Dirty Harry in Zürich: Harald Schmidt über Polenwitze, AfD-Angst und die Kunst, einfach weiterzumachen

Shownotes

Er hat die Late-Night nach Deutschland gebracht, eine Sendung mit dem Rücken zum Publikum gemacht – aus Respekt vor Miles Davis – und eine andere auf Französisch, obwohl er kein Französisch kann. Mit neunundsechzig tritt Harald Schmidt auf, als gäbe es kein Morgen, und versteht das als Beruf, Hobby und Lebensinhalt in einem. Zu Gast bei Host und NZZaS-Kulturredaktor Peer Teuwsen erzählt Dirty Harry, wie ihn seine Eltern – sudetendeutsche Vertriebene – mit Ironie und Parodie geprägt haben, warum er Polen-Witze aufgehört hat zu machen (Stichwort: fünfzehn Prozent Wirtschaftswachstum) und wieso ihm heute völlig egal ist, ob ihn die Teenager in der Fussgängerzone noch kennen. Schmidt erklärt, weshalb er sich nie für eine Partei einspannen lassen würde, warum er Deutschland weit weniger in der Krise sieht als die meisten – und was er nachts auf dem Traumschiff durch die Kabinenwand alles mitbekommt. Dazu: Stalkerinnen, Strandkörbe im Kanzleramt, Kreuzfahrten für Reiche und eine Helikopter-App für Zürich. Und: Harald Schmidt verrät seinen einzigen Lebensplan – auf der Bühne zu stehen, bis er umfällt.

Gast: Harald Schmidt, Entertainer und Kabarettist Host: Peer Teuwsen, NZZ am Sonntag Postproduktion: Danielle Basler, Ellie Media Lust auf mehr? Jetzt NZZ am Sonntag abonnieren: go.nzz.ch/podcast

Transkript anzeigen

00:00:00: Dieser Podcast wird präsentiert von Twerenbold Reisen.

00:00:03: Lähnen Sie sich zurück und kommen sie im Königsklasse-Luxusbus auf Entdeckungsreise!

00:00:08: Eine Eiserne Regel, das Publikum hat immer Recht.

00:00:11: Ich behaupte ja ich bin lustig Das Publikums bezahlt eintritt.

00:00:15: Und wenn das Publikum sagt naja also so doll ist es auch nicht Hat das PubliKUM völlig recht Hindert mich aber nicht am weitermachen.

00:00:26: Herzlich willkommen zu diesem Abend mit Harald Schmidt.

00:00:29: Mein Name ist Per Teufsen und ich bin verantwortlich für den Kulturteil der NCZ am Sonntag.

00:00:36: Ich begrüße auch alle Hörerinnen und Hörern von NCZ Weekend, unserem neuen wöchentlichen Podcast.

00:00:42: Dieses Gespräch heute Abend ist ab Freitagmittag auf allen Kanälen

00:00:49: nachzuhören

00:00:50: wenn sie mögen, wenn es vielleicht auch mal zu schnell gegangen ist.

00:00:55: Der Mann ist eine Legende!

00:00:57: Harald Schmidt

00:00:58: hat die Late Night nach Deutschland gebracht und hat die Fernsehlandschaft geprägt, wie vielleicht noch Thomas Gottschalk.

00:01:06: Aber er war immer witziger

00:01:07: und nie,

00:01:09: ich meine mal, oh, nie

00:01:10: schmierig!

00:01:13: Und doch ist er jetzt schon länger weg vom Fernsehen.

00:01:16: aber macht einfach weiter, denn der Mann glaubt an ein Leben vor dem Tod.

00:01:24: Ein Leben das der neun-, sechzigjährige jetzt als aktiv Rentner

00:01:29: auf

00:01:29: allen Bühnen führt, die er irgendwie erklimmen kann.

00:01:33: Er lebt nach dem Motto von Karl Valentin Ich freue mich wenn es

00:01:37: regnet

00:01:38: Denn wenn ich mich nicht freue, regnet das auch.

00:01:42: Wir beide werden hier rund siebzig Minuten sprechen über seine Person Über die Rolle der Ironie in einer immer weiter moralisierenden Welt Die politische und gesellschaftliche Lage In Deutschland Riesenthemen.

00:01:56: Aber danach Herr Schmidt sich auch ausdrücklich gewünscht,

00:02:00: soll auch Zeit sein

00:02:02: für Ihre Fragen.

00:02:04: Jetzt aber begrüßen Sie den Mann der sich selbst den Namen Dirty Harry gegeben hat, der mal eine Sendung gemacht hat mit dem Rücken zum Publikum aus Respekt

00:02:14: zu Miles Davis,

00:02:16: einer anderen Sendung im Dunkeln aus Solidarität mit dem Radio und eine Sendungen ganz auf Französisch – obwohl er gar nicht französisch kann!

00:02:25: Hier ist

00:02:26: Harald Schmidt.

00:02:37: Vielen Dank.

00:02:38: Sehr freundlich!

00:02:41: Wir haben schon anderthalb Stunden gesprochen, deswegen sind wir ja schon aufgeheizt, kann man sagen oder jedenfalls angewärmt.

00:02:50: Herr Schmidt erste Frage Sie haben schon als Schüler fast alle genervt.

00:02:54: auf Klassenfahrten haben sie im Bus stundenlang das Mikrofon gekarpert und Witze gerissen.

00:03:00: Woher kommt eigentlich ihr Drang die Menschen zum Lachen zu bringen?

00:03:05: Das ist schwer zu sagen.

00:03:07: Mit der Sache mit dem Mikrofon im Bus, das war ja so.

00:03:10: Damals hatte ich noch nicht die professionelle Bestätigung.

00:03:13: Das heißt ... Man hat natürlich, wenn man fünf Stunden das Mikro in der Hand hat mindestens vier Stunden, wo Leerlauf ist und man redet trotzdem weiter.

00:03:21: Und es ist ein bisschen das Strohtfrinden-Pinzip.

00:03:23: Irgendwie wird schon treffen.

00:03:26: Je mehr dann die anderen genervt sind, desto mehr macht man weiter.

00:03:28: Also heute würde vermutlich doch die ADHS Diagnose nicht allzu weit sein?

00:03:35: Sie sind aber nie diagnostiziert worden?

00:03:36: Nein,

00:03:37: das gab es ja zu meiner Zeit nicht.

00:03:39: Da kriegte man eine gescheuert und war austherapiert.

00:03:42: Und ... Das ist zum Beispiel so natürlich ne feststehende Poante die immer an der Stelle kommt.

00:03:50: Einfach auch um den Damen und Herren im Publikum zu zeigen wie's gemacht wird.

00:03:54: Das Publikum hält das sehr für Schlagfertigkeit.

00:03:57: Aber man hat natürlich im Laufe der Jahrzehnte so einen Fundus an Antworten, die man teilweise sogar unabhängig von den Fragen gibt.

00:04:09: Sie sind auf ... so groß war die Wohnung aufgewachsen mit den beiden Eltern einem Bruder und einer Großmutter in einem streng katholischen Elternhaus.

00:04:21: Sie waren Messdiener katholischer Pfadfinder.

00:04:24: Wie wird man denn in so einer Umgebung witzig?

00:04:28: Diese beengte Wohnsituation, uns blieb ja nichts anderes übrig als uns mit Fröhlichkeit und Ironie über den Tag zu bringen.

00:04:39: Und bei uns zu Hause würde sehr ironisch gesprochen.

00:04:42: meine Eltern konnten sehr gut parodieren, Dialekte nachmachen, Gangarten von Nachbarn die Art Probleme zu schildern und das war praktisch so.

00:04:52: der Besuch ging aus der Tür und die Parodie begingen.

00:04:57: Da haben Sie einfach immer weiter gemacht?

00:04:58: Ja,

00:04:58: immer weitergemacht!

00:04:59: Und auch beim Sonntag beim Kaffee und so habe ich eigentlich mehr oder weniger durchgerätet.

00:05:03: dann hat man festgestellt es funktioniert ganz gut.

00:05:05: dann ging das weiter bei dem Pfad finden.

00:05:07: dann kam schon die nächste größere Instanz Fahrgarten an Frau Leichnam, wo ich die von Leichnams Nachmittage moderiert habe.

00:05:17: Dann sagte der Pfarrer, ich höre du kannst so gut parodieren mach mir mal nach hab' ich gemacht war er beleidigt.

00:05:22: und das heißt dann hat man zum ersten Mal so eine Situation dass man weiß es kann funktionieren man kann Leute unterhalten und dann man theoretisiert ja nicht ja?

00:05:32: Man macht einfach

00:05:36: Was viele vielleicht auch hier im Saal nicht wissen.

00:05:39: Sie wurden in der Schweiz fürs Fernsehen entdeckt.

00:05:42: Ist das richtig?

00:05:44: Ihren ersten Fernsehauftritt hatten sie ja in der Sendung «Extra-Tour».

00:05:49: Und die Redakteur in der Sendung bergelt ... Ach so,

00:05:53: Regmeier!

00:05:53: Hat

00:05:54: sie bei einer Kleinkunstmesse im Kämpf

00:05:57: entdeckt?!

00:05:58: So war das und es war für mich damals ein wahnsinniger Aufwand weil ich war damals am Düsseldorfer Gemötchen engagiert Das renommierte der Kabarett in Deutschland zu der Zeit Und ich hatte nur den einen Sonntag frei.

00:06:09: Wir haben samstags Doppelvorstellung gehabt, neunzehn Uhr und einundzwanziger Dreißig.

00:06:13: Ich musste mit dem Flugzeug nach Gent was für mich eine halbe Monatsgage war.

00:06:17: Ja ja und ich war der Letzte der aufgetreten ist auf dieser Messe.

00:06:22: also da sind dreißigvierzig Kleinkünstler Clowns Akrobaten aufgedreht.

00:06:26: warum haben sie es

00:06:27: gemacht?

00:06:29: Ich kannte ja niemand.

00:06:31: Wenn ich solistisch auftreten wollte, musste ich mir irgendwie einen Bekanntheitsgrad erarbeiten und Birgit Rekmaier, die übrigens auch HB Kerkelinge entdeckt hat blieb bis zum Schluss.

00:06:41: Da saßen noch vier Leute unten, zwei haben schon gepackt und sie bliebe unten und hat mich dann engagiert.

00:06:48: und das war mein erster Fernsehauftritt und ich trat auf vor Bananarama Banana-Ramadrat auf mit dem Song I Heard a Rumor.

00:07:01: Und der Extratur war damals eine unglaublich populäre Sendung, einundzwanzig Uhr.

00:07:05: das war für diese Form von Unterhaltung der beste Sendeplatz und das war eine riesen Chance da auftreten zu dürfen.

00:07:12: und Birgit Räckmeier hat ja dann mit mir auch ne Sendung gemacht.

00:07:15: Drei Sendungen waren es glaube ich oder vier die hieß Gala noch mit den Jakobsisters Heinz Schenk Die alte Garde.

00:07:24: Da gibt es viel zu lernen.

00:07:26: Wussten Sie damals schon, dass sie gut sind?

00:07:27: Ja!

00:07:36: Das ist ja um mal den Ball flachzuhalten.

00:07:38: das ist wie bei Mozart.

00:07:43: Dass sich die Musiker-Experten wusste, dass er Mozart ist ich bin mir sicher ja also nicht in dem Sinne Ich bin ein Genie, dass die Zeit überdauern wird aber er wusste was er kann.

00:07:56: Sie wussten, dass sie gut sind.

00:07:57: Sie wusste nicht, dass es sich durchsetzen wird?

00:07:59: Doch!

00:08:01: Weil ich hatte relativ schnell bei irgendwelchen amerikanischen Entertainern gelesen Talent ist schön aber das Entscheidende ist Beharrlichkeit Das Ideal der Jesuiten Und die Welt ist voll von talentierten Versagern.

00:08:18: Das ist ein bitterer Satz.

00:08:20: Aber denken Sie an Ihre nächste Bekanntschaft Und diese Mischung aus Beharrlichkeit, ich bin ja die ersten zehn Jahre im Beruf dann rumgekrebst.

00:08:32: Definitiv hat niemand auf mich gewartet

00:08:34: aber... Aber Sie hatten den Eindruck man warte

00:08:36: auf?

00:08:36: Nein!

00:08:37: Man warf mich vorne raus und ich kam hinten wieder rein oder umgekehrt durch den Fußabstreifer oder habe den Redakteur in dem Parkhaus aufgelauert und so.

00:08:47: Warum

00:08:47: wollten sie denn das so unbedingt?

00:08:49: Ich wollte der Nachfolger von Rudi Karel werden Und ich habe mit Rudi noch gearbeitet.

00:08:59: Ich bin sehr, sehr schnell.

00:09:00: Ich habe ihn kennengelernt in der Aula von der Uni Wuppertal.

00:09:04: Da hat er es so aufgezeichnet und ich sagte als ich zum ersten Mal in Schockstarre erstarrt weil man ist ja dann überrascht dass es so jemand wirklich gibt und sage hallo Herr Kerell momenten!

00:09:16: Ich bin Rudi.

00:09:17: Okay?

00:09:17: Ich gehe mal hier hin zu den Profis nicht dahinter bei den Leiern das waren die WDR Redakteure Und da wusste ich schon mal, wie er Mann so tickt.

00:09:30: Das war mein ganz klares Ziel!

