Kraftsteine, Konkurrenten und sparsame Konsumenten: Coop-Chef Philipp Wyss über den härtesten Preiskampf aller Zeiten
Shownotes
Im Schweizer Detailhandel tobt der härteste Preiskampf aller Zeiten: Aldi und Lidl, Migros und Coop ringen mit Brot- und Fleischaktionen um jede Kundin und jeden Kunden. Während Aldi Filialen schliesst und die Migros mitten im Umbau steckt, scheint Coop seit Jahren fast alles richtig zu machen. Doch auch bei der Basler Genossenschaft ist längst nicht alles Gold, was glänzt. Host und NZZaS-Chefredaktor Beat Balzli trifft Philipp Wyss, seit 2021 CEO der Coop Gruppe. Wyss wuchs in einer Sportlerfamilie auf, fand die Schnupperlehre auf der Bank langweilig, macht um fünf Uhr morgens Yoga, kocht im Kochclub und importiert auch mal Trauben aus Indien, wenn es sein muss. Wyss erzählt, warum er sich trotz Kraftsteinen nicht als Esoteriker sieht, was er in der Turnhalle über Disziplin und Verlieren gelernt hat und weshalb sein Versuch scheiterte, 1992 einen Supermarkt in Moskau zu eröffnen. Es geht um zehn Jahre Wartezeit auf den CEO-Posten, den fragwürdigen Wechsel des Vorgängers ins Verwaltungsratspräsidium, und die Kritik an Coops Non-Food-Strategie im Onlinehandel. Dazu: Prix Garantie und die Frage, ob der Unterbietungswettbewerb je aufhört, Marktmacht, Preisüberwacher und Bio-Margen, Regal-Rauswürfe bei Markenherstellern, das Verhältnis zur Schweizer Landwirtschaft, die Mietforderungen der SBB, die Arbeitsbedingungen in den Pronto-Shops und wie weit unsinnige Bauvorschriften gehen können - Spoiler: bis zur umgedrehten Kasse. Zum Schluss verrät Philipp Wyss seinen grössten Traum, der etwas mit Sprachen und Sport zu tun hat.
Gast: Philipp Wyss, CEO Coop Gruppe Host: Beat Balzli Produktion: Tonya Rupp
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Transkript anzeigen
00:00:00: Dieser Podcast wird präsentiert von Twerenbold Reisen.
00:00:03: Lehnen Sie sich zurück und kommen sie im Königsklasse-Luxusbus auf Entdeckungsreise!
00:00:08: Ich
00:00:08: glaube ja, Sie haben es gesagt an mündige Bürger die entscheiden sollen man muss nicht alles regeln.
00:00:14: Ja herzlich willkommen bei einer weiteren Folge von NZZ Weekend dem wöchentlichen Podcast der NZZ am Sonntag.
00:00:21: Mein Name ist Bea Balzli und ich bin der Chefredaktor der NZZ Am Sonntags Im Schweizer Detailhandel top der härteste Preiskampf aller Zeiten.
00:00:29: Die deutschen Discounter Aldi und Lidl, die Schweizer Platzherstche Migros Kopp kämpfen mit Brot- und Fleischaktionen um jeden Kunden der eine erfolgreicher, der andere weniger.
00:00:39: Während Aldi Filialen schließt und tutweiles Erben gerade in einer Umstrukturierung stecken scheint er Kopp seit Jahren alles richtig zu machen.
00:00:47: Doch auch bei der Baslergenossenschaft ist längst nicht alles Gold was kletzt!
00:00:51: Womit wir bei meinem heutigen Gast wären.
00:00:54: Er findet eine Schnupperlehre auf der Bank langweilig, kocht im Kochklub, macht um fünf Uhr morgens Yoga, hält mündige Bürger für das Wichtigste in der Schweiz, wächst in einer Sportlerfamilie auf und importiert auch Trauben aus Indien wenn es sein muss.
00:01:08: Philipp Wies ist seit dem Jahr zweitausendundzwanzig CEO der Coop-Gruppe.
00:01:13: Schön dass Sie heute bei mir
00:01:14: sind!
00:01:16: Danke vielmals für die Einladung.
00:01:17: Herr Wies,
00:01:18: bevor wir uns dem Kampf um die Kunden widmen und Sie mir am Ende dieses Podcast Ihren größten Traum verraten, habe ich mal eine ganz indiskrete Frage.
00:01:27: Würden sie sich als Esoteriker bezeichnen?
00:01:29: Nein überhaupt nicht!
00:01:30: Das sehe ich nicht so.
00:01:31: nur weil ich am Morgen früh etwas Yoga mache finde ich das überhaupt nicht nein.
00:01:36: Sie machen aber nicht nur Yoga, Sie sammeln auf der ganzen Welt Steine, habe.
00:01:42: Das Ganze ist dann kombiniert mit Lederarmbänden, die sie jetzt auch gerade vorher getragen haben.
00:01:47: Also das ist auch nicht esoterisch?
00:01:49: Ist auch nicht desoterisch!
00:01:51: Liebe Steine, Steine geben Kraft wenn man sie in der Hand hat und ich nehme dann immer egal wo.
00:01:56: er war jetzt gerade in Asien, in Vietnam und habe dort im Mekkondelter Trotz allem, auch noch ein Stein gefunden.
00:02:03: Schreibe ihn an, Mekong-Sixundzwanzig und lege ihn dann irgendwo aufs Pult und irgendwann hat man zu viele Steine und dann landen sie im Garten.
00:02:11: Okay also Sie haben nicht zu Hause so eine Vitrine?
00:02:13: Nein
00:02:13: nix!
00:02:14: Nix, nix, okay.
00:02:15: aber wenn die Tagesumsätze in den Kupfeljahren schlecht sind sorgen die Steine für die nötige Resilienz ein bisschen oder?
00:02:20: Ja da ist man natürlich auch ein wenig älter geordert und weiß dass ein Tag nichts ist und man schaut die Umsätze...
00:02:28: Da
00:02:28: braucht man doch
00:02:29: keine Steine mehr.
00:02:32: Hat denn diese Leidenschaft etwas mit ihrer Frau zu tun, die in Sursee ein Yoga-Studio betreibt?
00:02:36: Sammelt ihr auch Steine mit?
00:02:38: oder wie muss ich mir das vorstellen.
00:02:40: Nein
00:02:40: sie sammelte keine Steine, sie hat ein wunderbares Yoga Studio, wo ihr gehört.
00:02:45: und ja ich habe natürlich Yoga von ihr gelernt.
00:02:48: Sie stehen ja jeden Morgen um fünf Uhr auf, studieren die Geschäftsdahlen und machen dann eine Runde Yoga.
00:02:54: Müssen Ihre Geschäftsleitungmitglieder diese aus ketischen Morgenroutinen übernehmen oder dürfen sie länger schlafen?
00:03:00: Nein, das kann jeder machen wie er will aber ich liebe ihn und meine Kolleginnen und Kollegen wissen das.
00:03:05: wenn man zwischendurch auch mal in der Geschäftsreise einmal zusammen Sport machen kann am Frühmorgens ein wenig chocken eher.
00:03:12: dann kommen dann fast alle mit
00:03:14: Aber wir sind nicht auf der gesamten Geschäfts-Leit im Sonnengruß dann in der Hotel Lobby?
00:03:19: Nein, du brauchst nicht.
00:03:21: Okay, ich fahre auf ein tolles Bild
00:03:22: und das ist
00:03:23: alles freiwillig!
00:03:25: Aber ich muss noch ein bisschen darauf rum reiten.
00:03:27: Sie haben offenbar so eher eine Weiche, leicht esoterische Seite.
00:03:31: Das wirkt ja wie ein Widerspruch zum knallharten zahlengetriebenen Detailhändler mit einer rustikalen Metzgerleere.
00:03:38: Woher kommt ein bisschen der Hang
00:03:40: dazu?!
00:03:41: Hat das ein bisschen auch etwas mit ihrem gläubigen Elternhaus zu tun?
00:03:45: Ihr Vater war ja, glaube ich, Finanzverwalter in der Kirchgemeinde.
00:03:48: Ja, im Nebenamt natürlich, er war
00:03:50: ein
00:03:51: Sportlehrer.
00:03:52: Nein, überhaupt nicht!
00:03:53: Ich glaube es ist ein guter Ausgleich, dass man sich sammeln kann am Morgen und sich fokussieren kann... Ich glaube, dass enorm wichtig in der heutigen Welt sich konzentriert.
00:04:02: Was ist heute wichtig und was will ich erreichen?
00:04:04: Und das ist eher von dieser Perspektive her.
00:04:07: Okay also Pragmatismus keine Esoterik.
00:04:09: welche Wert wurden denn Ihnen zu Hause mitgegeben?
00:04:12: Also ein bisschen katholisch glaub ich schon
00:04:14: Ja, klar.
00:04:16: Ich war natürlich als kleiner Bub da immer mit dem Vater und der Mutter in der Kirche.
00:04:21: aber ich glaube was ich vom Elternhaus vor allem gelernt habe ist das Engagement für die Gesellschaft.
