Wiederholung: House of Cards im Engadin: Christian Jott Jenny über Intrigen und Superreiche im Welttheater St. Moritz
Shownotes
«NZZ Weekend» ist der wöchentliche Podcast der NZZ am Sonntag. Host und NZZaS-Chefredaktor Beat Balzli trifft Christian Jott Jenny – Sänger, Jazzfestival-Gründer, Theaterproduzent und bis Ende Jahr Gemeindepräsident der alpinen Nobelgemeinde St. Moritz. Jenny erzählt von Intrigen in der Gemeinde, von gescheiterten Amtsenthebungsverfahren gegen ihn und der schwierigen Liebesbeziehung zu seinem Dorf, dem es jetzt noch besser geht, seit die Welt aus den Fugen ist. Das Gespräch dreht sich um einsame Superreiche, einen glücklichen indischen Milliardär im Coop, russische Oligarchen, Wohnungsnot und die Frage, warum die Einheimischen selbst schuld sind, wenn sie alles an den Meistbietenden verkaufen. Dazu: ADHS als Karrierevorteil, Satire in Zeiten wo die Realität jeden Witz überholt – und was die Brandkatastrophe in Crans-Montana mit Führungsversagen zu tun hat. Und: Christian Jott Jenny verrät seinen grössten Traum, der ihn wohl für immer nach Pjöngjang führen würde.
Gast: Christian Jott Jenny, Gemeindepräsident von St. Moritz, Sänger, Entertainer und Produzent
Host: Beat Balzli
Produktion: Danielle Basler, Ellie Media
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Transkript anzeigen
00:00:00: Dieser Podcast wird präsentiert von Twerrenbold Reisen.
00:00:03: Lehnen Sie sich zurück und kommen sie im Königsklasse-Luxusbus auf Entdeckungsreise!
00:00:08: Der hat mir dann bei Drittem Gin Tonic irgendwann gesagt, er hätte auch herausgefunden dass man auch Problemlos mit zweihundert oder dreihundert Millionen glücklich werden kann.
00:00:20: Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von NCC Weekend dem wöchentlichen Podcast der NCC am Sonntag.
00:00:27: Mein Name ist Bea Balzli und ich bin der Chefredakteur der NZZ am Sonntag.
00:00:32: Reichtum ist heute das Reizwort schlechthin – alle scheinen sich einig zu sein, dass die Ungleichheit zunimmt!
00:00:38: Wer früher als risikofreudiger Unternehmer gefeiert wurde gilt heute in der öffentlichen Debatte schnell mal als gieriger Klimasünder.
00:00:46: und spätestens seit der Affäre um den Sexualstrafftheitern Jeffrey Epstein verfestigt sich bei vielen der Eindruck von einer moralisch verdorbenen Elite, die mit ihren Private Sheds zwischen New York, Singapur Womit wir bei meinem heutigen Gast wären, er versteht sich als Zirkustirektor in der Welt der Milliardäre, steigt gerne mal vor Kameras in die Badewanne, bezeichnet seine Geburt das klassischen Betriebsunfall.
00:01:10: Liebt schräge Leute, fürchtet sich in der Schule vor dem Fußball, lernt den berlinenden Operngesang, behauptet sich erfolgreich im Showgeschäft und findet langeweile extrem inspirierend.
00:01:21: Christian Jotjeni ist Sänger Gründer eines Jazzfestivals Produzent von Musiktheatern und bis Ende Jahr im Hauptberuf Gemeindepräsident der alpinen Nobelgemeinde Saub-Moritz.
00:01:33: Schön, dass Sie heute bei mir sind!
00:01:36: Herzlichen Dank für die Einladung!
00:01:38: Herr Jenny, bevor wir uns gleich über Dichtungen Wahrheit in der Welt des Superreichen unterhalten und sie mir am Ende dieses Podcast Ihren größten Traum verraten, nimm mich mal eines Wunder – wie würden Sie Ihren bevorstehenden als Gemeindepräsident von Sankt Moritz in einem Bühnenstück inszenieren.
00:01:59: Inszenieren?
00:02:01: Wie ich denn inszeniere, was du dazu sagen würdest?
00:02:03: Ja
00:02:03: wie Sie den darstellen würden!
00:02:07: Also meine der Dorfkönig könnte singend vom Thron steigen...
00:02:10: Okay jetzt bin ich gerade, ich habe mir das wirklich nie so überlegt.
00:02:14: aber also wie soll ich sagen?
00:02:18: Erstens, der Schluss ist ja ein langer Tod jetzt eigentlich noch acht Monate.
00:02:23: Das stimmt genau!
00:02:24: Es ist ja nicht so dass ich morgen da nicht mehr sitze.
00:02:26: Das heißt bis am einundreißigsten Dezember, die zweiundzwanzig Uhr neunundfünfzig muss man auch bei mir anklopfen falls man eine Zuleitung zur Kläranlage möchte oder einen goldenen Wasserhahn für die WC-Schüssel oder so montieren möchte.
00:02:41: und
00:02:41: Also der Schluss sagt Feld also in die Kläranlage oder was?
00:02:44: Immer, die Klärenlage hat eine zentrale Bedeutung und da kann man ganz viel rauslesen.
00:02:51: Also wie soll ich sagen... Ich glaube für mich, ich habe das selbstverständlich relativ lang und reiflich überlegt, für mich stimmt der Abschied so nach acht Jahren zwei Legislaturen, ich bin einer der wenigen der keine Amtszeitbeschränkungen Im Gegensatz zu meinen Kolleginnen und Kollegen an vielen Orten, die sich an ihre Amt klammern wie sie nur können.
00:03:15: Und ich habe immer zum Erschrecknis... meine Erzfeinden gesagt, als sie mich gefragt haben wie lange ich doch noch machen würde.
00:03:22: Dann sage ich jeweils bis siebenundneunzig weil ich ja das auch könnte.
00:03:25: Genau
00:03:26: hier würde ich natürlich einsteigen weil wir sind ja bei der Frage wie Sie das inszenieren würden und ich habe zwei Varianten für Sie.
00:03:32: die eine war ja der Dorfkönig oder dann singend vom Thron steigt oder wie gesagt die Kläranlage haben wir auch was natürlich auch möglich wäre.
00:03:39: sie könnten auch ganz dramatisch in Unmengen von Theaterblut liegen von den Feinden im Dorf erstochen.
00:03:45: Wer in Sankt Moritz war am glücklichsten über ihre Entscheidung, Ende Jahr nicht mehr anzutreten?
00:03:51: Ich denke die üblichen dreiundvierzig Prozent, die mich halt nie gewählt hat und die Trittis, die trifft man natürlich auch auf der Straße an das weiß man natürlich
00:04:01: wobei ich ... Und die laufen jetzt jubeln durch die Torstraße?
00:04:04: Nein
00:04:04: es tut sie eben nicht!
00:04:05: Das ist doch sehr interessant muss ich sagen.
00:04:08: Das ist ja eine Erfahrung jetzt, die ich noch nicht gehabt habe bis vor kurzem Wie das ist dann relativ in einen plötzlichen Moment.
00:04:17: Die meisten haben damit gerechnet, dass ich weitermache.
00:04:20: Es ist nicht so, dass die Jubeln da glücklich sind.
00:04:23: Solche, wo ich denke, waren eigentlich nicht zufrieden mit mir, dass sie überhaupt da war.
00:04:29: Ich sage nicht, die kriegen das natürlich nicht über die Zunge gesagt.
00:04:33: Das ist schade!
00:04:34: Da findet sich vermutlich auch nicht ganz, aber sie sieht trotzdem ein bisschen überrascht, dass es jetzt so schnell ging irgendwie.
00:04:40: Also eigentlich muss ich noch sagen, das ist eine ganz versöhnliche Geschichte.
00:04:43: bis jetzt
00:04:43: Bis jetzt Aber längst...
00:04:46: Ich glaube ganz ehrlicherweise wird er auch versöhnlich bleiben Weil man schafft auch Platz für Neues und das habe ich ganz bewusst gemacht weil ich spüre die anderen forty-fünf Prozent auch jeden Tag.
00:04:58: Ich glaube kurz und bündig gesagt, die meisten Kolleginnen und Kollegen in der Politik hören generell zu spät auf.
00:05:05: Es hören die wenigsten zu früh auf!
00:05:08: Nicht nur in der Politik, das gibt viele Beispiele.
00:05:10: Nein
00:05:11: auch bei Exit ist es so wenn man selbstbestimmt sterben möchte muss man ein bisschen zu früh gehen sonst geht's eben nicht mehr weil man komplett dement oder gaga isst oder was auch immer.
00:05:21: ich habe das jetzt gerade sehr live miterlebt in meiner eigenen Familie deshalb kann ich davon ein Lied singen.
00:05:26: Deshalb glaube ich wenn man selber bestimmt sein will dass bin ich und möchte ich auch sein muss man dann vielleicht in Demut abtreten und die Größe haben Platz zu schaffen für was es auch immer kommt.
00:05:37: Ich
00:05:37: habe noch eine Frage zu Ihren Feinden.
00:05:39: Also wie gesagt, es haben ja längst nicht alle den Frieden gemacht mit diesem bunten Hund aus Zürich.
00:05:45: Das hat sich bis am Schluss nicht gelegt und sie wurden ja eine Zeit lang, wurde mir erzählt sogar regelrecht gemobbt ein bisschen oder?
00:05:52: Ja das kann man sagen so ganze Kantonschulzeit bis Matura also vier Jahre eigentlich.
00:05:59: Vier Jahre wurden Sie gemoppt in Sankt Molitz okay!
00:06:01: Und was war in dieser Zeit eigentlich die krasseste Sabotage diese erlebt haben so in der Gemeindepolitik?
00:06:07: Man merkt das natürlich an vielen kleinen Dingen im Alltag.
00:06:11: Oder hat man das gespürt, dass ein wirkliches Leben so schlecht wie möglich gestaltet wird?
00:06:17: Wenn es ihn wie ging, hat man gesagt am Stuhl irgendwie... Ich habe ihn nachher eigentlich denn alles erfahren.
00:06:23: Man hat probiert Amtsenthebungsverfahrung einzuleiten und so weiter und so fort.
00:06:28: aber da hatten schon das Oberste Gericht von Graubünden gesagt, das könnt ihr vergessen.
00:06:33: also ich hab das jetzt von höchster Stelle gehört werde was
00:06:37: Das ist ja House of Cards in St.
00:06:40: Moritz.
00:06:41: Ja, im Kleinen schon.
00:06:42: aber und das ist auch spannend.
00:06:44: Das habe ich glücklicherweise ein zweites Mal erfahren bei der zweiten Wahl.
00:06:48: also weiter Wiederwahl nochmals gewonnen gehe in einer Kampffahrt gegen einen uneinheimischen.
00:06:54: ab dem Moment was dann wie klar dann wurde man In Ruhe gelassen hat man auch die demokratische Entscheidung akzeptiert.
00:07:01: Ein erstes Mal war es ein Umfall, habe ich immer gesagt.
00:07:04: Beim zweiten Mal ist das eine chronische Krankheit und die muss man dann akzeptieren und damit leben.