00:09:32: Ich habe ja auch jede Chance ergriffen... Die kam, da fiel das Kabarett über mich her die Kollegen innen, damals hat man noch nicht gechendert und ich hab zum Beispiel eine Sendung moderiert, «Fünfzig Jahre deutsche Schlager» mit den Stargästen Katharina Walente und Roy Bleck Und da war ich also schmerzfrei.

00:09:59: Abgesehen davon ist es fantastisch, eine Frau wie Katharina Walente noch live auf der Bühne zu erleben.

00:10:04: Das weiß nicht ironisch

00:10:06: von mir?

00:10:07: Nein definitiv nicht!

00:10:09: Ich bin überhaupt gar nicht so oft ironisch wie gedacht wird.

00:10:14: Aber das ist ja nun mal sozusagen ein Geschäftsmodell und Die Technik ist eigentlich, dass man mal so ein paar Silben in die Masse wirft und guckt was das mit den Menschen macht.

00:10:25: Ob das ironisch ist oder nicht entscheidet letzten Endes das Publikum Und es ist auch eine eiserne Regel.

00:10:29: Das Publikuum hat immer recht.

00:10:32: Ich behaupte ja ich bin lustig Das Publikum bezahlt Eintritt Ja Und wenn das Pubrikum sagt naja also So doll ist das auch nicht Hat das Publiquem Völlig Recht Hindert mich aber nicht an weitermachen.

00:10:46: Was is eigentlich?

00:10:48: Aus Ihrer Sicht jetzt, ich meine wir wollen hier keine Theorie Seminar öffnen.

00:10:52: Aber was ist guter Humor?

00:10:54: Was ist für Sie eine gute Nummer?

00:10:57: Wenn das Publikum lacht!

00:10:58: Ja also komm?

00:10:59: jetzt aber... Ja

00:10:59: na ja, das ist ja verständlich, ich theoretisiere ja nicht.

00:11:03: Ich kriege Diplomarbeiten zugeschickt.

00:11:08: Über meinen Humor, über die Art der Metaebene, die ich eingezogen habe... Das sind theoretische Arbeiten, die nur zum Teil verstehe.

00:11:19: Wenn Sie auf der Bühne sind, arbeiten sie ja ganz anders.

00:11:23: Sie spielen für den Publikum das jeden Abend anders ist.

00:11:27: Das entscheidende ist das Timing, das Entscheidende ist relativ schnell am Anfang mitzukriegen.

00:11:32: Wie ist das Publikuum heute drauf?

00:11:33: Muss ich ein bisschen forcieren?

00:11:35: muss ich ein bißchen langsamer angehen?

00:11:37: und was guter Humor is die Frage habe ich mir

00:11:41: angestellt.

00:11:41: Machen wir jetzt.

00:11:42: machen wir ein Beispiel.

00:11:45: Zitat von Ihnen Die Universität Yale hat herausgefunden Männer mit einer hässlichen Frau leben länger.

00:11:52: Das heißt, schon wieder eine tolle Nachricht für die Aussies!

00:11:58: Warum ist das gut?

00:12:00: Weil das im Grunde... Also das haben wir locker wahrscheinlich zwanzig Jahre her.

00:12:06: Aber

00:12:06: funktioniert

00:12:07: immer noch?

00:12:07: Ja es funktioniert immernoch.

00:12:08: aber sagen wir mal so, Aussies und Schweizer sind sich ja ähnlicher als sie wissen.

00:12:24: Das war eben in dieser Zeit lang.

00:12:26: das Klischee, der aussie hat entspricht nicht dem was der westliche schick ist.

00:12:34: Den Gag würde man heute natürlich nicht mehr machen weil auch natürlich eine Reform von Betroffenheit kommen würde.

00:12:39: ja aber es würde heute eben irgendwie ne andere Gruppe innerhalb der Bevölkerung erwischen oder Man müsste es ein bisschen mehr zwanzig sechsundzwanzig anpassen Aber letzten Endes Ja.

00:12:55: Also ich krieg dir mal eine Anzeige von einem Studienrat.

00:12:58: Für den Witz, siebzehn Prozent der Amerikaner haben den ersten sechs mit einem Nachbarn, achtundzwanzig Prozent mit sich selbst, der Rest mit einem der Kennedys.

00:13:05: so und da kriegt dich ne Anzeuge wegen Verunglimpfung eines toten US-Präsidenten.

00:13:12: Das endet dann natürlich im absoluten Niemandsland.

00:13:15: das wird nie bearbeitet vom Gericht.

00:13:19: aber Irritieren.

00:13:21: für mich ist das, oder nicht irritiert.

00:13:23: Aber schön eigentlich, dass die Pointe noch immer ... funktioniert.

00:13:27: Noch

00:13:27: einer!

00:13:28: Die Jugendlichen in Deutschland wissen nichts mehr von Geschichte.

00:13:31: Zwölf Prozent unserer Jugendlichen glauben, dass Adolf Hitler den Zweiten Weltkrieg überlebt hat.

00:13:37: Bei den Über-Siebzigjährigen sind sogar zweiundachtzig Prozent.

00:13:41: Ja, aber die werden wir ja weniger.

00:13:45: Es gab wirklich Schüler im Leistungskurs Geschichte in Berlin auf die Frage wer hat dem Mauer gebaut?

00:13:50: Ja.

00:13:56: Aber diese Witze, auch der ist locker, zwanzigfünfezwanzig Jahre alt weil natürlich das Publikum was Hitler überhaupt noch historisch einordnen kann, weniger wird.

00:14:08: Für Jüngere ist ja Hitler eigentlich schon eine Art Filmfigur wenn ich überhaupt ne Comic-Figur.

00:14:13: ja durch so Filme wie er isst wieder da oder diese ganzen Parodien und so weiter.

00:14:17: also eine der erfolgreichsten Parodenen von mir die man ja auf YouTube sehen kann ist Ja Der Führer waren vor Neonazis So Und das hat sich im Grunde vertret.

00:14:27: Also der Aktivteilnehmer Die Rubrik Opa erzählt vom Krieg wird weniger was Ich für einen Nachzeil halte weil man auch die durchaus grauenhaften Auswirkungen dann natürlich nicht mehr von jemandem geschildet kriegt, der es noch erlebt hat.

00:14:40: Dazu kommen wir noch.

00:14:42: Aber Sie haben sich nie aus der Zeit gefallen gefühlt mit Ihrem Humor?

00:14:47: Nein!

00:14:48: Ja das ist ja wie bei Richard Wagner.

00:14:53: Man ist ja nicht aktuell, man ist zeitlos.

00:14:58: Man passt es natürlich auf zwanzig, sechsundzwanzig an aber das Handwerk ist ja doch das Entscheidende und die Technik.

00:15:05: Und dann muss man eben so ein bisschen mitkriegen, wie ist jetzt gerade die Strömung?

00:15:10: Wie ist grade der Zeitgeist.

00:15:12: Man rennt dem Zeitgeists nicht hinterher aber man merkt eben gewisse Sachen werden heute anders gesehen und das ist im Grunde ... Die starke Eiche bleibt vielleicht stehen, aber überlebensfähiger ist das Bambusrohr was sich im Wind biegt.

00:15:31: Gibt doch diese Brechtstelle.

00:15:32: welche ist es noch mal?

00:15:32: ich hab's vergessen Das weiß ich jetzt auch nicht.

00:15:35: Doch, das weiche Wasser und der Stein ist, glaube ich, schweig im Zweiten Weltkrieg.

00:15:42: Am Grunde der Moldau wandern die Steine, es liegen drei Kaiser begraben in Prag.

00:15:47: Das Große bleibt kleinig ... großnicht als kleinig als kleinigt.

00:15:50: Die Nacht hat zwölf Stunden, dann kommt schon der Tag.

00:15:53: Schön!

00:15:54: Brecht?

00:15:56: Deutscher Dichter.

00:16:01: Auch doch, glaub ich hier in Zürich gewesen nach dem Krieg oder am Schauspielhaus?

00:16:05: Ja.

00:16:06: Der Riesegiese.

00:16:09: um mal ein paar aktuelle Namen reinzuwerfen.

00:16:14: Gibt es, aber es gibt nicht Dinge die Sie heute auf der Bühne nicht mehr sagen.

00:16:18: und vor zehn, zwanzig Jahren haben

00:16:20: sie sich... Doch!

00:16:21: Natürlich, aber wir fahren ja auch nie mit einem Fusskutsche.

00:16:23: Zum Beispiel?

00:16:23: Ja das hat nichts damit zu tun dass ich gewissen Menschen nicht mehr auf die Füße treten würde oder so, sondern es sind jetzt andere.

00:16:29: Man kann keine Late Night Show machen ohne Leuten auf die füße zu treten.

00:16:33: Das ist einer der legendären Sätze von Johnny Carson dem größten aller Late Night Moderatoren.

00:16:38: Und dann kommen natürlich Leute mit, das könnten sie heute auch nicht mehr machen.

00:16:42: Ich will es auch heute gar nicht mehr tun.

00:16:44: Ich lang will mich ja sonst selber, sondern ich passe die Inhalte an den jeweiligen Tag an.

00:16:53: Aber das Handwerk, die Methode ist dieselbe und vor allem die Haltung.

00:16:58: Und dies morgen läuft eine andere Sau durchs Dorf!

00:17:02: Also nichts zu sehr zu sagen wir waren in hier Wir sind sehr beängstigt, wir sind verunruhigt.

00:17:08: Entspannt euch mal, seit ich Kabarett mache wurde mir der Weltuntergang siebenmal versprochen.

00:17:13: Zum Weltenuntergang kommen?

00:17:14: Das ist nichts belochen und bedrohen!

00:17:19: Aber Sie haben schon soweit ich informiert bin einmal schon dann auf eine gewisse Nummer verzichtet.

00:17:26: oder also sagen wir eine Kategorie ihrer Kunst.

00:17:33: Wieso suchen Sie da nach dem Bord?

00:17:35: Ja, nee ich suche nach dem Witz.

00:17:37: Ich such' nach dem witz.

00:17:39: In Polen gibt es jetzt auch Viagra.

00:17:42: Viele Polen nehmen es gar nicht selbst,

00:17:45: weil

00:17:46: sie haben ... Ja bitte!

00:17:49: Polen nehmt ja quasi keinen Platz für noch eine Brechstange in der Hose.

00:17:56: Und mit den Witzen?

00:18:04: Das ist leider ich komme vor wie auf dem Erzdick-Hongress.

00:18:10: Man müsste mal den Begriff Bildungsferne Schichten neu definieren.

00:18:14: Man meint immer, da sind so Leute die keinen Schulabschluss haben.

00:18:16: Es sind natürlich teilweise unsere Zunrechte als eliteverdächtigten Berufe.

00:18:22: und diesen Witz ... Ich würde das mich nicht mehr unbedingt mit Polen machen?

00:18:26: Ja

00:18:27: aber... Sie haben dann verzichtet auf Polenwitze!

00:18:31: Das Problem ist natürlich die aktuelle vom Untergang betroffene Tagespresse.

00:18:35: Als ich gecheckt habe, dass Polen fünfzehn Prozent Wirtschaftswachstum hat, hab' ich schlagartig aufgehört, Witze zu machen über Polen.

00:18:42: Weil die Substanz für diesen Witz weggefallen ist!

00:18:45: Es wird noch heute immer wieder das Letzte was der Lokalredakteur noch selber schreibt bevor ihn die KI wegfegt... ...ist Dirty Harry bekannt durch seine Polenwitze.

00:18:56: Das liegt aber nicht in meiner Verantwortung Ja?

00:18:59: Das is´der Verzweiflungsschrei einer untergehenden Klasse Den ich höre, aber weitermache.

00:19:06: Ja?

00:19:09: Kommt noch eine

00:19:10: Frage!

00:19:10: Ja ja, komm, komm!

00:19:14: Ich muss mich immer ein

00:19:15: bisschen... Ich habe mich vorbereitet.

00:19:15: Ich muss

00:19:16: mir immer zuerst sammeln, ja.

00:19:20: Ihre Karriere und als solche kann man sie doch bezeichnen ist jetzt nicht einfach...

00:19:27: Naja, um das Mindeste zu sagen.

00:19:29: Um das Mindest zu sagen ... Ist ja jetzt nicht einfacher...

00:19:32: Die Kohne, Bruggestein...

00:19:34: Der Weg zu den Sternen

00:19:36: oder?!

00:19:37: Sondern ich meine, es war dann schon ... Sie wissen schon auch wie es sich anfühlt nicht anzukommen.

00:19:46: Zum Beispiel verstehen sie Spaß?

00:19:48: Haben sie moderiert?

00:19:49: War nicht so ein Wahnsinnserfolg!

00:19:52: Ja das sehe ich natürlich anders.

00:19:55: Denn das eigentliche Highlight waren die Generalproben.

00:19:59: Da standen die Leute Schlange um Karten zu haben Und da hab ich natürlich Vollgas gegeben, denn da wurden die Stars, die dann kamen zum Beispiel dubbel durch Studenten.

00:20:08: Ja?

00:20:09: Da konnte ich natürlich in die Vollen gehen und da war wirklich Stimmung bis unter das Dach... ...und dann hatte ich eigentlich muss ich fairerweise sagen für die eigentliche Sendung schon keine Lust mehr!

00:20:23: Und jetzt kommt der Typ für alle, die in den Job wollen Wenn sich eine Ausnahme könne wie ich herablässt überhaupt am Samstagabend aufzutreten.

00:20:34: Ist das öffentlich-rechtliche Fernsehen verpflichtet, moralisch das zu senden?