00:04:27: mein Vater hat sich wirklich stark engagiert auch für den Sport.
00:04:31: Das hab' ich sicher so am meisten auch mitbekommen.
00:04:33: Ich meine sie engagieren sich ja für Menschen mit Handicap glaube ich wenn ich das richtig gelesen habe ein Cousin von ihnen hatte auch einen Handicab.
00:04:42: Ändert das die Einstellung zum Leben?
00:04:44: Ich glaube, viele Leute kennen das ja nicht in der Schweiz.
00:04:48: Man kennt vielleicht nicht direkt jemand an deinem Handicap!
00:04:51: Und als damals ein Verkaufschef von uns in der West-Schweiz mit diesem Konzept angefangen hat, waren wir wirklich begeistert.
00:04:58: und heute haben wir das in der ganzen Schweiz.
00:05:00: Es sind mehrere Dutzend Filialen die Leute mit Handicap in der Verkaufestelle, die dort arbeiten.
00:05:06: Das ist gut auch für unsere Leute aber auch für die Kundinnen und Kunden weil da gibt es natürlich dann Situationen wo die Kundin und Kunden
00:05:13: sagen
00:05:13: was ist jetzt das?
00:05:15: Sie checken es dann irgendwann einmal schon dass das Leute sind ja mit einem Handicapt die bei uns arbeiten.
00:05:20: Wie hat sie das geprägt?
00:05:21: Ihr Cousin, der hatte ja ein Handicap.
00:05:23: Hat sich das gepreckt irgendwie?
00:05:25: Ich glaube einfach wirklich, dass Verständnis auch für Menschen ist.
00:05:28: schwierig haben mit ihnen umzugehen und mit denen Sie zu treffen, Sie mitzunehmen auf eine Familienreise – das ist sicher sehr wichtig!
00:05:36: Ich meine aus Ihrem Elternhaus stammte sicher auch der Wert Ehrgeiz.
00:05:40: Die Mutter von Hause oder der Vater war Sportlehrer.
00:05:42: Sie haben die halbe Jugend in den Tourenhalle verbracht.
00:05:45: Was lernt man in der Tourenhelle für die Karriere?
00:05:48: Vor allem... Natürlich ein wenig willen, ein wenig durchbeißen.
00:05:52: Ein wenig vielleicht wirklich ans Limit zu gehen.
00:05:54: man sieht dann was möglich ist und was vielleicht nicht möglich ist.
00:05:58: Disziplin ganz sicher!
00:05:59: Und ich glaube es sind einfach auch Werte die heute noch wichtig sind.
00:06:02: da sage ich immer den jungen Menschen die mich fragen was brauchst?
00:06:05: Was brauche ich?
00:06:06: Auch viel Disziplinen das gehört zum Leben.
00:06:08: Durchbeiß'n Passt ja nicht so zum Zeitgeist gerade, oder?
00:06:12: Das ist ein Vorurteil.
00:06:13: Ich glaube wir haben ganz viele junge Leute auch bei uns die sich wirklich auch bis zeigen und den Willen haben etwas zu verändern und vielleicht anders als wir damals.
00:06:23: aber ich glaube es gehört auch ein wenig dazu eben diese Disziplin und das Durchbeißen.
00:06:28: Lernt man auch zu verlieren in der Tourenhalle?
00:06:30: Ganz klar, ja.
00:06:31: Ich bin ein Mannschaftssportler auch und habe nicht zugeturnen.
00:06:34: Ich war der bessere Kordballspieler, Volleyballspiehler und von dem her lernte man zu verlieren und das gehört zum Leben.
00:06:41: Und ich glaube es tut gut, da wieder schön am Schluss ein Bier zusammen im Restaurant zu trinken und trotzdem nach vorne zu schauen – es gehört zum leben!
00:06:51: Was waren Ihre größten Niederlagen im Leben?
00:06:53: Ich würde nicht sagen Niederlagen, aber ich sehe es immer natürlich positiv.
00:06:59: Das
00:06:59: merke ich schon!
00:07:00: Es muss doch mit diesen Steinen zu tun.
00:07:02: Lerne eher von Sachen... Also ich war mal in Russland und wollte im Jahr twohundneinzig dort einen ehestenwestlichen Laden eröffnen.
00:07:10: das ging nicht...
00:07:12: Das wollten Sie für Coop machen?
00:07:13: Nein,
00:07:14: nein, ich war mit ein paar Verrückten zusammen die damals den Drang hatten im Ausland etwas zu machen Und es gab noch keine westlichen Läden in Moskau und das war damals der Drang.
00:07:27: Und
00:07:27: da wollten Sie einfach auf eigene Faust einen Supermarkt im Moskauer
00:07:31: öffnen?
00:07:31: Mit ein paar Kollegen, die gute Kontakte hatten zum Dynamo-Moskau-Stadium wo man eine Mantelnutzung machen wollte.
00:07:38: Das war so die Idee und das ist dann nicht gelungen...
00:07:40: Was war denn das größte Hindernis?
00:07:42: Also meine ich hab...
00:07:43: ...das Finanzielle!
00:07:44: Dass man Geld finden konnte in der Schweiz, das war dann ziemlich schwierig und ich habe dann alle natürlich besucht.
00:07:52: Ich kenne Kante, gute Ottoin-Eichen
00:07:55: etc.,
00:07:56: aber natürlich niemand wollte und heute versteht man das.
00:07:59: Und ich bin auch froh, dass nichts geworden ist in Moskau.
00:08:02: Heute versteht es natürlich, dass es schwierig ist im Ausland auch Geld zu
00:08:06: investieren.".
00:08:06: Ja absolut!
00:08:06: Ich meine, ich habe zwei drei neunzig in Paris studiert und eine Vorlesung da ging's um die Transition und Rüssi, also dieser Übergang vom Plan auf Marktwirtschaft.
00:08:15: Und da war auch viel von Mafia die Rede!
00:08:17: Es war auch schwierig dass sich die Firmen gegenseitig verlassen konnten.
00:08:21: Da wurden ja viele betrogen.
00:08:22: Haben sie das auch mitgekriegt?
00:08:23: Also war es ein schwieriges Umfeld.
00:08:25: mal abgesinnt vom Geld?
00:08:26: Ja ich ging ja rüber, da war ein Rubel ein Dollar Und als ich zurückkam, waren tausend Rubelein-Dollar innerhalb von wenigen Monaten.
00:08:35: Am Anfang war ich in einem wunderschönen Hotel und am Schluss war ich zu Hause in einer russischen Familie.
00:08:42: Das hat dann schon auch etwas mit deinem gemacht und zeigt dir schon wie schwierig diese Gesellschaft ist.
00:08:47: aber Korruption habe ich nicht erlebt weil es eben nicht zum Geschäftsabschluss gekommen ist.
00:08:51: War das Ihre einzige Niederlage im Leben?
00:08:54: Ich glaube, neben dem sportlichen ist die ganz große Einzige in der Lage.
00:09:00: Ich weiß noch eine andere!
00:09:01: In den Jahren des Jahrhunderts war der legendäre Cob Sio Hansoli Losli ins Verwaltungsratspräsidium.
00:09:08: Der hatte damals den kriselnden Cob saniert indem er die fünfzehn Regionalgenossenschaften fusionierte ein Schritt an dem gerade auch die Migros arbeiten.
00:09:16: Aber sie wurden nicht der Nachfolger von Losli, sondern es wurde Jo Sutter.
00:09:21: Sie durften nur dessen Stellvertreter sein?
00:09:23: Wie sehr hat sich das gewormt?
00:09:25: Überhaupt nicht!
00:09:26: Ich glaube, es war ein wichtiger Schritt den ich er machen konnte.
00:09:28: als leitere Marketingbeschaffung und das hat mich denke ich auch mit ihm zusammen hatte ich wirklich eine hervorragende Jahre möchte.
00:09:36: kein Jahr unter Unter Joss Sutter-Bereuen war wirklich eine hervorragende Zusammenarbeit, die ich sehr geschätzt habe.
00:09:44: Das
00:09:44: glaube ich jetzt nicht!
00:09:45: Sie mussten zehn Jahre auf den CEO-Posten waren.
00:09:48: Hatten sie nicht
00:09:49: manchmal Lust hinzuschmeißen und zur Konkurrenz zu gehen?
00:09:52: Nein überhaupt nicht.
00:09:53: Keine
00:09:53: Angebote gekriegt?
00:09:54: Keine Angebote.
00:09:55: Ich habe immer dankenhaft gelernt, ich wollte schon gar nicht darauf eintreten.
00:09:59: Nein, ich hatte viele Ziele im Bereich der Marketingbeschaffung.
00:10:03: Habe viel aufgebaut auch in Mauslande sag' ich mal die Einkaufsbüros gegründet in der Inasien, in Spanien und Italien.
00:10:11: Das hat viel Freude gemacht und im Zusammenspiel war das wirklich hervorragend mit Josef Zutor.
00:10:17: Ein totaler
00:10:18: Harmonie!
