KI, Klumpenrisiko und private Konkurrenz: Schweizer Post-CEO Pascal Grieder über den härtesten Job in seiner Karriere
Shownotes
Die Schweizer Post hat trotz schwindendem Briefgeschäft sehr wohl eine «rosige Zukunft» – davon ist zumindest ihr neuer Chef überzeugt. Pascal Grieder, seit Ende 2025 an der Spitze des Konzerns, ist zu Gast bei «NZZ am Sonntag»-Chefredaktor Beat Balzli und erklärt, wann frühestens die tägliche Zustellung fallen könnte. Er verrät, warum die Häkeltierchen aus den Postfilialen verschwinden, wieso PostFinance trotz «Klumpenrisiko»-Vorwurf keins sei, und wie er auf die britische Konkurrentin Revolut reagiert. Zum Thema künstliche Intelligenz zeichnet Grieder ein optimistisches Bild: Roboter in Verteilzentren, autonome Postautos in der Ostschweiz – und die Überzeugung, dass neue Jobs die wegfallenden ersetzen werden. Persönlich wird es, wenn Grieder über seinen Kulturschock nach der Rückkehr aus Singapur spricht, das Klischee vom «beinharten Mackie» bei McKinsey widerlegt – und verrät, dass sein größter Traum eine Reise zu den Galápagos-Inseln ist.
Gast: Pascal Grieder, CEO der Schweizerischen Post
Host: Beat Balzli
Produktion: Simon Berginz, Ellie Media
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Transkript anzeigen
00:00:00: Dieser Podcast wird präsentiert von Twerenbold Reisen.
00:00:03: Lehnen Sie sich zurück und kommen sie im Königsklasse-Luxusbus auf Entdeckungsreise!
00:00:08: Also KI wird bei uns vierundvierzigtausend Jobs verändern, weil der Faktor sehr egal was ich tue ist es schon heute spielt eine Rolle sei es bei der Tourenplanung oder bei der Personaleinsatzplanung.
00:00:20: wir werden das überall einsetzen also es wird wieder keinem Spur los vorbeigehen.
00:00:26: Ja, herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von NZZ Weekend im wöchentlichen Podcast der NZZ am Sonntag.
00:00:33: Mein Name ist Bea Balzley und ich bin Chefredaktor der NZZ am Sonnentag.
00:00:37: Kaum ein Unternehmen trifft die digitale Disruption härter als die Schweizer Post!
00:00:41: Briefe schreiben fast nur noch Romantiker, Rechnungen zahlt bald keine mehr am Schalter ein und trotzdem muss ein defizitäres Filialnetz am Leben erhalten werden.
00:00:50: Doch die verzweifelte Suche nach neuen Geschäftsfeldern beschert im Staatsbetrieb neue Verluste und treibt gleichzeitig die private Konkurrenz auf die Barrikaden.
00:00:59: Die Transformation der Post wirkt wie die perfekte Mission impossible.
00:01:04: Womit wir bei meinem heutigen Gast wären, er verbringt seine Jugend in London und Singapur, gilt als Freigeist, stammt aus einer Bankerfamilie, fährt gerne aggressiv Skis ist ein leidenschaftlicher Hundehalter kann weder zeichnen noch singen und lernt beider Beratungsfirma McKinsey das Sanierungshandwerk.
00:01:21: Pascal Greeder isst seit Ende twenty-fünfundzwanzig Chef der Schweizer Post.
00:01:25: Schön dass Sie heute bei mir
00:01:26: sind!
00:01:31: Bevor wir uns mit dem gelben Riesen beschäftigen und sie mir am Ende dieses Podcast ihren größten Traum verraten, muss ich Sie mal auf die Couch legen um mit Ihnen über Küchenpsychologie sprechen.
00:01:42: Sie aus sind überdurchschnittlich merkwürdig.
00:01:45: haben Sie selber vor ein paar Jahren mal gesagt was ist das Merkwürdigste an Ihrer Persönlichkeit?
00:01:53: Ich muss vielleicht zuerst kurz einordnen wieso ich das überhaupt gesagt habe.
00:01:56: oder Wir sind uns gewohnt, uns der Allgemeinheit anzupassen.
00:02:00: Wir versuchen konform zu agieren und je mehr Autorität man erlangt desto weniger ist man darin gefangen dass man sich anpassen muss.
00:02:08: das führt automatisch dazu dass Leute in Machpositionen alle ihre Eigenheiten komplett ausleben ohne Filter und deswegen hat es überdurchschnittlich viel merkwürdige Menschen in mach position.
00:02:18: meine persönliche Beobachtung
00:02:19: Und sie sind ja jetzt in einer mach Position wie merkwürdig sind Sie denn?
00:02:22: Ich denke ich bin Durchschnittlich merkwürdig.
00:02:26: Also was ist an mir werkwürdiger?
00:02:28: Ich denke schon, zumindest aus Privatpersonen tue ich viele Dinge die vielleicht nicht alterskonform sind.
00:02:38: Nicht alterskonform!
00:02:39: Sie können nicht altern und das sind so uns ewige Junge geblieben oder wie?
00:02:43: Innerlich ja man sieht's außen nicht, die Hülle altert aber innerlich.
00:02:47: Was machen
00:02:47: sie denn auch?
00:02:48: Sie fahren noch Skateboard oder was machen?
00:02:51: Was mache ich?
00:02:53: Ich spiele viele Computerspiele.
00:02:54: Also spiele, ich gehe mir viel.
00:02:56: Ich gehe immer gerne in Clubs.
00:02:59: Sie gehen noch gern in Club?
00:03:00: Ja, sehr gerne.
00:03:01: Also Techno-Clubs?
00:03:03: Sehr schön!
00:03:04: Es sind so richtigen Elektro-Bubi...
00:03:09: ...auch ja auch.
00:03:10: Das ist nicht so dass ich nur Elektro höre aber im Ausgang Im
00:03:15: Ausgang, ja.
00:03:15: Das ist interessant!
00:03:16: Ich meine warum Sie auch sehr merkwürdig sind?
00:03:18: Ich habe gelesen, Sie traugen gerne zwanzig Jahre alte Secondhand Ski Anzüge auf der Piste.
00:03:23: Also
00:03:25: das stimmt eigentlich schon.
00:03:28: Ich hatte eine Skijacke, die ich als Student von meiner Mutter bekommen habe und die hatte ich immer noch als ich CEO von Salt war.
00:03:37: Und da sich dann Salt verlassen habe, haben wir das Team zum Abschied ein Gutschein für einen neuen Skianzug gegeben.
00:03:45: Okay,
00:03:45: die haben ein bisschen Mitleim mit Ihnen, wenn Sie so abgerissen auf der Piste rumfahren, gebt dem Mann endlich einen neuen Skianzug!
00:03:51: Ich meine Menschen, die sie näher kennen nennen sie einen nonkonformisten Freigeist das Gegenteil eines Bühnsles.
00:03:59: Das sind dann Menschen, wie die mit Ihren im Club waren.
00:04:01: oder was genau meinen die sonst noch damit?
00:04:06: Also ich weiß ja nicht wer das gesagt hat Das sag
00:04:09: ich Ihnen auch nicht.
00:04:11: Aber grundsätzlich kann ich Ihnen nicht beurteilen, wer das gesagt hat... ...aber finde ich mich jetzt in dieser Beschreibung wieder, würde ich sagen ja, dass es jetzt nicht unbedingt... finde ich jetzt per
00:04:22: se keine Beleidigung!
00:04:23: Ich meine Sie seien wie Ihr Hund.
00:04:25: beide wollten nicht an die Leine, sagen sie über sich selber?
00:04:28: Woher kommt der Freiheitsdrang?
00:04:31: Haben Sie's geerbt oder...?
00:04:33: Es war bei mir immer schon sehr ausgeprägt, ich sage immer viel... Ich denke, es ist viel einfacher für mich zu arbeiten als umgekehrt.
00:04:40: Generell bin ich schon von der Grundeinstellung relativ anti-autoritär.
00:04:45: Anti-autoritär?
00:04:46: Okay!
00:04:47: Ihre Frau hält das aus?
00:04:48: Sie machen dann auch nicht, was sie mal will oder nehme ich am Land?
00:04:51: Gut so aus ist meine Frau definitiv der Chef.
00:04:54: Da sind die Rollen auch umgekehrt.
00:04:58: Je weiter oben man ist und umso weniger muss man sich anpassen, ist auch eine Aussage von Ihnen, haben Sie vorher schon ein bisschen angetönt... Passen Sie sich konkret nicht mehr an?
00:05:14: Ich glaube, das sind Dinge die man selber gar nicht immer wahrnimmt.
00:05:17: Aber ich habe schon das Gefühl... dass ich mit zunehmendem Alter ungefilterter spreche, vielleicht weniger überlegt, vielleicht zum Teil auch ein bisschen weniger rücksichtsvoll und viel direkter kommuniziere.
00:05:28: Also
00:05:28: Ihre Mitarbeiter kriegen es richtig ab!
00:05:31: Nein direkt heißt ja nicht unfreundlich oder aggressiv, direkt heißt nicht verklausuliert klar sagen was man denkt.
00:05:38: Und das ist Nicht immer gewöhnlich.
00:05:42: Es ist nicht immer angebracht, es ist nicht mehr angenehm, je nachdem was es halt ist.
00:05:46: aber das heißt ja nicht ausfällig, das heißt nicht beleidigend.
00:05:49: Das heißt einfach sehr direkt und ehrlich.
00:05:50: Aber man
00:05:50: muss es einfach weniger verpacken?
00:05:52: Man muss es weniger verpacken genau weil man kann genau das sagen was man denkt ohne es schön zu verpackern.
00:05:59: Bevor Sie CEO der Post wurden waren sie jetzt zuvor, dreizehn Jahre bei McKinsey dann fast fünf Jahre CEO beim Schweizer Mobilfunkanbieter Salt Und dann nur ein paar Monate Vorstand beim Deutschen Telekom Anbieter eins und eins.
00:06:14: Ist er bekannt, dass dessen Patron Ralf Dommemuth als Großmeister des Micromanagements gilt?
00:06:21: Immerhin so viel Anpassung und Unfreiheit hat sie zum Wahnsinn getrieben, nicht wahr?
00:06:26: Also ich war ein Jahr da... Das war immer was mehr als ein paar Monaten!
00:06:33: Ich habe dort viele Dinge lernen können und von dem her war es durchaus eine Bereiche in der Erfahrung.
00:06:38: Jetzt weichen Sie ein bisschen
00:06:39: aus.
00:06:41: Was meine Vorstellung, ich habe vorhin gesagt oder ich bin von der Grundhaltung relativ anti-autoritär...
00:06:45: Da müssten sie ja durchgefraht sein bei Herr Dommermuth?
00:06:48: Ich hab lange in Deutschland gearbeitet und Herr Dombermuth ist sehr bekannt für seinen Führungsstil.
