Tripadvisor fürs Spital: Ex-CSS-CEO Philomena Colatrella über Bedeutungsverlust und die Feigheit der Politik

Shownotes

Fünf Sprachen, eine Leidenschaft fürs Klavier, aber nicht unbedingt für das Bundesamt für Gesundheit. Host und NZZaS-Chefredaktor Beat Balzli trifft Philomena Colatrella, die bis vor wenigen Monaten CEO der CSS Gruppe war und damit eine der mächtigsten Krankenkassenmanagerinnen des Landes. Heute sitzt sie unter anderem im Verwaltungsrat des französischen Versicherungsgiganten AXA. Ausgangspunkt des Gesprächs ist ein beinahe schon naturgesetzhaftes Phänomen: die stetig steigenden Gesundheitskosten in der Schweiz. Laut ETH-Prognosen wird bereits kommendes Jahr die 110-Milliarden-Grenze geknackt, was die Krankenkassenprämien weiter nach oben treiben dürfte. Verantwortlich dafür ist ein Mix aus Überalterung, technologischem Fortschritt, einer mächtigen Ärzte- und Pharmalobby und einer wachsenden Anspruchsinflation der Patienten. Sind wir einfach alle zu wehleidig geworden?

Gast: Philomena Colatrella Host: Beat Balzli Produktion: Tonya Rupp, Ellie Media

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Transkript anzeigen

00:00:00: Dieser Podcast wird präsentiert von Tferenbold Reisen.

00:00:03: Ihr Spezialist für Musikreisen der Extraklasse.

00:00:05: Es braucht einen Tripadweiß?

00:00:07: Tripadweise fürs Schweizer Spital!

00:00:10: Ja, herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von NZZ Weekend dem wöchentlichen Podcast der NZZ am Sonntag.

00:00:17: Mein Name ist Bea Balsli und ich bin der Chefproduktor der NZZ am Sonnetag.

00:00:21: Ja es wirkt beinahe wie ein Naturgesetz.

00:00:24: in der Schweiz kennen die Gesundheitskosten nur eine Richtung steil nach oben.

00:00:28: Laut Prognosen der ETH haben wir kommendes Jahr bereits die Hundertzehn Milliarden Grenzen geknackt, was das Wachstum der Krankenkassenprämien weiter beschleunigen dürfte.

00:00:37: Dafür verantwortlich ist ein komplizierter Mix aus Überalterung technologischem Fortschritt, der mächtigen Ärzte und Pharmalobi – und nicht zuletzt der Anspruchsinflation der Patienten!

00:00:48: Sind wir einfach alle zu vieleidig?

00:00:51: Womit wir bei meinem heutigen Gast wären.

00:00:53: Sie spricht fünf Sprachen, liet das Klavier aber nicht unbedingt als Bundesamt für Gesundheit.

00:00:57: sie besitzt ein italienisches Temperament wollte mal Astronautin werden reagiert allergisch auf das Wort Karriere und schickte ihren Vater am ersten Kindergartentag schon weit vor dem Schulhaus wieder nach Hause.

00:01:09: Filomena Colattrella war bis vor wenigen Monaten CEO der CSS Gruppe und damit eine der mächtigsten Krankenkassenmanagerinnen des Landes.

00:01:18: Jetzt sitzt sie unter anderem im Verwaltungsrat des französischen Versicherungs-Giganten AXA.

00:01:23: Schön, dass Sie heute bei mir

00:01:24: sind!

00:01:25: Vielen Dank!

00:01:28: Pracola Trella, bevor wir uns in das Dickicht des Schweizer Gesundheitswesens wagen und Sie mehr am Ende dieses Podcast Ihren größten Traum verraten interessiert mich mal etwas ganz anderes.

00:01:37: Haben Sie schon ein Piedartier in Paris gekauft?

00:01:40: Noch nicht aber ich ehrlicherweise muss sich sagen, dass ich Recherche betrieben habe weil mich Paris wirklich fasziniert.

00:01:47: Und wer weiß, vielleicht in einem Jahr habe ich dann ein Pia Teer und ich würde ihn dann schreiben.

00:01:51: Sie

00:01:51: schreiben mir dann?

00:01:52: Okay gut!

00:01:52: Ob sie vielleicht noch einen Zimmer frei haben wenn ich vorbei bin?

00:01:54: Ja absolut

00:01:55: jederzeit.

00:01:55: Ich

00:01:55: meine es bietet sich auch an dass sie so was kaufen.

00:01:57: Ihr Mann ist ja Architekt der könnte das dann hübsch umbauen

00:01:59: oder?

00:02:00: Ja da sind wir unterschiedlich... Da haben wir unterschiedliche Geschmäcker.

00:02:03: Ich glaube der Umbau würde eher dann mechanisch umsetzen aber ich würde dann entscheiden wie der Uumba ausschaut.

00:02:10: Also ihr Mann hat sowieso nichts zu sagen

00:02:11: oder wie?

00:02:12: Doch, doch!

00:02:14: Da gilt Gleichberechtigung.

00:02:16: Okay aber beim Architektonischen Fragen sind doch Sie die Chefin?

00:02:19: Ich mag natürlich Ästhetik und schöne Dinge und er ist eher funktional.

00:02:23: von daher gleichen wir uns aus.

00:02:26: also Umsetzung macht er... Und so die Auswahl der Farben und der Möbel und der Einrichtung, das mache ich.

00:02:35: Okay, sie sind die Stilpapstin!

00:02:37: Das passt ja perfekt zu meiner nächsten Frage.

00:02:39: Ich meine, Herrschaftliche AXA-Hauptsitz in Paris an der Avignon Matignot liegt auch nicht weit vom Hotel Matignon.

00:02:46: Nicht in derselben Straße wird er verwechselt aber es ist nicht weit weg dem Sitz des Premieres.

00:02:50: Die Nähe zur Macht ist auch sonst groß.

00:02:52: Die AXSA gehört zum Maschinenrahmen der französischen Wirtschaft, die ist ein ganz globaler Konzern.

00:02:57: Im Gegensatz zu CSS herrscht hier ja Glamour Faktor Tausend.

00:03:02: Wie krass war der Kulturschock so an der ersten Sitzung?

00:03:05: Spürt man die charmante Sonnenkönig-Attitüde in Parisen?

00:03:10: Nein, den Rosolet spüre ich nicht ehrlich gesagt!

00:03:14: Da muss ich widersprechen... Die Kultur der AXA ist sehr ähnlich wie die Kultur des CSS.

00:03:19: Ich finde etwas dreist aber ist es nicht.

00:03:22: Die AXSA wurde von einem sehr bescheiden Unternehmer gegründet der sehr stark auch auf Philanthropie gesetzt hat und das spürt man, da spürte man in der Kultur der AXA.

00:03:32: Da spürtt man in die Bescheidenheit der A XA und vor allem in den Geschaffigkeiten, Arbeitsdüchtigkeit der A xa.

00:03:38: Man kann sich das gar nicht vorstellen in Frankreich.

00:03:40: aber ehrlich gesagt ich bin beeindruckt von der Professionalität, von der Tüchtigkeit und von der Bescheidenheit dieser Kultur.

00:03:49: Die mir sehr behakt, ehrlich gesagt.

00:03:51: Also Roissolet ist ganz weit weg?

00:03:53: Ganz

00:03:54: weit weg!

00:03:54: Das war jetzt ein charmanter Werbesport für AXA.

00:03:58: Aber wenn ich mir den Hauptsitz der AXAA angucke im Matignon – ich war vor ein paar Monaten dort – dann muss ich sagen, naja das mit diese Bescheidenschaft hält sich in Grenzen, dass es doch sehr hochherrschaftlich ist um man sieht wer das Sagen hat.

00:04:11: oder

00:04:12: Ja, das Entree ist herrschaftlich.

00:04:15: Da gebe ich ihn recht.

00:04:16: aber wenn man dann in die Innereien dieses Gebäudes eintritt, dann ist es sehr ähnlich wie andere Sitze von Konzernen oder Versicherungsgesellschaften, Banken, whatever... Und im Umgang sind die Menschen wirklich sehr down to earth, sehr informell und arbeiten und befassen sich mit den Inhalten.

00:04:39: Das kann ich Ihnen garantieren!

00:04:40: Kein Werbespot das hat mich beeindruckt.

00:04:42: Ihr

00:04:43: Französisch wurde noch nicht getestet so dort?

00:04:46: Das machen die

00:04:46: Parisien gerne.

00:04:47: Ich habe bislang studiert, von daher aus französisch...

00:04:49: Okay, danke gar kein Stress!

00:04:51: Wie kam dieses Verwaltungsratsmandat eigentlich zustande?

00:04:54: Übrigens, man spricht nicht Französisch bei der RAX, sondern Englisch ist die Unternehmensfrage.

00:05:00: Wie das kam?

00:05:00: ich wurde angefragt Ende letzten Jahres und hab mir das überlegt.

00:05:05: Warum habe ich mich das überlebt?

00:05:06: Ich war bei Swiss Life sehr glücklich.

00:05:08: Ich finde die Swiss Life ein Top-Unternehmen.

00:05:11: Internationalität hat mich als Studentin schon immer fasziniert.

00:05:15: Ich bin dann bei der CSS gestarrt und hängen geblieben.

00:05:18: Und das war für mich so.

00:05:19: die Opportunität, diese Internationalität, dieser Luft ein bisschen zu riechen und die Verbindung von ASECURANCE, HELLS und PARIS Hat mich dann schon fasziniert und hat den Entscheid entsprechend auch hervorgerufen, das anzunehmen.

00:05:35: Ich weiß so genau, wollte ich es nicht wissen?

00:05:36: Da ruft ja nicht einfach irgendjemand an Out of the Blue!

00:05:38: Ich meine bei der AXA gibt's ein richtiges Schweizer Nest oder CEO.

00:05:41: Thomas Puberl hat einen Schweizer Pass auf sichs Red in Marie-France Judine ebenfalls... War da noch eine Swiss Connection die gespielt

00:05:48: hat?

00:05:48: Überhaupt nicht.

00:05:49: also ich weiss es nicht, ich kenne natürlich Thomas Poberl aber der Chairman hat mich angerufen und natürlich auch Thomas Pueberl und die Marie-France Judi überhaupt nicht.

00:05:59: Ich weiß, es stand in der Bilanz aber so ist das nicht.

00:06:03: mit der AXA hatte ich immerhin und da auch Austausch, aber ich denke dass meine Expertise aus dem Health Bereich zusammen mit den Erfahrungen in der Assecoranz war hat das den Ausschlag gegeben und ich war frei!

00:06:17: Sie waren frei.

