Winterblues, Windräder und Wunschdenken: Axpo-Chef Christoph Brand über AKW, die Solar-Illusion und ein Horrorszenario
Shownotes
Host und «NZZ am Sonntag»-Chefredaktor Beat Balzli spricht in dieser Folge mit Christoph Brand, seit sechs Jahren CEO der Axpo, dem grössten Energieunternehmen der Schweiz. Brand erzählt, wie ihn die Aufregung um sein Millionengehalt getroffen hat, weshalb ihm ein Schweizer Chefredaktor gestanden haben soll, bewusst irreführend über ihn berichtet zu haben – und warum er trotzdem daran festhält, dass Leistung und Lohn zusammengehören sollten. Im Zentrum steht die Frage, wie real die Gefahr einer Strommangellage im kommenden Winter ist, warum Sonnenenergie die «Winterflaute» nicht lösen kann und weshalb Brand auf eine Kombination aus neuen Windparks und einer Laufzeitverlängerung der bestehenden Kernkraftwerke setzt. Er erklärt das sogenannte «Missing-Money-Problem» der Energiebranche, kritisiert die zunehmende Polarisierung energiepolitischer Debatten und rechnet vor, wie viel ein Bauer mit einer einzigen Windturbine auf seinem Land verdienen kann. Dazu: Warum sich Brand mit über 55 nicht als Auslaufmodell fühlt, was ihn an seinem gescheiterten Sunrise-Orange-Deal noch heute beschäftigt, wie seine Frau ihn regelmässig auf den Boden zurückholt – und weshalb er das Saxofonspiel aus seiner Jazzschulzeit in Bern schon lange vernachlässigt.
Gast: Christoph Brand, CEO Axpo
Host: Beat Balzli
Produktion: Danielle Basler und Simon Berginz, Ellie Media
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Transkript anzeigen
00:00:00: Dieser Podcast wird präsentiert von Tvernbold Reisen, ihre Nummer eins für Veloferien mit E-Bike und E-Mountainbike.
00:00:08: Wir sagen einfach fein!
00:00:10: Wir müssen auch keine Windtour bieten bauen in der Schweiz aber dann bauen wir zwei neue AKWs.
00:00:14: Also einfach entscheidet euch einfach was ihr wollt.
00:00:16: oder weil nichts außer kleinteilige Photovoltaik und die Wasserkraft.
00:00:21: also da würde ich jetzt beide Hände ins Feuer legen.
00:00:24: das kommt nicht gut.
00:00:28: Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von NZZ Weekend, dem wöchentlichen Podcast der NZZ am Sonntag.
00:00:34: Mein Name ist Bea Balsli und ich bin der Schiffredaktor der NZZ am Sonnentag.
00:00:38: Ja die Energiefrage wird zur Frage aller Fragen – egal ob Geopolitik oder die Revolution der künstlichen Intelligenz?
00:00:44: Fast alles dreht sich künftig um den Macht- und Wettbewerbsfaktor Energie!
00:00:48: Dieses Powerplay entscheidet langfristig über Aufstieg und Fallganzenationen auch der Schweiz.
00:00:54: Es geht um Versorgungssicherheitsspeichekapazitäten, stabile Netze und die Auswirkungen des Klimawandels.
00:01:00: Es geht auch um die Ablösung des fossilen Zeitalters, den Aufstieg der erneuerbaren Energien und ein möglichst kompekter
00:01:06: Atomenergie.".
00:01:07: womit wir bei meinem heutigen Gast wären.
00:01:10: Er liebt die liberalen Vordenke der österreichischen Nationalökonomie, hält die Einsprache für die fünfte Landessprache, wird gerne für sein hohes Gehalt kritisiert, gehört zum Netzwerk des Swisscom Boys und hat Angst, dass die ewigen politischen Diskussionen die Zukunft der Schweizer Energieversorgung aufs Spiel setzen.
00:01:27: Christoph Brandt ist seit sechs Jahren CEO – der AXPO dem größten Energieunternehmen der Schweiz.
00:01:33: Schön, dass Sie heute bei mir sind!
00:01:35: Danke, freut mich
00:01:42: Herr Brandt, bevor wir uns über Blackouts, Kernkraftwerke und Windräder unterhalten und Sie mir am Ende dieses Podcast Ihren größten Traum verraten, interessiert mich mal etwas völlig anderes.
00:01:53: Haben sie eigentlich Angst bald ein Auslaufmodell zu sein?
00:01:56: Inwiefern?
00:01:58: Auf Ihrem Business-Netzwerk LinkedIn posteten Sie vor ein paar Monaten einen Plädoyer für Ü-Fünfundfünfzig Arbeitnehmer, so den Sie auch gehören!
00:02:08: Nein, also im Gegenteil.
00:02:11: Die Aussage dort ist ja eigentlich diese Abwertung von älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.
00:02:20: ich kann die einfach überhaupt nicht nachvollziehen.
00:02:23: Es gibt schon guten Grund, auf dieses Wissen zu setzen und abgesehen davon.
00:02:27: Wir laufen ja in einem demografisch grosses Problem in ganz vielen Ländern und wir werden uns noch prügeln um die Leute etwas vorgeschittenen Alters.
00:02:36: und nein also ich fühle mich überhaupt nicht als Auslaufmodell.
00:02:39: Ich meine, der Post ist interessant zu lesen.
00:02:41: Sie erwähnen da ihre Sturm- und Drangjahre als Chef des Internetportals Bluvinn.
00:02:46: Und dort hätten sie und ihre durchschnittlich dreißigjährigen Kollegen von einem Senior viel lernen können!
00:02:53: Was genau haben sie da gelernt?
00:02:55: Ja das war ein ganz cooler Typ, also so einen Silverback aus der Swissgum-Ecke den wir dann zu uns geholt haben, der hatte sogar noch beamten Statut, glaube ich, zu Beginn.
00:03:07: Also abgesehen, dass der Mann intellektuell echt auf der Höhe war, er hat uns viel beigebracht in Strukturierung von Themen wie man auch Basics zum Teil, wie macht man eine gute Präsentation?
00:03:20: Um beispielsweise einen Investitionsantrag zu stellen erfolgreich, der halt in der Strategieabteilung des ISCOM gearbeitet Und der hat einfach eine menschliche Qualität und eine Lebenserfahrung.
00:03:33: Der wurde auf Händen getragen,
00:03:36: weil er so nett war?
00:03:38: Nein, nicht
00:03:39: nur nett!
00:03:42: Das ist ein grossartiger Mensch und auch noch kompetent dazu.
00:03:48: Tolle Zeit mit ihm.
00:03:49: Aber das exzessive Partymachen hat Rien abgewöhnt an oder wie?
00:03:54: Nein, da war er jetzt nicht an vorderster Front dabei.
00:03:57: So wie ich mich erinnere.
00:03:58: Hat der
00:03:58: Beamtenstaat das gehört?
00:04:01: Nein, nicht mehr!
00:04:02: Wie spüren Sie denn ihr Alter im Job?
00:04:04: Mehr Gelassenheit?
00:04:05: oder nervt es auch manchmal Ihren Gegnern die selben Sachen schon x-mal erklärt zu haben?
00:04:10: Beides.
00:04:11: Beides?
00:04:12: Ja,
00:04:12: als Sensei.
00:04:14: Also es gibt sicher eine gewählte... Der Stoizismus, der dringt durchs Trinkt einen hier längere mehr.
00:04:23: Und in den Energiebranchen wahrscheinlich mehr als in anderen Branchen weil viele Dinge gehen einfach lange andere gehen dann extrem schnell auch in der Energiebranche.
00:04:31: aber dass das eine auf der anderen Seite stellt sich schon in gewissen Fragen ein gewisse altes Radikalität ein Weil man einfach der Meinung ist ich muss nicht jeden Unsinn mir mehr anhören Oder ich will auch gar nicht mehr jeden Unsinn mit endloser Geduld quasi ertragen.
00:04:49: Das wollen
00:04:50: wir jetzt mal genauer wissen, das heißt mit gewissen Politikern reden Sie kein Wort mehr oder wie?
00:04:54: Also ich habe das jetzt nicht auf Politiker bezogen.
00:04:58: Wer redet denn den Unsinn?
00:05:01: Gehen Sie auf irgendeinen Social Media Portal beispielsweise... Ich mache ein konkretes Beispiel!
00:05:08: Wenn ich einen Pause mache auf Link, dann versuche ich den einfach sehr sachlich nur Pause zu machen.
00:05:13: Zu einem spezifischen Thema um diese komplexen Energiefragen vielleicht gewissen Leuten ein bisschen näherzubringen oder einen breiten Publikum etwas zu erklären.
00:05:22: und wenn dann zum Beispiel offensichtlich hoch intelligenter top ausgebildeter eine Person mit ETA background also engineer Top Ausbildung aber auch im Brustton der Überzeugung Wirtschaftswissenschaftliche Thesen formuliert, die so weit weg sind von jeder wissenschaftlicher Evidenz.
00:05:45: Dann ist man schon versucht zu sagen hier ist ein Buch Liesmal Thomas Sowell Basic Economics Und dann reden wir wieder mit einem anderen.
00:05:55: Okay, natürlich ein bisschen arrogant wirken, oder?
00:05:57: Ja ich mache es da nicht so, aber ich bin durchaus versucht.
00:06:00: Den
00:06:01: Oberlehrer zugesummt
00:06:02: zu... Nein!
00:06:02: Nicht Oberleher.
00:06:03: Das ist ein Buch das lese ich auch gerne und ich habe immerhin schon studiert, aber es ist auch für Vergnügen dieses Buch zu lesen, wo ich gleich einen Buchtiplos geworden bin.
00:06:11: Aber nein also in Summe man ist gelassener.
00:06:16: In Summe.
00:06:18: Aber nicht altersmilde sondern altersradikal.
00:06:21: Wie läuft's denn so mit der Midlife-Krise schon vorbei, mittendrin oder kurz davor?
00:06:24: Ich hatte keine und ich hoffe sie kommt auch nicht mehr.
00:06:27: Also ich hab keine teuren Hobbys, was sind die Insignien, die Motorräder...
00:06:33: Ja das war mal!
00:06:35: Ich weiß es auch nicht weil mir wenn ich bewusste sich eine habe.
00:06:39: Okay aber in meiner Midlife Kreise hat man immer, wenn man das Gefühl hat etwas verpasst zu haben und Sie haben mal gesagt, Sie würden als Berojen nie im Ausland gearbeitet zu
00:06:49: haben.
00:06:50: Ja, das gelebt vor allem.
00:06:51: Gearbeitet habe ich schon aber gelebt.
00:06:53: Warum
00:06:54: bereuen Sie das?
00:06:55: Haben Sie für eine gewisse Perspektive?
00:06:56: fehlt Ihnen da?
00:06:58: Ich war viel aktiv und bin auch viel gereist Aber es ist nicht dasselbe Wenn man jahrelang vielleicht auf zwei drei Kontinenten gelebt hat.
00:07:09: Das bereue ich.
00:07:10: Ich war zweimal kurz davor Und dann hat es jobmäßig was anderes gegeben.
00:07:16: Wo hätten
00:07:16: sie denn...
00:07:21: Ich war mal kurz vor, nach Kuala Lumpur zu gehen.
00:07:24: Das war noch für Swisscom damals und dann auch fürs Swisscom nach Irland.
00:07:29: Die Swisscom wollte die irische Telekom-Firma kaufen.
00:07:33: Stimmt!
00:07:34: Ja
00:07:34: das war mein Projekt damals.
00:07:36: Hat aber nicht geklappt.
00:07:37: Der Bundesrat
00:07:39: hat interveniert damals.
00:07:42: Also da sind nur zwei Beispiele.
00:07:46: Wären Sie beruflich nochmal durchstarten, etwas anderes machen oder als Akspochef in den Sonnenuntergang reiten?
00:07:53: Ich habe gelernt nie wirklich eine Karriereplanung zu machen.
00:07:58: Es kommt immer anders aus man denkt.
00:08:01: Im Moment habe ich eigentlich viel zu tun nach wie vor und viel Spaß.
00:08:06: also ich nehme was kommt
00:08:08: Sie nehmen was kommt.
00:08:09: Vielleicht werden sie auch zu einem Neustart gezwungen, oder?
00:08:12: Weil spätestens seit der ersten Aufregung um ihr hohes Gehalt vor zwei Jahren haben sie nicht nur Freunde!
00:08:19: Ich zitiere mal, betteln um Rettungsschirmversorgungssicherheit nicht im Griff, Stromkreis in Rekorthöhe und nun abzocken bei dem Boni – das ist eine Frechheit, polterte etwa GLP-Nationalrat Matthias Jauslin und forderte ihren Rücktritt.
00:08:36: Wie haben sie das damals
00:08:37: erlebt?!
00:08:39: Ja, was soll ich sagen?
00:08:41: Also es steht mir nicht zu über meine Vergütung zu reden.
00:08:43: Wirklich nicht!
00:08:49: Ich bin lange genug jetzt in der Wirtschaft tätig und exploniert politisch.
00:08:56: Ich weiß wie die Medienfunktion war sieben Jahre in der Medienbranche tätig Ich kenne die Mechanismen langsam ein bisschen und insofern muss man solche Dinge einfach dann auch wegstecken.
00:09:07: Es hilft, glaube ich, wenn man in solchen Situationen bei der Familie oder Freunden sei es auch nur im Spiegel.
00:09:16: In den Spiegelschalten sagt stimmt das was hier gesagt wird über dich?