00:06:53: Das ist so und ich denke mein Freiheitsbedürfnis und den Raum, dem er zugelassen wurde war vielleicht nicht immer deckungsgleich
00:07:02: Schön ausgedrückt.
00:07:03: Und nach dieser traumatischen Erfahrung mit Herrn Dommermuth erscheint selbst ein CEO-Job bei der Schweizer Post als Rettung!
00:07:10: Wie lange haben Sie überlegt, ob sie das machen sollen?
00:07:14: So ein Prozess dauert immer relativ lange.
00:07:16: ich glaube es schon auch Aussagekräfte ist was die erste Reaktion also sich zum ersten mal angefragt wurde.
00:07:20: das war nicht so dass ich das überhaupt auf dem Schirm hatte oder im Optionenraum
00:07:26: Aber die erste
00:07:26: Aktion war endlich
00:07:27: weg von Dommelmutter.
00:07:28: Ah,
00:07:28: nein!
00:07:29: Das war ja schon lange klar, dass ich da rausgehen würde... aber die erste aktion als die opportunität mit der post kam war das würde mich interessieren.
00:07:38: also ich fand es intuitiv gleich spannend und natürlich war noch in anderen diskussionen.
00:07:44: ist das ein längerer prozess?
00:07:46: aber es war für mich eigentlich relativ früh klar dass ich das sehr gerne machen würde, wenn sich die Opportunität ergibt.
00:07:53: Sie waren noch in anderen Diskussionen.
00:07:55: Was muss ich mir vorstellen?
00:07:56: Was waren da noch im Raum als Alternative?
00:07:59: Andere CEO-Positionen für andere Unternehmen.
00:08:01: So genau wollte ich es jetzt nicht wissen!
00:08:03: Aber das war dann Privatwirtschaft nämlich
00:08:05: auch noch.
00:08:06: Privat Wirtschaft ja...
00:08:07: aber auch so ein Telekombereich oder so
00:08:09: eine
00:08:11: Technologiesektor.
00:08:12: Was sprach denn in Ihren Überlegungen für die Post und was sprach dagegen?
00:08:17: Ich glaube, dass das definitiv dafür spricht.
00:08:19: Was die Post einzigartig macht ist wirklich ein Unterschied zu allen anderen Unternehmen, die wir in dem Land haben.
00:08:23: Die Post berührt alle Menschen in diesem Land jeden Tag und die Leute entscheiden sich immer wieder für die Post weil wir das Leben der Menschen einfacher machen.
00:08:33: Und ich glaube an etwas zu arbeiten wo man sämtliche Menschen berührt oder alle Kunden, die auf einem Tram hierher drin waren sind alles Kunden.
00:08:42: Hier sind.
00:08:43: alle kenne die Post alle haben eine persönliche Erfahrung Und das ist etwas, was mich extrem motiviert, weil man extrem viele Menschen berührt.
00:08:49: Das ist das, was definitiv für die Post sprach einerseits und andererseits... Das
00:08:53: war jetzt der Werbespot?
00:08:54: Jetzt kommt die Wahrheit!
00:08:56: Nein, es ist nicht ein Werbes-Pot, sondern eine Wahrheit.
00:08:59: Und das Zweite ist die Vielseitigkeit oder die Tatsache dass die Post in verschiedenen Geschäftsfeldern aktiv ist, ist etwas was mich extremen gereizt hat.
00:09:08: Ich hatte eigentlich schon als ich bei Salt weg ging, etwas gesucht.
00:09:13: außerhalb von Telekom hat sich nichts passendes ergeben, bin ich in Deutschland gelandet.
00:09:18: Und als nachher die Post kam war das eigentlich genau die Art von der Herausforderung, die ich gesucht hatte.
00:09:23: Von dem her war das ein sehr guter Mensch.
00:09:25: Was hat dagegen gesprochen?
00:09:27: Sie wollen ja nicht sagen dass auf dieser Pro-Con-Liste bei Kon nichts war!
00:09:33: Ja was hat da gegengesprochen... Wir sind im Vergleich zur anderen Opportunität.
00:09:43: Was war noch ein weiterer Vorteil?
00:09:44: Post war in der Schweiz, die andere Opportunität wäre nicht in der schweiz gewesen.
00:09:49: Der Nachteil war deutlich schlechter bezahlt als die Alternative und der zweite Nachteile war genau die Frage wie viel Handlungsspielraum hat man tatsächlich versus Leitplanken die einem eigentlich Handlungen verunmöglichen.
00:10:07: Das ist eine Steilvorlage für meine nächste Frage.
00:10:09: Wie oft haben Sie es inzwischen schon bereut?
00:10:11: Null!
00:10:11: Das glaube ich Ihnen jetzt keine Sekunde.
00:10:14: Im Gegensatz zu eins und eins oder dem Mobilfunkanbieter Salt, wo sie eigentlich nur den Hauptaktionären verpflichtet waren kämpfen sie bei der Post mit einer viel komplexeren Situation.
00:10:23: das politische Corsette ist mit dem Servicepublic sehr eng.
00:10:28: ihre politischen Stakeholder haben eine sehr langsame Reaktionsgeschwindigkeit.
00:10:31: diverse Interessen.
00:10:33: macht ihnen das nicht zu schaffen.
00:10:35: Jetzt geben Sie mir eine Steilvorlage, weil in den Medien oder auch hier wird immer suggeriert.
00:10:40: Hey!
00:10:41: Dieser Job ist eine totale Katastrophe, Mission Impossible – ganz, ganz schlimm.
00:10:45: Ja, Mission impossible, mein Name ist Tom Cruise weltberühmt geworden.
00:10:48: Es ist nicht nur Katastrophen aber es wirkt sehr schwierig.
00:10:51: Das ist ein fantastischer Job und ich glaube auch das ganze Stakeholder-Management.
00:10:54: Die Post gehört den Schweizerinnen und Schweizern also gehört uns, gehört Ihnen, gehört mir, gehört allen anderen die auf der Straße rumlaufen und das ist total legitim dass als Mitbesitzer dass man eine Meinung hat, wie es dem eigenen Unternehmen, wie sich das weiterentwickelt wird.
00:11:07: Hab ich
00:11:07: auch nicht gefragt ob's legitim ist?
00:11:08: Ich hab' gefragt ob sie nerft!
00:11:09: Das alle reinreden.
00:11:10: Jetzt...das alle rein reden, das passiert auch bei Shareholders oder Investoren.
00:11:14: Die reden auch rein.
00:11:15: Das stimmt
00:11:15: aber da sind halt eine zwei
00:11:16: ja.
00:11:16: Und äh und äh jaa najaaa nee es sind nicht ein zwei.
00:11:19: Es sind schon mehrere die da reinrednen also vom Zeitaufwand vergleichbar und damit will man sagen jetzt was wirklich anders is.
00:11:26: in der Politik fast unabhängig von Thema wird man zwei Meinungen finden.
00:11:30: Das ist bei Investoren nicht so oder bei vielen Themen sind die alle der gleichen Meinung, also es ist nicht so dass bei jedem Thema das ganze Spektrum der Meinungsvielfalt vor sich findet.
00:11:39: Weil die Investoren viel simpler gestrickt sind, die gucken einfach darauf wo ist der Abit?
00:11:43: Wo sind wir morgen?
00:11:45: Okay und die Politik ist dann ein bisschen kreativer.
00:11:48: da geht's um Regionen, da gehts um Sachen wer verliert was, wer hat welche Wählerschicht... Also es macht das Ganze komplexe.
00:11:55: Was mich wundert nehmen würde Sie haben ein Korsett durch diese gesetzlichen Vorgaben, die es gibt.
00:12:02: Das ist nicht zu unterstützen und sie sind in einer großen Transformationssituation.
00:12:08: Spüren Sie denn die Bereitschaft das Postkorsett zu lockern von Ihrem politischen Umfeld?
00:12:14: Zusammen mit Ihrem Verwaltungsratspräsidenten Christian Löwer fordern Sie ja mehr Spielraum!
00:12:18: Gibt's da ... spürt man damals?
00:12:22: Also das wird sich jetzt zeigen.
00:12:23: oder das neue Postgesetz ist in der Vernehmlassung.
00:12:29: sieht vor, dass man auf der einen Seite mehr Spielraum lässt.
00:12:32: In anderen Aspekten wird auch eingeschränkt und da warten wir gespannt was die Rückmeldungen sind zu diesem Vorschlag und das wird sich dann zeigen ob man diesen zusätzlichen Spielraum bekommt.
00:12:41: Aber ich
00:12:42: habe schon das gehört.
00:12:43: oder Sie sind ja verletzt?
00:12:45: Wir haben sicher was gehört, aber wir haben nicht genug gehört um abschließend zu sagen wie die Würfel fallen.
00:12:49: Also da müssen wir wirklich auch abwarten bis die Frist abläuft.
00:12:53: das wird mit der Oktober sollte es ungefähr klar sein wie die Positionen sind und wie die Gemengelage liegt.
00:12:59: Sind sie optimistisch oder so?
00:13:01: Sie wirken jetzt eher ein bisschen zurückhaltend.
00:13:02: also wo dass die Würfl eher so Richtung defensiv fallen oder?
00:13:08: ich glaube wir werden einen Weg finden um eine starke Post für die Zukunft zu bauen.
00:13:14: den werden wir finden.
00:13:15: Ob das jetzt beim ersten Allen aufgelingt, das wird sich zeigen.
00:13:18: Ich hoffe sehr wohl dass wir den Vorschlag voll und ganz unterstützen.
00:13:21: Und ich hoffe, dass es gelingt.
00:13:22: Ich denke da sind auch gemäßigte Vorschläge drin die absolut mehrheitsfähig sind.
00:13:27: von dem habe ich da die Hoffnung aber es ist erst vorbei wenn es vorbei ist.
00:13:30: von dem möchte ich hier nichts vorwegnehmen.
00:13:33: Ich meine, das Kerngeschäft erlebt die totale Disruption.
00:13:35: Das kann man so sagen oder?
00:13:36: Die Post hat in den letzten zehn Jahren wenn ich das richtig recherchiert habe eine Milliarde Briefe verloren und siebzig Millionen Pakete dazu gewonnen.
00:13:45: Die Erosion des Briefgeschäfte geht munter weiter... Wann haben wir eigentlich Sie Ihren letzten Brief geschrieben?
00:13:51: Vor zwanzig Jahren!
00:13:53: Okay, der Chef geht nicht mit gutem Beispiel voran.
00:13:56: Also Fakt ist, das ist ihr größter und permanente Sanierungsfall!
00:13:59: Wann kommt in diesem Briefbereich die nächste Preisehöhung?
00:14:02: Und wie hoch wird sie sein?
00:14:03: Die nächste Preisahöhung kommt zum ersten erstes in den Siebenundzwanzig und da wird ja ein Post von Einszwanziger auf Einsvierzig und die B-Post wird auf Einszehn hochgehen.