00:06:18: Stimmt ja!

00:06:19: Sie haben mir den Rücktritt bekannt gegeben, glaube ich Mitte letzten Jahres?

00:06:22: Im Juni, am fünfundzwanzigsten Juni.

00:06:24: Genau und am Ende des Jahres haben sie dann den CEO-Posten bei der CSS definitiv geräumt.

00:06:32: Waren die Reden an ihrer Abschiedsparty sehr langweilig?

00:06:35: Die waren sehr toll.

00:06:37: Ja, ich wurde zum einen am Kadertag.

00:06:40: Ich hatte das Glück und die Freude auch von Sergio Motty kurz seinen Grußwort zu erhalten.

00:06:46: Und an meinem ganz letzten Tag kam dann Ignacio Gassis, mit dem hatte ich ja viel zu tun früher im Rahmen des Verbandes Cura Futura – und der Verwaltungsrat aber auch vor allem die Mitarbeitenden waren extrem warmherzig und es war ein extrem schöner Abschied.

00:07:02: Echt?

00:07:02: Keine langweiligen Rede!

00:07:04: Was waren der beste Witz?

00:07:06: Kein Witz?

00:07:06: Nein.

00:07:07: Also kein Emil Steinberger Gruff

00:07:09: oder so,

00:07:10: das sind ja Fan, oder?

00:07:11: Ja.

00:07:11: Okay, sie ist schon trocken wie in einer Krankenkasse... Ich meine Sie waren in der CSS in den XXI Jahren.

00:07:16: eine solche Treue, kennt man ja sonst nur von Beamten,

00:07:19: oder?!

00:07:20: Ja ich bin definitiv keine Beamtin!

00:07:23: Ich hatte bei der CSs wirklich das Glück dass ich mich entwickeln konnte A und B die Strategie sehr früh schon mit gestalten konnte.

00:07:31: Ich hatte zwar Stellen beschrieben, Pflichten hälfte aber ich habe mich immer bewegt.

00:07:36: Das heisst, ich habe sehr viel schon früher für den CEO auf den Verwaltungsrat gemacht die Mehrkassenstrategie mitgeholfen aufzubauen, Diffusion mit der Interesse gemacht... das war für mich total adrenalinefördernd.

00:07:51: Aber sechsundzwanzig Jahre!

00:07:53: Ja, ich war ja zehn Jahre CEO und die sechzehn Jahre vorher, ja, das stimmt es ist lange.

00:07:58: Wollte sie niemand abwerben?

00:08:00: Doch doch Doch.

00:08:01: Aber die haben einfach zu wenig bezahlt, weil sie sind ja die beste Krankenkassenmanagerin

00:08:06: der Schweiz.

00:08:07: Die hätten viel mehr bezahlt!

00:08:08: Jetzt

00:08:09: erzählen Sie mal wer wollte wieviel zahlen?

00:08:12: Nein das müssen wir nicht besprechen.

00:08:14: aber nein das waren natürlich interessante Angebote.

00:08:18: ich hatte wirklich die Chance die Gelegenheit bei der CSS sehr viel zu bewegen und diese Firma auch zu transformieren.

00:08:28: Da vergeht die Zeit, man merkt es gar nicht.

00:08:30: Und ich glaube, die Langfristigkeit gerade im Krankenversicherungsbereich ist ein wichtiges Element und ein wichtiger Faktor.

00:08:39: Und ich bin froh, dass sich die CSS wirklich auf den Peak des Erfolges der CSS verlassen kann.

00:08:46: Das ist schön gesagt aber dazu kommen wir noch.

00:08:48: Sie haben den CEO-Job fast zehn Jahre lang gemacht.

00:08:51: Ein Ausstieg ist ja wie eine Vollbremse von hundert auf Null ein bisschen.

00:08:55: Fällt man in den Wochen danach?

00:08:58: Oder spielt man als Therapie einfach den ganzen Tag auf vier oder ...

00:09:01: Wie lief das bei Ihnen

00:09:03: intern ab?

00:09:05: Eigentlich kann man sich nicht vorbereiten oder auf einen solchen Abschied.

00:09:08: Wahrscheinlich ist es wie in der Scheidung, ich weiß es nicht.

00:09:10: Ich bin auch noch nicht geschieden.

00:09:12: Die Scheidungen sind oft hässlich, ich weiss nicht, wie hässlig es bei Ihnen war...

00:09:15: Nein, zwar nicht hässliche.

00:09:17: Natürlich habe ich mich mental vorbereitet aber wenn es dann wirklich kommt, dann ist man trotzdem nicht vorbereitet.

00:09:24: Ich hab mein Netzwerk Natürlich gepflegt.

00:09:29: Ich hatte keine Zeit vorher, ich habe es besser gepflegt als in den Jahren zuvor.

00:09:33: Ich hab Leute getroffen und mich ausgetauscht.

00:09:35: Ich habe mich natürlich damit befasst was ich machen möchte in Zukunft.

00:09:40: Ich habe dann regelmäßig auch Yoga und Pilates gemacht, alles.

00:09:47: Was man

00:09:47: so macht um den

00:09:48: Tag zu füllen?

00:09:49: Ja nein, die waren nicht tagsfüllend und sehr bald war mein Agenda dann nicht so leer wie ich es mir vorgestellt habe.

00:09:55: Okay aber ins Loch, ins berühmte sind Sie nicht gefahren?

00:09:58: Ich bin nicht ins Loch gefallen, aber klar!

00:10:00: Ein solcher Abschied braucht Zeit, man trauert, natürlich haben die Leute vermisst das Unternehmen vermisst Aber nicht im Sinne von Pathologie ehrlich gesagt oder Mangel Mangel der Fähigkeit dann loslassen, überhaupt nicht.

00:10:14: Sondern für mehr ist eine Herzensangelegenheit, eine tiefe Verbundenheit mit diesem Unternehmen und den Menschen.

00:10:21: Jetzt sind sie ein bisschen in Frührente.

00:10:22: oder wenn man vom operativen Teil im Verwaltungsrat wechselst du es so ein bisschen?

00:10:27: Ich meine was mich Frage ist Sie sagen ja bestes Jahr hingelegt, da sind sie gegangen das ging alles super schön.

00:10:32: Manche behaupten ja sie seien bei der CSS nicht ganz freiwillig

00:10:36: gegangen.

00:10:36: Ja völlig falsch ehrlich gesagt absolut falsch.

00:10:41: Also auf etwas freiwilliger... also ich hab' im Jahr und Jahrzehnte bereits mit einem Verwaltungsratspräsidenten diskutiert, dass sich so nach zwei Jahren machen würde.

00:10:49: Als es diesen Wechsel gab und dann die CSS verlassen wird, das war von langer Hand geplant.

00:10:54: A Und B muss ich Ihnen sagen, dass ich bei meiner Wahl, den Verwaltungsslag gesagt habe Das müsst ihr wissen länger als sieben oder acht Jahre mache ich nicht Das steht protokollarisch

00:11:06: fest.

00:11:07: Also alles geplant, aber ich meine es hat doch noch ein bisschen geschüttelt oder?

00:11:10: Zuerst kam die Aufsicht-Filma vorbei, die hat ihnen vorgeworfen, die Zusatzversicherten um hundertundzwanzig Millionen zu viel geschröpft zu haben.

00:11:18: dann war ihre Resolvenzquote wegen zu wenig Reserven so tief und sie mussten die Prämien auf fünfundzwansig sehr stark gehören.

00:11:24: plötzlich waren die CSS nicht mehr unter den günstigsten Anbieten und nicht mehr die Nummer eins sondern das war jetzt die Hellsana.

00:11:31: Das alles soll wirklich nichts mit ihrem Abgang...

00:11:34: Überhaupt nicht.

00:11:35: Übrigens gehört das zum normalen Geschäftsgang, oder?

00:11:38: Solche Verfahren der Filmahe gehören zu einem normalen Geschäftsgang.

00:11:41: Prämienkalkulation ist eine Wissenschaft.

00:11:44: Eine Wissen, auf die ich liebe übrigens!

00:11:47: Da kann intern keine kritischen Fragen so im Stil.

00:11:49: Frau Colatrellas läuft gerade ein bisschen zu viel?

00:11:52: Nein, also ich meine ... Die Filmageschichten haben immer eine lange Vorlaufzeit.

00:11:59: Die entstehen nicht über Nacht, das sind Themen.

00:12:02: da ist die CSS jetzt unter der Lupe genommen worden aber da hätte man Flächendecken wahrscheinlich oder dass ein oder andere aufdecken können.

00:12:10: wir sind natürlich eine große Versicherung und die risikobasierte Aufsicht geht natürlich vor allem.

00:12:17: da schaut da besser hin Und wir haben das perfekt gelöst.

00:12:21: Es ging ja letztlich um die Kostenallokation zwischen Grund- und Zusatzversicherung.

00:12:26: Ich muss Ihnen sagen, wir sind vorbildlich – oder zuerst ist es heute vorbildlicher aufgestellt in diesem Bereich.

00:12:30: Das heißt, wir haben auch sehr viel gelernt!

00:12:32: Aber sie sind nicht mehr die Nummer eins?

00:12:34: Das kommt davon ab, wie man die Zahlen interpretiert.

00:12:37: Das BAG publiziert die Zahlen der in der Schweiz wohnhaften Versicherten und da ist die CSS nach wie vor führend um die Nummer

00:12:44: eins.

00:12:45: Und warum genau?

00:12:46: Ist die Helsana doch die Nummer ein?

00:12:47: Ja, die bilateralen Versichern werden hinzugezählt.

00:12:49: Die Hälsana hat definitiv mehr Grenzgänger.

00:12:54: am Ende des Tages sind das sie zwei führenden Versicherer auf dem Platz zu zähren und die CSS in der Schweiz wohnhaften Versichern, die Nummer eins geblieben.

00:13:03: Aber das ist eine ... Ja, die Diskussion ist letztlich auch banal.

00:13:08: also ich meine es sind die zwei größten Versicherer, die zwei führenden Versicherers und wie gesagt es ist eine Frage der Interpretation der Zahlen.

00:13:15: aber vielleicht nochmals zurück zu ihrer Frage oder zur Behauptung Das mit der Solvenzkote, das war eine ... wie soll ich sagen?

00:13:24: Nachdem die CESA-Zweihundertvierundvierzigprozenten Solvenzquote hatte, hat er auch gedacht sich Sie müssen eines wissen.

00:13:29: Die Solvenskoten werden geschätzt und vielleicht an dieser Stelle heute kann ich das relativ locker sagen Wir wissen nicht, wer wie die Solventskoten schätzt auch der Konkurrenten.