00:09:21: Und wenn man dann zum Schluss kommt, ich kann mit gutem Gewissen sagen nein und jetzt gerade diese Post.
00:09:26: Ich erinnere mich an den.
00:09:28: da darf ich sagen, da hat nichts gestimmt davon.
00:09:31: Dann muss ich sagen fair enough, dann... ...ich bin ein großer Anhänger von Free Speech, dann go ahead!
00:09:40: Okay also hat sie kalt gelassen?
00:09:42: Nein das würde ich sagen.
00:09:42: Zumindest tun
00:09:43: Sie so.
00:09:44: Also kaltgelassene ist nicht richtig.
00:09:45: wissen Sie, wenn dort die Kinder angegangen werden Und die Familie beginnt zu leiden, dann... Hat ihre
00:09:54: Kinder wurden angepöbelt in der Schule oder wie?
00:09:57: Es hat Situation gegeben.
00:09:58: Das war aber bei Weitem nicht das Ungefährlichste in dieser Story.
00:10:02: Aber mehr möchte ich dazu eigentlich auch nicht sagen.
00:10:04: Jetzt
00:10:04: fahren Sie so einen Spannungsbuch auf!
00:10:07: Nein es ist vorbei und ich hoffe es kommt auch nicht wieder.
00:10:13: Ich meine, die Achsburg gehört den Kanton.
00:10:14: Sie ist im faktischen Staatsangestellter.
00:10:16: Es musste Ihnen ja klar sein dass ein Gehalt von über eineinhalb Millionen den Leuten sauer aufstößt.
00:10:21: Das ist auch keine Überraschung!
00:10:23: Ja eben ich bin der falsche Adressat weil ich mache ja mein Gehalt nicht selbst.
00:10:27: das ist dann das Gehalt eines entscheidenden Verwaltungsraten.
00:10:33: Schauen sie, ich glaube eigentlich hat es viel spannender.
00:10:36: und auch die wichtigere Frage.
00:10:39: Ein Teil der dann auch diese Vergütungsdiskussion ist, ist eigentlich eine andere.
00:10:44: Was ist die Achsbau?
00:10:47: Was wird sie in den nächsten zehn Jahren und was soll sie sein?
00:10:52: Und je nachdem wie die Antwort auf diese Frage ausfällt oder hat das natürlich Implikationen wenn man gerne hätte dass eine Firma wie Die Achse völlig unabhängig von der Eigentümerschaft Wenn man von der AXPO erwirtschaftet wie in den vergangen fünf Jahren, wir haben sieben Milliarden wertgeneriert für die Aktionäre.
00:11:09: Sieben Milliarden!
00:11:10: Wir haben über zweitausend Stellen neu geschaffen.
00:11:16: Wir haben Dividenden bezahlt von einer Milliarde etwa.
00:11:20: Wir investieren mehr als meines Wissens irgendjemand sonst in die Schweizer Energiesysteme.
00:11:29: Und dann auch sie, dass dieses Geld der Wirtschaft wird von uns am Markt.
00:11:33: Dann
00:11:33: würden Sie sagen ihr lohnt es
00:11:35: PINATS?
00:11:36: Nein!
00:11:36: Alles in dieser Größe ist alles andere als PINats selbstverständlich.
00:11:40: Aber ich sage nur man kann nicht sagen wir hätten gerne einen Gemeindewerk... Wir führen eine Firma wie ein Gemeindeverk erwarten aber Ergebnisse eines international hocher folgreichen vollen Wettbewerbsständen Unternehmens.
00:11:55: einfach
00:11:56: eines oder das andere und ich möchte gar nicht sagen, was richtig ist.
00:11:59: Oder man muss sich einfach ein bisschen entscheiden.
00:12:01: Sie lenken
00:12:01: jetzt ein bisschen ab... Was haben sie aus der ganzen Aufregung gelernt?
00:12:04: für sich?
00:12:10: Das ist eine gute Frage!
00:12:11: Also für mich, ich glaube, ganz ehrlich war schon enttäuscht.
00:12:16: Sie waren
00:12:16: enttöscht?!
00:12:16: Ich war
00:12:17: enttäuscht….
00:12:18: Von
00:12:18: wem denn besonders?
00:12:22: Zum Teil eigentlich auch von mir bzw.
00:12:28: auch von uns als Firma, dass wir es nicht geschafft haben irgendwie darzustellen... Wie kommen eigentlich diese Zahlen zustande, über die hier diskutiert wurde?
00:12:40: Das ist ja nicht irgendwie aus der Luft gegriffen gewesen.
00:12:43: Aber nochmals – das ist nicht mein Entscheid!
00:12:45: Das war die Verantwortung des Verwaltungsrats und hat sie auch entsprechend wahrgenommen.
00:12:49: aber ich glaube auch enttäuscht darüber dass mir ein Chefredaktor einer bekannten Zeitung in der Schweiz gesagt hat Ich weiß, dass unsere Berichterstattung eigentlich deutlich irreführend war.
00:13:01: Aber es klickt halt einfach besser Wenn wir so bringen, das war schon bitte zu hören.
00:13:06: Welche Chefredakteure?
00:13:07: Nicht Sie!
00:13:08: Ich war garantiert
00:13:10: nicht Sie.
00:13:11: Das war schon etwas frustrierend und ich will nicht ablenken aber ich glaube dass Grundsatzthema irgendwie eine Korrelation zwischen Leistung und Salär geben soll auf allen Stufen übrigens oder das finde ich schon auch ein Thema das vielleicht auch mal diskutiert werden kann wieder Ja,
00:13:33: das Leistungsdenken verschwindet ja gerade so ein bisschen aus unserer Gesellschaft.
00:13:36: Aber das ist ein anderes Riesenthema!
00:13:37: Ich möchte nochmal bei der Lernkurve bleiben.
00:13:40: Immer so steil ist sie dann doch nicht bei Ihnen weil trotz Forderungen verschiedene Kantone nach einer Deckelung ihres Gehalts bei einem Million verdienten Sie einen Jahr später wieder deutlich darüber.
00:13:50: Wie haben Sie das geschafft?
00:13:51: Ich habe gar nichts geschafft.
00:13:53: Nochmals... Axbow ist ein Unternehmen, das wie ein börsenkotiertes Unternehmen geführt werden muss.
00:13:57: Warum haben sich die Kantone nicht durchgesetzt, die eine Million
00:14:00: bauten?
00:14:00: Das müssen Sie nicht mich fragen!
00:14:02: Ich mache doch meinen Saläern nicht und auch der Verwaltungs- Das ist... Axbow sind, wie gesagt, ein Unternehmersgeführte, wie ein Börsen-Kotiertensunternehmen.
00:14:10: weil wir einen Börsenkotiertestsunternehmer geführt wird müssen.
00:14:14: Wir sind all diesen Regulatorinnen unterstellt eines bösenkottierten Unternehmes mit einer einzigen Ausnahme.
00:14:19: Und diese Prozesse gab ein Prozess.
00:14:22: Die Aktionäre haben einen Entscheid gefehlt und wir haben diesen Entscheid umgesetzt, der entscheidet über die Vergütung der Geschäftszeitungen.
00:14:28: Der Axpo fällt die Generalversammlung der Axpo.
00:14:31: Die eigene nicht mal mehr Verwaltungsrat mittlerweile.
00:14:34: Say and Pay ist in der Axporealität.
00:14:36: Ihre schlimmsten Gegner sagen die Größenordnung ihres Gehaltensentsprechenden Größenordnungen ihres Egoes.
00:14:41: Ist Christoph Brandt first im Motto?
00:14:45: Ja gut das ich meine was soll sich ein Pauschal aussagen... Also bitte mehr, bitte konkreter und dann kann man das damit anfangen.
00:14:53: Dass ich meine Sozoll kann man über fast alle Leute irgendwie irgendwo sagen.
00:14:57: Nein, aber meine Ziele habe ich eigentlich nie ... Ich habe nicht mein Wohlgehen in den Vordergrund gestellt sondern mir ging es immer darum in meiner pruflichen Aktivität privat sowieso irgendetwas zu erreichen, was letztlich weit über mein Ding hinausgeht.
00:15:16: Sonst hätte ich abgesehen davon auch von Anfang an andere Karrierewege eingeschlagen.
00:15:21: Wenn ich einfach Geld maximiert hätte, wäre ich vielleicht in die Finanzbranche gegangen wie viele meine Freunde damals oder beim Studium.
00:15:28: Ich bin zur Swisscom gegangen und habe bei der AXPO gearbeitet – das sind alles jetzt nicht unbedingt diejenigen Jobs, bei denen sie das Salär als alleroberstes Kriterium maximieren
00:15:39: wollen.".
00:15:40: Wohl wissen, dass das alles... Ich bin in einer Dreizimmerwohnung in der Stadt Bern aufgewachsen.
00:15:47: Wir hatten einen Kohleofen in der Küche!
00:15:49: Also ich komme bei Scott nicht irgendwie aus Verhältnissen mit irgendwelchen goldenen oder silbernen Löffeln.
00:15:58: Aber in der Energiebranche zur Arbeit ist nachhaltiger als bei den Banken.
00:16:01: wenn sie es jetzt zu der CS geschafft hätten?
00:16:03: Oh, ich bereue gar nichts.
00:16:05: Sie ist bezüglich.
00:16:07: Dieses Purpose-Thema oder das war ja schon immer ein wichtiges Thema, die Sinnfrage bei der Arbeit.
00:16:15: Seit ein paar Jahren wird es mit Purpose dargestellt aber das war auch schon immer da.
00:16:19: eigentlich, das Thema ist ja nichts Neues und da muss ich schon sagen dann weiß man also in der Energiebranche wofür man morgens aufsteht?
00:16:27: Ich meine die Aufregung um ihr Gehalt zeigt ja in welch hochpolitischem Umfeld sie arbeiten.
00:16:33: Und abgesehen vom Ölpreisschock, den nachtziger Jahren galt Energie frühere als Unsexithema von grauen Herren und der Strunk am einfach aus der Steckdose.
00:16:41: Seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine ist plötzlich die Versorgungssicherheit in aller Munde.
00:16:46: oder Geopolitik und Klimawandel führen zu einer Zäsur.
00:16:49: Bevor wir uns später in diesem Podcast über die Zukunft der Schweizer Energieversorgung beugen möchte ich mal über diesen heißen und sehr trockenen Sommer sprechen.
00:16:58: Klimaanlagen sind ausverkauft.
00:16:59: Merken Sie eigentlich diesen Verbrauchsunstieg?
00:17:04: Nein, also nicht im grossen Stil.
00:17:06: Weil wir ertrinken ja auch im Solarstrom zur Zeit oder?
00:17:10: Also insofern... Es ist
00:17:11: egal, ehrlich gesagt.
00:17:12: Es ist wirklich egal, ja.
00:17:14: Aber eigentlich stecken wir mitten in einer nicht so erfreulichen Lage.
00:17:17: Die Füllstände der Gaslager sind tief und die Speicher sehen halb leer.
00:17:22: Trott uns in Europa oder der Schweiz auch bald eine Versorgungskrise?
00:17:28: In der Energiebranche lernen sie unter anderem sehr schnell was Demut heißt vor der Komplexität, der physikalischen Komplexkeit, den wirtschaftlichen komplexen politischen Komlexität und wie unglaublich zusammenhängend Energie ist international.
00:17:46: Jeder Versuch, Energieprobleme irgendwie anzugehen als eine nationalen Perspektive ist zum Scheitenverurteilt.
00:17:53: Oder kostet
00:17:54: Unsummen?
00:17:56: Beides!
00:17:57: Mit wenigen Ausnahmen wie die USA, die über weite Strecken tatsächlich dann selbst bestimmen können wie wo was aber sonst?
00:18:06: in der Regel ist das extrem vernetzt.
00:18:09: Die
00:18:09: USA weil sie fracking anwenden und eigentlich...
00:18:13: Genau, weil sie sehr viele Möglichkeiten haben.
00:18:19: Und diese Risiken in diesem global zusammenhängenden Umfeld werden nach wie vor massiv unterschätzt.
00:18:32: Laufen auf eine Versorgungskrise zu?
00:18:34: Muss nicht sein, aber das ist das Zweite was man lernt in der Energiebranche Risikomanagement.
00:18:39: Das ist es A und O. Es gibt schon Grund dass wir irgendwie hundert Risiko-Experten beschäftigen Und ich kann Ihnen problemlos jetzt ein sehr unangenehmes Szenario für den kommenden Winter skizzieren.
00:18:51: Der Iran Krieg geht weiter Die Straße von Hormuz bleibt blockiert In Asien kauft die asiatischen Staaten wie China kaufen Flüssiga sein massiv Und es gelingt nicht, die Galspeicher zu füllen.
00:19:06: Dann kommt ein unangenehmer, harter und langer Winter... ...und dann kann es sein, dass wir wirklich in eine Mangellage reinlaufen.
00:19:13: Kann sein!
00:19:15: Die Situation, was uns damals in Europa gerettet hat, war ein sehr milder Winter.
00:19:20: Um die Tatsache, dass die Covid-Polizei von Xi Jinping dazu geführt hat, dass China wenig dieser Lieferverträge für Flüssigas abgerufen hat.
00:19:33: Aber es muss nicht so kommen.
00:19:34: Wie hoch ist
00:19:35: denn die Wahrscheinlichkeit bei Ihnen intern für dieses Horrorszenario?