00:10:19: Man wurde ihnen eigentlich zum ersten Mal in ihrem Berufsleben bewusst dass sie CEO werden könnten also dass dieser steile Aufstieg vom Metzger-Lehrling zum Konzernchef möglich ist.
00:10:30: Gibt es da so einen Schlüsselmoment?
00:10:32: Nein, ich glaube auch nicht.
00:10:34: Man wird ja nicht geboren und denkt morgens bin ich ein CEO.
00:10:37: Irgendwann reagiert
00:10:38: man so?
00:10:39: Es reift ein wenig.
00:10:42: Mein damaliger Chef im Bereich, als er sich die letzte Metzgelehr machte, sagte, du musst mal zu Bell gehen und du musst bei Bell chef werden.
00:10:51: Mir damals gesagt und hat mir ein wenig vielleicht auch den Hunger geweckt, was eigentlich möglich wäre.
00:10:56: Aber nichtsdestotrotz es muss reifen, es muss passen.
00:10:59: Man denkt immer ja sie auch zu werden ist einfach so einfach und man hat's dann schöner oder einfacher.
00:11:05: Man kann da ein bisschen
00:11:06: machen... Man muss sich schon auch bewusst sein die Aufgabe ist grosser sind siebenundneinzigtausende Mitarbeitenden der DiviCopat und es ist wirklich auch viel Verantwortung.
00:11:16: aber
00:11:16: warum hat ihr Lehrmeister damals?
00:11:18: Da waren Sie ja noch blut jung!
00:11:20: Hat die Lehrmeister damals in Ihnen schon den Bellchef gesehen?
00:11:23: Wo haben Sie schon so Bossi reagiert in der Lehre?
00:11:27: Ja, ich war immer ziemlich ehrgeizig.
00:11:29: Wollte alles wissen über den Beruf.
00:11:31: Ich konnte ja zwei Jahre machen statt drei Jahre weil ich schon einen Beruf gelernt habe und wollte in diesen Zweiern wirklich alles wissen kennen wie es geht Und war einfach hungrig nach Neuem und das hat ihn vielleicht auch sehr beeindruckt
00:11:46: Lies man sie eigentlich auf diesem Weg noch ganz oben Manchmal spüren, dass sie kein Akademiker sind?
00:11:53: Nein wirklich nie.
00:11:54: Muss ich wirklich sagen weder ... nein nirgends habe ich das nie gespürt.
00:11:59: Ich staune immer wieder bei Fragen oder bei Interviews über diese Frage.
00:12:06: Nein wirklich nicht!
00:12:08: Hat das auch mit der Branche zu tun?
00:12:10: Weil in anderen Branchen hört man das dann durch aus, oder dass da vielleicht so ein bisschen die Nase gerümpft wird.
00:12:14: Da war ja gar nicht mehr an der Uni und so und so Sachen, so ein Bisschen Dünkel!
00:12:18: Hat es mit der branche zu tun weil sie vielleicht erdiger ist als Bodenständiger?
00:12:21: Ich bin mal froh, dass sie bodenständig ist, dass sicher so.
00:12:24: ich glaube bei uns zählen eben noch ein paar andere Dinge.
00:12:27: also für mich ist zum Beispiel viel wichtiger, dass man die Kategorie oder die Warengruppe, die man bearbeitet, auch liebt Egal ob socken einkaufen oder Textil, Fisch oder Früchte und Gemüse.
00:12:40: Ich glaube es ist auch in Zukunft möglich im Detailhandel nach oben zu kommen mit einem Lehrberuf.
00:12:48: Ich habe bei einer Studiumsmaß bei Coop gearbeitet.
00:12:51: als Ferienjob musste unter anderem die leeren Flaschen sortieren.
00:12:54: also ich habe mich ein bisschen schwer getan mit der Liebe zu den leeren flaschen aber das war sehr lehrreich was ich da mitbekommen habe.
00:13:03: Das war so weit.
00:13:05: Jos Sutter wechselt nahtlos ins VW-Präsidium, wie damals Losli und sie auf den CEO Sessel.
00:13:11: Dasselbe Ritual wie zehn Jahre zuvor was bei Corporate Governance Experten ja zu richtigen Bauchschmerzen führt oder?
00:13:19: So ein Präsident gilt in der Regel als Betriebsblind verteidigt seine bisherige Strategie und es ist eigentlich verbündet.
00:13:25: Warum sollte das bei Coop anders sein?
00:13:28: Ja, wir sind eine Konsumgenossenschaft.
00:13:30: Wir haben doch fünfhundert Regionalräte und sind ja auf den Konsum, auf die Konsumentinnen und Konsumenten ausgerichtet.
00:13:37: Und ich denke es ist sehr wichtig dass man in Detailhandel unterschätzt.
00:13:42: Man denkt ja einfach da ein Laden auftonen, die Ware kommt irgendwie in den Laden rein und das spielen so viele Punkte mit hinein, dass ein Laden funktioniert, wirtschaftlich funktioniert.
00:13:57: Geht das bei Kope problemlos?
00:13:59: Aber
00:13:59: sie weichen jetzt aus.
00:14:00: Ich meine, dass der Chef einfach ins Präsidium wechselt.
00:14:03: Das könnte man ja positiv formulieren mit Kontinuität.
00:14:06: Man könnte aber negativ auch sagen, er macht jetzt alles weiter blockiert was er nicht will fördert seine Leidenschaften beim Nachfolger.
00:14:14: also man hat plötzlich so ein Schatten CEO über sich.
00:14:17: ich meine die Gefahr besteht ja schon
00:14:18: oder Nein, bei COP haben wir klar alles geregelt und das ist überhaupt nicht der Fall.
00:14:25: Ich konnte mich wunderbar empfalten und von dem her glaube ich eher positiv, wenn man einen Verwaltungsratspräsidenten hat, der irgendetwas versteht als irgendein Fremder, den handelig kennt?
00:14:37: Aber sie erbten von Sutter eine gescheiterte Nonfood-Strategie, die Kopp bis heute lebt.
00:14:43: Unsere Nonfood Formate sind erfolgreich unterwegs, vor allem auch wieder in diesem Jahr.
00:14:48: Praktisch alle machen mehr Umsatz.
00:14:50: Wir glauben an den stationären Handel im Nonfood Bereich, dass man weniger Filialen irgendeinmal ein wenig hat – das ist klar, dass wir Topstandorte brauchen.
00:15:00: aber wir sind überzeugt ... Ein kleines Einkaufszentrum mit einem guten Food immer abgerundet werden muss.
00:15:08: Apotheke mit einem Interdiskanter der Fuß, vielleicht auch einmal ein Christ.
00:15:13: Eine Impo sind wir felsenfest überzeugt und unsere Formate gewinnen in diesem Jahr alle Martanteile und da bin ich sehr stolz.
00:15:21: Gut das reden Sie jetzt extrem schön!
00:15:23: Wir gehen nochmal in die Geschichte rein von Coop.
00:15:26: also wären sich die Migros früh.
00:15:28: mit Digitec Galaxus die führende eCommerce-Plattform sicherte Verschlief Coop zuerst im Trend.
00:15:33: Dann bauten sie zusammen mit der Swisscom die Plattform Sirup auf, die mit zweistelligen Millionen Verlusten unterging.
00:15:40: Dann setzte Kub auf microspot.ch und kanibalisierte den eigenen Inter-Discount.
00:15:45: Sie persönlich mussten dann eben Sutters Erbe aufräumen, in dem es im Jahr ist.
00:15:52: Das klingt nach einer ziemlichen Leidensgeschichte.
00:15:55: Was haben Sie daraus gelernt?
00:15:56: Ja, ich glaube wir haben gelehrt dass das Omnichannel wirklich ...
00:16:01: Omni Channel für die
00:16:02: Laien unter uns... Ja, Omni channel heißt eigentlich immer stationär und online verbunden.
00:16:07: also ich kann das am Beispiel von Co.ca machen.
00:16:10: bei den Lebensmitteln, wenn sie hier im Raum Zürich bestellen dann können Sie auch zum Beispiel hundert Gramm Kalbsgeschnetzel das bestellen und dass wird da nicht irgendwo in einer großen Zentrale geschnitten sondern im Laden, in Wettingen, im Taggypark und wird dann verdichtet und kommt so zu Ihnen nach Hause.
00:16:28: und ich glaube das ist Omnitschannel der Verbund von wirklich stationär zu online und das sind wir überzeugt aus die richtige Strategie.
00:16:35: und deshalb haben wir auch damals bei Microsoft
00:16:39: Sie sind perfekte Salesmans und das ist toll verkauft, was da alles schief gelaufen ist.
00:16:43: Sie haben kürzlich in einem Interview gesagt sie seien jetzt Sechzig geworden und hätten zwei Wünsche mehr reisen?
00:16:49: und im Non-Food noch ein paar Pflöcke einschlagen.
00:16:53: Das heißt, Sie kaufen jetzt den Schweizer Galaxus Konkurrenten BRAG.ch weil sie eine Online-Nonfood-Plattform selber nicht hinkriegen?
00:17:00: Nein, das ist gar keine Frage!