00:07:10: Aushalten!
00:07:11: Warum haben Sie damals nicht hingeschmissen?
00:07:14: Weil ich letztendlich trotzdem ein Mensch bin der Dinge gerne zu Ende bringt, Dinge nicht einfach hinschmeißt wenn es nicht mehr so lustig ist.
00:07:23: Ich bin tendenziell auch nicht nur ein Schönwetter-Kapitän.
00:07:29: Über den Schönwetter oder Wüstwetter Kapitän können wir dann auch noch sprechen.
00:07:33: Das ist ja momentan ein geflügeltes Wort in Cromontana, da habe ich auch meine Meinung dazu.
00:07:39: Da kommen
00:07:39: wir später dazu!
00:07:43: Ich ziehe Dinge gerne durch, auch wenn es ein bisschen schwierig ist und das hat mich schon interessiert, Dinge fertig zu machen.
00:07:49: Und weil es ausdrücklich kein Witz war die ganze Geschichte, obwohl viele gedacht haben, weiterzumachen.
00:07:59: Und man hat mir dann netterweise auch eine neue Crew beiseite gestellt.
00:08:03: im demokratischen Verfahren, deshalb hat das auch... Unheimlich Spaß gemacht und ich habe das sehr gerne gemacht.
00:08:09: Aber wer es nach ihrer Mutter gegangen, die leider kürzlich verstorben ist, hätten sie auch schon viel früher aussteigen sollen oder?
00:08:15: Sie wollte ja, dass sich die Politik annageln.
00:08:16: Ja meine Mutter hat immer gesagt, ich soll mit diesen Zeugs aufhören
00:08:21: und
00:08:21: mich gefälligst wieder den Olden günsten zuwenden und die Zeit nicht da vergeuden.
00:08:26: Da hatte sie bis zu einem gewissen Gerad sicherlich recht.
00:08:30: Andererseits muss ich auch sagen, dass ich sehr viel für mich mitgenommen habe sehr vieles gelernt habe und es auch eine große Freude und Ehre war, diesem Ort zu dienen das mir sehr viel gegeben hat.
00:08:43: Es haben sich auch sehr viele Türe geöffnet für mich mit diesem Ort Sankt Moritz.
00:08:47: Das ist schon wie in einer Ehe, eine sehr schwierige aber tolle Liebesbeziehung muss ich doch ehrlichweise so sagen...
00:08:55: In Lebensbeziehungen gibt's ein ganzes Fürstliche Tiefs und die haben sie dann bei ihrer Mutter erzählt.
00:09:00: Ja, ich habe schon gehabt diese Tiefse.
00:09:02: Und Sie haben sich dann bei ihrem Mutter rausgeholt und gesagt, gib endlich auf!
00:09:06: Ja ja, die hat das einige Mal gesagt.
00:09:07: Das ist so, ja.
00:09:09: Wie schwer ist es eigentlich für Sie, die größte Bühne Ihres Lebens zu verlassen?
00:09:16: Ich verlasse Sie ja nur im Amt des Gemeindepräsidenten oder in deutschen Überlegungen Wörtern als Oberbürgermeister, das mit dem Podcast, den wir ja meistens im Ausland gehört haben.
00:09:29: Das klingt
00:09:30: da besser!
00:09:30: Das ist kein Genial, aber viel
00:09:32: wichtiger Oberbürgermeister.
00:09:36: Das ist ja nur dieses Amt, das ich verlasse.
00:09:37: Das war etwas, was eine Zwischenbetätigung war.
00:09:40: Ich habe vor über zwanzig Jahren das Festival der Jazz da oben gegründet und basierend auf den Möglichkeiten, die dieser Ort halt hat und gibt, ist mir das gelungen dort diesen Samen einzupflanzen in einen Biotop, das irgendwie verfruchtbar ist...
00:10:04: Und
00:10:05: dem bleibe ich erhalten.
00:10:06: und noch viele andere Dinge auch.
00:10:08: Wir haben eine Kulturstiftung gegründet in den letzten Jahren, da bin ich Präsident.
00:10:13: Dort möchte ich weiter ausbauen.
00:10:14: Ich denke an der Schnittstelle am Janier von Kulturpolitik und Tourismus bleib' ich noch erhalten und wenn jemand meine Meinung wissen möchte, wenn das gefragt wäre, wäre ich auch noch da.
00:10:27: aber der Schlüssel zum Gemeindehaus geht dann nicht mehr.
00:10:30: Den geben Sie ab!
00:10:32: Bleiben wir nochmal beim Thema größte Bühne meines Lebens.
00:10:34: Wie groß ist ihr Geltungsdrang?
00:10:37: Ich denke mal, der scheint grösser zu sein als er tatsächlich ist.
00:10:41: Springen Sie eigentlich auf jede Bühnen die man Ihnen gibt?
00:10:44: Nein überhaupt nicht gar nicht
00:10:45: nein!
00:10:46: Gar nicht sehr wählerisch sind sie ja nicht.
00:10:48: ich meine sie haben sich kürzlich im Zürcher Luxus Hotel doldr zusammen mit der Fernsehmoderatorin Eva Wannmacher von Kameras in eine Badewanne gelegt.
00:10:55: Ich war jung und brauchte das Geld gilt ja in ihrem Alter nicht mehr gehört.
00:11:00: Exhibitionismus zwingen zum Kulturgeschäft.
00:11:03: Also es ist ja nur gesagt, dass ich nicht wählerisch bin.
00:11:05: Ich kenne viele die diese Wahl, die das ganze Leben auf diesen Moment gewartet hätte mit Frau Wannenmacher in die Wanne zu liegen.
00:11:12: Ich weiß auch, Frau Wann machen unter dessen doppelte Großmutter muss man vielleicht jetzt am Radio NZZ am Sonntag auch sagen.
00:11:19: von dem her fand ich die Idee einfach lustig.
00:11:22: In der heutigen Zeit, dreißig Jahre nach diesem ganzen Wannengeschichten, die es ja wirklich nun nicht mehr gibt, diese Schaumbadgeschichten dies zu tun hatte darauf, dies trotzdem zu tun.
00:11:34: Ich glaube diese Ausgabe ist bis heute nicht ausgestrahlt worden, warum auch immer... ich weiß es nicht.
00:11:39: Doch!
00:11:39: Ich habe sie gesehen, ich hatte ein Trailer gesehen und ich fand... Aber es
00:11:42: gibt einen Trailer glaube ich schon mehr
00:11:43: nicht?
00:11:43: Ja und schon am Trailer sehen Sie sehr unglücklich aus in dieser Badewanne.
00:11:48: Es war zu heiß.
00:11:51: Es ist vielleicht besser, dass es nicht ausgestrahlt wurde.
00:11:53: Sie begannen schon mit sechs Jahren bei der Zürche Sängerknaben und machten Pummuckelhörspielen mit.
00:11:59: Traten gar früh in Salzburg mit Herbert Karajan und Luciano Pavarotti auf.
00:12:03: Gibt's irgendwelche Vorbilder in der Familie?
00:12:06: Auf gut Deutsch Rampensäue die sie ihnen gezeigt haben.
00:12:10: hey geh auf die Bühne!
00:12:12: Nein, überhaupt nicht.
00:12:13: Also ich komme aus einer mittelständigen bildungsbürgerlichen Familie aus einem Zürcher Randquartier-Siebzigerjahr.
00:12:21: Rheinhaus, Zürich Wittikon das ist am Berg oben.
00:12:25: vielleicht kommt der Berg von daher ist der höchste Punkt in der Stadt Züricher neben dem Mütliberg.
00:12:30: und da war man Lehrer.
00:12:32: Man war vielleicht Dozent, man war irgendwann mal Professor.
00:12:35: Das sind meine Eltern.
00:12:36: Meine Mutter war Primarlehrerin Musiklehrerin, gleich im Seefeld von Zürich.
00:12:42: Meine Schwester und mein Bruder haben was Vernünftiges gelernt!
00:12:46: Was ist vernünftig?
00:12:49: Meine Schwester sagt, sie sei Krankenschwester.
00:12:52: Ich weiß nicht, ob das in den Beruf ist.
00:12:53: Das heißt heute anders.
00:12:54: Aber sie ist seit über dreißig Jahre im Spital tätig und mein Bruder ist Banker.
00:12:59: Wie sich das für einen anständigen Schweizer gehört?
00:13:02: Ich bin auch mit elf und treizehn Jahre ein bisschen verspätet zur Welt gekommen.
00:13:07: Genau!
00:13:07: Das ist ja der Betriebsunfall, wie du es vorhin schon erwähnt hast.
00:13:10: Der kommt auch noch mal zum Betriebesunfall.
00:13:12: Ich lege Sie jetzt einmal auf die Couch des Küchenpsychologen.
00:13:17: Wir fassen zusammen drittgeborenes Kind, Nachzügel.
00:13:20: Sie nennen es ein Betriebsunfall Papakultur interessierte Wirtschaftsprofessor.
00:13:26: Dann in der Schule sind sie eher der singende Exot Der Angst vor dem Fußball hat immer zuletzt in die Mannschaft gewählt wird und ins Tormus Also das berühmte Trauma im Tourenunterricht.
00:13:37: Und sie bezeichnet sich bei ADHS als Patient Zero.
00:13:41: Gab es sich daraus eine Art Andertag-Mentalität?
00:13:44: Nach dem Motto, den zeig ich's auf der großen Bühne.
00:13:48: Christian, Zeigsauen!
00:13:50: Boah, diese Küchenpsychologie hab' ich mir noch nie zu Gemüte geführt eigentlich.
00:13:56: Ich habe mich das auch noch nie überlegt ob das so sein könnte.
00:14:01: Ich hatte nie das Gefühl dass ich hier ein etwas austarierend ausbügeln oder... besser machen müsste, weil ich sonst unten durch musste gar nicht.
00:14:10: Ich habe meistens einfach nur immer das gemacht was mich interessiert hat und was mir Spaß gemacht hat um was sich letztendlich auch vielleicht am besten konnte.
00:14:19: und die Performance wenn wir es auf Englisch nehmen wollen also das Performen dass der Auftritt Im Moment X, das habe ich schon gelernt vom Theater.
00:14:31: Schon sehr früh.
00:14:32: Mein Vater hat immer einen großen Fan.
00:14:38: der Unterschied zwischen Film und Theater.
00:14:42: Mein Vater sagt immer um acht Uhr geht der Lappen hoch.
00:14:44: Scheißegal!
00:14:45: In welchem Zustand man ist?
00:14:47: Der Dirigent gibt den Einsatz in der Gettelskammer nicht zurückspulen Und dieses Live-Moment, im Moment wirklich liefern zu können.
00:14:56: Das ist etwas was ich vermutlich irgendwie ein gewisses Talent hatte oder früher schon hatte und das habe ich dann trainiert und ausgebaut bis heute.
00:15:07: Es macht mir bis heute auch am meisten Spaß.
00:15:08: Wann
00:15:09: haben Sie denn das Entdeckt?
00:15:10: Was war der Schlüsselmoment?
