Fleiss, Fehler und Familie: Ringier-CEO Marc Walder über Hundevideos, die KI-Könige und die Zukunft des Sonntagblicks
Shownotes
Host und «NZZ am Sonntag»-Chefredaktor Beat Balzli trifft Marc Walder, seit 2012 CEO des Ringier-Konzerns, zum Gespräch über Longevity, künstliche Intelligenz und die Zukunft der Medienbranche. Walder erzählt von seinem strengen Morgenritual, seinen Supplements gegen das Altern und wie ihn sein 60. Geburtstag zur Reflexion über die eigene Endlichkeit brachte. Im Zentrum steht die Disruption der Medienökonomie durch KI: Walder rechnet vor, wie stark der Traffic durch Large Language Models bereits eingebrochen ist, nennt das Training der KI-Modelle mit fremden Inhalten den «grössten Diebstahl der Geschichte» und erklärt, warum eine Kooperation mit Google trotzdem «alternativlos» ist. Ausserdem spricht er über seine Sorge vor dem branchenweiten Stellenabbau durch KI, seine umstrittene Rolle während der Corona-Pandemie und die «Corona-Leaks» um seinen Kontakt zum Sprecher von Alain Berset. Sehr persönlich wird es, wenn Walder über seinen Vater, den Architekten, seinen Schulabbruch zugunsten der Tenniskarriere und sein enges Verhältnis zu Verleger Michael Ringier spricht. Zum Schluss verrät er, warum der Sonntagsblick in seiner heutigen Form verschwindet – aber nicht eingestellt wird – und was er beruflich und privat noch erreichen will.
Gast: Marc Walder, CEO Ringier Host: Beat Balzli Produktion: Tonya Rupp
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Transkript anzeigen
00:00:00: Dieser Podcast wird präsentiert von Twerrenbold Reisen.
00:00:03: Lehnen Sie sich zurück und kommen sie im Königsklasse-Luxusbus auf Entdeckungsreise!
00:00:08: Ich glaube, ich bin es auch nicht daran dass man Medienmarken die nicht mehr ökonomisch führbar sind in Zukunft treten soll weil der Markt offensichtlich entscheidet das weder die Leserinnen und Lesern nach der Werbemarkt dieser Publikation quasi ökономische Sinnhaftigkeit unterstellen.
00:00:27: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von NCZ Weekend, dem wöchentlichen Podcast der NCZ am Sonntag.
00:00:33: Mein Name ist Bea Balzli und ich bin der Chefredaktor der NC Z am Sonnentag.
00:00:37: Mit den Medien ist es wie mit dem Fußball, alle können mithreden.
00:00:41: Jeder hat eine Meinung zur veröffentlichten Meinung die längst nicht mehr nur von ein paar Verlagen gemacht wird.
00:00:47: Die digitale Disruption stürzt die Medienhäusern in einen permanenten Krisenmodus.
00:00:52: der Printschrumpf, die künstliche Intelligenz attackiert das Online-Geschäft und die Anzahl Konkurrenten in Form von Newslettern, YouTube Kanälen oder Podcasts hat sich vervielfacht.
00:01:02: Damit nicht genug.
00:01:03: Spätestens seit Corona wird auch die Klarwürdigkeit der großen Medienmarken permanent infrage gestellt, teils von besorgten Bürgern und politischen Akteuren mit einer klaren Agenda.
00:01:14: Womit wir bei meinem heutigen Gast wären?
00:01:16: Er ist ein ehemaliger Tennis-Profi, serviert Gästen scharfe Ingwerschutz, Warmalchefredaktor des Sonntagsblicks, trägt Gehennestiv Jupps Pullover arbeitet in einem Familienunternehmen mit Nachfolgeproblem, hält Lokalmedien für ein Auslaufmodell, glaubt trotz KI an digitale Marktplätze wie Homegate und erlebt seinen sechzigsten Geburtstag als Zäsu.
00:01:38: Marc Walder ist seit dem Jahr zwölf der CEO des Schweizer Ringe-Konzerns mit Ablegen in Europa und Afrika – schön dass sie heute bei mir
00:01:46: sind!
00:01:47: Vielen Dank Herr Watzli.
00:01:53: Herr Walder, bevor wir uns mit dem Maschinenraum der Medien und der Zukunft von Ringier beschäftigen und Sie mir am Ende dieses Podcast Ihren größten Traum verraten muss ich gleich mal auf diese sehr scharfen Ingwer-Schots zu sprechen kommen die sich den Leuten im sechsten Stock mit parziellem Sehblick servieren.
00:02:10: Also auf dem Besucher wirkt das so ein bisschen wie das Selbstmarketing eines asketischen Überfliegers oder wie der Zürcher gerne sagt Over Achievele.
00:02:18: Täuschte Eindruck?
00:02:20: Die Geschichte ist eine wunderbare, weil der Unternehmer, der diese Shorts macht.
00:02:25: Den habe ich beobachtet vor zehn, elf Jahren.
00:02:28: Der ist immer mit dem Fahrrad durch Seefeld gefahren und ich habe ihn irgendwann angesprochen was er macht.
00:02:33: Und das war damals ein ganz kleiner Unternehmer.
00:02:35: Er hat es sehr weit gebracht.
00:02:37: die Firma heißt MonoShots und seither nehme ich quasi täglich diese Shots Ginger Shots, Kokuma Shots und biete sie meinen Gästen sehr gerne an.
00:02:47: Täglich wie hart ist ihr morgen Rintual?
00:02:51: Ich bin ein Frühaufsteher, ich stehe so Viertel nach Fünf jeweils auf, egal wo ich bin... Overachieve,
00:02:58: ich hatte doch recht!
00:03:00: Dann bin ich sehr früh im Fitness.
00:03:02: das ist so mein, das ist.
00:03:04: die Meet Time genieße ich sehr.
00:03:07: dann habe ich so von Sechs bis sieben bin ich im Fitness, egal auch in Hotels oder wenn ich am Reisen bin.
00:03:13: Das ist mir wichtig, suche die Hotels eher aus nach dem Fitnesscenter und dann fühle ich mich wohl und dann geht der Tag los.
00:03:20: Und den Winter kommt da noch Baden im Eiswasser dazu?
00:03:23: Nein, kein Eiswasser kann gesund leben.
00:03:28: zum Fetisch werden!
00:03:31: Ist es bei mir glaube nicht.
00:03:33: aber Bewusstleben kann durchaus lustvoll sein.
00:03:36: Welche ungesunde Sünde leisten Sie sich noch?
00:03:39: Wein gehört, also wenn wir Wein als ungesund bezeichnen würden.
00:03:43: Wein liebe ich sehr vor allem die großen Supercaps aus dem Napa Valley.
00:03:50: Ich meine Apple Gründe Steve Jobs war ja auch auf einem sehr disziplinierten Trip hat sich auch extrem konsequent an verschiedenen Ernährungsformen gehalten.
00:03:57: Meinen das ja am liebsten.
00:03:58: die gleichen Rollkragenpulover wie Steve Jobs tragen drängt sich die Frage bei mir auf ist er ein großes Vorbild für sie?
00:04:05: Immer gewesen in vielerlei Hinsicht.
00:04:07: die Apple Geschichte habe ich eigentlich seit Beginn versucht zu verfolgen, versucht zu verstehen.
00:04:15: Nicht nur Steve Jobs sondern auch überhaupt das Unternehmen bis heute und finde es eine der faszinierendsten Geschichten überhaupt hat einen wichtigen Anteil daran wie sich die Menschen heute informieren unterhalten kommunizieren.
00:04:30: aber auch die Markenführung von Apple erachte ich als absolut legendär bis heute.
00:04:34: übrigens bin ein Apple-Fan seit der ersten Stunde.
00:04:39: Und ich glaube, das Einzige was sich nicht von Apple habe ist die Apple Watch weil dass mir dann zu weit führen würde.
00:04:47: also ich müsste es nicht die E-Mails und die WhatsApps um meine Gesundheitsdaten auch noch die ganze Zeit bei mir haben.
00:04:53: aber sonst bin ich ein Apple Fan.
00:04:55: ja
00:04:55: Ich meine Steve Jobs wollte ja mit dieser ausketischen Lebensweise an seinen Krebs bekämpfen.
00:04:59: Das hat er dann leider nicht geschafft.
00:05:01: heute wäre ja womöglich ein Verfechter dieser Longevity Bewegung.
00:05:06: Ich vermute, Sie können diesem Trend auch etwas abgewinnen oder?
00:05:10: Ja durchaus.
00:05:11: Es gibt zwei drei Supplements die ich nehme.
00:05:15: Das eine ist für den NAD Plus quasi Stoff.
00:05:20: das ist ein Produkt das heißt NMN was ich nehme das hilft bei der Zellerneuerung.
00:05:26: Altern heisst nichts anderes als dass die Zellen sterben und zwar in zunehmendem Alter schneller Und das wirkt dem entgegen.
00:05:38: Aber ich nehme sonst gerne meine Produkte, so ich nehme Magnesium zum Beispiel Omega-III.
00:05:46: Ich nehme keine Vitamine weil ich sehr gesund und ausgewogen esse aber dass nie in einem verbissenen Maß sondern einfach als Supplements die mir helfen fit zu sein.
00:05:59: Und ich liebe Früchte und Salate, das trifft sich dann gut.
00:06:02: Das klingt ja noch harmlos!
00:06:03: Also noch keinen Platz in der Tiefkühltruhe gebucht um es nicht tiefgefrieren zu lassen?
00:06:08: Nein, regelmäßiges
00:06:12: Saunas.
00:06:13: Ich muss das fragen, weil die sechzigste Geburtstags haben Sie kürzlich gestanden.
00:06:16: im Interview war für sie eine Zäsur oder zum ersten Mal seien sie sich der Endlichkeit ihres Daseins bewusst geworden lautete das Geständnis Noch zehn schöne Sommer habe ein Freund von ihnen gesagt.
00:06:29: Wie schlimm war es das mit den Sechzigsten?
00:06:31: Gar nicht, aber in der Tat so.
00:06:36: Ich würde sagen die Gedanken waren und achte Gespräche wie wir jetzt ein Gespräch führen darüber.
00:06:41: Sechszig, fünfzig, siebzig bei mir war es jetzt sechzig wo ich quasi versucht habe zu verstehen was jetzt noch vor mir sein könnte.
00:06:48: Wir alle wissen dass wir das wahrscheinlich auch nicht beeinflussen können Aber zumindest können wir uns vorstellen was noch kommen könnte.
00:06:56: Und diese sogenannte Endlichkeit, die Sie zitiert haben.
00:06:59: Die wurde mir auch bewusst und da habe ich mir eigentlich so ein paar Punkte gesagt.
00:07:04: zum Beispiel Ich möchte Dinge tun vor allem, die wir Spaß machen.
00:07:08: Ich möchte mit Menschen zusammen sein, die mehr positive als negative Energie haben, die Amerikaner nennen das Asshole Free Zone.
00:07:17: Also haben sie so das Adressbuch durchgegangen und so.
00:07:20: also mit dem nicht mehr?
00:07:21: Auch nicht
00:07:22: gar nicht.
00:07:23: aber es gibt sicherlich Dinge getan haben früher, wo wir heute sagen mussten nicht mehr unbedingt sein.
00:07:29: Hat nicht so viel gebracht oder ist eigentlich nicht mein Ding und macht mir keinen Spaß.
00:07:32: oder ist nicht viel positive Energie
00:07:34: dabei.".
00:07:35: Das waren die Gedanken aber geführt hat das zu noch mehr Lebenslust ehrlich gesagt und das versuche ich jetzt ein Jahr danach – genau ein Jahr nach!
00:07:45: So auch aufrecht zu halten.
00:07:46: Was machen Sie denn in diesem Jahr jetzt nicht mehr?
00:07:51: Ein Beispiel ist, dass ich wenn sie ein Medienunternehmen seit fast zwanzig Jahren führe und dann ist der gesellschaftliche Teil das sie an viele Abendanlässe gehen.
00:07:59: An viele Abendessen gehen egal wo sie unterwegs sind.
00:08:02: An vieles sogenannte Events gehen habe ich massiv reduziert und picke mir das raus wo ich es gefühl habe.
00:08:07: Ich lerne etwas sich treffe gute Menschen spannende Menschen Ich bin sowieso ein Lerner also ich tue gerne lernen Wo ich mich inspirieren kann, wo ich mich wohl fühle.
00:08:16: Das ist zum Beispiel eine direkte Konsequenz also viel weniger... Ist den
00:08:20: Glamour-Faktor ein bisschen runtergefahren?
00:08:22: Ja, viele Dinge haben sich das Gefühl da sollte ich hin, dann müsste ich hin weil wie auch immer und im Überehrgeiz vielleicht eines jungen Sios verzichten sie dann mit der Zeit darauf
00:08:33: So ein Altraus?
00:08:34: hat man das dann nicht mehr nötig, oder da weiß man ganz genau wo man hin muss und wo sicherlich.
00:08:39: Ist die Angst vor der eigenen Endlichkeit auch ein Zeichen dafür dass man sich selbst so wichtig nimmt?