00:14:11: Und die Kosten müssen ja auch runter,
00:14:12: oder?
00:14:13: Die Kosten müssen auch runter... Aber
00:14:14: wann werden sich denn die Posts nicht mehr jeden Tag
00:14:16: zustellen?!
00:14:18: Also es ist so, aufgrund des Briefserfers, also de facto verlieren wir jedes Jahr ungefähr fünfundachtzig Millionen und wir müssen diesen Zerfall kompensieren.
00:14:26: Da können wir kompenser mit Wachstumsfeldern, wir können den kompensen mit Preiserhöhungen oder wir können kompensive mit Kostenmaßnahmen.
00:14:33: Und Kostenmaßen haben ja die ersten Wellen dieses Jahr auch ergriffen, in denen wir vor allem bei Zentralfunktionen angesetzt haben, also überall nicht an der Kundenschnittstelle, nicht in der Zustellung, nicht hinter dem Schalter.
00:14:42: Ja, da sind ein paar Stellen abgebaut dazu kommen später noch.
00:14:44: Nicht hinter dem Schulter Und eines Tages werden wir auch über die Grundversorgung sprechen müssen.
00:14:50: Das ist wie oft wird zum Beispiel Briefe zugestellt, das ist nicht eine Frage ob es passiert ist und seine Frage wann es passiert.
00:14:56: Um wann passiert es?
00:14:58: Also gemäß der Vorlage die wir hier haben, postgesetz wird der frühestmögliche Zeitpunkt, dass der Frühstmöglichen Zeitpunkt in diesem Gesetz vorgesehen ist, wird sein zwanzig vierundreißig.
00:15:08: Zwanzigvierundreizig!
00:15:09: Ich gehe
00:15:10: mir davon aus, für jemanden dem mein McKinsey gearbeitet hat sind das ungefähr sechs Jahre zu weit
00:15:17: Ausgedacht, oder?
00:15:18: Also es ist sehr weit rausgedacht.
00:15:20: Absolut!
00:15:20: Es muss auch mehr als weg sein.
00:15:23: Aber Fakt ist und das muss man uns schon sagen...
00:15:25: Sie würden's einfach viel früher einführen,
00:15:27: oder?!
00:15:28: Nicht zwingend weil... Schon heute ist es so dass wir das was die Schweizer Post liefert seit Jahrzehnten so ist weit über den Grundversorgungsverpflichtung Weit darüber.
00:15:37: Wir müssen am Samstag keine Briefe zustellen, wir machen's trotzdem Weil die Bevölkerung das wünscht.
00:15:41: Die könnten deutlich weniger Post viele Jahre haben gemäss Gesetz.
00:15:44: Wir haben sie trotzdem noch offen, weil die Bevölkerung das wünscht.
00:15:48: Also wir haben eine Luxuspost
00:15:49: der Zeit?
00:15:50: Nein es ist nicht so dass die Grundversorgung definiert ein Minimum was gesetzlich notwendig ist und was die Bevölkerungs- und was sich lohnt was sinnvoll ist versuchen wir immer abzuwägen unter Berücksichtungen der verschiedenen Interessen die es halt gibt in der Bevölkerung.
00:16:02: Aber ich meine für Sie als Chef damit ich nochmal darauf herum reiten kann sind ja dann Zeithorizonte.
00:16:11: Das ist schon schwierig da.
00:16:13: Natürlich ist das weit, aber muss man auch klar sein wenn wir morgen schnipsen könnte und es wäre Morgen Realität dann würden wir übermorgen gar nichts ändern.
00:16:21: oder im April haben jetzt zum Beispiel die Qualitätsanforderung massiv runtergenommen also wir könnten deutlich weniger oft pünktlich sein.
00:16:28: Wir haben unsere Pünktlichkeit genau gar nicht geändert.
00:16:31: Das heißt, wir haben mehr Freiraum aber wir nutzen den in diesem konkreten Fall zum Beispiel gar nicht aus.
00:16:34: Und wenn ich diesen Freiraumen morgen hätte, würde ich ihn übermorgen auch nicht ausnutzen.
00:16:39: Das heißt es ist eine Frage ob ich Handlungsspielraum habe oder nicht Aber kurzfristig brauche ich den noch nicht.
00:16:46: Aber natürlich wäre ich...würde ich mich viel komfortabler fühlen, wenn ich ihn hätte.
00:16:49: Wenn's früher
00:16:50: möglich wäre?
00:16:50: Genau.
00:16:51: Apropos Handlungspielraum was ja früher kommt, im Jahr zwanzig da könnten ein paar Filialschließungen im Netz anstehen.
00:17:00: Wie viele von den über sieben Hundert sind es, glaube ich?
00:17:03: Oder eigene Filialen werden verschwinden.
00:17:05: Also wir werden bis Ende achtundzwanzig auf gut sechshundert gehen.
00:17:08: Daher muss man sagen wenn wir reduzieren dann wandeln wir immer um also im Partnerfilial an.
00:17:12: bei jedem Dorf zum Beispiel ist das ein Volk zum Teil sind andere Partner.
00:17:15: Wir haben über die letzten Jahre konstant zweitausend besetzte Präsenzpunkte gehalten also zwei tausend Orte wo jemand bediente Poststelle sozusagen entweder beim Partner oder selber und das werden wir bis Ende achten zwanzig auch so beigehalten wenngleich wir noch mal knapp runter reduzieren, ob man auf die Sechs Hundert runterzukommen.
00:17:34: Aber bei sechs Hundert ist ja nicht Schluss?
00:17:36: Da geht es dann weiter oder?
00:17:37: Haben wir wirklich noch nicht definiert.
00:17:39: Wir sind hier dabei nochmal den Ansatz zu verändern.
00:17:44: wie wir diese Poststellen betreiben wollen und wie es weitergeht wird auch davon abhängen wie gut es uns gelingt mehr Eigenwirtschaftlichkeit aus den Standorten zu bringen, die wir schon haben.
00:17:55: Da haben sie dann sicher Prognosen, Worst Case, Best Case etc.
00:17:59: Also je nach dem Fall nochmal hundert oder dreihundert weg oder?
00:18:02: Je nachdem wie es läuft!
00:18:04: Je nachdem wie es ist,
00:18:05: ich
00:18:06: würde nichts ausschließen.
00:18:07: Wie gesagt, Sie haben schon gesagt die Eigenrentabilität der Filian wollen sie steigen weil das annehmen des Briefes kostet mehr als die draufgeklebte Marke oder so.
00:18:15: ein schöner Satz von Ihnen?
00:18:17: Sie verzeichnen hohe Kundenfrequenzen in diesem Netz aber sie betreiben es wie so einen riesigem gemischt Warenladen oder sie verkaufen gehäkelter Tierchen.
00:18:25: diese glaube ich selber kaufen sogar arbeiten mit Partner zusammen von den viele schon wieder aufgegeben haben.
00:18:31: sie geben der Postfinance mehr Platz
00:18:33: etc.,
00:18:33: etc.
00:18:34: Was genau hat denn nun wirklich eine Chance auf Erfolg in diesen Filialen?
00:18:39: Also was wir machen werden, wir werden den Hickeltierchen rausnehmen...
00:18:43: Die nehmen sie raus!
00:18:44: Das ist aber hart
00:18:44: für Sie und das sind doch Stammkunde in dem Segment habe ich gehört.
00:18:48: Ich hab die Sammlung komplett vernehmert von dem er ist jetzt gut... Okay
00:18:50: es sind durch, okay dann ist's gut.
00:18:53: Aber wir also Spaß haben ein Zeit, dass wir das Sortiment, das wir dort führen deutlich reduzieren Und wir werden uns Service-orientierte hochwertige Produkte fokussieren.
00:19:05: Also, was sind hochwertigen Produkte?
00:19:07: Unsere Banken sind Telekom Dienstleistungen und Versicherungsdienstleistung.
00:19:11: Das sind Beratungsintensive Produkte.
00:19:13: Also PostFinance gibt es das Mobil-Abo...
00:19:17: PostFinances, PostMobile oder Versicherungsprodukte.
00:19:23: Dort werden wir den Fokus legen.
00:19:24: Das ist Produkte die sehr, sehr werthaltig sind die aber auch ein gewisses Vertrauen und Beratungsintensität mit sich bringen.
00:19:31: Und das können wir bieten an unseren Standorten, um – wir wollen darauf fokussieren!
00:19:35: Und so versprechen wir uns eine höhere Wirtschaftlichkeit.
00:19:40: Und sehen Sie schon, dass dieser Fokus PostFinance, der was bringt in den Filial?
00:19:45: Ja also wieso sind wir diesen Weg gegangen?
00:19:47: Wir sind diesem Weg gegangen weil wir seit Anfang ja Pilot-Tests machen am einzelnen Filial.
00:19:52: Also wenn sie hier in
00:19:53: Zürich...
00:19:54: Wenn Sie zum Beispiel einen Seelpost gehen sollten Sie zumindest theoretisch schon ein Postfinanz-Mitarbeiter angesprochen werden.
00:20:01: Und diese Pilote haben gezeigt, dass sehr wohl ein signifikantes Potenzial da ist, welches heute noch brach liegt und da wollen wir uns darauf fokussieren und wie sehr das es uns gelingt von diesem Pilotsetup in die Breite.
00:20:14: Das mitzunehmen, das wird sich zeigen.
00:20:16: Ich glaube es ist immer einfacher im Pilot-Setup gute Resultate zu erzielen wenn man's dann skaliert jetzt plötzlich kommt neue Herausforderungen von dem wir einen Schritt nach dem anderen machen.
00:20:24: Ist
00:20:24: nicht das Angebot vom Finanzdienstleistung und den Filialen ein bisschen eine Steinzeitstrategie?
00:20:29: Weil die Banken machen ja genau das Gegenteil Die schließen die Filialem Es gibt Onlinebanking Es gibt verschiedene Finanzapps.
00:20:37: Warum sollte ausgerechnet Postfinanz die Zukunft der Filiale sichern?
00:20:42: Also die Postfinance, wie gesagt gehört ja uns Schweizerinnen und Schweizern.
00:20:45: Unsere Bank ist also naheliegend... Das heißt noch
00:20:48: lange nicht dass die Schweizer da hingehen?
00:20:50: Ja gut aber wir sind nach Anzahl Kontis mit der Drehgrößte Bank der Schweiz.
00:20:53: Es gehen viele, kann ich Ihnen auch raten.
00:20:54: Wir haben gute fantastische Angebote.
00:20:57: Gehen viele SchweizerInnen dahin weil sie der Bank vertrauen.
00:21:00: Und wieso vertrauen Sie der Bank?
00:21:02: A. Weil ein sehr stabiler Eigner hinter ist, der nicht spekuliert und B. Weil wir nahe bei den Kunden sind.