00:19:39: Ja,
00:19:39: also ich habe Ihnen keine aktuelle Wahrscheinlichkeitsrechnung und wir machen's auch nicht unbedingt so jetzt in diesem Hinblick weil... Das
00:19:48: würde aber für die Schweiz was konkret bedeuten wenn das so kommt wie Sie es jetzt geschildert haben?
00:19:54: In Extremis, wenn es wirklich eine Strommangel angeht, die Schweiz ist ja jeden Winter auf Import angewiesen und zwar in großen Mengen oder relativ dann werden wir ein Problem haben, nicht genügend Strom importieren zu können und das würde dann bedeuten dass das im schlimmsten Fall eine Rationierung erfolgen muss von Strom in irgendeiner Art und Weise.
00:20:10: Aber nochmals ich meine wie sind weit davon entfernt dass es so kommen muss?
00:20:15: Vielleicht gibt's jetzt einen verregneten Herbst und die Stauseen füllen sich und vielleicht bezahlt Europa einfach so viel, dass ist dann trotzdem doch reicht irgendwie die Gaslager zu füllten.
00:20:26: Es kann ein milder Winter kommen.
00:20:28: also es ist jetzt nicht Wahrscheinlichkeit, dass das kommt, was ich sage.
00:20:32: Es sind wahrscheinlich eher fünf Prozent als fünf Prozent.
00:20:34: Aber es ist nicht null?
00:20:35: Ja!
00:20:35: Es
00:20:35: ist also noch Spekulationen.
00:20:37: Was keine Spekulationen ... Mir hat weniger die aktuelle Krisenlage oder?
00:20:41: Das Wasser in den Flüssen wird deutlich wärmer.
00:20:44: Ungarn, Rumänien, Frankreich stellen AKW-Blöcke ab.
00:20:47: Ihre Firma musste die beiden Blöcke des AKW Betzen auch vom Netz nehmen.
00:20:52: In ganz Europa gehen Sparappelle an die Industrie.
00:20:55: Erste Autofabriken schließen Die Haushalte sollen sparen.
00:21:00: Wer fühlt die Lücke in so einer Situation?
00:21:03: Reicht da auch der Solarstrom?
00:21:05: Nein, also... Also in so eine Situation.
00:21:09: Jetzt im Moment haben wir ja kein Problem.
00:21:11: Genau!
00:21:12: Diese Blöcke, die vom Netz gehen sind kein
00:21:13: Problem?!
00:21:14: Nein, im Moment nicht, weil ...
00:21:16: Aber in Ungarn schon, ich meine auch wenn alles vernetzt ist.
00:21:19: Die haben jetzt unheimliche Sparappelle an die Industrie gerichtet.
00:21:22: Ja Aber Ungarn hat erstaunlich viel Photovoltaik im System.
00:21:27: Das würde man nicht unbedingt vermuten, wenn man sich die vorherige Regierung ansieht oder?
00:21:34: Also für Sie, was jetzt für den Leyen im Fernseher dramatisch aussieht.
00:21:38: Oh Gott!
00:21:39: Da gehen alle Blöcke vom Netz.
00:21:40: Für sie ist das völlig entspannt?
00:21:41: Nein und es stimmt vor allem nicht.
00:21:43: Es gehen lange nicht alle Blöschen vom Netz.
00:21:44: ein
00:21:44: paar.
00:21:45: Ein paar aber ganz viele Kernkraftwerke laufen.
00:21:49: große, grosse Mehrheit der Kernkraft läuft einfach weiter weil es Nichtflusskühlung ist Oder weil es nicht so ein Problem ist mit den hohen Temperaturen.
00:21:57: Und by the way, wir machen das ja auch nicht, weil es einen Risiko für Betznau gibt, sondern das Problem... Es geht
00:22:02: ums warme Wasser und
00:22:04: die Fische konkret oder die man schützen will?
00:22:07: Das muss man auch immer wieder betonen!
00:22:08: Es geht nicht um ein Kernrisiko, sondern ein bewusster Umweltschutzaspekt was die Fischbestände betrifft.
00:22:14: Das heißt aber jetzt in der Schweiz hat keinerlei Effekt auf den Strompreis wenn zwei Mal Betznau vom Netz
00:22:20: geht.
00:22:20: Der Schweizer Stromprei wird sowieso nicht unter Schweiz gemacht.
00:22:23: Strompreis wird das Teil des international europäischen Strompreises gedient.
00:22:27: Dann ist
00:22:27: es ein Tropfen in einem Gleich, oder?
00:22:29: Sie haben gesagt, der Stilstamm von Betzner kostet AXPO pro Tag und der Reaktor einen sechstelligen Betrag.
00:22:35: Mangelsteuer ja!
00:22:36: Was heißt das
00:22:36: konkret?!
00:22:37: Was heisst sechstellig?
00:22:39: Hunderttausend unter neunhundneinzigtauten.
00:22:41: Sechställig, das hängt sehr davon ab, wo der aktuelle Strompreist ist.
00:22:45: Das ist auch so.
00:22:45: was spannendes in dieser Branche und auch spezifisch im Bezug auf eine Firma wie AXPO.
00:22:51: Wir machen den Strompreis nicht.
00:22:54: Wir haben keinen Einfluss auf den StromPreis, einfach keinen!
00:22:58: Weil was wir machen ist Großhandelsstrom – das geht an den Großhandelmarkt.
00:23:03: Wir kriegen, was der Markt bereit ist zu bezahlen
00:23:06: und ... Ja, und Sie nehmen eine Marsche oder bevor Sie es mit dem Kunden liefern?
00:23:08: Moment!
00:23:11: Das zweite und endkunden haben wir ja vor allem... Geschäftskunden primär.
00:23:17: Da kommt niemand zu uns, weil er zu uns kommen muss und nur wenn der zu uns kommt will, weil wir das beste Angebot machen.
00:23:24: also wir verdienen nichts mit Schweizer Endkunden beispielsweise.
00:23:28: Wir machen kein Gewinn mit Schweitzer Endkund.
00:23:30: Das ist im tiefen einstelligen Prozentbereich oder?
00:23:33: Also es ist auch so ein Mythos... Wo
00:23:34: verdient sie denn überhaupt Geld um ihren Lohn zu zahlen?
00:23:37: Eben indem wir die Gewinne, die wir wirtschaften, erwirtschaften wir mehrheitlichem Ausland mittlerweile Und dort eigentlich überall, mittlerweile mit Ausnahme von den Endkunden in Luzern.
00:23:50: Das ist aber ein unbedeutend kleiner Teil jetzt finanziell und ein bisschen reguliertem Netz gelten für die wir das alles voll am Markt, voll im Wettbewerb, wo wir uns jeden Tag beweisen müssen gegen x andere Konkurrenten als x anderen Ländern.
00:24:04: Aber
00:24:04: werben wir noch mal konkret?
00:24:05: Dann kann man doch zurück zu Betzen aus.
00:24:06: Sie wollten dann nicht so richtig die Katze aus dem Sack lassen.
00:24:09: Bei welcher Summe werden Sie schätzungsweise landen?
00:24:11: Was kostet diese Abstellungsübung?
00:24:13: Eins, zwei, drei Millionen.
00:24:15: Das
00:24:17: kommt darauf an wie lange das geht und es kommt darauf... Ja, sie
00:24:19: haben ja aufs Szenario gerechnet.
00:24:21: Intensiv wissen ganz genau in welchem Range das laufen
00:24:24: wird!
00:24:26: Wieso ist das so wichtig?
00:24:28: Es wird ein paar Millionen sicher sein.
00:24:30: Ein
00:24:30: paar Millionen kostet die Abschadung ab jetzt noch, okay.
00:24:32: Ja und ich meine was Göschen gekostet hat, das war ja bekannt.
00:24:36: oder das waren dann dreistellige Beträge oder diese Abstellung von einem Dreivierteljahr grossen und gekosteten Takt.
00:24:43: Das geht dann schon richtig ins Geld, weil wir verkaufen die Produktion ja alle unsere Kraftwerke.
00:24:49: Wie das alles tun?
00:24:50: in der Energiebranche oder auch im Voraus was auch alle tun in einer Energiebranche und wenn sie nicht liefern können müssen sie Strom einkaufen irgendwo anders.
00:24:58: Die Kunden lassen sich nie hängen.
00:25:00: Sie haben vorher ja richtig gesagt Akku wie Leibstadt und Gösken die nicht mit Flusswasser gekühlt werden so wie viele andere Akku aber ist auch im Ausland waren ja bei Hitze und Volllast weiter.
00:25:11: Darum droht ja das Wasserproblem langfristig vor allem bei einer anderen Erzeugungsform einzuschlagen oder auch der Wasserkraft.
00:25:17: Wenn wir jetzt sehen, Pegelstände sinken, Gletscher schmelzen weg, Schnee bleibt aus, regnet weniger, kurz Wasser wird tendenziell knapper und hinzu kommt jetzt zum Schutz der Fische da einfach weniger Wasser genutzt werden respektive es muss mehr Wasser im Flussbett verbleiben.
00:25:33: Der Bund hat jetzt gerechnet dass Koste nur so zwei Prozent weniger Produktion bis AXPO sagt es kostet vier Prozent, also das Doppelte.
00:25:42: Wer liegt jetzt von beiden?
00:25:44: Niemand, es hängt davon den Annahmen ab.
00:25:47: Wie so oft?
00:25:49: Ja wie so oft und deswegen versuchen wir ja in all diesen Berechnungen die wir anstellen da dürfen dich publizieren wie den Energy Reports auf die wir vielleicht auch noch kommen.
00:25:58: Wir
00:26:00: legen unsere Annahme wo immer.
00:26:01: wir können eigentlich offen und wir sehen ja was in der Realität passiert.
00:26:07: wenn man annimmt dass alle hoch vernünftig sind in der Umsetzung dem neuen zum Beispiel Restwasser Mengen.
00:26:15: Und alle sagen, nein wir machen das mit Augenmaß und Vernunft dann kommt man vielleicht schon mit zwei Prozent raus.
00:26:21: wie finden sie noch sehr optimistisch aber noch eher.
00:26:23: Aber die Realität, die wir erleben ist halt eine andere.
00:26:26: Dass es halt immer jemanden gibt, der Meinung ist nein.
00:26:29: also das Umweltthema ist jetzt das alleine zu priorisierende Thema und die Versorgungssicherheit ist viel weniger relevant.
00:26:38: Sie haben dann so grüne Taliban gegenüber, die ihnen das Leben schwer
00:26:42: machen?
00:26:42: Ich würde fast nie jemandem als Taliban bezeichnen Und zum Teil ist es auch ganz ehrlich Absicht, sondern man redet nicht genug miteinander.
00:26:57: Okay.
00:26:58: Aber ist es nicht auch eine gewisse Unterschiede in der Weltanschauung, oder?
00:27:02: Klar!
00:27:02: Also was priorisiere ich?
00:27:04: Wir haben einenseits hast du eher ein D-Grow Mindset und das bist wir eher umweltschütterisch unterwegs, andererseits lieber die Wirtschaft fördern.
00:27:11: also es gibt ja schon verschiedene Richtungen.
00:27:12: Ja natürlich klar aber das ist vielleicht ein Grundthema dass das jetzt etwas was mir sorgen macht wirklich Sorgen macht mehr als quasi der kommende einfach nur den kommenden Winter.
00:27:24: Und das ist die Tatsache, dass wir einfach immer... Dass die Polarisierung in all diesen Diskussionen einfach immer mehr verunmöglicht, irgendeinen vernünftigen Kompromiss zu finden.
00:27:33: Auch in dieser Frage was Restwassertemperativ?
00:27:35: Und da gibt es halt riesige Unterschiede an den Handeln Akteuren.
00:27:38: Es gibt also Leute auf der Umweltseite Die sind hoch vernünftig, hochsachlich.
00:27:44: Mit denen führt man eine Diskussion und zeigt Schau wenn wir das tun dann haben wir dieses und jenes Problem.
00:27:49: Wenn wir so lösen können wie so machen Bestes Beispiel Lindlimmer Das Bumpspeicherwerk Keine Einsprache, keine Einsprachen.
00:27:56: Superprozess mit den Umweltorganisationen...
00:27:59: Ist ja ihr eine Hausnahme oder?
00:28:00: Ja
00:28:01: leider ja, leider ja.
00:28:03: aber der Punkt ist der um von ihrer Frage zurückzukommen ich glaube man kann nicht so einfach sagen Klimawandel deswegen weniger Wasser deswegen leerest aussehen.
00:28:11: So einfach ist es nicht.
00:28:13: Es gibt auch Modelle die sagen es wird mehr regnen.
00:28:15: in der Schweiz Kann sein dass sich die Nutzung verschiebt Dass das zum Beispiel im Sommer mehr Wasser hat.
00:28:23: Das hilft uns dann überschaubar, weil wir im Winter das Problem haben mit Stromproduktion.
00:28:28: Und was das Thema Restwasser betrifft, da müssen Sie auch sagen wenn wir sehen in welche Richtung es geht, wird das beste Szenario, dass wir sehen ist die Wasserkraft auf dem heutigen Niveau gehalten werden kann.
00:28:42: Aber wenn ich sie richtig verstehe gibt's riesige Umsetzungsunterschiede zwischen den Kantonen
00:28:47: Zum Teil sogar in Rap von Kantonen.
00:28:51: Der
00:28:51: Föderalismus treibt sich zum Wahnsinn.
00:28:55: Er hat große Vorteile, weil das Beispiel Lind Limmen oder das war eine sensationelle Zusammenarbeit mit den zuständigen Gemeinden dort im Kanton Glarus.