00:20:40: Alles andere stärkt die Ränder.

00:20:41: Wie finden Sie diesen Satz?

00:20:45: Gibt es hier in der Schweiz überhaupt Ränder?

00:20:49: Nicht groß, nein!

00:20:50: Also nicht im politischen Establishment?

00:20:53: Ja, naja gut ihr habt ja diese Möglichkeit, heißt das Volksentscheid, Volksabstimmung?

00:20:58: Direkte Demokratie-Entlass,

00:21:00: ja Das haben wir ja nicht.

00:21:02: bei uns

00:21:04: Haben wir ein bisschen besser gemacht als ihr?

00:21:05: Definitiv.

00:21:06: Ich würde gerne sagen, Lernen von der Schweiz heißt Siegenlernen aber ich habe das Forum noch nicht gefunden wo ich es Interessierten wirklich nahe bringen könnte Aber vielleicht kommt das noch.

00:21:19: Aber ich meine sie wollen offenbar über Deutschland sprechen.

00:21:22: Nein Über Europa.

00:21:24: Ja ja ich bin, hab' ich jetzt gelernt.

00:21:29: Sandra Hülle hat gesagt, sie sei echt in dem Sinn gar keine Deutsche unsere internationale erfolgreichste Schauspielerin zurzeit, sondern sie sei eine Thüringer Europäerin.

00:21:39: Und ich bin ein schwäbischer Europäer bei Bedarf auch einen Bayerischen Europäern da bin ich ja geboren neue Ulm oder ein reinischer Europär weil er seit über vierzig Jahren im Rheinland wohne.

00:21:51: Also wir reden aber noch über Deutschland.

00:21:52: Aber ich möchte jetzt noch über verstehen Sie

00:21:54: Spaß

00:21:55: sprechen!

00:21:56: Ich meine das wussten Sie doch vorher dass das nicht Quote machen wird.

00:22:01: Was sie machen, das wird da nicht funktionieren.

00:22:04: Also,

00:22:04: quotenmäßig!

00:22:05: Haben Sie das denn nur gemacht?

00:22:06: Weil Sie Spaß

00:22:07: hatten?!

00:22:08: Ich wollte ehrlich gesagt die Eurovision-Fahre hören vor dem Auftritt.

00:22:13: Mark & Swan Champs Montier, dieses dann... Dann stand ich hinter so einer Speerholztür, hörte die Fanfare und ging die Tür auf und sagte jetzt muss ich auch noch raus.

00:22:29: Dann wurde sehr schnell gesagt, bei Kurt Felix waren die Filme besser.

00:22:33: Und Paola?

00:22:34: Ja aber Kurt Felix war sozusagen der Mastermind hinter dem Film.

00:22:39: dann habe ich den Kritikern recht gegeben um da auch schon mal die Luft rauszulassen und ich hab sie immerhin drei Jahre gemacht.

00:22:45: ja also...und die Sendung ging ja dann weiter mit Dieter Hallaforden, mit Frank Elsner, Mitjerno Jobatei jetzt macht das Barbara Schöneberger und ich bin danach in die Late Night Show gegangen.

00:22:57: Also, das war so eine Episode und da sind Sachen gemacht die mir einfach einen wahnsinnigen Spaß gemacht haben als ich in der Innenstadt von Ludwigsburg live vierhundert Meter mit einem Hubschrauber geflogen bin um ihr Pommes zu holen.

00:23:11: Ja?

00:23:12: Das sind so Sachen, da musste der Regierungspräsident extra ne Sondergenehmigung geben!

00:23:16: Das ist bei vielen Fans heute noch präsent.

00:23:18: also man kann es nicht... Was mich betrifft, ich hatte ja nie die Quote die erwartet wurde Ja?

00:23:25: Nie.

00:23:26: Und dann setzt eben die Arbeit an, dass man dem betreuenden Redakteur klarmacht ... Er ist bei etwas sehr großen dabei!

00:23:36: Was er sehen später in den Jahrhunderten erkannt wird.

00:23:40: und was hat der Redakteuer sonst?

00:23:44: Was wäre die Alternative für einen Redakteure?

00:23:46: Betreutern irgendein Quiz oder geht im Archiv Schnipsel suchen für so eine Sendung, die rechtefrei gesendet werden kann?

00:23:52: ja also Die Redakteure waren bei uns dann ja doch in einer Situation, da kam am einen Abend Anne-Sophie Mutter.

00:23:59: Am anderen Abend kamen Iggy Pop, dann kamen Prinz ... Dann kam Marco Rima und insofern war das eine sehr abwechslungsreiche Tätigkeit auch für die Redakteurin.

00:24:11: Gut also ihre Late Night Karriere RTL ARD Sat.Eins Sky

00:24:15: ... RTL war ich nie.

00:24:16: Ja gut

00:24:16: also sagen wir mal ARD sat.eins sky Und dann Videokolumnen auf Spiegel online

00:24:21: und vorher noch mal wieder zurück zu Satin.

00:24:23: Also es

00:24:23: ist schon ein quälend langsamer Tod gewesen, Ihrer Fernseh-Existenz?

00:24:29: Nein!

00:24:29: Das ist falsch interpretiert.

00:24:33: Hatt

00:24:33: ich mir gedacht...

00:24:34: Ja natürlich das Mandra heißt Ich trage den Madison Square Garden in mir wo ich bin Royal Orbital.

00:24:41: das heisst welcher Sender jetzt da seine Kamera aufstellt spielt keine Rolle.

00:24:48: ja ich mache das für mich.

00:24:50: Das ist,

00:24:51: glaub ich, ein wichtiger Satz.

00:24:52: Das ist der entscheidende Satz!

00:24:54: Denn sonst lassen Sie sich natürlich von außen einreden was ist groß?

00:24:58: Was ist nicht so erfolgreich?

00:25:00: Was is

00:25:00: wichtig?!

00:25:02: Was is'n Erfolg?

00:25:03: Und dann treten sie ja in Konkurrenz zu Leuten die Stadien füllen Aber ich mache es eigentlich auch teilweise mittlerweile.

00:25:13: Treffig-Leute im Supermarkt Die sprechen mich an Dann kriegen die so ne Flashshow Neunzig Sekunden am Regal Denn ich trete einfach gerne auf.

00:25:24: Aber dieses, das ist ein Abstieg, dass hatte keine Zuschauer mehr und so, das mag alles richtig sein aber es war für mich kein Kriterium.

00:25:34: Das hat sie nie gekümmert!

00:25:35: Und das ist wahrscheinlich wahnsinnig wichtig.

00:25:37: was Sie jetzt immer noch da sind?

00:25:39: Ja es gibt natürlich Leute die sich davon unglaublich beeinflussen lassen, Die treten dann vor achtzig Leuten auf.

00:25:47: An welche Leute denken Sie da?

00:25:49: Na gut, das kennt man hier gar nicht so.

00:25:51: Das sind halt Kollegen die mittlerweile in meinem Alter sind und dann ist es irgendwie... ...die auch nicht dem Bekanntheitsgrad hatten.

00:25:57: Und dann sagen sie ich mache jetzt bewusste Klubtour.

00:26:01: Also sie finden für sich einen Euphemismus warum eben keine Zuschauer mehr da sind anstatt zu sagen Ich freue mich über jeden der kommt aber letzten Endes.

00:26:10: letzten endes war ich's für mich.

00:26:14: Ist Ihre Art von Humor auch ein Mittel für Sie selbst, sich die Welt vom Leib zu halten?

00:26:21: Ja.

00:26:22: Auch da lasse ich mir natürlich nicht vorschreiben worüber ich entsetzt zu sein habe oder was mir Zukunftsängste macht ... Also das ist so eine Antwort, die ich schon aufgegeben habe.

00:26:31: Die Gletscher schmelzen weg.

00:26:33: Da sagen wir uns halt auf eine Welt ohne Gletsche einstellen.

00:26:36: Jetzt mittlerweile gibt es Naturwissenschaftler, die das bestätigen.

00:26:40: Es schmilzt immer irgendwas weg.

00:26:42: Weite Teile der Schweiz waren früher unter Wasser.

00:26:45: Das wird wiederkommen und dann schauen wir was das mit uns macht, aber es ist doch vollkommen illusorisch zu sagen wenn mir jetzt das und dass machen da würde in fünfzig Jahren das passieren.

00:26:54: Es kann ja jeder mal überprüfen wie sich die welt für ihn persönlich verändert hat seit es zum beispiel des internet oder ein iphone gibt.

00:27:01: Und wer wer sich ängstigen lassen möchte durch Veränderungen in der natur Kann das.

00:27:09: aber man kann mir nicht vorschreiben dass ich morgens aufstehe, aus dem Fenster gucke und sage schrecklich, da war du früher mal ein Gletscher abgesehen davon.

00:27:18: In Köln war das eh nicht der Fall.

00:27:19: also vermeide ich diese Gebiete und sagen wir so Ich hab ja den Alledge-Gletscher noch gesehen.

00:27:25: Ich habe die schönen Zeiten erlebt wo man ihn noch gesehen hat Und jetzt ist da vermutlich Gestein.

00:27:33: Es wird Experten geben, die wissen was dazu zu tun ist um das aufzuhalten.

00:27:36: Da halte mich dann dran aber es ängstigt mich nicht.

00:27:40: Ist das schlimm?

00:27:42: Nein.

00:27:53: Ich stelle mir nur vor, wie es wäre, wenn ich Ihre Existenz führen würde, was ich natürlich nie könnte, Herr Schmidt ...

00:28:00: Aber wozu quälzen Sie sich damit?

00:28:02: Ja, nein!

00:28:03: Ich denke ... Versuche ja einfach das, was sie für sich heißen.

00:28:06: Ich versuche mich nur einzufühlen.

00:28:09: Also es ist ja, dass was Sie so sagen und was sie von sich geben das kann Ihnen auch.

00:28:13: Und ist Ihnen auch als eine Art von Zynismus ausgelegt worden?

00:28:18: Als der Art von... Lassen Sie mich schnell ausreden.

00:28:22: Eine Form von Arroganz.

00:28:25: Sie müssen damit leben, dass sie auch abgelehnt und gast

00:28:29: wird!

00:28:30: Ich würde das nicht aushalten.

00:28:32: Ja aber deswegen...

00:28:34: Sie zieht sich hier und sie

00:28:35: da?!

00:28:44: Deswegen machen Sie jetzt eine Leserkreuzfahrt.

00:28:49: Versteht jetzt niemand, aber ist egal ...

00:28:51: Ist ausgebucht!

00:28:52: Nein?

00:28:53: Aber ich verstehe Ihre Denkweise, das führt ja dazu nix.

00:28:59: Also warum sollten sie sich quälen und sich vorzustellen meine Existenz führen zu müssen?

00:29:04: Ich

00:29:04: möchte ja nur verstehen wie man es aushält.

00:29:07: Für mich gibt es kein nichts auszuhalten.

00:29:11: Ich gucke morgens in den Spiegel und sage es ist ja sensationell, dass ich halt Schmidt bin.

00:29:17: Man sollte mir auch mal eine gewisse Dankbarkeit entgegenbringen... ...dass

00:29:22: sich

00:29:23: nicht der Gesellschaft zur Last falle!

00:29:25: Und ich werde ihn nicht anerkannt.

00:29:28: und er hat mich komisch angeguckt.

00:29:29: und ich habe eine posttraumatische Belastungsstöre weil ich den Joghurt nicht aufgekriegt habe usw.. Ich gehe ja nicht mal den Leuten auf die Nerven ins Fernseheinschein zu sagen, der ist schon wieder.

00:29:40: Sondern wer mich sehen will, muss ich eine Karte kaufen und abends kommen.

00:29:45: Ansonsten ...

00:29:46: Oder YouTube

00:29:46: gucken?

00:29:47: Sind ja die Leute von mir verschont!

00:29:49: Ja also ich finde gewisse Dankbarkeit von höchster Stelle in Form einer kleinen Sondersendung nach den Tagesschau-Hauptnachrichten.

00:30:01: Ich würde vielleicht auch dem gesellschaftlichen Zusammenhalt dienen.

00:30:18: I love the great people of Zurich!

00:30:21: Ich lerne von den Besten, ja... ich könnte hier mit einem Audi in der Bahnhofsstraße einen Schmuckgeschäft rasen und die Leute würden mich trotzdem wählen.

00:30:39: Trump auf Deutsch?

00:30:40: Ja das war jetzt Trump auf deutsch gut.

00:30:43: Warum erklären Sie jetzt ein Gag, den das Publikum eh schon kapiert

00:30:45: hat?

00:30:51: Jetzt habe ich sie auf meine Seite geholt

00:30:54: Und immer auf meine Kosten, aber das wusste ich schon vorher.

00:30:56: Ja, aber soll ich es auf Kosten des Wahnsinnes oder was?

00:30:58: Nein,

00:30:59: nein... Also reden wir ernsthaft, ja.

00:31:05: Andere Entertainer-Comedians, Kabarettisten wie man das heute auch immer nennt, da stelle ich fest dass sie in Deutschland immer jetzt in einer bestimmten Ecke stehen müssen, dass die sich erklären müssen ob sie pro AfD gegen AfD Grüne sind.

00:31:24: Ich mein Das erschütterste für mich wirklich ist die Die Hallervorden, den ich sehr verehrt habe und der jetzt seine Kunst in dem Dienst der CDU gestellt hat um in Sachsen-Anhalt die AfD zu verhindern.

