einmal schrill sein aber Es muss immer dass auch in der Verpackung sein, was versprochen wird.
00:35:05: Und das ist bei uns der Fall.
00:35:07: Okay
00:35:07: ein bisschen schrill.
00:35:08: ich sage Ihnen, das kommt noch mit diesem Outfit von der Horoscha.
00:35:11: Wer weiß?
00:35:14: Aber bleib mir nochmal ein bisschen mit den Liberalen.
00:35:16: Ich meine wie gesagt der Zeitgeist spielt nicht für sie in der FDP, in Deutschland zum Beispiel Ist ja ist Weltuntergangsstimmung.
00:35:24: Die sind aus dem Bundestag geflogen die sind aus Landtagen Geflogen.
00:35:27: jetzt haben Sie einen neuen Chef.
00:35:29: Mal schauen wie das weitergeht.
00:35:31: Kann das der Schweizer FDP langfristig nicht auch passieren?
00:35:35: Nein.
00:35:36: Weil es so viele Faktoren gegen Sie sprechen, also so gesellschaftliche Trends?
00:35:40: Nein, das sehe ich nicht so.
00:35:42: und ich finde auch der Vergleich mit Deutschland.
00:35:45: der ist hier nicht angebracht.
00:35:48: Also man kann die Schweizer FDP nicht vergleichen, eins schon von der Politlandschaft und herum vom politischen
00:35:55: System etc.
00:35:56: Das wissen Sie alles viel
00:35:57: besser als ich.
00:35:58: Aber dieselben Werte, ihr Generalsekretär ging sogar glaube ich hat auch die deutsche FDP besucht um sich
00:36:04: da mal zu gucken.
00:36:04: Und das zeigt ja unsere Weltoffenheit selbstverständlich.
00:36:06: Richtig wie er da Marketing lernen kann.
00:36:08: also man ist da durchaus im Austausch und hat offenbar die FDP durchaus aus Vorbild gesehen in Deutschland.
00:36:12: aber erzählen sie warum werden den selben Weg nehmen?
00:36:15: Nein, wir werden nicht denselben Wegnehmen weil es in der Schweiz meine Behauptung aber auch meine Erfahrung jetzt aus diesen Monaten als Parteipräsidentin, als Ko-Parteipräsidentin.
00:36:30: Der große Wunsch da ist nach Verlässlichkeit und ich habe es vorhin gesagt das was man verspricht muss man auch einhalten und das ist dann eben nicht immer die bequeme Message.
00:36:42: also Wenn wir, gehen wir zurück bei der dreizehnten AV-Rente.
00:36:46: Selbstverständlich ist es schön den Leuten etwas zu schenken selbstverständlich aber wir haben immer die unbequeme Wahrheit gesagt Es ist nicht finanziert.
00:36:57: wie wollte ich das finanzieren?
00:36:59: Die Absender des Geschenks haben gesagt das ist überhaupt kein Problem.
00:37:03: Wir sind jetzt zwei Jahre später, wir haben es noch nicht finanziert.
00:37:07: Jetzt dann in der Sommersession ist das wieder auf dem Tisch und wir werden unser Versprechen einhalten, den wir sagen.
00:37:13: Wir wären uns gegen eine Erhöhung von Lohnnebenabzügen und natürlich auch Steuererhöhungen.
00:37:22: Aber die Höhung des Rentenalters will natürlich
00:37:24: keiner.
00:37:25: Das wollte ich eben bringen.
00:37:26: Sie können Gedanken lesen.
00:37:27: Das ist
00:37:28: meine
00:37:29: größte
00:37:29: Kompetenz.
00:37:31: Perfekt!
00:37:32: Müssen wir uns mal genauer... darüber unterhalten.
00:37:35: Also es ist tatsächlich so, wenn wir schon von unbequemen Wahrheiten sprechen und ja, wenn es darum geht die Zuwanderung einzugrenzen dann müsste man ja bereit sein das inländische Potenzial besser auszuschöpfen.
00:37:49: Wir haben hier einen großen Erfolg eingefahren mit einem Ja zur Individualbestellung an der Urne.
00:37:54: Das bringt die Frauen früher besser wieder in den Arbeitsprozess Und der größte Hebel wäre selbstverständlich eine Erhöhung des Rentenalters.
00:38:03: Wir benennen das.
00:38:05: Und jetzt können Sie sagen, ja, das ist jetzt aber kampagnentechnisch und marketingmäßig ganz schlecht wenn Ihren Leuten sagt sie müssen mehr arbeiten!
00:38:12: Aber es ist ehrlich und ich bin überzeugt dass kommt übermehr, dass man diese Ehrlichkeit auch schätzt und dieses ganz große Bemühen dahinter auch sieht und das Engagement, dass es darum geht dass es schlussendlich allen besser geht.
00:38:28: wir sind alle gesünder, wir leben länger.
00:38:31: Warum sollen wir tatsächlich schon mit fünfundsechzig zwangspensioniert werden?
00:38:37: Gut
00:38:38: also Sie setzen auf
00:38:41: bittere Wahrheit und darum ja auch das Wecker Symbol!
00:38:44: Auch hier.
00:38:45: ich war mal in der Show von Stefan Büsson Der sagt aber wie kann man nur einen Wecker als Gadget bringen?
00:38:55: Sag ich doch genau, das ist das Unbeliebste in einem Haushalt.
00:38:59: Aber jeder hat einen Weck und weiß was es bedeutet wenn man den Wecker stellt.
00:39:05: Also mit der bitteren Wahrheit gegen den Untergang Und die FDP wird weiterleben, sagen sie.