00:21:07: Wir sind mit unseren zweitausend Kontaktpunkten extrem nahe an unseren Kundinnen und Kunden.
00:21:12: Und diese Präsenz, diese Nähe hat einen sehr hohen Wert.
00:21:14: auch wenn ich online Banking nutze weiß ich zu schätzen dass sich hier um die Ecke beim Volk Bargeld abheben kann von meinem Konto wenn ich das denn möchte obwohl ich gar kein Bargeld nutze aber ich könnte wenn ich es bräuchte.
00:21:26: Also ist ein bisschen das Reifeisenbank-Rezept Die sind auch an jeder Ecke haben wir ein großes Netz also neue Volksnähe.
00:21:34: Ja, ich würde sagen wir sind noch deutlich näher mit den zweitausend Punkten.
00:21:37: Das macht uns so schnell keiner nachher anstehend.
00:21:38: Ich
00:21:39: meine das klingt jetzt alles sehr positiv und die Postfinanz auf die setzen sie.
00:21:44: aber genau genommen ist die Post ja ein Finanzinstitut mit angeschlossenem Sanierungsfall oder?
00:21:50: Von ihrem Betriebsergebnis von über dreihundert Millionen Franken liefert die PostFinanz grob gesagt fast alles.
00:21:57: Ein Klumpenrisiko wie aus dem Lehrbuch.
00:22:01: Muss ich total widersprechen?
00:22:02: Da
00:22:02: bin ich jetzt abgespannt.
00:22:03: Also erstens, die Post ist mit immer von dieser, oh sie wird von der Digitalisierung zerstört, Buhu!
00:22:10: Der Brief geht weg, natürlich geht der Brief weg.
00:22:12: Das ist eine Frage der Zeit das wir passieren aber die Post macht einer der großartigsten Erfindungen der letzten Jahrzehnte erst möglich e-commerce oder online Shopping.
00:22:20: Bin nicht ein großer Fan.
00:22:21: Vier von fünf Paketen werden von uns transportiert, das heißt Online-Shopping ist nach wie vor am Wachsen.
00:22:26: Wir haben hier in der Schweiz halb so viele Pakete pro Kopf – etwa England oder die USA.
00:22:31: Das heißt es ist sehr wohl davon auszugehen dass dieses Volumen weiterhin steigen wird und der Zeitpunkt wo wir mehr gewinnen mit Paketwachstum als mit Briefverlust.
00:22:41: Der ist nicht ein Hundertjahr, der ist nicht morgen aber das ist auch nicht unendlich weit entfernt.
00:22:46: Was für uns wichtig ist dass wir im Paketgeschäft die unangefochtene Nummer eins bleiben.
00:22:50: dafür müssen auf Qualität setzen.
00:22:52: da müssen wir weiter investieren um die Position zu halten die wir heute haben.
00:22:56: Aber dann hat die Post sehr wohl eine.
00:23:01: Wir müssen einfach die Nummer Eins Position erfolgreich weiterhin verteidigen, wie wir das bisher auch gemacht haben.
00:23:07: Das klingt super!
00:23:08: Aber die Zahlen sind ja gnadenlos oder?
00:23:10: Das muss ich Ihnen als mein Kind Sie mal nicht erklären.
00:23:13: Ihr Betriebsergebnis ist im Jahr zwanzig war bei dreihundertzwanzig irgendwo.
00:23:18: Das von PostFinance bei knapp dreihundert nochmal klumpen Risiko wie aus dem Lehrbuch wenn ihr PostFinances wegbricht, sind sie tot.
00:23:27: Das zitiere ich gerne meinen Logistikchef, den man sagt ja die Post ohne Postfinance macht fast kein Gewinn.
00:23:33: Aber die Post und das Logistikkeschäft macht auch fast keinen Gewinn.
00:23:36: als eine Frage welchen Teil sie gerade abschneiden.
00:23:38: wir haben verschiedene Sparten Die Gewinnerwirtschaften und der logistikbereich ist ein ähnlicher Größenordnung wie die Bank.
00:23:45: Okay Ich bleibe noch mal dran.
00:23:47: Nur Postfinanz sichert die Dividende des Bundes, oder?
00:23:50: Mit dem Verkauf ihrer Fünfzig Prozent an der Finanzerb-U im letzten Jahr mussten sie für diese Dividenden sogar noch das Familiensilber verschärbern.
00:24:00: Dem ist bei Weitem nicht so.
00:24:02: Was wir verkauft haben – das war ein rein strategischer Entscheid aus strategischen Überlebungen und dass wir dann mit der zusätzlichen Liquidität auch einen Teil der Dividend finanziert haben.
00:24:12: Das waren die logische Konsequenzen...
00:24:13: Warum verkauft man die Zukunft?
00:24:15: Es war nicht die Zukunft, es waren kleine Minderheitsanteile.
00:24:20: Sie
00:24:21: meinen jetzt bei U?
00:24:22: Bei U war das relativ einfach oder U hatte strategisch gesehen eher eine internationale Perspektive, die nichts zu unserem eigenen strategischen Ziel gepasst hat.
00:24:32: Ich bleibe immer noch bei PostFinance, sie können sich's denken ich muss mich ein bisschen darauf rumreiten weil... Ich hab mir einmal angeguckt was ist die Ertragsfantasie für die PostFinances?
00:24:43: Das Kreditvergabeverbot besteht weiterhin und wird auch, glaube ich, immer bestehen.
00:24:49: Die Lobby der restlichen Banken ist zu stark.
00:24:52: Geh ich da recht in die Annahme?
00:24:55: Diese Annahmen würde ich so nicht unterschreiben.
00:24:56: Nicht!
00:24:58: Es passieren viele Dinge, von denen man denkt dass sie unmöglich sind.
00:25:01: Also Fakt ist...
00:25:03: Dann können Sie es hier gleich sagen das wäre ja der ultimative Primer.
00:25:06: oder jetzt die Post-Baltkredite an den
00:25:07: Kopf.
00:25:07: Nein, wir haben gesagt nie.
00:25:10: Zwischen Nie
00:25:11: und heute gibt's noch was vorzunehmen.
00:25:12: Wir hören dir, dass ich nie sage ist hoch.
00:25:15: Aber sagen wir mal, in zeitnah zu einer Zukunft wird das nicht passieren.
00:25:20: Sie werden nicht ins Kreditgeschäft einsteigen.
00:25:22: Ich meine ich glaube der Chef und Boss von uns hat einmal gesagt eigentlich wäre es toll wenn wir Firmenkredite anbieten würden weil die Krediswisse ist ja weg.
00:25:28: aber das sind reine Fantasien bis jetzt oder?
00:25:32: Also bei den Firmen-Krediten... findet sehr wohl ein aktiver Dialog statt.
00:25:35: Da geht es wirklich um KAMU-Kredite, ich meine Fakt ist eine Bank die der Schweiz gehört.
00:25:41: PostFinance sind drei Trittmeisten Kunden also wirklich viele, viele Kunden in Kunden und an Teil dieses Geldes muss weil wir es verbieten hier anzulegen müssen das im Ausland anlegen.
00:25:52: Und natürlich wäre es für den Wirtschaftsplatz Schweiz sinnvoll wenn wir dieses Schweizergeld nutzen könnten und die Schweizer Wirtschaft zu stützen.
00:25:59: wenn wir mehr Angebot hätten wird das Angebot attraktiver.
00:26:02: Finanzierung wird einfacher, sehr gut für den Wirtschaftsstandort
00:26:05: Schweiz.".
00:26:06: Und wie weit sind Sie denn in diesem Dialog?
00:26:08: Da gibt es verschiedene Verbände die sich auch in diesem Sinne stark gemacht haben und dazu geäußert haben und da findet ein Dialog im Parlament statt ob man diesen Weg gehen möchte oder nicht.
00:26:17: aber es gibt viele Befürworter die zu Recht sagen eigentlich macht es keinen Sinn dass wir dieses Schweizer Geld per Gesetz ins Ausland drängen.
00:26:25: Wir können das auch hier brauchen.
00:26:27: Und was sehen Sie für ein Zeithorizont?
00:26:28: Das klingt ja so'n bisschen vielversprechend.
00:26:33: Ich hoffe, ich hoffe es!
00:26:37: Wir rechnen damit, dass wir in den nächsten sechs Monaten zumindest eine Klarheit haben werden, in welche Richtung die Reise geht.
00:26:48: Aktuell kann ich das wirklich nicht sagen ob das eine Chance auf Erfolg hat oder nicht.
00:26:53: Also
00:26:53: in welcher Richtung bedeutet das vielleicht?
00:26:54: zum Grundsatz Kann man sich ja und gucken genau.
00:26:59: Ja, also ein Grundsatzentscheid um aktiv weiterverfolgen wird auf Seite des Parlaments.
00:27:06: Wir sind gleich zurück.
00:27:09: Wenn Lichterketten historische Gassen vergolden Und der Duft von Zimt durch Europas Städte zieht beginnt die schönste Zeit vom Jahr.
00:27:17: Mit Wernbold reisen sie im Königsklasse Luxusbus Entspannt zu den schönsten Weihnachtsmärkten Ob mit der besten Freundin, zu zweit oder allein Ihr Adventsmärchen wartet.
00:27:35: Was ich erfinde, was noch viel gefährlicher für Sie werden könnte im Bereich PostFinance ist der britische Kunden- und Kreditkartenanbieter Revolut.
00:27:42: Mit der ja Postfinance auf technisch ehebe Zusammenarbeit.
00:27:46: Die Briten haben über eine Million Schweizer Kunden und wollen jetzt richtig in den Schweizer Markt einsteigen.
00:27:51: Haben wir eine Banklizenz beantragt?
00:27:54: Wie trifft sie das?
00:27:56: Oder wie sehen Sie das?
00:27:57: Nehmen wir natürlich sehr ernst.
00:27:59: Es ist ein großer, erfolgreicher Anbieter der sich stärker positionieren will im Schweizer Markt.
00:28:03: Wir denken nach wie vor dass wir ein sehr starkes Produkt haben auch mit unseren Anlagelösungen die immer wieder Preise gewinnen wo wir zum Beispiel das neue Geld verdoppelt haben im ersten halben Jahr dieses Jahres und von dem her sind wir zuversichtlich auch hier im Bewerb reussieren zu können Und wir nehmen das sehr ernst und werden reagieren wie es die Situation bedarf.
00:28:25: Aber es ist ja schon jetzt klar, man wird Kunden verlieren an Revolut.
00:28:31: Weil sie sind unheimlich stark.
00:28:33: In kürzester Zeit haben Sie Kunden aufgebaut in der Schweiz ohne Bankvertretung hier.
00:28:37: Jetzt kriegen Sie die Banklizenz werden Sie kriegen in den nächsten Monaten.
00:28:41: Sie werden glaube ich Hundertfünfzig Millionen investieren.