00:08:43: Oder sich der Mensch zu wichtigen?
00:08:46: Es relativiert sich sehr glaube ich mit dem Alter.
00:08:51: Demut und Dankbarkeit waren übrigens immer zwei Abtribute die mir sehr wichtig waren.
00:08:57: Da hat vielleicht auch meine Tennis Karriere geholfen.
00:09:00: Als Tennis-Spieler insbesondere auf der Klasse, auf die ich gespielt habe verlieren sie konstant mehr Punkte als Sie gewinnen und das hat mich schon sehr früh geprägt.
00:09:10: Also muss dauernd wieder aufstehen?
00:09:12: Muss dauerend aufsteh'n!
00:09:13: Und daraus versuchen den nächsten Punkt besser zu machen als den vorhergeheben.
00:09:16: Gut
00:09:17: jetzt gibt es ja zum Thema Endlichkeit.
00:09:18: Gibt's auch einen kleinen Trost, die künstliche Intelligenz kann unseren Avatar also unseren Digitalen Doppelgänger, ewig leben lassen.
00:09:26: Der Mediasiehau Jessica Peppelschultz benutzt ihn ja für die Kommunikation mit dem Personal?
00:09:30: Haben sie auch schon noch was da?
00:09:32: Nein, werde ich auch nie haben!
00:09:33: Warum nicht?
00:09:35: Weil gerade die Kommunierung etwas ganz Wichtiges ist.
00:09:38: wenn wir hier miteinander reden dann ist es mir wichtig dass wir beide miteinander reden.
00:09:43: Wenn es etwas zu kommunizieren gibt ob das privat oder beruflich ist dann ist wahrscheinlich wichtiger denn je dass es authentisch ist, das es echt ist.
00:09:52: Dass es integer ist und ehrlich ist, dass es spürbar oder fassbar ist.
00:09:57: Deshalb finde ich diese Idee nicht besonders gut.
00:10:02: Meine Avatar ist ein bisschen meine unheimlich elegante Überleitung zu diesem ganzen KI-Thema.
00:10:08: Wenn Sie jetzt ein bisschen zurückgucken – zwei, drei, vier Jahre als ChatGPT mit den ersten Versionen auf dem Markt kamen – schätzen Sie die Macht der KI heute Anders ein aus vor drei, vier Jahren?
00:10:20: Eine brillante Frage finde ich.
00:10:21: Ich erinnere mich gut an den Moment wo ich zum ersten Mal erfahren habe – ich will da kurz vielleicht ausholen.
00:10:27: das war in Davos am World Economic Forum als das ChatGPT-Momentum da war.
00:10:35: Dieses Davos damals wurde geprägt davon dass ganz Davos darüber geredet hat dass jetzt dieses Large Language Model da ist und viele konnten das eigentlich nicht wirklich einordnen.
00:10:45: Es gab zwei Lager in der Wurst damals, und das ist noch nicht lange her, dreieinhalb Jahre.
00:10:50: Das eine Lager hat gesagt, dass wird jetzt komplett viele Dinge im Leben beruflich wie privat verändern – in der Forschung
00:10:57: usw.,
00:10:58: also industrieübergreifend.
00:11:00: Und die anderen haben gesagt, er weiß ja noch nicht mal wer Fußball-Weltmeister, zwanzig was war es?
00:11:05: Zwanzig muss gerade überlegen, zwanzwanzig war!
00:11:09: Weil die Daten noch nicht so... weit waren damals.
00:11:17: Das Interessante daran ist unternehmerisch gesprochen, Sam Altmann und sein Team von OpenAI haben sich also entschieden weltweit ein Produkt zu nassieren das alles andere als gut war.
00:11:28: es war eigentlich kein gutes Produkt damals weil viele Fehler quasi sichtbar wurde.
00:11:35: Man hat an dem den netten Namen Haluzinieren gesagt, in Tat und Wahrheit war einfach die Datenqualität noch nicht gut genug.
00:11:42: Diese exponentielle Kurve dieses Computing Powers über die letzten vier Jahre ist absolut unvorhersehbar gewesen.
00:11:51: Lässt sich übrigens auch dokumentieren wenn man zurück geht und sein Altmann beispielsweise oder Dario Amodei Interviews hört von damals, die hätten keine Ahnung gehabt was Large Language Models heute alles an Output leisten können.
00:12:05: und deshalb glaube ich dass das was wir in Zukunft sehen werden unser Leben in positiven Weitestgehend weiterhin substanziell verändern wird.
00:12:16: Und wir sehen eigentlich nur den Anfang im Moment
00:12:19: Genau!
00:12:19: Ich meine der CEO der US Firma Axios, die unter anderem politische Newsletter herausgibt schrieb vor kurzem Alles passiert inzwischen zu schnell.
00:12:28: Er sollte zum Beispiel so einen Verwaltungsrats-Meeting vorbereiten und mal die nächsten sechs Monate skizzieren.
00:12:33: Da meinte er nur dazu, jede Prognose sei pure Fantasie – er könne höchstens die nächsten sechs Wochen überschauen!
00:12:40: Wir würden in ein neues Zeitalter eintreten, indem wir Geschwindigkeit der Veränderung, die Verarbeitungsfähigkeiten des Einzelnen oder von Firmen maßlos überfordern.
00:12:50: Wie überfordert sind Sie persönlich?
00:12:53: Also in der Prognostik komplett wie alle.
00:12:56: Mit Prognostik meine ich, was wird in sechs Monaten sein?
00:12:59: Was wird in zwölf Monaten sein.
00:13:02: Wie gut ist das Unternehmen Ringe oder die Töchter unseres Unternehmens?
00:13:07: Wir sind eigentlich eine Holding mit rund hundert Tochterunternehmen.
00:13:11: wie gut werden sie damit umgehen?
00:13:13: Aber beispielsweise auch, ich habe zwei Töchter.
00:13:15: Wie werden meine beiden Töchter damit umgehen?
00:13:17: im Schulischen?
00:13:18: Im Privaten?
00:13:19: Im Beruflichen später einmal und so.
00:13:21: Also in der Prognostik komplett überfordert was ich versuche...
00:13:24: Was ja permanent Fehlentscheide provoziert
00:13:26: eigentlich!
00:13:27: Das
00:13:27: Manager musst du ja hast du ja auch Investitionsvorhaben Und da muss ihr irgendwie ein bisschen abschätzen können wo es hingeht.
00:13:33: Ja ich glaube die Die herangehensweise wäre wahrscheinlich die richtige wenn man versucht sich auf das abzustützen was man heute weiß was man Heute sieht Diese Dinge, ich nenne das oft Hausaufgaben einfach gut umzusetzen.
00:13:47: Bei uns heißt es beispielsweise für viele Firmen eine Datenqualität in den Firmen herzustellen die das Fundament bildet für zukünftige AI Tools beziehungsweise AI Arbeiten.
00:14:01: Es bedeutet aber auch dass gewisse Dinge wie jetzt wird ein bisschen konkreter Die Art und Weise wie wir mit Large Language Models kommunizieren.
00:14:11: heute Beispiel, sie fragen ein Large Language Model ob das jetzt JetGPT und Topic also Cloud oder Gemini ist Dinge.
00:14:19: Und diese Dinge sollten Sie auch unsere Plattformen fragen können in der gleichen Intuition, in der gleiche sogenannten User Experience Beispiel als ... Unter unserem Dach befindet sich TicketCorner, das größte Ticketing-Unternehmen.
00:14:35: Dann sollte man Ticketcorner in der gleichen Art und Weise nach Tickets fragen können wie ChatGPT oder Claude.
00:14:42: Und daran zu arbeiten ist die Aufgabe, die wir zu tun haben wenn es nicht gelingt.
00:14:46: also dass heißt wenn sich die User Experience die Einfachheit, die intuitive Art und Weise wie man mit diesen Large Language Models Pinkpong spielen kann auf unseren Plattformen nicht duplizieren kann, dann haben digitale Geschäftsmodelle ein Problem.
00:15:04: Wir hatten es von der Geschwindigkeit, meine neue Dings bricht sogar die künstliche Intelligenz von OpenAI und Co angeblich aus geschützten Umgebungen aus um andere Firmen zu hacken.
00:15:14: Hat die Welt so neun Frankensteiner schaffen, der uns alle auslöschen wird?
00:15:18: Wie der Starrhistoriker Juval Harari befürchtet...
00:15:20: Ja!
00:15:20: Es gibt ja jetzt doch dieses Papier was namhafte Gründer und Chefs der großen Foundation-Models geschrieben haben.
00:15:29: Das ist ein relativ kurzes Papier, aber es beinhaltet genau das was sie jetzt thematisieren.
00:15:34: Er war nämlich ein Plädoyer für eine Entschleunigung, für eine Verlangsamung.
00:15:39: Das funktioniert nur wenn sich alle daran halten weil im Moment ist ja das Gegenteil der Fall.
00:15:44: Alle versuchen noch schneller, alle versuchen diesen Computingpower noch radikaler exponentiell zu nutzen und dann geschehen solche Dinge die wirklich Sorge machen.
00:15:56: Also das heißt die Verselbständigung von EI, was sich dann im Internet komplett selbstständig bewegt eigentlich sehr sicher... Das war
00:16:05: ja schon länger die Horovisierung.
00:16:06: jetzt scheint alle sich bestätigt zu sehen oder?
00:16:09: Ja
00:16:10: seiten hackt und dann ist natürlich relativ klar wenn dass in die schlechten Hände fällt.
00:16:16: Wenn das in bösartige hände böswillige wie soll ich sagen Protagonisten fällt dann ist das sicherlich gefährlich kann überhaupt nicht abschätzen, was jetzt politisch zu tun ist diesbezüglich.
00:16:29: Das AI-Moment – nicht besonders intelligent reguliert ich glaube das sehen wir alle.
00:16:35: Ist auch gar nicht anders möglich bei dem Tempo dieser Entwicklung.
00:16:38: aber die Gefahr….
00:16:40: am Anfang gab es ein paar wenige die gesagt haben ihr müsst aufpassen.
00:16:43: mittlerweile wie gesagt dieses Papier ist von den Chefs der genannten Unternehmen selber verfasst worden.
00:16:49: Das ist sicherlich besorgniserregend weil Praktisch alles, was im Moment stattfindet findet irgendwo auch digital statt.
00:16:55: Man nimmt es ja so ernst dass zum Beispiel die Finanzminister der USA Scott Bessent hat kürzlich alle sehe aus von den Großbanken zusammengerufen und gesagt hey wir haben hier ein Hacking-Problem oder?
00:17:06: Also wenn die Banken gehackt wird also man stelle sich nur vor eine KI schafft's mal in die UBS dann haben wir da ein größeres Problem.
00:17:13: wie sicher ist mein Geld noch?
00:17:14: Banken,
00:17:15: Versicherungen, Airlines, Pharmaindustrie usw.
00:17:19: absolut.
00:17:21: Was ich mich ja frage bei diesen ganzen Horror-Meldungen, am Schluss heißt es beim Journalismus immer Folge der Spur des Geldes.
00:17:28: Und so eine Horrormeldung hat ja auch ein Superpär am Teil.
00:17:32: oder weil sie sagt ihr auch unsere Produkte sind unheimlich potent was ihr auch sehr verkaufsfördernd ist, weil was hacken kann, kann ihr auch Hacking verteidigen!
00:17:42: Wie groß ist der Perfektor von all diesen Stories, die von OpenAI etc.
00:17:47: auch enttropisch sind?
00:17:48: Eine Woche später brach dann die Maschine auch bei Enttropic aus.
00:17:51: was für ein Zufall.
00:17:52: Glauben Sie das den?
00:17:53: gibt es einen Anteil dem Per-Anteil?
00:17:55: Erstens weiß ich's nicht und wenn überhaupt wissen nur ganz wenige Leute und die sitzen sicherlich nicht in Europa.
00:18:03: Zweitens diese Diskussion wird in Amerika riesig geführt.
00:18:06: im Moment Hier gibt es zwei Lager.
00:18:08: Die einen sagen, das sei ernst zu nehmen und deshalb nehmen wir diese Warnungen ernst, diese Entschleunigung ernst.
00:18:13: Dieser Ruf nach quasi Hilfe regelrecht also das Papier beispielsweise ist ja nichts anderes als ein Hilferuf.
00:18:20: Irgendjemand von der Administration soll bitte entschleunigen.
00:18:23: da wäre dann noch die Frage was heißt eigentlich entschneunigen?
00:18:26: Und wer kontrolliert das?
00:18:27: ich glaube nicht an einem PR-Stunt.
00:18:29: ehrlich gesagt Ich glaube alle haben verstanden, dass diese Modelle unglaublich powervoll sind.
00:18:34: Also keine Ahnung, alle die damit ein Video gemacht haben und in der Apotheke eingestell fotografiert haben mit hunderten von den Medikamenten das CHAT-GPD gegeben haben und sagen, welches davon soll ich nehmen für mein Hautproblem?
00:18:50: Die wissen um die Computingpower.
00:18:53: Das ist nicht mehr notwendig.
00:18:54: Ich würde dies, Herr Balsli als absolut ernst zu nehmenden Hilfe rufen, einordnen!
