Weltkrieg, Weltraum & die Lehren aus der Iran-Krise: Airbus-Defence-CEO Schöllhorn

Shownotes

Host und NZZaS-Chefredaktor Beat Balzli spricht in dieser Folge mit Michael Schöllhorn, CEO von Airbus Defence & Space und damit Chef einer der weltweit grössten Rüstungskonzerne. Der ehemalige Hubschrauberpilot analysiert die Zeitenwende in der europäischen Sicherheitspolitik. Es geht um die Frage, ob Russland die NATO bis 2029 angreifen könnte, um die Abhängigkeit Europas von amerikanischen Waffen und ob es beim F-35 tatsächlich einen Killswitch gibt. Schöllhorn erklärt, warum der Eurofighter-Kampfjet von Airbus kein Oldtimer ist, welche Lehren sich aus der Irankrise ziehen lassen, was hinter dem Desaster beim Rüstungsprojekt FCAS steckt und weshalb der Weltraum zum nächsten Schlachtfeld wird. Und: Michael Schöllhorn verrät, wie es war, als Sohn eines Starfighter-Piloten aufzuwachsen und warum sein grösster Traum etwas mit seinen Kindern zu tun hat.

Gast: Michael Schöllhorn, CEO Airbus Defence & Space

Host: Beat Balzli

Produktion: Tonya Rupp, Ellie Media

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Transkript anzeigen

00:00:00: Dieser Podcast wird präsentiert von Twerenbold-Reisen.

00:00:03: Lehnen Sie sich

00:00:04: zurück und kommen sie im Königsklasse

00:00:06: Luxusbus

00:00:07: auf Entdeckungsreise.

00:00:08: Space wird, kann man bedauern aber es ist so ein Battlefield, ein Gefechtsfeld wie die anderen Dimensionen Landsee und Luft.

00:00:17: Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von NZZ Weekend dem wöchentlichen Podcast der NZZ am Sonntag!

00:00:24: Mein Name ist Bea Balsli und ich bin der Schäferdaktor der Nzz am Sonnentag.

00:00:29: Ja, die Zeitenwende hat Europa fest im Griff.

00:00:31: Jahrzehntelang hatte alte Kontinent nach dem Kalten Krieg die Friedensdividende verfrühstückt – die Armee wurde immer kleiner der Sozialstadt immer größer.

00:00:40: Die Politik delegierte die Sicherheit an die Schutzmacht USA und behandelte die Vertreter der eigenen Rüstungsindustrie in Wichtig-Schmudelkindern.

00:00:48: Damit ist es spätestens seit der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump vorbei.

00:00:53: Er zwingt seine europäischen NATO Partner zu massiv höheren Rüstungsausgaben.

00:00:58: Gleichzeitig stresst er das Bündnis regelmäßig, wie jüngst in der Grönlandaffäre oder im Nahostkonflikt.

00:01:05: Bedroht vom russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine muss Europa nun möglichst autonom verteidigungsfähig werden und die Abhängigkeit von amerikanischen Waffen reduzieren – womit wir bei meinem heutigen

00:01:17: Gast wären!

00:01:19: Er sitzt schon als Kind im Cockpit eines Kampfjets, liest am liebsten ein Alchemisten, quält sich auf der Rudermaschine steigt bei der Bundeswehr als Hubschrauberpilot ein, schraubt privat gerne auch mal Geschirrspüler zusammen und sitzt bald im Verwaltungsrat von Stadler Rail.

00:01:36: Michael Schöllhorn leidet heute als CEO von Airbus Defense & Space eine weltweit größte Rüstungskonzerne – schön dass sie heute bei mir sind!

00:01:45: Danke, dass ich hier sein darf.

00:01:47: Herr Schöllhorn Bevor wir uns genauer mit Innovationen und Irrwegen der europäischen Rüstungspolitik beschäftigen, und Sie mir am Ende dieses Podcasts verraten was Ihr größter Traum ist muss ich mal persönlich werden.

00:02:00: Wie sieht eigentlich die Zeitenwende zu Hause bei den Schöllhorns aus?

00:02:05: Haben sie den atom sicheren Bunker im Garten schon gebaut?

00:02:08: Nein also was unsere Behausung angeht hat sich gar nichts geändert dass die Zeiten Wände sozusagen spurlos an uns vorübergezogen.

00:02:15: Die Arbeitszeiten haben sich noch mal etwas erhöht und die Kurzfristigkeit von irgendwelchen Krisenthemen auch.

00:02:21: Insofern gibt es durchaus ein paar Schleifspuren in der Familie, aber keine baulichen.

00:02:26: Keine Baulichen?

00:02:26: Also Sie haben auch kein Prepper gehen also keine Wasservorräte für fünf Jahre, keine Wände voll Dosenfleisch im Keller?

00:02:33: Nein habe ich nicht!

00:02:34: Ich gehe davon aus dass wir erfolgreich abschrecken können.

00:02:37: Okay gut sie vertrauen auf ihre Produkte.

00:02:38: dazu kommen gleich später.

00:02:40: Also Rüstungsmanager ist man dann einfach total Abgeklärt, oder?

00:02:44: Ist die Bedrohung für Sie Routine Frieden nur die Pause zwischen zwei Kriegen?

00:02:49: Nein.

00:02:49: Das würde ich das nicht ausdrücken.

00:02:50: Ich glaube eine gewisse abgeklärtheit habe ich wahrscheinlich durch mein Erstberuf den Hubschauer Piloten mitbekommen.

00:02:56: Da muss man einfach gucken dass auch wenn es mal schwierig wird und wenn kleine Krise aufzieht dass man funktioniert.

00:03:02: Und das habe ich irgendwie mitgenommen durch meine Karriere und ich denke, das hilft jetzt auch.

00:03:05: Also so Turbulenzenresilienz hat man einen Blut oder weht?

00:03:09: Im Blut nicht, aber man kann es antrainieren!

00:03:10: Man kann es an trainieren.

00:03:12: Sie beschäftigen sich beruflich täglich mit dem Worst Case haben vor einem Jahr bei uns in der Zeitung gar die Möglichkeit eines dritten Weltkrieges nicht mehr ausgeschlossen.

00:03:21: Seither sind die nach Ostkrise und Grünlandaffäre hinzugekommen.

00:03:24: Sehen sie heute immer noch so schwarz oder gar noch schwerzer was es überhaupt noch geht?

00:03:29: Ich hab glaube ich nicht schwarz gesehen.

00:03:31: Man muss damit rechnen, weil es auch hilft in der Sicht auf die Möglichkeit eines Krieges die richtigen Dinge vorholt zu tun.

00:03:39: Dass er dann eben nicht kommt.

00:03:40: Das ist sozusagen Schizophrenie wenn man so will, der Abschreckung.

00:03:45: Ich sehe nicht schwarz.

00:03:46: ich bin nach wie vor Optimist dass es dem Westen das Europa gelingen wird sich doch endlich so aufzustellen, dass keine Einladung ausgesprochen wird für irgendwelche Angreifer wie Russland.

00:03:57: und deshalb glaube Ist das kein Schwarzsehen, aber ein realistischer Blick nach vorn?

00:04:01: Die Geheimdienste sind ja gar nicht optimistisch.

00:04:04: Die haben ja diese berühmte Prognose rausgegeben, dass Russland bis zum Jahr zwanzig in der Lage sein könnte, NATO-Teritorium anzugreifen.

00:04:14: Glauben Sie das auch?

00:04:16: In der Lage seien könnten Anzugreifungen glaube ich auch.

00:04:20: Das sie es tun, das hoff ich können wir verhindern.

00:04:23: Aber wenn ich jetzt mal mich auf die andere Seite stelle würde ich ja nicht unbedingt warten bis neunundzwanzig.

00:04:30: da würde ich vielleicht auch mal gucken dass dann doch langsam im Westen die richtigen Dinge gemacht werden in Europa Und je nachdem wie die Ukraine-Krise weitergeht und der Krieg in der Ukraine mag das ja auch schon vorher passieren.

00:04:43: Also, neunundzwanzig ist glaube ich erst mal so ein Daumenwert.