00:15:11: Der Auftritt an Weihnachten vor dem Baum oder
00:15:13: was?
00:15:14: Wo sie es richtig gut gemacht haben!
00:15:16: Ja, nein.
00:15:19: Wir haben Hauskonzerte bei uns gemacht und ich habe nie ein Problem gehabt vor Publikum irgendwas zu zeigen oder auch Risiken einzugehen.
00:15:32: Und ohne Publikum hat es mir nicht so Spaß gemacht, weil ich immer das Gefühl hatte für mich alleine muss ich das ja nicht machen.
00:15:38: Das ist vielleicht etwas ... Wenn ich mich jetzt so überlege, könnte man sagen und dann sicherlich auch die Zuschauer-Sängergnaben.
00:15:45: Das war absolut für mich ein, wie soll ich sagen?
00:15:49: Die ersten Schritte oder der Rucksack, der dann gefüllt wurde als Kind wenn man das einfach mitbekommt bei diesen Größen mitmachen zu dürfen Leute eben Künstlerinnen und Künstlern zu sehen wie Herbert von Karajan, Pavarotti der neben einem singt usw.
00:16:06: Das sind schon Eindrücke die einem als Kind unglaublich einfahren.
00:16:11: was man damit nachher macht sei dahingestellt.
00:16:14: bei mir hat es Spuren hinterlassen Und ich zähre daran wirklich bis heute und das sind sehr gute Erlebnisse gewesen.
00:16:21: Genau sie sind also eine Rampensau.
00:16:23: Man kann so sagen so ein bisschen Jetzt
00:16:25: nicht mal verneinen.
00:16:26: Ja eben genau und Sie haben vorhin schön erwähnt kein Problem Risiken einzugehen.
00:16:30: Kultur ist ja ein riskantes Geschäft, sehr riskant.
00:16:34: Ihre Eltern hatten keinen ganz anderen Plan für sie?
00:16:36: So im Stil.
00:16:37: Ey was machst du?
00:16:38: da bist du wahnsinnig!
00:16:40: Also wie soll ich sagen man war irgendwo schon auf einem Boden ständig und bescheiden.
00:16:47: Man hat schon immer das Gefühl gehabt, ja also ich bin noch in einer Zeit aufgewachsen wo schon noch hieß vielleicht mal zuerst etwas anständigst.
00:16:54: Das war das evangelische Lehrseminar damals für mich.
00:16:58: aber ich habe dann irgendein auch gemerkt dass es vielleicht... oder
00:17:01: der Bruder war das Vorbild?
00:17:04: Nein das war sie eben lustigerweise auch für meine Eltern nicht.
00:17:07: die haben trotzdem von Kulturen vom Theater sehr viel Respekt gehabt.
00:17:11: Sie hatten keine Ahnung was das heißt das professionell zu betreiben davon leben zu müssen.
00:17:17: Aber sie haben mich nie davon bewahrt, irgendwie dies zu tun und diese auch zu vertiefen.
00:17:23: Und da auch das Glück zu finden.
00:17:25: In der heutigen Zeit muss man ... Also meinem Sohn würde ich heute sagen, wenn er sagt, ich würde gerne Banker werden, dann würde ich ihm vielleicht ... Nein nicht eine Hau darf man nicht mehr, aber wie gesagt so macht es so erst, studiert so erst Kultur, macht sowas Anständiges, dann kannst du immer noch Banker werden.
00:17:39: Oder wär's Sanitär?
00:17:40: Ja natürlich!
00:17:42: Super!
00:17:42: Sanitäre Schreiner, so was Aber auch sogar Künstler könnte man heute sagen, bis man in der heutigen Zeit sagt macht Banker da braucht es viel.
00:17:51: Da braucht
00:17:52: es sehr viel und die Wahrscheinlichkeit dass du als Handwerk arbeitslos wirst ist viel kleiner als das Banker.
00:17:57: Ja glaube ich auch.
00:17:58: Zum Glück habe ich nicht auf den Rat meine Mutter gehört.
00:18:00: die wollte unbedingt dass sich banker und offizier wäre.
00:18:03: Das ging gründlich schief.
00:18:06: Eine ihrer ältesten Kunstfiguren auf der Bühne ist ja Leo Wundergut Ein Investmentbänke, der zum Gesellschaftstenor wird.
00:18:14: Der also aus der gesellschaftlichen Konvention ausbricht.
00:18:17: Enthält die Figurspuren von Autobiografie?
00:18:21: Ach, solche Figuren haben immer Spuren von autobiografischen Teilen.
00:18:25: Aber nein eigentlich relativ wenig weil eben ich wollte nie Banker werden es hat mich eigentlich so wenig interessiert.
00:18:33: Es war eher die Figur wo wir die Figuren entwickelt und erfunden haben.
00:18:37: das war die Zeit der großen Bankenkrise Und dort war es irgendwie, er hat es uns gereizt, irgendein so ein Typsen-Aussteigertyp zu nehmen.
00:18:47: Der dann plötzlich sich darüber besint, sagt das sei früher Investmentbänker gewesen und das war eigentlich eher die Geschichte.
00:18:53: aber nein, es hat wenig autobiografisches Ding.
00:18:56: Okay, aber es ist visionär eigentlich total!
00:18:58: Wenn man heute sieht was aus den Banken geworden
00:19:03: ist... Es gibt sehr viele Dinge, die ich aus der Retroperspektive sagen muss.
00:19:08: Es war unglaublich visionärer.
00:19:10: wir hatten eigentlich keine Ahnung Wie oft was so ist, im Nachhinein kann man schon sagen sei unglaublich visionär gewesen.
00:19:16: Wir haben auch eine Tournee gemacht mit diesem Leo Wundergut die hieß Konjunktur und da haben wir ja unglaublich lustig.
00:19:26: Aber das war wirklich kein Schwachsinn aber es ist viel in der heutigen Zeit.
00:19:33: Also, gerade wenn man in der Fiktion und die Satire tätig ist muss man sagen.
00:19:38: Die Realität überholt einem ja rechts und links und oben und unten im Moment.
00:19:44: das macht sie momentan sehr schwierig.
00:19:46: Das
00:19:46: richtig!
00:19:46: Und inzwischen ist ja die Realität satire.
00:19:48: Komplett?
00:19:49: Das ist das lustigste aber es macht's noch schwieriger.
00:19:52: Es
00:19:52: machts noch schwierige und es ist auch dann auf Dauer nicht mehr so lustig.
00:19:56: oder früher hat Werner Wollenberger mal gesagt in einem wunderbaren Jean-Saint Es gibt halt nichts, es gibt halt nüchtspassigers als die Leute.
00:20:07: Also eigentlich er hat schon immer gesagt dass das kleine Absurde im Alltag... Das ist der Mensch der seinen Tätigkeiten ganz ganz vielleicht ganz bewusst und sonst sehr streng und konsequent und anständig nachgeht.
00:20:21: Und in Moment wo man etwas so unglaublich korrekt macht, wächst ja dann das absurde und das komische.
00:20:29: Aber heute würde ich das eben nicht mehr so sagen.
00:20:36: den Chefkomiker aus der Ukraine, aber das meine ich überhaupt nicht als negatives Beispiel.
00:20:42: Aber der größte Zampano, der Komiker in den USA, diese Satire gewissen ja gar nichts mehr.
00:20:48: Die müssen auch nix mehr schreiben!
00:20:49: Da kann man nur noch eins zu eins
00:20:51: die Texte nehmen... Du kannst im Live zuschauen
00:20:53: und da ist es.
00:20:54: Aber dieser Punkt, wie Sie richtig sagen mit der Zeit, ist es nicht mehr lustig wenn du realisierst
00:20:58: er
00:20:59: macht keine Witze, er meint es ernst.
00:21:01: Und das
00:21:01: Problem ist, diese Leute nehmen sich selber viel zu ernst.
00:21:05: Und das ist eigentlich die größte Gefahr bei Diktatorn.
00:21:07: Ja, Narzissmus ist der Untergang der Menschheit.
00:21:12: Autobiografie aber schon ein bisschen?
00:21:13: Weil Ida Wundergut war doch die Großmutter oder nicht?
00:21:17: Doch das stimmt!
00:21:19: Das habe ich völlig vergessen.
00:21:21: Die Großmütter Ida, wo ich sehr viel Zeit verbracht habe als Kind, ist autobiografisch.
00:21:30: Die waren ein bisschen Vorbild für Sie, oder
00:21:31: wie?
00:21:31: Nein, Vorbild nicht.
00:21:32: Nein die war einfach da weil ich eben wie gesagt ein bisschen verspätet zur Welt gekommen bin und meine Mutter immer also oft gearbeitet hat, weil ich halt oft bei der Großmutter bei meiner Schwester und das waren so Mutterfiguren halt und da hat man ihn wie auch Zeit verbracht und halt die Impressionen mitgenommen.
00:21:53: Wundergut passt ja perfekt zur großen Bühne St.
00:21:55: Moritz, oder?
00:21:56: Es ist ein Welttheater immerhin so bekannt wie New York und viele Gäste sind mindestens so reich wie New-York in den Westbankbänken.
00:22:04: das von ihnen gegründete Festival der Chess residierte ja bereits seit Jahren in St.Moritz im Dracula Club.
00:22:10: Warum musste es aus dem Jahr zwei Tausend Achtzehn unbedingt noch die Rolle des Gemeindepräsidenten sein?
00:22:17: Als Acht Zehn war die Wahl!
00:22:18: War
00:22:18: die Wahl, neunzehn hat sie dann angefangen.
00:22:20: genau
00:22:21: Es sind eigentlich ganz banale Gründe, wie auch oft wenn man plötzlich in die Politik katapultiert wird.
00:22:28: Wenn man gar nicht eine politische Karriere anstrebt.
00:22:31: Wie ich ... Das war wie immer in der Kultur muss man... Ich bin nicht mehr gewohnt!
00:22:36: Ich muss um Geld kämpfen, ich muss um Subventionen kämpfen und Unterstützung kämpfen, um Sponsoring kämpfen Und und und.
00:22:42: Man ist sich gewohnte dass man Unterstützung kämpfen muss.
00:22:48: Ein Momentum, siebzehn, achtzehn.
00:22:50: Da war das Jazz Festival Sankt Moritz schon ein gewisser Name und ein gewisser Brand und da haben wir natürlich nachgedacht.
00:22:56: also jetzt transportieren wir diesen Namen SankT Moritz.
00:23:00: ich weiß aus heutigen Sicht sagen ist ob es das nötig gewesen wäre seitens mal hingestellt.
00:23:05: aber Brands muss man immer wieder aufladen mit neuen Dingen.
00:23:09: Sankt Moritz war bekannt eben für alle diese komischen Klischees, die sie schon angesprochen haben.
00:23:14: Für Pelz-Mental, Reichtum, Kaviar, Champagne und so weiter... ...für Schnee-Sport aber nicht für Kultur oder Kunst!
00:23:26: leistet schon einen gewissen Beitrag, dass dieses Sankt Moritz vielleicht auch anders konnotiert.
00:23:33: Daher kommt das nur mit diesen komischen...