00:19:00: Womit wir bei der Frage nach der Longevity die Medien werden, ist denn KI ein Segen oder ein Fluch?
00:19:09: Vielleicht zwei drei Punkte zur Kontextualisierung, die wichtig sind auf diese Frage.
00:19:14: Das glaube ich eine ganz relevante Frage.
00:19:15: Die Medien haben erster Punkt in den letzten zwanzig Jahren ökonomisch ein immer schwierigeres Umfeld angetroffen.
00:19:23: Jetzt kommt AI dazu und mischt sich noch quasi in dieser eh schon schwierige Lage.
00:19:27: Übrigens alles was ich jetzt sage weder leidend noch beklagend, sondern total pragmatisch herausgefordert und datenbasiert.
00:19:37: Erster Punkt Wir kommen aus einer Welt der Google-Suchanfragen.
00:19:43: Also lohnt es sich zu schauen wie viele von tausend Suchanfragungen wie viele landen nach diesen Tausend suchanfragen auf einer Webseite.
00:19:56: Das sind ungefähr dreihundert siebzig global gesehen, also tausend Suchanfragen.
00:20:01: Dreihundert Siebzig werden dann irgendwann einen dieser blauen Links klicken.
00:20:05: das war die sogenannte alte Welt Wenn wir das jetzt anschauen bei large language Models als auch bei Chat Funktionen.
00:20:12: Wir nehmen jetzt der Einfachheit halber chat GPT Dann sind es von Tausend Anfragen an chat gp noch zehn links heißt dreißig bis vierzigmal weniger.
00:20:25: Das heißt, dass die Ökonomie des Worldwide-Webs sich radikal verändert.
00:20:31: Das heisst weniger Klicks in der... Implodiert
00:20:35: oder?
00:20:36: Man kann dem sagen implodieren!
00:20:38: In der Fachsprache reden viele von der Zero-Click-Economy.
00:20:42: Die wird nicht als zero sein aber wie sie gesagt haben implodiert.
00:20:45: Nun versuchen wir das auf die Medien quasi runter zu brechen Und bei den Medien ist es so, dass die Medienunternehmen in Europa im Moment – und das würde ich meinen als den Anfang dieser Epoche – siebzehn Prozent weniger Trafficks haben.
00:21:02: Also alle Medienmarken digital haben in der letzten zwölf Monaten siebzen Prozent weniger Traffic gesehen.
00:21:08: Was noch
00:21:08: harmlos ist in Europa?
00:21:09: In USA ist man da schon viel meint.
00:21:11: Das CNN und Co.
00:21:12: teilweise minus sechszig
00:21:13: Prozent.
00:21:13: Richtig!
00:21:14: Der Durchschnittswert ist dreiunddreißig CNN sogar nach hoher.
00:21:17: Das heißt, der erste Punkt auf Ihre Frage.
00:21:20: Medien müssen sich einstellen darauf, dass der Traffic, der bisher an Sie weitergeleitet wurde durch die Large-Language-Model, die viele, wie soll ich sagen, Suchanfragen, Requests bereits beantworten deutlich sinkt.
00:21:35: Das ist einmal der erste punkt.
00:21:38: Der zweite Punkt ist ein...
00:21:41: Ich brauche also mehr Direct Traffic oder?
00:21:44: Also Leute müssen ... zu mir selber kommen und nicht mehr vermittelt haben.
00:21:47: Sie
00:21:47: brauchen ganz, ganz starke Marken über sozio-demografische Überalterstrukturen hinweg dass die Leute direkt sie ansteuern.
00:21:58: man muss aber wissen in der Ökonomie der Medien beispielsweise war der sogenannte Traffic über Search immer ein für viele Medienmarken ein ganz wichtiger Bestandteil.
00:22:06: das heißt die Leute haben net was gefragt und landen dann bei der Medienmarke X oder Y. also das wäre sicherlich der erste Punkt.
00:22:14: Der zweite Punkt, den EI natürlich hat ist wie ich es nenne und ich glaube nicht mal dass das eine Überhöhung ist Herr Baalslist.
00:22:22: Ist eigentlich der größte Diebstahl in der Geschichte.
00:22:25: Warum?
00:22:26: Ich habe vorhin erwähnt am Web-Camp GPD auf.
00:22:29: man hat dann versucht zu verstehen wieso weiß eigentlich GPD das alles?
00:22:33: die Antwort ist relativ simpel und heute allen bekannt weil sie alles nämlich was im World Wide Web auffindbar war gecrawlt haben, also durchgekämmt haben.
00:22:45: Und das haben sie einfach so sich genommen alle YouTube Filme, alle Podcasts, alle Medienarchive alles was überhaupt je publiziert wurde.
00:22:56: Die
00:22:56: Ironie der Geschichte ist ja, dass die Amerikaner sich dann beklagen.
00:22:59: Wenn die Chinesen für das Training ihrer KI-Modelle sich bei den Amerikanern verdienen und die Amerikamern sagen hey aber Clown geht hier gar nicht.
00:23:07: Dabei machen sie es wie Sie richtig sagen Es ist wohl der Jahrhundertraub.
00:23:11: Sie sprechen DeepSync an.
00:23:12: Das war in der Tat eine wunderbare Beobachtung.
00:23:16: als dann die Chnesen gekommen sind vor einigen Monaten mit DeepSyke ein hervorragendes schnelles intelligentes Modell hat sich Sam Altmann tatsächlich und das war schon dann, ich bewundere diese Firma enorm aber das war dann schon eher peinlich.
00:23:31: Wie sie gesagt haben sich darüber beklagt die Chinesen hätten das geklaut nachdem er vier Jahre lang alles geklautet hat.
00:23:37: nun dafür gibt es noch keine klaren Urheberrechte.
00:23:44: da ist völlig klar und ich bin kein Überregulierer geistiges Eigentum in Form von diesem Podcast, den Sie und die NCZ-Gruppe erstellen oder eines Artikels des Blickes oder eines Buchers oder eines YouTube-Videos muss geschützt sein.
00:23:59: Wie Sie
00:24:00: richtig sagen?
00:24:00: Die Karri greift auch die Bezahlinhalte ab – teilweise man kann es technisch, teilweise kann man es blocken, teilweise geht's dann trotzdem weiter.
00:24:08: Gewisse Verlage flüchten sich ja einfach in die Arme der KI-Firmen oder verhandelt mit den KI Anbieten über Preissgabe ihre Inhalte, bekommt dann dafür – ich würde mal sagen – Almosen von ein, zwei, drei, vier Millionen.
00:24:26: Haben Sie sich das auch überlegt?
00:24:27: Oder haben sie das schon ausgeschlossen, dass Sie sich verhandeln mit Perplexity und Open Air?
00:24:33: Es gibt verschiedene Strategien dafür.
00:24:35: Sie haben völlig Recht, dass eines einmal es einfach zu blockieren ist gar nicht so einfach, dass sie immer einen Catch up geben hat aber auch zur Folge, dass sie dann beispielsweise zum Teil nicht mehr aufgefunden werden.
00:24:46: Bei jenen die zum Beispiel noch Search machen also die jetzt über Google gehen und die sagen was ist das Neuste aus dem Iran-Konflikt?
00:24:54: Zum Beispiel sein werden Sie gar nicht mehr gefunden wenn Sie diese harte Wand dort einbauen.
00:24:59: Das heißt eine technologische Problematik.
00:25:02: Die andere Variante ist, dass Sie versuchen eine Art Lizenzstil zu machen wie Sie es beschrieben haben.
00:25:08: Ich würde das Wort Almosen als absolut richtig betrachten.
00:25:11: Das ist der Weg, wir versuchen als Ringe die Kooperation zu suchen mit diesen Large Language Models und so sagen... Zugriff auf unsere Daten, wenn es geregelt ist und dann gibt es solche Lizenzverträge.
00:25:23: Das ist momentan die Strategie... Die
00:25:25: Lizenz-Verträge sind sie am Plan oder gibt's das schon?
00:25:28: Nein, es gibt durchaus Kooperationsverträge, die wir jetzt dazu haben oder am Abschließen sind.
00:25:34: Die sind aber nicht in dem Sinn wirtschaftlich relevant.
00:25:38: Und mit wem haben Sie auch gelassen?
00:25:41: Wir sind daran mit Google solche Verträge zu machen beispielsweise also für Gemini weil Google ist ein Kooperationspartner von Ringe sowieso seit vielen Jahren als Beispiel.
00:25:52: Das ist jetzt ein konkretes Beispiel, wird das die Medien retten?
00:25:55: Nein hat man wenigstens einen Art Rahmenvertrag.
00:25:57: ja braucht es ein Urheberrechtsschutz der auch das Thema AI also der Scrawling der AI large language models regelt.
00:26:07: Ja das sind in der Schweiz Die Motion von Petra Göszi, FDP-Ständeratin, die genau in die richtige Richtung zielt.
00:26:14: Wird das alles ändern?
00:26:16: Nein!
00:26:17: Weil das sehr lange geht dann wird möglicherweise dagegen geklagt.
00:26:21: Ich glaube ein wichtiges Thema ist die Klagen, die im Moment laufen bei der New York Times.
00:26:30: Also von den New York-Times initiiert sowohl gegen Open AI wie auch gegen ein Topic.
00:26:36: das wird sicherlich interessant zu sein dies zu beobachten.
00:26:40: aber wir müssen sehen.
00:26:41: wir haben zum Beispiel für das Leistungsschutzrecht glaube ich fünfzehn Jahre gekämpft.
00:26:47: Wir haben immer noch kein griffiges Leistungsschutzrecht geschweige denn eine Erschädigung.
00:26:52: also Philosophisch gesprochen verrückt.
00:26:55: im digitalen Raum und ich meine auch das nicht anklagend, sondern feststellend ist es offensichtlich so dass OpenAI von einem Start-up zu einem der höchst bewerteten Unternehmen werden konnte innerhalb von vier Jahren indem es einfach nüchtern festgestellt das ganze Internet abgegriffen hat.
00:27:16: Das ist auch verrückte Geschichte eigentlich.
00:27:17: In der physischen Welt wäre das gar nicht möglich.
00:27:19: Undenkbar,
00:27:20: undenkbar in wie alle Lastwagen zu klauen vom Konkurrenten oder so.
00:27:23: Oder alle
00:27:25: Biers zu klauern und dadurch die größte Bierfirma der Welt zu werden wäre undenkbar.
00:27:30: In einer digitalen Welt ist
00:27:32: das leider möglich.
00:27:33: Was ich mich ja wundere.
00:27:34: manchmal wirken die Verlage ja ein bisschen verzweifelt weil diese Kooperationsverträge mit Google die sie auch genannt haben OpenAI das klingt dann irgendwie so harmlos aber eigentlich gibt ... man ja dem eigenen Metzger das Messer in die Hand, oder?
00:27:49: Indemann.
00:27:50: Indemmann seine Inhalte, die man eigentlich teuer verkaufen sollte... den Kooperats bei uns Baden zur Verfügung stellt.
00:27:55: er kann es seine KI mit diesen wichtigen Texten trainieren.
00:28:00: ist es nicht am Schluss ein bisschen Selbstmord?
00:28:03: Es ist alternativlos!
00:28:04: Das ist noch trauriger.
00:28:05: Noch schlimmer als der Selbstmorde
00:28:07: ist Alternativlos.
00:28:08: Okay, das ist ein schönes Zitat.
00:28:13: Also in der digitalen Welt Sie haben das Beispiel Lastwagen oder Bier, ich klaue mir alle Energy Drinks zusammen und werde so die größte Konkurrentin von Red Bull und so ist unvorstellbar.
00:28:29: In der digitalen Welt ist genau das geschehen!
00:28:33: So ist es?
00:28:33: Wie viele Arbeitsplätze wird die KI bei Ringier kosten?
00:28:39: Wir haben rund sechstausend zweihundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
00:28:45: Wie viel wir haben werden in zwei oder drei Jahren?
00:28:47: Ich kann es Ihnen bei besten Willen nicht sagen.
00:28:49: Im Moment haben wir eher aufgebaut, in der Tat, weil wir investieren – in Technologie, in Data Engineers und in Spezialisten, die mit Large-Langage mal also umgehen können.
00:29:00: Aber in den Redaktionen haben Sie schon abgebaut!
00:29:02: Da war ein bisschen heimlich.
00:29:03: was von der Höhe...
00:29:03: Ja aber war weniger geschuldet jetzt der künstlichen Intelligenz oder dem Einfluss der Künstliche Intelligenze.
00:29:11: Aber ernsthaft, ich glaube schon dass wir in eine neue Ära gehen wo sehr viele Funktionen in verschiedenen Industrien in Zukunft durch künstliche Intelligenz erledigt werden können.
00:29:28: Ein Beispiel Sie nehmen eine durchschnittliche Kanzlei in Zürich oder in San Francisco wo sie eine Anzahl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben für die Datenaufbereitung eines Falles XY.
00:29:41: Wir alle wissen, dass das in wenigen Minuten weitestgehend von der Jahre gemacht werden kann.