00:29:05: Dort hat der Föederalismus die beste Gesicht gezeigt und dann gibt es natürlich auch das Gegenteil schon klar.
00:29:12: Aber wir müssen jetzt nicht entweder die Versorgungssicherheit oder die Fische opfern.
00:29:17: Nein,
00:29:19: natürlich nicht!
00:29:20: Aber was ich schon mir wünschen würde ist dass man ... Die Versorgungssicherheit hat zum Glück wieder etwas mehr Beachtung gefunden.
00:29:27: Lange Zeit war die Nachhaltigkeit Nicht zu Umrecht, überhaupt nicht.
00:29:31: Aber war die Nachhaltigkeit das einzige Kriterium an dem alles gemessen wurde?
00:29:35: Jetzt ist die Versorgungssicherheit mindestens einmal auf Augenhöhe...
00:29:39: Das hat durch den geopolitischen Lage geschuft.
00:29:41: Die Schweizer Armee wurde auch zwanzig Jahre einfach abgerüstet.
00:29:44: Absolut!
00:29:44: Jetzt merkt man plötzlich vielleicht nicht so eine gute Idee
00:29:47: und was jetzt wäre aber immer noch am Katzentisch sitzt oder da sind die armen Ökonomen.
00:29:58: Sie haben halt schon so oft nicht recht gehabt.
00:30:05: Ich gebe es ja zu, oder?
00:30:06: Ökonomie ist keine exakte Wissenschaft.
00:30:08: Aber man kann doch ein bisschen mehr auch die finanzielle Seite und die wirtschaftliche Seite beleuchten Auch aus den Energy Reports, was uns auch nicht nur Freunde gemacht hat.
00:30:21: Oder ist halt unsere Berechnung, was die Kosten sind von kleinteiligem Solarstrom?
00:30:25: Dazu kommen wir noch... Ich will nochmal schnell zurück zu den Fischen.
00:30:29: Übertreiben es die Umweltschützer aus ihrer Sicht grundsätzlich?
00:30:33: Teilweise ja und teilweise nein.
00:30:36: Es
00:30:36: wird oft so ein bisschen eine ethische Diskussion herumgemacht.
00:30:42: Ja, gewisse Leute machen das ein bisschen lustig an.
00:30:43: Wegen diesem Lurch können wir jetzt irgendwie diese Staumauer nicht bauen.
00:30:47: und da sagen natürlich die Umweltschutzer hey also respektiere die Kreatur.
00:30:51: Also es gibt ja auch Grundsatzdiskussionen.
00:30:53: aber sie würden sagen sich die umweltschutz übertreiben?
00:30:56: Nicht alle!
00:30:57: Man muss sehr differenzieren.
00:30:58: und was den Lurch betrifft mein Vater war Zoologe mit Spezialgebiet auf Amphibien und Reptilien Also ich habe mit ihm als Kind in der Rehackgrube nach allerlei Molchen gebuddelt, also ich hab dort wahrscheinlich einen Umd.
00:31:14: atypisches Verhältnis zu besagten Kreaturen.
00:31:17: Sie sind ein lurchfreund!
00:31:19: Aber der Punkt ist, es gibt halt einfach... Es kommt total auf das Individuum darauf an wie so oft.
00:31:26: Da gibt's Leute mit denen hat man eine hoch vernünftige Diskussion und dann gibt's wirklich Leute bei denen vielleicht der Ausflug Taliban gerechtfertig ist aber noch da wenig gibt's das auf der anderen Seite auch.
00:31:35: oder also ich meine die ganze Klimaleugner Szene ist auch eine Realität oder?
00:31:39: Und da läuft es sein dann auch teilweise kalte Rücken.
00:31:43: Da ist es dann richtig altersradikal.
00:31:47: Diskutieren Sie solche Themen eigentlich auch in der Familie?
00:31:50: Ja, ja klar!
00:31:51: Wie alt sind Ihre Söhne?
00:31:53: Achtzehn
00:31:54: und zwölf.
00:31:54: Kommt oft mal Kritik an Ihnen oder sind sie politisch auf einer Linie?
00:32:02: Meine Frau ist zu Recht und ich bin ihr sehr dankbar dafür eigentlich am kritischsten.
00:32:14: Sie holt mich auf den Boden zurück.
00:32:26: wenn ich irgendwann mal drohe, irgendwie abzudriften.
00:32:28: Sei es mit irgendeiner Überlegung oder was auch immer.
00:32:31: Sie ist dort an eine wahnsinnig erdende Qualität.
00:32:33: Das finde ich wirklich genial!
00:32:34: Also da sind wir ja wieder bei Christoph Brandt-First in Ego.
00:32:38: Sie holt sich dann nicht runter?
00:32:39: Nein, aber ich kann durchaus zu enthousiastisch werden, was bestimmte Ideen betrifft.
00:32:45: und dann kommt sie dann sagt hey jetzt echt jetzt... Zum Beispiel?
00:32:51: Glaubst du wirklich, dass du mit dem durchkommst oder z.B.
00:32:54: mit irgendeiner Überlegung wie man jetzt einen Push machen könnte für Gaskraftwerk in der Schweiz oder Windkraftwerke in der Schweiz zum Beispiel?
00:33:03: und da hat sie ein gutes Sensorium, ein besseres als ich.
00:33:07: Meine Söhne sind sehr interessiert das freut mich und wir haben durchaus regepolitische Diskussionen zu Hause die auch durchaus in einem breiten Spektrum ablaufen.
00:33:20: Aber zu Hause ...
00:33:24: Die Kontroverse ist nicht... Es wird nicht mal laut am Tisch, oder
00:33:28: so?
00:33:28: Nein, also haut nicht!
00:33:29: Aber heftig
00:33:31: ist es nicht.
00:33:33: Nein, nein,
00:33:34: okay.
00:33:35: Ich meine als glühender Anhänger der österreichischen Nationalökonomie sind sie ein Marktwirtschaftler und Der Regulierung finden Sie sich auch nicht schlecht.
00:33:43: Und damit kann man ja bei der Generation Z so gar nicht punkten, die steht eher wie wir kürzlich auch im Economist schönlesen konnten auf so neuen Sozialismus.
00:33:53: kommt das auch zu Sprache am Familientisch?
00:33:55: Natürlich!
00:33:57: Das heißt Ihre Söhne wollen alles verstaatlichen aber da ist der Papa schon weit vorne weil er es schon beim Staatsunternehmen.
00:34:04: Ich versuche... Das eine ist die Eigentümerschaft, das andere ist wie eine Firma geführt und was man macht mit der Firma.
00:34:13: Und da glaube ich wenn man in beidragsbearbeitet wird ihnen jeder bestätigen – das hat mir dann im Staatsbetrieb wie man ihn sich so vorstellt hört es sich wenig zu tun.
00:34:24: Nein aber meine Kinder zeichnen noch keine Anzeichen von Sozialismus.
00:34:32: Nein, ich hoffe das bleibt so.
00:34:36: Das
00:34:36: wäre auch typisch aber ...
00:34:38: Ja ist das auch ... Ich weiss es nicht ob es so abtypisch wäre.
00:34:41: Stichwort Rebellion und dergleichen oder?
00:34:42: Ich weiß es nicht.
00:34:44: Stimmt also müssen sie gegen Sie rebellieren oder dann der Sozialismus klagen?
00:34:47: Genau genau das würde sicher für eine lebhafte Diskussion sein.
00:34:51: Aber wissen Sie eigentlich oder österreichische Schule?
00:34:57: ja unbedingt oder?
00:34:59: Aber ich meine Ludwig Erhardt Wie finde ich jetzt zum Beispiel schon ein Exempel, an dem man sich generell mehr orientieren könnte wieder?
00:35:09: Fünfzig
00:35:09: Prozent der Wirtschaft ist Psychologie hat er gemeint.
00:35:12: Das und vor allem das Thema soziale Marktwirtschaft aber eben Marktwirtschaft!
00:35:18: Und nicht soziale Planwirtschaft.
00:35:20: Also meine Wo Sie bei der Jeanset ja punkten können sie sind ja privat ökologisch vorbildlich haben eine Solaranlage ab dem Dach.
00:35:26: Ist das eigentlich ein gutes Geschäft für Sie Privat?
00:35:29: Nein.
00:35:31: Warum nicht?
00:35:32: Also ich habe natürlich im Rahmen einer gewissen Defok-Massion professionell, hab' ich mir natürlich ein Investitionscase gerechnet oder mit allen All Bells and Whistles wie man so schön sagt und der Breit given ja naja also geht so.
00:35:49: Sie
00:35:49: sind schon im Break-Ever.
00:35:52: Nein, nein!
00:35:53: Überhaupt noch nicht.
00:35:56: Ich habe aber eigentlich... ich hab's trotzdem gemacht aus mehreren Gründen.
00:35:59: also erstens mal es gibt dieses Prinzip Eat your own Dogfood oder?
00:36:02: Also und ich finde ich will eigentlich alles ausprobieren was ich kann oder was ich auch verkaufe.
00:36:09: Ich hab über ein Solaranlage installiert lang bevor ich zur Axbow gekommen bin und fahre seit jetzt bald zwölf Jahren nur noch elektrisch also auch lange vor der Axbow.
00:36:18: Aber ich könnte mein Geld besser anlegen.
00:36:22: Definitiv, aber ich mache es!
00:36:23: Ich habe auch für mich dann selber die Rechnung gemacht.
00:36:26: was wäre?
00:36:27: Wie würde der Business Case aussehen wenn CO² einen fairen Preis hätte, der wirklich die Kosten berücksichtigt und wenn
00:36:36: Wenn er deutlich höher wäre.
00:36:37: Natürlich!
00:36:37: Und wenn ich diesen vermiedenen CO²-Ausstoß auch einrechnen, sieht der Business Case viel besser aus und so müsste man es ja eigentlich gesellschaftlich rechnen – auch aus einer ökonomischen Perspektive.
00:36:48: Das
00:36:48: ist richtig.
00:36:49: die Verinnerlichung der Extremitäten.
00:36:52: So habe ich dann quasi meinen... So
00:36:56: haben sie ihren Frieden gemacht.
00:36:59: Aber wenn jetzt ihre Gegner hier diesen Podcast zuhören, dann fühlen die sich natürlich total bestätigt weil die sagen er ist kein Freund der Solarkraft.
00:37:06: im Gegenteil oder nach der jüngsten Expo-Axpo-Studie, die Sie schon erwähnt haben zur künftigen Energiepolitik werfen in grüne Energiestiftung und Co.
00:37:16: vor.
00:37:16: Sie würden das Potenzial von solar und windfällig unterschätzen und sinnloserweise auf Gaskraftwerk gesetzen.
00:37:23: dabei könnte man ja erneuerbarer Energien.
00:37:26: Also mit ihnen die Versorgungssicherheit sichern, sprichte Winterflaut überbrücken.
00:37:30: sie antworten dann jeweils sehr genervt leicht genervt je nach Gespräch mit dem Wort Physik.
00:37:38: So jetzt haben Sie hier noch
00:37:40: einmal
00:37:41: noch die Gelegenheit uns allen zu erklären warum die Kritiker unrecht haben.
00:37:46: Ja es gibt verschiedene Themen also das eine ist woher kommt der Strom?
00:37:51: Der Strom muss im Prinzip produziert werden, wann er verbraucht wird.
00:37:56: Als Strom per se kann man eigentlich nicht speichern oder jetzt kann man in Batterien speichen aber das ist dann nur für Stunden oder wenige Tage.
00:38:05: Aber wir können, wir haben keine ökonomisch auch nur im Ansatz machbare Langzeitspeicherung von großen Mengen Strom die es gibt.
00:38:13: Man kann nicht Solarstrom vom Sommer in den Winter transportieren.
00:38:19: Es gibt technisch ein paar Ansätze, aber die sind völlig unbezahlbar teuer.
00:38:24: Das wird
00:38:24: wie funktionieren?
00:38:25: Sie können z.B.
00:38:27: mit dem Solastrom Wasserstoff machen, dann kann man das
00:38:30: Kompilieren
00:38:31: mit CO² aus der Luft ziehen und dann machen sie Methanol draus oder so.
00:38:37: aber das ist unbezahlbar teuer.
00:38:39: die Strompreise würden es unermesslich explodieren wenn sich das auf gross industrieller Skala auf Landesebene verantreiben würde.
00:38:47: Also wir brauchen im Winter irgendeine Quelle, die liefert.
00:38:51: Und jetzt Wind... also den Vorwurf was wir Wind unterschätzen habe ich jetzt nie gehört ehrlich gesagt?
00:38:56: Nein es gibt vor allem
00:38:57: um Solar.
00:38:59: Das heißt sie haben einfach keine Ahnung von Physik.
00:39:01: Nein nicht keine Ahnung!
00:39:03: Es ist ein anderes Thema und ich hab's schon angetönt.
00:39:07: Die Diskussionskultur.
00:39:10: Sollar hat viele Vorteile Und jetzt gibt es auch noch verschiedene Arten von Solar.
00:39:14: Es gibt halt einen großen Unterschied, ob sie wie wir in Leon, in Spanien eine dreihundert Hektar große Freiflächenanlage hinstellen auf Boden wo sonst nichts wächst?
00:39:27: Das kostet nichts!
00:39:28: Dort ist der Strom dann in der Tat extrem günstig den Sie dort produzieren oder Sie packen's auf ein Schweizer Einfamilienhaus mit allen Suva-Vorschriften noch gerüst rundum und ganz kleine Flächen und dann kostet es einfach ein Vielfaches.