00:31:42: Haben Sie das Gesicht gesehen auf der CDU bei der Feier von The Hallervorten?

00:31:47: Ja.

00:31:47: Erschütternd oder?

00:31:49: Aber er ist neunzig und das ist dann bei mir da unglaublich fit.

00:31:52: Er spielt noch vier fünf mal die Woche in seinen Theater, der hat glaube ich drei oder vier Theater.

00:31:56: Ich habe ihn vor ein paar Monaten in Berlin erlebt.

00:31:59: Da hatte sich eine Vorstellung von mir angeguckt weil wir in seinem Theater gastiert haben, da waren wir hinterher beim Italiener.

00:32:04: Er ging dreimal raus um zu rauchen Er is total fit Und er bewegt sich definitiv geschmeidiger als ich.

00:32:12: Sie machen ja auch keinen Sport?

00:32:13: Nein natürlich nicht.

00:32:14: deswegen hab ich nur meine Gelenke.

00:32:20: Das ist mein Respekt vor dem neunzigjährigen.

00:32:23: Dass er das macht, dass es seine Sache ... Ich würde mich nie für eine Partei ... Ja eben!

00:32:30: Warum

00:32:30: nicht?

00:32:31: Also ich meine, schade, das liegt der eigenen Kunst.

00:32:33: Nein... Ich denke ja überhaupt nicht in Parteien und Staatsformen.

00:32:38: Aber den anderen?

00:32:39: Ja, ich bin katholisch.

00:32:40: Also das heißt, ich habe gerade noch auf dem Weg hierher vorne eine Stunde im Hotel gesehen Der Papst in Metz Achthunderttausend Leute am Tag davor auf den Champs-Elysées.

00:32:50: Also wir denken von Ewigkeit zur Ewigkeit, da kann ich mich nicht durch die Landtagswahl aufhalten lassen!

00:32:58: Bei allem Ja zu unserer Staatsform.

00:33:05: Aber liebe Brüder und Schwestern es geht doch hier und heute darum den vorpolitischen Raum zu besetzen.

00:33:12: Man hat so knallharte These.

00:33:14: Da kommt jetzt dann zwei Leute, die sagen vorpolitisch haben wir auch die Nazis schon gesagt.

00:33:17: Dafür hatte ich ja das Nazometer in meiner Show entwickelt Das bei Nazibegriffen wie Stuhl, Butter und Tisch ausgeschlagen hat.

00:33:24: Haben auch schon die Nazis verwendet.

00:33:27: In der Schweiz gab es ja in dem Sinn keine Nazis.

00:33:30: Womit wird denn in der Schweiz verglichen wenn einer sich daneben benimmt?

00:33:33: Mit Blocher?

00:33:35: Ja Uyres kannte überhaupt nicht.

00:33:39: Wenn das jetzt aus dem Zusammenhang gerichtet wird, dass aus dem zusammenhang gerissen wird Beuge.

00:33:44: Ich vorhin, indem es bei mir keine Zusammenhang gibt.

00:33:47: Das geht Modul.

00:33:48: Aber ich wollte jetzt was anderes ansprechen.

00:33:52: Also

00:33:53: warum gibt es diese Not sich gemein zu machen mit einer Sache?

00:33:57: Bei so vielen Künstlern

00:33:59: heute?

00:34:00: aber das weiß ich nicht.

00:34:01: Ja gut, das ist ja auch

00:34:02: mal beruhigend.

00:34:04: Das weiß ich nicht weil die natürlich... Als das mit dem Ballomat aufkam hatte ich dann die Pointe im Programm wo ich sagte mein Damen und Herren hab den Ballomat getestet.

00:34:13: also da können sie eingeben haben Sie vielleicht hier auch.

00:34:15: und dann sagt er ihnen was für sie was sie wählen sollten.

00:34:18: Und da kamen bei mir raus Fünfzig Prozent AfD, fünfzig Prozent Grüne.

00:34:24: und ich sage Sie können sich vorstellen wie geschockt ich war Pause Pause Pause Fünfzehn Prozent Grüne.

00:34:32: So, kaum ist man mal für Waffenlieferungen wird man gleich in so eine Kriegstreiber-Ecke gestellt.

00:34:38: Dann war natürlich da wieder gewisse Nervosität im Publikum.

00:34:42: aber es ist ja auch der Irrglaube Kamerett oder Theater würde etwas bewirken In der praktischen Umsetzung Ja?

00:34:54: Wo bitte hat Theater einen Krieg beendet?

00:34:58: Wo Bitte Hat Theater

00:34:59: ein bisschen hoher Anspruch?

00:35:01: Ja, also was soll das denn sonst?

00:35:04: Das ist ja der Anspruch der Leute.

00:35:06: Und man geht auf die Bühne und sagt wir müssen Klarstellung beziehen... ...und dann ist es wenn es sogenannte Projekte sind Überschreibungen Wilhelm Tell nach Schiller habe ich jetzt gelernt.

00:35:17: Wilhelm tell kommt im Grunde aus Norwegen.

00:35:20: Ist gar nicht mal ursprünglich Schweizer.

00:35:22: aber gut da ist ein anderes Thema.

00:35:26: Dann maßt sich einen Regisseur an er wäre ein Autor gehen die Schauspieler da hoch und machen irgendwelche Projekte, wenn das ein Publikum interessiert.

00:35:35: Und es hat eine Ausverkauf, das ist wunderbar!

00:35:37: Aber mich interessiert das nicht weil ich gucke mir die Nachrichten an auf verschiedenen Quellen und mache mir dann meine eigene Meinung aber nur ja eigentlich um die eigene Ratlosigkeit dem Publikums gegenüber auszustellen und dann versuchten im Po unter draus zu machen aber nicht mit der Idee Ich möchte hier ein Bewusstsein schaffen.

00:35:56: Und jetzt singen wir gleich für die Krisengebiete dieser Erde, dann da ist ja auch die Frage ... Für welches Krisengebet interessieren wir uns und welche fünfhundert anderen lassen wir außen vor?

00:36:07: Also das ist ein sehr, sehr enger Raum!

00:36:11: Sie sorgt der Zustand von Deutschland gar nicht.

00:36:14: Also wie aus der ... Wir in der Schweiz, wir blicken nach Deutschland würde ich jetzt doch einen Wir benutzen oder soll ich vielleicht auch nur einen?

00:36:21: Ich benutzen?

00:36:22: Es ist schon der Eindruck entstanden.

00:36:25: Komplette Ratlosigkeit, politische Totalblockade,

00:36:31: Raufstieg,

00:36:32: AfD.

00:36:32: macht Ihnen das überhaupt keine Sorgen?

00:36:35: Nein, der Eindruck ist falsch!

00:36:37: Der komplette Ratlosigkeit herrscht ja gar nicht und ich meine es wird halt gestritten und abgestimmt.

00:36:41: und das ist Demokratie, das ist ja auch schon revolutionär wenn man das sagt.

00:36:46: Und dann kommt ja mein Vorschlag den ich seit auch fünf Jahre im Programm habe wer die Ergebnisse nicht will Wahl abschaffen oder vorher festlegen, haben wir ja auch schon erlebt.

00:36:55: Hat auch nicht funktioniert.

00:36:56: also jetzt wählen wir halt mal ein paar Jahre und Wer sagt, was mir Angst machen soll?

00:37:03: Die Politiker schreien sich in den Talkshows an.

00:37:06: Der eine lässt sich jetzt einen Strandkorb ins Kanzleramt liefern.

00:37:12: Philippe Amthor kriegt eins drüber und schickt den Strandkorbst wieder zurück.

00:37:16: Der neue Grünenchef sagt die CDU ist faschistisch.

00:37:19: Aufregung am nächsten Tag gesagt er ich habe es nicht so gemeint.

00:37:22: Also ich hab ja noch die Zeiten erlebt, wo der Revolutionsführer aus der Schweiz im plombierten Eisenbahnwagen nach Russland gebracht wurde.

00:37:28: Linien?

00:37:29: Mhm.

00:37:29: Das hat dann den Maßstab gesetzt aber heutzutage ist man doch relativ schnell... also dieses Entschuldigen am nächsten Tag macht doch das ganze provozieren sinnlos!

00:37:40: Oder

00:37:41: nicht?!

00:37:42: Ich meine entweder... Man musste mal ganz klar sagen, dass war ja auf der Leseliste heute Abend.

00:37:48: Helmut Leten historische Gangarten.

00:37:49: Ja Hallo Haben Sie das durchgearbeitet?

00:37:54: oder glauben Sie, ich bin so vergnügend hier?

00:37:56: Für mich ist er auch schon Montageabend.

00:37:58: Wenn sie das nicht interessiert ... Ich hab meinen Abi!

00:38:04: Und da wird ja geschildert als die... Das war glaube ich sogar in dem Buch von Werder.

00:38:12: Schloterdike.

00:38:18: Hatten Sie Schloterdike

00:38:19: schon?!

00:38:19: Nein!

00:38:20: Schloteredike macht immer zu.

00:38:22: Der

00:38:22: lässt keine Frage zu.

00:38:24: Wirklich?

00:38:25: Ja.

00:38:26: Hat der mehr Leute als ich im Programm?

00:38:28: Ich weiß nicht, hat ihn ja noch nie.

00:38:30: Aber es ist eine Frau vermietet sehr schöne Ferienwohnungen in der Provence.

00:38:35: können sie bei Booking kommen?

00:38:37: er bin wie sehen sehr sehr schön.

00:38:40: ich war schon kurz davor zu zum Mieten aber dann war irgendwie kann was anderes dazwischen.

00:38:44: das ist ein Buch von Sloterdijk.

00:38:46: als die der abgeschlagene Kopf von Dorn Tonke gezeigt wurde gab es fünfzehn Minuten Beifall.

00:38:56: Also man zieht die Revolution in Enten, dann war er erschöpft und dann kam schon Napoleon.

00:39:02: Und da ging es weiter!

00:39:04: Und der war auch nur fünfzehn Jahre im Job, das vergisst man... was dieser Mann geleistet hat.

00:39:08: Mir ist zum Beispiel jetzt als historischer Leihe die Verehrung für Napoleon nicht so ganz klar weil es waren ja auch Millionen Tote.

00:39:16: Ja?

00:39:17: Und das heißt wenn ich auf der falschen Seite stehe also es hat ja Woody Allen darf man glaube ich wieder erwähnen.

00:39:26: gesagt Revolution heißt um siebzehn Uhr treffen sich die Leute mit den grünen Mützen auf dem größten Platz der Stadt dann kommen die mit den blauen Mützen schlagen denen den Kopf ein, dann haben alle eine weile Grüne Mützen auf und dann geht es weiter.

00:39:36: Ja?

00:39:37: Und ich finde man muss das immer runterbrechen.

00:39:40: was bedeutet ist für den Einzelnen wie viele Millionen Tote kostet jede großartige Idee und da sieht man das Ganze schon entspannter.

00:39:50: Sie haben

00:39:51: nicht das Problem weil die Schweiz ist neutral Haben wir nie geschafft.

00:40:00: Aber ist eben das wirklich... Also sind Sie so gelassen?

00:40:03: Weil in Deutschland wird ja jetzt schon gibt es gewisse Stimmen, die sagen jetzt kommen der neue Faschismus und kommen das dritte Reich zurück.

00:40:12: Das ist natürlich Quatsch aber schon oder?

00:40:18: Es muss sich zum Impulsreferat ansetzen dass Faschwismus was anderes ist als die Nazis.

00:40:23: Genau!

00:40:24: Und wer das alles immer alle zwei Minuten den Faschaismus kommen sieht relativiert.

00:40:29: den Faszismus ist nicht auf meinen Biss gewachsen, sondern bei schlauen Historikern.

00:40:33: Die aber keiner hört und sieht ... Ich höre sie im Radio, weil ich immer Leute ausspioniere, die wissen wo von Sie reden.

00:40:40: Ja?

00:40:40: Die aber niemand erreichen!

00:40:42: Und dann klaue ich die zwei guten Sätze raus und sage irgendwann bist du in Zürich,

00:40:46: bingo!".

00:40:56: Sie wollen ja doch was!

00:40:58: Entschuldigung?!

00:40:59: – Sie wollen

00:40:59: doch was... Erreichen!

00:41:03: Nein, es macht mir Spaß mich zu munitionieren Wenn so Fragen kommen, die eigentlich nicht mein Gebiet sind.

00:41:11: Dann bring ich zwei Sätze oder zwei Namen ... Beispiel Zbigniew Bzhejinski Berater der Busch und sein Buch The Grand Chess Board Wo verknabbt es darum geht.

00:41:28: Es geht darum Eurasien zu beherrschen von Lisbonn bis Vladivostok aufgrund des zahlreichen Menschen, die dort wurden Und vor allem der Rohstoffe Und das ist ja wieder unglaublich aktuell.

00:41:40: Dann zeige ich einfach, wie schon Spinnev Bezinski schreibt und wie auch die ehemalige Trump-Beraterin Fiona Hill sagt.

00:41:47: Und dann ist erst mal Ruhe im Karton ... Und dann kann wieder einer sagen, was wirkt mit uns Rentnern?

00:41:58: Wir sind gleich zurück!

00:42:01: Wenn Lichterketten historische Gassen vergolden und der Duft von Zimt durch Europas Städte zieht beginnt die schönste Zeit vom Jahr.

00:42:09: Mit Twerenbold reisen sie im Königsklasse Luxusbus entspannt zu den schönsten Weihnachtsmärkten.