00:39:10: Aber ihre Tochter zum Beispiel, die denkt da offenbar ganz anders, die sagt schon mal vor und hat mit der SVP fusioniert, spricht den Hardliner Mike Ecker geheiratet – und Sie stammen aus dem Umweltsfreisinn?
00:39:21: Da gäbe es ja sicher noch einen Platz bei den grün-liberalen Parteien oder das wäre dann ihr Plan B!
00:39:26: An meinen Sie jetzt für mich persönlich?
00:39:28: Oh nein, ich bin ja eine durch und freisinnige.
00:39:31: Ich habe derart viele Stürme auch erlebt und vielleicht sogar manchmal auch überlebt in dieser Partei.
00:39:38: Ich bin derart verwurzelt im Freisinn.
00:39:42: Ich hab keinerlei Wechselgelüste.
00:39:44: Und was meine Familie hier vorlebt, meine Tochter und mein Schwiegersohn.
00:39:48: Das ist eigentlich die Schweiz, wie man sie sich vorstellen würde.
00:39:51: Haben
00:39:52: Sie den Ehevertrag Ihrer Tochter geschrieben?
00:39:54: Nein ganz bewusst nicht!
00:39:55: Und jetzt das ist eine ganze ehrliche Antwort, was natürlich auch heißt dass ich mir dazu Gedanken gemacht habe... ...und das wäre eben unprofessionell wenn man hier persönliches mit beruflichem vermischen würde.
00:40:09: Das hat man da der Konkurrenz gegeben?
00:40:11: Ah das ist die Konkurrence.
00:40:13: Sie kennt man ja dann im eigenen Business und weiß, wo man selber gut aufgehoben wäre.
00:40:19: Wie ist es eigentlich regelmäßig mit einem Vertreter der erfolgreichsten Parteien für Milientisch sitzen zu müssen?
00:40:26: Gute Frage!
00:40:31: Das ist wie eine Arena ohne Sandro-Protz.
00:40:36: Wir haben am Familientisch je nach Thema sehr lebhafte Diskussionen und es fehlt dann zum Teil der Moderator.
00:40:44: Mein Mann hat ... Wie weit
00:40:46: geht's denn?
00:40:47: Aber das wird noch nicht körperlich, oder?
00:40:48: Nein, es wird nicht körperlich!
00:40:50: Es ist immer sehr spannend.
00:40:52: Mein Mann hat einmal versucht den Moderator zu machen.
00:40:55: Er hat das dann entnervt aufgegeben und wollte mal ein Politverbot durchgeben.
00:41:00: Das wurde auch nicht eingehaut.
00:41:01: Nein, weder Mike noch ich können das.
00:41:03: Okay, aber das ist ja dann – wie stelle ich mich denn das vor?
00:41:06: Sie haben ja im Vorfeld, haben sie mir gesagt, Mai Gäcker gehört zu den, die zehn Millionen Slogan erfunden hat.
00:41:12: Also was sagt er hin und an wenn sie da richtig angehen wegen dieser Initiative?
00:41:19: Dann versucht er mich zu überzeugen und ich ihn umgekehrt.
00:41:22: Das haben wir bei der Individualbesteuerung bereits gut erlebt und auch gemeinsam überlebt.
00:41:28: Das tut unserer gegenseitigen Zuneigung keiner.
00:41:31: Kein Abbruch, aber am Schluss kann er natürlich immer sagen hey wir sind grösser als ihr.
00:41:35: Ah ja klar dafür sind wir.
00:41:37: natürlich haben viel eine ältere Geschichte und haben schon den Bundesstaat mitgegründet.
00:41:42: Da bleibe ich ihm nicht
00:41:43: zu wichtig.
00:41:44: Da bleiben sie cool gut.
00:41:45: Ich meine aus baldiger Großmute seines Kindes haben Sie mehr Macht über ihn... als im Nationalrat und das weiß er nur noch nicht, könnte ich mir vorstellen.
00:41:54: Maldies-VP also die Partei des Hellebarn-Klamauks für sie es nennen ist ja nicht gerade bekannt als feministische Kaderschmiede.
00:42:03: wie kommt denn Herr Ecker mit dem Engagement von seiner Frau und seiner Schwiegermutter klar?
00:42:08: Also bezüglich seiner Frau offensichtlich sehr gut.
00:42:11: Das spricht auch für ihn.
00:42:13: nur starke Männer akzeptieren, starke Frauen an ihrer Seite das muss auch einmal gesagt sein Und mit mir ist er nicht immer nur glücklich und ich mit ihm auch nicht, aber die Liebe verbindet uns.
00:42:26: Erzählen Sie mal wo ist es dann am
00:42:26: schlimmsten bei dieses Sense?
00:42:28: Ich meine nehmen wir diese... Ich habe das tatsächlich geprägt, dieses Wort Hellebartenklamauk.
00:42:34: Das muss man aber auch in einen Zusammennang setzen.
00:42:37: Mir ging es nicht darum die Partei rein grundsätzlich irgendwie jetzt harsch anzugehen Aber eben dass da überall diese Hellebatten mitgeschleigt werden und dieser Pin da jeweils Sieht so aus wie bei einer Sekte.
00:42:52: Und das habe ich dann benannt und das ist nicht nur auf Gegenliebe gestoßen, selbstverständlich.
00:42:57: Okay in der hellebaren Kampf mit der Schwiegermutter, ich stelle mir das sehr spannend vor aber bleiben wir bei der Frauenfrage Was war eigentlich das Schlüsselerlebnis für ihr eigenes Engagement?
00:43:07: Für die Sache der Frau.
00:43:08: Ich meine, Ihr ursprüngliches Berufsziel war Pudelfrisöse!