00:17:02: Wir sind überzeugt von unserer Strategie haben keine Absicht irgendwo einen Platz zu kaufen.
00:17:08: Weil man muss schon sehen der Onlinehandel, der Pure Player, da ist er gegeben.
00:17:12: Da sind viele internationale mit dabei.
00:17:15: dann wie Sie gesagt haben nach einer aus der Schweiz Oder vielleicht Zwei aus der Schweiz, und ich glaube da ist es sehr dünn wenn man sich dann noch bewegen will.
00:17:24: Und deshalb lieber schöne Läden auch im Normfut um die Kunden und Kundinnen tagtäglich von den Sortimenten zu überzeugen.
00:17:31: Gut
00:17:31: dass Sie damals Galaxus nicht gekauft haben waren historische Fehler vom Coop oder das können sie heute zugeben?
00:17:36: Nein das kann man so nicht sagen.
00:17:37: wir haben einfach eine ganz klare andere Strategie.
00:17:40: wie sagen wir sind Detailhändler, die stationär sich entwickeln wollen mit dem Omnichannel dazu und da sind wir überzeugt.
00:17:48: Und bin da sehr glücklich wie wir das heute machen!
00:17:50: Wie gesagt
00:17:50: Flöcke, wohnen Sie einschlagen?
00:17:52: Bei Interdiscount musste gerade der langjährige Chef Pierre Wengerperr sofort gehen.
00:17:56: Der braucht jetzt auch ein paar Kraftsteine... Was hat dieser Rauschmiss mit ihrer Ankündigung zu tun, Flöcke
00:18:02: einzuschlagen?!
00:18:03: Wir wollen vor allem im Bereich des Omnitschannel noch besser werden.
00:18:08: Ich glaube, da gibt es viele Ideen auch im Longtail wie wir das gut machen und da wollen wir versuchen hier wirklich besser zu erden.
00:18:16: Und da verstehe ich unter Pflöcke einzuschlagen dass dieses Omnit-Channel wie ich das erklärt habe mit dem Kalbsgeschnetzelten eben auch im Normfude funktionieren
00:18:24: soll.
00:18:25: Das ist jetzt mir zu wenig konkret.
00:18:27: Wird der Interdiscount das neue Galaxus?
00:18:29: Nein
00:18:29: überhaupt nicht!
00:18:31: Aber
00:18:31: was genau heißt besser
00:18:32: werden?
00:18:33: Ja, ich glaube einfach in der Sortimentierung im Longtail.
00:18:36: Aber auch was ja der Detail-Longtail
00:18:39: heißt?
00:18:40: Ein verlängertes Sortiment das nicht stationär verfügbar ist.
00:18:44: Das Longtail online.
00:18:45: Nein es geht darum dass der stationäre Handel ist der schnellste.
00:18:51: Es gibt nichts Schnelleres Online ist dagegen langsam.
00:18:55: Und wenn man sich das vor Augen führt und sagt, ja jetzt möchte ich unbedingt noch ein Top-Bar-Film, dass vielleicht die Imponur online hat.
00:19:06: Da muss ich auch wieder warten – vierundzwanzig Stunden!
00:19:08: Ich möchte es jetzt abholen, dass man das besser machen kann und vielleicht da vorne irgendwo in Zürich abholern kann.
00:19:14: Das verstehe ich eigentlich unter optimaler und schneller... Omnich-Channel-Strategie, dass einfach die Verwarumverfügbarkeit für die Kundinnen und Kunden jederzeit viel schneller ist als online möglich.
00:19:27: Bleiben wir nochmal bei den Pflöcken im Non-Foods.
00:19:29: Sie haben ja gesagt, bei Ihnen wächst alles super alle Fachmärkte wachsen?
00:19:32: Fast alle habe ich gesagt!
00:19:33: Genau das ist gut, dass sie das jetzt noch gerade korreieren weil ich mich natürlich frage ob sie in diesem Non-food Portfolio noch was bereinigen.
00:19:41: zum Beispiel ihren Möbelhandel Livik.
00:19:44: der funktioniert ja nicht oder
00:19:45: Das stimmt überhaupt nicht, er wächst über den Markt.
00:19:47: Er wächst stärker als die Ikea.
00:19:49: Aber der Markt wächst nicht?
00:19:50: Und er wartet wächst.
00:19:51: aber das hat etwas zu tun mit dem Markt selbstverständlich.
00:19:54: Der Markt strumpft und wächst nichts!
00:19:56: Ein offen gesagtes ist natürlich der schwierigste Markt, aber wir sind überzeugt von Livik, dass es eine junge Marke braucht.
00:20:01: Die brauchen noch etwas Zeit, denken wir auch in der Bekanntheit da machen wir auch viel, machen viele Werbung dafür Und ja, ich glaube schon, dass man natürlich Möbel nicht jeden Tag kauft und nach Corona braucht es einfach eine Durstzeit sag' ich mal.
00:20:16: Ich bin überzeugt da haben wir auch Chancen für die Zukunft.
00:20:18: Woher kommt diese Möbel-Krise?
00:20:21: Das trifft ja nicht nur sie, das trifft auch viele!
00:20:23: Es kommt wirklich aus Corona.
00:20:25: Während Corona haben wirklich ganz viele alles erneuert weil man zu Hause war, vierundzwanzig Stunden, sieben Tage.
00:20:31: Man hatte natürlich Tische gekauft, Stühle, Sophase, Bett was auch immer... und es ist klar, sie kaufen nicht einen Sofa nach vier fünf Jahren wieder.
00:20:40: Und da hat sichere Corona, das sieht man ja in ganz Europa den größeren Einfluss gehabt.
00:20:46: Wenn Sie mal ganz ehrlich zu sich selbst sind ... hat sich persönlich zu spät um diese Non-Food-Fragen gekümmert.
00:20:52: Schließlich kam es Ihnen ja erst am sechzigsten Geburtstag in den Sinn?
00:20:55: Nein, überhaupt nicht!
00:20:56: Wie gesagt, interdiskant haben wir vor drei Jahren die neue Strategie verabschiedet und ungesetzt.
00:21:02: Deshalb ist übrigens auch der Chef gegangen weil er hatte den Auftrag dieser Strategie umzusetzen...
00:21:08: Also würden sagen er ist freiwillig gegangen von einem Tag aufeinander
00:21:11: mit den Tischräumen?
00:21:12: Nein das ist klar.
00:21:14: einmal läuft die Zeit ab Und dann gab es natürlich andere Möglichkeiten.
00:21:18: Er war an dem nicht interessiert und hat sich entschieden, Extend zu gehen.
00:21:23: Nunfood haben Sie nicht verschwitzt?
00:21:24: Aber wenn ich mir Ihren Werdegang angucke, liegen Ihnen Lebensmittel mehr von der Thematik her!
00:21:32: Ich empfinde, ich bin ein Foodie.
00:21:34: Ich liebe natürlich die Lebensmittel aber möchte schon auch sagen meine Frau war einmal ganz in ihrem frühen Leben Textil-Einkäuferin und ich liebe natürlich auch Kleider und Textilien.
00:21:45: Genau!
00:21:45: Aber Sie haben es richtig gesagt sie sind ein Foodi.
00:21:47: Sie haben ja auch eine Metzgerlehre gemacht, Lebensmittel haben ihre Karriere gesäumt.
00:21:51: oder wenn man den Aufstieg sieht um privat sind sie im Kochklub.
00:21:55: Wie muss ich mir das vorstellen?
00:21:56: Lassen sie sich von einem Sternekoch trainieren oder sind sie autodidakt?
00:22:01: Ja, das war noch spannend.
00:22:02: Also vor fast dreißig Jahren haben wir zu fünft angefangen.
00:22:06: damals und ich kann mich noch gut erinnern an die erste Session mit allen zusammen da hatten mir wirklich eine Kochlehrerin dabei.
00:22:14: Da lernten wir chink bp so sie machen also relativ banal.
00:22:19: Also
00:22:19: Sie haben wirklich von der PiG auf lernen müssen oder?
00:22:22: ja meine Kollegen und Ich habe wirklich von den PiG Auf das gelernt.
00:22:25: ich konnte vielleicht vom Beruf schon ein wenig mehr mit dem Lebensmittel umgehen ist es natürlich wunderbar, wir treffen uns zwei Mal.
00:22:33: Wir sind noch zu dritt und seit vielen Jahren treffen uns bei Bei jedem mal zweimal zu Hause, pro Jahr.
00:22:40: Ja genau und jeder kocht dann was er richtig hält.
00:22:43: Manchmal ganz schwierig, manchmal ganz einfach.
00:22:45: Es macht wirklich Freude.
00:22:46: die Frauen sind immer mit dabei aber einen schönen Abend und wir geließen es.
00:22:50: Ist ihr Sohn auch dabei oder hat er das nicht nötig?
00:22:53: Weil er eh besser kocht als der Vater.
00:22:54: Er kocht sicher mindestens so gut wie ich.
00:22:56: Mindestens
00:22:57: sogut.
00:22:57: oder der Kocht
00:22:57: der Beste?
00:22:58: Mindestenssogut wie ich!