00:04:47: den würde ich nicht religiös sehen.

00:04:48: Halten Sie denn die Russen überhaupt für Fake?

00:04:51: Ich meine ... Die Russen sind stark sie kennen auch keines Gruppel.

00:04:59: aber sind sie dann von ihrer Industrie oder von ihrem Power stark genug?

00:05:04: Na ja, wenn wir mal anschauen was die Russen jetzt geschafft haben.

00:05:06: Sie haben ihre gesamte Volkswirtschaft umgestellt auf Kriegswirtschaft.

00:05:10: ich glaube zehn Prozent des BIPs geht in oder sogar noch mehr zumindest so was die bekannten Themen angeht geht in die Rüstung.

00:05:19: Ich glaube sogar dass es Deutschland jetzt schwer fallen wird wieder zurückzugehen auf ein eher zivile System.

00:05:24: das heißt irgendwann muss eine Maschine auch gefüttert werden und Jetzt kann man darüber streiten, wie militärisch stark die Russen bisher waren und was sie vielleicht hätten besser oder anders machen

00:05:36: können.

00:05:40: War jetzt nicht so erfolgreich in vier Jahren, oder?

00:05:42: Ja sicherlich sind nicht so wie die Russen sich das vorgestellt haben.

00:05:45: Aber immerhin – die Ukraine ist ja auch ein großes kräftiges Land.

00:05:48: Wenn wir uns eine Situation neunundzwanzig vorstellen Vielleicht ist es einen Angriff oder ein Austesten im Baltikum vielleicht ist es etwas in Moldavien.

00:05:59: Also es gibt verschiedene Dinge wo dann möglicherweise Spekulation ist.

00:06:04: Schauen wir doch mal, ob die NATO das jetzt wirklich als Anlass nimmt den Artikel fünf auszurufen und dann wirklich reagieren würde.

00:06:11: Also das Austesten ist, dass der Groove

00:06:13: of the Pudding genau da ist.

00:06:15: Das wisst mir bis heute noch nicht.

00:06:16: Ich meine sie selber sind Optimist aber dann doch vorsichtig.

00:06:21: Jetzt haben Sie sogar Pflichtlage für Rohstoffe wie damals im Kalten Krieg gefordert oder?

00:06:26: Das wird ja dann sehr teuer oder wenn man so auf Halde produziert.

00:06:30: Natürlich ist es teuer.

00:06:31: die Frage muss man aber glaube ich auch anschauen wie teuer wird es wenn wir's nicht machen und wir möglicherweise angegriffen werden.

00:06:38: Oder die Welt wirklich in eine schlimme Krise reintarmelt, in Europa, die noch weitergeht?

00:06:44: Das wäre sicherlich noch viel teurer.

00:06:47: Hat man so manchmal das Gefühl, schwingt noch ein bisschen mit, dass die Amis uns dann vielleicht doch helfen?

00:06:53: Respektive stellt die Frage anders.

00:06:55: Glauben Sie, dass im Ernstfall, den wir jetzt gerade diskutiert haben, die Amerikaner zu NATO stehen – ich meine nach Trumps kurzzeitigen Hunger auf Grünland gibt es ja an dieser Beistandswilligkeit erhebliche Zweifel.

00:07:12: Jetzt können wir sicherlich konstatieren, dass die Amerikaner zwar noch ein Partner sind aber sehr transaktional geworden sind und ihre eigenen Interessen vor allem nach vorne stellen.

00:07:22: Meine Interpretationen all der Dinge, die jetzt auch zum Beispiel bei der Münchner Sicherheitskonferenz gesagt wurden von Rubio, sind America First, sind alle aligned in der Regierung.

00:07:36: Europa soll sich selbst verteidigen können, was ich so lese wie und wenn es dann auch losgehen würde.

00:07:44: Dann schaut ihr erst mal selber zu wir sind eine Art Backstop also wir sind vielleicht die Rückfallebene.

00:07:49: Wir Amerikaner haben immer noch ein Interesse das Europa jetzt nicht völlig in der andere Richtung kippt.

00:07:54: aber wir werden nicht mehr da sein für euch die Arbeit machen

00:07:56: einfach nicht mehr in der ersten Reihe sondern nur noch wenn's dann ganz schlimm kommt vielleicht noch einzugreifen.

00:08:02: mich würde ja wundern nehmen welchen Zugang Sie zu Geheimdienst Informationen haben.

00:08:08: Das kann ich Ihnen ja gar nicht sagen, wenn ich den hätte, dann könnte ich hier gar nichts darüber reden!

00:08:12: Aber wir sind ja unter uns, das könnte total spannend sein.

00:08:15: Ich meine irgendwoher müssen sie ja ihre Einschätzung haben.

00:08:17: Wer wie Sie Waffen wie etwa Kampfjets entwickelt muss ja wissen was der Feind macht oder?

00:08:23: Also natürlich gibt es bei den etablierten Rüstungsunternehmen mehrere Quellen, aus denen wir unsere Informationen ziehen.

00:08:32: Wir

00:08:33: haben auch ab und zu mal Austausch mit Diensten in befreundeten Ländern, in denen wir tätig sind.

00:08:39: Ja, natürlich geht das mit unserer Information ein.

00:08:41: Aber wir kriegen auch andere Informationen von den entsprechenden Luftwaffen, mit denen wir uns austauschen.

00:08:47: Was braucht ihr in Zukunft?

00:08:48: Wie schätzt ihr ein, dass Kriegsführung in fünf oder zehn Jahren aussieht?

00:08:52: und wir machen unsere eigene Vorausschau?

00:08:54: Wir machen Simulationen.

00:08:55: Wir haben sehr stark aufgerüstet um das Wort mal so zu nehmen bei Airbus im Sinne unserer Simulationsfähigkeit, dass wir also sozusagen Gefechte digital simulieren können mit verschiedenen Parametern, die wir einstellen können und daraus ziehen wir auch schon sehr viel.

00:09:11: Also das sind dann eigentlich Trockenübungen?

00:09:13: Das sind Trocken-Übungen.

00:09:14: ja da sind digitale wie sagt man Sandbox Spiele.

00:09:20: Also Video Game im Auftrag des Friedens.

00:09:25: Was erzählen Ihre Quellen denn eigentlich über die Qualität der russischen Jets der neuesten Generation?

00:09:30: Das müsst ihr euch am meisten interessieren.

00:09:32: also unsere Quellen Jetzt vor allem mal die internen, die natürlich auch viel O sind.

00:09:37: Also öffentlich zugängliche Intelligenz oder Informationen berücksichtigt sagen dass die Susi siebenundfünfzig wie immer in der russischen Tradition ein sehr gut vor allem auch aerodynamisch sehr gut designtes Flugzeug ist.

00:09:53: Das hat sicherlich noch ein paar Potenziale, was die Tankappenfähigkeit, die Stealth-Fähigkeit angeht.

00:10:00: Also das heißt wie fest sie vom Radar erfasst werden oder eben nicht?

00:10:03: Wie stark sie vom Rada erfasst wird.

00:10:04: und da gibt es aber auch viele Dinge, die man über der Zeit besser machen kann.

00:10:07: insofern glaube ich ist das schon Flieger mit sehr viel Potenzial.

00:10:11: Man fragt sich allerdings, wie wichtig solche Informationen noch sind.

00:10:14: Die jüngsten Entwicklungen in der Ukraine und im Nahen Osten zeigen ja die Schlagkraft Billiger Drohnen.

00:10:19: Die Amerikaner haben sogar iranische Schahetronen nachgebaut, produzieren sie mit Kampfjets nicht längst eine Waffe die aus der Zeit gefahren ist?

00:10:28: Nein glaube ich nicht!

00:10:29: Wir glauben in der Kombination der Dinge liegt der Erfolg in der Zukunft.

00:10:32: das zeigen auch die Simulationen die ich gerade angesprochen habe übrigens auch Simulation der Amerikanern.

00:10:37: Wenn man das sogenannte Manned Unmanned Teaming betreibt, dann hat man in aktuellen...

00:10:43: Das müssen Sie schnell erklären.