00:43:12: Das deutet ja jetzt nicht so wirklich auf eine aktivistische Karriere.
00:43:15: Nicht
00:43:16: wirklich nein im Gegenteil.
00:43:18: Es gibt auch diese Freundschaftsbücher, die man da in der Primarschule dann ausfüllt und dort habe ich es tatsächlich so vermerkt.
00:43:24: Darum ist sie auch überliefert...
00:43:26: Also müssen wir uns hier noch schnell erklären wie kann sich auf dem Pudel... Wie kommt
00:43:29: es?
00:43:29: Ich hätte so gerne einen Hund gehabt.
00:43:32: Zeit hatten meine Eltern überhaupt kein Musikgehör.
00:43:36: Und ich habe dann wirklich einmal in einem so ein Hundesalon, eben einen Pudel gesehen der da frisiert wurde und ich hab mir das so wunderbar schön vorgestellt.
00:43:48: Ich habe übrigens später trotzdem einen Hund bekommen.
00:43:52: Das war dann aber so eine Bernhardiner Mischung, also das war etwas völlig anderes als der Pudel und dann kam auch relativ schnell den Berufswunsch anwältigen.
00:44:01: Aber das Engagement für die Vereinbarkeit – ich bin sehr behüteprivilegiert aufgewachsen in einem Vorort von St.
00:44:09: Gallen Aglomation im Abt-Wil.
00:44:11: Klassisches Rollenbild!
00:44:14: Nicht ganz.
00:44:15: Das war ja spannend!
00:44:17: Weil
00:44:17: man weiß fast nichts über ihr Elternhaus, das wollen wir jetzt hier noch klären?
00:44:20: Ja, das können wir sehr gerne klären.
00:44:22: Mein Vater war Generalsekretär des ursprüngliches Erziehungsdepartementes.
00:44:28: Später hat man an diese Bezeichnungen dann etwas schöner formuliert.
00:44:32: Das ist dann das Bildungsdepartment geworden.
00:44:34: Klingt nicht so hart.
00:44:35: Es klingt nicht zu hart.
00:44:36: Er hat das seit thirty- sechs Jahren lang gemacht also er hat die St Gallo Schulpolitik absolut geprägt.
00:44:44: Meine Mutter war Einzelkind und durfte für damalige Verhältnisse eigentlich sehr fortschrittlich eine Berufslehre machen in einem Beruf, den man nicht sofort jetzt ... Sie ist im Tockenburg aufgewachsen.
00:44:59: Sie durfte Zahnarzt gehilfen lernen, hieß es damals noch und hat dann auf diesem Beruf auch gearbeitet und hat neben der Kinderbetreuung ich hatte noch einen Bruder, hat sie in den Schulhäusern, die sogenannte Schulprophylaxe gemacht.
00:45:17: Also sie war nicht zahnfähig und sie ist in dieser Funktion im ganzen Kanton herum gereist und das hat bedeutet dass mein Bruder und ich früh selbstständig wurden weil wir dann das selbstverständlich vorgekochte Essen dann aufgewärmt haben und auch meine Großeltern haben da mitgeholfen.
00:45:34: Und nie
00:45:34: was Süßes gegessen?
00:45:36: Selbstverständlich nicht!
00:45:37: Aber ich habe schon ein Elternhaus gehabt wo es sehr auch darauf ankam dass man die eigenen Ideale auch nicht nur haben darf, sondern auch verwirklichen darf.
00:45:47: Und
00:45:47: politisiert wurden Sie durch Ihren Vater hier?
00:45:49: Ja!
00:45:50: Er war immer FDP-Mitglied, war aktuar der Ortspartei und mein Bruder und ich haben jeweils die Einladungen für die Versammlungen verteilt damit das Porto gespart werden konnte.
00:46:01: Gut
00:46:01: also dann sind sie eigentlich schon... Die ganze FDP war in einer Kinderstube präsent.
00:46:06: Also sie konnten gar nicht anders.
00:46:07: Ich konnte gar nicht anderes.
00:46:08: Ich habe schon einmal noch ein bisschen rebelliert.
00:46:11: Das heißt
00:46:12: Wir
00:46:12: hatten es ja ganz am Anfang, ob Sie mal was Früges gemacht haben erzählen.
00:46:16: Ja aber so verrückt war das jetzt auch nicht, dass ich wollte... Sie wollten
00:46:19: zu SP?
00:46:19: Das
00:46:19: Gymnasium... Das
00:46:20: wäre wirklich früh gewesen!
00:46:22: Ja ja, es kommt schon noch in diese Richtung.
00:46:25: Ich wollte das Gymnasiums schmeißen und wollte dann Heimerzieherin werden Und habe dann mit Leuten politisch tatsächlich aus dem Linkenspektrum Kontakt gehabt.
00:46:38: Mein Vater der war sehr geschickt in diesem Zusammenhang.
00:46:41: er hat gewusst, wenn er mir das einfach verbietet.
00:46:44: Dann steht darauf verloren im Posten und hat gesagt okay machen wir das.
00:46:48: aber ich habe eine Bedingung.
00:46:49: wenn ich das finanzieren soll dann machst du das in der Romondie.
00:46:54: Dann lernst du nämlich noch französisch und er wusste ganz genau... Eine
00:46:57: Zwangsverschickung!
00:46:58: Ja und er wußte.. Ich hab ihn derart heimweh und es war tatsächlich so Dieses Projekt nie mehr erwähnt.
00:47:06: Ich habe das Gymnasium fertig gemacht, ich bin nicht der SB beigetreten und habe dann mein Studium, mein Ju-Studium
00:47:15: aufgenommen.".
00:47:16: Ein geschickter Schachzug von Ihrem Vater!