00:13:41: Natürlich mussten wir und haben wir sehr viele Reserven abgebaut – Sie wissen ja das!

00:13:45: Wir mussten eine Reserve abbauen, Werse hat entschieden die Reserves.

00:13:48: Das ist ein blödes Spiel, oder?

00:13:50: Reserfen aufbauen, Reserben abbauen.

00:13:53: Dieser Jojo-Effekt führt letztlich auch dazu, dass die Prämien natürlich in den letzten Jahren erhöht werden mussten.

00:14:02: Ökonomisch sinnlos.

00:14:04: Wir haben Reserven abgebaut, wir haben Fusionen durchgeführt und durch diese Fusionen ... wird natürlich die gute Solvenz der Mutter oder der Schwester zählen.

00:14:15: Die wird geschwächt, natürlich!

00:14:17: Und das ist ein normaler Mechanismus.

00:14:19: und da muss ich Ihnen sagen, da haben wir dann sehr schnell im kommenden Jahr aufgehoben, dass dieses Spiel nicht neu.

00:14:26: Gut wie wollen die technische Diskussion nicht verlängern?

00:14:28: Absolut, absolut!

00:14:29: Sonst

00:14:29: sind die meisten Leser gehen dann raus und denken, oh keine Solvenze was und so... Wir fassen zusammen sie haben keinen Fehler gemacht in den zehn Jahren.

00:14:36: Sie ja auch

00:14:37: Ich habe sehr viele Fehler gemacht.

00:14:38: Was war der größte?

00:14:42: Da erwischen sie mich auf dem linken Fuß.

00:14:44: Ich habe immer wieder im Alltag vielleicht nicht die richtigen Entscheidungen getroffen und so, aber insgesamt!

00:14:49: Insgesamt!

00:14:51: Wenn Sie die Geschäftsberichte der letzten zehn Jahre ... Das hat nicht nur mit mir zu tun, ich hatte auch Glück.

00:14:56: Tolle, tolle Journey.

00:14:58: Toll, tolle Journey.

00:15:00: Mit einem Superteam, mit super Leuten... Die CSS hat es gut gemacht?

00:15:05: Die CSR ist wirklich gut gemacht.

00:15:06: Solide, solide, innovativ, innovativ Aber auch im Kerngeschäft sehr solide.

00:15:11: Ein gesundes Selbstvertrauen in der operativen Führung von rund dreitausend Angestellten ist man ja sehr exponiert.

00:15:18: Selbstwirksam ist man auch, man kann was machen ein bisschen und man ist auch gefühlt sehr wichtig weil einem das Umfeld, dass dauernd spiegelt.

00:15:26: Wir hatten es vorher so ein bisschen von diesem Loch.

00:15:30: wie sehr schmerzt eigentlich der Bedeutungsverlust nach so einem Ausstieg wo einem nicht mehr jeden Tag jeder Spiegel boah du bist die Chefin!

00:15:37: Du bist so wichtig.

00:15:39: Es wurde mir nicht oft gespiegelt, aber sie haben natürlich recht.

00:15:42: Viele sprechen nicht darüber auch viele meiner Kolleginnen und Kollegen die nicht mehr CEO sehen.

00:15:47: Und es ist so man hat einen Bedeutungsverlust und die Bedeutsungslosigkeit ist ein Thema das mich beschäftigt hat und beschäftige mich immer noch.

00:15:54: Aber es ist nichts so dass ich strampeln würde oder jetzt deswegen jetzt gerade in die Psychotherapie gehen würden habe.

00:15:59: Ich befasse mich damit.

00:16:00: Ich befass mich damit indem ich Biografien lese.

00:16:03: Ich befasse mich damit, indem ich geschichten will.

00:16:05: Also Biografien zum Stil?

00:16:06: Oh, dem ging es auch so!

00:16:08: Zum Beispiel ja... Man

00:16:09: sucht ein

00:16:11: bisschen Halt oder in den Büchern.

00:16:12: Genau, man sucht Halt in den Büchern Weil

00:16:14: das ist schon totaler Status zu sein und der Status ist auch sehr wichtig

00:16:19: Ja aber ich glaube es ist wichtig dann, dass der Status irgendwann hinfällig wird.

00:16:25: Da muss man sich wirklich vorbereiten.

00:16:27: Was heißt das Bedeutungsverlust?

00:16:28: Und wie kompensiert man diesen Bedeutsungsverletzungen?

00:16:31: Ich glaube, was ich dann gemacht habe, aber ich bin noch nicht so weit um ehrlich zu sein ist... Man muss ein bisschen herausfinden, was man dann wirklich isst oder?

00:16:38: Was bin ich als Person und was bedeutet ich als Personen?

00:16:41: Wer sind Sie?

00:16:41: Wie viele?

00:16:42: Ja genau!

00:16:43: Und wer sind

00:16:44: Sie jetzt?

00:16:45: Ich bin Philomena Galaterella.

00:16:48: Ich bin letztlich CEO geworden weil ... Jene bin die ich bin, oder?

00:16:52: Im Ursprung.

00:16:53: Eine Frau, die sehr neugierig ist eine Frau, der lernen will, eine Frau gestarten will und eine Frau die extrem gerne mit Menschen sich auseinandersetzt, sich austauscht... Und ich glaube letztlich waren das die Attribute, weshalb ich sie hier geworden bin und weil ich mich inhaltend natürlich extrem stark mit den Themen befasse.

00:17:12: Aber Sie müssen Sie jetzt neu definieren?

00:17:14: Ich

00:17:14: muss das neu definiere!

00:17:16: Natürlich habe auch das Buch von Barbara Bleisch gelesen, die war mir Mitte des Lebens.

00:17:19: Ich bin jetzt mit den Mitteln drin, egal ob man das gut oder schlecht findet.

00:17:24: Aber es hat auch wahnsinnige Chancen...

00:17:28: Das sagt man nicht mehr!

00:17:29: Nein, nein ich habe es gestern gedacht als ich zum Bahnhof gefahren bin, Gardeulia in Paris und da muss ich sagen die Lernkurve nach einer Fahrersitzung.

00:17:40: Es ist hoch und spannend.

00:17:43: Die Sprachen, die Menschen, die man trifft ... Das gibt es natürlich die Momente, wo man die Lehre spürt.

00:17:51: Und dazu muss man auch stehen!

00:17:53: Gut, aber ich meine Stados sind wichtig?

00:17:55: Das geben Sie ja dann mehr oder weniger offen zu.

00:17:57: Das ist ja schön.

00:17:57: Viele behaupten, dass das überhaupt nicht wichtig ist.

00:18:00: Aber ich meine diese Achsau ... Es

00:18:01: ist mir nicht wichtig, aber es macht ... es ist komfortabel, es ist schön.

00:18:06: Also wie Geld zu haben, macht nicht glücklich.

00:18:09: Ja, Geld zu machen muss das richtige Maß im Geld haben und allzu viel macht ja auch nicht glück.

00:18:12: Aber ich meine der Aufstieg in diese Auxa-Liga war ein bisschen... Wie soll man das dämpfen?

00:18:16: Ein bisschen den Bedeutungsverlust oder?

00:18:18: Man kann dann immer sagen hey jetzt bin ich bei dem ganz großen Giganten dabei.

00:18:23: Spüre ich jetzt nicht so aber es ist okay.

00:18:26: Wie zahlen eigentlich die sechsundzwanzig Jahre CSS-Erfahrung auf ihre Arbeit als Achserverwaltungsrätin ein?

00:18:32: Was genau versprechen sich die Franzosen von ihrem Knowhow, das ist jetzt hier ihr sechzig Sekundenwerbefenster in eigener Sache.

00:18:40: Ja ich glaube wirklich diese Kombination von Erfahrung aus der Assekuranz und aus dem Health Bereich, aus der Innovationen diesen beiden Bereichen, die ich betreiben konnte.

00:18:53: Aber ich glaube, was noch viel wichtiger ist die Exekutive-Erfahrung.

00:18:56: Ich glaube in den Verwaltungsräten braucht es heute zunehmend Menschen, die in einer Exekutivfunktion waren, die die Exektivebene verstehen...

00:19:06: Die einfach wissen wie man Person setzt!

00:19:07: Ja,

00:19:07: ich glaube die Umsetzung ist wichtig.

00:19:09: und dann ist natürlich in der Diskussion, in der Verwaltungsschatzdiskussion versteht man auch die operative Ebene vielleicht etwas... etwas besser.

00:19:17: Das, was Friedrich Merz in Deutschland nicht begreift.

00:19:19: Ja genau und ich glaube Umsetzung ist das all und so.

00:19:22: auch wenn man in einem Board ist will man die Dinge umgesetzt haben.

00:19:26: Die Strategie ist auf dem Papier immer schön und liest sich auch gut.

00:19:29: aber ich glaube umsetzung ist wichtig und es braucht.

00:19:31: in den Verwaltungsräten braucht es Leute die umgesetzt sind.

00:19:35: Ich meine, ihr zentrales Thema ist natürlich Gesundheit oder?

00:19:37: Gesundheitssysteme haben wir auf der ganzen Welt eine Gemeinsamkeit.

00:19:41: Die Kosten steigen seit Jahren!

00:19:43: Das ist auch in der Schweiz nicht anders.

00:19:44: Gibt es irgendeine Hoffnung, dass dieser Trend jemals gebrochen wird?

00:19:49: Sie dürfen jetzt hier ehrlich sein...

00:19:51: Der Trend wird nicht gebrochene, das sprechen von Trend.

00:19:54: Wir haben innovative Therapien, neue Medikamente die auf den Markt kommen, die Lebensqualität verbessern und das Leben verlängern.

00:20:02: Kann man natürlich die Frage stellen, wie viel ist ein Menschenleben wert?

00:20:05: Das gab mal einen Bundesgerichtsurteil.

00:20:07: Es waren sich zehn, glaube ich, Dezember zu Meijoseim...

00:20:11: Soll ein, soll einem fünfundneinzigjähriger noch einen Hüftgelenk bekommen?

00:20:14: Genau.

00:20:15: Ich habe immer gesagt das ist nicht die Frage, die die Krankenversicherer ins Feld führen müssen oder auch diskutieren müssen.

00:20:22: Das ist eine gesellschaftliche Frage Die, die schon glaube ich eine Diskussion wert wäre.

00:20:27: Aber wieder zurück der Trend wird nicht gebrochen.

00:20:29: Die Frage ist Kann man den Trend oder die Kosten die daraus entstehen dämpfen?

00:20:33: Das ist ja immer die große Diskussion.

00:20:35: oder all diese Roundtables, Runde Tische Die ehrlich gesagt mir etwas auf die Nerven gehen, ich mag runde Tische nicht.