00:23:35: Also sie sahen sich als Pionier eigentlich?
00:23:37: Schon fast!
00:23:38: Nein, es war unser Beitrag und es kam einfach der Moment wo uns andere Gemeinden rund um SankT Moritz herum und Resina, Silva Planar, Celerina usw.
00:23:49: eigentlich fast mehr unterstützt haben als diese gemeinte Sankte Moritz.
00:23:54: Und da habe ich dann damals auch der Gemeinde geschrieben, der Gemeindepräsident und gesagt, was ist eigentlich los?
00:23:59: Habe ich keine Antwort gekriegt oft oder zu wenig schnell.
00:24:03: Das kann ja nicht schnell genug gehen, gebe ich auch so als Kulturmensch.
00:24:06: Da haben wir gewisse Leute gesagt, was ist mit dieser Gemeinde los?
00:24:10: Und dann hat man ein bisschen gesagt, weißt du Sigi?
00:24:14: Sigi ist mein Vorgänger.
00:24:16: Sieg-Sigismund.
00:24:18: Übrigens können sie gut miteinander jetzt... Aber
00:24:21: trotzdem eine wichtige Figur für Gurtman House of Cards.
00:24:25: Dann habe ich gesagt, ihr wählt doch immer diesen Sigi!
00:24:29: Wenn ich schon alle böse über ihn ... Ich hab einen fast böseren gesprochen als ich.
00:24:33: Ich hab den auch nicht wirklich persönlich gekannt.
00:24:36: Und dann sagt, ja weiss es gibt niemand anderes.
00:24:40: Ihr wählt ja alle vier Jahre neue Figuren.
00:24:43: Dann stellt euch doch zur Verfügung, dann kamen die üblichen Entschuldigungen von den Einheimischen, die null Acht Fünfzehn antworten Ja weißt du ich hab mein Vater hat ein Baugeschäft Ich kann doch nicht.
00:24:54: und der Ander hat gesagt ja mein Vater eine Schreinerei Der Ander hatte ein Auto, ein Autogeschäft Und so der Andere ist Anwalt, ich kann nicht.
00:25:01: und so.
00:25:02: Also diese Tausend-und Eins Ausreden, die wir alle kennen.
00:25:07: Und dann hat eine junge Einheimische gesagt, aber so halb in Ironie.
00:25:12: Aber du könntest es doch machen!
00:25:15: Dann habe ich mehr oder minder im übertragenen Sinn gesagt okay wo muss ich mich anmelden?
00:25:21: Da kommen sie nicht mehr raus.
00:25:23: So hat er sein Fahrrad aufgenommen natürlich mit einem ironischen leicht... satirischen Unterton.
00:25:32: Aber so der Ernst?
00:25:33: Und plötzlich wurde aus dieser Satire, aus dieser Idee... Aus diesem Splen wurde ernst.
00:25:38: ja!
00:25:39: Ich meine Festivalsgründer und Gemeindepräsidentin einer Person zu sein.
00:25:43: das kann ja schnell nach Interessenkonflikt und viel zu riechig oder
00:25:46: nicht?!
00:25:47: Ja also da muss ich mir gleich... Also erst mal muss ich sagen bin ich überhaupt nicht der erste, ich bin leider da überhaupt kein Pionier, dann muss ich mich jetzt rausnehmen.
00:25:54: falls sie noch besser recherchiert hätten Herr Balzli würden Sie herausfinden dass der Stadtpräsident von Nioh, mein Kollege.
00:26:01: Bald zwanzig Jahre im Amt ist das Baleo-Festival gegründet hat, dass es eines der wichtigsten Festivals in der Schweiz... Okay
00:26:08: und das entschuldigt alles?
00:26:10: Nein ich sage nur, also ich finde übrigens auch, er macht erstmal einen guten Job aber da waren ähnliche Gründe habe ich dann mal recherchiert!
00:26:17: Der hat auch gesagt, ich muss jetzt da glaube ich mal selber ran.
00:26:21: Ich würde es in seiner Stelle mit zwanzig Jahren dann immer mal auch vielleicht sagen, könnte das mal wieder was anderes machen?
00:26:25: Aber es muss er selber wissen.
00:26:27: Also es ist ja nicht ganz unüblich dass man das macht.
00:26:29: und das zweite ist wegen Filz einfach noch so viel dazu.
00:26:33: erst einmal habe ich Achtung Satire Achtungen Man sieht uns jetzt nicht aber ein Kollege der nicht mehr jetzt gemeinte Präsidentin ist hat mir mal gesagt weißt du Filz gibt warm Und das habe ich nie wieder vergessen.
00:26:47: Ich weiß auch hundert Prozent... Geborgenheit!
00:26:51: Es kommt aber, jetzt muss ich mal zuerst bevor wir doch über das dann sprechen noch sagen es wurde eigentlich für mich schwieriger nachher fürs Jazz Festival.
00:26:59: Ich musste natürlich überall in den Ausstand sofort.
00:27:03: Also wenn man halbwegs ein handständiger Mensch ist und auch seine Kollegen ein bisschen gucken, muss man einfach ... Ein Ausstand heißt nicht, man sitzt da und hört zu.
00:27:12: Sondern man geht verlässt das Zimmer... Das Problem ist!
00:27:16: Und das ist ein schweizerisches Dörfchenproblem.
00:27:20: Es ist nicht nur ein schweizerisches Problem, es ist ein generelles Problem.
00:27:23: Erst mal findet man nicht mehr so viele Leute geeignete die sich für solche Ämter zur Verfügung stellen.
00:27:29: Ergo sind es in einem Tal im O-Bringer dien leben, siebzehntausendfünfhundertleute fix, die angemeldet sind, sind Stimmbürger für zwölf Gemeinden.
00:27:38: davon sind vielleicht immer etwa ich soll ich sagen hunderthundertfünftzig die irgendwo Wenn's hochkommt, zwei Hundert die sich für irgendein Amt zur Verfügung stellen sind verdammt viele Ämter bei zwölf Gemeinden.
00:27:50: Das ist völlig absurd, deshalb muss man ja das ganze Tal auch fusionieren in Zukunft sonst findet man dieses Personal nicht mehr.
00:27:58: und da isst es halt so... Da gibt es Überschneidungen, da gibt das halt der mit dem Zylinder und dann kommt er... Der Zylindern hat nach einer Krawet an und nachher hat er noch ein T-Shirt an.
00:28:08: Dann ist aber ihm die gleiche Person und dann muss man sagen ja wer könnte das machen?
00:28:13: Hast du nicht eine?
00:28:14: Doch ich habe doch eine Firma die macht das und die könnt ihr das machen.
00:28:17: Und rechts am Alp von den Gemeinden Samaden berät dann die Gemeinde St.
00:28:20: Moritz und umgekehrt.
00:28:21: Das
00:28:22: heißt Schweizer Pragmatismus!
00:28:24: Ja jetzt kann man immer tiefer gehen.
00:28:27: Dann kommt der Bündner Pragmatismus, dann kommt der Engardiner Pragmatismus und dann kommt der Walliser Pragmatismus.
00:28:33: Und dann wird es irgendwann gefährlich.
00:28:35: Genau, aber den reden wir noch?
00:28:36: Aber das rede ich auch noch!
00:28:39: Es ist halt schwierig und das Hauptproblem ist die Mittelpunktsteht immer der Mensch Und dann hat der Mensch halt seinen Interesse und der Mensch ist auch nur Mensch.
00:28:50: Und er ist halt letztendlich wie Herr Berggrönemeyer in seinem Song wirklich gut sagt, weil er vergisst oder verdrängt und am Schluss wird es dann trotzdem irgendwo im weißen Kruschal beim weißen Kreuz bei einem Rötherli zu viel nochmals diskutiert.
00:29:08: Das birgt logischerweise Gefahren die Teilweise nicht mal aus bösen Willen entstehen, das glaube ich auch.
00:29:15: Es menschelt!
00:29:17: Und da hilft es wenn irgendwann am nächsten Tag dann halt nochmals jemand vernünftiger drauf guckt für das haben wir zum Beispiel einen ganz kleinen Listen der vielleicht ganz nücht und dann das Ganze nochmal anguckt.
00:29:29: Das haben größere Gemeinden glücklicherweise, kleinere haben das nicht.
00:29:32: Das ist halt eben alles dasselbe.
00:29:34: Also
00:29:35: oberste Regel kann es Liste kein Alkohol trinkt?
00:29:38: Ich habe noch eine Frage... Jetzt
00:29:39: trinkts schon Alkohl!
00:29:40: Aber er sollte am nächsten Tag noch mal nüchtern angucken.
00:29:44: Gut, er soll sich noch erinnern können wie viele getrunken haben.
00:29:48: Für den Lobbyisten eines Nobleschierortes pflegen sie ein interessantes Wording.
00:29:53: ich zitiere aus ihrem damaligen Botschaften aus dem Wahlkampf Zitat Sankt Moritz ist touristisch am Arsch.
00:30:00: Oder das sieht hier aus wie in der DDR, passt denn die Verwaltung einer Kommune auf einen Künstler mit ADJs?
00:30:08: Die von SankT Moritz?
00:30:09: sehr wohl ja!
00:30:10: Das kann ich mit guter Überzeugung und fast beinahe achtjähriger Amtstätigkeit sagen.
00:30:19: nochmal, Sankt Moritz ist die größte Weltbühne, die ich je angetroffen habe.
00:30:23: Das mit der DDR ist immer noch so.
00:30:25: oder der... ...oder diejenige, die schon mal in SankT Moritz baden bis hin herumspaziert ist wird relativ schnell feststellen was ich meine.
00:30:32: da gibt es ein Hotel das heißt Hotel Stahlbad aus den siebziger Jahren.
00:30:36: Ich sage immer da kann man gut bei Lenin drehen ohne eine Kulisse aufzubauen und gut bei Lenin drei würde ich dort drehen.
00:30:43: Und Es ist halt aber so!
00:30:48: Anspruchs wollen Gästen aus Zürich erklären, wenn sie sagen ja das Bad muss man sprengen und alles.
00:30:54: Ja dort unten leben alle Bühnenarbeiter die ihnen das Leben überhaupt ermöglichen weil dort leben die Einheimischen.
00:31:02: Es ist halt einfach so Und ich persönlich lebe unterdessen auch Wenn wir in den Urlaub mit der Familie gehen Weil es geht bei mir zu Hause im Stadion eben nicht an einem Ort Das Hotel Laudinella.
00:31:15: Dort sieht man eben Beide Sankt Moritzen, man sieht eben das Dorf mit der Kulisse, die wir kennen.
00:31:23: Das ist so halt die berühmte Skyline, aber man sieht dem nach rechts runter in diese DDR Und mir ist es immer wichtig gewesen, dass man beide sieht und das braucht eben verdammt noch mal beides.
00:31:35: Es isst wie auf einer Opernbühne.
00:31:37: Hinten wird bis dort die Tür gestrichen oder etwas ersetzt werden.
00:31:43: Das ist im Staatsteater Leipzig oder Köln oder Hamburg oder Zürich genau dasselbe wenn man aufmacht Roter Teppich Gold.