00:39:45: Aber
00:39:46: wie wollen denn Ihre Gegner über die Winterflaute kommen?
00:39:48: Also weiss, müssen Sie sie fragen nicht mich!
00:39:50: Ich weiß es nicht.
00:39:51: Es muss doch, Sie müssen ja eine Idee haben.
00:39:54: Man hört gerne Jaa Wasser und Solar zusammen reicht oder?
00:39:58: das ist leider einfach nicht so.
00:40:00: Also rein die schieren Mengen gehen nicht auf weil sie haben vielleicht sieben Terawattstunden oder so acht Terawatstunden Speichervolumen in den Speichern sehen Und diese Speichsinn wird auch nicht mit Solastrom gefüllt, sondern mit Regen der vom Himmel fällt.
00:40:17: Aber das ist auch nur für vielleicht eine Woche oder zwei Umlagerungen und wenn es ... Wenn ihm der Punkt ist, im Winter haben sie viel weniger Solarertragpunkt.
00:40:27: Und Schnee auf den Panels
00:40:29: etc.
00:40:29: Dann kommt gar
00:40:30: nichts mehr.
00:40:31: Jetzt muss ich noch eine Frage stellen natürlich für alle die zuhören und leihen sind das werden die meisten sein.
00:40:37: Sie haben es vorher schon ein bisschen angedeutet wir haben unmengen von der erneuerbaren Energien jetzt im Sommer oder viel zuviel.
00:40:44: da fragen sich natürlich alle ja also warum Spielen hier diese Speicherbatterien eigentlich keine Rolle?
00:40:49: Die werden ja.
00:40:50: in Lauffenburg wird jetzt ein riesiges Exemplar gebaut.
00:40:54: Das bringt nichts offenbar,
00:40:55: oder?
00:40:55: Nein nicht nichts!
00:40:57: Aber es bringt nix für die Winterfläude.
00:40:58: Genau was aber super ist und das ist dann etwas was die Solargegner auch immer gerne quasi einfach negieren.
00:41:06: Kurzfestige sind über Tage hinweg.
00:41:08: oder haben sie eine sensationelle Synergie zwischen Solar- und Wind?
00:41:12: weil Wind produziert mehr in der Nacht als am Tag Und zwei Drittel im Winter übrigens und ein Drittel in Sommer.
00:41:19: Bei Solar ist es logischweise nur am Tag, vielleicht drei Viertel im Sommer halbjahr oder einen Vierteln im Winter halbar.
00:41:26: Wenn Sie das ergänzen mit Batterien, die ja preislich so stark zurückgekommen sind und immer noch im Fall sind, dann können sie den Tag-Nachtzyklus überbrücken.
00:41:37: Aber
00:41:37: mehr als tag ist nicht möglich?
00:41:39: Ich
00:41:39: habe das zu Hause!
00:41:41: Seit Juni bin ich voll autark Und mit allem oder mit Heizen muss ich jetzt nicht, aber ist auch drin der Wärmepumpe.
00:41:50: Mit Mobilität, mit allem!
00:41:51: Ich bin voll autark dank der Batterie die mir den Tag Nachtumlagerung macht.
00:41:55: Super Sache!
00:41:57: Ist aber im kleinteiligen Bereich sehr teuer.
00:42:02: Große große... Wir bauen große Batterien in Europa, auch in der Schweiz.
00:42:18: Das hilft schon mal!
00:42:20: Es löst aber das Problem vom Winter nicht... Das ist die Achillesferse.
00:42:23: Wenn man die
00:42:23: paar Monate nicht schafft, die Speicherung läuft nur ein paar Tage.
00:42:26: Genau
00:42:26: und es gibt einen super Beispiel in Südaustralien.
00:42:28: In SüdaUSTRALien hat eine fantastische Decarbonisierung hingelegt.
00:42:31: Die hatten Kohle- und Gasfrühre und jetzt haben sie eigentlich, achtzig Prozent sind hier neuerbar Wind und Sonne.
00:42:37: Nur!
00:42:37: Es gibt Tage... Also im Schnitt über den Jahr sind sie achtzig prozent Wind und sonne.
00:42:43: Aber es gibt Tage wo's achtzig Prozent Gas isst und zwanzig prozenten Wind und so, nämlich dann wenn blöderweise eine Wind flaute Wenn eine kalte Dunkelslaute kommt, dann brauchen sie etwas anderes.
00:42:56: Und das ist der Punkt wie sagen wir nur Gaskraftwerke für diesen Fall und die laufen da nicht im Sommer oder sehr klein?
00:43:02: Natürlich nicht!
00:43:03: Das würde sich auch gar nicht ökonomisch umziehen.
00:43:08: Dieses Trilemma in der Energieversorgung, Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Nachhaltigkeit.
00:43:14: Es bringt nichts wenn man nur auf eine diese Dreidimensionen überindexiert... Ihre
00:43:21: Gegner sagen dann einfach ja dann importieren wir doch einfach?
00:43:23: Wie können sie importieren?
00:43:25: Und woher generieren denn die Deutschen beispielsweise diesen Strome-Winter nachdem Sie die Kernkraftwerke unnützerweise abgeschaltet haben?
00:43:33: Gute
00:43:34: Frage!
00:43:34: Ja eben
00:43:35: Mit Gaskraftwerken zum Beispiel.
00:43:37: Und mit Kohlekraftwerken?
00:43:38: Sondern eine wirklich blöde Idee, weil wenn man die Kernkraftwerke nicht abgeschaltet hätte in Deutschland wären sie jetzt vielleicht bei seventy, eighty Prozent CO-zweifreie Stromproduktion anstatt fünfzig oder grössten Ordnungen wo es jetzt sind im Jahreschnitt.
00:43:50: und das ist eigentlich ein bitterer Pyrosieg, von dem überhaupt man Sieg sprechen kann.
00:43:56: Das ist richtig!
00:43:57: Man hätte sie ja weiterlaufen lassen können.
00:43:58: Man hat es dann durchgezogen, Kanzler Scholz hat kein Pardon gekannt.
00:44:03: wir sind gleich zurück.
00:44:05: Velo-Enthusiasten kommen bei Tvernbold ebenso auf Touren wie gemütliche Genussfahrer.
00:44:11: Auf verschiedenen E-Bikereisen kurven sie durch Europa und erleben Inseln, Berge und Landschaften auf die bequeme Tour.
00:44:19: Alle Strecken sind rekogniziert und kompetente Guides, Top-Meatbikes und der Begleitbus von Tvernbolt sind immer dabei!
00:44:34: Ich möchte noch mal zurück zur überschüssigen Solarenergie.
00:44:37: Sind auch unsere Stromnetze in der Lage, eine Solarevolution auszuhalten?
00:44:41: Je kleinteiliger um mehr das Ganze wird, weil es noch netzes ja eigentlich mal anders gedacht gewesen ist.
00:44:48: Ja, da gibt es eine gute Nachricht.
00:44:51: Und die haben dann leider die Kritiker der Axponsure Reports nicht wirklich aufgegriffen nämlich Es gab lange die große Sorge dass uns der Ausbau von Photovoltaik die Netzkosten komplett explodieren lässt.
00:45:04: Das ist nicht
00:45:05: so... Aber in Deutschland ist das
00:45:07: so?
00:45:08: Dort sind es andere Fakten.
00:45:10: Ein großes Problem in Deutschland war, dass man extrem hohe Einspeisevergütungen bezahlt hat und die Marktpreise waren negativ gleichzeitig.
00:45:20: was einen Wert von minushundert hat plus hundert bezahlen, dann ist ihnen nicht zu helf.
00:45:25: Aber sie
00:45:25: mussten noch nur Nord-Südrasse bauen für X-Milliarden
00:45:28: etc?
00:45:29: Ja gut aber das ist nicht das Problem ehrlich gesagt.
00:45:32: also es stimmt gerade in der Verteilung oder im Höchstspannungsbereich braucht es sicher dann auch noch mehr.
00:45:38: aber diese Horrorszenarien dass das Netz zusammenbricht nur wegen dem Fotovoltaikassort... Also diese
00:45:43: Blackout Gefahr sind Märchen.
00:45:45: Das ist jetzt wieder eine andere Diskussion wie in Spanien geschehen.
00:45:52: Nur dort war ja nicht einfach nur die Erneuerbaren Schuld dran, so einfach war es eben dann nicht!
00:45:58: Es waren eine sehr komplexe Zusammenspiel, es gab regulatorische Fehler drin und es gab Dinge, die mit den Neubaren nichts zu tun hatten.
00:46:07: Die hatten auch einen Anteil der Neurbahnen aber das war nicht die Schuld dieser Neurbahn der Berghaut in Spania.
00:46:12: also das ist das was man heute eigentlich weiß.
00:46:15: Aber nein, man kann mit relativ einfachen Maßnahmen explodieren, Netzkosten verhindern.
00:46:22: Man regelt einfach ab und sagt okay mehr als ein bestimmtes Minimum darfst du nicht einspeisen ins Netz und dann hat man viele Ausbau Notwendigkeiten schon mal weggebügelt.
00:46:33: das ist nicht das Problem eigentlich.
00:46:34: Okay also die Netzkosten explodiert nicht.
00:46:36: was ist an der Grund dass der schwarze Strompreis im internationalen Vergleich nicht konkurrenzfähig ist?
00:46:41: Wir sind zu teuer oder die Deutschen sind noch teurer, aber wir sind zu Teuer.
00:46:44: Ja gut
00:46:45: also der Strompreis besteht ja aus eigentlich drei Komponenten und also eines ist die reine Energie, also der effektive Strom.
00:46:51: das ist vielleicht je nachdem vielleicht vierzig Prozent.
00:46:55: dann haben sie die Netzgebühren.
00:46:57: das ist eigentlich den typisch weiß der größte Teil und da haben Sie alle hoheitlichen Abgaben die Sie bezahlen müssen an den Staat.
00:47:05: Man muss halt alle diese drei Themen ansehen.
00:47:07: Und was natürlich ein deutschlandes Problem ist, die Kombination der extremen Abgaben oder das ist vor allem ein Riesenproblem.
00:47:14: und sie haben halt weil Sie unter anderem die bestehenden günstigen Kernkraftwerke, weil sie halt schon über weite Strecken abgeschieben werden, haben sie rausgenommen aus dem System und dann steigt ihnen auch der Großhandelspreis.
00:47:28: aber in der
00:47:29: Schweiz ist es ja auch zu hoch.
00:47:31: Was
00:47:32: heißt so hoch?
00:47:33: Also wenn Sie internationale Vergleiche angucken, Industriestrom also was Firmen zahlen ist die Schweiz ja nicht auf dem letzten Platz.
00:47:39: Ganz so gar nicht!
00:47:40: Ja
00:47:40: gut aber ich meine wir haben... Ich glaube es gibt ein Grundproblem wenn wir den Industrie-Industriestrombreis bei der USA vergleichen und mit China vergleichern oder?
00:47:49: Nur dort haben sie dann auch ganz andere regulatorische Anforderungen.
00:47:53: Dann muss man sich dann die Frage stellen, wieviel wollen wir denn?
00:47:56: Oder auch der Nachhaltigkeitsdimension einpreisen in diesen Preis?
00:48:00: oder Stichwort Emissionshandel in Europa.
00:48:03: Das ist eine politische Frage und nicht eine ökonomische.
00:48:07: Gut wo sie immer ausweichen ist, die AXPO selber verdient ja nie Geld, oder?
00:48:11: Nein!
00:48:11: Sie verdient auch nicht an dem zu hohen Strompreis in der Schweiz Geld.
00:48:14: Nein, nein doch das... Nein, das würde ich nicht sagen.
00:48:18: Aber einfach gesagt In der Schweiz Strompreise ist teuer.
00:48:24: Logisch, wir haben sehr hohe Löhne und hohe Landpreise.
00:48:27: Es ist alles teurer oder es ist alles sehr detailliert reguliert und die Realität ist, weil wie alle anderen Strompreisen reine Preisnehmer sind was den Großhandelspreis betrifft.
00:48:41: Simpel gesagt wenn der Strompreis über sieben Rappen pro Kilowattstunde ist dann verdienen wir unsere Kapitalkosten Darunter nicht.
00:48:51: Und wie oft ist er übersieben?
00:48:53: Im Moment ist er über sieben, aber wenn Sie sich das langjährige Mittel anschauen, wie lange es einen Strommarkt überhaupt schon gibt, dann ist der größte Teil der Zeit, dass der Warier unter sieben.
00:49:04: und deswegen ist es auch nicht so, dass die Schweizer Stromproduktion die Wasserkraft in so irgendein Goldesel wäre.
00:49:10: Das ist nicht so.
00:49:11: Bald
00:49:12: kommen mir die Tränen, je länger sie reden...
00:49:14: Nein!
00:49:14: Ich muss noch einen Crowdfunding für die AXPA aussetzen hier.
00:49:17: Gar nicht.
00:49:18: Und deswegen sind wir froh, dass wir diversifiziert sind und dass wir eben unsere wichtigsten Wachsumsquellen und auch die größten Tagesquellen mittlerweile in der Belieferung von Kunden international haben.
00:49:29: Dort geht es eben nicht nur um die reine Stromproduktion sondern dort ist es viel komplexer.
00:49:35: wie helfen wir eine Fabrik zu dekarbonisieren?
00:49:38: Wie liefern wir Gasundstrom?
00:49:39: und das sind auch viel komplexere Fragen.