00:20:42: Das hat wahrscheinlich wieder mit meinem Umsetzungseifer zu tun.

00:20:47: Gute Hunde-Tische

00:20:47: sind am meisten der Ausdruck von der totalen Hilflosigkeit.

00:20:50: oder weiß du nicht mehr weiter, macht den Deutschlander Arbeitsgruppe an einer Schweizer Runden Tisch?

00:20:54: Ja

00:20:54: und das mag ich nicht!

00:20:55: Ich will dass die Menschen an ihren Themen arbeiten und umsetzen und eben auch Wertschöpfung generieren.

00:21:02: Von daher nein, der Trend wird nicht gebrochen.

00:21:04: Die Frage ist wie schaffen wir es, dass diese Prämen was?

00:21:07: Oder die Mittelschicht nicht so stark beeinträchtigt?

00:21:11: nicht nur die Mittelschicht.

00:21:13: Und dass diese Prämenverbildung, die bei siebenundzwanzig Prozent ist overall oder in der West-Schweisse ist sie bei vierunddreißig Prozent?

00:21:18: Wie brechen wir diesen Trend?

00:21:21: Dazu kommen wir noch!

00:21:22: Die Rolle des Staates, aber es würde mich natürlich wundernehmen, ich meine... Sie haben es richtig gesagt, der Trend wird nicht gebrochen.

00:21:28: Man kann nur hoffen, dass man den Trend vielleicht abbremst...

00:21:30: Absolut!

00:21:31: ...dass immer von diesen neuen heilsbringenden Reformen in der Schweizer Rede eineheitliche Finanzierung eFAS also bald ambulan stationär um Pflege mit dem gleichen Schlüssel zwischen Kanton und Kassen finanziert.

00:21:43: dann ist von der Rede vom neuen Ärzte-Tarif TARDOC.

00:21:46: Warum genau soll das die große Entlastung bringen?

00:21:50: Ohne zutechnisch zu bringen?

00:21:51: Ja nein ich werde nicht technisch.

00:21:52: Also die Frage ist ja eben oder Diskussion, haben wir so viele Kassen.

00:21:58: Ist das System zu komplex?

00:22:00: Ist es deshalb auch teurer?

00:22:03: Kann man den Trend brechen indem man eine Staatskasse, Einheitskasse kann dann alle Kasse oder implementiert?

00:22:10: Ich glaube da ist meine Antwort ganz klar!

00:22:14: Wir müssen stärker ambulantisieren.

00:22:16: EFAS ist ganz sicher eine wichtige Systemreform für die Zukunft, damit die Kosten wirklich entlastet werden können.

00:22:22: Wir werden es spüren übrigens beim Wechsel.

00:22:24: Es wird dann entlasten, natürlich zulassen der Steuerfinanzierung aber es wird zwar in einer Entlastung führen...

00:22:31: Weil die Spitalbetten einfach weniger belegt

00:22:33: werden?

00:22:33: Natürlich!

00:22:34: Und es muss gelingen, diese einheitliche Finanzierung.

00:22:39: Diese Ambulantisierung umzusetzen.

00:22:40: Es braucht jetzt Projekte zwischen Kantonen, Versichern und den Leistungen zu bringen.

00:22:45: Ganz wichtig ist, dass diese Projekten zugesetzt werden.

00:22:47: Ich glaube ganz fest daran, dass die Ambulantisierung das Thema der Überversorgung, der Fehlanreize ... weitestgehend eliminieren kann.

00:22:56: TARDOCK war auch wichtig, ein sachgerechter Tarif.

00:22:59: Ein Tarift, der eben die Arbeit der Ärzte-Spezialisten wirklich echt und wahrhaftig abbildet.

00:23:08: Obwohl da gibt es ja tierischen Widerstand?

00:23:10: Jetzt gibt es tierische Widerstände wegen dieser Plafonierung oder?

00:23:13: Aber die Plafonnierung ist nur kurz, exkurs!

00:23:16: Diese Diskussion ist unglaublich, oder?

00:23:18: Dass man sie jetzt führt.

00:23:20: In den Übergangsbestimmungen zum TARDOG gibt es einen Absatz sechs, wo das Parlament wahrscheinlich sehr rasch ... Weil man gesehen hat, dass viele Ärzte zu viel verdienen.

00:23:31: Sehr rasch eine Übergangstestimmung gemacht haben und man gesagt hat, man muss diese Taxpunktwerte plafonieren.

00:23:36: Die sind jetzt auf fünfzehn... ...tausendfünfhundertsebundseipzig-Taxmunkwerte.

00:23:41: Ist das richtig?

00:23:43: Schauen Sie, und dann kommen wieder zurück zu EFAS und TARDOC generell.

00:23:47: Es kommen die Kostenziele, die führen zu einer Art Plafonierung oder Einschränkung des Kostenkorridors.

00:23:55: Wir haben einen Artikel forty-seven und vierzigzehn, wo die Tarifpartnerinnen und Partner schauen müssen, dass sie irgendwie ihre Kostengriff bekommen.

00:24:03: Und dann haben wir das Neutralitätskonzept bei TARDOCK.

00:24:05: Also und dann kommt noch diese Plafonnierung also ...

00:24:08: Sie glauben, dass wir einen Effekt haben?

00:24:10: Ja, es wird ein Effekt haben.

00:24:11: Wir haben sehr viele Instrumente oder?

00:24:13: Die sich unter Umständen auch aushebeln und die Frage ist wie sie die Hierarchie der Instrument sind.

00:24:18: und braucht das so viel Instrument?

00:24:19: diese Plafonierung verstehe ich ehrlich gesagt Wie Sie jetzt implementiert worden ist und wir die Diskussion aufnehmen.

00:24:25: Gut dass eine Experten-Diskussion erfasst, was ich hinaus will ist meine wirklich schmerzhaften Einschnitte, die wagt ja keiner.

00:24:32: Wir ham zum Beispiel viel zu viele Krankenhäuser, das haben sie auch immer wieder erwähnt, die alle hohe Kosten produzieren.

00:24:38: Was würden Sie sagen, wie viele Prozent der bestehenden Spitäle müsste man heute schließen?

00:24:42: Gut.

00:24:42: Man sagt ja immer etwa die Häfte bräuchte, etwa die Hälfte ist ganz... Es ist nicht evident und ich habe auch keine Evidenz dafür.

00:24:48: aber die Ambulantisierung muss zu diesem Strukturwechsel führen.

00:24:52: TARDOC ist eine wichtige Reform, EFAS ist eine wichtigere Form.

00:24:55: da haben wir die Digitalisierung.

00:24:58: Also TARDAC, FAS, Digitalisierung und Integrity versagen die...

00:25:02: Was Sie meinen das wird die Anzahl der Spitäler automatisch

00:25:05: öffnen?

00:25:05: Das muss das sein.

00:25:06: Und die Kantone müssen damit machen!

00:25:09: Aber diese vier Pfeiler, Ambulantisierung, sachgerechter Tarif, bessere Koordination unter den Leistungssäben, unter den Ärzten und Spitälern und Pflegeheimen whatever, also es muss eine Vertikalintegration geben und die Digitalisierung sind für mich die richtigen Ansätze, um die Fehlanreize anzugehen und die Überversorgung anzugeben.

00:25:29: Und erst dann müssen wir uns die Frage stellen.

00:25:31: Dann haben wir eine Grundlage, um zu diskutieren – ja braucht es jetzt auch einen!

00:25:36: Strukturwechsel, auf Ebene der Kassen muss man konsolidieren.

00:25:41: Aber

00:25:41: kommen wir noch mal zurück zu den Spitälern?

00:25:43: Ich meine das wäre ja ganz einfach zu lösen.

00:25:45: das Problem Überversorgung!

00:25:46: Der Bund ist verpflichtet die Behandlungskqualität aller Spitäler offen zu legen und vergleichbar zu machen.

00:25:51: Die Patienten würden mit den Füßen abstimmen aber abgesehen von einer rätselhaften Website die seit paar Monaten aufgeschaltet ist nichts passiert weil es eine Enorme Lobby gibt, oder?

00:26:03: Also wer genau schützt die schlechten und überflüssigen Krankenhäuser in der Schweiz.

00:26:08: Mit der neuen Spitalfinanzierung, die zwölf in Kraft getreten ist, hätte ein echter Wettbewerb zwischen den Spitälern stattfinden müssen.

00:26:17: Das ist nicht passiert!

00:26:19: Es braucht diese Transparenz, die Sie vorhin erwähnt haben.

00:26:22: Ich habe immer gesagt... Aber

00:26:23: das kommt nicht!

00:26:24: ...

00:26:24: es braucht einen Tripadvisor.

00:26:27: Tripadweise

00:26:27: für Schweizer Spitäler?

00:26:29: Ja, genau

00:26:30: hier Nullsterne.

00:26:31: Hier stirbst du garantiert

00:26:32: gegen mich.

00:26:32: Wie viele Fallzahlen wie viel Routine ist die Patientenzufriedenheit?

00:26:37: Wie ist die Infektionsrate?

00:26:39: Sie haben ja die Zahlen alle gesehen.

00:26:41: Wie brutal extrem sind die Qualitätsunterschiede bei Schweizer Spitälern?

00:26:47: Es gibt Unterschiede und...

00:26:48: Je nachdem in welches Krankenhaus ich reinkomme, ist meine Sterbewahrscheinlichkeit höher.

00:26:54: Ja absolut!

00:26:56: Es braucht ja nicht einmal das Plazett des Bundesrates oder der Kantone.

00:27:04: Eigentlich könnte man in den alternativen Versicherungsmodellen Wirklich eine Art Tripadvisor haben und die Patienten in jener Spitele stehen, die im Qualitativ vorstehen sind.

00:27:17: Und auch accessible sind, affordable sind, bezahlbar sind.

00:27:20: Gut,

00:27:20: die anderen Spitäler würden dann entweder pleiten gehen oder sich reformieren?

00:27:24: Ja

00:27:24: wir wollen den Wettbewerb!

00:27:26: Aber den wollen offenbar viele nicht.

00:27:28: Ja, aber das ist echter Weppewerb!

00:27:30: Da gibt es eine natürliche Selektion.

00:27:32: Man muss den Mut haben und das ist meine Hauptbotschaft heute bzw.

00:27:36: das gesunde Mut haben entscheidet zu treffen.

00:27:39: Wir treffen keine Entscheide Weil es um Tod und Leben, weil es um einen Markt der eben Hunderzehn Milliarden wird Und es geht

00:27:47: auch um politische Macht oder?