00:31:49: Ist wie eine Coolisse halt!
00:31:51: Es IST eine Coolisse.
00:31:52: Es gehört einfach dazu
00:31:54: Und Stauber hat ein wunderschönes Wort.
00:31:56: Es ist sauberhaft,
00:31:57: es ist absolut sauberhaft
00:32:00: und das andere vielleicht noch touristisch am Arsch?
00:32:02: Ja wir hatten eine Delle dort, im Jahr zwei Tausendzehn zwölf, war es nicht mehr so lustig.
00:32:08: Heute würde ich sagen, wenn Sie mich vielleicht nachher fragen, ob heute besser ist, gebe ich Ihnen jetzt schon die Antwort auf die Frage, die Sie nicht gestellt haben.
00:32:17: Ja es ist viel besser!
00:32:19: Wir kommen noch zum Thema Ihre Kritiker.
00:32:21: Ihre Kritik, wir hatten das vorhin schon oder?
00:32:23: Das war mit dem Theaterblut und von hinten erstochen.
00:32:26: Ihre Critiker sagen ja sie seien nie da.
00:32:29: Sie seien ein begnadeter Netzwerker der das Backoffice anderen überlässt.
00:32:35: Ist das richtig oder ist es sogar schon fast ein Kompliment?
00:32:37: Das ist ein absolutes Kompriment.
00:32:38: Ich bin kein Micro-Manager, das habe ich immer gesagt, werde es auch nie sein.
00:32:43: Es interessiert mich nicht und kann es nicht.
00:32:45: Und ich bin auch nicht dafür gewählt aus meiner Sicht.
00:32:49: Der Gemeindepräsident von Sankt Moritz hat einen Arsenal von Leuten, ein Stab alleine auf meinem Stock.
00:32:57: Da sitzt ein Jurist hundert Prozent, da sitzt ein Kanzlerist und eine Kanzlei mit drei sehr fleißigen Bienen.
00:33:06: Das sitzen noch viele andere Leute.
00:33:08: Ich habe für jede Abteilung einen eigenen Abteilungsleiter die eigentlich in der operativen Arbeit alles machen.
00:33:16: Das darüber kann man sich streiten.
00:33:18: Natürlich, ich sehe ein Präsidium auch für so eine Gemeinde, vor allen Dingen auch als strategische Geschichte an und eigentlich muss der Gemeinde Vorstand... Ich bin ein Teil vom Fünf, muss die strategischen Richtlinien vorgeben.
00:33:32: aber wir haben glücklichweise eine sehr funktionale Stadt, ich sage extra Stadt.
00:33:36: Wir haben nämlich eine Größe einer Deutschen, wir haben erstmal ein Budget von beinahe hundert Millionen, es spricht irgendwo einer mittleren deutschen kleinen Stadt
00:33:45: Aber sie haben nicht die... Infrastruktur einer deutschen Stadt zum Glück?
00:33:47: Nein, wir haben sogar eine größere Teilweise.
00:33:50: Wir haben sogar einen Kläranlage für eine kleine deutsche Stadt für zehn Tage im Jahr, weil wir natürlich den Tourismus untergehen.
00:33:57: Aber
00:33:57: bleiben wir noch mal schnell bei Ihrem Backoffice, dass Sie anderen überlassen?
00:34:01: Ja!
00:34:01: Sie sind also nur einmal im Jahr zu Weihnachtsfeier im Gemeindehaus?
00:34:04: Nein
00:34:04: das stimmt natürlich überhaupt nicht.
00:34:06: und da sind natürlich alle diese Dinge die man festigen wollte.
00:34:09: ich glaube... Man kann sicher darüber streiten ob ich noch mehr hätte an jeden Hund verlochten gehen müssten, kann man sagen hätte man sicher machen können.
00:34:22: Ich habe versucht eine Redaktion einer vernünftigen Kuration von lustigen Terminen zu machen.
00:34:28: ich bin an sehr viele Orte hingegangen und im Winter in der Hauptsaison Ich meine, ich bin teilweise an vier Abendessende am gleichen Tag gegangen.
00:34:38: Am gleichem Abend habe mich auch um die Touristen gekümmert.
00:34:42: Jetzt könnte man auch sagen eigentlich hätte ich als Gemeindepräsident das ist eigentlich nicht mein Job dies zu tun.
00:34:46: Das ist nämlich der Job des Touristikers.
00:34:50: Ich muss jetzt ausbremsen weil an dieser Stelle kommt jetzt das was es sich schon lange gewünscht haben in diesem Podcast.
00:34:55: Sie dürfen jetzt erzählen was die größten Erfolge in ihrer Amtszeit sind aber bitte nur sechzig Sekunden.
00:35:02: wir wollen hier Nicht ewig sitzen, die Zeit läuft jetzt.
00:35:07: Das ist aber sehr wenig!
00:35:08: Die sechzig Sekunde muss ich jetzt sagen...
00:35:10: Jetzt haben sie schon zehn Sekunden verschwendet?
00:35:12: Also ich glaube ganz kurz.
00:35:15: auf einer Metaebene.
00:35:16: Ich denke vor allen Dingen in der Schweiz oder vielleicht auch im benachbarten Ausland hat Sankt Moritz mein Gesicht geliehen für acht Jahre.
00:35:26: In der Wahrnehmung hat sich irgendwo von einem harten schwarz-weiß Brand ein bisschen gewandelt.
00:35:32: Ich glaube, man konnte ein bisschen an diesem Image feilen.
00:35:35: Es hat irgendwie einen zwingenden Auge.
00:35:38: Ich habe neben meinen Kollegen mit verantwortet, dass wir das größte Bauprojekt von hundertzwanzig Millionen durchgekriegt haben.
00:35:45: Das beinhaltet ein heimisches Wohnen und es bedingt eine Eishalle, das bedingt curling usw.
00:35:53: Da gibt es einige Dinge.
00:35:53: Wir haben eine Tourismus-Ahrgege gegründet, die von der Politik separiert wurde – was sehr wichtig ist, dass dort nicht immer die Politik reinredet.
00:36:03: Das sind ein paar Dinge, die mir gelungen sind.
00:36:05: Sehr
00:36:06: gut!
00:36:06: Sie sind total in Zeit geblieben.
00:36:07: Sechzig Sekunden sind um.
00:36:09: Wir sind gleich zurück.
00:36:12: Andalusien, Sizilien, Griechenland oder Portugal Dank bequemen Direktflug ab Zürich erreichen sie ihr Ziel in kürzester Zeit.
00:36:22: Dort wartet der Tvernboldbus bereits auf sie.
00:36:25: So können Sie auch an ferneren Reisezielen von unserem bewährten Komfort profitieren und haben mehr Zeit, die Schönheiten der Destination zu genießen!
00:36:34: Alle Informationen unter tvernbold.ch.
00:36:40: Nach dieser Werbeunterbrechung sind wir jetzt wieder zurück mit dem normalen Programm und folgenden Frage, warum ist der amerikanische Nobleskiort Espen immer noch viel cooler als St.
00:36:50: Moritz trotz sieben Jahren.
00:36:52: Christian Jotjeni Herrschaft?
00:36:54: Das
00:36:54: ist eine Behauptung einer von der Enthusiet am Sonntag beauftragten Journalistin die mal eine Panoramasite darüber schreiben durfte und ich mir lange überlegt habe ob ich jetzt eine Replik schreiben sollte.
00:37:06: Wir warten
00:37:07: heute noch drauf!
00:37:07: Ich weiß
00:37:08: schon warum ich es nicht getan habe.
00:37:11: Glücklich weiß, hab' ich's nicht getan und zwei Tage später... ist es dann passiert.
00:37:16: Glücklich weiß, das war kurz vor Gramm und danach.
00:37:18: Ich kann mich daran erinnern aber vielleicht muss man auch noch etwas sagen.
00:37:22: ich habe das selbstverständlich auch mitbekommen.
00:37:25: da gibt es Dinge die ich unglaublich schätze an Aspen Aber ich möchte darauf hinweisen dass Aspen natürlich jetzt eine.
00:37:32: also wenn man sagt Moritz sei teuer Muss man sagen wir sind ja für amerikaner billig urlaub Also
00:37:39: für Precoviats Touristen
00:37:41: Das würde man so sagen.
00:37:44: In Espen passieren Dinge, ich weiß nicht mit wie vielen Leuten sie so gesprochen haben die da wirklich leben.
00:37:50: Dort fahren die Einheimischen jeden Tag in ihr eigenes Dorf rein.
00:37:53: das staut es nämlich dort überall.
00:37:56: Das tun bei uns gewisse Grenzarbeiter auch aber bei uns leben immer noch ein paar Leute.
00:38:02: Das ist der Unterschied und dann muss man schon aufpassen dass hat dort astronomische Folgen.
00:38:07: das sind nur noch Tech-Milliardäre.
00:38:09: wenn mir ein Industrieerbe aus Deutschland gut im Hause sagt, es wäre er fühle sich langsam wie ein armer Schlucker in Espen.
00:38:18: Wir kommen die Tränen!
00:38:19: Nein wir kommen nicht die Tränen sondern wir gehen die Alarmglocken los.
00:38:23: das ist eigentlich der Punkt.
00:38:25: Das kann auf Dauer meines Erachtens nicht gutgehen.
00:38:28: und zweitens was ich aber bebeneide gebe ich ehrlich zu.
00:38:31: dort wird einmal kurz internationales Museum wird aufgestellt.
00:38:36: Da hat man schnell das Geld zusammen, es geht dann schon
00:38:38: vorwärts.
00:38:39: Die Kunstszene ist
00:38:40: natürlich unglaublich, da hat man etwas geschaffen und das ist toll.
00:38:44: aber sonst muss ich Ihnen ganz ehrlich sagen von der Infrastruktur her, von der Qualität der Hotels und der Restaurants, da würde ich mal sagen sind wir da Meilen vorerst.
00:38:54: Was haben Sie eigentlich in Ihrer Amtszeit über Reichtum gelernt?
00:38:59: Ich habe sehr viel gelernt hinzugelehnt, aber gleichzeitig habe ich glaube eher das was ich immer vermutet habe wie es ist hat sich bei mir bestätigt und bekräftig dass es wirklich so ist.
00:39:14: Das heißt?
00:39:17: Sehr viel Einsamkeit ist davorhanden.
00:39:21: Das hab' ich wirklich gemerkt.
00:39:24: und goldene Käfige und aber halt wirklich dass das Problem der Vereinsamung, die ist, also die Takt und da habe ich wirklich sehr spannende Gespräche geführt.
00:39:42: Wie hören?
00:39:45: Gut, selbstverständlich muss ich das, möchte ich es auch mindestens datenschutztechnisch so geheim halten...
00:39:55: Also Anekdoten kann man auch anonymisieren!
00:39:57: Ja ja, es ist einfach ... Es gibt so einen Moment, ich kann jetzt auch mal wirklich ein paar Nektoten als einer der sehr sehr Vermögen.
00:40:05: Dann nennen wir es doch vermögende Menschen.