00:47:18: Also als Sie mit achtundzwanzig Jahren sind Sie glaube ich Mutter geworden wenn es mir recht ist?
00:47:22: Sie haben mal gesagt es sei nicht selbstverständlich gewesen dass sie aus Anwältin weiterarbeiten.
00:47:28: für wen genau war das?
00:47:30: nicht selbstständlich?
00:47:32: Nicht für mein engeres Umfeld, das muss ich jetzt auch klar betonen.
00:47:36: Wir sind in einem Dorf, haben wir gewohnt, also in meinem Elternhaus schlussendlich.
00:47:43: Wir haben sogar meinen Elternhaus übernommen.
00:47:45: Also meine Eltern sind dann ausgezogen.
00:47:46: Das ist nicht so, dass wir einfach dort eingezogen werden.
00:47:48: Ich dachte es wäre eine kuschelige
00:47:50: Wege gewesen mit mehr Generationen.
00:47:52: Nein,
00:47:53: das schon nicht!
00:47:54: Aber es war tatsächlich so... Von überall her so kam ... Ja, jetzt ist ja klar.
00:47:59: Jetzt bleibst du zu Hause.
00:48:01: Mein Mann war damals in einer Managementposition, in einer größeren Schweizer Firma tätig.
00:48:07: Also keine Idee, dass da in irgendeiner Form aufgeteilt würde
00:48:12: und ... Und wie genau haben Sie einen Mann davon überzeugt?
00:48:14: Zum Stil!
00:48:15: Hey ich bin Scheidungsanwältin Pass auf, was du machst.
00:48:18: Also
00:48:19: ich hab ihm einfach getroffen und er nahm die Drohung so etwas von ernst.
00:48:24: Nein, ich hatte tatsächlich die Unterstützung meiner Eltern.
00:48:28: Das hat tatsächlich wahrscheinlich auch damit zu tun dass sie ja wussten Sie haben mich derart liberal aufgezogen.
00:48:33: jetzt muss man das natürlich auch weiterhin mit fragen weil es gab Keine Kitas bei uns im Dorf.
00:48:40: Es gab keine Blockzeiten, es gab keine Mittagstische und gar nichts.
00:48:44: Und das haben sie dann mir zu liebe aber auch natürlich habe oder wir haben ich muss immer aufpassen.
00:48:51: mein Mann sagt du sagst so viel ich habe Wir haben zwei wunderbare Töchter, und das war
00:48:57: auch eine Freude.
00:48:57: Ihr Mann wirft Ihnen vor, dass Sie einen Ego-Schutter
00:48:59: sind?
00:48:59: Ja, manchmal bin ich ein Ego Schutter wenn es um meine Töchter geht.
00:49:02: Das ist schon so... Und es ist so!
00:49:04: Meine Eltern haben mir das zu Liebe getan aber es war auch einfach weil diese zwei Mädchen, das war offensichtlich eine freude sie mitzuerziehen.
00:49:14: Sie nennen sie übrigens bis heute nicht Oma, Opa oder so sondern sie nennen sich Mimma und Pippa also einfach Mami und Papi die Silben umgedreht.
00:49:24: Und das zeigt auch die Nähe, die dadurch entstanden
00:49:27: ist.".
00:49:27: Ich meine inzwischen ist mir ja deutlich weiter, oder?
00:49:30: In der Gesellschaft auf der gläsenden Decke.
00:49:32: im Beruf sind vielen Firmen ein gläsender Fahrstuhl geworden teilweise.
00:49:36: Sie haben kürzlich sogar ihre feministisches Lieblingsprojekte Individualbesteuerung durchgebracht.
00:49:42: Trotzdem beklagen immer noch viele Frauen Diskriminierung und sogar einen Backlash.
00:49:48: zurecht.
00:49:49: Also wenn ich jetzt ganz böse zu Ihnen sein will, dann muss ich sagen... Wenn Sie die Individualbesteuerung als feministisches Projekt betiteln ist das auch ein Backlash.
00:49:58: Ist es ein Backlass?
00:49:59: Das haben sie mir aber so verkauft!
00:50:01: Ich habe es nie als feministisches Projekt verkauft und sonst hätte man mir das in den Mund gelegt weil das ist ein gesellschaftspolitisches Projekt.
00:50:11: Es geht hier darum dass man einen Potenzial was wirklich Einfach da liegt nämlich gut ausgebildete Frauen, dass man sie aktiv eigentlich abhält.
00:50:24: Auch dieses Potenzial das Sie haben dann auch in einer beruflichen Fertigität.
00:50:29: Da muss ich jetzt mal schnell darauf zurückkommen weil ich das natürlich gleich persönlich nehme.
00:50:33: diese Kritik.
00:50:34: Sie haben das schon verkauft auch als Sache für die Frau!
00:50:37: Selbstverständlich, aber ich störe mich an diesem feministisch.
00:50:43: Wir bleiben so ein bisschen bei dem
00:50:44: sementischen Bereich.
00:50:44: Es ist ein Gleichstellungsprojekt selbstverständlich.
00:50:48: Die Individualbesteuerung ist ein Hebel für die Gleichstellung.
00:50:51: Aber die Gleichstellung ist ja nicht einfach selbst weg!
00:50:55: sondern das ist etwas, was schlussendlich der ganzen Gesellschaft zugutekommt.
00:50:59: Und gerade als Scheidungsanwältin weiß ich, dass gegen die Hälfte der Ehe geschieden wird und ich weiß, dass insbesondere dann auch diejenigen Partner-Ehe-Partner und hier jetzt männlich klar gemeint genau dieses traditionelle Rollenbild leben wollten gar kein Musik gehört dafür hatten, dass ihre Frauen im Arbeitsprozess bleiben.