00:49:41: Ich meine, die Auslandsgeschäfte ist ja auch ein bisschen Existenzsicherung oder?
00:49:44: Weil viele Wasserkraftwerke da droht der Heimfall... Da löst sich die AXPO teilweise auf bis zum gewissen Grad.
00:49:51: Sie müssen ja aufs Ausland setzen, oder?
00:49:53: Danke!
00:49:53: Das freut mich sehr dass diese Botschaft angekommen ist weil mit dem kämpfen wir nach wie vor ab und zu.
00:50:00: Also heimfall heißt, dass die Kraftwerke in den Gemeinden zurückgegeben werden müssen,
00:50:04: oder?!
00:50:05: Genau
00:50:05: also die Realität ist in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren wird Realistisch, weil sie in der Schweiz massiv schrumpfen.
00:50:11: Weil wir werden die Wasserkraft verliehen an den Bergkantonen.
00:50:14: Das ist demokratisch so beschlossen und die Kernkraftwerke werden all dasalbe vom Netz gehen beginnend mit Betznau zwanzig treisig oder dann wird die Achspoin der Schweiz eigentlich reduziert auf bisschen Netze in der Zentralschweiz und bisschen Netzen in der Nordostschweiz Und das, was wir hoffentlich neu zubauen können.
00:50:35: Wie zum Beispiel das Reserverkraftwerk in Mutants.
00:50:40: Aber das stand heute immer noch.
00:50:42: die Ausnahmen leider und deswegen...
00:50:44: Ja aber viele Politiker dagegen, aber ich glaube es führt jetzt zu
00:50:47: weit.
00:50:48: Das ist ein super Thema weil die AXPO, wenn wir weiterhin Arbeitsplätze sichern wollen, vierhundert Lähnende ausbilden wollen.
00:50:59: Wenn wir Dividenden zahlen wollen und wenn wir vor allem Geld verdienen wollen um zu investieren auch in der Schweiz dann müssten wir es irgendwo erwirtschaften.
00:51:07: Wir kriegen sie an das Wechsel nicht auf den Bäumen, wir kriegen sie auch nicht von den
00:51:09: Eignern.".
00:51:10: Das heißt Sie machen jetzt ein Werbesport dafür?
00:51:12: Dass die Gemeinden eigentlich Kraftwerke zurückkriegen und sie dann wieder beauftragen diese Kraftwerker weiter zu managen oder?
00:51:17: Ja aber... Das muss ja ihr Geschäftsmodell sein!
00:51:19: Ja
00:51:19: gut, mit dem werden sie auch noch nicht reich werden.
00:51:22: Aber ich glaube der Punkt dort ist ein anderer.
00:51:25: Die Fähigkeit einen Kraftwerk zu betreiben ist ja auch nicht etwas, was Sie einfach so hush-hush können.
00:51:32: Und noch extremer als das im Großen Synergien ... Wir haben zum Beispiel einzelne Funktionen in der Wasserkraft von zwei Experten und wir sind die größte in der Schweiz oder?
00:51:42: Zwei Stück.
00:51:43: Also zwei, die was verschweiern?
00:51:45: Spezifische Experten in einem spezifischen Wasserkraftoptimierungsthema.
00:51:50: Wenn Sie das jetzt auf fünfzig Gemeinden zerstückeln, wie kommen sie dann zu diesen Experten?
00:51:55: Das macht die Karriere
00:51:56: dann!
00:51:58: Ja, okay.
00:52:00: Ich bin ja ein Techno-Optimist oder aber es hat also auch Grenzen!
00:52:04: Ich möchte nochmal zurückkommen zu Ihrer Studie und da habe ich noch einen Punkt überhaupt nicht verstanden.
00:52:09: in Ihrem präferierten Szenario ohne neue AKWs setzen Sie auf einen massiven Ausbau der Windkraft.
00:52:15: Ist das nicht völlig weltfremd?
00:52:17: Meiner der Widerstand gegen neue Windräder nimmt Gefühl täglich zu.
00:52:21: Wir haben einem Bundesrat, der ist inzwischen gewendet muss man sagen Vor seiner Zeit als Bundesrat, als Albert Rösti auch gegen Windkraft war.
00:52:30: Also es ist ungefähr das unbeliebteste Thema, dass es gibt und sie sagen nur, dass bauen wir richtig aus!
00:52:36: Ja also was erleben wir?
00:52:37: Wir erleben bei Windkraft in der Tat eine extrem gut organisierte Gegnerschaft.
00:52:44: Wir erlebten typischweise aber auch, dass er eine Minderheit ist die aber super organisiert ist.
00:52:50: Und ich will sich zerstauen, ich zitiere den kommunistischen Vordenker Gramsci oder der, glaube ich gesagt hat eine gut organisierte Minderheit kann eine schlecht organisierte Mehrheit dominieren?
00:53:03: Ich glaube das war Gramski, der das gesagt hat.
00:53:05: Ja, das hat sicher was.
00:53:06: man wird ein paar Beispiele finden in der Politik
00:53:08: und das ist was ihr erleben interessanterweise.
00:53:11: oder der Widerstand gegen Windkraft der geht zurück je greifbar die Windkraft wird, weil es ist eben nicht wie ein Staubsauger, den man uns ans Ohr hält.
00:53:21: Und das gibt nicht den Vogelfriedhöfe.
00:53:23: Genau!
00:53:24: Gibt's alles nicht?
00:53:25: Nein.
00:53:25: Aber schauen Sie, diese beiden Szenarien, wie gezeigt haben wir ja einfach zwei gangbare Wege und die Wind Kraft übegen sich auch nicht...
00:53:33: Wie viel verdient eigentlich der Standort an so einer Windkraftmühle?
00:53:38: In Deutschland war es bis heute ein Riesenthema.
00:53:41: Aber in dem Moment, wo die Windkraft das Dorf alimentiert mit Geld
00:53:46: etc.,
00:53:47: dann schrumpft der Winterstand unheimlich schnell?
00:53:50: Was ich Ihnen sagen kann ist, dass durchschnittliche bäuliche Einkommen in der Schweiz liegt bei ca.
00:53:55: Achtzigtausend Franken und wenn man da Windturbinen aufs Land stellt ... Dann kann das dann weit mehr werden als das.
00:54:11: Also der Bauer mit einem Windrad verdient dann wie viel?
00:54:14: Wir haben konkrete Beispiele, wo es dann vierzig, fünfzig, sechzigtausend Franken on top gibt pro Jahr und das über zwanzig Jahre.
00:54:24: Okay also wir könnten uns eine des Subventionierender Bauern sparen.
00:54:27: Nein
00:54:27: nicht sparen!
00:54:28: Ich meine baut so seinen wirklichen harten Job Und ich glaube, wenn dort eine Windturbine braucht, verbraucht ja kein Land.
00:54:39: Der bäuliche bin ich wieder nicht eingeschwenkt und wir wissen weder weil es so so physiziert dass wir mit den Bauern über die Flugrichtung diskutieren in der Planung von Windparks.
00:54:50: Weil ich habe jetzt den Hundertsten gebaut oder international also wie es noch geht aber auch in unserem Szenario.
00:54:57: die Windkraft ist ja nur ein Teil.
00:55:00: Wenn ich es recht im Kopf habe, ist das sogar der kleinste Teil.
00:55:02: Erzählen Sie mir noch mal wie funktioniert das?
00:55:04: Fragen sie die Bauern an können wir hier was aufstellen?
00:55:07: hast du los?
00:55:07: oder kommen die Bauen zu ihnen und sagen Ich will so ein Winter haben, ich werde die sechzigtausend pro
00:55:11: Jahr Noch zu wenig Da gibt's nicht auch Probleme.
00:55:17: Der Druck ist dann in einer Gemeinde halt auch wahnsinnig hoch Und ich verstehe das ja auch wenn ich in einem Dorf lebe.
00:55:23: und ich stelle mich die Frage will ich jetzt einen Dorffrieden riskieren zugunsten eines Dienstes an der Allgemeinheit einen Beitrag zur Versorgungssicherheit zu leisten.
00:55:34: Da ist der Reflex, so sagen mache ich nicht.
00:55:37: Der liegt schon nahe!
00:55:38: Wir sagen einfach fein wir müssen auch keine Windtour bieten bauen in der Schweiz aber dann bauen wir zwei neue AKWs.
00:55:45: also einfach entscheidet euch einfach was ihr wollt oder weil Nichts außer kleinteilige Photovoltaik und die Wasserkraft.
00:55:52: Also da würde ich jetzt beide Hände ins Feuer legen, das kommt nicht gut!
00:55:56: Ja der Frieden im Dorf, ich kann mir's vorstellen, Juli Cee hat ja einen wunderschönen Roman über diese Thematik geschrieben.
00:56:01: alle die ihn noch nicht gelesen haben sollten es tun... Die Gegnerschaft bei der Windkraft, das passt ja auch so ein bisschen zu dem allgemeinen Widerstand gegen Großprojekte aller Hart, oder?
00:56:13: Not in my backyard ist heute so'n bisschen Volkssport.
00:56:16: Das gilt natürlich auch für ein neues AKW, was für Investoren ohne Staatsgarantie wie Sie sagen ein unkalkulierbares Risiko wäre.
00:56:23: Ich glaube sieben Milliarden Bauchosten, zweistellige Milliardenbeträge für den Betrieb.
00:56:29: Dass in der Schweiz ein neues Akw gebaut wird ist also bei diesen Dimensionen völlig illusorisch und damit eine müßige Diskussion oder?
00:56:38: Nein finde ich nicht!
00:56:39: Also Schritt eins wäre wirklich...
00:56:43: Die Staatsgaranien glauben Sie sind politisch machbar.
00:56:46: Ah, was ist der machbar?
00:56:48: Dass wir irgendwie ein Zweihundert Windturbinen in die Landschaft stellen oder ein neues KMK Werk bauen.
00:56:52: Also ich glaube... Ich weiß es nicht!
00:56:55: Ist die ehrliche Antwort.
00:56:56: Ich weiss nur irgendeines muss es sein, oder?
00:56:58: Oder wir bauen dann notfallmäßig drei große Gaskraftwerke.
00:57:03: Das finde ich den ungeschicktesten Move zu warten bis es gar nicht mehr anders geht und das Einzige was sie schnell bauen können, grosse Mengen Strom liefern sind Gaskraftwerke.
00:57:12: Das find' ich dann wirklich ungeschikt, oder so.
00:57:15: Und ehrlich gesagt, bei Kenkafegen habe ich lustigerweise das gegenteilige Problem.
00:57:22: Bei den Standortgemeinden hätten wir große Mehrheiten für Leibstadt II und Gösken II und Betznau II.
00:57:29: Gut!
00:57:29: Das
00:57:29: ist ein weiterer Begriff in einem Backjagd.
00:57:32: Endlager
00:57:33: etc.,
00:57:33: wie Lauch Niemand oder?
00:57:34: Klar
00:57:35: klar.
00:57:35: aber die jährliche Antwort, ich weiss es nicht und der Punkt ist ja dir Das wird auch gerne missverstanden.
00:57:42: Die traurige Realität, das ist vielleicht das frustrierendste Fest an der Energiebranche überhaupt, dass sich nichts lohnt ohne irgendeine Form von Förderung.
00:57:55: Das ist total frustrierender!
00:57:58: Obwohl man ja nicht meinen müsste, es ist ein essenzielles Gut oder?
00:58:01: Es geht nicht ohne und Angebot und Nachfrage funktioniert ja wunderbar.
00:58:05: Man kann ja problemlos die Nachfrage auch... Die ist ja preiselastisch.
00:58:09: Aber das glaubt Ihnen ja auch niemand, dass es nicht ohne Förderung geht.
00:58:12: Also viele Leute sagen, dass...
00:58:14: Nee also ich glaube, das ist jetzt glaube ich schon breit verstanden.
00:58:18: Meinen
00:58:18: Sie?
00:58:19: Ja aber der Punkt ist warum ist es so?
00:58:21: Und das ist eine interessante Storyline Das hat in der Branche sogar einen Fachausdruck The Missing Money Problem So heißt das.
00:58:28: Oder warum baut niemand auf eigenes, unternehmisches Risiko?
00:58:31: große Stromproduktionale mindestens in Europa?
00:58:34: Weil typischerweise haben sie... Also die Preis-Bind Bildung im Strommarkt ist dieselbe wie auf jedem Commodity Markt Weizen und Kohle und was auch immer.
00:58:44: Das heisst eigentlich wird der Preis gebildet auf den Grenzkosten oder der letzten produzierten Einer.
00:58:51: Jetzt
00:58:51: wird es ein bisschen technisch.
00:58:52: Der Punkt ist einfach
00:58:53: der Nationalöconunterricht.
00:58:55: Sie verdienen eigentlich den großen Teil des Jahres, verdienen sie ihre Fixkosten nicht beim Kraftwerk.
00:59:02: Und jetzt gibt es ein paar wenige Momente im Jahr Tage vielleicht Wochen aber sicher nicht Monate in denen dann aber die Nachfrage so stark wird und das Angebot so runtergeht weil zum Beispiel kein Sky-Solar-Strom im System drin ist dass die Preise in die Höhe gehen.
00:59:18: und in diesen kurzen Phasen verdienen sich ihre Fix kosten und können dann ihre Anlagen effektiv amortisieren.
00:59:25: Aber was passiert, wenn die Preise mal hochgehen?
00:59:28: Dann kommt sofort der Ruf nach Preisdeckeln, Gewinnabschöpfung und und und.