00:42:16: Ob mit der besten Freundin, zu zweit oder allein – ihr Adventsmärchen wartet Informationen unter twerenbolg.ch.

00:42:26: Aber

00:42:27: ich könnte mir schon vorstellen dass

00:42:29: Sie

00:42:30: wissen oder noch wissen was Krieg bedeuten kann.

00:42:34: Ihre Eltern Beide unterdessen verstorben wurden als Sudetsdeutscher aus der Czechoslovakia.

00:42:40: Ja,

00:42:40: komm jetzt mit!

00:42:42: Das war wirklich

00:42:44: vertrieben oder?

00:42:45: Das ist ganz wichtig wenn Sie in einer Talkshow.

00:42:48: jeder Europäer muss in der Lage sein innerhalb von drei Minuten in eine talkshow aufzutreten.

00:42:51: Es wird ein Verstauberne erwähnt Küsschen nach oben sonst gelten sie als emotionale Krüppel Und ich bin teilweise so empathisch dass ich es schon bei Kollegen Namen nach oben mache und die leben noch Ein bisschen aufpassen, ein bisschen Ball flach halten.

00:43:12: Ja ich hab Migrationshintergrund!

00:43:14: Meine Eltern sind keine Flüchtlinge sondern sie im Vertriebenen.

00:43:17: Eben ja?

00:43:17: Sie hatten zwanzig Minuten Zeit um das Reingut in der Nähe von Brünn zu verlassen, meine Mutter und dann ging's im Güterwagen ab nach Nürtingen am Neckar.

00:43:29: Und da so kam der Katholizismus in diese Gegend die sonst streng pietistisch ist, so strengpiatistisch.

00:43:36: Der Spitzname ist Piet Kong Rüchenblüschen Faltenröckchen, flache Schuhe.

00:43:47: Damals heute ist ja nach wie vor in allen Kirchen Ausstellungen von lokalen Künstlerinnen oder so.

00:43:53: also vielen sind wir ja nicht mehr.

00:43:55: aber das sind so Phasen durch die Wir gehen.

00:43:57: Aber natürlich wurde bei uns noch jeden Sonntag beim Kaffee Die Geschichte erzählt.

00:44:02: so nebenher So während der Apfelkuchen drauf gelegt wurde gesagt ihr seid ja auch noch im April vierzig drei Söhne gefallen.

00:44:08: So beiläufig weil es in jeder Familie so war und Das fällt natürlich alles weg.

00:44:14: Also dir, dass man auch ricks Krüppel sah.

00:44:19: Es gab noch Männer, die ohne Beine auf so einem Holz wäglich sind und sich mitten durch den Ort schubsen.

00:44:23: Das sieht man heute nicht mehr.

00:44:25: Und dann sagt man vielleicht lieber nochmal einmal nachdenken ob wir uns da wirklich so richtig dafür begeistern können.

00:44:35: Wie ist es eigentlich meistens schlauer und schneller zu sein als die anderen?

00:44:39: Bin ich ja gar nicht!

00:44:40: Doch!

00:44:41: Sie müssen diese Hemmschwelle weglassen.

00:44:44: Sie hauen das einfach aus.

00:44:47: Es muss ihnen einfach auch egal sein, ich höre dann immer weißt du eigentlich was nach deinem Auftritt im Netz los war?

00:44:54: Das sag' ich, wisst ihr was?

00:44:55: Ich guck gar nicht rein!

00:44:57: Ich bin nirgends...

00:44:58: Die sind nicht auf Instagram, Facebook,

00:45:00: nix.

00:45:00: Nirgents diese Sucht.

00:45:02: man müsste im...

00:45:03: Sie können nur SMS und E-Mail schreiben

00:45:04: oder?!

00:45:07: SMS?

00:45:07: Und es ist ja auch schon Steinzeit Und ab und zu ihm E-Mail, aber auch nicht wirklich viele.

00:45:13: Also das Neue was ich übernommen habe ist Ghosten.

00:45:21: Ich ruf einfach nicht mehr zurück!

00:45:24: Wir müssen mal wieder reden, ne?

00:45:26: Finde ich nicht... Das ist ja alles heute mit dem Kollegen auf der Fahrt hierher drüber gesprochen.

00:45:35: Es geht jetzt wirklich um die Restlaufzeit.

00:45:39: Ich bin neunundsechzig, wenn ich in meine Lieblingsstatistik gucke die Bundessterbetabelle.

00:45:44: Mhm.

00:45:45: Dann ... Die Versicherung hat für mich ausgerechnet noch vierzehnjährchen.

00:45:50: Wie wir wissen ist das graue Theorie denn unverhofft kommt oft.

00:45:53: Ja?

00:45:53: Er hatte doch so gute Werte!

00:45:56: Er hat doch so wenig Fleisch gegessen!

00:46:00: Und jetzt das?

00:46:01: Unerwartet und viel zu

00:46:02: früh?!

00:46:03: Und da hat der Johannes Groß, der kannte deutsche Journalist schon vor zwanzig Jahren geschrieben.

00:46:08: Wenn er liest unerwartet und viel zu früh würde er gern fragen, wann wär's denn recht gewesen?

00:46:16: Also das heißt von diesen statistisch... Von diesem statistisch zu erwartenden vierzehn Jahren bin ich nicht mehr bereit Zeit für irgendwelche schlecht verstandenen Leitartikel die mir bei einer Guildparty nachgekaut werden abzugeben Sondern ich gehe einfach weg oder gar nicht erst hin.

00:46:34: Sie machen, was sie lustig sind.

00:46:35: Ja.

00:46:36: Travel in your own country!

00:46:40: Sie sind unglaublich häufig in der Schweiz.

00:46:42: Warum eigentlich?

00:46:43: Um mir diese Frage zu stellen und haben Sie schon gekauft oder nach Steuer?

00:46:51: Nein ich finde die Schweiz ja großartig und mache hier wahnsinnig gerne Urlaub aber natürlich kann ich nicht... Also es gibt für mich auch keinen Grund, in die Schweiz zu ziehen.

00:46:59: Es ist ja komplett uncool in der Schweiz zu leben und über Deutschland zu reden.

00:47:07: Ich lebe ja in Köln vor Ort, ich muss das ja mitkriegen!

00:47:12: Und die Schweiz ist schön aber ... Die Schweiz hat natürlich einen ganz milden Härtegrad was Comedy angeht?

00:47:20: Das ist ... Ich glaube da trete ich niemandem zu nahe.

00:47:30: Das sind wunderbare Kollegen, es ist doch eher so halt ...

00:47:36: Sagen Sie jetzt, ohne dass sie

00:47:37: was gesehen haben?

00:47:38: Ich bin ja aufgetreten.

00:47:40: Ich war in der Late Night Show hier und so.

00:47:42: das ist nett.

00:47:45: Mit sechs Male im Jahr und dann ... Das ist

00:47:50: ein Wellness-Programm für Sie oder?

00:47:52: Nein, da kann ja keine Vertraut mit dem Publikum entstehen.

00:47:57: Dass man die Rismen durchsitzen, auf die das Publikums wartet.

00:48:01: Also ich finde in Schweiz großartig und als Tourist ist es wunderbar, weil ... das ist doch schön wenn man wieder abreißt.

00:48:10: Das Logan hieß die Welt zu Gast bei Freunden ja?

00:48:13: Und die Definition des Gastes ist dass er wieder geht!

00:48:17: Und jetzt wurde abgestimmt.

00:48:18: zehn Millionen Schweizer.

00:48:20: Ich finde auch zehn Millionen Schweizer reichen also ... äh ... und ich bin ein großer Freund der Schweizer.

00:48:33: ihr seid so toll da kommt ja nichts besseres nach.

00:48:37: Also einfach mal, ich weiß aber auch jetzt nicht wie diese zehn Millionen gehalten werden können.

00:48:41: Ich habe heute gelesen, ihr hattet's doch bei euch im Blatt ... Das ist so ein Sportreporter-Duktus!

00:48:47: Ihr hattets doch bei uns im Blat.

00:48:49: Heute war ja nur Volksabstimmung und ich hab gar nicht mitgekriegt was alles abgestimmt würde.

00:48:53: Ich lese der Kanton Genf zahlt die Verhütungsmittel?

00:48:57: Ist das richtig?

00:48:59: Frage wozu muss man dem Kanton Gänf verhüten?

00:49:03: Ich kenne Genfa.

00:49:05: Ja Da fährt man Skis, da kauft man eine schöne Uhr oder was.

00:49:09: Aber da ist doch ... Ist das so ein großes Thema im Kanton Gänch?

00:49:16: Oder wollen Sie da nicht

00:49:18: ... Keine

00:49:18: Ahnung!

00:49:19: Wird die NCT gelesen dort, sprich mir noch französisch.

00:49:21: Ja, das ist so ja

00:49:22: und Englisch.

00:49:23: Und hier ... Dütterlöhr erlaubt mich.

00:49:27: Juna pakitä pakitasä pakita kitakite.

00:49:31: Genauso.

00:49:31: Jimmy!

00:49:32: Diese Hunde heißt in Frankreich alle Jimmy als ich noch auf dem Campingplatz in der Britannien war.

00:49:37: Alle fünf Minuten.

00:49:47: So habe ich diese Sendung bestritten, statt Verben habe ich Geräusche gebracht.

00:49:53: Sie sind ja ... hab' ich jetzt ... ist

00:49:59: gut?

00:50:00: Und noch gerauft

00:50:00: ab.

00:50:04: Wusstest du eigentlich, dass ich als Kind mal mit meiner Mutter in die Kinderpsychiatrie nach Tübingen fahren musste um zu checken warum ich diese Ticks habe?

00:50:12: Aber das mache ich nicht!

00:50:13: Die Nummer ist so gut, das ist der Schlüssel mit meinem Programm.

00:50:17: Man darf das Material nicht verheizen, ja?

00:50:19: Ich teaser das nur.

00:50:21: Auch wenn Sie es auf der Bühne sehen sollen müssen sie in die Sporthalle nach Appenzell kommen.

00:50:28: Bin in diesem Raum auf Tournee.

00:50:29: ich habe die Städte nicht im Kopf aber ich werde hierhin gebracht und wichtig wieder abgeholt!

00:50:35: Ähm...

00:50:40: Jürgen

00:50:44: ist altmögliche Formödie ist wenn unten mehr gelacht wird wie oben, ne?

00:50:55: Also wir waren jetzt auch ein paar Tage im Bergell zusammen und da konnte ich sie ja noch bisschen näher klären, sofern man das kann.

00:51:04: Dann ist mir aufgefallen eine sehr genauer beobachter menschliche Eigenschaft.

00:51:13: Menschen sind für Sie primär Material?

00:51:17: Ja!

00:51:19: Kommt der aus dem Menschenmaterial?

00:51:21: Nein habe ich nicht gesagt.

00:51:22: Ist dies...

00:51:24: Grund, warum Sie immer noch beim Traumschiff mitmachen?

00:51:28: Nee.

00:51:29: Beim Traumsschiff sind es die Reisen!

00:51:32: Ich entschuldige mich für die Pointe.

00:51:34: heute zum sechstausendvierundzwanzigsten Mal gesagt Drehort geht vor.

00:51:37: Inhalt Ja also Das heißt Wenn wenn ich höre NZZ Publikumsreise ins Bergell mach' ich Weil Bergelle ist toll.

00:51:51: Ich kannte das schon weil ich mal über dem Malleuer passt nach Chiavena gefahren bin.

00:51:57: Und meine Familie drauf hingewiesen habe ich hier links, hat Giacometti gelebt aber man hat nicht hingehört.

00:52:02: und dann sagte ich, da gehe ich mal alleine hin weil ich möchte jetzt mehr über Giacometric wissen.

00:52:07: Das hab' ich gestern gelernt... Ja der Familie

00:52:09: hört Ihnen sowieso nicht mehr so zu?

00:52:10: Schon lange nicht mehr!

00:52:12: Aber das kann man nicht erwarten ja.

00:52:14: Das kann man nie erwarten weil sie kennen ja alles schon seit Jahren und meine Kinder sind natürlich in einem Alter dass die überhaupt nicht meine Themen haben.

00:52:24: Wir haben ja eigene Themen, eigene Musik und so weiter.

00:52:27: Und ich verstehe also zu Hause komme ich höre ich euch zu um mal zu hören wieso die Jugend

00:52:34: tickt.

00:52:35: eben das sagen sie auch

00:52:37: Ja.

00:52:37: Aber das wäre unglaublich, wenn ich darüber auf der Bühne spreche ... Das sind so Leute, die glauben und sagen, ich bin unglaublich gern mit jungen Menschen zusammen.

00:52:46: Hey was?

00:52:47: Was sind die so drauf?

00:52:48: Was machen sie für eine Musik?

00:52:50: Und so ja!

00:52:52: Ich höre sehr gerne Hip-Hop.

00:52:53: Nein!

00:52:54: Mit dem Tod von Freddie Mercury ist für mich die Popmusik zu Ende.

00:52:59: Man glaubt es kaum, es reicht!

00:53:01: Es reicht!

00:53:02: Ich hör einfach fünfmal am Tag Rockin' over the World von Status Quo Und schon bin ich wieder drauf und sage okay, gehen wir heute mal ins Theater.

00:53:10: Und wenn ich ins Theater gehe direkt auf die Bühne?

00:53:14: Nicht im Zuschauerraum oder so.

00:53:15: also das ist mir außer in Bayreuth.