00:51:23: Im Falle einer Scheidung dann überhaupt keine Freude haben, dass Ihre Frauen keine eigenen Einkünfte haben, das sie finanziell nicht auf eigenen Beinen stehen.
00:51:33: Dann hätte man sich gewünscht, man hätte hier vielleicht auch etwas Hand geboten.
00:51:38: Also ich glaube wir kommen als Gesellschaft weiter wenn wir hier auch je gegen Recht halten.
00:51:44: aber kein Zwang das ist mir ganz wichtig.
00:51:47: wer das traditionelle Familienbild leben will selbstverständlich kein Problem Aber diejenigen die tatsächlich trotz Kindern mit Kindern bei der Werbsätik sein sollen für sie solle es sich lohnen.
00:52:01: Also der Mittepräsident der Prägis sieht sich anders.
00:52:03: Ich muss das dann mit ihm noch erst mal besprechen, aber nochmal zurück zu meiner Frage.
00:52:08: Backlash?
00:52:09: Gibt es ein Backlask?
00:52:10: Ja den gibt's natürlich schon!
00:52:12: Also wenn wir... Eigentlich möchte ich Ihnen jetzt gar nicht erwähnen, doch tun Sie es!
00:52:17: Es ist so, dass man einen Präsidenten hat, der Vereinigten Staaten, der offen auch sich gegen jegliche Frauenprojekte ausspricht, also auch gegen Klimaprojekte und so weiter.
00:52:33: Alles ist ja woke!
00:52:34: Alles ist irgendwie zu weit weg von seiner eigenen Lebensrealität wie er sie gerne auch zelebriert offensächstisch etc... Das geht nicht schwurlos an den Menschen vorbei.
00:52:48: Also
00:52:48: ich meine es hat wirklich einen konkreten Impact in der Schweiz?
00:52:52: Ob jetzt dieser Impact konkret ist aber Ich würde schon sagen Ich möchte es wiederholen.
00:52:59: Es geht nicht einfach an den Menschen vorbei, es wird salonfähig und das ist eine gefährliche Entwicklung eher eine sehr mühsame Entwicklung würde ich dem so sagen.
00:53:13: aber was wichtig ist die Chancen Gleichheit, also dass Mädchen dieselbe schulische Bildung hoffentlich auch.
00:53:23: Also ich meine hier haben wir alles erreicht.
00:53:26: es geht einfach darum das es dann auch genutzt wird selbstverständlich und da sind ja wieder bei der Eigenverantwortung jedem und vor allem auch jeder selber ins Freundesbuch zu schreiben, vielleicht schon in der Primarschule.
00:53:42: Mach etwas daraus!
00:53:43: Geh nicht in eine Abhängigkeit, schau insbesondere auch eine Ehe nicht als Lebensversicherung an, weil es ist nicht mehr so wie früher – Auch die Juristerei hat die gesellschaftlichen Entwicklungen entsprechend
00:53:57: weiterentwickelt.".
00:53:58: So
00:53:58: ist
00:53:58: das.
00:53:59: Sie reden von Trump?
00:54:01: Wenn ich mir vorstelle, im Jahr zwei Tausend neunzehn haben sie ja Ständerats-Wahlkampf gemacht und da wurden ihre Plakate ja ganz übel mit Frauen verachtenden Schimpfförten beschmiert.
00:54:14: Was hat das damals mit ihnen gemacht?
00:54:17: Mich hats!
00:54:21: geärgert, vor allem auch weil da war viel Fronarbeit von Menschen da die für mich Plakate gesetzt haben und die wurden beschmiert.
00:54:31: Und ich meine es waren jetzt auch tausend neunzehn?
00:54:33: Ja!
00:54:33: Mir reden nicht von neunzenhundert
00:54:34: siebzig.
00:54:35: Nein nein nein nein und Sie haben das jetzt so nett umschrieben.
00:54:38: also da stand einfach quer über das Plakat Hure.
00:54:43: Mit meinem Umfeld hat es viel mehr gemacht.
00:54:46: Und das hat mich dann auch echt traurig gemacht, weil... Das heißt?
00:54:50: Also für meinen Vater war das derart schlimm.
00:54:55: Dass sich jemand
00:54:56: ...
00:54:57: Ja und dass jemand seine Tochter derart beschimpft natürlich auch für meinen Mann.
00:55:03: Meine Töchter haben ihre Wut so cool kanalisiert.
00:55:08: die sind in einen Fachmarkt gegangen Ohne dass ich das gewusst habe, die haben Spraydosen gekauft und dann sind sie diese Plakate abgefahren.
00:55:19: Und haben aus jedem Hure ein Hurragurt gemacht!
00:55:23: Das war so eine coole Aktion.
00:55:25: Und schlussendlich muss ich sagen... ...das war ja eine nächtliche Aktion.
00:55:29: Ich wünsche auch heute noch diesem Täter, Täterin mehrere keine Ahnung, dass sie doch die Nächte im Bett gemütlich verbringen können, hoffentlich mit jemandem an ihrer Seite der ihnen Stütze ist und nicht in der Landschaft herumfahren müssen um ihren Frust an meinen Plakaten auszulassen.
00:55:51: Okay Sie würden also keine juristischen Konsequenzen fordern?
00:55:54: Doch
00:55:54: habe ich gemacht!
00:55:55: Haben
00:55:55: sie gemacht?
00:55:56: Beim zweiten Mal?
00:55:57: beim ersten mal nicht.
00:55:58: wir haben ja dann diese Plakate eben zuerst mit dem Hoere Gut etwas stehen lassen Dann haben wir sie ersetzt Und dann gab es noch einmal so eine Aktion.