00:10:44: Ja also einfach auf Deutsch übersetzt Ich habe einen bemannten Flieger Den ich mit unbemannten Flugobjekten Drohnen nennen wir es nochmal verschiedene Art kombinieren kann die miteinander kommunizieren.

00:10:58: Der Pilot ist dann so eine Art Command Fighter Und da kann ich gleich noch ein bisschen erklären warum man das auch noch braucht.

00:11:04: in Zukunft aber klar Es werden immer mehr unbemannte Systeme dazukommen.

00:11:09: Die werden die günstige Combat-Mass, also die Masse sozusagen dann darstellen aber man wird auf einen bemannten Flieger auf absehbare Zeit nicht verzichten können.

00:11:19: Also jetzt bezeichnet das Sie glaube ich neu mit auch dem Drohnen-Startup kooperieren oder sie wollen ja gemeinsam eine KI Lösung

00:11:26: für die

00:11:26: Luftaufklärung auf den Markt bringen?

00:11:28: Was ich mich frage, können Sie das als Airbus nicht selber?

00:11:32: Wir haben die Diskussion interne.

00:11:34: oft und oft sagen wir meinen Ingenieur Boah, das können wir doch selber auch.

00:11:39: Und Sie sagen, nein, das könnt ihr nicht!

00:11:40: Das kaufen wir jetzt nicht.

00:11:41: Da haben sie ja gleich

00:11:42: Sorgen doch... Ich sage das ein bisschen anders.

00:11:44: Ich will ja meine Leute nicht demotivieren.

00:11:46: Natürlich können wir am Ende auch alles selber.

00:11:48: Die Frage ist immer, sollten wir alles selber machen?

00:11:51: Können wir schnell genug und können es günstig genug?

00:11:55: Und es gibt im Moment so viel zu tun, dass man einfach schlauer ist wenn man sich auch mit den richtigen Partnern zusammen tut.

00:12:01: Ich meine das ist sehr interessant.

00:12:02: diese ganze Branche in Deutschland was da für Start-ups gekommen sind.

00:12:07: und da gab's ja auch ein anderes deutsches Kampfdronenstartup Das erlebte gerade an der ukrainischen Front einen Waterloo.

00:12:14: Die Geräte funktionierten nur mangelhaft um das glaube ich mal höflich auszudrücken.

00:12:18: also die Ukrainer waren alles andere als amused.

00:12:22: Auch andere Rüstungshersteller haben in der Ukraine schlimme Schlappen erlebt, dass ihre teure Waffen gar nicht kriegstauglich waren.

00:12:31: Überrascht sie das?

00:12:33: Zum Teil ist es immer wieder lehrreich um nicht zu sagen überraschend.

00:12:37: aber der Grundtrend überrascht mich eher nicht denn wir sehen einfach in die Ukraine das was man in der Vergangenheit auch schon immer im Krieg gesehen hat.

00:12:45: Der Krieg treibt halt eine wahnsinnig schnelle Innovation, weil es ja sozusagen wirklich um alles geht.

00:12:52: Also da wirft man alles in die Waagschale...

00:12:54: Was ja auch schon immer so war, das war immer schon der Innovationstreiber.

00:12:56: So ist es und deshalb sind die Russen an bestimmten Techniken sehr stark zum Beispiel elektronischer Kampf und damit können sie halt sehr viele Systeme stören wenn die nicht darauf vorgesehen sind.

00:13:08: und nachdem sich alle so schnell weiterdreht ist es sogar in Teilen eher nicht verwunderlich dass wenn Ein System, das jetzt irgendwie mit bestem Wissen und Gewissen entwickelt wurde in dieses Battlefield reingibt.

00:13:20: Dass man dann erstmal sozusagen nachrüsten muss und fit machen muss.

00:13:25: Und das ist ja auch das was die Ukraine in Verbindung mit der Technologie noch mehr sagt.

00:13:31: Wir müssen einfach alle viel besser werden, die Systeme sehr schnell zu adaptieren.

00:13:35: Die Ukraine ist eigentlich wie ein Kriegslabor oder ein Waffenlabor.

00:13:39: Wenn man das weiter denkt, dann überlegt man sich, hui!

00:13:42: Dann haben ganz viele Staaten jetzt ihre Waffendepots voll mit Sachen die gar nicht funktionieren auf dem Kriegsfeld.

00:13:49: Was macht sie eigentlich so sicher?

00:13:50: Dass Airbus-Defense-Produkte kriegstauglich sind?

00:13:53: Naja also einmal ist es ja nicht so dass das gar nichts funktioniert.

00:13:57: Das hat ja seinen Grund, dass die Ukraine immer ein bisschen

00:13:59: überspitzt.

00:13:59: Ja aber nur ein bisschen.

00:14:00: Deshalb drück ich's wieder dahin in die Mitte wo es vielleicht hingehört.

00:14:05: Also es hat ja seinen Grund, dass die Ukraine die Russen bisher aufhalten konnten.

00:14:09: Das liegt da vor allem auch an den westlichen Waffenlieferungen.

00:14:11: insofern das meiste funktioniert auch aber häufig muss es sehr schnell angepasst werden.

00:14:16: Das heißt der Trend geht hin zu den offenen Softwarearchitekturen wo man dann sozusagen wenn man so will über Nacht die Software adaptieren kann.

00:14:25: eine neue Bedrohung und eine neue Wirkweise und das bauen wir Zug um Zug auch in unser System ein.

00:14:31: Deshalb bin ich optimistisch dass wir zumindest die Adaptionsfähigkeit haben

00:14:35: Also das permanente Update.

00:14:38: Ich muss hier mal eine persönliche Frage einschieben.

00:14:41: Seit Sie auf der Welt sind, kann man so sagen, dreht sich um Sie herum alles um Militär und Waffen.

00:14:47: Ihr Vater war Kampfjet-Pilot bei der Bundeswehr?

00:14:50: Sie sind als Kind von einem Luftwaffenstützpunkt zum nächsten gezogen.

00:14:53: Am Ende wurden sie auch Pilot, Hubschraubelpilot.

00:14:57: Hatten Sie nie Lust etwas völlig anderes zu machen?

00:15:00: Hab ich ja dann auch.

00:15:01: Also ja, ich bin sicherlich geprägt worden durch meine Kindheit und habe eine Affinität zu Flugzeugen zur Luftfahrt und auch zum Militär-Luftfahrt.

00:15:10: Aber ich bin danach meiner Promotion erst mal zu Bosch gegangen und habe Autoteile sozusagen gebaut und entwickelt.

00:15:15: Das war dann einfach zu langweilig?

00:15:17: Nein das war gar nicht lange weil es war so auch sehr spannend.

00:15:19: also wir haben die Bremssysteme und die Sicherheitssysteme für viele viele Autos gemacht Und konnten einmal im Jahr in Schweden auf dem Eissee rumfahren und die Systeme ausprobieren.

00:15:30: Das war auch spannend, aber es war eine andere Industrie hindertat.

00:15:33: Absolut!

00:15:33: Ich habe auch mal Waschmaschinen gebaut wie Sie vielleicht wissen.

00:15:35: Ja

00:15:36: ja genau das habe ich schon im Intro erzählt.

00:15:38: Das hat mich am meisten beeindruckt dass ich kann den Geschirrspieler sicher nicht selber zusammenschrauben.

00:15:42: Ja ich kann auch nur die ganz einfachen Sachen.

00:15:44: Nur die ganz einfache.

00:15:45: Okay das beruhigt mich total.

00:15:47: Was ist eigentlich ihr privater Ausgleich zu dem permanenten Kriegsspiel?

00:15:53: Also ich habe auch schon, als ich in deutlich weniger militärisch angehauchten Industrien war und immer versucht viel Sport zu machen am Wochenende.

00:16:01: Nicht so viel wie ich sollte aber Rennrad fahren, Skifahren mit meiner Frau Nordic-Walking gehen.

00:16:07: die Schweizer Berge gehen sehr gut.

00:16:11: Das dabei kann ich gut ausspannen.

00:16:13: dann bin

00:16:15: Wir laufen eigentlich die Diskussion in der Familie ab, in dieser Zeit.