00:27:49: Also in einer Region die kein Krankenhaus mehr hat Es ist dann gleich ein bisschen hinten an.

00:27:55: Aber hätten nicht die Krankenkassen als Rechnungszahler viel mehr Druckmöglichkeiten?

00:28:00: Machen wir natürlich, oder.

00:28:01: Wir kontrollieren – also die CESA kontrolliert ca.

00:28:03: eine Million Rechnungen pro Jahr, spart rund eine Milliarde pro Jahr.

00:28:10: Natürlich!

00:28:11: Jede Kasse hat diese Möglichkeit und macht das auch.

00:28:13: Es sind Hundertfünfzig Millionen Rechnungplan, vier Milliarden Einsparung, overall pro Jahr.

00:28:17: Und ich kann Ihnen sagen, wir hatten mal so einen Trip-Advisor haben es versucht oder innerhalb der CSS Den muss man natürlich alimentieren, den muss man ernähren.

00:28:26: Und ich kann Ihnen sagen bis Ende letzten Jahres ... Ich hatte wirklich einen Top-Team in der Geschäftsange, aber auch einen super Leistungschef.

00:28:34: Da hab' ich gesagt auf diesen Tripadweißer oder?

00:28:36: Da habt ihr einfach das Wollte nicht.

00:28:39: Das habt ihr nicht mehr weitergeführt.

00:28:42: Das war so ein bisschen ein Wehrmutzrapfen für mich, weil die Möglichkeit gewesen wäre eben diese Diskussion oder auch

00:28:48: publik

00:28:49: zu

00:28:49: machen.".

00:28:50: Wir sind gleich zurück!

00:28:55: Erleben Sie mit Tverenboldreisen die schönsten Städte und Konzerthäuser, mit Weltklasseakustik?

00:29:00: Wir bringen sie bequem an die besten Adressen.

00:29:03: In Die Elbphilharmonie in Hamburg, in die Skale di Milano oder Semper Opa in Dresden Denn hier entfalten sich große Komposition am eindrücklichsten Gänsehortmomente inklusive!

00:29:25: Ich meine, was für eine Diskussion?

00:29:26: Der Triple-Domais für Schweizer Spitäler.

00:29:28: Hier stirbst du schneller als dauer.

00:29:30: Ja gut das mit dem Sterben finde ich jetzt etwas makaber aber die Qualitätsunterschiede hat jeder Patient verstanden und ich meine dass hätte man diese Plattform könnte man dann auch verzahnen mit einer Second Opin oder mit einer Beratung whatever.

00:29:43: und ich glaube am Ende des Tages braucht es das.

00:29:46: Hätte ja eine Einheitskasse wie sie die Linken fordern eigentlich nicht mehr macht Wenn alles gepult ist in so einer Riesenkasse, die dann sagt das zahlen wir einfach nicht mehr.

00:29:57: Die schlechte Qualität?

00:30:00: Die Krankenversicherungen sind ja in einem Verband organisiert, Priusvis.

00:30:03: Und dort wird diese Diskussion geführt.

00:30:06: Diese Bündelung der Macht ist der großen Versicherer, also der acht Größten aber auch der Kleineren und Mittler.

00:30:13: die wird geführt...

00:30:15: Aber offenbar ist der Effekt gleich null?

00:30:17: Ja gut!

00:30:17: Sie haben natürlich die unterschiedlichen Interessen, die sie irgendwie unter Reihenhut bringen müssen.

00:30:21: das ist nicht ganz einfach.

00:30:22: Das wäre für die Einheitskasse nicht ganz so einfach.

00:30:24: Wäre für die einheitskassen nicht ganz.

00:30:26: sein wir ehrlich das Problems sind die Gesundheitskosten

00:30:29: nicht die Verwaltungskosten.

00:30:30: Obwohl

00:30:31: wir mit vierzig Kassen wirklich viel zu viele Kassen in der Schweiz haben?

00:30:34: Neununddreißig, Kassenvierzig ist es.

00:30:37: Haben Sie nicht mal gesagt, höchstens zehn bis fünf sind?

00:30:39: Ich

00:30:39: glaube diese Konsolidierung auf der Vitalsseite ist wichtig und unter Umständen braucht das auch eine Konsoliderung bei den Kassen.

00:30:46: Aber wenn mir jetzt einmal alles zusammenfassend, Eva's Tardog weniger Kassen und ein paar Spitalschließungen, ist das ja im Vergleich zum fundamentalen Problem Alles nur kosmetik, oder?

00:30:56: Laut CSS-Studie ist die Mengenausweitung eine der Hauptursachen für die Kostenexplosion.

00:31:02: Kein Wunder!

00:31:03: Niemand hat einen Anreiz zu sparen.

00:31:05: Ich überspitze mal ein bisschen... Der Arzt steuert mit seinem Info-Vorsprung die Nachfrage des ahnungslosen Patienten und damit sein eigenes Einkommen, was sich in immer noch astronomischen Gehältern gewisser Spezialisten zeigt.

00:31:18: Und der Patient holt sich, was er holen kann – er ist ja versichert, der Selbstbehalt ist gedeckelt und sein Körper ist ihm verständlicherweise

00:31:26: heilig!

00:31:27: Einverstanden?

00:31:28: Das Anreizsystem ist doch tödlich für das System.

00:31:31: Das Anreize-System wird beseitigt durch diese wichtigen Reformthardocken.

00:31:36: Sind Sie sicher?

00:31:37: Wenn man es richtig macht, wenn man es umsetzt und da sind wir bei der Umsetzung dann hat das Potenzial dieser Fehlanreize zu beseittigen.

00:31:44: Aber gewisse Spezialisten so Urologen, Orthopäden, Augenärzte verdienen ja noch immer Unsummen!

00:31:50: Ist es ein Naturgesetz?

00:31:51: Reichen nicht drei, vierhundert Tausend pro Jahr?

00:31:53: Warum muss ein Arzt das X-Fache von einem Bundesrat verdienen?

00:31:57: Also gut... Also das mit der Bundesratsentschädigung, da ist die Baseline auch nicht immer ganz korrekt.

00:32:03: Aber wir wollen nicht in den Detail gehen.

00:32:06: Ich kann es einfach formulieren!

00:32:07: Sind die Ärzte zu gierig?

00:32:09: Ich würde nicht sagen, dass sie zu gierung sind.

00:32:12: Schauen Sie, die Ärste spezialisierten Ärzten, aber vor allem die Hause, die üben eine extrem wichtige Aufgabe aus.

00:32:19: Da sind wir uns einig.

00:32:21: Wie viel diese Leistung dieser Ärzte ist.

00:32:24: Ja, wer beantwortet das?

00:32:25: Wer entscheidet das?

00:32:26: oder was ist ein Chefarzt wert?

00:32:28: Was ist ein Spezialist wert?

00:32:30: Das ist eine schwierige Frage.

00:32:31: Viel wichtiger ist wenn diese Ärzten vermeintlich soviel verdienen dann hat es mit der Tarifstruktur etwas zu tun und die neuen Tariftstruktur.

00:32:42: mit dem TARDOC kann man jedes Jahr eine Überprüfung der Tarife machen.

00:32:48: Und das, glaube ich ist der richtige Weg!

00:32:50: Man muss die Tarifstruktur, die einzelnen Tagspunktwerte überprüfen und neu definieren.

00:32:54: Kein

00:32:54: Wunder ist da aufschrei so laut bei gewissen Spezialisten oder?

00:32:58: Die das natürlich nicht wollen.

00:32:59: In meiner Einfrage oft kommt das ja im Zusammenhang mit diesen Großverdienern auch zum Einsatz von Implantaten.

00:33:04: Das sind dann die berühmten Skandäle oder Interessenkonflikte.

00:33:09: Ich habe mittdesignt, ich verdiene mit also implantiere vielleicht auch mal wenn es gar nicht nötig.

00:33:15: Das ist meistens in all diesen Skandalen immer der Grundmechanismus.

00:33:19: Auch Jüngst oder beim Herzchirurgen Maisano in Zürich hat sich das wieder gezeigt.

00:33:25: müssten die Krankenkassen in der Rechnungskontrolle da nicht noch viel schärfer vorgehen, weil sie sehen ja wundersame Häufel von der Operation.

00:33:32: Ich habe früher als Junge schon mal einen Riesenskandal aufgedeckt mit Hüftprothesen.

00:33:37: Da haben gewisse bekannten Kliniken in der Schweiz teilweise Patienten zwei-drei Mal reoperiert.

00:33:42: also jeder, der die Rechnungen gesehen hat muss sich dann fragen wie kann es sein dass innerhalb von einem Jahr oder zwei mehrere Prothesen raus im wahrsten Sinne des Wortes rausfallen?

00:33:51: Wer kontrolliert so was?

00:33:53: Das sind natürlich die Krankenversicht, das ist auch die Uraufgabe eines Krankenversichts.

00:33:56: Und merken Sie das auch?

00:33:57: Die merken das auch!

00:33:58: Natürlich merkt man nicht immer alles, weil man kann das mit dem konkreten Einzeln nicht matchen.

00:34:04: Die CSS bezahlt pro Tag dreißig Millionen pro Tag.

00:34:08: Hundertfünfzig Millionen pro Woche – wahnsinnig viel.

00:34:11: Es gibt eine Art Autobahn

00:34:13: oder?!

00:34:14: wo die Rechnungen durchgehen und dann gibt es Autobahnausfahrten.

00:34:17: Die auffälligen Rechnung werden dann durch die Autobahnausfahrt rausgeschleißt, oder?

00:34:22: Und dann überprüft man den Fall.

00:34:24: Was heißt Auffällig?

00:34:24: Gibt es zum Beispiel... Also ich frage jetzt ganz simpel, was Sie Ärzte auf die Schwarze Liste tun.

00:34:31: Absolut!

00:34:31: Das

00:34:31: ist völlig klar.

00:34:32: Das

00:34:32: ist absolut.

00:34:33: Machen wir, machen wir.

00:34:34: Und wir haben ein.

00:34:35: Assizes hat ein großes und gutes Versicherungsmissbrauchsteam aufgebaut in dem letzten ... Sieben Jahre, dass genau solche Fälle auftreten.

00:34:45: Nimmt

00:34:45: der Missbrauch zu?

00:34:47: Per Missbraucht ist die Fälle... Die Patterns sind immer wieder unterschiedlich.

00:34:53: Missbrauchs hat das immer gegeben wie es immer gibt.

00:34:55: So ist es.

00:34:55: Hilft denn die KI jetzt noch besser um Muster aufzudrücken?

00:34:59: Absolut!

00:34:59: Das

00:34:59: muss doch teilweise extrem sein was sie findet.