00:29:48: Und da habe ich in der Tat Sorge wenn es Hunderte und Tausende von Arbeitsplätzen gibt die nicht mehr gebraucht werden oft genau im diesen Einstiegsberufen, die ja sehr wichtig sind um das Medie zu können, um die Kultur der Industrie kennenzulernen, um das Unternehmen kennenzulernen usw.. ist ein großes Fragezeichen.
00:30:12: Die Optimisten sagen, in jeder technischen Evolution oder Revolution wurden neue Berufsgattungen kamen hinzu von denen wir keine Ahnung hatten vorher.
00:30:22: Das
00:30:23: klassische Dampfmaschinen gesetzt?
00:30:24: Die Frage ist einfach, ob sich das wieder wiederholt!
00:30:26: Richtig und es gibt Thesen und das sind lediglich Studien die sagen, dass der Jobprofile in fünf zehn Jahren nicht möglich ist.
00:30:37: Ich bin dort für einmal Wirklich eher pessimistisch, ich glaube wir werden Elon Musk beispielsweise ist ja sehr krass bei diesem Gedanken.
00:30:46: Wir werden eine neue Gesellschaft quasi Beschäftigungsstruktur sehen über die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre weil künstliche Intelligenz einfach einen großen Teil dessen abnimmt was heute Menschen tun.
00:30:59: Genau, Künstlicheintelligenz greift die Kopfarbeit plötzlich ab.
00:31:02: das war bei früheren technischen Revolution nicht so.
00:31:05: jemand hat es mal schön auf den Punkt gebracht KI ist für das Genie ein Segen für das Mittelmaß.
00:31:11: der Tod Bringt ziemlich auf dem Punkt Ihr öffentliche Umgang mit der KI.
00:31:19: Der wirkt ja aus meiner Sicht manchmal ziemlich widersprüchlich.
00:31:23: Ich zitiere mal, die Medienindustrie muss transparent machen was von KI generiert ist und was nicht.
00:31:29: sagten sie mir kürzlich in einem Interview mit NCT am Sonntag wären Ringe intern die Deklarationspflicht massiv lockert.
00:31:37: Haben Sie hier die Unwahrheit erzählt oder interessiert es bei Ringe kein mehr, was das hier aussieht?
00:31:41: Nein.
00:31:41: also erstens einmal auch hier eine sehr ehrliche Antwort.
00:31:44: wenn sie die AI-Deklarationen oder die AI Spielregeln wie wir sie jetzt bei Renge aufgestellt haben aber das gilt für viele Unternehmen nicht nur in der Medienindustrie dann passen sie das konstant an.
00:31:57: Also das wird konstant angepasst.
00:31:59: ich erinnere mich an die Handwerkszeit
00:32:00: ist noch ein paar Wochen
00:32:01: Nicht Wochen, aber Monate.
00:32:03: Das ist in der Tat so.
00:32:04: Aber ein Punkt um dieses Final wirklich für heute festzuhalten ist wir achten künstliche Intelligenz wenn wir jetzt auf den Journalismus gehen als Werkzeug nicht als Autor.
00:32:22: sein Werkzeug aber ein Werkzeug das maximal eingesetzt werden soll bei der Datenaggregation, bei der Recherche.
00:32:30: Bei der Transkription beim Übersetzen von Texten und so weiter beispielsweise auch in dem im Prozess quasi wie ein Artikel online geht wird distribuiert wird usw.
00:32:43: Ebenso klar ist dass die finale Antwort immer einem Newsroom beziehungsweise Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter dieses Newsrooms in dem Falle die Person, die diesen Artikel am Schluss live stellt oder online stellt.
00:32:59: Oder im Print publiziert getragen werden muss.
00:33:01: Was
00:33:01: ist die Theorie?
00:33:02: Die Jungen in der Loop?
00:33:03: aber sie wissen ja den Mensch ist bequem und wenn ihm die Maschine permanent einen fanfertigen Text hinlegt ist er die Wahrscheinlichkeit groß oder die Gefahr dass immer ein bisschen oberflächlich darüber gehuscht wird.
00:33:14: also haben Sie nicht Angst davor das dann irgendwas durchflutscht?
00:33:17: Also Wenn, jetzt muss ich ohne zynisch zu tönen folgendes sagen.
00:33:26: Einer der großen Engagements in der Medienindustrie muss sein und das ist nicht unbedingt eine Stärke der Medienindustrie Fakten bleiben Meinung als Meinung gekennzeichnet wird Und diese Vermischung zwischen Meinungen und Fakten, ein Problem ist für die Medien.
00:33:50: Das ist in der Tat so.
00:33:53: Wenn Medien eine tiefe Kredibilität haben heute was faktisch der Fall ist wenn Trump beispielsweise eine ganze Industrie als Fake News bezeichnen kann und das einen gewissen Boden hat in der Bevölkerung dann sollte man sich als Medienunternehmen auch fragen warum das so ist.
00:34:14: Zurück zu ihrem Punkt.
00:34:15: Menschen haben offensichtlich auch Fehler gemacht, entweder in der Fakten treue oder in der fakten Präsentation und haben Meinung mit Faktern vermischt.
00:34:25: und das ist etwas wo ich sage dass mag altmodisch tönen es eine der letzten Chancen die Medien haben.
00:34:32: In einer Welt, in der so viel Inhalte da draußen rumschwirren, wo sie nicht mehr wissen, woher kommt das?
00:34:40: Ist das AI-Slob?
00:34:41: Ist es tendenziös?
00:34:43: Ist aus einem politischen Interesse?
00:34:45: was auch immer wäre?
00:34:47: der letzte Rückzugsort großer Medien und die ganze Zeit meine ich sehr ernst ist ein großes Medium.
00:34:55: Der Blick meine ich ebenso ernst.
00:34:56: ist dein großes Medium dann muss Fakten treue.
00:35:00: Verlässlichkeit ist oberste Prämisse.
00:35:04: Ist denn jetzt die KI gefährlich für die Glaubwürdigkeit, wie viele Journalisten behaupten?
00:35:08: Oder haben sie nur Angst vor ihrem Bedeutungsverlust?
00:35:10: Nein ich glaube, die KI verändert... Ich gebe Ihnen ein ganz persönliches Beispiel verändert die Wahrnehmung und die Interpretation.
00:35:20: Ich meine der Leser hat heute auch schon ChatGPT.
00:35:22: in dem Moment wo er das Gefühl bekommt dass das was ihm die Medienhäuser servieren ist auch nur mit ChatGPD gemacht.
00:35:28: muss er da das Abo nicht mehr lösen?
00:35:30: Ja, das komme gleich auf diesen Punkt zurück.
00:35:33: Ich glaube die Kuratierung was unter einer Marke NZZ New York Times Spiegel Blick was auch immer publiziert wird.
00:35:39: aber ich will schnell die persönliche Befindlichkeit schildern.
00:35:43: Ich genieße es in einer ruhigen Minute durch meinen Instagram Feed zu gehen.
00:35:49: Mein Instagram Feed hat ungefähr vier algorithmische Kennzeichnungen, das eine ist Fußball weil ich ein Fußballfan bin, also ich bekomme sehr viel Fußball, das zweite ist Trump und zwar alles in der Interpretation.
00:36:04: Was hat er jetzt wieder verrücktes gesagt, wieder verrücktes gemacht?
00:36:07: Also das ist der zweite Kriterium in meinem Feed.
00:36:10: Das dritte sind Hunde – ich bin ein Hundeliebhaber und da sehe ich dann Videos über was Hunde alles Verrücktes macht haben.
00:36:17: wenn sie gerettet haben wie Sie vor der Tür tagelang gewartet haben, was auch immer….
00:36:20: Okay!
00:36:21: Sie sind aus Wien umkürztlich eine Geschichte gemacht über Hundevideos und Fragen uns ….
00:36:24: wer guckt sich das
00:36:25: an?!
00:36:25: Es ist Herr Walter, dann wird das Rätsel aufgelöst.
00:36:28: Das vierte
00:36:28: Thema ist AI.
00:36:30: so also diese vier Themen sind in meinem Algorithmus tief verankert.
00:36:34: Alles was AIS, wo man sagt wow das ist wieder verrückt oder der hat dies gesagt und so weiter.
00:36:38: Was passiert in diesem Feed?
00:36:41: Ich scroll durch diesen Feed so wie wir alle dies tun amüsiert aufmerksam manchmal auch bewundernd aber ich weiß nicht mehr.
00:36:51: stimmt dass jetzt was ich gesehen habe dieser Hund der dieses Baby gerettet hat aus dem Wartzer Ist das echt?
00:36:59: oder ist das AIS Lob?
00:37:01: weil sie können es ja effektiv selbst als Medienmanager nicht mehr unterscheiden.
00:37:05: Ich
00:37:05: gucke deshalb jedes Mal mir jetzt die Kommentare an, ob da irgendwas ernst zu nehmen, das drinsteht?
00:37:11: Ob die Video jetzt ein Geil ist
00:37:13: oder nicht?
00:37:13: Ist doch verrückt in welcher Welt wir uns heute und zwar eine oder zwei Jahre... Wenn Sie schauen auf den großen Plattformen YouTube, Spotify, Deezer
00:37:23: usw.,
00:37:24: sind wir an einem Tipping Point angelangt wo mehr AI-Kreierter Inhalt raufgeladen wird an einem normalen Tag.
00:37:33: Echt ein Creator.
00:37:34: Ist verrückt, wer hätte das gedacht vor vierundzwanzig Monaten?
00:37:37: Zurück zu ihrem Punkt.
00:37:38: nun auf die Medien!
00:37:39: Wenn das der Fall ist Herr Walzli dass ich im Instagram Feed eigentlich amüsier zuschaue sie jedes mal in die Kommentare gehen müssen Ich nicht mehr weiß, war das Video echt.
00:37:50: Was übrigens vom Faszinosum wahnsinnig viel ausmacht.
00:37:53: also ein Hundevideo wo der Hund das Baby aus dem Wasser rettet ist dann ein emotionales wie soll ich sagen Momentum für mich wenn es echt ist Wenn es einfach ein Large Language Model ist dass sich immer sagt Dann ist das ja nicht mehr lust.
00:38:05: deshalb Ist es für die Medien so wichtig noch mehr auf Relevanz, Integrität Glaubwürdigkeit, Verlässlichkeit zurückzugehen.
00:38:14: Das ist
00:38:14: die klassische Chance von den Medien.
00:38:16: aber eins muss man ja sagen Die Medien haben ja an ihrer eigenen Glaub Würdigkeit schon vorher ein bisschen gesägt bevor die KI kam und dafür haben auch viele Bürger immer mehr Zweifel.
00:38:28: Es geht nicht nur darum, dass sie keine Medien mehr konsumieren weil alles so schlimm und negativ ist sondern weil es das Gefühl hat man können es nicht mehr glauben.
00:38:37: Und dafür war ja auch ihre persönliche Rolle in der Corona-Krise ein bisschen mitverantwortlich in der Schweiz.
00:38:42: Ich zitiere einen Auftritt von Ihnen bei der Schweizer Managementgesellschaft von Februar.
00:38:48: Wir hatten in allen Ländern, wo wir tätig sind und das wäre ich froh wenn das in diesem Kreis bleibt.
00:38:54: Auf meine Initiative hingesagt – wir wollen die Regierung unterstützen durch unsere mediale Berichterstattung damit wir alle gut durch diese Krise kommen.
00:39:02: Würden Sie das nochmal so machen?
00:39:06: Ich würde dieses Aufzeichnung dieses Videos nicht mehr sagen nach dem was ich persönlich erlebt habe.
00:39:17: Das war für mein persönliches Befinden, für mich als Mensch und die Leute um mich herum.
00:39:23: war das eine sehr schwierige monatelang andauernde Situation überhaupt.
00:39:28: Während Corona hat man viele Extreme erlebt im wahrsten Sinne.
00:39:32: Aber hat sie das erstaunt?
00:39:33: Ich meine es waren Frontalangriffe auf die unabhängig
00:39:36: fatere Redaktion.
00:39:36: Nein jetzt möchte ich das nochmal einordnen was in der ersten Phase von Corona geschehen ist.
00:39:43: Eines der Epicentren war Bergamo, wie wir wissen in der ersten Phase.
00:39:47: Das ist als der Lockdown zum ersten Mal kam im März damals und in Bergamo wurden mit Militärlastwagen die Leichen wegtransportiert weil niemand wusste wie mit diesem Virus umzugehen ist.
00:40:04: Diese Aussage stammt aus dieser allerersten Phase wo ich appelliert habe an unsere Medien einen enorm verantwortungsbewussten Umgang zu machen beim Thema Sensibilisierung mit diesem Virus, von dem wir damals nicht wussten wie gefährlich es ist.
00:40:25: Ich will jetzt nicht in die Statistiken gehen, wie viele Familien Menschen verloren haben während Corona – ich würde immer noch Corona als eine dramatische Phase bezeichnen was den Faktor ihr Leben verloren haben oder heute noch an dem Folgen Leiden bezeichnen.