00:16:18: Es sind sie den Mister Doom, der ewige kalte Krieger und der Rest glaubt noch an das gute Menschen oder wir laufen die Diskussionen bei Schöllhorns am Tisch.

00:16:26: Also wir reden, believe it or not gar nicht zu viel über meinen Beruf und über die aktuelle Welt.

00:16:34: Da

00:16:35: kommt nicht dauernd, hey Papa erklärt das mal komm jetzt die Russen?

00:16:38: kommen sie nicht?

00:16:38: Ja sagen wir mal von den Kindern kommt schon was.

00:16:41: aber die bilden sich natürlich auch ihre eigene Meinung wie würde man sagen?

00:16:44: die haben durchaus auch einen gewissen Wandel in ihrer Einstellung auf Militär- und auf Verteidigung jetzt gesehen.

00:16:50: Gut meine Kinder sind nicht mehr so ganz jung.

00:16:51: Fünfundzwanzigunddreißig

00:16:54: also.

00:16:54: das heißt früher waren Sie Sie ein bisschen Retro mit Ihrem Rüstungszeug?

00:16:59: Nee, Retro nicht.

00:16:59: Aber sie hätten wahrscheinlich gesagt, sie wollen mal was anderes machen.

00:17:04: Jetzt höre ich ungefähr, naja das ist schon wichtig, was du machst.

00:17:09: Okay gut dann späte genug Tugung für den Papa!

00:17:13: Das ist bei vielen Dingen in der Kindererziehung so, dass die Kind

00:17:17: das erste.

00:17:17: In der Gesellschaft ist es ja gleich oder?

00:17:19: Man war lange der Schmuddelkind als Rüstungshersteller und in der Politik nicht so wahnsinnig beliebt.

00:17:24: Und jetzt ist plötzlich alles ganz anders!

00:17:26: Ich meine... Es ist schon erstaunlich, dass Sie diese Karriere eingeschlagen haben.

00:17:29: Ihr Vater flog den Starfighter eine Art Todesflieger, den man auch den Witwenmacher nannte.

00:17:37: Es gab glaube ich zweihundertneinundsechzig Abstürze und hundertsechzehn Tote in der Geschichte der Bundeswehr.

00:17:44: Kommt Ihnen nie Zweifel am Pilotenjob?

00:17:47: Naja, also ich habe das als Kind durchaus auch wenn ich das nicht immer genau einsortieren konnte was jetzt der Hintergrund war.

00:17:53: Ich hab schon gemerkt dass da öfter mal sehr schwierige Diskussionen und Anrufe zu Hause waren weil ein Pilot verumlückt ist und vielleicht auch gestorben.

00:18:04: Mein Vater hat überlebt.

00:18:05: Das ist wahrscheinlich nicht ganz unwichtig in der Prägung, die ich erfahren habe und sofern hab' ich gesehen es geht ja auch irgendwie

00:18:13: Aber er hat offenbar keine Angst, hat ihn nicht davon abgehalten diesen Job weiterzumachen?

00:18:18: Nein mein Vater war mit Leib- und Seele Pilot Und wie übrigens alle ehemaligen Starfighter Piloten die ich kenne Den Flieger geliebt haben.

00:18:30: Das war sicherlich die Anfangsphase der Einführung, die war nicht so professionell wie das hätte sein müssen.

00:18:37: Wenn man von sehr langsamen Flugzeugen auf eine Rakete umsteigt und all die Dinge, die man ja analysiert hat unter Franz Josef Strauß dann irgendwann in Steinhoff als Infektör aufgearbeitet wurde – ich glaube, das hat man gut gemacht!

00:18:50: Und am Ende war der Starfighter so sicher wie andere Düsen-Jets, was sicherlich etwas weniger sicher ist, als mit einem Airbus A three twenty zu fliegen was aber auch kein Harakiri-Job ist.

00:19:01: Aber

00:19:01: dafür ist es auch spannend, daher zu fliegen?

00:19:04: Es ist spannend und fordernd – das macht auch Spaß!

00:19:08: Ich meine, der Starfighter begleitet sich indirekt bis heute.

00:19:11: Hersteller war Lockheed Martin

00:19:13: und die

00:19:14: produzieren den berühmten F-Fünfundreißig.

00:19:17: Sie wird von verschiedenen europäischen Staaten präferiert wie etwa der Schweiz und ist ihrem Eurofighter technisch weit überlegen weil er ein bisschen ein Oldtimer ist oder?

00:19:27: Also ein Oldtimer ist er nicht.

00:19:28: Ich würde sagen, der Eurofighter hat noch viele Jahre erfolgreiches Wirken vor sich.

00:19:34: aber natürlich ist er einen sogenannten Flieger der vierten Generation designt vom Grundprinzip in den Ninzehneunzigern aber dann vielfach sozusagen abgedatet und abgegraded vor allem auch in der in der Avionik, in der Software.

00:19:50: Natürlich ist ein Sprung in die fünfte Generation, wie die F-Von-Dreißig nochmal ganz weitersprungen.

00:19:55: Auch technologisch was die Tarnkappenfähigkeit vor allem angeht und was die Sensordaten für sie...

00:19:59: Und dazu war man nicht fähig den letzten Jahr?

00:20:01: Da wäre man fähiger gewesen als Europa das Volter Kajar haben.

00:20:04: Das war die Zeit in der wir, wie Sie gerade gesagt haben so ein bisschen in der anderen Ecke standen.

00:20:07: Wo

00:20:08: wird die Friedensdividente für Frühstück da haben?

00:20:10: Aber ich meine vielleicht hat der Eurofighter ja noch ein kleines Comeback!

00:20:13: Ich mein es gibt massive Kostensteigerungen und Lieferverzögerungen beim F-von-dreißige.

00:20:18: also die Schweizer Wissen gar nicht, ob sie ihn je kriegen.

00:20:21: Klopfen schon die erste Beine an und so wird der Eurofeind zur Ersatzlösung?

00:20:25: Also ich will jetzt nicht englisch würde ich sagen, man die morning quarterback spielen also sozusagen hinterher immer schlauer sein aber doch

00:20:31: dass das

00:20:32: die F-Huandreisse für die Schweiz teurer wird als man damals vielleicht gedacht hat.

00:20:35: Das war eigentlich schon ziemlich früh klar vor allem wenn man eine betriebte f-HUandreißig denkt, die ja im Betrieb deutlich teurer ist als ein Flieger der vierten Generation.

00:20:45: Ja, es wird Kostensteigerung geben.

00:20:47: Es wird dann alles auch nicht Gold sein was vorher geglänzt hat.

00:20:52: aber natürlich ist die E-Firm und Reißig für viele Staaten gesetzt und das ist ein Faktum in Europa.

00:20:59: Das

00:20:59: ist jetzt nicht so dass sie mehr Eurofighter verkaufen weil sich gewisse Staaten sagen du lieber einen älteren Eurofighters als gar keinen E-firm von Reißigen?

00:21:08: Naja, also einmal nochmal.

00:21:09: Der Eurofighter wird ja auch noch mal abgegradet.

00:21:11: Er wird in den nächsten Jahren ein Midlife-Upgrade bekommen wo er dann zwar nicht so stealthy wird, also nicht so tarnkappenfähig das ist einfach in der Formgebung und Materialgebung angelegt aber wird von dem Software und von den vorhin erwähnten Teamingfähigkeiten.

00:21:24: Also es wird dann auch in der Lage sein mit Drohnen zusammen zu arbeiten.

00:21:29: Das heißt dass es schonmal eine deutliche Steigerung seines Einsatzwärts.

00:21:33: was wir durchaus sehen ist das Länder, die bisher unbesehene F- Thirty gekauft haben und hätten in Europa jetzt anfangen ein bisschen mehr auf das zu hören was Airbus und was vielleicht andere auch schon vorher gesagt haben.

00:21:48: Europa sollte nicht alles nur einkaufen weil man dann hinterher halt einseitig abhängig ist.

00:21:54: Und deshalb, glaube ich, haben wir im Moment im Eurofighter durchaus wieder Zug im Kamin.

00:21:58: Wir haben die Produktion für die nächste Dekade abgesichert.

00:22:01: Wir steigern, verdoppeln gerade die Baurate noch mal.