00:53:18: da war ich in diesem Sommer.

00:53:19: Waren Sie auch in bayreuth?

00:53:20: Nein.

00:53:21: Zahlt ihr Endsetzer treisen?

00:53:23: Ich bin nicht der Theaterkritiker oder Musikkritiker

00:53:26: verstehe

00:53:27: versteht davon nichts.

00:53:28: aber in vielen deutschen Tageszeitungen schreiben mittlerweile Leute die auch nicht Theater Experten sind Namen.

00:53:36: Nein,

00:53:37: Korruption und eine gewisse Mürttenaftigkeit gehört zu meinem Job.

00:53:42: Wir waren beim Traumschiff?

00:53:43: Natürlich!

00:53:44: Ich muss ein bisschen darauf beharren, dass Sie schon auch aufs Traumsschiff gehen ... Man muss sich das so vorstellen.

00:53:51: Es gibt einen abgesperrten Bereich, wo gedreht wird, aber es sind noch hunderte von ganz normalen Reisenden da drauf.

00:53:59: Und die hören sie ja ab.

00:54:01: Sie hören diese Leute

00:54:04: ab.

00:54:04: Die Leute setzen sich ... Zum Frühstück entweder an einem Tisch, wenn ich schon sitze.

00:54:09: Oder es ist noch ein Platz zwei, darf ich mich da zusetzen?

00:54:12: Bitte setzen Sie!

00:54:13: Und dann kommt man ins Gespräch und im Gegensatz ... Also das Durchschnittsalter ist ja so etwa mein Alter und im gegensatz zu den eigenen undankbaren Kindern zur gehässigen Schwiegertochter zum nutzlosen Sohn höre ich zu.

00:54:29: Ich stelle fest, wenn man Menschen zuhört, wenn das mit einem leichten Seegang verbunden ist, dass öffnet Menschen.

00:54:40: Nein!

00:54:41: Bitte?

00:54:42: Das kann ich mir nicht vorstellen.

00:54:44: Öffnet Menschen derart, dass sie weit über das hinaus erzählen, was ihr eigentlich erzählen wollten.

00:54:50: und dann merke ich mir das, gehe in die Kabine machen ein paar Notizen und wieder zehn Minuten im Programm fertig.

00:54:58: Und was genau ... Ich hab mir erzählt lassen, dass Sie sogar nachts auf dem Traumschiff Dinge mitbekommen durch die Wand.

00:55:11: Naja natürlich.

00:55:12: Also das ist ja ... Ich bin jeden Morgen um halb sechs Uhr wach.

00:55:16: Nein,

00:55:16: warum denn das?

00:55:17: Naja, ich geh gegen elf Uhr schlafen und dann schlafe ich durch und das reicht!

00:55:22: Ich möchte keine Schlafforschung den Job wegnehmen der da eine andere Statistik hat.

00:55:26: Ich schlaffe

00:55:26: durch mit neun Sechzehn?

00:55:27: Ja.

00:55:28: Krass.

00:55:30: Sie meinten wegen nachts ... Aber du bist jetzt ... Kein Grund aufzustehen.

00:55:45: Das ist natürlich die Nummer, die ich vorbereitet habe.

00:55:49: Ich hab ihn auf die Pferde gelockt Und dann muss die Hemmungslosigkeit natürlich kommen, dass man den Gag macht und das man... Natürlich sagt jetzt ein nicht geringer Teil des Publikums so langsam reicht.

00:56:00: Das ist ja widerwertig!

00:56:01: Das bleibt doch alles in diesem Polstern.

00:56:03: Aber Nein, da ist man nebenan Da sind Leute um vier Uhr wach und so und dann hört man Da, finde ich, hat sich schon wahrscheinlich durch Feinstaub oder Sonnenstrahlung oder Vitamin D-Zweimangel oder zu viel oder so wenig ungesäure Fettzeilen.

00:56:32: Es wird nicht mehr eingepfügt... es wird so angehustet!

00:56:43: Man versucht sozusagen durch so rhythmisches Stoßen die Brontialeste in den Bereich zu bringen wo Auswurf überhaupt erst möglich wird.

00:56:57: Und dann macht man die Schiebetür auf, geht raus.

00:56:59: Auf der Xieben, wo schon natürlich die ersten sieben und zwanzig Runden laufen mit kleinen Gewichten in der Hand ... Ja?

00:57:06: You're gonna die anyway!

00:57:08: Sagen die Amerikaner in so einem Fall.

00:57:11: Dann jede Rehlinge und dann kommt die Gattin dazu, bringt ein Käffchen... Man schaut den Sonnenaufgang an und raucht eine und geht frühstücken.

00:57:19: Das kriegt man natürlich alles mit.

00:57:21: Dieses Thema haben ja viele Menschen dieses Morgens Auffahrt und sich erst mal, wie man so sagt, frei husten.

00:57:27: Und Seeluft lockert ja die Bonnchen!

00:57:30: Das weiß ja jeder der in der Kinderlandverschickung acht Wochen an der Nordsee war... Ja?

00:57:36: ...und zurückkommt und die Eltern verstehen ja nicht mehr weil plötzlich das Schwitze-Dütsch weg ist durch diese zwei Monate bei Leuten, die Deutsch sprechen.

00:57:50: Man will es auch erst bisschen vor your significant other.

00:57:55: Ich muss zugeben ich höre es bei heterosexuellem Paaren.

00:57:59: wie es bei Gleichgeschlechtlichen oder anderen Paaren ist, weiß ich nicht.

00:58:02: Ich würde mir auch keinen Urteil anmaßen.

00:58:04: Aber beim traditionellen heterosexuellen Paar, was auch, sagen wir mal ohne Leimutterschaft das alles traditionell erledigt hat... ...ist es diese... So wie Leute die zu viel Zahnfleisch haben bevor die Zähne kommen sich beim Lachen so die Hand davor mogeln.

00:58:34: Dadurch fällt sie erst auf!

00:58:36: Achten Sie mal bei so einer Redaktionskonferenz drauf Was da?

00:58:42: Überhaupt so.

00:58:42: Ich stelle zum Beispiel fest, es gibt sehr viele Leute die kauen mittlerweile auf den Schneidezellen vorne weil sie gar keine backen Zähne mehr haben.

00:58:50: Achten Sie mal drauf!

00:58:53: Dann können Sie natürlich sagen der Arme unser Gesundheitswesen ruiniert alle.

00:58:56: oder Sie sagen super Nummer.

00:58:58: das ist dann genau der Unterschied zwischen einem Beobachter und einem ja Sozial Neurotiker.

00:59:07: Aber wir waren noch beim Braumstift

00:59:11: Bremsen mich wenn ich abschweife Welche von?

00:59:15: Passiert

00:59:15: ja alles auf dem Traumschiff.

00:59:17: Aber können Sie... Bitte!

00:59:22: Ich schätze mal vor, Sloterdike hält Vorträge auf den Traum-Schiff.

00:59:26: Auf der Bühne.

00:59:29: Unten.

00:59:32: Können sie eine CD aufnehmen?

00:59:36: Also nicht würde man interessieren...

00:59:39: Wirklich oder ist das so ne Flosse?

00:59:40: Nein!

00:59:43: Man sagt ja sommer, ich würde interessieren bald.

00:59:46: Nein

00:59:46: nein, mich würde das wirklich interessieren auch als Eigeninteresse.

00:59:51: Ich habe jetzt begriffen, was Sie interessiert an Kreuzfahrten.

00:59:54: Aber was interessiert diese Menschen?

00:59:56: Dass sie sich dann

00:59:57: wochenlang

00:59:59: auf dieses Schiffe begegnen?

01:00:00: Die Länder reisen und viele ältere Leute sagen hier wird es sich um mich gekümmert.

01:00:06: ja ich bin versorgt.

01:00:08: wenn ich von Ende November bis Anfang Mai fahre habe ich das warm zu Hause sitze ich alleine.

01:00:17: Also wer sich leisten kann, nutzt das im Grunde als so eine Art Betreuung oder Heim.

01:00:23: Das sagen die Leute ganz offen ist ja auch richtig sind ja der Schiffsarzt an Bord Der allerdings nur zwei Therapiemöglichkeiten hat Ibuprofen und Paracetamol.

01:00:35: Kann ich operieren?

01:00:37: Er operiert schon aber da müssen wir schon unterschreiben vorher weil... Das sind wirklich kleine Sachen.

01:00:43: also Sie müssen auch bisschen auf den Haut auf den Hausarzt hören, wenn der Hausarz ihm sagt aber selbstverständlich können Sie mit diesen Darmproblemen die Weltreise machen.

01:00:54: Will er sie natürlich aus der Statistik bei sich haben?

01:00:57: Ja und Darmverschluss in Rarrotonga muss nicht sein!

01:01:04: Haben Sie mal privat

01:01:05: eine Kreuzfahrt gemacht?

01:01:08: Welch was?

01:01:09: Haben Sie privat mal ne Kreuz-Fahrt?

01:01:10: Ja ja ich bin zweimal Southampton New York gefahren.

01:01:14: Fantastisch Allein die Einfahrt in den Hafen.

01:01:18: Also

01:01:18: aus Betreuungsnot?

01:01:20: Nee,

01:01:20: weil ich wollte mal dieses Feeling haben auf der Queen Mary und Queen Elizabeth da ist ja die klassische Gesellschaft noch intakt.

01:01:29: Da merkt man ja was für ein Fehler es war die Klassengesellschaft schlecht zu reden.

01:01:34: Wenn sie ganz oben fahren, kriegen Sie gar nicht mit wenn die unten mit dem Schlauch durchgehen Und die Kacheln absprühen.

01:01:41: Und sie haben auch eine extra Fastlane.

01:01:43: wenn sie in Brooklyn ankommen Und Sie kriegen mal mit, was es bedeutet dann... Also die Einfahrt in den Hafen von New York ist sensationell.

01:01:53: Der Freiheitsstatue Verrazano Narrows Bridge.

01:02:01: Dann Ellis Island und da bin ich darauf gekommen.

01:02:05: Die meisten Touristen rennen ab drei Uhr dreißig.

01:02:08: Es wird gesagt, wann wir die Freiheitstatue passieren hoch auf Deck elf Anorak, Thermo unter Hosen Pudelmützen, um das zu sehen.

01:02:16: Der Effekt war ich saß allein im Speisesaal vor der großen Fensterscheibe.

01:02:21: Hab es fantastisch gesehen und musste wirklich diese zwanzig Kellner sagen mach mal halb lang ja nicht dauernd nachschenken.

01:02:27: also das heißt dass sind dann so Erfahrungswerte.

01:02:30: man rennt aber alle nach oben rennen man sieht es unten sitzen bequem genauso gut im Warmen.

01:02:36: das ist natürlich sau kalt morgens.

01:02:38: und dann kommen sie da an in einer zweieinvierzigsten Straße also je nachdem.

01:02:42: Oder diese großen Schiffe haben der eigenen Terminal in Brooklyn.

01:02:47: Und dann ist der Luxus zu Ende, dann stehen sie mit den Köpferchen am Kai?

01:02:51: Kann ein Harald Schmidt so eine Kreuzfahrt machen ... Also da sind Sie doch nicht privat!

01:02:56: Oder Sie würden gar nicht aus der Kabine

01:02:58: gehen?

01:02:58: Ich weiß es klingt unglaublich aber auf einem englischen Kreutzfahrtschiff kennt mich keiner.

01:03:03: Gibt's aber auch ein paar Deutsche...

01:03:05: Ja, die fahren unten Das hab ich ja gerade erklärt Die haben ja Ziegen dabei oder nein?

01:03:19: das war im Filmen.

01:03:21: Nein, das ist... Also ich würde sagen mal wenn Sie Probleme mit Alkohol haben.

01:03:25: Wenn sie Alkhole würde ich so eine Reise nicht in so einer teuren Klasse machen weil sie haben jeden Tag eine komplett neue Hausbar dort gerichtet Wodka alles weine Shampoos-Ding und ich trinke aber nichts weil.

01:03:38: Das ist dann auf dem Schiff und so.

01:03:42: Und wenn es da rumsteht ist die Gefahr dass man sich morgens schon Mal ein Gönn doch groß.

01:03:46: Aber das ist schon.

01:03:51: Einmal ging es durch Grönland, den Prinz Christian Sund.

01:03:55: Fantastisch!

01:03:57: Da wird dann sozusagen für die besseren Stände ... wird so ein By-Boat klargemacht vom ersten Offizier und da fährt damit zu einer kleinen Gruppe, die in etwa der Elite einer NZZ-Lese-Reise entspricht.

01:04:11: Zehn, zwölf Leistungsträger gehen dann mit in dieses Boot und dann fährt er an den Eisberg ran.

01:04:20: Das ist am Arled-Schletscher nicht mehr möglich.

01:04:24: Sie müssen nach Grönland, also so lange es noch ... wie soll man sagen?

01:04:30: Gefahrlos.

01:04:31: So hört man ja auch einiges.

01:04:32: Bin da im Thema nicht drin!

01:04:34: Ja aber in dem Thema Erfolg und Bekanntheit sind sie schon drin.

01:04:40: Wie gehen Sie damit um das?

01:04:41: Ich meine wenn Sie auf die Straße gehen, jeder kennt sie oder jedenfalls

01:04:46: nicht

01:04:46: mehr alle.

01:04:47: Es

01:04:47: wird deutlich weniger.

01:04:49: Ist das beruhigend?

01:04:50: Ja, es ist wahnsinnig entspannend.