00:40:08: Das Problem ist ein Reichtum dieses Wortes ist wirklich ein Trigger und das ist echt negativ konnotiert.
00:40:15: Es ist sowieso ein Schwachsinn, wann ist jemand an was reich?
00:40:20: Also das ist einfach eine philosophische Frage die man zuerst klären müsste und ich spreche dann lieber von vermögenen Personen oder Unternehmerinnen und Unternehmer oder was auch immer wie sie auch hier zu ihrem Vermögen gekommen sind.
00:40:34: Ein sehr vermögender Inder der bei uns lebt er hat mir mal an Weihnachtstee also mich da eingeladen hat habe ich mit ihm auch bisschen gequatscht Und dann habe ich ihn auch mal gefragt, was da am meisten Schätze hier oben.
00:40:49: Dann hat er mir gesagt, dass er ohne acht Bodyguards alleine im Fiat Panda in den Crop fahren kann und Skiletta Rasier klingend kaufen kann.
00:41:03: Sie können jetzt wieder sagen, da kommen wir die Tränen!
00:41:06: Man vergisst oft, wenn man in einem freien Land im Westen hier lebt und dann sind solche Dinge erscheinen absurd.
00:41:17: Aber das ist für ganz viele solche Leute einfach nicht selbstverständlich.
00:41:21: Dort habe ich auch gemerkt... wie unglaublich sicher unser Ort angeguckt wird.
00:41:26: Unser Tal wird international sehr sicher angegückt, man kann da fast nix, kidnapping-mäßig geht fast nicht mehr, da gehen sofort überall die Barrieren rund und man kann dann nicht flüchten.
00:41:38: Es gibt alle fünf Jahre, es gibt mal Versuche von ihrem Juwelier oder so.
00:41:42: Und eigentlich die Kantonspolizei wartet auf dem Moment, wo endlich mal wieder ... Von
00:41:46: einem Juwelir?
00:41:47: Ja!
00:41:47: Es gibt immer wieder so lustige Leute, die dann in einen Juweliert einbrechen möchten und so... Aber die Kantonpolizeie wartet an diesem Moment weil man kriegt sie immer.
00:41:55: Man kriegt wirklich immer, denn die kommen nicht raus.
00:41:59: Aber das kann ja mit dieser Tatsache nicht werben.
00:42:02: aber solche Leute wissen natürlich wir sind ein relativ sicherer Ort.
00:42:06: Wir sind nicht nur sicher ums Leben, sondern auch wir sind sicher in Klima.
00:42:11: Wir sind sicher kühl im Sommer und kühl genug noch im Winter.
00:42:16: Das
00:42:16: ist ein gutes Stichwort für mich weil Sankt Moritz war ja immer schon das Zentrum der schönen und reichen vor allem auch in Krisen oder wie zum Beispiel dem Zweiten Weltkrieg.
00:42:26: wird es jetzt in diese geopolitischen Zeitenwände wieder zum Zufluchtsort der Oberklasse?
00:42:32: Ich habe ein plakativer Satz noch nicht mal gesagt, aber ich habe gemerkt er hat mehr Tiefe und Wahrheit dass es mir eigentlich recht ist.
00:42:40: Je besseres das sagt Moritz geht, desto schlechter gehts der Welt.
00:42:45: Und sagt Moriz geht's im Moment verdammt gut!
00:42:49: Das beschäftigt mich eigentlich sehr... Es ist einfach im Moment ganz verrückt, dass wir uns an den Steuereinnahmen und all diesen Handänderungsgeschichten sehen.
00:42:59: Da sind momentan kein Ende in sich.
00:43:02: Und der
00:43:03: Zuzug nimmt auch zu?
00:43:04: Der Zuzuge
00:43:04: nimmt zu, es ist überhaupt kein Problem.
00:43:07: Hat jetzt Dubai und das ganze Iran-Krise das nochmal verschärft?
00:43:11: Im Moment da ist noch ein bisschen Unklarheit wie sich das auswirken wird.
00:43:16: Da hatte ich gerade die gewisse Hotellerie Schicht Angst, dass dort die ganzen Sommer-Tourismus ein bisschen zurückgeschraubt wird.
00:43:26: Weil sie einfach nicht reisen können!
00:43:28: Aber meistens in den letzten Jahren, seit ich eigentlich da bin... Ich hatte auch muss ich ganz ehrlich sagen das muss man ganz generell etwas... Ich habe eine sehr glückliche Zeit erwischt.
00:43:39: also es hat auch mit Glück zu tun, dass keine größere Katastrophe passiert ist bei uns dass die Streuereinnahmen geflossen sind und, aber auch bei Corona wusste man nicht in welche Richtung sich das Ganze entwickeln wird.
00:43:55: Da hat man auch gedacht zwischen Katastrophe.
00:43:59: Man war eher schockiert und es war ja das Gegenteil.
00:44:02: Es waren Treibern!
00:44:02: Die ganze Zweitwohnungsinitiative vom lieben Herr Weber, der müsste sich drehen im Grab wenn er wüsste was er mit dieser ganzen Geschichte angerichtet hat nämlich das Gegenteil von dem was er wollte.
00:44:16: Man weiss es einfach noch nicht genau.
00:44:18: Ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen, ich mache mir sehr wenig Sorgen um diesen Ort.
00:44:22: also ich sage auch immer wieder gerne dass Sankt Moritz eine beste Zeit noch vor sich hat.
00:44:29: Ich hoffe das auch für den Ort.
00:44:30: Auch ein schöner Satz!
00:44:32: Ihre eigene Sozialisation die fand ja Sie haben es vorher schon mal erwähnt in Zürich in einem Reihenheimfamilien aus aus den siebzigern Stadt wären Sie manchmal auch gerne so reich wie ihre Sankte Moritzer Gäste?
00:44:45: kommt manchmal so ein Gefühl auf, warum habe ich nicht so viel Geld?
00:44:50: Also ein ganz wichtiger Charakterzug den man haben sollte wenn man dort oben ist, lebt, arbeitet und mit diesen Leuten zu tun hat.
00:45:01: Man sollte etwas nicht haben nämlich Sozialneid.
00:45:04: das ist das größte Gift.
00:45:07: wenn man nur ansatzmäßig davon ein bisschen hat, dann kommt es nicht gut.
00:45:13: Sie
00:45:14: vergleichen im Leben macht sowieso immer unglücklich?
00:45:17: Das macht oft unglücklich.
00:45:18: Gleichzeitig ist es auch wichtig glaube ich dass man das auch tut.
00:45:21: Man muss irgendwo einordnen können aber... Da ich glücklicherweise auch wirklich die ganze Palette sehe.
00:45:30: Ich sehe eben auch, was denn das macht mit einem?
00:45:32: Da wird es dann spannend und ich glaube, dass ist ganz wichtig!
00:45:37: Und das merkt auch das Gegenüber sofort wie man da drauf ist wenn der Milliardär hat gemerkt, dass dem einfach scheißegal ist.
00:45:48: Ich fahre sowieso mit meinen Panda überall wie auch im Pijamafrohr und wenn die merken, dass man da authentisch ist und dann auch bleibt und empathisch bleibt.
00:45:58: Und dann glaube ich, dann hat man eben den Zugang auch... Dann werden
00:46:01: sie ernst genommen!
00:46:03: ...dann redet man auf Augenhöhe mit denen.
00:46:05: Was würden Sie als Milliardär, wenn Sie jetzt das mal wären?
00:46:08: Was würden sie als erstes
00:46:09: machen?!
00:46:10: Keine Ahnung, ich weiß es nicht.
00:46:12: Wir wissen das
00:46:13: nicht?
00:46:13: Nein!
00:46:14: Aber es gibt ja ein paar Faustregeln... Das hat mir mal ein älterer Bankier gesagt.
00:46:21: Man weiss das ja auch so.
00:46:23: Es gibt einen kritischen Verwögen wo's dann eben anstrengend wird und wo man eigentlich eher von der Glück in die Kurve nicht mehr zunehmt.
00:46:32: Genau,
00:46:32: Besitz macht unfrei.
00:46:34: Irgendwann wird der Besitz wieder zulasst und das ist so.
00:46:39: Das ist auch eine schöne Anekdote, die finde ich einfach gut.
00:46:42: Ich hatte ja mal einen ehemaligen Ölhändler kennengelernt da oben.
00:46:48: Ich kann jetzt nicht sagen, war für den Landsmann aber ich mag den Seris.
00:46:52: er hat mich ein bisschen Rudi Karel erinnert von Typus Rudi karell.
00:46:55: muss man also ehemalen Öl Händler...
00:46:57: Also Milliarden am laufenden Band?
00:46:59: Ja, aber war ausgestiegen.
00:47:00: wenn ich bin und der hat mir dann bei drittem Gin Tonic irgendwann gesagt Er hätte auch herausgefunden, dass man auch ein Problem muss mit zweihundert oder dreihundert Millionen glücklich werden kann.
00:47:12: Das hat er mir gesagt wie wenn ich ihn sagen würde Ich bin jetzt nicht mehr Gemeindepräsident und verdiene nur noch fünfzigtausend.
00:47:18: Aber das nimmt man einfach sieht in welcher wo die leben.
00:47:23: Die Sehnsucht nach dem bodenständigen Leben ist natürlich woanders.
00:47:28: Ist denn St.
00:47:28: Moritz dekadent?
00:47:29: Oder ist es ein dummes Klische?
00:47:32: Ach überall... Wo Neu-Reiche sind, das schwingt eine gewisse Dekadenz automatisch mit.
00:47:40: Interessant!
00:47:41: Sie unterscheiden immer noch zwischen Neureich und Altenreichter?
00:47:44: Ja
00:47:44: absolut.
00:47:45: Und es gibt auch neue Vermögende die damit besser umgehen können und dann gibt es solche, die halt einfach nicht damit umgehen könnten oder dass sie dann zeigen müssten.
00:47:55: glücklicherweise... Das ist ja auch der schönen Sankt Moritz Platz für alles.
00:48:00: Und das sind ja unterdessen, es ist einfach so während dem Polo da waren dann wirklich ganz lustige Rolls-Rolls und Bandlays unterdassen aber mit Nummern aus Polen, Bulgarien und Slowakei und Tschechei fahren davor...
00:48:16: Das dem Rest wär's peinlich!
00:48:18: Dem Rest wäre's peindlich?
00:48:19: Das ist so.
00:48:20: Also da merkt man einfach die haben nicht so nachholbedarf.
00:48:23: Da waren wir wahrscheinlich Ende der Achtzigerjahre oder vielleicht noch Anfangs Neunzig Jahre, das ist nicht mehr en vogue.
00:48:30: Nene Luxus ist heute ein Low Profile?
00:48:32: Absolut!
00:48:32: Da muss man wissen.
00:48:33: und der Milliardär fährt bei uns... Fiat Panda oder vielleicht Zubaru oder so irgendwas.
00:48:39: Genau,
00:48:39: also entweder hat man Klasse oder nur eine Kasse...
00:48:42: ...oder nur eine Karosse eher.
00:48:44: Eine Karosse?