00:23:00: Einfach anders sage ich mal nein er ist nicht mit dabei Vielleicht alle fünf Jahre im All, wenn ihr da zu Hause ist.
00:23:07: Genießt es auch!
00:23:08: Was ist denn Ihre persönliche Spezialität beim Kochen?
00:23:11: Was können Sie am besten?
00:23:12: Ich liebe Fisch.
00:23:13: Fisch?!
00:23:13: Ich liebe den Fisch auf allen Arten.
00:23:16: Am liebsten natürlich am Grill kann aber auch ein Chewiche sein.
00:23:19: Also einen Fisch, der man mit Limettensaft roh zubereitet.
00:23:24: Das ist schon meine Lieblingsspeise.
00:23:27: Okay ich schaffe noch ein gutes Raklet... Kochen Sie auch mit Migros oder Lidl-Zutaten?
00:23:33: Oder gilt beim Einkaufen ein striktes Konkurrenzverbot.
00:23:36: Es ist so, dass ich natürlich, wenn ich unterwegs bin, auch einmal schaue was gegeben mir auch zur Konkurrence und wenn ich mal etwas entdecke dann kauf' ich's auch.
00:23:45: aber es ist wirklich sehr selten und zu Hause sind natürlich nur Co-Produkte.
00:23:49: Und im Kochen glaubt auch nur Co
00:23:51: Produkte!
00:23:51: Ja, je nachdem.
00:23:53: Also ihr Freunde
00:23:54: werden gleich abgestraft, wenn die was von der Konkurrenz gar
00:23:56: nicht... Nein, nein da schon nicht!
00:23:57: Aber sie wissen ja auch ich arbeite und schätze nicht, die Ko-Produkte auch.
00:24:02: Wir sind gleich zurück.
00:24:05: Wenn Lichtaketten historische Gassen vergolden Und der Duft von Zimt durch Europas Städte zieht beginnt die schönste Zeit vom Jahr.
00:24:13: Mit Wernbold reisen Sie im Königsklasse Luxusbus Entspannt zu den schönsten Weihnachtsmärkten Ob mit der besten Freundin, zu zweit oder allein.
00:24:23: Ihr Adventsmärchen wartet Informationen unter twerenbolg.ch.
00:24:30: Gut, es erstaunt mich nicht weil in der Branche herrscht ja auch Eiszeit.
00:24:34: Da gibt man nichts zum Konkurrenten.
00:24:35: Aldi hat vor zwei Jahren den Kampf um Fleisch und Pro-Preise eröffnet.
00:24:39: Migros lansierte kurze Zeit später ihre Tiefpreisstrategie.
00:24:42: Sie wollen ihr Pri-Garantie Billigsortiment auf bis zu zweitausend Produkte glaube ich dann mal ausbauen.
00:24:49: also ich würde sagen die Zeit top der härteste Preiskampf in der Geschichte des Schweizer Detailhandels.
00:24:54: würden sie das unterschreiben?
00:24:56: Das ist so.
00:24:56: und wenn wir eigentlich auch die die Inflation anschauen von Lebensmitteln während den letzten achtzehn Jahren, dann waren das eigentlich genau zwei Prozent bis heute.
00:25:05: Also die Lebensmittel sind eigentlich nicht teurer geworden überkommuliert über diese achtzehne Jahre.
00:25:11: Sie waren
00:25:11: schon immer teuer?
00:25:12: Nein, das stimmt überhaupt nicht!
00:25:14: Wenn man natürlich Produkte in der Schweiz herstellt, ist es anders als wenn man sie importiert.
00:25:19: Aber es hat auch einen Wert und wir geben immer weniger vom Bruttoeinkommen aus für Lebensmittel.
00:25:24: Das ist wie am tiefsten Quote, von dem her sage ich nicht dass die Lebensmittel in der Schweiz so teuer sind.
00:25:29: Aber der Preiskampf hat sich verschärft?
00:25:31: Das
00:25:31: ist so!
00:25:32: Der Preiskampf wird hart geführt und Sie haben natürlich noch vergessen zu sagen das rund um die Schweiz hunderte von Einkaufszentren in den letzten zwanzig Jahren entstanden sind.
00:25:43: Die die
00:25:43: Einkaufstouristen aus
00:25:44: der Schweiz... ...die auch sie in zwölf Milliarden natürliche Umsätze rausziehen.
00:25:48: und von dem her ist das wirklich so, also der Preiskampf ist wirklich hart geworden.
00:25:53: Aber
00:25:53: es
00:25:54: erinnert ja ein bisschen wie eine Rattenrennen in den Abgrund.
00:25:57: Waren stoppte Unterbietungswettbewerb?
00:26:00: Ja ich, Sie können ja nach Deutschland schauen!
00:26:02: Also der stopp nie.
00:26:03: Der Stopp nie, der Preiskampf wird immer ein wichtiger Teil sein eines Detail-Händlers und deshalb haben wir ja am zwei siebzehn die neue Prägarantiestrategie damals gemacht.
00:26:13: Egal!
00:26:14: Wir haben gleiche Produkte, jetzt gehen wir rund um zwei Tausend Prigarantieartikel und gleiche Qualität wie beim Discount.
00:26:24: Gleicher Preis, gleiche Verpackungsgrößen und an dem haben wir hart gearbeitet und ich bin auch froh dass es gut wächst.
00:26:30: also wir wachsen eine zweistellige auch in diesem Jahr.
00:26:32: Ja es wirkt ja wie eine Hybridstrategie oder oben irgendwie das Apothekersortiment Gopps sehr teuer.
00:26:38: Ich gehe da übrigens einmal pro Woche einkaufen ich kanns bezeugen.
00:26:41: Es ist wirklich sehr teur.
00:26:42: ich habe zwanzig Jahre in Deutschland gelebt.
00:26:44: der Unterschied ist Frappan
00:26:46: in der Qualität aber auch.
00:26:47: Das
00:26:48: würde ich jetzt bestätigen.
00:26:51: und dann haben Sie das unteren Segment mit Prie Garantie, sie sagen der Unterbietungswebewerb hört nie auf doch er hört schon auf zumindest für gewisse.
00:27:00: oder wenn sie dann einfach verlieren.
00:27:01: oder meine zum Beispiel Aldi schließt jetzt gerade ja reihenweise vielleicht übertrieben aber sie müssen bereinigen ist das so ein Verlierer von diesem Kampf?
00:27:11: Nein, also ich kann nicht für all die sprechen.
00:27:14: Aber es ist natürlich klar, es gibt Limiten und wenn man auch ein Mieten zahlt, wo man hört wie Sie mitten bezahlt haben dann erstaunt sie einem nicht dass sie dort auch einmal den Stecker ziehen Sprechen
00:27:25: um jeden preisfilialen aufgemacht egal was das kostet.
00:27:28: Gewinnen Sie denn in dieser Situation Marktanteile?
00:27:31: Also Kopp?
00:27:32: Kopp gewinnt seit Corona ganz stark an Marktenteilen Und auch in diesem Jahr sind wir wirklich sehr gut unterwegs Und
00:27:38: die nehmen sich der Migros ab.
00:27:40: Das ist schwierig zu beurteilen, wo Sie herkommen.
00:27:42: Auf alle Fälle haben wir pro Tag zwischen den Sechzig- und Achtzigtausend Kundinnen und Kunden mehr oder Tickets mehr, muss man ja Ihrer sagen.
00:27:51: Und das macht natürlich Freude, es ist klar, man kauft öfter sein aber wir haben mit einer sehr guten Lauf zur Zeit und sind sehr zufrieden mit der Entwicklung.
00:27:59: Spricht diese Tiefpreistrategie von dem Migros wird sie jetzt nicht aus der Ruhe bringen?
00:28:04: Wir haben die gleichen Preise, das muss ich noch einmal sagen.
00:28:07: Die Taußendfünfhundert Artikel auf Discount-Niveau und das heißt natürlich auch auf dem Niveau der Hauptkonkurrenz und von daher haben wir schon länger diese Strategie und wir gehen unseren Weg.
00:28:19: Und wie gesagt es gibt ja nicht nur Prigarantie Es gibt auch Eigenmarken, es gibt Marken, die für uns wichtig sind und dann natürlich auch Bio und bei Bio wachsen wir
00:28:27: Ja und so lange tut, weil das Erben so ein bisschen in die Unstrukturierung stecken ist das für sie ja nur von Vorteil oder?
00:28:32: Das kein Kommentar hat.
00:28:34: Kein Kommentar der diskrete Konkurrent!
00:28:37: Ich meine die Offensive der deutschen Discounter Lidl und Aldi auf die Schweizer Hochpreisinsel entpuppt sich ja jetzt langfristig eindeutig als ein Segen für die Schweizekonsumenten, die jetzt ein bisschen weniger im Ausland einkaufen müssen.
00:28:48: Part uns immer noch.
00:28:50: Mikro- und Cob haben sich jahrelang aufgrund eines faktischen Oligopuls schlicht bereichert,
00:28:56: Stimmt überhaupt nicht.
00:28:58: Wir müssen schon anschauen, die Geschichte von COPE.