00:28:44: Da wird schon Druck auf Sie kommen oder?
00:28:46: Da wird schon Druck kommen.
00:28:47: Die Frage ist, wie viele Kunde und Kunden, die jetzt Revolute überhaupt wissen, dass sie keine Banklizenz haben?
00:28:53: Und ob man das als Kunde überhaupt merkt... Wenn man sich nicht mit der Materie befasst ... Ich haute mich hier, ich habe sowohl ein Post-Finance als auch eine Revolutkarte.
00:29:00: Das sind Sie schon
00:29:01: bei der Konkurrenz?
00:29:02: Okay!
00:29:03: Man muss ja immer ein bisschen schauen was die Konkurrents macht.
00:29:05: Und das ist auf's Kundenperspektive nicht evident je nachdem welche Produkte man nutzt.
00:29:11: aber sobald man gewisse Produkte hat benutzen möchte oder gewisse Bedürfnisse hat, die über wirklich das Minimale hinausgehen.
00:29:19: Dann gehe ich zur Bank und dann gehe ich nicht mehr zu Revolut.
00:29:22: Gut vielleicht gehen die Leute auch zur Revolut weil bei PostFinance die Kunden ja jetzt regelmäßig null Franken auf dem Konto haben, dann dürfte die Konkurrenz bald mehr Zulauf bekommen?
00:29:32: Haben sie so ein Pan eigentlich im Griff oder ist es eine Ausnahme?
00:29:35: Das ist eine absolute Ausnahme!
00:29:37: Ich
00:29:38: frage Sie dann in einem Jahr wieder.
00:29:39: Das ist ne absolute Ausnahme?
00:29:40: sehr unglücklich Ja.
00:29:42: Wie viele Kunden hat das betroffen?
00:29:45: Die genaue Zahl ...
00:29:46: Wissen Sie garantiert,
00:29:48: werde ich hier nicht sagen.
00:29:49: Werden
00:29:49: Sie nicht sagen, gut!
00:29:50: Das ist ehrlich oder?
00:29:51: Aber Sie wissen es geht um hunderttausende nehme ich an, oder?
00:29:54: Es sind einige Kunden die's betroffen haben und dabei würde ich sie mal belassen.
00:29:58: Einige, das ist glaube ich eine maßlose Untertreibung.
00:30:02: Das Bankgeschäft liegt in Yasum-.
00:30:05: Sie möchten doch
00:30:06: noch die Zahl sagen.
00:30:07: Ich möchte nicht die Zahl, aber ich werde trotzdem mal festhalten das war ein Anzeigefehler.
00:30:11: Da wurde kein einziger Rappen irgendwo falsch verschoben oder verloren oder was ich weiß.
00:30:16: es ist wirklich ein Displayfehler der zu diesem Irrtum geführt hat.
00:30:20: da kam wo den niemand beschädigt wenngleich dass natürlich unangenehm ist wenn wir da etwas falsches anzeigen und nicht unserem Qualitätsanspruch sprechen.
00:30:26: Also ich stelle mir vor wenn ich bei meinem Bankage Online Banking reingehe und da steht Null Null habe ich einen kleinen Also vielleicht nicht gerade ein Herzenfakt, aber
00:30:35: kleine
00:30:36: Stressmoment.
00:30:37: Ich glaube nicht dass das jetzt eine tolle Werbung für ihre Postfinanz ist.
00:30:41: Aber Sie werden das sicher genau beobachten weil das Bankgeschäft liegt Ihnen ja so ein bisschen in den Genen.
00:30:46: Ihr Vater war Banker in London und Singapore.
00:30:50: Sie haben dagegen Elektrotechnik an der ETH studiert?
00:30:53: Die Welt des Geldes hat sie nie interessiert.
00:30:55: oder wollten sie einfach das Gegenteil vom Papa machen?
00:30:59: Also für mich war eigentlich... also studientechnisch war für mich klar, ich möchte Elektrotechnik machen.
00:31:05: Ich habe dann fairerweise aber schon als auch gegen Ende des Studiums realisiert, dass ich nicht aus Engineer arbeiten möchte.
00:31:13: und wie das halt so ist, wenn man doch nicht engineer sein möchte, dann geht man in die Beratung weil die nehmen einem auch aus Engineer und da bin ich in der Beratungen gelandet.
00:31:22: Okay!
00:31:22: Aber Banking wollten sie nie machen?
00:31:24: In der Welt ihres Vaters?
00:31:25: Nein, nein.
00:31:26: Das hat mich nie...
00:31:27: War zu nie gereizt.
00:31:29: Es hat mich nie wirklich gereizt, nein.
00:31:31: Wie war es eigentlich als Teenager in Singapur zu leben?
00:31:35: Fantastisch!
00:31:36: Fantastische!
00:31:37: Also so
00:31:37: die Dauerpartie mit den Expat-Kids.
00:31:40: Das ist natürlich ein bisschen der Expatbubble, in dem man da lebt.
00:31:47: Aber wie soll ich sagen... Ich glaube das war viel einfacher nach Singapurt zu ziehen als zurück in die Schweiz.
00:31:56: Alle anderen Kids waren auch mal fremd und wissen wie
00:31:58: sie sind.
00:31:59: Genau, dann wird man schnell integriert.
00:32:01: Wenn man in die Schweiz kommt das war viel schwieriger weil alle kennen sich schon aus dem Kindergarten.
00:32:06: es ist viel viel schwieriger neue Kontakte zu knüpfen etc.
00:32:10: auch aus Schweizer, also die Ausländer beklagen sich ja oft.
00:32:13: aber selbst als Schweizer wenn man zurückkommt muss ich auch sagen ist wirklich das erste Jahr war nicht so einfach.
00:32:17: Ja
00:32:17: es sind harte Nüsse die Schweizer das ist richtig.
00:32:20: Aber wie muss ich mir das vorstellen?
00:32:22: in Singapur?
00:32:23: X-Pad Kids alle aus reichen Familien waren sie ein typisches Rich Kid dass den Verhaltenscode der globalen Oberschicht also dem das Boss gehen schon früh mitbekommen.
00:32:34: Nein, was meine Eltern ... Sie haben beide eine Lehre gemacht.
00:32:40: Es ist nicht so, dass ich Peter aus ...
00:32:46: Aber als Banker in Singapur?
00:32:48: In Singapurt war das Haus sehr nett.
00:32:55: Wir haben da sehr gut gelebt, aber es war ... Ja!
00:32:58: Das war in Singapore immer sehr gut gelebt.
00:33:02: Aber Sie würden jetzt nicht sagen, dass sie ein Oberschicht sind.
00:33:04: Also so eine Rich-Kid sind?
00:33:05: Nein das würde ich
00:33:07: nicht sagen.
00:33:07: Nach Singapore ging es zurück nach Luzern.
00:33:09: Sie haben schon gesagt da wurden sie geerdet.
00:33:13: Ein ziemlicher Kulturschock oder?
00:33:14: Aber vorsichtig was Sie jetzt sagen!
00:33:15: Ich bin ein glühender Luzerner Lokalpatriot.
00:33:18: Sehr schön.
00:33:19: Ja doch das war schon ein Kultureschock absolut.
00:33:23: War definitiv anders.
00:33:24: Sind Sie
00:33:25: dann aber ins Gymnasium gegangen
00:33:26: oder wie?
00:33:27: Und da waren sie einfach alleine auf dem Pausenplatz und konnten ein bisschen vor sich hinrauchen.
00:33:32: Ganz allein war ich dann nicht, aber es brauchte schon einige Zeit bis ich mich sozial integriert fühlte.
00:33:40: Ich meine Sie haben hundert Länderbereich glaube ich wenn ich richtig gezählt habe, haben unter anderem für mein Kind sind zwanzig Länder gearbeitet.
00:33:47: Dagegen ist Postchef ja jetzt nicht der Olymp des kosmopolitischen.
00:33:51: Kommt Ihnen das Berner Staatsbetrieb leben manchmal so ein bisschen provinziell vor?
00:33:56: Nein, eigentlich gar nicht.
00:33:57: Also gar nicht im Gegenteil.
00:33:59: Ich glaube es ist wirklich eine andere Welt und ich mag das extrem neue Dinge kennenzulernen, neue Erfahrungen zu machen.
00:34:07: Und ich lerne extrem viel auch in diesen Kontakten diese Interaktion wie die Schweiz funktioniert Wie Bern funktioniert?
00:34:14: Von dem her finde ich das absolut bereichernd.
00:34:16: und noch die Tatsache dass sich nicht die ganze Zeit den Flieger um die Welt reise ist jetzt nicht unbedingt Ein Defizit der Aufgabe, die ich aktuell habe.
00:34:23: Okay
00:34:24: Sie vermissen also das Kosmopolitische nicht mal.
00:34:26: vielleicht entdeckt man ja im Alter in Bern auch den Reiz der totalen Entschleunigung.
00:34:31: Ich meine apropos mein Kind sieht da waren sie ja zum Schluss Partner und Leiter des Digitalgeschäfts
00:34:36: in der
00:34:36: Schweiz.
00:34:37: Wie viel ist eigentlich dran am Klischee vom beinharten Mackey?
00:34:43: Ich glaube wir werden sehr viele Klischees verbreitet und da ist an den extrem wenig Wahres daran.
00:34:50: Extrem wenig war das.
00:34:52: Total überschätzt das Ganze!
00:34:54: Ich glaube, ich hatte genau das gleiche Bild.
00:34:58: Ich mache Beratung für zwei Jahre und dann such' ich mir einen richtigen Job... ...und ich habe auch dieses Bild vom geldbesessenen, elbögelnden Berater der alles tut für den Erfolg.
00:35:13: Zwei Jahre mache ich das, um eine Branche zu finden die mir gefällt und dann mache ich was anderes.
00:35:18: Und dann war plötzlich alle nicht dort oder wie?
00:35:20: Dann war ich total überrascht weil da waren tatsächlich sehr viele nette Leute und ich habe auch heute noch viele Freunde, die ich aus dieser Zeit kenne.
00:35:27: Ich habe extrem viele wirklich fantastische Leute kennengelernt und das Bild welches in der Allgemeinheit korporiert wird entspricht meiner Sache ist wirklich nicht der Wahrheit.
00:35:38: Aber ich bin ja sub-Sender total unglaubwürdig, wenn ich das sage.
00:35:41: Weil ich selber da war.
00:35:42: Das
00:35:42: stimmt ein bisschen!
00:35:42: Sie sind leicht Bayerist.
00:35:44: Lernt man denn bei McKinsey den Roticon-Schnitt?
00:35:47: Dass man einfach bei gewissen Sachen auch nicht lange zuguckt sondern sagt okay jetzt müssen wir durchgreifen?
00:35:56: Ich glaube dieses Bild oder dass normalen Leute gehen rein und dann kommen sie alle als Roboter raus... Es ist total naiv.