01:04:52: Es kommt jetzt natürlich vor dass mich Herren meines Alters das im Vorwürfe machen weil mir ich ihre Kinder nicht mehr kennen.

01:05:00: also die gehen vorbei.

01:05:02: zwei Teenager-Kinder sagt der Vater guck mal wer da sitzt.

01:05:06: Hier!

01:05:08: Was?

01:05:10: Das hier, das ist Harald Schmidt.

01:05:12: Wer?

01:05:13: Dann sagt der Vater, der kennt sie nicht.

01:05:15: Der kennt sich nicht mehr.

01:05:17: Also ich kriege vorgeworfen, dass ich seine Kinder nicht kenne.

01:05:21: Und das sind so ... Es werfen mir auch Leute vor, dass ich in der Bäckerei anders aussehe als auf dem Traumschiff.

01:05:28: Also gehe ich halt in die Zukunft in den weißen Uniforme einkaufen ja?

01:05:33: Man möchte dem Fan entgegenkommen und so.

01:05:36: aber es ist wesentlich angenehmer.

01:05:39: also wenn ich mir vorstellen würde heute so total angesagt bei der Generation, die ja sozusagen mit dem Handy verwachsen isst Das ist sehr sehr Sie haben doch solche Gäste auch?

01:05:50: Ja, natürlich.

01:05:51: Influenz ist extrem.

01:05:54: Bei mir ist auch so das Gäste ... Ein Paar geht durch die Fußgängerzohle und die Frau stößt den Mann an so.

01:06:03: Ich gehe vorbei, dann, einundzwanzig, zwanzig merkt der Mann, er soll sich was anschauen?

01:06:09: Ist aber nicht in der Lage, sich schnell umzudrehen, sondern muss halt den Körper nachziehen!

01:06:14: Und da bin ich schon weg.

01:06:18: oder der Mann sagt, dem mag ich nicht.

01:06:22: Der ist ja überheblich So herablassen gegenüber anderen.

01:06:28: Aber

01:06:29: früher war das schon anders?

01:06:32: Sie hatten ja sogar mal eine Stalkerin!

01:06:35: Ja, aber da hat sich die Gesetzeslage jetzt verbessert... Als ich die Stalkerin hatte, stellt man fest was alles erlaubt ist bzw.

01:06:46: was alles nicht verboten ist.

01:06:48: Also es ist nicht verboden sich in einem kleinen Wagen vierzehn Stunden vorher auszusetzen.

01:06:52: Vierzehn stunden

01:06:54: oder sechzehn oder ihn durch die Stadt hinterher zu fahren, oder jeden Tag zehn Briefe in ihren Briefkasten zu werfen.

01:07:02: Das ist alles nicht verboten und das hat man dann mit einigermaßen juristischen Aufwand hinbekommen.

01:07:08: Und dann wurde die Frau in psychiatrische Behandlungen gegeben und so.

01:07:14: Dann war der Fall erledigt aber es hat sie mittlerweile verbessert, Ein Supermodel, das ohne sie nicht mehr leben möchte.

01:07:27: Sondern es ist irgendjemand der behauptet, Sie hätten geheime Signale gesendet, dass sie heiraten wollen.

01:07:34: Also damit der Frau geredet?

01:07:36: Nein!

01:07:36: Das sagt der Anwalt.

01:07:37: als erstes nicht ansprechen weil auch eine knallharte Ansage im Sinn von noch einmal und wird als Zuneigung empfunden.

01:07:46: Das sagt auch der betreuende Psychiater.

01:07:48: ja Nicht reagieren einfach irgendwie kommt sich schon rein zur Tür Das steht ja davor.

01:07:58: Also ist nicht sehr angenehm, weil diese Menschen natürlich eine unglaubliche Energie entwickeln auf die sie gar nicht kommen.

01:08:08: Aber wie sehen Sie denn – ich meine die meisten oder die jüngeren Prominenten heute – die stellen ihr privates das

01:08:16: aus?

01:08:16: Ja!

01:08:17: Das haben Sie nie getan.

01:08:18: Nein.

01:08:19: Wie sehen Sie das heute?

01:08:21: Meiner Meinung nach wissen die nicht was sie tun.

01:08:24: Sie sind sich über die Konsequenzen nicht bewusst.

01:08:26: Es ist auch rechtlich so, sie haben keinerlei Möglichkeit mehr zu schützen, weil es heißt, dass und das veröffentlicht.

01:08:33: Damit ist dieser Schutz ... Wenn sie anfangen, Kinder fotografieren zu lassen?

01:08:39: Die meisten fotografieren jetzt die Kinder und stecken das Gesicht vom Kind in den Sand oder sie hauen ihm einen Smiley drauf!

01:08:45: Man will natürlich mit den Kindern fotografieren lassen um zu punkten, guck mal wie wichtig meine Familie für mich ist.

01:08:51: Aber das Beste ist gar nichts zu machen.

01:08:53: Aber wenn heute einer Firmundzwanzig ist und anfängt in dem Beruf, ist es natürlich nicht möglich das zu machen ohne Instagram.

01:09:00: Und X und TikTok und was es da alles gibt.

01:09:03: also schwierig aber das müssen die für sich entscheiden.

01:09:06: Sie haben nie eine Home Story gemacht.

01:09:08: Nein ich biete aber sozusagen wenn wenig gefragt werde von Boulevard-Zeitungen Varianten an, ich weiß ja dann für welche Zeitung das ist und dann biete ich das an was bisschen in die Richtung kommen könnte.

01:09:19: Also eine Tochter jetzt erfunden.

01:09:20: Zweiundfünfzig aus einem sozialen Jahr in Afrika Waldraut, die jetzt bei mir lebt.

01:09:26: Und jetzt wo wir sich die Zeiten ja ändern auch noch eine Adoption von dem vierjährigen Norweger Jungen zusammen mit meinem Mann.

01:09:41: Und die Leute glauben das?

01:09:42: Die Leute sind verunsichert Aber vereinzelt wird er schon geschrieben.

01:09:47: Da muss er nur zu Hause klären, wundert euch nicht was in der Zeitung steht.

01:09:51: Ja?

01:09:52: Aber irgendwo müssen die beheizten Bindeln ja finanziert werden.

01:09:57: Bevor wir zu den Publikumsfragen kommen ... Vielleicht noch eine ... Was kommt jetzt noch?

01:10:03: Sie sind neunsechzig!

01:10:04: Die machen einfach ... Sie bleiben einfach sozusagen auf der Bühne stehen.

01:10:11: Das Klischee natürlich möchte spielen bis ich umfalle.

01:10:14: Das ist auch irgendwie so ... ist ja auch durch ... Was soll ich sonst machen?

01:10:21: Ja, weiß ich

01:10:22: doch nicht.

01:10:22: Ja eben!

01:10:23: Aber haben Sie denn sich schon überlegt was sie in der Rente machen wollen?

01:10:26: dann höre ich immer wir wollen reisen da.

01:10:28: ja das ist der schön wer es mag.

01:10:30: Wir machen gerne E-Bike-Touren.

01:10:33: Auch schön Wer es mag Und mir macht aber das Auftreten Spaß und Es fällt mir ja auch leicht dass es immer etwas los.

01:10:42: Ich lerne interessante Städte kennen Das Publikum ist jeden Abend anders Ich habe ja keine Hobbys, bei mir gibt es nicht Work-Life Balance.

01:10:52: Mein Leben ist mein Beruf und umgekehrt.

01:10:54: Das klingt natürlich wie ein Klischee aber wenn ich das nicht auf der Bühne machen kann mache ich's im Supermarkt oder in der Bäckerei.

01:11:01: Manchmal bin ich auch zu müde und mache nix Aber ...

01:11:05: Das kommt selten vor.

01:11:07: Ja, es ist so ... Manchmal wird das erwartet.

01:11:11: Aber das sind so Fallen!

01:11:13: Man wird eingeladen in der Hoffnung, dass man mal ein bisschen den Abend bereichert.

01:11:18: Diese Fallen erkenne ich mittlerweile.

01:11:21: Gehe ich nicht mehr hin?

01:11:23: Und für mich stellt sich die Frage gar nicht was noch kommt weiß man ja nicht und ich hab jetzt Pläne bis zwanzig, achtundzwanzig.

01:11:35: Ja es geht ja sehr weit dem voraus.

01:11:38: und dadurch dass ich in so vielen Konstellationen unterwegs bin und ich bin einfach neugierig auf junge Kollegen und spannend was die so machen und sage ich würde mich da mal gern einklinkten und so das ist auch so ein Irrtum, dass die jungen Kollegen auch nur einen Zehntel Rat haben wollen.

01:11:54: Sie sagen bitte gehen die Kantine und sagst der Wand?

01:11:59: Die müssen ihr eigenes Ding machen und ihren eigenen Weg finden.

01:12:02: Ich war ja früher auch nicht anders.

01:12:04: Gut, also dass Sie Spaß haben an dem was sie tun das haben wir heute Abend gemerkt.

01:12:09: Bitte jetzt müssen wir ein bisschen Licht im Saal haben.

01:12:13: es gibt zwei Mikrofone wäre schön Sie würden auf das Mikrofon... Was?

01:12:20: Auf einem Balkon oben!

01:12:21: Das ist

01:12:22: die Schwierigkeit.

01:12:22: da müssen sich jetzt Sie dürfen runter schreien aber den müssen einfach schreieren.

01:12:26: Da kommt kein Mikrophone hoch.

01:12:29: Ja

01:12:30: bitte

01:12:35: Was machen Sie, wenn das Publikum nicht lacht?

01:12:38: Ja.

01:12:39: Dann ist die Schlechten sagen... Lachen das selber an!

01:12:46: Oder man fängt so an zu tun als würde man sonst ein Inlass Weger sein und dann sagen hey wo bin ich hier sitze auf euren Händen aber in der Champions League,

01:12:56: wo sie natürlich tätig

01:12:58: sind, tut man so als würde es unglaublich gut laufen.

01:13:01: Also je weniger die Reaktion ist, desto entspannter macht man einfach weiter.

01:13:06: In keinem Fall dem Publikum irgendwie so eine Schuldzuweisung geben oder sagen hey helft mal ein bisschen mit!

01:13:13: Oder ich dachte hier ihr wollt euch amisieren?

01:13:15: Sondern nein.

01:13:16: also... Ich hab schon Abend gehabt wo es gar nicht funktioniert hat.

01:13:20: ja und dann da muss man dann einfach.

01:13:23: das habe mich bei Lore Lorenzi die Chefin im Gummötchen war gelernt und sie hatte das Publikums am Schluss immer Immer.

01:13:31: Und ich weiß einfach, natürlich ist, sagen wir mal vielleicht, zwanzig Prozent am Abend sind improvisiert.

01:13:36: aber ich habe natürlich vier, fünf todsichere Nummern und wenn es gar nicht läuft, weiß ich einfach die absolute Schlussnummer ist Wenn ich die Gefahren des Schnarchens erkläre Ja?

01:13:49: Und dann ist das Publikum da.

01:13:50: Das hinterlege ich beim Notar, dass funktioniert immer.

01:13:55: Bitte Jetzt hier unten eine Frage mit Mikrofon.

01:14:01: Ja dahinten bitte Warten Sie aufs Mikrofon, sonst haben auch die oben gar keine Chance.

01:14:07: Ich dachte in Zürich hätte jeder ein eigenes Mikro ... Das ist im Osten bei uns anders, muss ich wirklich sagen.

01:14:16: Vielen Dank Herr Schmidt für eine große Ehre hier zu sein nachdem ich sie ungefähr das erste Mal mit Vierzehn gesehen habe, d.h.

01:14:21: vor sechsundzwanzig Jahren.

01:14:23: und meine Frage ist wenn Sie sich aktuell die deutsche Politik anschauen unter anderem den Bundespräsidenten

01:14:31: und die Bundespräsidenten?

01:14:32: Genau!

01:14:33: Und die anstehende Wahl, und Sie haben ja auch schon andeutung gemacht, dass sie überparteilich sind.

01:14:39: Keine Partei zugehörig sind.

01:14:41: Weil das nicht für Sie die optimale Position um Deutschland wieder auf den richtigen Weg zu führen?

01:14:46: Nein!

01:14:52: Das ist wirklich so ... Von der Gefahr bin ich lichtjahreentfernt.

01:14:56: Ja?

01:14:57: Das ist dann so, dass Leute so hören und menschst du

01:14:59: usw.,

01:15:00: das is ein knallharter Beruf, den man können muss.

01:15:06: Ich habe ja auch dann so ein paar Seitenwege eingeschlagen, die nicht so richtig funktioniert haben.

01:15:10: Aber das Kunststück besteht ja, die Unbeschade zu überleben und der wirkliche Trick ist niemals das Kerngeschäft verlassen Ja?

01:15:19: Da kann man mal ein bisschen links-und rechts was machen aber letzten Endes.

01:15:22: wer Autos baut baut Autos.

01:15:24: Wer Schiffe baut Baut Schiffe Und es fängt an problematisch zu werden wenn die Autobauer.

01:15:29: Flugzeuge haben wir ja erlebt, mit Mercedes vor dreißig Jahren oder so.

01:15:34: Und das ist so ... Ja du solltest Bundespräsidenten ... Das ist überhaupt nicht in meiner Vorstellungswelt.

01:15:44: Also was sollte ich da auch?

01:15:46: Ich habe aber auch kein Interesse dran!