00:29:01: Bis im Jahr war COPE in verschiedenen Genossenschaften, die COPE Schweiz.
00:29:08: Wir hatten nur kleine Läden.
00:29:09: bis ins Jahr wird genau zwei große Läder.
00:29:13: Den alten Pilatusmarkt und den Gallusmarkt.
00:29:15: Sonst wirken noch kleine Lädern und ein paar Cities Und uns ging es ja darum, aus diesem Effizienzgewinn wirklich zu investieren in größere Läden und in mehr Sortimente.
00:29:25: In eine moderne Logistik – im Pronto!
00:29:28: Und später dann natürlich auch noch in den Großhandel.
00:29:31: Ich denke für uns war das sehr wichtig und ich bin sehr froh dass wir diesen Weg gegangen sind.
00:29:35: Gut aber bleiben wir beim Thema Oligopol?
00:29:38: Also man konnte ja Marschendurchdrücken die Jetzt nicht mehr durchdrücken kann, oder?
00:29:42: Und der Preisüberwacher z.B.
00:29:44: attestiert Mikro und Coupe dieses Jahr gar eine marktbeherrschende Stellung sprich von hohen Bruttomarschen insbesondere im Biobereich.
00:29:51: er hat aber vor ein paar Monaten auf eine weitere Untersuchung verzichtet weil er keinen Preismissbrauch so richtig feststellen konnte.
00:30:00: Nun gut, ein glatter Freispruch klingt anders oder?
00:30:05: Nein es ist natürlich so.
00:30:07: Der Preiswebeweb ist wirklich hart in der Schweiz auf allen Segmenten ob im Preiseinstieg und bei BIO Und von dem her glaube ich nicht dass wir hier irgendwo verdienen einen Franken-Achzig auf hundertfranken.
00:30:21: also das war jetzt mal ein Prozent Und da muss man wirklich vorsichtig sein, wie man wirtschaftet und das Konsum genossen ist.
00:30:28: Also im Bio-Bereich
00:30:28: verdienen Sie mehr oder?
00:30:29: Nein, wir haben nicht mehr.
00:30:31: Wir haben bio aufgebaut, in der Jahre deiner Niveau hat es in den letzten Jahren viel Geld darauf gelegt.
00:30:36: Das muss man ganz klar sagen.
00:30:38: Und wir entwickeln bio immer weiter.
00:30:40: Wir hatten uns gerade jetzt geoutet, dass wir wirklich das ganze Brot umstellen wollen.
00:30:43: Auf Schweizer Knoss getreide zu hundert Prozent und nicht nur zu einem Anteil.
00:30:49: Wir wollen Haferen fördern in der Schweiz.
00:30:51: also wie gehen denn Weg weiter mit Schweizer Produkten und auch im Biobereich?
00:30:55: Ich merke schon, das Wort Marktbeherrschen, das gefällt Ihnen nicht.
00:30:58: Aber Sie sind nun mal ein riesiger Abnehmer in der Schweiz, sie ist ein riesigen Anbieter.
00:31:03: Nicht zuletzt Ihre Lieferanten sind natürlich dann immer ein bisschen unter Druck.
00:31:07: Die Migros hat Ende letzten Jahres Rückforderungen am Markenhersteller wie Lindt geschickt und mit dem Rauswurf aus dem Regal gedroht.
00:31:16: Das klingt halt schon nach Markbeherrschung.
00:31:18: Sind das auch Ihre Methoden?
00:31:19: Nein, wir haben seit vielen Jahren klare und gute Beziehungen mit den Markern.
00:31:23: Man fightet immer um Preise.
00:31:25: Es ist ja logisch gehört dazu zum Leben vor allem mit den großen Marken.
00:31:28: Ich habe gerade heute der Nestle-Chef getroffen und wir haben über die Zukunft gesprochen.
00:31:33: Wir entwickeln uns gut aber es ist klar man fighte hart um Preisen und vergleicht auch preisen in dem Ausland.
00:31:39: Wir kennen ja die Preise im Ausland, Hemit Transkormee.
00:31:42: Die große Hand des Tochter.
00:31:45: Von dem her können wir gut das Preisschild hinhalten und sagen, warum ist hier aus der gleichen Fabrik den Preis so?
00:31:51: Und hier Y. Von demher kämpfen wir hart aber wir versuchen es immer auf eine gute Art zu machen weil es bringt nichts wenn beide verlieren.
00:32:00: Also spricht diese Regale Rauschmessmethode nicht ihre Methode.
00:32:03: Doch, wir haben auch schon eine Produkte ausgeschmissen.
00:32:09: Der Benz-Reise ist bis heute nicht gelistet.
00:32:12: Weil
00:32:13: beide Seiten hart
00:32:14: waren?
00:32:15: Nein, weil wir einfach den Preis von irgendwo einer Reispackung von fünf Franken neunzig finden.
00:32:22: Wenn der Brigarranti-Reis eins neunzig ist, ist die gleiche Qualität drin.
00:32:27: Ist einfach nicht fair und dort haben wir uns gegen Preiserhöhungen gewährt Produkte rausgenommen.
00:32:34: Und die kommen auch nicht mehr zurück.
00:32:35: so schnell?
00:32:36: Je nachdem, also ich sage einmal wenn man sich irgendwann mal wieder findet sind wir da immer offen.
00:32:41: Wie lief denn diese Verhandlung?
00:32:42: Sind sie irgendwann aufgestanden und aus dem Raum gelaufen?
00:32:44: oder wie muss man sich das vorstellen?
00:32:45: Nein,
00:32:46: das ist professionell heute.
00:32:47: Man sitzt gegenüber diskutiert offen und er bringt die Tatsachen auf den Tisch und sagt Das geht nicht mit mir mit dem Hammer!
00:32:54: Das war
00:32:55: früher ein bisschen
00:32:56: so eine physiologische Kriegsführung.
00:32:58: Nein, heute ist man sehr professionell aufgestellt.
00:33:02: Die Markellenartikel, auf die sind ja auch die Täterhändler angewiesen oder bringen ja auch Frequenzen.
00:33:07: Man muss gucken was man im Regal hat.
00:33:09: Viel klar sind aber die Machtverhältnisse in ihrer Beziehung zu heimischen Landwirtschaft.
00:33:14: In diesem Hitze-Sommer haben sie sich demonstrativ solidarisch gezeigt indem sie nun auch kleinere, so ein schrumpfiges Gemüse akzeptieren.
00:33:22: eine gute Perreaktion... Aber mehr aber auch nicht!
00:33:26: Nein, überhaupt nicht.
00:33:27: Ich glaube für die Schweizer Landwirtschaft hat es durchaus auch positive Seiten, dass es einen starken Cob gibt.
00:33:34: und eine wichtige Cob gibt weil wir arbeiten wirklich sehr eng, sehr gut zusammen.
00:33:40: Wir treffen den Bauernverband zweimal im Jahr, diskutieren wirklich die Probleme gehen auf die Felder.
00:33:45: ich war selber da jetzt vor wenigen Wochen.
00:33:48: Wir engagieren uns wirklich.
00:33:50: Wir hatten gerade wieder Kürbisse, die verhagelt wurden und haben diese verkauft in der ganzen Schweiz.
00:33:55: Wir engagierten uns hier wirklich quer durch mit Unix sowieso, mit den krümmen Rüben
00:34:00: etc.,
00:34:01: seit vielen Jahren.
00:34:04: Und wir wollen ja Schweizer Produkte und unsere Kundinnen und Kunden wollen Schweizer.
00:34:09: Wir brauchen hundert Millionen Schweizer Eier, die uns fehlen!
00:34:13: Weil man keine Hühnerstelle bauen darf?
00:34:17: So ist es, weil es schwierig ist sag ich mal... von der ganzen Anforderung her.
00:34:22: Aber nein, wir setzen komplett auf Schweizer Produkte und es wäre ja blöd da etwas zu machen, was dann keine Bauern mehr geben
00:34:30: würde.".
00:34:30: Warum
00:34:31: ich das Wort Peraktion verwendet habe?
00:34:32: Wenn man mit den Erzeugen redet, ist man schon nicht so happy mit den Großverteilen, die sind auf Geteil um Verderb ihnen ausgeliefert – das ist auch klar!
00:34:43: Und die Verhandlung mit ihren Einkäufern, das ist kein Kindergeburtstag Also die Verhandlungsmacht ist klar auf ihrer Seite.
00:34:51: Nein.
00:34:52: Vor allem in der Landwirtschaft, in der Schweiz gibt es ja Richtpreise und das sind Broschenorganisationen, nehmen wir Milch, die Erzeuger mit dabei sind also die Bauern, die Verarbeiter, die Käse reihen und den Detailhandel und man bespricht dann können wir jetzt mit dem Milch hoch oder runter und wer ist dafür?
00:35:09: Und wer ist dagegen?
00:35:11: Das ist überhaupt nicht so dass wir irgendwo da ausgeliefert sind.
00:35:15: und ich finde diese Richtpreis diese Broschen-Organisation ist etwas vom Wertfosten Denn wenn man nach Deutschland oder nach Frankreich schaut, ist es ganz anders.