00:56:07: Da hat man gelernt Man hat gemerkt, ah, Hure lässt sich da umdeuten.
00:56:12: Dann hat man da Nutte geschrieben und dann habe ich gesagt so jetzt ist genug!
00:56:16: Jetzt möchte ich auch... Ich bin sonst nicht die Zeichensetzerin.
00:56:20: Ich habe etwas dagegen wenn man einfach nur Zeichen setzen will.
00:56:23: darum sollte man ja auch nicht diese Chaos-Initiative annehmen um ein Zeichen zu setzen.
00:56:29: bitte nicht.
00:56:30: aber es ging mir darum zu sagen so jetzt isst mal genug.
00:56:34: Und?
00:56:34: Hat's was gebraucht?
00:56:35: Nein
00:56:36: Das ist eine super Steilvorlage für meine nächste Frage.
00:56:39: Sie können natürlich verstehen, dass ihre Parteikollegin und Bundesrätin Karin Keller-Souter eine Strafanzeige eingereicht hat gegen den Elon Musk X-Kanal oder weil da ein KI sie grob beleidigt hatte.
00:56:53: Können Sie das verstehen?
00:56:54: Also ich kann es nicht nur verstehen, sondern ich begrüße es ausdrücklich.
00:56:58: Und sie hat keine Strafanzeige gegen X eingeleitet, sie hat gegen unbekannt eingeleitet und auch das ist absolut korrekt weil es geht ja darum dass hier übrigens jetzt für mich ans Anwältin sehr spannende juristische Fragen sich stellen.
00:57:13: also wer ist derjenige der den Prompt in Auftrag gibt?
00:57:20: Ist es die Plattform, die es dann eben auch veröffentlicht?
00:57:25: Oder ist es der Plattformbetreiber.
00:57:27: Ich bin sehr gespannt was sich daraus ergibt!
00:57:30: Ich meine Frau Keller-Sutter hat ziemlich Kritik dafür einstecken müssen.
00:57:32: Viele haben gesagt er Vorstoß bringt gar nichts und erstacheln ja nur die Amerikaner noch mehr gegen die Schweizer.
00:57:38: Ach
00:57:39: Gott um Himmel zählen.
00:57:40: also darf jetzt eine Bundesrätin Ihre Rechte nicht wahrnehmen, weil sie Bundesrätin ist.
00:57:49: Das ist doch eine so verfehlte Argumentation!
00:57:53: Also selbstverständlich, ich weiß nicht ob Sie diesen... Ich meine
00:57:56: das ganze Land sitzt bei jede Kritik an der USA, ob nicht noch was kommt?
00:58:00: Genau darum brauchen wir Menschen wie Bundesrättin Karin Keller-Sutter die eben nicht zittern sondern ihren Werten treu bleiben und das hat sie getan.
00:58:10: Sollte ihr hohen Respekt dafür?
00:58:12: Das war richtig.
00:58:14: Ich weiß nicht, ob Sie diesen Eintrag gelesen haben!
00:58:17: Der war so abgrundtief hässlich unterirdisch.
00:58:21: und nein nur weil sie Bundesrätin ist muss er sich nicht alles gefallen lassen.
00:58:26: ich danke ihr ganz offiziell auch in diesem Podcast dass sie hier klar Flacke gezeigt
00:58:33: hat.
00:58:34: Das ist interessant, weil wie gesagt sie hat viele Kritiker dafür bekommen.
00:58:38: Das hat natürlich auch damit zu tun, dass seit diesem historischen Telefonat mit Donald Trump sich so ein bisschen einen schweren Stand hat oder manche sagen es so als Wendepunkt in ihrer Beliebtheit und Karriere, weil das nicht so rausgekommen ist wie man dachte.
00:58:52: Sehen Sie das auch aus Wände?
00:58:54: Nein, sehe ich überhaupt nicht als Wende!
00:58:55: Und wenn schon müsste man ihr auch dafür... ganz hohen Respekt zu haben.
00:59:01: Weil
00:59:01: sie die Einzige ist, die gerade hingestanden ist?
00:59:03: Weil Sie die Einzigste, die grade hingestand ist – das haben Sie wunderbar formuliert!
00:59:07: Ich hätte es nicht besser können.
00:59:09: und es geht auch darum dass man indem man sieht kritisieren würde oder sie auch kritisiert tatsächlich für dieses Gespräch, ja davon ausgeht dass sie einen Gesprächspartner hatte der in irgendeiner Form wirklich verlässlich oder in irgend einer Form ansprechbar ist.
00:59:34: Sie meine Diskussion mit jemandem, der ein pathologisches Problem hat funktioniert.
00:59:38: Aber wie gesagt die Gegner von KKS sagen ja dann da muss man das Ego zurückstellen, da muss flach auf den Boden legen sich legen.
00:59:46: es geht um das Interesse der Nation nicht um Rückgratzeigen.
00:59:49: Das ist nicht schweizerische Tugend sich Blatt auf den Boden zu legen.
01:00:00: Ich muss doch ganz klar sagen, selbstverständlich diplomatisch ist eine Kunstdiplomatie.
01:00:08: Aber es geht auch darum für die Interessen der Schweiz einzustehen und klarzumachen transparent zu sein Katzbuckeln.
01:00:18: Das kann vielleicht einen kurzfristigen Erfolg bringen, aber langfristig wird das nicht funktionieren.
01:00:25: und ich erinnere daran wir haben bis jetzt diesen Zoll-Deal nicht.
01:00:31: So ist es!
01:00:32: Fakt ist aber es hat dir geschadet egal wie man dazu steht oder ein gewisser Teil hat das nicht gut gefunden.