00:35:03: Absolut die KI hilft und da eben lohnt es sich und das habe ich noch in meiner Zeit gesagt.

00:35:08: Und wir haben schon bereits Modelle dann entwickelt gehabt, die KAI hilft im Detail diese Patterns aufzudecken.

00:35:16: Da bin ich überzeugt und da muss man investieren!

00:35:21: Jetzt müssen wir unbedingt über den Zeitgeist sprechen oder?

00:35:25: Der gibt ja wenn ich mir das so ansehe also der kann ja dem System eng gültig den Rest geben.

00:35:30: Ich meine durch das Land rollte er so eine richtige Achtsamkeitswelle oder die Gesellschaft ist total übersensibel.

00:35:36: Die psychischen Erkrankungen boomen, da auch die Eintritte in die IV der jungen Wegenpsychiatrie alles boomt es geht alles durch die Decke.

00:35:44: Der Gang zum Mars wird zu Routinen.

00:35:46: Die Kranken-Tage steigen nicht nur in Deutschland sondern auch in der Schweiz.

00:35:49: In Deutschland sind sie noch weit vor uns aber auch hier steigen sie massiv an und egal ob Abnehmenspritze der Psychotherapie alles zahlt die Grundversicherung Sind wir zu wehleitig geworden und ist das eigentlich der perfekte Sturm für das Gesundheitssystem?

00:36:03: Ich glaube es gibt zwar eine Post-Corona-Zeit oder Periode, wo auch bei der CESUS wir haben ja jedes Jahr diese Gesundheitsschulde gemacht.

00:36:14: Und die AXA kürzt sich auch einen Report publiziert.

00:36:18: Da haben wir natürlich gesehen, dass ich glaube diese Zeit hatte einen Impact vor allem auf die jungen Leute.

00:36:25: Wir sehen jetzt auch das in den letzten fünf Jahren, dass es bei den Eltern ab fünf und fünfzig Jahren eher stabilisierend ist oder?

00:36:33: Und bei den Jungen zwischen siebzehn, vierundzwanzig Jahre bis fünfundreißig Jahre wirklich das Thema des Mental Healths der psychischen Erkrankung zunimmt.

00:36:47: Die Welt verändert sich rasant, dann Arbeitsmarkt und Zukunftsängste.

00:36:51: Aber auch die Digitalen Technologien oder die Abhängigkeit von digitaler Technologie.

00:36:57: Und was man auch sieht in diesen Reports, ist Medikamenten und Drogenmissbrauch.

00:37:03: Nimm zu!

00:37:04: Aber das ist ein gesellschaftliches Phänomen und dieses gesellschaftliche Phänomene muss man im Griff bekommen vor allem als Arbeitgeberin.

00:37:12: Muss man da investieren oder in das betriebliche Gesundheitsmanagement?

00:37:16: Das machen sehr viele Arbeitgebers.

00:37:18: Ist die Gesellschaft zu achtsam geworden?

00:37:20: Ich meine früher hat sie immer nur geheißen stell dich nicht an gehe einfach arbeiten.

00:37:25: heute ist man schon zu Hause, bevor irgendwas passiert ist.

00:37:29: Sind die zu achtsam?

00:37:30: Zu übersensibel?

00:37:31: Kann sein!

00:37:32: Schauen Sie, ich bin da vielleicht nicht repräsentativ und das wussten und wissen meine ehemaligen Mitarbeitenden... Ich habe dann immer gesagt so jetzt also... Also ich glaube es ist eine Indenunternehmung und ist es eine Frage der Führung wie man mit den Leuten umgeht, wie man bei ihnen spricht.

00:37:50: Ich hab sehr schnell gemerkt wenn jemand gefällt hat Ich habe mich auch egal, auf welcher Stufe dann hat die Frage erkundet.

00:37:56: Erkündigt?

00:37:56: Warum ganz genau?

00:37:57: Und es ist nicht... Es hat nicht mit Aufsicht oder Polizeistattes und zwar mit Sensibilisierung, was passiert da?

00:38:03: Was passiert da vor allem mit diesem Homeoffice-Thema, oder?

00:38:06: Da ist es wichtig dass man den Kontakt zu den Mittagern, zu den Menschen nicht verliert und ich glaube das ist auch das eine unternehmliche und gesellschaftliche Aufgabe, dass man da wirklich...

00:38:15: Das Homeoffices ja auch ein bisschen, das fördert ja gut, das ist jetzt eine Leinannahme von mir.

00:38:20: aber das Homeoffic kann sich auch... bisschen fördern, weil du fällst ja ein Tick schon aus der Struktur raus oder?

00:38:25: Da bist dann zu Hause zwei Trager etc.

00:38:27: Ich meine beim Bund in Bern haben sie gewisse Staatsangestellten seit Monaten nicht mehr gesehen.

00:38:31: Es ist ein Riesenthema und die sind auch da gibt es dann schon sagen Ja das Homeoffice macht einsam.

00:38:37: Es gibt viele so Spuren wo wir das eigentlich ein bisschen verstärken oder?

00:38:41: Weil Arbeit an sich wird nur noch als Belastung gesehen aber ist ja auch sinnstiftend.

00:38:46: Strukturschrift

00:38:47: etc.

00:38:49: Wir haben jetzt kein Saltersamannee angesehen zwischen Homeoffice und diesen psychischen Erkrankungen.

00:38:54: Aber diese Menschen, wenn man eine solche Prädisposition hat, das kann auch in Büro passieren.

00:38:59: Sie können da sitzen und irgendwie ins Loch fallen.

00:39:02: Wichtig ist schon, dass man diesen Rahmen aufrechterhält.

00:39:06: Dass man die Kultur-Komponente, die es wichtig unter Arbeit gibt ... Die meisten arbeiten ja!

00:39:14: Da ist ein wichtiger Player in der Prävention Solcher Phänomene?

00:39:23: Ich komme noch mal zurück auf diese berühmte CSS-Studie zu den Ursachen.

00:39:27: Technologischer Wortschritt erhöht die Kosten, neue Medikamentebehandlungen.

00:39:31: bleiben wir bei den Medikamenten.

00:39:33: Nehmen wir die Pharma, die inzwischen für eine seltene Krankheit bei Säuglingen Preise von zwei Millionen und mehr pruscht!

00:39:40: Pritze aufruft, also eine Dosis über zwei Millionen Franken, teilweise noch mehr.

00:39:45: Ich meine wer soll das künftig bezahlen wenn es so weitergeht?

00:39:48: Wer entscheidet ob der Säugchen stirbt oder dieses Zwei-Million Medikament noch kriegt?

00:39:54: Ja am Ende des Tages, wenn man vor Mail sind ist letztlich die Tarifpartner.

00:39:59: Also jetzt rein... Vom Gesetzesauftrag her sind das Tarifbarn, d.h.

00:40:03: die Farben und Versicherer – natürlich ist der Bund da auch im Spiel – und die Kantone.

00:40:08: Das ist letztlich ein Konsens, der entstehen muss über die Preise.

00:40:13: Die Preise brauchen aber auch Preis-Festsetzungsmechanismen, die gibt es oder?

00:40:18: Das haben Sie wunderschön gesagt, aber ich werde jetzt ein bisschen hutschnitten.

00:40:23: Ich meine sind die exorbitanten Preise der Farmer gerechtfertigt?

00:40:26: Wären die gerechtwertig durch die Wirksamkeit oder wie natürlich viele der Farmen unterstellen da wird abgegriffen.

00:40:33: Ich glaube, Sie haben das richtige Wort.

00:40:34: Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit ist wichtig.

00:40:36: Und diese beiden Faktoren müssen überprüft werden, stringent überprüfen um den richtigen Preis festzulegen.

00:40:46: Das ist eine schwierige Geschichte!

00:40:49: Diese neuen Medikamenten... Die ermöglichen ein besseres Leben, ein längeres Leben.

00:40:57: Also zwei Millionen ist nicht per se zu viel?

00:40:59: Hängt darauf an wie der Heilungserfolg ist.

00:41:02: oder was ist die Wirksamkeit?

00:41:03: Wie ist der Heilungserfolg einzuschätzen?

00:41:05: und da braucht es die Tarifpartner, die hart verhandeln, weil die Prämenlast wirklich kontinuierlich hochgeht.

00:41:15: Die Frage ist aber auch da welche Gesundheit wollen wir uns am Ende des Tages leisten?

00:41:21: Und da haben wir, ich habe vor zwei Jahren ein intern bei uns einen guten Auftrag gegeben, screent mal den Leistungskatalog.

00:41:29: Gibt es Mechanismen?

00:41:30: Ich glaube, den Leistungskatalog zu reduzieren, schwierige Diskussion politisch wahrscheinlich überhaupt nicht machbar und auch sehr... Das

00:41:36: würde aber viel bringen, oder?

00:41:37: Psychotherapie abnehmenspritze

00:41:39: dann... Ja, psychotherapie ist ja vor fünf Jahren reingekommen!

00:41:42: Warum?

00:41:43: Das hat ja funktioniert in der Zusatzversicherung.

00:41:45: Die Abnehmspritze geht jetzt durch die Decke.

00:41:48: Die Abnehmensspritze habe ich ja das Wissensinn-Interviews immer wieder kritisiert, oder?

00:41:51: Auch das habe ich gedacht.

00:41:53: Das ist etwas was man in der zusätzlichen Zahl kann.

00:41:55: Moment aber!

00:41:56: Es gibt natürlich patologische Fälle wo die Abnehmspritze ein wirksames Mittel ist und man sagt auch dass die Abniemsspritze bei Multimorbidität hilft.

00:42:13: Wer weiß, vielleicht wissen wir, dass die Prävention dazu kommt.

00:42:16: Wir wissen es nicht!

00:42:17: Vielleicht wird's dann immer billiger?

00:42:18: Weil diese langzeiten Facts nicht anders, das kann natürlich sein.

00:42:23: Das Preisniveau ist hoch in den USA und noch viel höher bei den Medikamenten.

00:42:28: haben wir bislang davon profitiert?

00:42:29: wie Donald Trump behauptet

00:42:30: kann man so nicht sagen.

00:42:32: Natürlich gibt es Preisunterschiede und die Pharma hat bereits auch schon Deals mit den USA abgeschlossen, am Ende des Tages müssen wir uns über den gerechten Preis auseinandersetzen – egal ob in den USA oder der Schweiz.

00:42:52: Aber MFN, Most Favorite Nation, das muss man vertiefen...

00:42:58: Erklären Sie das schnell.

00:42:59: am Most Favourite Nation.

00:43:00: Ja, welches ist der Referenzpreis?