00:35:23: Und da würde ich sagen, ist der weniger schön Bauer zu sein.
00:35:27: Aber trotzdem sind Sie ausgeliefert!
00:35:28: Weil Sie bestimmen ja das Sortiment?
00:35:29: Ich nehme Ihnen mal ein aktuelles Beispiel.
00:35:32: Bio-Bauern erzählen mir, dass Coop aufgrund des Preiskampfes jetzt auch beliebte Bioäpfel auslistet und durch herkömmliche Äpfle setzt.
00:35:41: Weitere Produkte seien bedroht.
00:35:43: Stimmt das?
00:35:44: Oder ist es nur ein böses Gerücht?
00:35:45: Das ist ein böses Gerücht.
00:35:46: Wir wollen bei Bio weiter wachsen,
00:35:50: aber so Auslistungen gibt es?
00:35:52: Es ist ja logisch wie es Produkte gibt, ich kenne den Fall jetzt nicht.
00:35:56: Aber wenn Produkte natürlich nicht laufen oder zu wenig nachgefragt wird... Oder
00:35:59: die Konkurrenz auch runtergeht in einem gewissen Bereich?
00:36:02: Nein überhaupt nicht!
00:36:03: Wie denn dann einfach mit?
00:36:04: Also das ist sicher nicht der Fall.
00:36:05: Ich denke, wenn's da er abverließt, hat er es einfach schlecht gelaufen und man setzt auf andere Äpfel.
00:36:11: Bei Bio ist klar, wachsen wir auch in diesem Jahr ganz stark Übrigens und wir wollen da weiter wachsen.
00:36:17: Haben Sie denn das Gefühl, dass die Schweizer dann ein bisschen erobert von dieser Geiz-Skyle-Mentalität kann?
00:36:23: Dass die Marktwührerschaft vom Cob im Bio-Bereich bedrohen?
00:36:26: Also sehen sie da so eine Ende, dass vielleicht die Leute sagen, man guckt schon mehr auf den Preis.
00:36:32: Wie gesagt, unser Ziel ist eigentlich, dass wir wirklich in ganzen Sortimenten versuchen zu wachsen.
00:36:37: Das gelingt uns gut wie ich das geschildert habe bei Brigarranti, aber wird wie gesagt auch bei Bio.
00:36:42: und bei Bio ist es natürlich immer so da nehmen wir unsere Verantwortung seit deiner Zeit auch war und versuchen mit der Bioswiss mit dem Verband das zu plaren wie ich gesagt habe Hunderte von Hektaren um ist auf Hafer aus der Schweiz, also dass es Hafervlocken aus der Schweizer gibt.
00:36:58: Wir setzen da wirklich auch auf Weizen, wir setzen mehr Zucker rüber wenn's dann hoffentlich wieder besser wächst im nächsten Jahr im Bio-Bereich und wollen das umsetzen.
00:37:08: Also wir machen da Pläne zusammen aber ist klar vielleicht gibt es ja auch einmal ein Produkt das vielleicht nicht läuft und man muss etwas anderes machen.
00:37:15: Der Kostendruck ist hoch, der Preisdruck auch hoch.
00:37:18: Trotzdem geht ihre räumliche Expansion ja vor allem – Sie haben es schon mal erwähnt!
00:37:22: Die Migros haben sie eh längst überholt in einer gewissen Kategorie und haben jetzt die tausendste Filiale so eben in Emmen eröffnet.
00:37:28: Wo liegt denn jetzt den nächsten Meilenstein?
00:37:31: Ich glaube, die Tausendstee-Filiale war einfach eine schöne Zahl, sondern sie zeigt viel mehr, dass wir uns als Genossenschaften engagieren nicht nur im Zentren wie das Gehen auf die Bettmaralp Und das ist ja nicht ganz so einfach in der Belieferung.
00:37:46: Wunderschön
00:37:47: da oben, wunderschöne.
00:37:47: Sie sind begehrt im Kuppen
00:37:49: auf dem Bett, um halb zu
00:37:50: arbeiten?
00:37:50: Gleiche Preise übrigens wie hier in Zürich.
00:37:53: Nichts anderes und gleiche Aktionen.
00:37:55: Von daher soll es wirklich zeigen wir gehen dorthin wo die Schweiz lebt, wo sie arbeitet und wo sie Ferien macht.
00:38:02: Das denke ich wirklich auch unser Auftrag als Genossenschaft und wie es weitergeht.
00:38:07: Wir werden in den nächsten Jahren auch jetzt zehn bis fünfzehn neue Filialen jedes Jahr haben.
00:38:13: Gut,
00:38:13: also ein paar Jahre sind wir dann bei twelvehundert.
00:38:15: Könnte durchaus sein und ist klar hängt natürlich stark an der Bevölkerungswachstum ab.
00:38:20: Also je nachdem wie die Bevölkerung wächst das ist es natürlich entscheidend.
00:38:24: Die
00:38:24: Personenfreizügigkeit ist für sie ein super Geschäftsmodell?
00:38:27: Die Person freizügigkeite.
00:38:29: politisch äußert sich Skopia nicht da steht in unseren Stladuten übrigens Da kann ich nichts dazu sagen aber es ist klar dass wir Menschen brauchen in der Schweiz die Arbeit verrichten Und ohne das geht es ja nicht.
00:38:42: Tausendste Filiale, Sie wachsen – was muss ich mir eigentlich vorstellen?
00:38:45: Was zahlen sie an Mieten im Jahr für all diese Standorte?
00:38:50: Es muss ja eine unheimliche Summe sein!
00:38:51: Ja so viel gehört auch uns, eines gehört uns und wenn Sie den Geschäftsbericht entnehmen sehen Sie dass das vier Prozent sind über alles.
00:38:59: also das ist doch viel Miete, wenn man das hochrechnet auf unseren Umsatz.
00:39:03: Die Frage war jetzt nur eine Steilvorlage für eine weitere Frage die mich wirklich interessiert und zwar SPB, auch so ein Marktbeherrscher verlangen in den Bahnhöfen besonders viel und immer mehr.
00:39:16: Hören wir!
00:39:17: Ist die Schmerzgrenze da schon erreicht?
00:39:21: Also wir sind ja grossen Meter der SPB und es ist klar sie haben natürlich einen großen Vorteil.
00:39:26: das ist die Frequenz, die natürlich wirklich eigentlich jährlich wächst Außer während Corona natürlich und von dem her ist das ein grosser Kampf dort um Standorte.
00:39:36: Und ja, man muss schon viel zahlen aber ich glaube es ist ja Markt.
00:39:41: wenn's Markt gibt dann steigen eben auch die Mieten und schlimm wären wir wenn wegen dem die Preise steigen würden.
00:39:48: also wir haben heute auch im Bahnhof Zürich den gleichen Preis wie Anderswo für den Coca Cola.
00:39:55: Das soll auch unser Ziel bleiben.
00:39:56: Genau,
00:39:57: Sie sind immer so höflich!
00:39:58: Geht die SBB zu weit?
00:39:59: Gehen sie zu weit auf den Staatskonzern?
00:40:01: Dass ich einfach zu viel verlang?
00:40:02: Gab es schon ein böses Telefonat mit der SPB-Chef Dycro?
00:40:05: noch nicht?
00:40:06: Mit Dycro verstehe ich mich sehr gut und wir diskutieren natürlich die Punkte und einzelne Standorte sind sicher am Limit.
00:40:14: Am Limit okay... Gut Fichtenholz, Gemütlichkeit und Granit aus dem Tessin.
00:40:20: Das sind ja so die Markenzeichen von ihren Kopfilialen, die sie neu eröffnen.
00:40:24: Dagegen wirkt manche alte Mikrophiliale wie ein Relikt aus dem Realsozialismus.
00:40:29: aber was mich wirklich interessiert?
00:40:32: Wie viel Aufwendiger ist es heute als noch vielleicht vor zwanzig Jahren so einen Shop zu bauen und zu unterhalten?
00:40:38: also wie ertrückend sind die Bau- und Arbeitsvorschriften inzwischen für Sie?
00:40:42: Wie leben Sie das?
00:40:45: Sie sprechen sehr von den externen Bedingungen, wenn ich sie richtig verstanden habe.
00:40:49: Es ist klar heute, also das ist schon die Regulierungen sind zum Teil gehen schon sehr weit und werden dann auch zum Teil sehr unterschiedlich ausgelegt.
00:40:59: Ich mache immer ein Beispiel gerne im Kanton Watt in Abheil einer gewissen Größe braucht allenfalls ein Zimmer mit einem Stuhl für eine Frau, die schwanger ist.
00:41:09: Wo sie hingehen kann und ausruhen kann.
00:41:12: Und dann gibt es einfach in der Stadt Losan.
00:41:14: Da braucht man schon ein Bett.
00:41:16: Das finde ich schon, dass man irgendwo haben muss... Sind
00:41:20: das zu viele Luxus
00:41:21: für schwangere Frauen?
00:41:22: Nein!
00:41:22: Schon nicht.