00:22:04: also insofern haben wir da durchaus wieder so ein Boom nachdem es so in den Zehnerjahren ziemlich mau aussah.

00:22:13: aber die E-Firm und Reisig wird weiter auch auf dem Weltmarkt ein Faktum sein

00:22:18: Sprechen einen wichtigen Punkt an, die Abhängigkeit von den USA ist ja spätestens seit der zweiten Amtszeit von Donald Trump ein ernsthaftes Problem europäischer Armin.

00:22:25: Das hält sich zum Beispiel hartnäckig.

00:22:28: das Gerücht dass zum Beispiel im Falle eines Krieges um Grünland die dänischen F-Von Reise wohl nutzlos gewesen wären, weil sie Washington vorsorglich stillgelegt hätte.

00:22:38: Gibt es diesen Killswitch tatsächlich?

00:22:41: Also ich kenne jetzt nicht den Elektronikbauplan der F-von Reisen... Jetzt nicht so

00:22:45: bescheiden Herr Schöllhorn!

00:22:47: Es gibt kein Killswich.

00:22:48: von allem was wir wissen gibt es keinen Killswitz bestätigt auch der Chef der deutschen Luftwaffe.

00:22:53: Es gibt aber andere Abhängigkeiten.

00:22:55: Es gibt Abhängigkeiten über Software-Updates, die sie brauchen.

00:22:57: Wenn Sie die nicht mehr bekommen, dann wird der Flieger irgendwann gerade in dieser Dynamik im Gefecht, haben wir gerade über Ukraine gesprochen, irgendwann nicht mehr einsatzfähig sein.

00:23:05: Das heißt, Sie haben Abhängigkeit ...

00:23:09: Also das sind einfach Software-updates?

00:23:11: Die dann Washington

00:23:12: verhindern könnte... Das sind

00:23:13: Software-UPdates.

00:23:13: Das sind Start up-Codes, die Sie brauchen, die kommen von amerikanischen Servern.

00:23:18: also sofern Wenn die USA das tatsächlich blockieren wollte, würden sie Wege finden, dass zu tun.

00:23:23: Ich behaupte, das ist jetzt erst mal nicht der Fall und das Gründernszenario ist natürlich auch eins was ... selbst wenn eher F-Mon-Dreißig die Dänischen funktioniert hätten.

00:23:35: Ist wahrscheinlich trotzdem eine hypothetische Überlegung ob man von Dänemark aus mit den USA einen Krieg antreten würde?

00:23:41: Wir sind gleich zurück!

00:23:44: Endlose Tage und Natur, die in ihrer ganzen Kraft erstrahlt.

00:23:49: Skandinavien ist ein Erlebnis

00:23:50: für alle Sinne.

00:23:52: Ob

00:23:52: Sommergefühle

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00:24:05: Mehr unter tverenbold.ch.

00:24:09: Die Kill Switch im engen Sinne gibt es nicht, aber in ganz breiten Sinne so eine Art Möglichkeit diese Flieger mehr oder weniger stillzulegen.

00:24:19: Oder zu hemmen.

00:24:20: das geht!

00:24:20: Ich

00:24:20: würde es einfach Abhängigkeiten nennen.

00:24:21: Es ist eine klare Abhängigkeit.

00:24:23: So lange das funktioniert, ist das alles fein?

00:24:26: Wenn es mal irgendwann nicht funktionieren sollte dann hat man halt ein Problem.

00:24:31: Das haben wir mit russischem Gas ja auch schon einmal gesehen.

00:24:33: So ist es.

00:24:34: da war mich glaube ich für Deutschland dann bei, weiß ich mal, Das war sehr vorausschauend.

00:24:39: Aber noch gut, das ist ein anderes Thema.

00:24:42: Ich meine beim Eurofighter ist ja das gleich logisch weiß oder?

00:24:45: Da braucht der den Eurofightern gekauft er bräuchten auch permanent Updates, oder?

00:24:49: Ja, dass es auch so.

00:24:51: Also das könnte man ja auch dann gleich machen und verhindert, dass die nicht irgendwo hinfliegen.

00:24:56: Ja das ist jetzt vielleicht weiler sozusagen im Moment noch nicht so viel Software-Lastigkeit mit sich eine geringe Abhängigkeit aber die ist prinzipiell auch so.

00:25:06: Okay, und jetzt kommen wir zum ganz großen Elefanten der hier schon seit geraumer Zeit im Studio steht.

00:25:12: Es

00:25:12: geht um die vier Buchstaben FCAS das steht für Future Combat Air System Und es geht um ein System wo Kampfjets der sechsten Generationen mit Drohnen- und Cloudtechnologie kombiniert werden sollen.

00:25:26: Das Projekt ist ich sage mal ganz höflich ein Desaster wie so oft ein Europäer in Verteidigungsbereich kooperieren soll.

00:25:34: Erich Trapier, der Chef des französischen Unternehmens das so behauptet Airbus könne keine guten Kampfjets bauen und sei Schuld an dem Desaster weil es die Führung nicht den Franzosen alleine überlassen wolle.

00:25:47: Eine ziemliche Ohrfeige!

00:25:49: Haben sie ihn schon zum Duell herausgefahren?

00:25:52: Erich und ich sprechen nach wie vor miteinander.

00:25:54: Er hat seine Art, wie er sich in der Öffentlichkeit äußert.

00:25:56: No bad feelings!

00:25:57: Oh

00:25:58: mein Gott... Sie ist ja alles nicht neu was Erik sagt.

00:26:01: Das sagt das so schon seit vielen Jahren.

00:26:05: Wahrscheinlich glaubt ein Teil davon selber einen anderen Teil des Marketing.

00:26:08: Insofern will ich jetzt nicht weiter kommentieren.

00:26:10: Ich kann auf die einzelnen Punkte natürlich eingehen.

00:26:12: Also das heißt der Stimm nicht, was er sagt.

00:26:14: Der französische Rafaal ist nicht besser als die Eurofighter?

00:26:17: Nein es ist nicht mehr besser.

00:26:18: Die haben beide einen leicht unterschiedlichen Arbeitspunkt oder Auslegung.

00:26:22: Die Rafaale ist mehr auf eine so genannte Swing-Roll, Multi-Role ausgelegt.

00:26:26: Der Eurofighters ist ein klarer Erdomenens also an Luftüberlegenheitsflugzeug und genau da haben sie ihre Stärken.

00:26:33: Was die Franzosen richtig und besser als Deutschland zum Beispiel gemacht hat in den Zehnerjahren Und in den frühen zwanziger Jahren ihrer Fall regelmäßig weiterzuentwickeln, während beim Eurofighter eine zeitlang mal ein bisschen Stillstand war.

00:26:48: Das ist jetzt aber sozusagen ausgeglichen.

00:26:50: die beiden Flugzeuge sind aus meiner Sicht sehr vergleichbar und sehr ähnlich wenn auch leicht anders ausgelegt.

00:26:57: Airbus kann Flugzeug bauen, ich sage dann immer so ein bisschen bescheiden wer ist denn der größte Flugzeughersteller der Welt?

00:27:03: Ich glaube nicht das so sondern Airbus.

00:27:09: Wir hätten vor allem eine Aufgabe, wenn uns die anvertraut wird einen Kampf zu der sechsten Generation zu bauen.

00:27:15: Respekt aber keine

00:27:16: Angst!

00:27:18: Bösezungen behaupten ja dass hinter diesem ganzen Streit am Ende nur ein Duell von zwei französischen Ecomanen steckt nämlich das so Chef Trapier und Airbus-Chef Guillaume Fourier.

00:27:30: Na sehe ich nicht so.

00:27:32: Das müssen Sie jetzt sagen.

00:27:36: Wenn das anders wäre, würde ich es auch sagen.

00:27:37: Aber Geomforie ist kein Ego-Mane beim anderen.

00:27:40: Das überlasse jetzt mal den Zuhörern was sie davon halten.

00:27:44: Geomforie stellt sich ganz klar in den Dienst von Europa und deshalb sagt er dass was Trappier dort fordert ist erstens nicht das was vereinbart war für das Projekt und zweitens auch nicht das beste für Europa und damit aus seiner Sicht auch nicht als beste für Frankreich.