00:43:03: Um den Preis eines Medikaments festzusetzen, ist es die Schweiz und Europa.

00:43:07: Und eine Geheimwissenschaftung?

00:43:09: Die

00:43:09: Rabate hinter den Kulissen, BAG

00:43:11: etc.,

00:43:12: wird ja alles komplett unter dem Deckel gehalten.

00:43:14: Ist das zeitgemäß?

00:43:18: Es ist nicht Zeit gemäß.

00:43:19: Aber ich glaube, dass die Diskussion um die Preispfestsetzung von Medikamenten Die läuft nicht gut im Moment.

00:43:28: Und

00:43:28: die wird auch noch viel krasserer, Trump will das ja ändern und bereits heute macht die Pharma allen vor allem Novartis aber auch Rosch einen enormen Druck auf die Schweizer Politik dass die Preise hochgehen.

00:43:38: was ist Ihre Prognose?

00:43:40: Es weckt so ein bisschen wie eine Presse.

00:43:41: Was ist Ihre prognose?

00:43:43: Ich kann es nicht sagen.

00:43:44: Ich hoffe einfach, dass BAG und Pharma und die Versicherer einen guten Weg finden damit diese Medikamente zugänglich bleiben zu einem guten Preis.

00:43:53: Das ist meine sehr diplomatische Antwort hierzu.

00:43:56: Es ist ein schwieriges Unterfangen.

00:43:58: Die Fronten sind verhärtet.

00:44:00: Ist das eine Presse?

00:44:02: Nein ich glaube nicht.

00:44:04: Aber die Fronten werden verhärtet Und ich glaube es braucht einen neuen oder andersartigen Rundentisch.

00:44:14: Ich glaube, da braucht es eine neue Mischung von Menschen die sich an den Tisch setzen und einen Konsens finden.

00:44:21: Also

00:44:21: Sie würden sagen, die Player auf Pharma- und Bundseite können nicht mehr miteinander.

00:44:26: Das weiß ich nicht.

00:44:27: Ich sehe in die Innereien nicht rein, aber man liest es und hört das.

00:44:32: Und es braucht jetzt einen guten Dialog damit die Preisfestsetzung begriffen wird.

00:44:37: Wir hatten

00:44:37: ja kürzlich im Dienstzeit am Sonntag ein BAW-Papier wo relativ ottenmäßig wurde da von den zuständigen Staatsangestellten gesagt was sie von der Farmeindustrie halten!

00:44:51: Da muss man dann sagen, da wächst kein Gras mehr.

00:44:53: oder in der Diskussion wenn man so reingeht?

00:44:56: Ich muss ehrlich sagen, dieser Artikel hat mich natürlich bewegt.

00:45:00: Ich habe dann auch reagiert mit Leuten gesprochen und finde ich nicht gut.

00:45:08: Keine gute Basis um Konsens zu finden, keine gute Basismen.

00:45:11: das Gesundheitswesen...

00:45:12: Das riecht eigentlich fast noch mehr Eskalation?

00:45:15: Ja!

00:45:15: Und der Start-up darf keine Eskalationsstatt.

00:45:18: Genau bei den Eskalaturen

00:45:19: bedeutet es... Harte Verhandlungen Harte Verhandlung.

00:45:22: Aber die Eskalation bedeutet natürlich höhere Preise, noch mehr Prämien.

00:45:24: Für viele Familien ist die Belastungsgrenze längst erreicht oder?

00:45:28: Die Politik verspricht jetzt immer mehr Zuschüsse.

00:45:31: Verschiebt man das Problem am Ende einfach auf den Staaten immer üppigere Premium-Verbildungen bezahlt und beim System passiert nichts weil sich die Politik nix traut?

00:45:40: Beim System passiert nicht nichts...

00:45:42: ...oder wenig

00:45:43: Einheitliche Finanzierung, TARDOG, Digitalisierung, integrierte Versorgung.

00:45:47: wenn man diese vier Pillars, wenn man die gut harmonisierten, die spielt und umsetzt glaube ich wirklich dass es Effekte erzeugt.

00:45:58: Aber sie glauben nicht das einfach die Premium-Verbildungen immer mehr werden?

00:46:01: weil selbst die SVP macht jetzt auf kommunaler und kantonaler Ebene Initiativen kommt damit auch durch dass man dann sagt okay dann zahlt einfach der Staat.

00:46:11: Ja wir müssen frehnen dass der Staat mehr bezahlt.

00:46:15: wie gesagt diese Reformen weitertreiben.

00:46:17: Wir müssen uns fragen Wie kommt eine neue Leistung in den Leistungskatalog?

00:46:23: Welche Mechanismen, wirksame Ex-Amte-Mechanismen gibt es?

00:46:27: damit wird da nicht irgendwie wirklich eine brutal, ja exzessive dann Mengenausweitung.

00:46:35: Jetzt müssen Sie nochmal einen Einblick geben ins Seitschweizer Gesundheitssystem.

00:46:39: Wer hat das geschafft aus Sämpigen in diesen Katalog reinzudrücken.

00:46:45: Da gehe ich mir davon aus, dass Hinterkulissen ein paar Leute die klare Interessen haben und einige Leute die nicht aufgepasst haben dann das zulassen.

00:46:53: Ich meine wie kann es sein?

00:46:55: Ja, das geht zuerst zur Swissmedik und dann wird es geprüft.

00:46:59: Die Sicherheitsaspekte natürlich und dann geht's zum BAG.

00:47:03: die prüfen Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und wenn das erfüllt ist kommt das in den Leistungskatalog.

00:47:07: Die Frage ist was sind die Thresholds?

00:47:10: Überlegt

00:47:10: sich denn niemand was es bedeutet wenn das in dem Katalog reinkommt dass dann alle diese Spritze wollen wie das ja jetzt der Fall ist?

00:47:17: wir sehen sie an den Umsätzen.

00:47:19: Ich glaube es würde sich lohnen wenn man vielleicht für tiefere Rechtsfolge Abschätzung machen würde.

00:47:24: Übrigens gibt es dieses HTA, Health Technology Assessment, das genau diese Aufgabe erfüllen müsste und dieses HTD wird zu zurückhaltend eingesetzt und da müsste man investieren, dass man diese HTAS.

00:47:40: aber eben die sind auch kompliziert.

00:47:41: Die Frage ist braucht einen Mechanismus wo man sich wirklich in Zukunft überlegt was kommt?

00:47:48: Was bezahlt die Grundversicherung Und was bezahlt die Zusatzversicherung?

00:47:52: Achtzig bis neunzig Prozent der Schweizer Bevölkerung haben eine Zusatz- versicherung allgemein ganzeschweiten.

00:47:57: Die Spreche da wirklich nicht von zwei Klassenmedizinien, wirklich nicht!

00:48:00: Gut, Politik ist kompliziert.

00:48:02: und dazu habe ich natürlich noch eine andere Frage.

00:48:04: Sie haben mal gesagt Bundesrätin Elisabeth Baumschneider höre zu und die Gespräche seien konstruktiv.

00:48:11: Das sei bei Alain Bersee, dem Vorgänger weniger der Fall gewesen.

00:48:15: Jetzt will ich natürlich Details hören!

00:48:17: Wie war es denn mit Herrn Bersee?

00:48:19: Es

00:48:19: war immer sehr spannend.

00:48:22: Es ist viel

00:48:22: zu diplomatisch.

00:48:24: Es waren spannende Anregungen und inhaltlich immer super Spanen.

00:48:26: Ich glaube letztlich wusste er kannte sein Weg.

00:48:30: seine Entscheidungen waren letztlich seine Entscheidung.

00:48:34: Also

00:48:35: ich übersetzte mal einfach gemacht was er wollte.

00:48:37: das war ihm egal was sie gemeint haben.

00:48:39: Ich glaube, er hat schon zugehört.

00:48:40: Er hat den einen oder anderen Input aufgenommen und ist sicher eigenwillig gewesen und hat sein Programm durchgesetzt.

00:48:53: Hat sie die Arbeit mit dem langsamen Müll in der Politik eigentlich nicht zum Wahnsinn getrieben?

00:48:57: Geduld ist ja auch nicht ihre Stärke!

00:48:59: Ja, hat mich.

00:49:00: aber ich habe versucht dann... Und glauben Sie mir, wenn ich so öffentlich dann irgendwelche Statements...

00:49:08: Genau.

00:49:08: Selbst behaupten von sehntausend Franken oder so, dann sind ja alle völlig ausgefleppt.

00:49:13: Passiert das natürlich nichts?

00:49:14: Oder weil die mühlen mal langsam?

00:49:16: Ja genau.

00:49:17: Nein!

00:49:18: Ich hab mich dann geäußert und Stellung bezogen.

00:49:21: im Unternehmen das gemacht, was die Politik vielleicht nicht macht oder früher gemacht.

00:49:26: Also ich habe mit der CSS das gemacht was mir richtig schien und die Firma hoffentlich nach vorne gebracht.

00:49:33: Ich meine Sie sind ja selber schuld dass sie in so eine politisierte Geschichte reingegangen sind.

00:49:38: als Kind wollten sie etwas viel cooleres werden?

00:49:42: Als irgendwie Kassenchefinnen- und Verwaltungsrätin.

00:49:44: Sie wollten Astronautin werden oder Diplomatin und am Ende hieß ihre erste Station Leerseminar.

00:49:51: Puh, eine ganz harte Landung.

00:49:53: verlangten die Eltern etwas Vernünftiges?

00:49:56: Meinen Sie... wie meinen Sie das?

00:49:58: Dass

00:49:58: sie nicht einfach was geschätzt machen sollen und Lehrerin machen sollen?

00:50:02: oder war es Ihre eigene Wahl?

00:50:03: Nein,

00:50:03: das waren meine eigenen Wahlen ich hatte.

00:50:05: Okay also von Astronautin und Diplomaten zu Lehrer sind tiefer...

00:50:09: Wobei diese Wünsche erst nach dem Leer-Seminar ist an der Uni Zeit eigentlich.

00:50:14: sich herauskristallisiert haben.

00:50:16: Okay,

00:50:17: also das war schon fast ein Traumberuf für Sie leeren zu werden?

00:50:20: Nein!

00:50:22: Ich war sehr musisch und ich war sehr breit interessiert.

00:50:26: Und das war für mich so ein bisschen ... Das Programm oder das Lerse habe ich noch, es war einfach sehr brei.

00:50:31: mit der Musik, mit der Literatur, mit Naturwissenschaften... War glaube ich die richtige Schule für

00:50:37: mich.

00:50:37: Und Ihre Eltern waren damit zufrieden?

00:50:39: Gut, meine Eltern waren ... Sie haben sich nicht wahnsinnig groß da reingemischt.