00:40:44: In dieser ersten Phase habe ich an die Verantwortlichkeit der Medien appelliert, auch unserer eigenen Medien und habe in den bilateralen Gesprächen mit unseren Chefredaktoren gesagt dass wenn politische Instanzen – in diesem Fall jetzt die Schweizer Regierung empfiehlt Masken zu tragen Masken zu tragen, mit Sicherheit die bessere Variante ist um Tram zu fahren als keine Maske zu tragen.
00:41:10: Das war genau in dieser Phase.
00:41:13: Würde ich also quasi...
00:41:14: Das haben ja viele Leute bestritten oder?
00:41:17: Ja natürlich!
00:41:19: Wenn Sie sagen wir wollen die Regierung unterstützen das spricht nicht für unabhängige Journalismus.
00:41:24: Das heißt natürlich Herr Walder gibt seine Redaktion vor hey unterstützt gefälligstem Bundesrat.
00:41:29: Ja, in der ersten Phase und ich will noch einmal darauf eingehen dieser schlimmen Pandemie war es das Richtige dass die Menschen erklärt bekommen sich zu schützen.
00:41:44: die bessere Variante ist als sich nicht zu schützen.
00:41:47: Das bezieht sich auf diese Variant und auf ihre Frage würde ich das nochmal tun.
00:41:52: ja übrigens wenn sie ein Unternehmen führen und ein Medienunternehmen, dann ist es für Michael Ringe um mich selbstverständlich dass wir einen Dialog mit den Chefredakteurinnen und Chefredaktoren führen darüber wie die Berichterstattung ist.
00:42:10: Das ist für mich selbst verständlich.
00:42:11: das hat dieses Haus immer so gemacht seit des Publikationen gibt.
00:42:14: Dass aber ein Unterschied als ob sie eine Redaktion sagen was zu schreiben ist über Murat Yakin oder über Karin Keller Sutter oder über die Eigenkapitalunterlegung der UBS, sondern dass sie in einem konstanten Dialog sind und genau das war es.
00:42:31: Das ist für mich selbstverständlich.
00:42:32: Später
00:42:33: kam ja dann durch die Corona-Leaks ans Tageslicht, dass Sie einen zu engen Kontakt zum Sprechen vom Gesundheitsminister Arlein Bergsee gepflegt haben.
00:42:42: Wohlwollende Berichterstattungen.
00:42:43: als Gegenleistung für Scoops lautete der schlimme Verdacht – würden Sie das auch nochmal so machen?
00:42:50: Also als CEO von Ringe oder als CEO einer anderen Medienunternehmen, ich denke sie als Chefredakte der Endzeit am Sonntag sind Sie in einem konstanten Austausch mit Politikern und Politikerinnen.
00:43:02: Mit Regierungsmitgliedern das ist Teil unserer Funktion so wie Sie auch in Kontakt sind mit Präsidenten von Fußballklubs mit anderen Leuten die in der Wirtschaft tätig sind mit Kulturschaffenden.
00:43:13: Das ist völlig normal.
00:43:15: der Vorwurf wohlwollende Berichterstattung.
00:43:18: Wie ist der Vorruf?
00:43:19: Ja, dass sie die Regierung so eine Arbeit gelobt
00:43:23: hat.
00:43:23: Das Komplensiv uns üben.
00:43:26: Eine schlechte Interpretation von Medien.
00:43:31: Die Ringiermedien haben durchaus, kann man heute noch nachlesen, sehr kritisch auch über gewisse Maßnahmen berichtet.
00:43:37: also dieser Punkt ist nicht sachlich dargestellt.
00:43:42: würde ich Verantwortung zu jedem Zeitpunkt weiter übernehmen wollen, ja auf jeden Fall.
00:43:50: wieder so einen engen Kontakt zum Sprechen vom Gesundheitsminister pflegen.
00:43:56: Der hat sich in der ersten Phase, und wir reden immer von dieser ersten Phase wo wirklich die Leute nicht wussten was passiert, wo man zu Hause.
00:44:04: sie erinnern sich noch daran wenn man spazieren ging während dem Lockdown hat man die Straßenseite gewechselt wenn jemand gekommen ist.
00:44:12: ich erinnere mich an Bilder vor dem Mikro, wo es solche Abstandsmarkierungen gab.
00:44:19: Dass man den Leuten das nicht zu nahe gekommen ist und so weiter die Coronazahlen, die durch die Decke gingen, Intensivstationen selbst in der Schweiz mit toller Infrastruktur, wo die Betten alle... belegt waren, wo man die Leute mit Corona-Symptomen in den Gang tun musste.
00:44:38: Ich glaube dass man in einer solchen Situation lieber vorsichtig ist als fahrlässig ist absolut
00:44:43: richtig.".
00:44:44: Sie stellen das sehr normal da, es gab einen Austausch mit Politikern völlig normal?
00:44:49: Ich glaube das ein bisschen schön geredet weil intern hat man ihnen ja dann eine Art Kontaktverbot mit ihrem Flaggschiff der Blickgruppe verpasst.
00:44:57: war das die größte Krise in der langen Beziehung zwischen Ihnen und dem Verleger Michael Ringe?
00:45:03: Also der Verleger und der Verwaltungsrat haben in dieser Phase selbstverständlich mit dieser großen öffentlichen Beachtung viel, viele Sitzungen gehabt.
00:45:13: Wir haben sehr intensiv darüber geredet.
00:45:15: War das eine destruktive oder krisenartige Konfrontation oder Auseinandersetzung?
00:45:22: Nein!
00:45:23: War es eine?
00:45:25: strategisch ganz klar Wir wollen das Thema nicht noch mehr in der Öffentlichkeit haben, noch mehr publizistische Negativstimmen dazu haben ist ebenso klar und deshalb haben wir uns dort gemeinsam entschieden dass ich mich vom Kontakt mit den Redaktionen zurückziehe.
00:45:43: Das war auch der richtige Entscheid für die damalige Situation.
00:45:46: Aber
00:45:46: es ist ja ein Eingeständnis, dass Sie zu neu an den Redakzonen waren, dass sie offenbar zu viel Einfluss genommen
00:45:50: haben?
00:45:52: Das kann man so oder so sehen, wenn sie in einer Situation sind die so viel Berichterstattung provoziert hat was das damals hatte.
00:45:59: Ich will noch mal sagen ich glaube in dieser schwierigen Phase von Corona hat es manigfaltige Extremsituationen gegeben.
00:46:08: Die Berichterstattung von Ringe oder der Kontakt von mir ist ein eher harmloses Thema dazu wenn man sieht was sonst im gesundheitspolitischen Bereich für Krisen entstanden sind, aber ich glaube das war der absolut richtige Entscheid.
00:46:24: Gab es im Vierraugengespräch zwischen Ihnen und Michael Ringe mal so ein Moment wo er zu Ihnen gesagt hat Mark da bist du zu weit gegangen?
00:46:33: Gab es nicht?
00:46:34: nein!
00:46:36: Also nichts passt kein Platz zwischen Sie und Michael Ringge wenn ich das so richtig interpretiere.
00:46:42: Naja Michael Renge ist Verwaltungsratspräsident und Mietaktionär dieses Unternehmens.
00:46:50: unendlich intägere Person, eine sehr sehr sehr journalistisch kompetente Person ist jemand der sehr weitsichtig zusammen mit seiner Schwester Evelyn Link.
00:47:03: Man sollte die Schwester auch erwähnen weil sie ist Teil dieser Familie und Teil des Aktionariats sehr früh große Risiken eingegangen sind bei der digitalen Transformation dieses Unternehmens hunderte von Millionen investiert hat schafft schon eine große Vertrautheit und eine große Nähe, wenn man über zwanzig Jahre so eng zusammenarbeitet.
00:47:23: Ich glaube auch dass das eine der besten Unternehmerfamilien ist in diesem Land.
00:47:30: allein die Tatsache, dass es sie schon seit zweihundert Jahren gibt jetzt in der fünften Generation ich glaube ein Beweis dafür ist wirklich eine... Das meine ich nicht einfach so um schön zu reden, wirklich eine tolle Unternehmerfamilie und hat sehr viel richtig gemacht in den letzten zwanzig Jahren.
00:47:49: Zwischen Ihnen beiden begann ja alles mit Tennis im Grasshoppers Club, oder?
00:47:53: Sie der Profi-Erde ambitionierte Amateur?
00:47:56: haben sie ihn immer gewinnen lassen oder nur jedes zweite Mal?
00:47:59: Nein Michael Rignier ist älter an sich etwa fünfzehn Jahre ältern war selber ein hervorragender Tennis Spieler in seiner Generation Bis heute ein sehr, sehr guter Sportler, Golfspieler, Langläufer.
00:48:16: Also Skater, Tennis spielen wir beide kaum mehr.
00:48:21: Aber Sie weichen meine Frage aus?
00:48:23: Haben sie ihn gewinnen
00:48:24: lassen?
00:48:24: Nein!
00:48:24: Nein!
00:48:26: Wir haben ... Nein!
00:48:26: Sie wollen mir wirklich erzählen dass Michael Ringe, fünfzehn Jahre älter als Sie vom Platz fegt?
00:48:32: das glaube ich nicht.
00:48:33: Nein, ich habe ihn nicht gewinnenlassen.
00:48:35: Nicht.
00:48:35: Nein.
00:48:36: Okay aber Sie haben trotzdem ihn gewonnen.
00:48:37: Wir
00:48:38: wurden übrigens einmal Weltmeister im Doppel der Medien Schaffenden.
00:48:45: Also wir haben einen Weltmeistersitel im Doppel der weltweiten Journalistinnen und Journalisten zusammen erreicht, das aber schon sehr lange
00:48:55: her.
00:48:56: Was hat er in Ihnen gesehen?
00:48:57: Den Sohn, den ich hatte?
00:49:00: Nein, ich glaube ein verlässlichen Manager, der über die vielen Jahre hinweg jeweils den Job okay gemacht hat.
00:49:10: Was haben Sie in ihm gesehen?
00:49:14: eine sehr gute Hand hat.
00:49:43: Davon durfte ich als Manager profitieren, weil ohne Kapital können sie so eine Transformation nie im Leben machen.
00:49:49: Es ist jemand, der sehr humorvoll und sehr gebildet ist.
00:49:53: Ein großer Kunstsammler von zeitgenössischer Kunst wie Sie wissen.
00:49:58: Jede Diskussion mit ihm macht Spaß und das gilt übrigens auch für seine Schwester Evelyn Link.
00:50:04: Die ist immer ein bisschen im Hintergrund.
00:50:06: Ich möchte das einfach erwähnen.
00:50:08: Sie besitzt gleich viele Anteile an Ringier und hat mit ebenso guter Weitsicht, mit sehr viel Interpretationssicherheit die digitale Transformation von Ringe ermöglicht.
00:50:23: Das Architekturthema Ihres eigenen Vaters hat es ja offensichtlich nie interessiert oder?
00:50:27: Die Bereiche Tennis unter Medien könnte denn nicht weiter weg sein!
00:50:31: Ist das ein Zufall?
00:50:34: Mein Vater ist etwa vor zwölf- dreizehn Jahren verstorben.
00:50:41: Unternehmer ist immer ein Vorbild.
00:50:43: Er hat in der Ostschweiz am Bodensee in Rorschach einen Architekturbüro geführt, er hat mit einer Person angefangen und hatte zeitweise fünfzigsechzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und hat dann am Schluss wieder aufgehört als er gestorben ist bis zum Schluss gearbeitet.
00:51:01: Insgeheim war wahrscheinlich der Wunsch meines Vaters dass ich das Büro übernehmen werde
00:51:08: Das klassische Drama und der Sohn will nicht.
00:51:10: Ja, das ist weniger so, dass der Sohnt es nicht wollte sondern das konnte ich nicht.
00:51:16: Ich habe gemerkt, dass wirklich nicht meine Gabe ist ein Haus zu entwerfen mit viel Vorstellungskraft.
00:51:25: Damals gab es keine CAD-Programme, er hat alles von Hand gemacht auf diesen großen, großen Plänen und auf diesem dünnen Papier mit spitzen Stiften.
00:51:34: Er hat Modelle mit seinem Team gebaut, gebastelt aus Gips und ich habe mir das schlichtweg nicht zugetraut dass sich so etwas kann.
00:51:45: Waren Sie eine Enttäuschung für Ihren Vater?
00:51:46: Haben Sie darüber gerede mit ihm?
00:51:48: Nein mein Vater war ein großer Blick-Fan der ersten Stunde und zwar vor allem für den Sportteil.
00:51:58: Und ich glaube er war dann sehr stolz, als ich als Praktikant nach der Tenniskarriere beim Blick auf die Sportredaktion ging.
00:52:07: Wir sind gleich zurück!
00:52:09: Andalusien, Sizilien, Griechenland oder Portugal.
00:52:14: Dank bequemen Direktflug ab Zürich erreichen sie ihr Ziel in kürzester Zeit.
00:52:19: Dort wartet der Tvernbold-Bus bereits auf sie.
00:52:22: So können Sie auch an ferneren Reisezielen von unserem bewährten Komfort profitieren und haben mehr Zeit, die Schönheiten der Destination zu genießen!
00:52:31: Alle Informationen unter tvernbold.ch.