00:28:01: Ich werde jetzt nicht für Frankreis sprechen, das steht mir nicht zu.

00:28:04: Aber die Frage, das kann man sich erstellen.

00:28:07: Ob jetzt ein Eric Treppier Frankreich durch sein Verhalten auch bisschen in die Isolation geführt

00:28:13: hat?

00:28:14: Das deutsch-französische Verhältnis, dass ja schon traditionell gut eigentlich sein sollte in Europa, dem dürfte das Projekt nicht so geholfen haben oder?

00:28:24: Geholfen hat es nicht!

00:28:25: Ich würde aber auch jetzt nicht überbewerten an dem Thema FCAS und vielleicht noch mal als kleiner Einschub.

00:28:33: FCAS ist ja viel mehr, als nur dieser Fighter in dem es gerade schwierig ist.

00:28:36: der Rest läuft er relativ gut die Combat Cloud andere Sachen laufen sehr gut.

00:28:42: an diesem Zwist wird jetzt auch die deutsch-französische Freundschaft dann auch die Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich nicht zu Ende gehen.

00:28:49: Aber ich meine, jetzt plädieren die Deutschen Sie eingeschlossen für zwei Kampfjets.

00:28:53: Einen französischen und einen deutschen.

00:28:55: Die Gewerkschaften haben natürlich nichts gegen eine so ineffiziente Arbeitsplatzsicherung aber verraten sie persönlich damit nicht ihre eigene Überzeugung?

00:29:04: Naja also wir haben ja uns sehr stark committed in dieses Programm FKAS.

00:29:09: Wir haben uns mit viel Aufwand eine Governance gegeben wie wir das zusammenbauen

00:29:13: wollen.

00:29:15: Wildtrapier aus Gründen, die er genannt hat diese Governance verschieben in Richtung einer, ich nenn's mal Dominanz.

00:29:22: Es ist für uns halt nicht zu tun.

00:29:24: Wir sagen trotzdem FKS ist so wichtig und Europa braucht ein FKs inklusive Frankreich inklusive Deutschland inklusive Spanien.

00:29:31: Und was die Combat Cloud angeht muss das ja auch eine Combat Cloud sein in der sich auch das Konkurrenzprodukt Was von Großbritannien Italien Japan entwickelt wird G-Cab Auch einklinken kann in das sich auch eine F- Thirty der deutschen Luftwaffe oder auch der Schweizer Luftwaffee einklinken können muss.

00:29:49: Also insofern ist es ganz sehr viel größer als diese eine Flieger und deshalb sagen wir, dann lasst uns nicht alles am Fliege aufhängen und das Kind mit dem Bade auskäpen sondern wenn wir dort de facto nicht weiterkommen sei es aus Gründen dass wir völlig unterschiedliche Ansichten haben wie man so ein Projekt europäisch aufsetzt sei es, dass die Anforderungen der französischen Luftwaffe deutlich andere sind als z.B.

00:30:14: der deutschen Luftwaffel dann kann man dort zwei Flieger bauen.

00:30:17: Es wird im Zuge des zunehmenden Trends zu unbemannten Systemen ohnehin nicht mehr um Stückzahlen gehen wie bei einer F- Thirty von dreitausend oder mehreren tausend Stück.

00:30:28: Das heißt das Ganze ist auch nicht mehr so.

00:30:32: unter dem Druck dieser Pseudoeffizienz alles in eins rein zu pressen Philosophie.

00:30:41: Wir können uns sowieso eigentlich gar nichts leisten, wenn überhaupt dann ein Flieger und dann projizieren wir alles was die Welt je gebraucht hat in diesen Einfliegereien.

00:30:50: Das ist ja ein bisschen auch die Schwäche der europäischen Gemeinschaftsprodukte der Vergangenheit dieses Goldplating diese Überspezifikationen dieser eierlegende Wollmilchsaum.

00:31:01: Und wenn man auf Zweiflinge geht hat man einfach die Chance diese Komplexität zu reduzieren spitze auszu Designen, was man braucht.

00:31:09: Damit kann man Zeit sparen und möglicherweise sogar Geld.

00:31:12: Okay

00:31:12: das klingt jetzt aber ganz anders in mir.

00:31:14: die Pragmatismus dem verstehe ich natürlich mal wieder.

00:31:16: auch die Job sichern auch in Deutschland natürlich bei Airbus in Bayern Aber sie selber haben ja immer eigentlich gegen so eine Verzettlungsstrategie argumentiert Auch mit einem Hinblick zum Beispiel auf das Projekt der Briten Italiener und Japaner die auch noch einen eigenen Chat machen.

00:31:32: Die Lernkurve der Politik und Industrie scheint nicht sehr steil zu sein.

00:31:38: Ich weiß nicht ob die nicht steil ist, ich glaube es einfach und das muss man auch ehrlicherweise zugeben.

00:31:43: Wir haben alle viel dazugelernt seit zehnzehnteinundzwanzigneunzehnten wo sozusagen das Projekt dann mal fest zusammengezimmert wurde.

00:31:50: Das war natürlich dort nicht nur den Zeichen der Geldnot sondern auch in vielen Teilen als Technologieprojekt definiert.

00:31:58: Heute schaut man drauf im Sinne Die Luftwaffen könnten es wahrscheinlich brauchen und brauchen es sicherlich in der nächsten Dekade, um abschreckungsfähig zu sein.

00:32:06: Und vielleicht müssen sie auch mal damit einen in Einsatz fliegen?

00:32:10: Und dann kommt eben die militärische Notwendigkeit einfach viel stärker als Einflussfaktor mit rein.

00:32:15: Da müssen Sie mir aber erklären, wenn man so die Notwendigkeiten betont... Ich meine, FK soll erst im Jahr... Jetzt müssen sie sich festhalten liebe Zuhörerinnen und Zuhöre!

00:32:24: ...Zweitausundvierzig fertig sein.

00:32:26: Wer weiß?

00:32:28: Die Erde nicht längst untergegangen bis dahin, nein wir glauben es nicht.

00:32:31: Aber in meinen zwei Tausund Vierzig das ist ein absurd langer Planungshorizont.

00:32:35: Woher kommt eigentlich dieses Zeitlopentempo in der Rüstungsindustrie?

00:32:39: Das können wir uns doch gar nicht mehr leisten.

00:32:41: Das Jahr zwanzig vierzig war als Zilia angepeilt, ich sage es noch mal aus dem Jahr zwanzig siebzehn bis neunzehnt kommend.

00:32:48: da hat man auch gedacht man hat so viel zeit.

00:32:50: das ist einmal die erste Aussage dass die zweite Aussage ist wenn Sie von der vierten in die sechste Generation springen oder auch nur von der fünften in die Sechste generation springt Brauchen Sie unter anderem zum Beispiel auch ein neues Triebwerk.

00:33:01: Die Entwicklungszeiten können sie in den Zivilbereich gehen, da können sie im Militär-Bereich gehen für einen Triebewerk.

00:33:06: die sind nie unter zehn Jahre wenn sie in einem entsprechenden Sprung machen wollen.

00:33:10: Jetzt sage ich auf der anderen Seite aber FKs beginnt ja nicht erst aus dem Jahr.

00:33:14: FK ist diese verbundene vernetzte Form der Luftkriegsführung, die beginnt eigentlich heute indem wir den Eurofighter tauglich machen für dieses Man-on-Man-Teaming mit Drohnen.

00:33:24: Das

00:33:24: heißt, erst die Elemente gehen schon früher in Dienst oder

00:33:26: wie?

00:33:27: Genau und der Vorteil einer, sagen wir mal, Restrukturierung von FGAS liegt darin auch diese harte Verkopplung all der Elemente des Drohnern, des sogenannten Pillars also das Pfeilers für Drohne, des Fliegers, der Comet Cloud, die alle ja hart verkoppelt sind im Projekt jetzt aufzulösen.

00:33:44: denn die unbemannte Komponente brauchen wir viel früher.

00:33:47: Ja, die muss zu zwanzig Dreißig fliegen und nicht Zwanzigvierzig.