00:48:45: Was ich mich ja immer am meisten erstaunt, dann sagen wir jetzt dass die Usos da nicht oben alles vollsprayen und sich beim exklusiven Wide Turf rennen an die Pferdeketten!
00:48:56: Warum eigentlich
00:48:56: nicht?!
00:48:57: Ja sieht man eben mal ganz einfach auch da wieder der Vorteil.
00:49:01: Wir sind für die Usas zu weit weg, zu teuer und zu kompliziert.
00:49:05: Also die Bahnfahrt ist schon zu teuer.
00:49:07: Mit RAB ist erschwinglich aber nicht billig, aber es ist relativ müh... Das ist auch der Vorteil und das würde ich sagen unser dezentrales Zahn also wirklich peri-fair weg weiter geht fast nicht in der Schweiz von einer Stadt.
00:49:21: Das ist ein Vorteil!
00:49:23: Wieso sind Sie zu bequem?
00:49:25: Das sind sie sicherlich und offenbar ist es nicht so wichtig weil sonst wären sie noch längst da gewesen.
00:49:34: Ja, ich habe mir das auch ein paar Mal überlegt.
00:49:36: Warum sind die nicht längst auf unserem Flughafen Samarten?
00:49:38: Der übrigens keine Zaun hat, da kann man einfach reinlaufen wie eine Kühe
00:49:41: oder so... Das ist jetzt die Anleitung!
00:49:43: Wenn ihr nur so zuhört, dann haben wir alle auf dem Flughaf.
00:49:45: Ich hab' keine Angst, sie tun's nicht.
00:49:48: Sie tun
00:49:48: es nicht.
00:49:48: Ich weiß nicht genau warum aber ich glaube zu weit, zu mühsam und zu teuer.
00:49:52: Und zu teurer.
00:49:53: Die
00:49:53: Topografie
00:49:54: beginnt sich in
00:49:55: der Klassengesellschaft.
00:49:56: Es gibt Barzikets bei der RHB auch, das gibt schon Aber sie wissen ja nicht woüber Nachten und so, also es ist halt ein bisschen... Wobei es hätte der gleichen Zellplatz demnach.
00:50:04: Also ich habe jetzt die Anleitung gegeben... Ja,
00:50:06: es ist fast schon eine Einladung!
00:50:08: Damit in ihrer restlichen Anstalt endlich noch was passiert?
00:50:11: Ja
00:50:11: natürlich und auch die Kantonspolizei freut sich endlich mal wieder, weil wenn etwas läuft.
00:50:16: Können Sie den Klassenkampf der Users nachvollziehen?
00:50:19: Bis zu einem gewissen Grad ja.
00:50:22: also Wobei es gibt immer wieder gegenteilige Studien, ich denke schon dass mindestens die empfundene Schere in der Gesellschaft von wo dieses Kapital gebunkert ist.
00:50:38: Die ist brutal und das scheint ja schon immer mehr zu werden.
00:50:42: In der Logik muss sie auch wegen dem Zinseszins-Effekt macht das ja auch alles Sinn.
00:50:47: da glaube ich schon dass irgendwo mal eine gewisse Ausgleich, ich sage nicht gerade Umverteilung.
00:50:55: Aber es geht in diese
00:50:56: Richtung und
00:50:57: da braucht das schon irgendwo ein Korrektiv.
00:50:59: Und es ist ja... aber es muss eben... Ich bin auch überzeugt, dass später kommt das!
00:51:03: Es gibt sehr viel vermögende Leute die auch sagen Sie wären absolut bereit, sich besser oder höher besteuern zu lassen.
00:51:12: Zum Beispiel der Spule von Stullerrail möchte ich sogar ein bisschen höhere Vermögenssteuer hat gesagt?
00:51:17: Es gibt nicht!
00:51:19: Aber die Vorlage war natürlich viel zu extrem.
00:51:21: Die Vorlage über die wir abgestimmt haben noch ist... Die
00:51:24: Erbschaftssteuervorlage!
00:51:25: Das
00:51:26: ist einfach absurd und da muss man irgendwo ein bisschen Da muss man irgendwo auch ein bisschen den klugen Mittelweg finden.
00:51:33: Da bin ich überzeugt, dass auch vernünftige Unternehmerinnen und Unternehmer und vermögende Leute sich irgendwo das einsehen und da auch mitmachen – da bin ich ganz sicher!
00:51:44: Aber man kann nicht alles ... Man kann nicht mit irgendwelchen Haruk-Methoden die Pistole an die Schläfe... Das kam noch nie gut
00:51:53: an.
00:51:53: Schon gar nicht in der Schweiz?
00:51:54: Ja,
00:51:55: schon gar nicht.
00:51:56: Und dann darf man wirklich nicht vergessen….
00:52:00: Diese Leute halten schon sehr viel am Laufen.
00:52:03: Das muss man schon irgendwie... Auch immer wieder erwähnen.
00:52:06: Was ja erstaunlich ist, meine die Schweizer sind eigentlich bei diesen Besteuerungen der Vermögenen sind sie weit vorne weil zum Beispiel Deutschland kennt keine Vermögenssteuer.
00:52:14: Ja aber dort wird das hundertmal sonst versteuert
00:52:16: und sehr hoch.
00:52:17: Da haben Sie natürlich bei fünfzig Prozent Einkommenssteuer beinahe.
00:52:20: Genau da
00:52:20: ist es schon weg dann.
00:52:21: Das
00:52:21: ist richtig.
00:52:22: Apropos Klassenkampf, mein Sie wurden ja in Berlin vor einem ehemaligen Schlosser aus der DDR zum Opern-Sänger ausgebildet.
00:52:29: War da Klassenkampf mal ein Thema Unterricht?
00:52:31: Nein überhaupt nicht!
00:52:33: Echt?
00:52:35: War er auf dem Niveau des Schlosses geblieben?
00:52:38: Ich sehe uns jetzt mal in aller Liebe und Ehre zu Rainer Goldberg.
00:52:42: Ich liebe ihn überall, ich habe ihm so viel zu verdanken!
00:52:45: einer der größten Wagnersänger des zwanzigsten Jahrhunderts, aber ihn hat dann trotzdem mehr die Bockwurst in der Gantine von der Oper unter den Linden interessiert.
00:52:54: und was sie in der Bildzeitung gestanden hat.
00:52:56: Und dann die Diskussion über die Oper, über die Sache und übersingenen Rest hat den eigentlich nicht gekümmert.
00:53:01: Okay, der war wirklich bodenständig und brauchte nicht zweihundert Millionen!
00:53:06: Ich meine wegen des Krieges gegen die Ukraine mussten sanktionierte Putinäue-Oligarchen ja Sankt Moritz verlassen.
00:53:11: andere Russen mit Kremlverbindungen sollen immer noch... zwei Hotels in Sankt Moritz besitzen.
00:53:16: Ist das die dunkle Seite des globalen Kapitalismus, die man als Gemeindepräsident einfach hinnehmen muss?
00:53:23: Ja gut also erst mal wir machen ja keine ein Teig, ich bin ja nur Gemeindepräsident und ich bin weder der Bund noch die Firma noch sonst irgendwas wie die Besitzverhältnisse sind.
00:53:35: Das ist ein Privatgeschichte.
00:53:38: dieser Krieg angefangen wurde, war das auch vollkommen okay und legal.
00:53:42: Also da muss man schon mal sagen die Historie ist einfach wie sie ist und Putin guckt ja selber dass diese Leute dann irgendwann aus dem Fenster springen.
00:53:52: also wir wussten jetzt bei einem auch nicht mehr ob es den überhaupt noch gibt.
00:53:57: aber
00:53:58: Sie wissen das warum nicht?
00:54:00: Man hat ihn nicht mehr gesehen.
00:54:03: Aber die
00:54:03: Stromrechnung lief noch?
00:54:05: Nein, die Firma gab es auch noch aber der Besitzer des Vermögens hat man nie wieder gesehen.
00:54:10: Ah
00:54:10: und sie dachten er ist irgendwie aus dem Fenster?
00:54:12: Sie fallen ja immer aus einem Fenster lustig meise?
00:54:14: Die
00:54:14: fallen aus dem fenster oder kriegen ein vernünftiges Dessert mit Chouelet obendrauf.
00:54:18: Das ist eine andere Geschichte.
00:54:20: Da muss man auch aufpassen auch während der ganzen Kriegsgeschichte.
00:54:23: da wurde ich natürlich auch angegangen von sehr emsigen Journalistinnen vom staatlichen Rundfunk.
00:54:30: Ich muss jetzt das sofort handeln und die Leute rausschmeißen.
00:54:34: Da haben Sie ja gar kein Instrumentarium?
00:54:37: Null,
00:54:38: absolut null!
00:54:39: Was ist denn Ihre private Meinung?
00:54:41: Sind die Sanktionen richtig dass die Schweizer es übernommen hat oder lieber Dubai Style und gewähren lassen?
00:54:47: Nein da bin ich schon eigentlich der Ansicht diese Sankteon sind sicherlich richtig bei etwas zu einem gewissen Grad... Wenn man sich dann irgendwie ... Es gibt einen so, aber das sind.
00:54:59: verwaltungstechnische Details.
00:55:02: Wenn dann so viel vermögen oder auf alles gestoppt ist, dass der dann seine Reichtum zum Abwasserkanal nicht mehr bezahlen kann, das finde ich den halt alles auch absurd und es ist ja auch verlogen weil es warten alle darauf, dass das alles wieder raufgelöst wird damit die Krilbi weitergeht.
00:55:20: Und
00:55:20: die Kläranlage ist ganz
00:55:22: wichtig?
00:55:23: Das hat mich schon am Anfang des Gesprächs.
00:55:28: Ich sage jetzt, ich muss immer den Makro zu ein bisschen.
00:55:31: Man muss es von oben ein bisschen
00:55:32: angucken.".
00:55:32: Es gibt
00:55:32: noch eine zweite dunkle Seite also nicht nur dieses Russenthema sondern auch die Wohnungsnot oder?
00:55:38: Daran seien die Einheimischen selber schuld weil sie alles verkauft haben.
00:55:43: sagen Sie wie kommt das in der Gemeinde so an wenn man so einen Satz ich sag mal raushaut?
00:55:54: um drei zur Toilette gehen und sich im Spiegel angucken, die wissen schon das es so ist.
00:55:59: Dass nämlich ihre Mutter oder Großmutter oder Großvater damals das gut verkauft haben an den Maisbietenden und dass sie jetzt vielleicht in einer Vierzimmer-Bohnung wohnen müssen.
00:56:11: Also... Es isst ja so!
00:56:14: Es ist ja in der Logik, das wurde ja nur ermöglicht.
00:56:17: Weil die einheimischen Grund und Boden verkauft haben immer schon!
00:56:20: Das war immer schon die Geschichte.
00:56:22: Ist es typisch Schweizer oder Schweizer Bertler?
00:56:25: Nein man muss es auch wieder in einem großen Gesamtkontext angucken.
00:56:29: oft ist es auch ein ökonomischer Zwang wenn sie jetzt in einer Familie mit drei Geschwistern sind Und die Eltern sterben Sie erben.