00:36:05: natürlich funktioniert es nicht so.
00:36:08: Ich glaube Beratungen haben den Vorteil, dass sie relativ selektiv sein können wer reinkommt.
00:36:13: Dann nimmt man diese Leute, man setzt die in Situationen, die durchaus extrem herausfordernd sind und auch sehr viel Druck hat und in diesen Situationen lernt man sehr viel.
00:36:22: Und was man lernt?
00:36:24: Das hängt wahrscheinlich mehr von der Situation und einem selber ab, also jetzt vom Arbeitgeber oder für wen ich arbeite.
00:36:29: Also es wird
00:36:30: kein Mindset ein bisschen vorgegeben?
00:36:32: Nein, da gibt's keine Bedienungsanleitung was man zu tun hat... Die berühmte
00:36:36: zehn Prozent!
00:36:37: Du gehst einfach mal ins Unternehmen rein und
00:36:38: kürzt dann auf das Sinn.
00:36:40: Das
00:36:41: ist Unsinn.
00:36:41: Gut aber die Fähigkeit zum radikalen Schnitt haben Sie die?
00:36:45: Ja, würde ich schon sagen.
00:36:46: Würden Sie
00:36:46: schon sagen!
00:36:47: Gut, die brauchen sie ja auch unbedingt oder?
00:36:48: Weil im Digitalgeschäft der Post können sie das beweisen.
00:36:52: Ihr Vorgänger hat ein Sammelsurium zusammengekauft aus Cybersecurity, Werbedienstleistung und was weiß ich noch dass in den letzten fünf Jahren über dreihundert Millionen Verlust produzierte.
00:37:04: kurz Ich glaube man kann es sagen Es ist ein Desaster.
00:37:07: Der Bundesrat will in absehbarer Zeit eine Lösung sehen.
00:37:11: Wie sieht's ihr aus?
00:37:13: Also, es sind die drei Hundert Millionen.
00:37:15: Ich bin gespannt wie sie auf dir gekommen sind.
00:37:16: Es ist eine abenteuerliche Rechnung?
00:37:18: Nein!
00:37:18: Wir haben das ganz einfach fünf Jahre zusammengezählt.
00:37:21: Kommuliert.
00:37:23: Okay...
00:37:24: Der letzte Wert ... der letzten Wert war, glaube ich, bei den Fünfzig
00:37:26: Sekunden.
00:37:27: Sie nehmen mir einfach die sparte digitale Dienstleistung.
00:37:29: Ja genau.
00:37:31: Aber dann verstanden wir, woher die Zahl kommt.
00:37:32: Nein nein, ich habe richtig gerechnet.
00:37:35: Aber da ist zum Beispiel die Werbung nicht drin.
00:37:36: Aber gut.
00:37:38: Lass mal so stehen.
00:37:39: Fakt ist was werden wir tun?
00:37:41: Also was wir tun werden, wir müssen zum Teil wachsen um die Eigenwirtschaft zu erwarten.
00:37:48: Die Grundversorgung subventionieren wir jedes Jahr mit etwa dreihundert Millionen.
00:37:53: Das machen wir selber und diese dreihundert Millionen müssen irgendwo verdient sein.
00:37:56: deswegen sind wir auch darauf angewiesen dass wir in gewissen Geschäftsbereichen wachsen.
00:38:00: Punkt jetzt Was wir in der Zukunft machen, wollen wir fokussiert wachsen.
00:38:05: Wir werden sehr zurückhaltend sein wenn es darum geht neue Firmen zu kaufen und wenn es daran geht neue Geschäftsfelder zu erschließen.
00:38:11: Und wir werden versuchen dort wo wir präsent sind diese Geschäftsfelder möglich erfolgreich zu machen.
00:38:17: Ich nehme jetzt ein Beispiel.
00:38:18: oder wenn Sie auch die Minus-Fünfzig nehmen, diese Minus Fünfzig pro Jahr das ist mit überwiegenden Mehrheit ist das der digitale Servicepublic.
00:38:27: Das ist digitaler Servicepublik, das ist das Patienten dossier.
00:38:31: Patientenlos hier sind wir raus.
00:38:34: E-Voting, da hängen wir am Tempo der Kantone.
00:38:37: Solange nicht genügend Kantone E-voting aktiviert haben ist dieses Geschäft negativ.
00:38:41: Ist ja auch kein Wunder!
00:38:42: Es gab ein paar Pannen oder?
00:38:46: Ein einziger Panne auf Menschen... Also was nichts mit dem System zu tun hatte aber Null.
00:38:52: Das hat nichts mit diesem System zu machen.
00:38:54: Das war ein menschlicher Fehler der dazu einer Panne geführt hat.
00:38:58: Menschlicher Fehler passieren auch bei Briefwahlen.
00:38:59: Das sind vielleicht einfach nicht immer in der Zeitung.
00:39:05: Und das dritte beim Digitalen Service Püblich, der digitale Brief.
00:39:10: Da sind wir im Aufbau oder wir haben da ein sehr großes Wachstum und wir sehen dem Aufbau.
00:39:14: Wenn man eine digitale Kommunikationsplattform für das Land baut ist es normal dass man auch anfangs Verlust macht.
00:39:19: Dieser digitale Servicepüblig, das ist ein Löwenanteil von den Verlussgeschäften.
00:39:24: Die anderen Geschäftsparten sind plus, minus auf einer schwarzen Null.
00:39:28: Aber eine schwarze Null kann ja nicht ihr Ziel sein!
00:39:30: Was konkret werden Sie wann verkaufen oder abwickeln aus diesem digitalen Bereich?
00:39:36: Also grundsätzlich wie das ist wenn man ein Portfolio wird.
00:39:39: zu jedem Jahr werden wir sämtliche Assets anschauen.
00:39:42: was ist die Weiterentwicklung?
00:39:43: wo wollen wir weiter investieren wie viel das ist die strategische Ausrichtung und wie dass es bei jeden Geschäften immer tätig ist muss man sich immer die Frage stellen Ob man der richtige Eigentümer ist, aktuell mit dem was wir haben, damit das Gefühl dass wir die richtige Eientümer sind.
00:39:57: und wenn wir da zu einem Umdenken kommen werden wir entsprechend agieren und dann auch entsprechend kommunizieren.
00:40:03: Aber bis zu den Punkt werden wir darauf versetzen... Sie
00:40:06: sagen heute alles was ihr Vorgänger zugekauft hat war ein super Kauf!
00:40:13: Ich glaube, ich werde die Käufe der Vergangenheit nicht kommentieren.
00:40:16: Ich war damals nicht da, ich kann den Kontext nicht... Aber
00:40:18: wenn Sie heute sagen, sie sind der richtige Besitzer dann auch ein richtiger Gau?
00:40:21: Ich kann beurteilen was wir heute haben und ob wir heute an die verschiedenen Assets festhalten oder nicht.
00:40:28: Und aktuell halten wir diesen Assets Fest, die wir haben.
00:40:32: Beim EPD haben wir gesagt, wir machen einen Ausstieg Und wie das in Zukunft sich weiterentwickelt, wird es sich zeigen.
00:40:37: Aber aktuell werden wir an dem festhalten was wir haben.
00:40:40: Der Vorwurf von Sie ist ja dass vieles keine Postaufgabe sei oder private Konkurrenten von Ihren jeweiligen Digitalbeteiligungen attackieren sie hart?
00:40:49: Die Politik ist teilweise auch schon tätig geworden Es sei ein unfair Webbewerb der Staat müsse sich raushalten.
00:40:55: Was antworten Sie denn?
00:40:57: Ich gebe ein Beispiel war diese Woche In Dänemark um mal zu sehen wie dort die Post funktioniert.
00:41:01: Dänmark ist das liberalste Postland Europas komplett liberalisiert.
00:41:07: In Dänemark haben wir auch die digitale Post gebaut, komplett privatwirtschaftlich mit Ausschreibungen etc.
00:41:12: Er hat alles hochgefahren.
00:41:14: Irgendwann hat er stark gemerkt Ups!
00:41:16: Wir können ja nicht die ganze digitale Kommunikation der Bevölkerung und der Private Equity Firma überlassen.
00:41:22: Eigentlich funktioniert das gar nicht.
00:41:24: Wir müssen das Ganze eigentlich selber besitzen und haben parallel dann ihre eigene Lösung aufgebaut.
00:41:28: Das heißt sie haben A doppelt bezahlt für das Gleiche, haben jetzt eine total fragmentierte Landschaft.
00:41:34: Ich hoffe, dass uns sowas nicht passiert und da macht es Sinn das die Post in so ein Geschäftsfeld investiert.
00:41:39: Das ist ein natürliches Staatsmonopol, dass der Staat eine Interesse hat digital sicher mit der Bevölkerung zu kommunizieren versteht sich von selbst.
00:41:46: Dass der Staat sagt, das ist so wichtig... Aber
00:41:48: eine Cyber Security Lösung ist da keine Aufgabe der Post?
00:41:53: Zum
00:41:54: Beispiel!
00:41:55: Wenn wir sichere Kommunikation haben wollen müssen wir gewisse Kompetenzen haben um diese sichere.
00:42:01: Ich
00:42:01: sehe schon.
00:42:02: Es ist einfach alles eine Definitionsfrage und man streitet sich dann um die Definitionsfragen, was gehört zu Post?
00:42:08: Was nicht!
00:42:09: Aber ich glaube die Stimmen werden nicht leiser.
00:42:12: Die Kritik an ihnen bleibt aber weil mit ihrer Kernaufgabe hat einiges nichts zu tun.
00:42:19: sie haben ihre andere Meinung und sie sagen ja auch Sie sind im Markt unterwegs Aber sie sind ja auch mit einer faktischen Staatsgarantie unterwegs.
00:42:27: Ist das nicht unfair gegenüber den privaten Anbieten?
00:42:31: Also erstens haben wir keine Staatsgaranien im Gegensatz zu anderen Banken.
00:42:36: Ja gut, faktisch haben Sie schon eine Staatsgaranti mit dem Staat aus hundertprozentigen Besitz.
00:42:39: Faktisch haben wir sie zurückgegeben.
00:42:42: Also gemäß der Definition haben wir Sie nicht... Das ist Ihre Definition.
00:42:45: aber mit der objektiven Existieren-Definition haben Wir Sie nicht im Gegendsatz zu gewissen Kantonalbanken.
00:42:50: Das ist richtig!
00:42:51: Aber der Staat wird sich ja nicht pleite gehen lassen.
00:42:53: also
00:42:53: Das sagen Sie?
00:42:55: Ja, da mache ich jetzt hier die Wette.
00:42:56: Also man weiß ja richtig sagen Post gehört uns allen alle brauchen wir Die post oder vielleicht brauchen wir es in Zukunft immer noch würde schon sagen sie haben eine artnisstaatsgarantie.