01:00:39: Gerade beim Wirtschaftsliberalen Flügel in der FDP ist ja der Unmut groß.
01:00:43: Jetzt auch beim Thema Kapitalregeln für die OBS, ist man so ein bisschen auf Kollisionskurs mit der eigenen Bundesrätin Philippa Leuternäcker.
01:00:51: Kontinuere letzte Sekunde davon überzeugt werden eine Lobby-Veranstaltung mit Konzernchef Sergio Amotti abzusagen.
01:00:57: Der ehemalige Nationalrat Rodinozer schießt aus allen Rohren gegen Karin Keller-Sutter.
01:01:03: Diese wiederum sieht die Obs als Großrisiko fürs Land und kritisiert einen und Schweizerischen Lobbydruck der OBS.
01:01:10: Wer hat denn jetzt recht?
01:01:12: Die Wahrheit ist nie schwarz-weiß!
01:01:16: Und ich möchte in diesem Zusammenhang klar festhalten, eine Bundesrätin ist keine Parteipolitikerin.
01:01:23: Eine Bundesrat hat eine ganz andere Aufgabe als Teil eines Kollegiums und hat nicht ein Parteibuch jetzt da abzuspulen.
01:01:33: Dass es in gewissen Fragen unterschiedliche Haltungen geben kann... Eine Parteimeinung einerseits, die Meinung des Bundesrates andererseits.
01:01:42: Jetzt hier im Zusammenhang mit der Bankenregulierung vertreten durch unsere eigene Bundesrätin – das ist normal!
01:01:48: Und wir sind in einem sehr gut und sehr konstruktiven Austausch.
01:01:53: Aber die Auseinandersetzung
01:01:54: ist schon heftig?
01:01:55: Das reden Sie jetzt ein bisschen schön.
01:01:56: Also für Schweizer Verhältnisse ging es noch nie so ab...
01:02:00: Ich muss so sagen, wir haben ein Interesse des Bundesrates den Steuerzahlen und die Steuerzahlerinnen zu bewahren.
01:02:07: Verschaden das in Zukunft keine Bankenrettung mehr passieren muss!
01:02:13: Das ist die Haltung der Landesregierung.
01:02:16: Und jetzt wie wir zu diesem Ergebnis kommen oder zu dieser Konsequenz kommen dass der Steuerzahl der Steuerzahlern geschützt ist da darf man ja auch in guten liberalen Treuen unterschiedlicher Meinung sein, muss es jetzt wirklich die Hundertprozent-Hinterlegung der Kapitalhinterlegungen für die Auslandtöchter sein?
01:02:39: sind auch andere Möglichkeiten da.
01:02:41: Ja das gehört zu einer gelebten offenen Diskussionskultur dass man das auch entsprechend miteinander anschaut.
01:02:50: Jetzt, wenn dann einzelne Exponenten ihrerseits wiederum das Gefühl haben sie hätten jetzt die alleinselig machende Wahrheit Dann dürfen Sie das zwar sagen Das wird ja unserer Meinungsäußerungsfreiheit gerecht Aber Sie sprechen damit sicher nicht für die ganze Partei.
01:03:05: Haben Sie den Philippo Leutenegger zurückgepfiffen?
01:03:07: Nein Ich pfeife in der Regel keine Kantonalpräsidenten zurück.
01:03:13: Die sind für ihren Bereich zuständig, selber zuständig und die machen das nach bestem Wissen ungewiss.
01:03:20: Aber
01:03:20: Sie persönlich sind ja auch im Team UBS?
01:03:22: Meiner ihr Verhältnis zu Keller Sutter muss ja ziemlich kühl sein!
01:03:25: Nein wir haben ein ausgezeichnetes Verhältnis auch wenn wir nicht in allen Fragen immer gleiche Meinung sind.
01:03:30: Wo endet das Streit am Schluss?
01:03:32: was meinen sie?
01:03:32: wird es einen Kompromiss geben mit abgeschwächten Kapitalanforderungen?
01:03:36: Wir werden sehen.
01:03:37: Ich bin sehr gespannt auf die Diskussion, es wird verschiedenes auch auf dem Tisch dann liegen und wir haben alle dasselbe Ziel!
01:03:48: Die Steuerzahler schützen und wir möchten aber auch die Wettbewerbsfähigkeit unserer Banken nicht über Gebühr strapazieren.
01:03:58: Und das ist kein Schnitt genauer Grad, das ist eine Schnittmenge, die es jetzt zu diskutieren
01:04:04: geht.".
01:04:04: Das haben Sie schön gesagt!
01:04:05: Aber so genau wollte ich's nicht wissen... Wo sind denn die konkrete Kompromisslinien, die sie jetzt spüren?
01:04:11: hinter den Kulissen?
01:04:13: Geben wir noch ein bisschen runter?
01:04:14: Mit der Kapitalanforderung für die Töchter, oder?
01:04:16: Sie haben jetzt so ein schönes Wort gesagt hinter den Kulissen und aktuell bleibt das auch hinter den kulissen.
01:04:22: Und ist sicher nicht Stoff!
01:04:24: Für einen Podcast, auch wenn ich so schön mit Ihnen jetzt alleine hier in diesem
01:04:28: Kabäuschensicht... Ja es, alle möchten es wissen.
01:04:31: aber nun gut, nun gut Gewaltige Spannungsbogen, denen sie noch aufrechterhalten.
01:04:36: was mich noch wundern nimmt Woher kommt die harte Haltung von Keller Souter gegen den UBS?
01:04:44: Ist das Überzeugung oder geht es unterschwellig auch so ein bisschen um eine Abneigung der St.