00:52:48: Der
00:52:51: potische Despartos war ich mit Sicherheit nicht.
00:52:54: Das darf ich so sagen... Haben
00:52:55: das nicht alle trotzdem so gesehen?
00:52:57: Das
00:52:57: mag sein, aber das ist mittlerweile verjährt, glaube ich wirklich.
00:53:03: Aber also das war sicherlich nicht Michaelis.
00:53:05: Übrigens wenn Sie mich vorhin gefragt haben Michaelist auch fordernd ist ein sehr fordernder Chef der Sache zu Recht zu.
00:53:12: Aber ich glaube um bei dem Thema Demut was sich anfangs erwähnt habe zu bleiben Ich bin der festen Überzeugung, dass es sehr viel Glück und Zufälle und Opportunitäten braucht für diese Schritte die ich machen durfte.
00:53:29: Und das war bei mir genauso Die Demut zu verlieren uns Gefühl zu haben Das habe ich alles nur geschafft weil sie so gut wären wäre kolossal falsch!
00:53:39: Ich hatte an vielen Punkten Glück am richtigen Ort zum richtigen Zeitpunkt zu sein Und dann kommen Tugenden, von denen ich sehr viel halte dazu.
00:53:48: Fleiß ist ein wichtiger Tugend.
00:53:51: Ich glaube tatsächlich, dass Fleiß etwas ganz, ganz wichtiges ist.
00:53:56: üben sie in einer sich schnell verändernden Welt in unserer Industrie.
00:53:59: Es klingt so old school man darf es fast nicht mehr werden.
00:54:02: oder Opa erzählt vom Krieg wenn man in das Wort fleiß im
00:54:05: Moment... Sie können ja eigentlich verstehen, wenn sie sich nicht konstant mit der AI beschäftigen und wenn sie es nicht viel lesen Dinge zuhören, wenn sie nicht beobachten.
00:54:13: Wenn Sie nicht versuchen von in diesem Bereich gescheiteren Menschen zu lernen.
00:54:20: Punkt eins ich glaube an Verlässlichkeit also Dinge die bis X zu tun sind sollten bis X getan sein.
00:54:27: Ich glaube sehr stark und das war immer schon mein Thema an Teams Die miteinander viel besser sind als einzelne Personen.
00:54:36: Deshalb bin ich ein großer Gegner der Homeoffice des Homeoffices Gedanken.
00:54:40: Ich glaube, dass Leute zusammen viel mehr erreichen als im Kleinen wie im Großen.
00:54:44: Wie ist die Regelung bei Ringe?
00:54:46: Bei Ringe ist die Regelung dadurch das wir ein Portfolieunternehmen sind grundsätzlich vom Besitzer also von Ringe her so, dass wir mindestens sechzig Prozent im Office verlangen.
00:54:57: Haben Sie das wieder hochgeschraubt jetzt?
00:54:58: Also wie viele andere Unternehmen?
00:54:59: Das ist seit
00:55:00: eineinhalb Jahren so, sechzig Prozent!
00:55:03: Ich wünschte mir, dass die Leute zu hundert Prozent ins Büro kommen... Damit mache ich mir vielleicht ein paar Feinde, aber das ist meine tiefe Überzeugung.
00:55:11: Boomer!
00:55:11: Man würde ihn T-Shirt schenken, wo vorne drauf Boomer steht...
00:55:15: Was ist Ihre Meinung dazu?
00:55:17: Ich bin ein totaler Gegner vom Homeoffice.
00:55:19: Ich gebe es offen so.
00:55:20: Ich finde das Büro sehr sinnstiftend in der Interaktion.
00:55:25: Ich trenne auch gerne privat vom Job.
00:55:28: Ich habe keine Lust zu Hause mich dauernd mit meinem Job zu beschäftigen.
00:55:31: Für das habe ich das Büro.
00:55:32: Ich bin auch superklassisch und führe da sehr lustige Diskussionen in der Redaktion.
00:55:37: Ja, glaube ich Ihnen!
00:55:38: Ich bin ein ganz großer Befürworter dieser These und der pragmatische Ansatz ist dass interdisziplinär wenn Menschen zusammen sind viel mehr passiert als wenn jemand Zuhause ist.
00:55:49: Ich anerkenne dass es gewisse Dinge gibt die man Zuhaus fast besser machen kann, weil sie erkonzentriert für sich alleine und so
00:55:56: weiter.
00:55:58: Aber in einer Welt, in der Sie sich komplett neu orientieren müssen.
00:56:01: viele Themen, die Sie erwähnt haben rund beispielsweise um die Medienindustrie heißt das interdisziplinäre Teams miteinander Lösungen finden müssen.
00:56:09: Letzter Punkt ich glaube auch dass es viel mehr Spaß macht in Büro zu arbeiten, als jemand der gern mit Menschen zusammen ist.
00:56:18: Der gerne diskutiert und auch mal einen Witz macht oder gerne Kaffee an der Ecke trinkt oder wie auch immer.
00:56:24: Aber ich
00:56:26: glaube die Leute verlieren sich ein bisschen zu Hause, hängen nur noch bei Social Media rum Verlieren so ein bisschen die Strukturen.
00:56:33: Im Bernd soll es Staatsangestellte geben, die seit Wochen bis Monate nicht mehr gesehen wurden im Büro.
00:56:38: Es lösen sich Strukture auf und es löst sich die Identität, die Identifizierung mit dem Unternehmen auf.
00:56:44: Und das ist zwar für das Unternehmennachteil aber ich glaube es ist auch für den Mitarbeiter nicht vom Vorteil.
00:56:51: Ich bin hundert Prozent der gleichen Meinung.
00:56:53: Ich bringe nach einen anderen Punkt.
00:56:56: eines gibt viele Berufstätige Menschen, die nicht wählen können.
00:57:01: Ob sie von zu Hause aus arbeiten oder ins Büro kommen und da gibt es das Tönt vielleicht auch altmodig fast noch eine selbstverständliche Solidarität.
00:57:12: also Jemand, der das Tram hier im Seefeld führt oder jemand, der da vorne in einem der Läden etwas verkauft hat bei dieser Reinigung gegenüber von uns und so weiter.
00:57:22: Also ich habe ihm sowieso nie verstanden woher das kam weil während Corona und diesen Lockdowns war eine der wichtigen Aufgaben dass wir versucht haben den Mitarbeitern zu helfen weil es nicht einfach war von Zuhause aus zu arbeiten.
00:57:38: Dann habe ich gedacht, die werden alle wahnsinnig froh sein wenn das endlich vorbei ist und wieder ins Büro kommen.
00:57:43: Und irgendwie haben wir jetzt diese Homeoffice-Diskussion schon seit drei Jahren auf dem Tisch.
00:57:47: Ich befürworte motivierend mit einer gewissen Strenge die Leute zu überzeugen dass es mehr Spaß macht und besser ist wenn man im Büro arbeitet – mit den Kolleginnen und Kollegen.
00:57:58: Sie haben so während sie sind fleißig immer der erste und der letzte in einem Büro.
00:58:01: Sie schrauben sich rein.
00:58:03: Othon Walder Sie haben sich die Digitalisierung auf die Fahne geschrieben, sie bezeichnet sich als Lese-Junkie.
00:58:10: Kompensiert der Schulabbrecher Mark Walder mit dieser Übermotivation auch ein bisschen was?
00:58:16: Vielleicht, das kann sein.
00:58:17: Ein Schulabrecher war eine schwierige Entscheidung vor allem für meine Eltern.
00:58:22: Ich war damals siebzehn und an der Kanti St.
00:58:24: Gallen also im Gymnasium in St.
00:58:28: relativ klar, dass die Trainer gesagt haben wenn er es probieren möchte als Tennis Profi dann muss er sie jetzt probieren.
00:58:34: und probieren im Tennis heißt drei bis vier bis fünf Stunden trainieren pro Tag.
00:58:38: das können Sie nicht machen.
00:58:39: Wenn Sie noch ins Gimmick gehen und ich erinnere mich gut an diese Diskussion bei uns zu Hause meine Mutter war dagegen und hat gesagt der muss jetzt die Kante fertigmachen und mein Vater hat sich weiß es noch genau wie ins gestern wäre gesagt Diese Chance hast du einmal im Leben und da musst du sie jetzt nehmen.
00:59:00: Und in die Schule oder die Schule nachholen kann man jederzeit mit zwanzig, mit zweiundzwanzig und so habe ich das dann machen dürfen.
00:59:10: Ich glaube der Fleiß ist mehr getrieben aus meiner Sozialisierung durch den Sport.
00:59:17: eine Beobachtung um einen der größten sportlaler Zeiten.
00:59:20: quasi beobachten zu Schildernis Roger Federer Von Roger haben die Spitze ein bisschen zu.
00:59:25: Alle immer gesagt, er hat so viel Talent und Eleganz.
00:59:28: Der schlägt alle mit links.
00:59:29: In Tat und Wahrheit war Roger ein ganz harte Arbeiter auf dem Tennisplatz.
00:59:34: Neben dem Tännisplatz.
00:59:35: kaum jemand war professionell organisiert auch beim physischen Training.
00:59:40: Ich glaube daran, dass wenn man Erfolg haben möchte und Erfolg ist übrigens kein monetaris, es nicht ein monetaris Element sondern einfach die Dinge gut machen will.
00:59:51: Die man macht dann ist Fleiß eine Grundvoraussetzung.
00:59:54: und so bin ich sozialisiert worden durch Dennis.
00:59:57: Fleiß meines erster Trainer war ein tschechischer Trainer weil das war sehr viel Disziplin.
01:00:02: der zweite war ein schwedischer Trainer.
01:00:04: dann ging ich nach Amerika.
01:00:06: da war fleiß Unglaublich wichtig.
01:00:08: Man hat dort gezählt, wie viele Bälle man pro Tag geschlagen hat und ich glaube das kommt daher.
01:00:14: Ost-Trainer sind hart.
01:00:16: Sehr!
01:00:16: Ich habe Handball gespielt und ich kann mich noch erinnern an einen serbischen Trainer der Herrenmannschaft.
01:00:22: Der hat dann auch uns mal unter die Fittiche genommen so in ein Trainingslager Und den Satz werde ich nie vergessen.
01:00:29: Ich war Flügelspieler und dann hieß es nur ABA Du musst schneller du musst höher Du musst schneller, du musst höher.
01:00:37: Ich glaube nach zwei Stunden hatte ich ein blutiges Knie
01:00:39: etc.,
01:00:39: dann haben wir es abgebrochen.
01:00:41: Wirklich harte Schule aber du bist noch besser!
01:00:44: Ja also das ... wir mussten Seil springen zwanzig Minuten vor dem Training... Also ich war damals acht oder neun mit so einem Lederseil.
01:00:54: Das war die tschechische Methode und zwanzige Minuten Seiligumbe vor dem training war brutal.
01:01:01: Da hattest du schon wirklich schwere Beine und die Muskulatur war schon müde, bevor du überhaupt ins Training gingst.
01:01:07: Oder wir mussten an der Wand spielen – das hat man früher als Tennis-Spieler sehr viel gemacht.
01:01:12: Wir mussten stundenlang an der Wandspielen, was unglaublich langweilig und monoton ist aber natürlich die Kadenz der Schläge.
01:01:19: Ich habe sie übrigens nie, also ich hab das immer gerne gemacht.
01:01:23: Die Nachbarn und Freunde meiner Eltern haben ihm gesagt der arme Markt muss so viel Tennis spielen und jetzt ist er schon wieder auf dem Tennisplatz und am freien Tag ist er wieder auf den Tennis Platz.
01:01:33: für mich gab es nichts schöneres als auf einem Tennis-Platz zu sein.
01:01:36: Sie haben Roger Federer erwähnt, er hat ja kürzlich mal eine Rede gehalten an einer Universität glaube
01:01:40: ich
01:01:42: und da ging's darum dass er nur dreifünfzig Prozent gewonnen hat.
01:01:46: oder um einfach mal zu sagen, wie viele Niederlagern man als Tennis-Spieler einsteckt.
01:01:51: Was war die größte Niederlage in Ihrer Zeit als CEO?
01:01:55: Als CEO oder als Tennispieler?
01:01:56: darf ich die Tennisspielerfrage zuerst erklären.
01:01:58: Es dürfen
01:01:59: beide beantworten!
01:01:59: Also
01:01:59: Tennis Spieler das ist bis heute wirklich tief verankert hat eine Relation zu Roger.
01:02:05: Ich war im Finale der Schweizer Meisterschaften in Kur, das war ein bester Fivespiel gegen Reto Staubli.
01:02:12: Da wurde dann später einer der engsten Begleiter von Roger Federer und habe die ersten beiden Sätze gewonnen.
01:02:19: Das wäre mein Karriereabschluss gewesen.
01:02:23: Ich hatte eine Schulteroperation.
01:02:25: Ich wusste, dass sie sich abzeichnen und ich wollte unbedingt mit einem Schweizer Meistertitel abtreten.
01:02:31: Und es war ein sehr heißes Sommertag so wie diese Tage jetzt hier sind in Zürich.