00:59:35: Okay, die Politik ist schuld!
00:59:38: Nein es ist ein verständlicher Reflex.
00:59:41: Der Preis dieses Reflexes ist aber dass jeder rationale Investor eine Pensionskasse beispielsweise.
00:59:48: Das Risiko
00:59:48: ist unkakulierbar.
00:59:49: Ich
00:59:49: kann dieses Risiko nicht eingehen, deswegen verlange ich irgendeine Form von Garantie-Size ein fixer Tarif oder irgendein so genanter Contract for Difference.
00:59:59: Irgendso ein Mechanismus das dieses Risikos, dass diejenigen diese Risiko produzieren, diese Risiken auch tragen.
01:00:05: und beim Kernkraftwerk ist es genau dasselbe.
01:00:08: Es ist einfach etwas größer weil es geht sofort um sehr viel Geld bei einer Anlage.
01:00:13: Und das ist eigentlich der Punkt!
01:00:14: Und ich meine in der Schweiz werden sowieso nur Sie in der Lage das zu bauen?
01:00:18: Wir bauen es ja sowieso nicht.
01:00:19: Aber Sie werden die Einzigen, die so was managen könnten?
01:00:22: Was weiß ich jetzt nicht, dass sich meine Alpig-Betreiber gewösken.
01:00:26: Also wir sind der Weißgott nicht der einzige oder die so etwas können.
01:00:31: Ja also wie haben sie gesagt, wenn sich die Schweiz entscheidet den Weg neuer Kernkraftwerke als Teil der Lösung.
01:00:37: Der Teil der Lösungen neben dem Ausbau von Neuerbaren, der sowieso kommen muss zu gehen Und dieses Problem, das Risikoübenahme, dass der Signi gelöst wird.
01:00:50: Dann gehen wir ja nicht hin und sagen, wir haben zwar tausend superqualifizierte Leute aber die geben wir nicht.
01:00:55: Natürlich machen wir es nicht!
01:00:56: Also diese Verantwortung nehmen wir dann sehr wahr gegenüber dem Land.
01:00:59: Wir sind gespannt wie die Diskussion weitergeht.
01:01:01: Teilweise treibt sich ja total wilde Blüten oder?
01:01:04: Jetzt im berühmten Sommerloch haben die Gegner neuer AKWs mit einer Studie davor gewarnt, dass sechzehntausend Jobs verloren gehen in der Solar- und Windenergie.
01:01:17: Die Befürworter, also die Gegne waren...die Studie war von der Energiestiftung, die Befürworter Econome Swiss versprechen dagegen tausende neue Jobs alles natürlich wissenschaftlich belegt.
01:01:29: ist es noch ernst zu nehmen?
01:01:33: Schwierige Frage.
01:01:34: Wahrscheinlich leider nein, weil wir stellen fest, dass viele der Diskussionsbeiträge schon aus einer sehr theoretischen Warte gemacht werden.
01:01:49: und wenn man dann ein bisschen bort, stellt man fest... Da war noch niemand in einem Kernkraftwerk drin, beispielsweise.
01:01:57: Sie können
01:01:57: ja mal einen Tag hoffen und die Jury organisieren?
01:01:59: Ja, das machen wir ja laufen!
01:02:00: Nein aber... Das ist ein Problem.
01:02:01: oder unses andere Problem ist halt dass ich habe es schon einmal erwähnt Ich finde diese Diskussionskultur sehr besorgniserregend Dass sie nicht in der Lage sind wie ihr Wachsene über verschiedene Lösungen für ein real existentes Problem zu reden Sondern dass es dann sofort entweder in eine Ideologie abdriftet Oder in die Bewirtschaftung von Partikularinteresse.
01:02:24: Und das ist für so ein wichtiges Thema wie die Energieversorgung schon wichtig.
01:02:28: Ich hoffe einfach, dass es in anderen Bereichen der Politik Gesundheitspolitik, Verteidigungspolitik altes Vorsorge besser läuft als in der Energiepolitik.
01:02:37: Ja, das ist ein herrwunsch aber wie man teilweise sieht zum Beispiel in der Alterspolitik läuft eigentlich genau erhändlich.
01:02:44: Aber kommen wir zurück zu den AKWs.
01:02:47: Der Neubau ist ein Thema, aber wir haben ja noch ein paar Stehen.
01:02:49: Betznau geht vom Netz, zwanzig dreientreißig.
01:02:53: Sie würden ja am liebsten die Laufzeit von Gösken und Leipstadt um zwanzige Jahre verlängern oder mit Göske und Leibstadt fahren sie ja nach Jahren stolze Gewinne ein.
01:03:01: Und trotzdem soll der Bund die Aufrüstung für die Laufzeitverlängerung finanzieren.
01:03:07: Sie wollen also die Gewinnen für die Augsburg kassieren, aber die Kosten auf die Allgemeinheit abwälzen.
01:03:13: Das ziemlich treißt für jemanden, der die freie Marktwirtschaft Predigt oder nicht?
01:03:17: Wäre es, wenn wir so verlangen würden wie Sie gerade skizziert haben?
01:03:20: Tun wir aber nicht.
01:03:21: Aber Herr
01:03:21: Rösti hat's genauso verstanden und war sehr schockiert.
01:03:25: das ist noch der Vorname.
01:03:26: Ja also wir werden das sicher nochmal klarstellen.
01:03:30: in dem Fall oder dass das natürlich nicht die Idee ist... Das
01:03:34: kann man aber so rüber!
01:03:35: Ja kann sein, aber ich meine es gibt drei Risiken beim Cancraft-Werk.
01:03:38: Das eine ist ein Marktrisiko oder dass die Marktpreise unter den Gestellungsgossen liegen dann haben sie ein Problem.
01:03:44: Das zweite Risiko ist ein regulatorisches Risiko.
01:03:47: Die Nuklearsicherheitsbehörde kann morgen entscheiden, wir wollen jetzt alle Kernkraftwerke in der Schweiz sichern gegen das Erdbeben was statistisch alle hunderttausend Jahre kommt.
01:03:56: Kostet sie Milliarden, wenn Sie es nicht tun?
01:03:58: Dann stellen Sie Ihnen die Werke ab.
01:04:01: Und das dritte Risiko ist ein politisches Risiko.
01:04:04: Es gibt wieder einen Unfall und dann heißt es jetzt nicht alles abgestellt.
01:04:07: Das heisst das gleiche Risiko wie beim Neubau oder?
01:04:09: Genau!
01:04:09: Und dann haben sie Milliarden investiert und dann heisst es April-April.
01:04:12: du stellst es jetzt ab und das intensiert uns nicht dass du quasi dieses ganze Geld ausgegeben hast.
01:04:16: Aber wie viel Geld wohnen Sie denn vom Bund für diesen Case?
01:04:18: Haben Sie das beziffert?
01:04:21: Wir haben
01:04:22: das ausgerechnet.
01:04:23: Das dürfen Sie jetzt hier sagen, wie viel
01:04:25: sie wollen?
01:04:25: Nein natürlich nicht!
01:04:26: Aber ich sage Ihnen ein Mechanismus...
01:04:27: Dann würden alle verstehen warum Herr Höchst es so schockiert ist für
01:04:30: mich.
01:04:30: Ich kann Ihnen einen Mechanismus geziehen, wie man das lösen könnte.
01:04:34: Der Mechanismus könnte so sein Es gibt einen sogenannten Contract for Difference.
01:04:38: Also wenn die Marktpreise die wir lösen unter einem bestimmten Preis Niveau fallen, dann gibt es quasi eine Verlustgarantie oder einen Ausgleich des Staates.
01:04:56: Nur wenn es dann über eine bestimmte Schwelle gleich, dann liefern wir Geld ab dem Staat also so dass eben nicht die Gewinne privatisiert werden und die Verluste sozialisieren.
01:05:06: Eben nicht!
01:05:07: Man kann's auch anders machen.
01:05:08: ich glaube in Belgien ist das so, dass einfach der Staat sagt ihr macht das für uns und wir bezahlen euch eine kleine Marge für den laufenden Betrieb.
01:05:16: Und wenn dann der Regulator Dinge bestellt, dann steigt einfach diese Preis- und dann wird einfach die Preisbezahl plus siegen, die eine kleine Marsch ist auch ne Variante.
01:05:23: Klingt
01:05:23: total harmlos!
01:05:24: Warum ist denn Herr Rösti so schockiert gewesen?
01:05:26: Hat er es nicht begriffen oder hat er hinter das Kleingedruckte?
01:05:29: Nein, wir haben noch gar nichts über das Thema gesprochen wie man sowas ausgestalten würde.
01:05:35: Das dritte Risiko übrigens, dass da die Politik, wenn die Politik sagt jetzt steht abgestellt, irgendwie vertraglich geregelt werden?
01:05:43: Nein, wir sind noch gar nicht so weit in dieser Diskussion über die konkreten Modelle zu sprechen.
01:05:48: Natürlich nicht!
01:05:50: Ich bin schon mal froh, dass die Diskussion jetzt angestoßen wurde – das ist eine sehr gute Idee wäre.
01:05:58: Also nichts ist so günstig winterstrommäßig wie eine Laufzeitverlängerung der bestehenden Kernkraft weg.
01:06:05: Das sagen wir also mit Überzeugung, dass es so ist.
01:06:08: und so günster für die Volkswirtschaft.
01:06:10: für die Stromkundinnen und Kunden.
01:06:13: Ja,
01:06:13: weil sie natürlich... Sie machen vieles ist abgeschrieben von der Investition, sie machen gute Gewinne, darum ja da sind selbst nicht vor Herrn Rüsti,
01:06:22: die da
01:06:23: noch Geld wollen!
01:06:24: Was macht sie eigentlich so sicher dass diese alten Reaktoren noch so lange sicher sind?
01:06:29: Weil wir viel, viel Geld investiert haben fortlaufend in die laufende Aufrüstung und das ist ja eigentlich auch der richtige Weg.
01:06:39: Dass der Regulator sagt ihr müsst diese Anlagen laufend dem neuesten Stand der Technik anpassen nachfahren Das ist ja richtig weil die Sicherheit steht ja über allem.
01:06:51: Ja gut, klar.
01:06:52: Aber ich meine ein Restrisiko gibt es bei allen oder in jedem Fall?
01:06:56: Das ist richtig aber das Restrisik beim AKW hat eine verheerende Auswirkung.
01:07:01: Ich zitiere diese berühmte Darstellung wie viele Tote pro Megawattstunde über die gesamte Laufzeit der verschiedenen Energieformat gegeben.
01:07:13: Am schlimmsten mit Abstand ist nicht Kohle, das ist wirklich ein Horrorkiller-Things.
01:07:19: Und ganz unten am wenigsten Todesfälle haben die drei Technologien Solarwind und Kern.
01:07:26: Genau!
01:07:26: Pro Megawattstunde produzierte Energie.
01:07:29: Aber Statistik ist eines menschliches Leides.
01:07:31: was anderes?
01:07:32: Ich meine, Petzna muss vom Netz für den Verbrauch der Reaktordruckbehälter nicht ersetzbar sein oder das einzige was nicht ersetzbar ist.
01:07:40: Da wird es mir ja ein bisschen mulmig.
01:07:42: Warum sollte der noch bis zum Jahr ... äh, bis zu zwanzig dreiundreißig durchhalten?
01:07:49: Wir beurteilen das ja nicht.
01:07:50: Das beurteilte ja die zuständige Behörde aber wir gehen keine Risiken ein dort, was diese Themen betrifft.
01:07:59: Deswegen haben entgegen und da wurden wir auch heftig kritisiert oder das könnte man doch problemlos noch achtzig Jahre laufen lassen.
01:08:07: Nein kann man nicht mit gutem Gewissen, weil die Verspröderung des Reaktordruckbehälters vor allem im einen Block ist halt einfach eine Realität.
01:08:15: Wir kennen es vom Mülleberg Die berühmten Risse Wie viele Risse hat ein Betzner?
01:08:19: Keine Risse!
01:08:20: Aber so ein bisschen Versprüderung
01:08:22: klingt so ein bißchen...
01:08:25: Nein, nein, nein
01:08:26: Nicht?!
01:08:26: Also ich kann wirklich beruhigen Es gibt kein Sicherheitsrisiko
01:08:31: Von Versprühtung vor allem mit einem Reaktor.
01:08:33: dann scheint das ja ein Thema zu sein.
01:08:35: Das
01:08:35: ist ein Fachausdruck, das hat mit dem Neutronenbeschuss zu tun.
01:08:39: Materialermüdungen...
01:08:40: Genau.
01:08:42: aber deswegen haben wir so viel Sicherheitsoleranz und gehen soviel vorher eben weg vom Netz oder dass eben ja kein Risiko entsteht.
01:08:49: Das der Punkt?
01:08:51: Okay ihr Vertrauen in die Atomenägie hat also keine Risse.
01:08:56: So wie wir es in der Schweiz machen glaube ich Da können wir wirklich eine Stolz sein drauf, auch die Kolleginnen und Kollegen, die das tagtäglich machen.
01:09:07: Im Nachhinein können Sie den Ausstiegsbeschluss im Nachgang von Fukushima, der Reaktokatastrophe, dann können Sie immer noch nicht verstehen oder?
01:09:16: Ja jein!
01:09:19: Man kann die Stromversorgung ohne Kernkraftwerke sicherstellen.
01:09:22: Das haben wir in diesem Energy Report ja auch gezeigt.