00:33:50: Am Ende wird nach bisherigen Erfahrungen noch pleiten und pannen alles doppelt so teuer?

00:33:54: Das ist nicht nur ein Klischee oder?

00:33:57: Nein ich glaube nicht das es doppelt sehr teuer wird.

00:33:58: Ich sage ja ich sehe sogar Potenzial dass wenn man jetzt einfach mit mehr Praktikabilität angeht und jetzt einfach mal macht Dass man Geld sparen kann mindestens kann man Zeit sparen am endes zeit dann auch immer Geld weil Nicht nur was der Spruch sagt sondern weil man dann so viele Ingenieure solange beschäftigt.

00:34:17: Ich bin mir relativ sicher, dass das nicht teurer wird als das was es sonst gewesen wäre wenn wir jetzt einfach so weitermachen würden.

00:34:24: Ich meine bei Ihrem Transportflieger A-Vier unter dem war's genauso Verzögerungen Kinderkrankheiten das volle Programm.

00:34:32: Das werden Sie ja jetzt sicher nicht schön reden, hat man denn daraus gelernt?

00:34:35: Nein, daraus hat man viel gelernt.

00:34:36: Das ist auch der Grund dafür für das was ich jetzt gerade sage die A-Fh-Hundert M, die übrigens heute ein fast schon geliebtes Flugzeug

00:34:45: der entsprechen

00:34:46: wird.

00:34:47: Ja es war ein langer Leidensweg.

00:34:48: Jetzt haben wir's endlich geschafft den Flieger so hinzustellen wie er vielleicht früher oder am Anfang hätte sein müssen.

00:34:55: Das Problem war aber auch dass sechs Länder zusammengekommen sind Das sind noch mal drei mehr als beim FKS heute, die alle ihre unterschiedlichen Anforderungen dort hart rein formuliert haben.

00:35:06: Und der eine sagt ich will besonders schnell fliegen können und der andere sagt ich wohl besonders langsam fliegen kann.

00:35:11: und deshalb haben wir für den A-Fierhunderte über gleich aussieht verschiedene Flügel.

00:35:16: Das ist jetzt nur ein Beispiel für diesen Overkill, für diese Goldplated Solutions.

00:35:22: Das muss Europa aufhören!

00:35:23: Wir müssen halt sagen...

00:35:24: Daher ist man ja so abhängig von den Amerikanern, weil genau solche ineffizienzenden passiert sind?

00:35:28: Ja und weil man sozusagen wenn man das schon gemacht hat, ein europäisches Projekt zu starten.

00:35:33: Dann wollte jeder auch wieder seinen Wertschöpfungsanteil und seine Anforderungen durchgesetzt haben.

00:35:38: Und dann heißt es man diese Fragmentierung gefallen obwohl man eigentlich vermeintlich einen Projekt gemacht hat.

00:35:43: und ein Flugzeug was dann am Ende doch nicht dasselbe war gibt andere Beispiele aus dem Hubschraubereich der NH.

00:35:49: Neunzig hat siebenundzwanzig verschiedene Versionen.

00:35:53: Wenn der von den Amerikanern kommt, dann sind alle zufrieden mit einer Version oder mit zwei oder drei Versionen.

00:35:58: Also da müssen die Europäer sich einfach mal ehrlich machen und sagen wollen wir das jetzt auch effizient machen?

00:36:02: Und dann muss man es anders machen.

00:36:03: Ist ein reines Spiegel natürlich vom nationalem Denken.

00:36:06: Ja ist spielt auf jeden Fall mit

00:36:07: rein.

00:36:08: Haben Sie das Gefühl, dass nimmt ab?

00:36:11: Gute Frage!

00:36:12: Ich glaube in der Erzeugung nimmt es ab.

00:36:15: Man erzählt viel...

00:36:17: Es wird viel gesagt und alle reden ja auch über Europa, muss mehr zusammentun.

00:36:21: Und Airbus wird ja häufig als loben das Beispiel erwähnt aus dem Zivilflug zur Bereich.

00:36:26: so müssen wir es machen.

00:36:27: Wir brauchen ein Airbus von diesem und jenem.

00:36:31: in der aktuellen tatsächlichen Beschaffung weil jetzt auch noch mehr Geld da ist und die Politiker alle Rückfluss fordern und Steuern im Land fordern gibt's eher die Tendenz dass es zumindest nicht leichter wird vielleicht sogar schwieriger an manchen Ländern.

00:36:46: Ich meine, für Sie als Rüstungsindustrie ist das ja auch sehr angenehm oder so ein staatlicher Kunde.

00:36:52: Dann kann man dann auch vielleicht ein bisschen großzügigere Marchen abgreifen?

00:36:57: Nein, das sehe ich nicht so.

00:36:58: Also einmal gibt es das Wissen.

00:37:00: viele die in der Privatwirtschaft sind nicht so sehr hohe Transparenzanforderungen und Preisprüfung.

00:37:07: im Prinzip muss man seine ganze Kalkulation offenlegen und die wird dann auch auditiert.

00:37:11: in der Produktion und in der Entwicklung sind die Stunden tatsächlich angefallen.

00:37:15: also Die Staaten haben schon sehr, sehr viele Riegel vorgeschoben.

00:37:18: Dass sie dort ausgenommen werden wie die Weihnachtsgänze.

00:37:22: Wurden

00:37:22: Sie denn das früher?

00:37:26: Sie

00:37:26: können es ja jetzt auffordieren

00:37:28: sein!

00:37:28: Eine Firma schaut immer, dass sie natürlich eine ausreichende Profitmarche macht, die dann auch passt zu dem Risiko was man in einem Projekt hat.

00:37:36: Sehen wir gerade A-M erwähnt also da ist uns das sicherlich nicht gelungen, dass wir irgendjemand ausgenommen haben sondern Airbus hat am Ende einen zweistelligen Milliardenbetrag darauf gelegt.

00:37:44: Also insofern, diese Sorge dass jetzt das so in Richtung eines Selbstbedienungsladens geht die habe ich überhaupt nicht.

00:37:52: Ich komme eher von der.

00:37:53: wir machen das natürlich für also ich arbeite für meine Firma aber ich arbeiter auch für die Verteidigungsfähigkeit von Europa und ich bin noch Überzeugungstäter an der Stelle und wir versuchen schon etwas zu tun was dann in Summe für Europa funktioniert und besser ist.

00:38:08: Wenn wir beim Thema Schlagkraft von Europa sind, sind wir jetzt noch bei einem Geschäft wo Sie dann alles besser machen können weil es neu formiert wird im Weltraumgeschäft.

00:38:16: Haben sie nun die Chance um alles besser zu machen?

00:38:20: Sie wollen mit Leonardo und Thales zum europäischen Giganten fusionieren.

00:38:24: Klappt das obwohl Kritiker schon von einem neuen Monopol sprechen?

00:38:29: Als zu dem Giganten, der Gigant wird dann die Nummer fünf in der Welt sein.

00:38:33: Also kann man jetzt darüber streiten ist es ein Gigant?

00:38:35: er wird immer noch nach vier amerikanischen Firmen von der Größe sein und das sagt ja schon mal was über die Motivation, die dahinter steht.

00:38:42: Es ist natürlich getrieben von dem Wunsch dass wir diese Kleinstaatereien diese Fragmentierung in Europa überwinden müssen Denn sonst wird Europa in zehn Jahren im Raumfahrtbereich nichts mehr zu melden haben.

00:38:54: Das ist meine tiefe Überzeugung und die steckt hinter dem hinter dem Projekt.

00:38:59: Wir werden keinen Monopol erzeugen.

00:39:01: Sie sehen ja, dass auch dadurch das Space jetzt nicht nur als extrem wichtig anerkannt ist sondern auch ein attraktiver Markt geworden ist wo es sehr viel mehr Geld gibt.

00:39:11: ESA Rekordbudget die Europäische Union hatten dreistelligen Milliardenbetrag den sie in Defense und Space investieren will.

00:39:19: Die Staaten haben ihre Budgets erhöht Und sofern gibt's neue Wettbewerber.