01:02:35: Der Sand war ganz trocken und der Platzwart hat nach dem zweiten Satz, den ich auch gewonnen habe, den Platz gespritzt.
01:02:42: Er hatte ihn total überwässert und er wurde ganz stumpf und das Spiel ist gekippt.
01:02:47: Das war im Tennis meine wichtigste Niederlage oder meine schlimmsten Niederlagen bis heute sehe ich das vor mir.
01:02:53: Also
01:02:53: es war das Material wie früher auch am Skifahren?
01:02:56: Es waren die Skis, es war der Platz...
01:02:58: Nein, nein!
01:02:59: Das wäre völlig falsch verstanden.
01:03:01: Ich habe den Fehler nur bei mir gesucht aber Als Chef des oder als Leiter dieses Unternehmens, ich glaube die schwierigste Zeit für mich persönlich war definitiv die Zeit in der ich so viel Kritik erleben musste aufgrund dieser Corona-Diskussion, die sie vorher erwähnt haben.
01:03:21: Das aber also war es doch ein Fehler was Sie da gemacht haben?
01:03:25: Nein, das war die schwierigste Zeit.
01:03:32: Das war nicht der größte Fehler aber der größten Fehler würde ich meinen war folgender wir hatten vor rund zwanzig Jahren als erste Transaktion die Scout-Firundzwanzigruppe in der Schweiz gekauft für etwa.
01:03:46: Das war ein sehr, sehr großes Investment.
01:03:48: Das war das erste Investment, dass Ringe in diesem Sinne getätigt hat überhaupt!
01:03:53: Da komme ich wieder darauf zurück auf mein Gespräch damals mit Michael Ringe und Evelyn Link und auch mit Annette Ringe die heute leider verstorben ist.
01:04:01: Und ich erinnere mich genau wie die drei nach eingehender Prüfung und mehreren Sitzungen gesagt haben wir machen das jetzt und das war fantastisch und dann hatten wir die Chance Jobs.ch zu kaufen für ungefähr die gleiche Summe vom damaligen Gründer.
01:04:17: Und wir haben dann gesagt, vielleicht typisch schweizerisch jetzt warten wir mal was mit der Scout-Firundzwanzig Gruppe wird und dann schauen wir weiter!
01:04:25: Die Jobgruppe wurde dann gekauft von einer amerikanischen Private Equity Company Tiger Global und drei Jahre später von der Teksgruppe unter uns.
01:04:37: da haben wir etwa zweihundert Millionen Mindestens verschenkt.
01:04:44: Ist es nicht die größte Niederlage für ein CEO vom Medienhaus, wenn man einen Titel einstellen muss?
01:04:48: Ich meine alle reden gerade von der Einstellung des Sonntagsblicks.
01:04:53: Immerhin waren sie dort mal Chefredakteur.
01:04:57: Also der Sonntagssblick wird nicht eingestellt werden.
01:04:58: um das vorwegzunehmen Es wird weiterhin eine Publikation geben.
01:05:07: Wir werden das dann kommunizieren, wenn es soweit ist.
01:05:10: Ich habe alles gelesen was über den Sonntagsblick geschrieben wurde.
01:05:14: wir haben bewusst dazu nicht kommuniziert weil wie gesagt haben wir kommunizierend an wenn es so weit ist.
01:05:19: aber die Sonntagspiel in seiner heutigen Form wird es nicht mehr geben.
01:05:23: An diesem Erscheinungs-Tag?
01:05:24: In der Form in der sie ihn jetzt sehen nicht aber es wird etwas ganz Neues geben was mir sehr viel Spaß macht.
01:05:29: Ist er jetzt für Sie mitten in diesen arbeiten und dass wird eine wunderbare Publikationen werden, so viel sei verraten.
01:05:38: Niederlagentitel einzustellen sehe ich nicht als persönliche Niederlage.
01:05:43: Ich seh sie als Konsequenz der Zahlen und der Fakten die ich vorhin gesagt habe man darf nicht vergessen.
01:05:52: Und ich sage auch das wieder sehr neutral und sehr pragmatisch Die der Printwerbemarkt war in der Schweiz vor etwa zwanzig Jahren bei drei Milliarden.
01:06:02: Das heißt Printwerbung hatte eine Höhe während einem Jahr.
01:06:06: Das sind also alle Unternehmen, die Printwerbungen irgendwo schalten von drei Milliarden.
01:06:11: Heute sind es noch sechshundert Millionen und in weiteren zehn Jahren wird's nochmal deutlich weniger sein.
01:06:18: Und das ist die ganz einfache Konsequenz.
01:06:20: Sie könnten jetzt die zweite Einnahmequelle noch nehmen von einer Printpublikation, von einer Zeitung oder einer Zeitschrift.
01:06:26: Da sind die Abonnements.
01:06:29: Die sind ebenfalls substanziell, ich habe jetzt die Zahl nicht hier substanziall Jahr für Jahr zurückgegangen.
01:06:34: Was auch normal ist wenn man die Gewohnheiten sieht wie sich Leute heute informieren und deshalb ist es nichts anderes als eine Gegebenheit die irgendwann eintritt.
01:06:46: das ist so.
01:06:48: Wenn ich ein medienpolitisches Statement machen darf Subvention was eines meiner steckenpferde subventionen sollte eben nicht sein dass was sowieso automatisch verschwinden wird, weil die Gesellschaft diese Produkte anders konsumiert.
01:07:01: Diese Inhalte anders konsummiert nämlich auf ihrem Laptop oder auf ihrem Smartphone dann sollte das auch nicht mehr subventioniert werden.
01:07:08: Was ist eigentlich nur eine Art von palliativ Subvention?
01:07:13: Geschützte
01:07:13: Werkstatt.
01:07:14: Genau,
01:07:14: ich meine bei diesem Thema Sonntagsblick schwingt natürlich beim manchem Wettbewerber auch so ein bisschen Schadenfreude mit seit sie den im Frühling um die Ohren gehauen haben das Lokal- und Regionalzeitungen im Digitalen keine Überlebenschancen hätten.
01:07:29: es würden sowieso nur drei Marken weiter existieren.
01:07:33: meinten Sie Blick NCZ in zwanzig Minuten.
01:07:36: In der Schweiz ist man ja traditionell sehr nachtragend.
01:07:40: Mussten Sie an viele Friedens treffen nach dieser Umführung?
01:07:43: Nein, nein!
01:07:44: Also ich bleibe mit jedem Wort dabei.
01:07:49: Digital werden diese drei Medienmarken ökonomisch sinnvoll wirtschaften können in der Zukunft.
01:07:55: Ich habe die Zeitdachse nicht erwähnt per wann das sein wird weil ich es jetzt nicht weiß.
01:08:00: Aber wenn Sie vielleicht zum digitalen Werbemarkt noch, weil ich vor dem Print-Werbemarkt erwähnt habe im Digitalen Werbenmarkt sieht das Ganze noch viel dramatischer aus.
01:08:09: Wir haben in der Schweiz ungefähr digitale Aktivitäten also Marketingaktivitäten in der Größenordnung von zwei Komma zwei Milliarden Schweizer Franken.
01:08:19: Das heißt es sind Investitionen auf digitalen Plattformen in Werbung vom Coca Cola, von Volkswagen und von der Swisscom, von Wehmach immer Und davon sind etwa zweiundachtzig Prozent, auch das sage ich nicht beklagend gehen zu Metta also Instagram Facebook Google Amazon und so weiter.
01:08:41: Jetzt kommt AI dazu.
01:08:43: ein wichtiger Teil der Werbeeinnahmen wird auch Richtung large language Models gehen.
01:08:47: in welcher Form?
01:08:48: bis wir noch nicht.
01:08:49: die Tendenz wird auch hier nicht steigend sein sondern abnehmend.
01:08:54: Es ist.
01:08:55: es ist eine Verkennung der Realität, wenn man das Gefühl hat, dass sich dann schon irgendwie richten wird.
01:09:03: Weil es sich seit zwanzig Jahren nicht irgendwie richtet und deshalb habe ich gesagt, dass Medienmarken nur noch in einem sehr beschränkten Anteil überlebensfähig sind digital.
01:09:16: Ich sage nicht in drei oder fünf oder sieben Jahren weil ich es nicht weiß.
01:09:20: Ich befürchte, dass sich aber alles noch einmal beschleunigen wird.
01:09:23: Was macht sie so sicher?
01:09:24: Dass der Blick überlebt – ich meine Bullwargeschichten gibt es wie Sandamir Gratis im Netz!
01:09:30: Ich wäre nicht sicher ob demso ist.
01:09:32: Ich wäre auch nicht sicher, ob die anderen beiden überleben werden.
01:09:36: Aber wenn drei gute herausragende Chancen haben und herausragenden Kriterien bedienen Dann der Blick, ich will kurz zum Blick etwas sagen.
01:09:47: Ich nehme in diese Kategorie aber bewusst auch zwanzig Minuten.
01:09:51: Der Blick hat im Moment, hat er was die Anzahl Visits sind, zwei Komma sieben Millionen Visits an einem normalen Tag.
01:10:02: Zwanzigminuten ist noch größer bei gut drei Millionen Visit.
01:10:06: Das sind pro Tage etwa elf Millionen Pageviews.
01:10:09: also das sind enorme Dimensionen für dieses kleine Land.
01:10:13: und die sogenannte Time Spender & Sight, also wie viel jemand auf Blick.ch.
01:10:19: bleibt oder auf der App bei einem Besuch ist im Durchschnitt über ein Jahr hinweg in rund vier Minuten und rund vierzig Sekunden so.
01:10:30: Das sind eigentlich tolle Werte.
01:10:34: Man könnte jetzt die NZZ nehmen, die nicht in der Masse positioniert ist sondern in der Spitze Die eine hervorragende Marke.
01:10:43: Ich würde sagen, dass wenn ich jetzt sage editär kommt das Fall drüber aber sicherlich im Bereich der sehr wissenden Bevölkerung dann ist die NSZ dort.
01:10:57: Sie
01:10:57: sagen der Blick sei groß.
01:10:58: Ich meine, wenn ich mir die traditionellen Aufgaben des Bullwars anschaue, Emotionalisierung, Zuspitzung und Polarisierung haben ja längst die sozialen Medien die Macht übernommen.
01:11:06: Wollte
01:11:07: jetzt gerade sagen... Mit einer völlig
01:11:09: neuen Dimension, die ganze Gesellschaft spaltet.
01:11:11: das sind sie ja nur noch eine vernachlässigbare Grüße oder...?
01:11:14: Das ist
01:11:14: eine wunderbare Brücke!
01:11:15: Das ist nämlich genau der Punkt.
01:11:17: Ich wollte jetzt überführen bei diesen eigentlich beachtlichen Zahlen zur Realität der großen amerikanischen Plattformen, die sehr stark Social Media-Plattform sind.
01:11:26: Also wenn ich gesagt habe vier Minuten, vierundvierzig sind es präzise ist die durchschnittliche Verwalt aber auf Blick damit das Blick übrigens bei Weitem auf Platz eins beim sogenannten Timespantern seid.
01:11:39: Wenn Sie weltweit schauen was die Durchschnittlichen Usages pro Tag bei TikTok durchschnittlich, dann sind Sie bei dreiundachtzig Minuten pro Tag.
01:11:49: Pro User.
01:11:50: zu Ihrem Punkt sie haben völlig recht ist eine völlig andere Dimension.
01:11:54: was ich damit sagen will... Also
01:11:55: selbstmord ist alternativ los um Sie wieder zu zitieren?
01:11:59: Instagram
01:11:59: ebenso.
01:12:00: das ist die Realität.
01:12:01: und wenn Sie ein Unternehmen führen wenn Sie Investitionen tätigen Wenn Sie Allocation of Capital diskutieren müssen Sie das berücksichtigen.
01:12:08: nun Die Ökonomie der Aufmerksamkeit hat sich so radikal verändert, dass ich spitze das jetzt etwas zu.
01:12:17: Dass wir bei Ringier stolz sind auf die vier Minuten vierundvierzig währenddem sie aber in der ökonomiede Aufmerksamkeit – das heißt nichts anderes als welcher Medium oder welche Tätigkeit widmen Bürgerinnen und Bürger.
01:12:30: wie viel Zeit?
01:12:31: Bei dreiundsebzig Minuten sind übrigens die dreiundsiebzig minuten im meinem Umfeld, die wären eher an der unteren Grenze.
01:12:38: also sehr viele Menschen um mich herum sind wahrscheinlich, wenn sie auf die Screen-Time gehen länger drauf.
01:12:44: Also sprich eigentlich ein Medium zu führen macht fast keinen Sinn mehr?
01:12:46: Manche sagen, Ringe ist ein profitabler digitaler Marktplatz mit angeschlossener Verlag der vielleicht eine knappe schwarze Nullschreib trifft.
01:12:55: das ungefähr?
01:12:55: Nein, das stimmt nicht!
01:12:57: Die Profitabilität der Mediensparte von uns, da sind übrigens immer noch mehr als hundert Publikationen in etwa vierzehn oder fünfzehn Ländern vergeben, also das ist immer noch ein relativ großes Unternehmen.