01:09:27: Und insofern ist es eine gesellschaftliche Wahl Welche Art von Risiken finanzieller Natur, technischer Natur und und und Versorgungssicherheitsbezogenen Natur man halt nehmen will?
01:09:38: Und welche nicht?
01:09:41: Angela Merkel wurde ja als hysterisch bezeichnet dass sie ausgestiegen ist.
01:09:44: Ähnliche Worte vielen auch bei der Zustände im Bundesrätin in der Schweiz.
01:09:48: Nein also hysterisch!
01:09:49: Also gut das war ja damals nicht eine Energiebranche aber ich hätte diese Diskussion damals nicht als hysterische erlebt oder
01:09:56: zu ängstlich.
01:09:57: Ja, ich meine das war natürlich ein traumatisches Erlebnis was in Fukushima passiert ist.
01:10:01: Auch wenn man heute auch wenn man weiß oder eben was da geschehen ist warum es geschehene ist Es waren ja wie viele Tote das gegeben hat wegen dem Tsunami, wegen Strahlungen oder eben nicht und und und Aber.
01:10:13: Ich glaube Was schade ist an eigentlich fast jeder energiepolitischen Diskurs Und vielleicht Nicht nur die politische Diskussion Ist Wir definieren gern höhere Ziele Die weit in der Zukunft sind legen das an den Stimmbürgern vor.
01:10:29: Aber wir sagen nicht ehrlich, was es dann für Konsequenzen hat und was der Weg dorthin bedeutet oder?
01:10:37: Wir gehen auf den Pilatus habe ich neulich probiert in der viel zu großen Hitzefolge.
01:10:41: absurde Idee.
01:10:43: Wir spazieren auf dem Pilatus aber ihr müsst wissen wenn ihr das tut superaussichtsoben aber zuerst ins Vier-Halbstunden
01:10:53: hart.
01:10:55: Wir brauchen Wasser dazu und wir müssen auf den Wegen bleiben.
01:11:00: Und die Wege müssen eben definiert werden, genau das geschieht zu wenig in diesen energiepolitischen Debatten weil dann könnte man den Stimmbügen sagen hier ist der Weg an Dann musst du aber die Windturbine akzeptieren und vielleicht ist die Bewilligung der Windturbinen dann nicht mehr auf Gemeindebene, sondern auf Kantonsäbene.
01:11:16: Ich weiß es nicht!
01:11:18: Und hier ist der Weg mit zwei neuen Kerngefängnungen.
01:11:20: Dann hast du keine Windturbinen von der Vorderhütte, aber... Es gibt Gösken II und Leibstadt II.
01:11:26: Das
01:11:26: sind ja die Angst, die sie angesprochen haben auch in anderen bei anderen Gelegenheiten.
01:11:32: das keine entscheidende Fahne oder diese ewige energiepolitische Diskussion wo man sich entscheiden kann.
01:11:36: ich meine die Schweiz braucht es rund in den Terawattstunden.
01:11:42: Der Verbrauch ist ungefähr mehr als heute.
01:11:46: Sie zweifeln also, dass wir das jemals erreichen?
01:11:51: Nein!
01:11:52: Die Schweiz ist ja durchaus gut darin, wenn's eng wird sehr wohl zu reagieren.
01:11:58: Leider kostet dann zu viel typischerweise oder man deckt dann gewisse Probleme gerne mal mit Geld dazu was nicht nötig wäre.
01:12:06: und Ich glaube, es wird wahrscheinlich vorher das eine oder andere wahrnende Beispiel geben.
01:12:13: Vielleicht aus Deutschland – ich weiß es nicht!
01:12:15: Was
01:12:16: genau meinen Sie damit?
01:12:17: Ja, dass vielleicht mal ein Problem mit einer Unterversorgung in einem Land existiert, was vielleicht ein bisschen weiter ist in dieser ganzen Diskussion aus der Schweiz und auf diesem Weg.
01:12:27: Oder ganz extrem, das wünsche ich mir nicht.
01:12:29: Es gibt Leute in der Energiebranche, die wünschen sich das, ich nicht dass einmal eine Mangellage in die Schweiz importiert wird, weil eben die Schweiz nicht genug importieren kann.
01:12:39: Und manche Leute wünschen sich das ein bisschen... Man muss es hart lernen?
01:12:45: Einfach nach einem Motto, man glaubt's nicht oder wir können uns gar nicht mehr vorstellen wie die Welt ist wenn wir in Südafrika sie eine App haben da kriegen Sie die Informationen.
01:12:57: heute von zwölf bis zwei Uhr hast du Strom und dann wieder nicht.
01:13:02: So weit kommt es nicht in der Schweiz.
01:13:04: Aber ich meine, wäre auch schon schlimm genug wenn's dann heißt im Großraum Zürich werden die nächsten zwei Stunden der Strom abgeschaltet oder nur noch... Also nochmal!
01:13:15: Ich glaube nicht dass das so weit kommt.
01:13:17: Vorher werden wir im Notrechtsmaar Rahmen Gaskraftwerke bauen Was ich schade finden würde, weil das wäre dann nicht optimierte Gaskraftwerke.
01:13:27: Das Horrorszenario
01:13:28: ihrer Gegner genau!
01:13:29: Aber was sich bei dieser Diskussion noch schnell fragen muss?
01:13:32: Ohne Stromabkommen mit der EU geht sowieso nichts aus Ihrer Sicht oder?
01:13:37: Die SVP sagt völlig anders, das bräumt mich nicht.
01:13:42: Also kann man die Schweiz versorgen ohne Strom abkommen?
01:13:46: ja es kostet einfach deutlich mehr und das Risiko ist größer Weil wir sind eingebettet in einen extrem gut funktionierenden Markt.
01:13:56: Wenn es jetzt etwas gibt, wofür man die EU über den grünen Klee loben kann dann ist das der integrierte Strommarkt.
01:14:03: Das hat uns umgespart an Gelder den Konsumenten und Konsumentinnen.
01:14:06: Man spricht von über dreißig Milliarden jedes Jahr Und die Länder helfen sich gegenseitig, weil ich erinnere daran.
01:14:13: Wir hatten ja einen super Anschauungsunterricht im Jahr zwanzig-zwanzig als der Ukrainekrieg losging.
01:14:19: Frankreich hatte einen großen Teil der AKW Flotte vom Netz und wir hatten Gasprobleme.
01:14:25: und was ist passiert?
01:14:26: Dank dem integrierten Markt, dank den physikalischen Fühlen und ebenso wie den kommerziellen haben sich alle ausgeholfen.
01:14:33: Frankreich war plötzlich nettoimportör hat aber funktioniert.
01:14:36: die Preise sind sehr hochgegangen.
01:14:38: zeitweise ja stimmt aber es hat funktioniert.
01:14:40: das System hat funktioniert.
01:14:43: kein planwirtschaftliches System wird sowas je hinkriegen Und erst recht nicht ein kleinteiliges in einem kleinen Land wie der Schweiz, was sowieso fast nirgends die kritische Masse hat.
01:14:54: Sie haben vorhin gesagt, sie hätten sich in diesem ganzen Energiegeschäft langsam in Stoizismus geübt.
01:15:00: Sehen Sie sich manchmal ins nicht ganz so komplexe und politisierte Swisscom-Geschäft zurück?
01:15:05: Da mussten Sie ja keine Fischer retten zum Beispiel!
01:15:07: Ja gut, also die Mobilfunkantennen-Diskussion hat auch sehr merkwürdige Blüten regelmäßig getan.
01:15:13: Das riecht strahlend gegen er und all diese Geschichten?
01:15:15: Genau!
01:15:16: Aber vergleichen mit der Energiediskursion ist es nicht halb so...
01:15:19: Nein nein, es ist viel angenehmer und auch viel sachlicher wahr.
01:15:25: Jetzt fairweise ist doch eine Weile her oder?
01:15:27: ich hoffe dass es immer noch so viel sachliche ist heute wie es in meiner Erinnerung jetzt war.
01:15:35: aber Die Energiebranche ist, also von allen Branchen die ich gesehen habe mit großem Abstand das komplexeste Gebilde was ich erlebt habe und es hat auch damit zu tun dass der Einfluss der Politik so gross ist.
01:15:50: Ich meine die Telekom-Branche waren ein bisschen gemütlich, hatte ihn aber weniger Glück gebracht?
01:15:56: Der Blue Wind Bursengang scheiterte am Platz in der Dotcom-Blase.
01:15:59: Ihr Plan für die Fusionierung von Sunrise und Orange endete mit ihrem Abgang, CEO von Swisscom zu werden hat auch nicht geklappt aber darauf will ich jetzt gar nicht eingehen.
01:16:09: was mich nochmal interessiert wie richten sie sich nach Niederlagen eigentlich mental wieder auf?
01:16:17: Sind das schon lange im Management?
01:16:19: Da muss man ab und zu einmal einstecken.
01:16:20: Absolut, ja!
01:16:21: Und ich meine dass die Webhubs-Kommission damals Diffusion Sunrise Orange untersagt hat.
01:16:27: Das war die erste Untersagung in der Wirtschaftsgeschichte in der Schweiz also das war ein Novum.
01:16:32: Ich sehe schon der Schmerz sitzt immer noch
01:16:35: nicht... Nein aber es war natürlich schade.
01:16:38: Es war ein Projekt auf das habe ich hingearbeitet.
01:16:40: wir haben viel Zeit und Schweiß und Energie darin investiert.
01:16:47: Aber was machen Sie, wenn sie mental am Boden sind?
01:16:50: Ich bin selten mental am Boden.
01:16:51: Echtlich!
01:16:52: Nein und mich trage... ich lebe ja nicht für das Managers sein.
01:17:01: Ja aber
01:17:01: gut, ich meine eine gewisse Frustration muss mir dann irgendwie loswerden.
01:17:04: Ja
01:17:04: gut logisch, aber ich meine also wenn man nicht frustrations einer gewissen Frustrationslalaranz ist, dann sollte man um Gottes Willen keine Führungskraft werden oder kein Manager werden.
01:17:13: Aber Sie lenken sich ab und zu mit Videogames ab, erzählt man sich
01:17:17: Stimmt das?
01:17:18: Ja, kommt vor.
01:17:19: Was spielen Sie da am liebsten?
01:17:21: Am Liebsten schwieriges Zeug.
01:17:23: Schwierig?
01:17:24: Ja.
01:17:26: Herausforder Plan-Spiele
01:17:28: und so weiter...
01:17:28: Das kann sein!
01:17:30: Oder es gibt sehr anspruchsvolle Spiele für die Fachexperten, die ganze Dark Souls Welt nicht.
01:17:40: Okay dann muss ich jetzt passen.
01:17:42: Ich erwähne's oder...?
01:17:43: Aber gut, das sind natürlich... nicht viel Zeit dafür, muss ich auch sagen.
01:17:49: Aber das kann durchaus mal eine interessante Entspannung sein.
01:17:53: aber wichtiger ist natürlich für mich.
01:17:55: dann sind die Momente mit Familie und Freunden.
01:18:00: Ich lese auch sehr gerne.
01:18:02: Ich höre gerne Musik von wegen Bedauern oder sich nach einer Intensiven Zeit an der Jazz-Schule Bern, dass ich das Saxophon-Spiel schon lange nicht mehr pflege.
01:18:14: Ich hab die Instrumente noch und ich nehme mir jedes Jahr vor jetzt wieder...
01:18:18: An der Weihnachtsfeier von der AXPO treten Sie dann auch?
01:18:20: Nein!
01:18:22: Aber
01:18:22: ich mach jede Wette alle wollen sie sehen!
01:18:24: Ja
01:18:24: nein, lieber nicht!
01:18:27: Es ist zu lange her.
01:18:28: Bei den Videogames
01:18:29: so aggressionlos lassen müssen sie nicht oder Ego-Shooting oder Counter-Trikes wenn ich
01:18:34: will.
01:18:34: Das hat mich nie fasziniert.
01:18:37: Frage wären, welchen Traum wollen Sie in diesem Leben unbedingt noch verwirklichen?
01:18:48: Eine gute Frage.
01:18:52: Ich versuche schon stark im Moment zu leben eigentlich und ich genieße auch die Momente eigentlich stark und versuche nicht mich zu stark zu orientieren.
01:19:02: ja was mache ich dann irgendwann mal noch.
01:19:05: Ich habe immer das Gefühl dass ich zu wenig lese.
01:19:08: Also ich freue mich darauf, mehr lesen zu können und also abgesehen von endlosen irgendwie Business-Dokumenten.
01:19:16: Ich würde gerne wieder mehr reisen mit meiner Frau.
01:19:19: Das haben wir für ihr Meer gemacht.
01:19:25: Und vielleicht doch noch das Sack davon auftritt?
01:19:27: Ja gut, ja
01:19:28: aufdreht bitte nicht!
01:19:29: Nein einfach, ich habe das auch nicht mehr für mich gemacht...
01:19:33: Herr Brandt, Sie werden ein Held bei Ihrem Personal, wenn sie auftreten.
01:19:37: Das
01:19:37: bezweifle
01:19:39: ich!
01:19:41: Ich will auch nicht der Held sein oder?
01:19:42: Auch nicht,
01:19:43: okay.
01:19:44: Also, Herr Brandth, ich danke Ihnen für dieses Gespräch.
01:19:46: Danke Ihnen.
01:19:49: Und Ihnen liebe Zuhörerinnen und Zuhöhrer bleibe ich für eine positive Bewertung ewig verbunden.
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01:20:08: für alle, die weiter denken
01:20:10: und besser leben wollen!
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