00:50:44: Okay gut!

00:50:46: Das habe ich fast schon geahnt weil ich meine laut Legende ließen sie ihren Vater ja schon am ersten Kindergartentag komplett abtropfen und schickten ihn weit vor der Schule nach Hause.

00:50:55: Warum war er in Beinlich?

00:50:57: Überhaupt nicht aber ich glaube... Es könnte sein, dass ich nichts wollte, wie ich mit meinem Vater sah.

00:51:06: Aber es hat wahrscheinlich meinen eigenständigen Art zu tun.

00:51:09: Ich war sehr selbstständig schon als Kind und wollte nicht, dass die Eltern mich überall begleiten.

00:51:15: Ihre Eltern kamen aus der süditalienischen Provinz Avellino, sind in den Schweiz zum Arbeiten gekommen.

00:51:21: Wie hat sie diese Familiengeschichte geprägt?

00:51:25: Letztlich positiv.

00:51:26: Ich bin mehrsprachig aufgewachsen, ich glaube was ich mitbekommen habe ist die Fähigkeit mit unterschiedlichen Menschen zu interagieren mich schnell anzupassen Mit wenig auszukommen oder mit viel auszukomen.

00:51:41: Mit

00:51:41: wenig?

00:51:41: Das müssen Sie jetzt erklären.

00:51:43: Ja mit weniger... Das

00:51:45: Geld flossen nicht in Strömen?

00:51:47: Nein

00:51:47: das war sicher nicht in strömen aber mir hat eines gut ehrlich gesagt mein Vater war hat uns alles ermöglicht.

00:51:54: Wir haben Instrumente gespielt und ich glaube, wir hatten auch ein gutes Vorbild von Integration mit meinen Eltern.

00:52:01: Die waren schon relativ früh auch Doppelbürger.

00:52:04: Ja es hat mich insofern geprägt als ich sehr breit geblieben bin, sehr offen gebliebene bin.

00:52:11: Ich habe das Thema der Diversity nicht aktiv bespielen müssen weil ich glaube ich bin Trägerin oder einer relativ natürlichen Universität.

00:52:20: Ich denke...

00:52:21: Gab es eigentlich dieses Underdog-Gefühl, dass ja viele teilweise ein bisschen mit sich mitgeschleppt haben?

00:52:26: Weil sie in Anführungszeichen Gastarbeit, Segundo, Gastarbeiterfamilie...

00:52:30: Natürlich.

00:52:31: Das ist immer mit geschwungen und ich glaube das nicht...

00:52:33: Hat man Sie da spüren lassen?

00:52:35: Nein, eigentlich nicht ehrlich gesagt weil ich natürlich mithalten wollte.

00:52:39: Ich wollte natürlich so gut sein wie Jan Rodbesser aus meiner Schweizer Kollegin

00:52:43: und Kollegen.

00:52:44: Und ich zeig's euch

00:52:45: schon!

00:52:45: Ein bisschen schon.

00:52:46: Ich glaube diese Energie entwickelt man schon.

00:52:49: Das ist interessant.

00:52:50: Wir hatten kürzlich eine Titelgeschichte in der NCZ am Sonntag, Emil Steinberger Oki mit ganz vielen Prominenten und die haben uns alle erzählt welche einschneidenden Erlebnisse in der Kindheit oder welche Kränkung das Fundament für ihr Ehrgeiz war.

00:53:06: Und klang teilweise... Es ist

00:53:09: ein

00:53:11: Motor und es ist ganz spannend.

00:53:14: Ihre vertikale Mobilität ist ja beeindruckend, womit wir zum Bösen K-Word kommen oder K wie Karriere, das übrigens auch für Männer verwendet wird Auch wenn sie immer was anderes erzählen.

00:53:25: Aber haben Sie auf Ihrem Weg nach oben jemals die berühmte Glastecke für Frauen gespürt?

00:53:30: Nein, ich wurde vor... Also ganz ehrlich!

00:53:32: Ich glaube wir sprechen sehr viel, sehr oft und sehr lang darüber.

00:53:35: Und je länger man das manifestiert, desto negativer konnotiert kann es sein.

00:53:40: Ich höre das von jungen Frauen, die mir sagen, ah, das ist entmutigend oder wenn man über dieses Thema spricht.

00:53:45: Ich persönlich bin von Männern unterstützt worden gefördert worden.

00:53:52: Ich habe immer sehr viel gearbeitet, aber das hat viel mehr mit meiner Prädisposition zu tun als damit, dass ich beweisen musste.

00:53:58: Dass ich mehr tue als meine Männerkollegen und von daher hab' ich das so nicht gespürt.

00:54:04: Aber die Glastecke war glaube ich schon Realität?

00:54:06: Ja ja, die war Realität!

00:54:07: Ich war die erste Frau im SVF auch nach hundertsehbzien Jahren SVF, aber ich war die erste Frau glaube ich in der Rassekuranz überhaupt, CEO-Frau Natürlich hat man das gespürt und ich habe es natürlich auch in gewissen Konstellationen zu spüren bekommen.

00:54:19: Zum Beispiel?

00:54:20: Ja, natürlich auch interverbandsarbeit.

00:54:24: Also eine deutsche Managerin mit der ich mal ein Podcast vor Jan gemacht hab mir dann gesagt ja zum beispiel wenn dann einfach heißt können sie mal schnell Kaffee ruhen

00:54:32: Das hatte ich noch nie.

00:54:32: Aber man spürte schon, dass es so zwischen den Zähnen spürt man dann?

00:54:38: Genau die Glastecke war Realität.

00:54:40: aber heute ist ja eigentlich das Gegenteil der Fall oder alle suchen händeringend nach weiblichen Führungskräften hat sich doch komplett gedreht.

00:54:48: der Trend

00:54:49: Ich glaube er hat wiedergedreht, ich glaube das war eine Phase wo man die dreißig Prozentquote in den Verwaltungsräten erreichen musste.

00:54:55: Die wurde zwanzig vierundzwanzig sogar überschossen.

00:54:58: In den Geschäftsleitungen haben wir zweiundzwanzig Prozent Frauen gemäß Schilling Report oder dem letzten Schilling-Report.

00:55:05: Von daher, es hat sich glaube ich wieder beruhigt auch wenn man so im Markt sich rumhört.

00:55:13: Ich glaube was wichtig ist dass man das nicht auf das Thema Frau reduziert sondern letztlich die Kompetenzen auch schlaggebend bleiben und die gute Mischung in einem Gremium.

00:55:23: Ich glaube, der Routemix ist wichtig.

00:55:25: Die gute Diskussionskultur.

00:55:29: Man sollte den Fokus darauf legen.

00:55:31: Das ist richtig!

00:55:31: Aber trotzdem wird die Erzählung von der Diskriminierung der Frau im Job aufrechterhalten.

00:55:36: Erstaunlicherweise ist diese ewige Opferhaltung ein bisschen bequem?

00:55:40: Das kritisieren inzwischen sogar manche Feministinnen.

00:55:44: Aha, ja.

00:55:45: Frau Osterloh oder so.

00:55:46: Zum Beispiel?

00:55:50: Ich spüre das nicht so, ich erlebe es nicht so.

00:55:53: Diskriminierung war für mich nie ein Thema ist kein Thema höre ich übrigens auch nicht in den Gremien wo ich jetzt im Verwaltungsräten bin oder in Stiftungsräte.

00:56:02: also ich könnte hierzu... Das kann ich nicht unterschreiben.

00:56:05: Die Chefredaktur in des Westschweizer Verlags Lutton, Madeleine von Holzen ist auch eine Frau und sie sind dort frisch im Verwaltungsrat.

00:56:12: Was hat sie an dem Amt gereizt?

00:56:15: Zum einen hatte es eine biografische Komponente.

00:56:18: ich hatte die Lütton früher war das La Gazette de Lausanne hatten wir immer zu Hause Und mich haben diese Zeitung mich immer fasziniert.

00:56:28: warum?

00:56:30: weil ich immer so auf der Frontseite ein Artikel erwartet hätte, der sehr aktuell ist Aber es war nicht so.

00:56:37: Es gab immer dann irgendwie einen Leitartikel oder ein Artikel, den ich nie erwartet habe und das ist ein bisschen geblieben und das hat mich dazu bewogen, das anzunehmen.

00:56:50: West-Schweiz ist natürlich auch ... also die Sprache kommt wieder da in Spiel aber ich finde sie eine ... wie soll ich sagen?

00:56:57: Eine Suigeneris Zeitung die gute Qualität hat.

00:57:02: Und ich glaube, Qualitätsjournalismus ist die Zukunft.

00:57:07: Natürlich lese ich immer auch die NCZ logischerweise.

00:57:11: Gut das mussten Sie jetzt?

00:57:12: Nein, nein!

00:57:13: Also immer die NC Z, die Lotto und New York Times.

00:57:16: Und Medien haben mich immer fasziniert.

00:57:20: Immer

00:57:21: Meine, nach sechsundzwanzig Jahren CSS brauchen Sie wohl weiterhin ein bisschen Patientenkontakt.

00:57:26: Dafür eignet sich die kränkende Medienbranche ja bestens!

00:57:30: Womit wir bei der letzten Frage wären was ist dir größter Traum den sie noch verwirklichen wollen?

00:57:35: Es gibt verschiedene Wünsche die ich habe.

00:57:37: oder treu... Im KKM

00:57:38: mit dem Klavier auftreten?

00:57:39: Ja das nicht.

00:57:40: nein da bin ich ganz schlecht.

00:57:41: ehrlich gesagt dass traue ich mir nicht zu.

00:57:44: Ich hab nicht den großen Traum in diesem Jahr.

00:57:48: Ich bin sehr dankbar, dass ich interessante Angebote und Anfragen erhalten habe.

00:57:54: Ich nehme mir Zeit um unter die Lupe zu leben, diese zu bücheln und dann daraus den Traum zusammenzusetzen für die Zukunft.

00:58:03: Den kenne ich heute noch

00:58:04: nicht.

00:58:04: Okay wir sind gespannt!

00:58:05: Frau Kola Trella, ich danke Ihnen für dieses Gespräch.

00:58:07: Vielen Dank es war sehr spannend

00:58:10: Und Ihnen lieber Zuhörerinnen und Zuhöre bleibe ich für eine positive Bewertung ewig verbunden.

00:58:15: Als Anreiz schenke ich Ihnen einen Rabatt von dreißig Prozent auf ein Abo der NCC am Sonntag.

00:58:21: Das Angebot finden Sie unter go.ncc.ch-podcast für alle, die weiterdenken und besser leben wollen!

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