00:39:24: Rheinmetall hat sich jetzt auch auf den Weg gemacht im Space-Bereich tätig zu sein.

00:39:28: Es gibt Startups wie IceEye und andere, also insofern mir ist da nicht bang dass es nicht genügend Competition und Wettbewerb auch in Europa gibt.

00:39:37: aber der Hauptgrund ist der zu sagen Der Wett Bewerb an der Stelle im space is ein globaler.

00:39:42: Wenn Europa nicht völlig abgehängt werden will von den Elon Musk's SpaceXes dieser Welt, dann wird es Zeit dass wir diese Kleinstadterei überwinden.

00:39:51: Das ist natürlich genau die Anschlussfrage.

00:39:52: muss Elon Musk jetzt also endlich Angst haben vor den Europäern?

00:39:56: Ach!

00:39:57: Also äh Angst haben muss er vielleicht nicht.

00:40:00: Es ist auch nicht ein Schritt, der sich per See gegen SpaceX richtet.

00:40:04: Sondern der eher umgekehrt sagt es ist auch für alle anderen im Weltmarkt gut wenn die Europäer einen schlagkräftigen Spieler haben dann werden sie schneller besser.

00:40:13: Geht's denn diesmal alles ein bisschen schneller?

00:40:15: Oder kommt die Konkurrenz für Starlink dann auch erst zwei tausend vierzig oder fünfzig?

00:40:20: Also wenn wir mal etwas zurückblicken Dann gibt es eine Konstellation OneWeb Die Airbus gebaut hat.

00:40:27: Es ist lange her und sehr klein,

00:40:28: oder?

00:40:30: Sehr klein, weiß ich gar nicht.

00:40:31: Es ist klein gegenüber Starlink natürlich klein.

00:40:34: Sechshundertfünfzig ungefähr Satelliten.

00:40:37: Die ersten davon waren früher im Orbit als die Starlinks-Satelliten.

00:40:41: also es war nicht so dass Europa nicht in der Lage gewesen wäre, eine Konstellation aufzubauen und auch rechtzeitig.

00:40:48: Aber das ist wie mit einem CD-Player etc... Ja genau!

00:40:51: Europäern haben viele gefunden aber dann haben sie die Amerikaner abgefunden.

00:40:54: Und die Skalierung haben wir nicht geschafft aus mangelndem Interesse.

00:40:57: Europa hatte überhaupt kein Interesse gehabt, deshalb sind wir mit der Produktion noch nach den USA gegangen und wir haben es, muss man fairerweise aussagen, auch nicht mit dem Riesikopereitschaft als Firma gepusht, die Elon Musk mit Starlink gemacht hat.

00:41:13: Also insofern, dass die Fähigkeit ist da.

00:41:16: Darauf kann man aufbauen.

00:41:18: Deshalb haben wir auch schon glaube ich eine ganz gute Sprunghöhe, von der wir ausstaaten um jetzt eine europäische Konstellation zu bauen.

00:41:25: Aber klar man muss sich beeilen wenn man jetzt noch fünf Jahre rum eiert oder zehn Jahre dann sind nicht nur die ganzen Orbitalpositionen weg da sind die Frequenzen weg.

00:41:34: Dann ist man auch einer solchen Übermacht gegenübergestellt wo man dann auch später nicht mehr aufholen kann

00:41:39: und man wird auch total kontrolliert.

00:41:41: also meine die anderen haben viele spionage Satelliten kontrastören unsere Signale oder so.

00:41:47: also gibt es ja ganz viele Möglichkeiten.

00:41:48: Es

00:41:49: geht weiter nach auch in die letztlich kommerzielle Telekommunikation.

00:41:53: Wenn jetzt das Director-Device kommt von Starlink-Satelliten auf die mobilen Telefone, was

00:42:00: heute teilweise schon bei einem Notfall möglich ist?

00:42:03: Das

00:42:03: soll er sozusagen als festes Geschäftsmodell jetzt auch etabliert werden.

00:42:07: ja dann braucht man keine europäischen Telekom Spieler mehr.

00:42:12: Das ist der Punkt.

00:42:13: Ich meine, warum so viel Geld reinfließt jetzt auch in dieses Weltraumgeschäft?

00:42:17: Einerseits wie sie richtig sagen Kommunikation aber es geht natürlich auch hier um Aufrüstung oder?

00:42:21: die Russen haben schon da gibt's schon irgendwelche Gedenkenspiele, die Atomare-Aufrüstungen im Weltall.

00:42:29: also da ist viel los.

00:42:31: Die ESA hat zusätzlich Geld gekriegt und am anderen auch für die Fans und Sicherheitsfragen Was muss ich mir vorstellen wird dieses neue Diese neue Firma, die sie da bauen werden dann auch Kampf-Satelliten herstellen.

00:42:44: Die haben ein bisschen russische und chinesische Konkurrenz mit Laserkononen bekämpft oder?

00:42:48: Also wir müssen einfach die Infrastruktur – und das ist es ja letztlich im All – die durch Satelliten aufgebaut wird, die müssen wir als kritische Infrastruktur.

00:42:56: verstehen.

00:42:57: Das heißt, die muss am Ende auch verteidigen können.

00:43:00: Die ist bedroht, die ist heute schon bedrohnt.

00:43:03: Der deutsche Inspekteur der Luftwaffe nennt das ja Dog Fights in Space.

00:43:07: also geostationäre Satelliten werden heute schon umkreist von russischen Spionagesatelliten, die jetzt sozusagen schauen was da passiert, die die Frequenzen aufhören können und andere Dinge.

00:43:18: Also das heißt man muss neben dieser reinen

00:43:21: Schutz

00:43:22: Ich denke, das Schild, was man im Weltall braucht, braucht man auch einen Schwert.

00:43:27: Also man muss offensive Fähigkeiten haben können allein schon um abzuschrecken.

00:43:31: Das heißt kurz gesagt Space wird kann man bedauern aber es ist so ein Battlefield, ein Gefechtsfeld wie die anderen Dimensionen Landsee und Luft.

00:43:41: Das heisst Science-Fiction with Reality also das bisschen Star Wars Laserkanonen

00:43:45: etc.,

00:43:45: dass ist nicht mehr weit weg?

00:43:47: Laserkanonen gibt es schon?

00:43:49: Gibt sie schon im All?

00:43:50: Es gibt Laserblend-Möglichkeiten, mit denen können Sie also zum Beispiel irgendwelche optischen Aufklärungssatelliten blenden so dass sie dann nicht mehr ihren Job erfüllen können.

00:44:01: Ja das gibt's!

00:44:02: Ich bin ja ein totaler Science Fiction Fan war ich schon immer.

00:44:05: ging Ihnen das auch so.

00:44:07: Ich habe vieles an den science-fictionen Filmen gemocht, weil es irgendwie so technisch inspirierend war.

00:44:13: Weil man aber trotzdem immer gedacht hat Gott sei Dank ganz so kommt's ja nicht.

00:44:17: das wird ja nicht so schnell passieren.

00:44:19: Aber in der Tat wenn man zurück guckt vieles ist doch irgendwo in so eine Richtung gegangen.

00:44:24: Nun gut möge die Macht mit uns sein vor allem wenn irgendwann die künstliche Intelligenz die Kriegsführung übernimmt womit wir bei der letzten Frage wären Was ist Ihr größter Traum?

00:44:36: Gesund bleiben zählt hier nicht, das sagen alle.

00:44:38: Mein großer Traum ist dass meine Kinder auch in zehn und zwanzigund dreißig Jahren noch in einem friedlichen und freien Europa leben können.

00:44:47: Das hoffen wir doch alle.

00:44:49: Herr Schöllhorn ich danke Ihnen für dieses Gespräch!

00:44:51: Herzlichen Dank

00:44:53: Und ihnen liebe Zuhörerinnen und Zuhöhr bleibe ich für eine positive Bewertung dieses Podcasts auf ewig verbunden.

00:44:59: Als Anreiz schenke ich Ihnen ein Rabatt von der NZZ am Sonntag.

00:45:04: Das Angebot finden Sie unter go.nzz.ch-podcast.

00:45:11: für alle, die weiter denken und besser leben wollen!

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