00:41:23: Aber ich glaube, es wird einfach sehr unterschiedlich heute ausgelegt.
00:41:27: Ich glaube, die grosse Gefahr ist heute in der Schweiz, dass wir es überregulieren wollen und immer aufpassen.
00:41:35: Ich glaube, wir nehmen die Verantwortung wahr.
00:41:37: Wir gehen oft voraus in vielen Punkten.
00:41:40: Heute schauen wir immer, dass die Kassierinnen auch Tageslicht haben.
00:41:44: Aber da wird man manchmal schon zerdrückt mit vielen Vorgaben und Regulierungen.
00:41:51: Sie haben ja letztes Jahr was Großes im Bachen-Bühlach.
00:41:54: Eröffnet waren, glaube ich auch ein paar Regularien im Spiel die sie fast zum Wahnsinn getrieben haben.
00:41:59: Ja da gab es auch einen Punkt der schwierig war nämlich die Kassen waren wunderschön ausgerichtet natürlich auch nach außen also wo man nach Außen sehen kann.
00:42:10: und dann mussten wir eine Kasse ändern indem dass die Kassiererin mit dem Rücken eigentlich zu den Leuten hin sitzen muss und das geht einfach nicht.
00:42:19: Man will ja die Kundinnen und Kunden begrüßen wie Sie sehen von wo sie kommen von der Frische her und das sind dann Sachen... Also
00:42:27: da hat man ihn vorgeschrieben, sie müssen die
00:42:29: Kasse kehren.
00:42:29: Genau.
00:42:31: Das haben Sie dann gemacht?
00:42:31: Dann
00:42:32: am Schluss muss man das machen.
00:42:33: Was kostet
00:42:34: eine Kasse umzutreten?
00:42:35: Ja, das ist nicht der Punkt!
00:42:36: Der Punkt ist ich will doch nicht den Rücken zu wenden, zu Kundinnen und Kunden.
00:42:41: Sind Sie aufgrund von all diesen Regulierungen auch deshalb Ein bisschen ausgewichen.
00:42:45: Sie haben ja viele Standorte, einfache Prontoverkaufstellen die Franchise-Unternehmer für Coop betreiben.
00:42:52: Ist das ein bisschen Ihre Flucht also Überregulierung?
00:42:55: Nein überhaupt nicht!
00:42:56: Wir haben im Jahr zweitausend Jahre schon das Konzept so entwickelt und... Aber es
00:42:59: ist da eine deutlich tieferen Regel, oder?
00:43:02: Lohnmässig?
00:43:03: Nein,
00:43:04: das sind ja Unternehmer die da verantwortlich sind und natürlich dann auch Löhne zahlen an Mitarbeitenden, oft ja auch Familienangehörige.
00:43:14: Und von dem her funktioniert das Konzept sehr gut – wir sind sehr froh!
00:43:17: Wir wollen das Konzept auch ein wenig noch ausdehnen.
00:43:20: Wir haben einen Pronto Plus-Konzept, wo es vor allem auch Standalone ohne Tankstelle gehen soll.
00:43:27: Ich finde ein sehr gutes Konzept und wir haben tolle Franchiser bei uns, die den Top tagtäglich top machen.
00:43:33: Genau, die haben aber alle nicht die beste Laune.
00:43:35: Die Arbeits- und Lumbedingungen sind bei Bronto deutlich härter als im Vergleich zu einem echten Co-Personal, sag ich mal.
00:43:41: Das ist übrigens beides Mikro ähnlich.
00:43:43: Manche werfen ihnen gar Sozialdomping uns Klavenhaltung vor.
00:43:47: Da gibt es die wildesten Geschichten im Netz.
00:43:50: Ist das völlig übertrieben?
00:43:51: oder gucken Sie sich das mal genauer
00:43:53: an?
00:43:53: Nein wir gucken jeden Fall immer an, aber das hat am meisten... Die gibt's
00:43:56: die Fälle!
00:43:57: Die gibt es so nicht, aber sie gibt es im Netz.
00:43:59: Für uns ist wichtig, dass die Arbeitsbedingungen sowieso eingehalten werden und es gibt ein Gesetz dazu... Aber Sie
00:44:05: sind schlechter als beim normalen Coop-Personal?
00:44:07: Nein das ist komplett anders weil du eben Unternehmer hast, die das führen!
00:44:11: Und die verantwortlich sind ja schlussendlich für alles.
00:44:14: und da schauen wir natürlich schon, dass sich Arbeitsbedienungen auch dort eingehalten wären.
00:44:18: Gut,
00:44:18: aber für Sie ist das schon der Vorteil, dass Sie tendenziell tiefer Kosten haben mit einer Prontophilial aus einem normalen Koopfilial?
00:44:25: Ja
00:44:25: klar, sie ist jetzt viel kleiner Eben, gut
00:44:27: das auch.
00:44:28: Aber relativ gesehen ist es auch günstig?
00:44:30: Nein nicht unbedingt.
00:44:31: Sonst
00:44:33: würden sie's ja nicht machen!
00:44:34: Ja, also das hat ja nichts zu tun mit nur dem.
00:44:36: Ich denke einfach kleine Läden im Fremdscheiser zu geben ist einfacher als große Läder als Fremdscheiser zu betreiben und von dem her lohnt es sich, sind lange Öffnungszeiten auch klar.
00:44:47: der Unternehmer schaut dann wie er das handhaben will.
00:44:50: Es ist einfach komplett ein anderes Business und man muss sich dort gegen die Konkurrenz natürlich auch kämpfen und ich bin froh dass sie gut unterwegs sind in diesem Jahr.
00:44:59: Ausgangspunkt war ja die Überregulierung.
00:45:00: Wie reden eigentlich andere Sie aus, mit denen sie so Kontakt haben über das Thema Regulierung?
00:45:06: Sind die auch so genervt oder steigt da ein bisschen der Druck im Kessel?
00:45:09: Ja ich glaube wenn man in der Schweiz heute spricht dann sind glaube schon viele sich einig dass wir aufpassen müssen in der schweiz dass wir wirklich nicht über reguliert werden mit allem wo man da kommt auch aus der eu.
00:45:23: Und von dem her, glaube ich muss man einfach vorsichtig sein.
00:45:26: Ich glaube ja Sie haben es gesagt an mündige Bürger die entscheiden sollen Man muss nicht alles regeln Es braucht klare Bedingungen im Bereich wo's dann wirklich notwendig ist Aber man muss nicht jeden Tag alles neu erfinden.
00:45:40: Das heißt die Zukunft der Schweizer Wirtschaftsstandorte macht ihn so ein bisschen Sorgen
00:45:44: Nicht unbedingt.
00:45:45: Ich glaube, wir sind gut aufgestellt und es hat wirklich viele gute Unternehmer in unserem Land, die auch nach vorne schauen, die Frauen auch flexibel sind, sich auf neue Märkte zugehen, sich entwickeln – von dem her bin ich sicher positiv!
00:45:59: Aber wir werden das sehen natürlich in einigen Jahren.
00:46:02: Im Zusammenhang mit den EU-Verträgen befürchten ja viele der nächsten Regulierungsschub.
00:46:07: Sind Sie dafür oder dagegen?
00:46:08: Kann ich hier nicht sagen, weil wie gesagt die COP ist hier verpflichtet dass wir neutral sind und hier nicht zu sagen... Aber vieles wie es privat
00:46:17: hat doch eine Meinung!
00:46:18: Sie haben
00:46:18: doch ne Meinung!
00:46:19: Ja ich klaffe eine Meinung aber die sage ich hier natürlich nicht.
00:46:22: Womit
00:46:22: wir bei der letzten Frage wären welchen privaten Traum wollen sie sich unbedingt noch erfüllen?
00:46:28: Ist klar Ich will.
00:46:29: Ich möchte unbedingt ein wenig noch besser Sprachen lernen.
00:46:32: Ich kann englisch-französisch etwas italienisch, aber ich möchte unbedingt auch Spanisch lernen.
00:46:37: Das ist mein nächster grosser Traum und wenn es dann wirklich noch sportlich geht würde ich gerne einen Marathon machen am liebsten in Sydney.
00:46:45: In Sydney?
00:46:45: Gut!
00:46:45: Und Spanische sprachen Sie da zum Einkaufen in Spanien, wenn sie damit Geldgurme oder Einkaufen gehen oder so?
00:46:50: Mit der Transgurm ist das
00:46:52: unbedingt
00:46:53: auch fürs Reisen und sonst auch für die Weiterbildung.
00:46:57: Herr Wiss, ich danke Ihnen für dieses
00:46:58: Gespräch.
00:46:59: Danke vielmals Herr Patsley.
00:47:01: Und Ihnen, liebe Zuhörerinnen und Zuhöhrer bleibe ich für eine positive Bewertung sogar ewig verbunden!
00:47:07: Als Anreiz schenke ich Ihnen einen Rabatt von dreißig Prozent auf ein Abo der NCC am Sonntag.
00:47:12: Das Angebot finden Sie unter go.ncc.ch.
00:47:16: Schreckstrich Podcast Für alle die weiter denken um besser leben wollen.
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