00:43:06: Aber dann kein wunder dass die kritik aufkommt von den privaten Unternehmen.
00:43:09: aber diese diese kritik die ist total.
00:43:13: also wenn also Ich bin immer wieder erstaunt das dieser kritik vom liberalen flügel kommt Weil wenn das so wäre, dann wäre die Sowjetunion unglaublich erfolgreich gewesen.
00:43:22: Ich habe ganz viele Industrien mit Staatsgarantien in die Welt gesetzt!
00:43:26: Und das ging nicht so gut, dass ich letztes Mal nachgeschaut habe.
00:43:28: Wieso?
00:43:29: Dass es jetzt plötzlich hier so gut geht...
00:43:31: Was ist jetzt gut?
00:43:31: Nein!
00:43:32: Das ist genau die Argumentation.
00:43:34: Weil die Staatsgarantie da ist soll man nicht in so vielen Geschäftsfeldern
00:43:38: expandieren.
00:43:39: Nein, nein.
00:43:39: Die Argumention ist weil ihr eine Staatsgaranti habt angeblich, habt einen ungerechten Vorteil und ihr besiegt alle anderen Webbewerber, weil ihr dann plötzlich so stark und gut seid.
00:43:50: Das hat in anderen Ländern nicht so gut funktioniert und der Grund, wieso man sich meistens zurückhält ist weil Staatsunternehmen nicht immer gut geeignet sind.
00:43:59: In sich zu behaupten das wird zu Verlust.
00:44:02: Deswegen ist unser Anspruch und dem müssen wir natürlich gerecht werden also wenn wir im Geschäftsfelder gehen dass wir da auch erfolgreich sind.
00:44:09: Das ist klar und an dem müssen die uns messen lassen.
00:44:12: und dass es in der Schweiz bisher relativ gut funktioniert hat zeigt zum Beispiel eine Swisscom
00:44:17: Die aber nicht mehr zu
00:44:19: die dem Staat gehört.
00:44:21: Aber nur mehrheitlich, nicht unruhzendlich?
00:44:22: Mehrheitlich!
00:44:24: Das Gehirn ist mehrheitlicher.
00:44:26: Das stimmt das ist richtig gut.
00:44:28: okay ich glaube die Kritik kommt daher dass man so davon ausgeht dass der staat grundsätzlich verlust toleranter ist und darum sie andere Andersen Geschäfte rangehen können als als private.
00:44:39: Bleiben wir noch mal bei der Zukunft und was Sie machen können, und was nicht.
00:44:44: Ich meine für Ihre rund vierundvierzigtausend Angestellten gibt es freilich tatsächlich keine Staatsgarantie.
00:44:48: das zeigen auch Stellenstreichungen in den letzten Monaten.
00:44:53: gerade eben haben sie einen Abbau von Hundertzehnstellen bekannt gegeben glaube ich in der Zentrale.
00:44:58: Wie viel kommt da noch?
00:45:01: Man muss ehrlich sein.
00:45:01: oder wir sind in der Logistik In einem unserer Standbeinen und Logistik schlussendlich, wir können uns über Qualität differenzieren.
00:45:09: Das tun wir auch.
00:45:10: Wir sind zum neunten Mal in Folge die beste Post der Welt geworden.
00:45:15: aber Preis ist auch extrem wichtig oder müssen preislich kompetitiv sein.
00:45:18: das heißt wir werden kontinuierlich an unserer Kosteneffizienz arbeiten müssen.
00:45:23: Das heißt es ist nicht so.
00:45:25: diese Vorstellung jetzt noch einmal und dann ist gut.
00:45:28: Es wird kontinuerlich uns begleiten in der Logistikaß wir jedes Jahr an unserer Kostenbasis arbeiten müssen.
00:45:34: Wir müssen uns jedes Jahr fragen, hey was machen wir nächstes Jahr anders besser um noch effizienter zu sein?
00:45:39: Das tun unsere Kunden auch.
00:45:40: das erwarten unsere Kunden von uns und am Ende des Tages entscheide ich nicht ich was notwendig ist.
00:45:47: es entscheidet der Markt denn wir sind im Wettbewerb mit dem Zukunftsgeschäft Paket und wenn wir uns dort behaupten werden wenn wir dort die Marktwührung behalten wollen müssen wir auch preislich kompetitiv bleiben.
00:45:56: Das
00:45:57: heißt sie werden jedes Jahr jetzt Stellen abbauen.
00:45:59: Das heißt nicht zwingend, dass wir jedes Jahr Stellen abbauen.
00:46:01: Aber das heißt, dass Wir jedes Jahr an Kosten arbeiten werden und wir werden uns jedes Jahr fragen wie können wir kosteneffizienter werden?
00:46:07: Wenn Sie heute bei vierundvierzigtausend Angestellten sind plus und moi im ganzen Konzern wo sind sie in fünf Jahren?
00:46:13: Dass wird sehr direkt von der Volumenentwicklung abhängen Wie sich die Briefe entwickeln.
00:46:18: Aber Sie
00:46:18: haben doch eine Planung!
00:46:21: Wir haben eine Planungen...
00:46:22: Fallen Sie unter vier vierzig tausend?
00:46:24: Das werden
00:46:26: wir sehen.
00:46:26: So genau wollte ich es nicht wissen.
00:46:28: Was ja alle derzeit umtreibt und das wird sicher auch sie umtreiben, ist ja der Faktor künstliche Intelligenz in diesem ganzen Zusammenhang.
00:46:36: Ich meine Sie haben viele Logistikzentren.
00:46:38: die sind teilautomatisiert nämlich mal an.
00:46:41: wie muss ich mir das vorstellen?
00:46:42: Wie wird die Künstlicheintelligenz humanoidroboter?
00:46:45: was auch immer...wie wird das bei Ihnen einschlagen?
00:46:49: bei der Post?
00:46:50: Da muss man schon ehrlich sagen wir Im Grundgeschäft, was wir betreiben sind wir schon sehr physisch.
00:46:56: Wir fassen Dinge an und bewegen mit Händen Objekte in der Logistik bei den Postschaltern.
00:47:04: Das heißt wir sind nicht unbedingt die Sperrspitze der KI-Transformation.
00:47:08: Das erlaubt uns auch zum gewissen Grad eine Smart-Followerrolle zu spielen.
00:47:13: Aber Sie haben natürlich auch Verwaltung?
00:47:15: Absolut!
00:47:16: Ich glaube es gibt zwei Bereiche... sicher relevant sind, das eine sind die Verteilzentren oder da ist vorab eine Frage der Robotik.
00:47:24: Da ist die Robotik heute nicht so weit dass man den nächsten Schritt der Automatisierung machen kann.
00:47:29: aber grundsätzlich gehe ich davon aus es ist eine Frage dieser Zeit.
00:47:33: Die Entwicklung ist ja unheimlich schnell.
00:47:34: also glauben Sie nächstes Jahr wird's schon soweit sein?
00:47:38: Nein!
00:47:38: Nicht!
00:47:39: Es gibt heute schon Puf auf Konzept der Zeit aber sie sind weit weg von wirtschaftlich.
00:47:43: Weit weg.
00:47:43: Das wird nicht ein Jahr dauern bis wir da sind.
00:47:46: Es wird länger dauern.
00:47:47: Eine ähnliche Situation haben wir bei den Busen oder Autonomusfahren ist heute schon Standard in vielen Städten.
00:47:53: Wir sind immer noch im Pilotbetrieb, aber über Zeit ist es schon davon auszugehen.
00:47:57: früher oder später werden wir auch Busse in der Schweiz haben die Autonomen fahren.
00:48:01: Aber dass Sie sagen könnten mit KI hat so Betrifft so und so viele Jobs bei mir im Haus.
00:48:07: das können sie nicht sagen.
00:48:08: ich habe kürzlich hier ein Podcast gemacht mit dem Chef der SBB.
00:48:11: er meinte KI wird zwei tausend Jobs verändern.
00:48:16: Man kann es allgemein gesprochen.
00:48:19: Also KI wird bei uns vierundvierzigtausend Jobs verändern, weil der Faktor sehr egal was ich tue ist.
00:48:25: schon heute spielt das eine Rolle, sei es bei der Tourenplanung oder bei der Personal-Einsatzplanung.
00:48:30: wir werden das überall einsetzen.
00:48:32: also es wird wieder keinem Spur los vorbeigehen.
00:48:35: die Frage wie viel Stellen gefährdet sind durch KI.
00:48:40: diese Antwort ändert sich Einmal pro Quartal.
00:48:45: Weil die Entwicklung dermaßen rasant ist und heute sind wir schon, muss ich auch ehrlich sein, heute in der Zentrale sind wir eher in einer Situation bei dem Alakali nutzen.
00:48:56: aber ich würde jetzt mal sagen es wird wahrscheinlich mehr Output produziert als mehr Produktivität.
00:49:02: und dass mir irgendwann am Punkt kommen muss mehr Produktive gibt dann habe ich keinen Zweifel.
00:49:08: Aber da müssen wir noch ein bisschen daran arbeiten.
00:49:10: das ist definitiv eines unserer Fokusthemen.
00:49:13: Manche Arbeitserkonomen profitieren der Schweiz auf breiter Front.
00:49:16: Ein baldiger Anstieg der Arbeitslosigkeit wegen KI, vor allem im Dienstleistungssektor.
00:49:22: Sie kommen aus der Digitalwirtschaft und haben das bei McKinsey gemacht.
00:49:26: Sehen sie das auch so?
00:49:29: Es häuft sich so ein bisschen wöchentlich, die Meldungen hier fünfhundert weniger da.
00:49:34: Sechshundert weniger.
00:49:35: immer heißt ja, KI spielt mit und so wie sehen Sie das?
00:49:38: Wird das richtig einschlagen in der Schweiz?
00:49:40: So Elon Musk hat er kürzlich gesagt.
00:49:42: In fünf bis zehn Jahren wird die KI bei jeglicher Intellektualität besser sein als der Mensch Bei allem Genau.
00:49:50: Andererseits kann man
00:49:52: dann auch diesen Podcast an der Maschine überlassen
00:49:54: Ja vielleicht ist es nicht mehr so unterhaltsam.
00:49:57: Aber andererseits, nämlich jetzt die USA.
00:49:58: Die USA hat im Auguste hundertsechzigtausend Neustellen geschaffen und da sind sie deutlich weiter mit KID-Einsatz aus wie Sie in der Schweiz sind.
00:50:07: Das heißt grundsätzlich wird es definitiv so sein dass viele Stellen verloren gehen.
00:50:13: oder ich sage mal vor fünfzehn Jahren gab es Tausende von Leuten welche die Arbeit eines Excells gemacht haben.
00:50:19: Das waren Rechner, kalkulatoren, menschliche Kalkulaturen.
00:50:22: einfach gerechnet haben bei Versicherungen bei allen möglichen Unternehmen... Die brauchten
00:50:26: immer mehr da!