01:15:48: Die Reisen mache ich auf dem Traumschiff und dann irgendwie Leute in den Garten einladen werden bei mir eher wie im großen Gatsby, dass sie mich vom Fenster aus angucken.

01:15:59: Aber so stehe und sage, das ist ja toll was Sie mit Ihrem Schäferhund geleistet haben.

01:16:03: Und so... Ist wichtig aber nicht für mich!

01:16:06: Also ich kann es nicht!

01:16:08: Nicht glaubhaft!

01:16:10: Ja?

01:16:11: Die nächste bitte hier, ja?

01:16:13: Bitte?!

01:16:14: Vielen Dank fürs Entertainment auf Weltklasse-Niveau Naja!

01:16:21: Ich muss da mal ein wichtiges Wort in Deutschland zur Zeit demut.

01:16:28: Ne ne von mir, nicht von Ihnen!

01:16:31: Aber ich muss sagen sie haben's kapiert wie´s geht.

01:16:34: Die Demut ist ganz wichtig, wir wollen da demütig rangehen und so.

01:16:37: Sie haben jetzt Null-Eins gegen Griechenland, aber wir wollen demütigt daran gehen.

01:16:40: Also bitte?

01:16:41: Meine Frage als Kiefautopäde und Spitalclown Ja Warum schauen sie beide so ernst auf den Fotos?

01:16:49: ihr habt doch tolles ein tolles Lächeln und eine super Zahnleiste ja Aber Also ich kann nicht für sie sprengen, aber bei mir ist es so... Ich hasse es Fotos machen zu müssen.

01:16:59: Ja?

01:16:59: Es ist dann immer der Veranstalter brauchen ein Foto und wir brauchen einen neuen Foto, der sagt komm mach schnell!

01:17:03: Und jetzt habe ich überhaupt keine Lust.

01:17:07: und das ist halt das Gesicht was ich mache wo ich sage also Gottschild hat mal gesagt nach drei Minuten wird das Zahnfleisch trocken.

01:17:13: ja und ich sage Mach halt ein Fotto weil es ist mir auch egal wie ich aussehe auf dem Foto.

01:17:20: die Leute wissen ja wer gemeint ist.

01:17:24: Als tiefer Autopäde haben sie eine eigene Praxis oder arbeiten Sie als Belegarzt?

01:17:30: Hier in Zürich.

01:17:31: Ja, Köstner.

01:17:33: Spezial auch Implantate und so?

01:17:35: Nee, Angst-Patienten.

01:17:36: Ah!

01:17:37: Deswegen bin ich Spitalclown mit Ironie.

01:17:41: Kann man bei Ihnen Schlafspritze kriegen, bei längeren Operationen?

01:17:44: Ist dann ein Assist in der Praxis?

01:17:45: Oder macht das die Assister?

01:17:48: Ja.

01:17:50: Sie sind ja hinterher.

01:17:50: auch der Part, den wir treffen sind ... In der Thylindermann-Suite.

01:18:06: Jetzt haben Sie dieser, der Frau das Mikrofon ...

01:18:09: Herr Schmidt?

01:18:10: Der Dame hier mit in einem flümpfen Kleid.

01:18:12: Nein, da hat den Gang runter.

01:18:14: Ja!

01:18:15: Reihe fünf bitte.

01:18:18: Guten Abend ich bin Fan von Ihnen seit dieser CD Schmitgift.

01:18:23: Oh, das ist lange her.

01:18:24: Die

01:18:24: höre ich immer wieder beim Bügel und die finde ich super.

01:18:28: Und ich frage mich.

01:18:31: Sie haben das immer durchgezogen wegen dem Hypokonder.

01:18:34: Ja?

01:18:35: Sie sagen immer, sie ist ein Hypokhunder.

01:18:37: Sind Sie es wirklich?

01:18:38: Nein!

01:18:40: Das war so... Ich habe mal eine Interview gemacht mit der Apothekenumschau.

01:18:44: Dann haben die Kollegen gelächelt.

01:18:46: Ah jetzt macht er schon einen Apotheckenumschau.

01:18:48: warum?

01:18:48: weil sie nicht wissen was gelesen wird.

01:18:51: Die Apotheakenumschauer liegt zweieinhalb Millionen Mal gratis in allen deutschen Apothekten.

01:18:57: Wenn etwas gelesen werden, dann ist es die Apothekumschau Und es sind mittlerweile sehr gute Journalisten, die die Interviews machen.

01:19:02: Weil sie auch schon froh sind wenn sie zumindest mal für die Apothekenumschau ein Interview machen dürfen.

01:19:07: So sieht der Markt nämlich aus.

01:19:09: und dann habe ich festgestellt dass das natürlich ein Riesenthema ist weil alle Welt will fit sein.

01:19:14: longevity hunderttausend Japaner über Hundert jetzt.

01:19:20: Und da habe ich festgestellt, und ich schaue sehr viel so Gesundheitssendungen.

01:19:24: Also Visite zum Beispiel... Sie

01:19:26: sind nicht mehr im Fernsehen aber sie gucken unglaublich viele Fernsehende!

01:19:28: Ja, ich guck nachmittags im Hotel wenn nicht Tour de France ist, gucke ich halt Sozialreportagen oder Medizinsendungen und dadurch bin ich zum Beispiel auch fit.

01:19:38: was was im aktuelle?

01:19:41: Ich merke dann zum Beispiel hier bei mir im Sattelgelenk So ein Stechen wenn ich runter scrolle bis ich beim Geburtstartung bin Und das ist ja mittlerweile ein großes Thema in den Gesundheitssendungen.

01:19:56: Und da zum Glück hatte Ulrike, die damit darunter leidet auch das Problem und dann wurde ihr empfohlen.

01:20:02: also entweder, also vergisst sie stellt die Ernährung um wenig Fleisch, Brokkoli

01:20:06: usw.,

01:20:06: das wissen wir alles.

01:20:08: aber ein bisschen im Sand oder warmem Wasserübungen machen oder am Klavier ohne großen Ehrgeiz einfach.

01:20:23: Und deswegen sage ich jetzt im Publikum, wenn Sie in einem mehr Parteienhaus wohnen und hören nach zum Elf dieses ... sagen sie nicht mehr bei der alten Hacks wohl.

01:20:34: Sondern Ullruike tut wie du was für die Gelenke.

01:20:37: So!

01:20:38: Das heißt, ich nehme mit Begeisterung neue Therapiemöglichkeiten, neue Krankheiten, neue Prognosen.

01:20:46: Hören wir auch die Anrufsendungen wo Leute anrufen können?

01:20:49: Zum Thema Rücken und als erstes mal sagen, guten Morgen in der Runde.

01:20:54: Wir kommen gleich zum Rücken aber das Problem wurde vor vier Wochen der Linke Hoden amputiert.

01:21:00: von meinem Zahnarzt Frage Ja so also es ist ein riesen Thema.

01:21:07: was?

01:21:07: das ist ja für mich das wichtigste Thema.

01:21:09: die älter werdende Gesellschaft Das ist ja in der Schweiz das ist eine österreich das ist sehr überall Das ist ja nicht mehr der Nummer.

01:21:20: Wer muss gepflegt werden, sondern wer pflegt noch?

01:21:23: Ja!

01:21:23: Unsere Freunde aus den bekanachbarten Ländern sagen ihr könnt euch selber pflegen bei uns ist zu Hause besser wir bleiben und die ganzen Gelenke Und ich habe mich hier informiert was es in welcher Klinik geht man welche Kantonspitaler eher nicht höre jetzt Kantonsspital Graubünden legt ganz weit vorne.

01:21:44: Ich bin jetzt schon dabei mir diese Helikopter-App runterzuladen wo ich verfümmen Auch bei Bedarf für forty-fünf Franken ob Monatsbeitrag zum Flughafen geflogen werde.

01:21:53: Weil ich einfach sage, oh mir geht's nicht gut.

01:21:59: Das haben wir tut so weh wenn ich es so mache!

01:22:01: Da sagt natürlich der Arzt da mach'n nicht so ja?

01:22:05: Aber... Und die meisten wollen nicht über Krankheiten sprechen, weil er sagt das macht mich so alt.

01:22:10: Ich könnte stunden!

01:22:11: Ja man merkt...

01:22:13: und dann

01:22:13: gehen sie noch aufs

01:22:14: Traumschiff.

01:22:15: Auf dem Traum-Schiff höre ich ja, ich hatte schon mit forty acht meinen ersten Herzinfarkt, dass ich ja essen jeden Morgen zwei Eier mit Butter drauf sagte, ja ich habe so Nitrokapseln und wenn ich merke auf der Brustviertse eng lege ich die unter Zunge und zwei Minuten später ist alles okay.

01:22:29: Ich wusste nicht, dass es Nitrokapseln kriegt Und da höre ich definitiv die abenteuerlichsten Krankheitsgeschichten.

01:22:39: Und man muss es fairerweise sagen, auch den Begriff der lustigen Witwe hab' ich dort zum ersten Mal wirklich begriffen!

01:22:47: Weil ein Klassiker, das Ehepaar plant eine Südsee-Reise und ... vierzehn Tage vor Beginn der Reise, dass sie wissen ja, das erste Symptom für plötzige Herztod, plötziege Herztot Und ... ja, das wird von vielen übersehen.

01:23:09: Und die Dame hatte neue weiße Jeans kommt noch leicht depresiv an Bord kurz vor dem Ablegung und sagt, darf ich mich zu ihnen setzen?

01:23:18: Dann erzählt sie mir die Geschichte.

01:23:20: Ich hatte lange überlegt soll ich fahren.

01:23:22: Aber meine Kinder haben gesagt aber Mutti natürlich fährst du!

01:23:29: Das wird der Kutun.

01:23:32: Und ja... Spätestens nach vier Tagen, wenn zum ersten Mal um zwanzig Uhr.

01:23:38: Wassertemperatur, achtundzwanzig Grad Luft, dreißig Grad.

01:23:41: Wir sind in der Quartornähe und die Veranstaltung lang heißt Rock am Heck!

01:23:50: Und als ich zum ersten mal rausgegangen bin dachte Ich bin in Loth.

01:23:55: Krückenflogen über Bord Rollatoren wurden über den Kopf gewirbelt und es lief Highway to Hell.

01:24:03: Und da haben sich dann auch Menschen, die mit einer gewissen düsteren Melancholie an Bord kam freigetanzt.

01:24:15: Also Krankheiten ... Ich bin überhaupt keine Juppe!

01:24:16: Ich genieh zum Arzt.

01:24:18: Aber achte auf keine Ernährungsregeln und so weiter... ich habe den Deal mit mir, ich lebe genauso wie ich will.

01:24:25: es reicht solange wie es reicht und dann war's okay.

01:24:28: Ja?

01:24:28: Und ich sehe ja diese ganzen armen Menschen in meinem Alter, die rauskommen Mit einer Dings, weil sie glauben, Sie wären Roger Federer.

01:24:37: Ja?

01:24:37: Und Gesichtsfarbe Magenta ... Alle zwei Minuten Mosse Nitro-Spray um überhaupt noch zum Auto zu kommen und so.

01:24:46: Das alles ist das Ergebnis von Amateur Sport!

01:24:50: Es gibt Menschen die haben einen Körper für Sport.

01:24:53: Die sieht man im Profifußball und bei Leichtathletik Europameisterschaften.

01:24:57: Der Rest sollte sich Zuhause einfach gemütlich machen.

01:25:02: Binde ich ... So, noch eine letzte

01:25:12: Frage.

01:25:13: Wenn es noch eine gibt ... scheint nicht der Fall zu sein?

01:25:19: Gut!

01:25:20: Dann bedanke ich mich aufs Herzlichste.

01:25:22: Ja,

01:25:23: ich danke für die Einladung und immer eine große Freude hier in Zürich.

01:25:28: Egal ob im Bernhardt-Jahr oder um Kauffleuten ist einfach ein gutes Publikum was natürlich auch eine gewisse Leichtigkeit aufgrund eines gewissen Wohlstandes mitbringt Und auch diese Themen eben sozusagen wie Klassengesellschaft nicht schlechtredet.

01:25:48: Sie können einfach so eine Herzlichkeit nicht stehen lassen, habe ich schon begriffen!

01:25:51: Also kommen sie gut nach Hause?

01:25:53: Kommen sie mal wieder an die Veranstaltung von uns?

01:25:56: Die nächste ist glaube ich mit Margret

01:25:58: Stamm.

01:25:58: Mit wem?

01:25:59: Margrit Stamm ist eine Erziehungswissenschaftlerin.

01:26:01: Was ist der Titel?

01:26:02: Wie Noten unser Leben prägen.

01:26:05: Ich glaube sie hatten nicht so ein gutes Abi aber es sind jetzt ein anderes

01:26:08: Thema.

01:26:09: Zwei, sieben Abischnitt hat gereicht.

01:26:13: Ich hab gelesen

01:26:14: drei, zwei?

01:26:15: Nee

01:26:15: ich hatte ja noch Haupt- und Nebenfächer also nicht diese wie man heute große wählen kann und so.

01:26:20: Und bin in der zwölften Klasse durchgeflogen und konnte dann sozusagen nochmal richtig die Lücken ein bisschen auffüllen und so.

01:26:27: und ich wusste ja ich will auf die Schauspielschule, ich brauchte das nur für meinen Vater oder meine Eltern.

01:26:33: Aber ich wusse dass ich es nie mehr brauche.

01:26:36: Gut!

01:26:37: Also viel Dank!

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