01:13:09: Das ist immernoch profitabel.
01:13:10: Das hat immer noch eine Ebieter-Marsche die deutlich über zehn Prozent ist.
01:13:15: aber...
01:13:16: Was sie fortnehmend?
01:13:17: ...die ist mittlerweile noch etwa fünfzehnt oder sechzehn Prozent des operativen Gewinnens.
01:13:24: Das isst die Realität!
01:13:26: Ich glaube ich bin es auch nicht daran dass man Medien marken die nicht mehr ökonomisch führbar sind in Zukunft treten sollen, weil der Markt offensichtlich entscheidet, dass weder die Leserinnen und Leser nach dem Werbemarkt dieser Publikation quasi ökonymische Sinnhaftigkeit unterstellen.
01:13:44: Zum Beispiel die Schweizer Illustrierte?
01:13:45: Die
01:13:46: ist aber noch sehr profitabel oder das ist interessant... Aber die
01:13:48: wohnen Sie nicht.
01:13:49: ins digitale Büffel?
01:13:49: Nein!
01:13:50: Das wäre auch absurd.
01:13:51: Weil Menschen gehen nicht auf schweizerillustriertepunktch um ein Portrait zu sehen über Bundesrat Rösti ans Beispiel.
01:14:02: und dass das zu anerkennen ist ein wichtiger Teil, wenn man einen Unternehmen führt.
01:14:06: Womit
01:14:06: wir zur Schicksalsfrage für das Haus Ringel kommen?
01:14:09: Wie lange wird es noch ein Familienunternehmen sein?
01:14:13: Es gibt überhaupt keine Diskussion ob es ein Familien-Unternehmer bleibt oder nicht.
01:14:18: Ich glaube die Frage ist höchstens wie der Generationenwechsel in welchen Funktionen der Generation im Wechsel stattfinden wird.
01:14:25: Genau, wir sprechen über Robin Link.
01:14:27: er war der Vertreter der Gründerfamilie in sechster Generation und verließ vor ein paar Monaten Knallauffall den Konzern.
01:14:34: Der Plan ihn zum Nachfolge von Michael Ringe als Verwaltungsratspräsidentin zu gehören wurde gestoppt.
01:14:39: Warum?
01:14:41: Er hat es selber so entschieden.
01:14:43: das ist die ganz große Wahrheit.
01:14:46: Robin ist ein... Das darf ich sagen.
01:14:48: ein Freund.
01:14:50: Robin hat über die letzten Weit über die letzten zehn Jahre hinweg bei Ringier Wegweisendes gemacht, möchte das kurz aufzählen.
01:14:59: Er ist eine wichtige Figur gewesen in unserem Unternehmen und hat Afrika maßgeblich aufgebaut.
01:15:06: Er hat die digitalen Marktplätze, die heute so erfolgreich sind, über die wir reden, vier Jahre lang geführt – sehr erfolgreich geführt.
01:15:15: Und er hat dann ein Sportmedien-Portfolio aufgebaut mit führenden Sportpublikationen in Portugal, in der Slowakei, in Rumänien, in Serbien und in der Schweiz usw.
01:15:30: Robin hat entschieden zu ihrem Zeitpunkt einen anderen Weg einzuschlagen, nämlich den Weg dass er sich um seine privaten Investments ist ein Vollblutunternehmer kümmern möchte und das Kaltes zu respektieren.
01:15:47: Also
01:15:47: ich
01:15:48: muss hier mal schnell bremsen.
01:15:49: Ich meine es irrt sie, dass sie so nett über ehemalige Mitarbeiter reden aber die Wahrheit sieht doch anders aus.
01:15:55: Insider sagen ganz klar er musste nach dreizehn Jahren notorischer Erfolglosigkeit gehen
01:16:00: das überhaupt nicht wichtig war überhaupt nicht erfolglos.
01:16:05: ich habe gerade aufgezählt was er alles erreicht hat.
01:16:07: Das ist ja.
01:16:08: jetzt sind wir wieder bei diesem Thema Insider und Dritte.
01:16:11: Und dem Unternehmen nahestehende Personen sagen, Obin hat das aus freien Stücken so gemacht?
01:16:17: Hat das so entschieden?
01:16:18: Das gilt es zu respektieren!
01:16:20: Wir beide haben bis heute Kontakt.
01:16:22: Er hat seinen Sommer mit seiner wunderbaren Familie am Vierwald Städtosee verbracht.
01:16:27: Er hat einige Themen, die ich jetzt hier nicht erwähne, das sind seine Themen wo Unternehmerisch tätig sein wird.
01:16:33: Das sind spannende Themen und das gilt es zu respektieren.
01:16:36: aber ich will auch auf ihre Frage dann eingehen.
01:16:38: Das heißt natürlich dass im Moment nicht klar ist wer aus der nächsten Generation welche Rolle spielen wird.
01:16:45: Ich
01:16:45: muss noch mal zurückkommen, ich weiß es schmerzt ein bisschen aber die Sports Media Group wurden in den Sportportalen in Süd- und Osteuropa investiert.
01:16:54: Diese Hundertfünfzig Millionen haben sie nicht ausbezahlt oder?
01:16:57: Das ist doch Fakt!
01:16:58: Nein, aber diese Hundert fünfzig Millionen heißen das wir in Portugal mit Abola das führende Sport Medium haben dass wir mit Gazettasport-Urilore in Rumänien das führende Sportmedium haben, dass wir einen Blick im Serben mit Blitz das führender Sportmediums haben.
01:17:14: Dass wir in der Schweiz schon Adventure haben mit Kicker der größten Medienmarke in Deutschland usw.
01:17:23: Ob und wie sich das auszahlen wird werden wir dann in ein paar Jahren sehen.
01:17:27: aber was wir heute sehen das sind Nummer eins Positionen in all diesen Ländern Und gerade, ich nehme Serbien als Beispiel.
01:17:32: Wir hatten in Serbieren noch eine starke Medienmarke.
01:17:36: Das war Blitz, das ist quasi das Ponder-Zublick.
01:17:38: Der ist vielleicht noch ein Spur stärker in Serben als der Blick in der Schweiz und heute haben wir mit Portal Arrest – das ist die Sportmedienmarke – eine zweite sehr, sehr starke Medianmarke?
01:17:49: Gut!
01:17:50: Wir werden sehen ob es sich aushalt.
01:17:52: also hat er sich noch nicht ausbezahlt.
01:17:53: Gab's auch Compliance-Themen auf diesen Portalen wegen einer zu großen Nähe zur Wettmafia?
01:17:59: Nein!
01:18:00: Ist das ein bürses Gerücht?
01:18:02: Nein, absolut absurd.
01:18:06: Was diese Sportmedien machen ist, dass sie Werbung schalten von Sportartikeln, von Adidas-Schuhen, von Autos, von Kreditkarten wie Mastercard, von McDonalds und Coca Cola so wie das die FIFA-WM oder jedes Sportmedium macht... Ein Teil der Werbeeinnahmen kommt dort, wo es reguliert ist.
01:18:32: Der Sportwettmarkt ist ein sehr streng regulierter Markt.
01:18:36: Übrigens immer strenger reguliert auch Werbung für Sportwetteanbieter beispielsweise B-Win oder B-Sixty-Five oder wie sie alle heißen so Und es gab überhaupt nie ein Compliance-Thema, was aber mit Sicherheit eine Herausforderung ist.
01:18:52: Dadurch dass diese Sportwettfirmen stärker reguliert werden Sie müssen sich das ein bisschen vorstellen wie die Tabakindustrie Es ist schwieriger geworden für Tabak Werbung zu machen und eine ähnliche Form von Regulierung kommt auch auf die Sport Die globale Sportwetteindustrie zu.
01:19:09: Da kann man jetzt sagen Ist gut oder falsch Und das spüren die Sportmedienmarken, aber das ist völlig normal.
01:19:16: Die Zweifel an Robin Link waren ja überhaupt nicht neu.
01:19:19: Vor Jahren gab es irgendwelche Artikel darüber, warum hat man so lange einem festgehalten?
01:19:24: Weil es keine Alternative gab!
01:19:25: War das das typische Schicksal von eurem Familienunternehmen?
01:19:28: Nein, weil es war der Plan.
01:19:31: Das ist glaube ich kein Geheimnis.
01:19:33: Es war das Plan, dass Robin die nächste Generation übernehmen wird und er hat seinen Entscheid dann gefällt.
01:19:38: Das war ja nicht ein Entscheid über Nacht.
01:19:41: Er wurde dann einfach irgendwann kommuniziert und als man ihn kommuniziert hat gab's viele überraschte Reaktionen – das ist normal.
01:19:49: aber genauso wie es geschildert habe, was?
01:19:52: Funktioniert man am Ende doch mit Axelspringer oder kommt ein Brief Private Equity investieren?
01:19:56: Nein, ich glaube die... Aber ausgeschlossen
01:19:59: alles.
01:19:59: Also dass man jetzt das Unternehmen verkaufen wird, dass es total
01:20:02: ausgeschlossene ist?
01:20:02: Ja und zusammen geht es auch auszuschliessen.
01:20:04: Dass
01:20:04: man immer wieder Allianzen sieht so wie wir das in den letzten zwanzig Jahren nicht mehr gemacht haben.
01:20:08: Wir haben Joint Ventures gemacht mit der Axel Springer.
01:20:12: Da haben wir übrigens immer noch ein sehr großes in Polen Das größte Medienunternehmen in PolEN.
01:20:16: Oder wir haben einen Joint Venture mit der CTS Event in der größten Ticketing-Unternehmen in Europa.
01:20:23: Oder wir hatten eine Phase, wo wir zusammen mit KKA einer der oder der größte Private Equity Konzern der Welt digitale Marktplätze geführt haben.
01:20:32: Oder Wir haben ein joint venture mit der Energy Group in Frankreich, wo wird das Energienetzwerk im Radiobereich in der Schweiz haben und dass es solche Kooperationen gibt?
01:20:41: Oder Wir Haben einen joint venture Mit der takes Gruppe.
01:20:43: Wer hätte das je gedacht Dass es das wieder weitergeben wird.
01:20:46: Also
01:20:47: der Mutter vertraut das Anzeiger?
01:20:48: Ja,
01:20:48: dass er rachte ich als sehr wahrscheinlich aber dass das Unternehmen verkauft würde oder die Hände wechselt auf keinen Fall.
01:20:57: Mit zehn Prozent Anteil an Ringe sind Sie ja beinahe Familie.
01:21:02: Werden sie es sein, der am Ende Michael Ringe beerbt?
01:21:05: Werden wir sehen, Michel Ringe ist sehr fit, siebenundsiebzig und ich habe schon mal gesagt
01:21:12: Aber ist es ein Thema?
01:21:14: Was sicherlich ein Thema ist, dass man darüber spricht wie man die nächsten Etappen gestalten wird.
01:21:19: Es ist überhaupt kein Thema ob Michael nicht Sherman bleiben sollte und ich einen anderen Job haben wollte erstens will ich keinen anderen Job er will auch keinen anderen job aber das man sich grundsätzlich Gedanken macht auf der Situation die sie vorhin geschildert haben Wie strukturiert man die nächste Generation?
01:21:36: Das ist sicherlich so.
01:21:38: Wir hatten es ja am Anfang vor dem Gespräch mit der Endlichkeit.
01:21:40: Also man muss ja eine Lösung finden, oder?
01:21:43: Ja, man muss eine Lösung im Sinne von ... Oder bisher war das Unternehmen Ringier ein Unternehmen, dass immer ein Familienmitglied an der Spitze hatte, wenn man die Spitze als Verwaltungsratspräsident definiert und das werden wir sehen vielleicht ist das in Zukunft so.
01:21:59: Aber was ich im Moment nicht abzeichne, dass es einen operativen Chef aus der Familie gibt, der das Unternehmen führen wird, das zeichnet sich im Moment Aber das werden wir in Ruhe prüfen.
01:22:09: Also müssen Sie noch ein bisschen aushalten, hier kommt die letzte Frage.
01:22:12: Welchen Traum wollen sie unbedingt noch verwirklichen?
01:22:20: Beweisen beruflich beweisen dass das Unternehmen auch diese Hürde, auch diese Phase nämlich die Ära der AI gut bewältigt, so wie wir damals die digitale Transformation bewältigen haben.
01:22:39: Mir kommt sie immer so ein bisschen wie ein Deja Vuifor und jetzt beginnt quasi alles noch mal bei neuem und das wäre ein beruflicher Traum
01:22:48: um Privat
01:22:49: gesund und glücklich zu bleiben.
01:22:50: der
01:22:50: Klassiker
01:22:51: genau Herr Walder,
01:22:52: ich danke Ihnen für das Gespräch.
01:22:53: Danke vielmals, Herr Weißli!
01:22:55: Und Ihnen liebe Zuhörerinnen und Zuhöhre bin ich für eine positive Bewertung dieses Podcasts sogar ewig dankbar.
01:23:01: Das Abo der NZZ am Sonntag gibt es für NZ Weekend Fans zum Sonderpreis unter go.nzc.ch-podcast.
01:23:11: Für alle die weiterdenken um besser leben wollen.
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