00:50:26: ... das war ein Job ja, aber dann kam irgendwann Excel.
00:50:28: all diese Jobs sind weg und ähnliche Verschiebungen werden wir natürlich auch durch KI erleben dass ganze Berufskategorien mehr oder weniger wegfallen werden
00:50:36: Und es werden neue aufgebaut?
00:50:37: Jetzt wird neu aufgebaut.
00:50:39: In der Volkswirtschaft
00:50:40: heißt das dann immer so unempartisch kühl, die Sockelarbeitslosigkeit steigt an bisschen die dir nirgends mehr einen Job finden, weil sie nicht mehr vermittelbar sind.
00:50:51: Das werden wir sehen... Wir sind ja hier in Zürich oder wenn ich durchs Niederdorf, als ich noch Student hier war, war das Nieder-Dorf voll mit Läden.
00:50:58: Heute ist nur noch Restaurants da, mehr oder weniger.
00:51:02: Da arbeiten tendenziell mehr Leute drin aus vorher und es passiert einfach was anderes.
00:51:07: Das stimmt!
00:51:08: Also Sie sind optimistisch?
00:51:09: Ich bin sehr optimistischer.
00:51:10: Ich habe
00:51:10: vorhin das Postauto schon erwähnt.
00:51:13: da brauchst du dann irgendwann auch keine Schoffführe mehr.
00:51:16: Sie haben ja ein Pilotprojekt laufen, ich glaube ab dem Jahr hier soll es in der Ostschweiz erste Routen geben?
00:51:24: Wir zertifizieren jetzt die Fahrzeuge, sie fahren heute schon autonom aber mit einem Menschen der Notfahrer eingreifen kann.
00:51:30: und wenn wir zertificiert sind dürfen diese Fahrzeugen autonom fahren.
00:51:36: Aber in diesem Pilot-Setup ist das primär als Zubringer für den öffentlichen Verkehr gedacht.
00:51:41: Also aktuell ist es nicht im Planung, dass wir eine komplette Buslinie ersetzen würden.
00:51:45: Aber das fängt dann an zu laufen in der Ostschweiz?
00:51:47: Das ist schon richtig
00:51:48: oder?
00:51:48: Ja, das ist richtig!
00:51:49: Da haben wir noch zwanzig Fahrzeuge im Einsatzort.
00:51:51: Gut
00:51:52: und kann man schon vorhersehen wann der nationale Rollout kommt von dem?
00:51:58: Das kann man ehrlicherweise noch nicht vorhersähen weil das hängt auch davon ab...
00:52:02: Aber es wäre schon das Ziel
00:52:03: oder?!
00:52:06: Das wäre schon, ich denke das ist unnatürlich.
00:52:09: Also de facto oder heute... also da ist die Schweiz relativ weit hinten wenn man schaut es sind schon Zehntausende von komplett autonomen Fahrzeugen von allen möglichen Anbietern um die Welt.
00:52:20: Wir haben gerade mal ein paar Dutzend in der Schweiz.
00:52:23: Also natürlich kommt das und natürlich wird das irgendwann auch flächendeckend sein.
00:52:28: Aber wir wollen hier natürlich auch vorsichtig Schritt für Schritt Frank gehen Um keine Risiken einzugehen Und wir haben schon auch gesehen in der Ostschweiz Es gibt natürlich gewisse Spezialitäten in der Schweiz, die man vielleicht in Dubai nicht hat.
00:52:40: Also... Die
00:52:41: Kuh, die über die Straße läuft?
00:52:42: Wir haben zum Beispiel gesehen, wenn man ganz steil den Berg hoch fährt, funktionieren die Sensoren nicht mehr weil sie ganz oft, weil diese nicht gewohnt sind, so steil die Berge hoch zu fahren, weil die gibts halt in Shenzhen und Dubai nicht.
00:52:54: Und
00:52:54: was ist dann passiert?
00:52:57: Der Wagen hält da natürlich an, weil er nicht mehr weiß wo es ist.
00:52:59: aber das muss man dann.
00:53:02: Deswegen machen wir auch den Piloten, um genau sicher zu sein dass er auch für die Schweizer Kühe Sicherheit bietet.
00:53:10: Die Maschine verliert die Orientierung in den Schweizer Bergen.
00:53:13: Wird das irgendwann... Ich habe das auch mit Herrn Dykro an CEO von der SPB diskutiert.
00:53:19: Wird das dann irgendwann in der Zukunft zusammen mit den SBB eventuell so ein neuartiges ÖV-Netz werden, mit weniger Bahnhöfen und mehr automatisierten Fahrzeugen als Zubringer?
00:53:29: Denkt man schon soweit oder gibt es eine Idee.
00:53:35: Da bin ich skeptisch.
00:53:39: oder ich glaube dass autonome Fahren macht ÖV grundsätzlich effizienter und flexibler.
00:53:45: Bei viele Linien kannst du dann einfach einstellen, machst nur noch einen Rufbus der kommt da einfach bringt dich zum nächsten Bahnhof den kleinen Bahnhof kann zu schließen?
00:53:52: Ja beim Ruf Bus ist unter Umständen nicht günstiger.
00:53:55: also ich glaube deswegen habe wir haben immer mehr also wir haben auch immer mehr Verkehr bei den ÖV oder wir transportieren nur bei Postauto eine halbe Million Menschen pro Tag und das wird jedes Jahr mehr sind.
00:54:05: und da bin ich nicht sicher wie viel Rufbussen überhaupt noch Sinn machen weil es so viel Grundbedarf gibt, dass Linienbus diesen Grundbedarf besser abdecken.
00:54:14: Von dem her bin ich nicht sicher ob das passieren wird, kann ich noch nichts sagen.
00:54:18: Es hängt davon ab wie gut und wie schnell sich diese autonomen Fahrzeuge etablieren.
00:54:25: aber was man sicher schon sagen kann ist dann ein Qualitätsvorteil.
00:54:28: oder wenn ich einen autonom fahren Bus hätte zum Beispiel Der könnte dann ohne weiteres, auch für vierundzwanzig Stunden fahren.
00:54:36: Oder wenn ich morgens um drei noch einen Bus brauche, kommt er mich holen und das würde funktionieren.
00:54:41: Das heißt es hat auch gewisse Qualitätsvorteile...
00:54:43: Und keine Gewerkschaft!
00:54:48: Ich glaube gerade bei den Bussen haben wir eher das Problem dass wir sehr viele Busfahrer haben die in den nächsten fünfzehn Jahren in Pension gehen.
00:54:54: also ist die Mehrheit.
00:54:55: von dem her werden wir wahrscheinlich autonome Fahrzeuge brauchen, um überhaupt die zu kompensieren, die wir verlieren.
00:55:04: Also KI
00:55:05: ist eigentlich ein Segen beim Fachkräftemongelitz in dem Bereich oder?
00:55:09: Vielleicht!
00:55:09: Wir haben da definitiv eine sehr große Herausforderung, wo uns das helfen kann mit dieser Herausforderung umzugehen.
00:55:14: Wir
00:55:15: haben jetzt viele benähe Technologien gesprochen.
00:55:17: Sie sind Ingenieur und sind sie aus Prinzip positiv Gegenüber Fortschritt und Technologie?
00:55:22: oder können Sie der jüngsten KI-Weltuntergangsstimmung etwas abgewinnen?
00:55:28: Ich bin aus Prinzip immer positiv.
00:55:30: Immer!
00:55:30: Können Sie das nachvollziehen, dieses dystopische, dass jetzt... Die
00:55:33: Welt untergeht?
00:55:34: Ja die Welt unter geht.
00:55:35: ich meine es ist ein Riesenthema.
00:55:36: die KI wird uns auslöschen.
00:55:38: Es gibt nur noch wenige Jahre dann sind wir alle tot.
00:55:41: Ich glaube wir sind generell extrem gut darin zu meckern was gerade schiefläuft und was alles nicht gut ist und früher war alles besser.
00:55:48: Wenn man so ein bisschen zwei Schritte zurückgeht und sich mal überlegt, wo waren wir vor hundert Jahren auch hier in der Schweiz?
00:55:53: irgendwie mit Holzkohle-Ofen im Wohnzimmer?
00:55:55: Und ich war es einen Kühlschrank fürs Mehrfamilienhaus im Keller.
00:56:01: Wie geht's uns heute und welchen Luxus genießen wir heute?
00:56:04: Welchen Fortschritt haben wir in so kurzer Zeit gemacht?
00:56:08: Natürlich... macht Veränderungen immer Angst und ich kann das nachvollziehen.
00:56:12: Und
00:56:12: zum Beispiel von der Atomtechnologie, oder kannst du Bombe draus bauen?
00:56:16: Kannst du Strom damit produzieren?
00:56:18: Ja, also Atom-Technologie.
00:56:20: Gott sei Dank haben wir die erfunden.
00:56:21: wie viele Leute sind da deswegen gestorben?
00:56:23: versus wie viel Menschenleben wurden wegen der günstigen Energie gerettet in den letzten fünfzig Jahren?
00:56:29: eine eiskalte Rechnung aber genau Das ist richtig.
00:56:33: Sie haben keine Sorgen vor irgendwelchen negativen Einflüssen?
00:56:37: Wie bei jeder neuen Technologie, jede neue Technologie wird für gutes und schlechtes verwendet werden.
00:56:41: Ist es beim Internet auch so?
00:56:42: oder wieso wurde das Internet groß?
00:56:44: durch Content-Piraterie?
00:56:49: War das nicht gut?
00:56:50: Sind wir froh, dass wir das Internet, ja mehr sind wir frohe, was sie das Internet haben.
00:56:52: Dass wir bei KRE nicht anders sein.
00:56:56: Ich bin relativ zuversichtlich, dass ich nicht von einer KRE ausgelöscht werde.
00:57:01: Das sind wir froh.
00:57:01: Womit wir bei der letzten Frage wären, welchen privaten Traum wollen Sie unbedingt vor dem Weltuntergang noch verwirklichen?
00:57:09: Aber sie werden ja nicht ausgelöscht, so ein bisschen zeigt!
00:57:14: Welchen privater Traum?
00:57:15: Also ich begrüße dich gerade, ich würde gerne... Ich war schon sehr viel gereist, ich war noch nie auf den Galapagos Inseln und da würde ich gern mal hin.
00:57:23: Herr Kreter, ich danke Ihnen für dieses Gespräch.
00:57:25: Merci!
00:57:26: Und Ihnen, liebe Zuhörerinnen und Zuhöhr, bleibe ich für eine positive Bewertung ewig verbunden.
00:57:31: Als Anreiz schenke ich Ihnen einen Rabatt von dreißig Prozent auf ein Abo der NZZ am Sonntag.
00:57:36: Das Angebot finden Sie unter go.nzz.ch-podcast.
00:57:41: Für alle die weiterdenken um besser leben wollen.
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