01:04:50: Galler gegen den Zürcher Freisinn, den viele für das Credit Suisse-Bakel mitverantwortlich machen?
01:04:56: Gibt's da auch kulturelle Unterschiede?
01:04:58: Also es gibt selbstverständlich Kulturunterschiede auch im Freisinn.
01:05:03: Wir sind keine rein homogene Gruppe, dass das hier aber einen Einfluss haben sollte.
01:05:11: Weder spüre ich das noch... Das würde mich extrem überraschen.
01:05:15: Nein!
01:05:15: Das ist es nicht sondern es ist eine klare Überzeugung die unsere Bundesrätin leitet und auch Erfahrung.
01:05:23: Ich erinnere daran sie war Diejenige, die damals in diesem spektakulären, ich glaube es war am neunzehnten März wirklich die entscheidenden Fragen gestellt.
01:05:39: Die entscheidende Entscheidung auch zusammen mit dem Bundesrat gefällt hat und danke schon dass das prägt definitiv.
01:05:48: Was unterscheidet denn die St.
01:05:50: Galler von den Zürchen, mal abgesehen vom besseren Bratwürsten?
01:05:53: Ah ja gut!
01:05:53: Die Bratwirste sind tatsächlich sehr viel besser.
01:05:56: Entschuldigung liebe Zürcher aber wir haben eine... Etwas andere Geschichte wahrscheinlich.
01:06:05: Also nur schon beispielsweise, dass an Galler Freisinn kennt auch eine Sektion Umweltfreisinnige das gibt es sonst nirgends.
01:06:13: Die
01:06:13: sind aber ganz klein inzwischen.
01:06:16: Ich würde sagen so klein darf man sie nicht reden sondern es ist eine Bewegung die eben dieses liberale Gedankengut auch in die Energie- und Klimapolitik hineinträgt Und das prägt natürlich auch.
01:06:31: Aber wie es auch in anderen Parteien unterschiedliche Schattierungen gibt je nachdem?
01:06:35: Genau,
01:06:35: die Samkala streicheln lieber Olmaschweinchen als im Frühling irgendwelche komischen Puppen zu verbrennen.
01:06:43: Gut!
01:06:43: Das ist jetzt auch etwas despektierlich aber ich war noch nie an diesen Sechsleuten.
01:06:49: Das ist wirklich... Das ist
01:06:51: der Aufruf von dem Zürcher ladet.
01:06:54: Frau Winsen-Schauflach, bitte ein.
01:06:56: Sie möchte auch mal dabei sein.
01:06:58: Ich
01:06:58: würde wahrscheinlich so eine Einladung definitiv nicht abschlagen.
01:07:01: Sie würden sie nicht abschlagen?
01:07:03: Also mehr geht jetzt nicht!
01:07:05: Jetzt muss die Einladungen kommen womit wir bei der letzten Frage nach Ihrem größten Traum wären den Sie noch verwirklichen wollen.
01:07:15: Ich möchte eine coole Großmutter werden.
01:07:22: zum einen Das habe ich natürlich mehr oder weniger selber in der Hand und hoffe, mein Enkelkind empfindet das dann auch so.
01:07:30: Waren Sie schon im Großmotorkurs?
01:07:32: Nein!
01:07:34: Gibt's
01:07:35: das?
01:07:36: Ja, es gibt ja inzwischen für alles ein Kurs und ein guter Freund von mir muss jetzt in den Großvaterkurs.
01:07:41: Da müssen Sie mich vielleicht vernetzen mit ihm damit ich da etwas schlau machen kann.
01:07:46: Das wäre sehr schön!
01:07:48: Mein Mann und ich haben tatsächlich noch einen Traum dass wir wenn wir dann unsere sehr aktive Phase die wir jetzt leben dann vielleicht irgendwann einmal hinter uns lassen aber das soll nicht heute und morgen sein noch fremde Städte bereisen möchten und zwar wirklich dann eintauchen.
01:08:06: Also unser großer Traum wäre dann jeweils drei, vier Monate Quartier zu beziehen und wirklich einzutauchen und zu lernen.
01:08:15: Wozu erst?
01:08:16: Ja es wäre für mich wahrscheinlich Edinburgh.
01:08:22: Edinburgh eine originelle Wahl.
01:08:24: gehört eigentlich auch mal Bundesrätin werden zu ihren Träumen?
01:08:27: Nein das werde ich vielfach gefragt und ich kann wirklich aus vollem Herzen nein sagen, weil ich ein sehr breit interessierter Mensch bin.
01:08:38: Und auch mein Leben sehr gerne wirklich selber auch noch bestimme.
01:08:43: Das ist jetzt schon nicht mehr so gleich... Sie meinen als Bundesrätin
01:08:47: ist man nur noch eine Marionette der Interessen?
01:08:49: Nein das meine ich überhaupt nicht so!
01:08:51: Ich meine es tatsächlich eher von der Gestaltungsfreiheit in zeitlicher Hinsicht.
01:08:55: Man ist extrem fremdbestimmt Und gerade jetzt, wo es Richtung Großmutter geht möchte ich diese Freiheit haben das auch zu genießen.
01:09:05: Frau Winsen-Stauffacher vielen Dank für das Gespräch!
01:09:08: Ich
01:09:08: danke Ihnen, es war spannend
01:09:10: und Ihnen liebe Zuhörerinnen und Zuhöhr bleibe ich für eine positive Bewertung dieses Podcasts ewig verbunden.
01:09:17: als Anreiz schenke ich Ihnen ein Rabatt von dreißig Prozent auf einen Abo der NZZ am Sonntag.
01:09:22: Das Angebot finden Sie unter go.nzz.
01:09:28: für alle, die weiterdenken und besser leben wollen.
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