00:56:37: Ich mache immer das gleiche Beispiel aber ich glaube es erklärt's gut Sie haben eine Fünfzimmerwohnung, wo sie aufgewachsen sind mitten in Sankt-Maritzdorf.
00:56:46: Dann sagt die Ihnen der Immobilienhändler oder der Rechtsanwalt das Erb dann die Erbteilung machen muss so Sie können diese Fünftzimmer Wohnung.
00:56:54: gibt es zwei Offerten für eine?
00:56:56: Erstwohnungen.
00:56:56: Die Familie Giovannoli Skilehrer im Winter Im Sommer macht er noch Bike Tours hat zwei junge Kinder kommt aus dem Berg Gell Würde sie für eins Komma vier fünf Millionen gerne kaufen und übernehmen.
00:57:08: Und dann sagt er aber gleichzeitig auch noch, oder Sie geben es als Zweitwohnung für fünf Komma fünf Millionen am Maisbieter.
00:57:18: Dann wäre auch immer Jetzt dürfen Sie dreimal raten, für was sich die Erben entscheiden.
00:57:23: Giovanni
00:57:26: verliert und zwar teilweise nicht einmal wenn ein Geschwister Teil sagt ich möchte dass einer wohnt vielleicht in Australien oder Amerika der will sowieso nur das Kälz sehen.
00:57:35: Die zweite hat die Möglichkeit nicht den dritten oder vierten den zweiten und dritten aus zu bezahlen.
00:57:40: ergo bleibt nur der Zwangsverkauf an dem Maisbietenden.
00:57:45: da sind wir einen ganz blöden Dilemma.
00:57:48: Okay, man jammert über die reichen Ausländer macht es dann aber trotzdem.
00:57:51: Wenn man muss oder wenn man will... Ich habe noch einen zweiten Haar!
00:57:54: Ja
00:57:54: Sie würden es aber auch nicht anders machen Herr Balschel und ich auch nicht wahrscheinlich.
00:57:58: Ja
00:57:58: ich komme leider nicht in diese Situation aber vielleicht haben sie recht?
00:58:02: Nein es ist einfach, wenn sie's ja nicht können, sie müssen ja ihre Geschwister ausbezahlen.
00:58:07: Und da muss man das mal zwei oder drei Millionen auf den Tisch legen.
00:58:11: Dann sagt das Gericht, dann müssen wir die Wohnung verkaufen.
00:58:14: Punkt aus Lust, dass is' dann der Zwang Es sei ganz im... von einzelnen Kinder oder Einzelerben, die ihn nur noch alleine leben.
00:58:21: Die sagen wir geben es einheimisch!
00:58:23: Es gibt diesen Moment immer wieder aber selten.
00:58:27: Okay, es gibt für Giovanni nach Hoffnung und es gibt noch so einen zweiten harten Satz.
00:58:31: Die Einheimischen müssen begreifen dass der Gast wichtiger ist.
00:58:35: auch so ein Satz.
00:58:36: wie gesagt von ihnen macht das viele Freunde im Dorf?
00:58:39: Nein das macht nicht immer Freunde.
00:58:42: Gleichzeitig muss ich aber auch den Gästen meist aus meinem geliebten Zürich sagen, wenn sie sich wieder unmöglich verhalten oder eine ganz mühsame, dofe Vorschläge haben.
00:58:53: Dass wir durch Umfahrungsstraßen für einen Kommen neun Milliarden bauen sollten für diese zwei Wochen wo Sie da sind.
00:58:59: Sehr sinnvoll!
00:59:01: Ja sehr sinnvoll das muss ich dann eben erklären dass Sie nämlich an forty-neuen Wochen im Jahr problemlos dahin kommen können und kein Menschen antreifen.
00:59:09: aber es ist immer... Ich denke das war und ist auch irgendwo ein bisschen meine Hauptarbeit gewesen.
00:59:17: Man muss gucken, dass diese Waage zwischen Einheimischen leben und Gast irgendwo ausgeglichen bleibt in einer Waage.
00:59:26: Dass es nirgendwo mal zu schwer wird auf einen Teller.
00:59:29: Was
00:59:29: macht man dann für die Einheimische?
00:59:31: Und
00:59:31: gleichzeitig denke ich aber was teilweise die Einheimischen vergessen leicht wenn's so gut läuft Dann vergessen Sie, dass Sie ja nur und ausschließlich wegen diesen dummen Gästen, die man halt oft besser das Geld schicken würden.
00:59:46: Und gar nicht kämen... Das ist wirklich die einzige Existenzberechtigung an diesem Ort!
00:59:52: Dass mit den Bauern da oben eine Meer und Bündnernustorte und der Röterli kauft auch niemand mehr und die überrissenen Wohnungspreise bezahlt auch niemand teuren Hotels auch nicht.
01:00:05: Also muss man auf sein eigenes Hab und Gut oder auf sein Industriezweig, der sich nun mal Tourismus nennt einfach acht geben und den pflegen.
01:00:15: aber gleichzeitig muss man auch zum Korrektiv auch teilweise auch den Gästen und das mache ich knallhart.
01:00:20: also wenn ich da wieder einmal ich kriege sehr viele Mails Und die beantworte ich teilweise in einer sehr klaren Deutlichkeit.
01:00:27: Also Gäste, die sich ungehörig beschweren?
01:00:30: Wo
01:00:30: ich auch nicht der richtige Adressat eigentlich bin... Ich sage oft, ich bin nur Gemeindepräsident Aberdoppelpunkt!
01:00:37: Es kommen sicher lustige Leute zu Ihnen, die noch lustiger Investitionsprojekte haben
01:00:41: wollen.
01:00:41: Das kommt auch regelmäßig vor, ja das ist so.
01:00:47: Das ist ein bisschen, ich vergleiche sie immer mit der wunderbaren Szene in The Great Dictator von Charlie Chaplin.
01:00:52: Dann kommt alle Viertelstunde, kommt ihren Erfinder, der sagt ihm... Ich habe eine schusssichere Weste für Sie, Führer erfunden, gibt ihm eine Knarre in die Hand, schießen sie, er schießt und fällt tot um, dann kommt er mit ihnen, die einem Flug gerät und so.
01:01:09: Und diese Art von Menschen-Erfinder sag' es jetzt mal, die Sankt Moritz retten möchten vor was auch immer...
01:01:16: Genau, die
01:01:17: kommen auch regelmäßig zu mir ins Büro in die Arwenstube herein.
01:01:22: Und da sage ich und das sind wir eigentlich vielleicht ein bisschen schließlich so der Kreis unseres Gesprächs auch natürlich wissen sie nach acht Jahren meist bei neunundneinzig Prozent dass es daraus nichts wird.
01:01:37: aber Sie sehen den Hochstapler sofort!
01:01:39: Man sieht den Hochstopper, denn den Träumer, den Umfähigen usw.
01:01:45: den Ego-Zentriker, der es nur ums für sich selber macht.
01:01:49: Aber es gibt immer bei hundert, denke ich, der Interinsis arbeitet und denkt und handelt.
01:01:56: Wehe sie verpassen den Hundersten und lassen bei neun Neunzig niemand mehr rein!
01:02:01: Und das ist vielleicht auch etwas was die Zeit mit der Routine ein bisschen abhanden kommt – auch die Lust und Geduld alle diese Damen und Herren anzuhören, was sie dafür unglaubliche Ideen hätten….
01:02:13: Und deshalb glaube ich, ist es auch nichts als Feier dann irgendwann jemanden wieder diesen Stuhl zu überlassen.
01:02:20: Diese Leute eben mit frischem Elan anhören.
01:02:23: Okay
01:02:23: eine frische Neugier!
01:02:25: Wenn wir jetzt so lange über das Sankt Monitz geredet haben müssen wir sagen alles ein bisschen Luxusprobleme im Vergleich zum Skiorgramm Antana was der gerade mitgemacht hat in den letzten Monaten.
01:02:36: wie dankbar sind sie dass ihnen so eine Brandkatastrophe
01:02:40: nicht
01:02:41: passiert ist?
01:02:42: enorm natürlich.
01:02:44: Also klar, da haben wir in den letzten Monaten einiges durchgedacht und diskutiert und geprüft und gemacht weil man muss so eine aller Ehrlichkeit zugeben das hätte auch bei uns sein können.
01:02:59: wahrscheinlich
01:03:01: Warum?
01:03:01: Wie kommen Sie jetzt darauf, weil sie plötzlich
01:03:03: Missstände
01:03:04: festgestellt haben von denen sie wurde
01:03:06: nicht zu wissen.
01:03:06: Nein, es gibt Katastrophen sieht man selten voraus in diesem Ausmaß.
01:03:13: aber ich sage mal eine Katastrophe egal welcher Natur könnte auch bei uns geschehen und Glücklicherweise haben wir dann aber sehr bald herausgefunden, dass wir eben ja glücklicherweise nicht zu diesem Gustavo-Kanton sind.
01:03:28: Gustavo sind diejenigen Kantonen für die Hörerinnen und Hörern, die das nicht verstehen, die eben ihre Gebäudeversicherung, die die Brandschutzmaßnahmen nicht über eine externe Gebäudeversicherung des Kantons überprüfen lässt und das kommunal macht weil sie denken Sie können das alles selber machen.
01:03:45: Wir haben schon über den berühmten Filz gesprochen Und in diesem Fall kann man jetzt wirklich sagen, dass ein Zweikammer-System vielleicht schon gewisse Vorteile hat.
01:03:57: Ich habe mich unglaublich geärgert.
01:03:59: vor ein paar Jahren kam er der kantonale Berandschutzbeamte bei mir vorbei im Gemeindehaus und sagte uns, dass diese Türe das ging es überhaupt nicht wir müssten das umbauen.
01:04:08: Da habe ich zuerst für mich auch gedacht was ist das?
01:04:09: Das ist ja unglaublich eigentlich!
01:04:11: Aber er hatte in der Sache recht und
01:04:14: heute denkt plötzlich... Alle ganz anders.
01:04:16: Und
01:04:16: heute denk ich, dass
01:04:16: der Experte kommt?
01:04:17: Absolut!
01:04:18: Nur auch das wird wieder verblassen.
01:04:20: In zehn Jahren ist dann alles vorbei und in zwanzig Weißes niemand mehr.
01:04:24: und nach dreißig passiert wird irgendetwas.
01:04:26: Hätten Sie besser kommuniziert als die Gemeindepräsidentin von Cromontana?
01:04:30: Das war ja so ein Schlüsselmoment.
01:04:32: Es war eigentlich der zweite Gau...
01:04:33: Da würde ich jetzt umbescheiden mal sagen.. Was
01:04:36: hätten sie geschafft?
01:04:37: Ich glaube ... Ich möchte mir wirklich nicht anmaßen zu sagen, dass ich das alles besser hätte.
01:04:47: Das kann sich niemand vorstellen!
01:04:48: Da muss man alle Demo sagen... Also das will man einfach nicht.
01:04:52: Aber da möchte ich schon einhaken.
01:04:56: Ich glaube in so einer Situation... Ja, da kommt wieder mein Vater.
01:04:59: Da geht Lappen hoch Licht an Da musst du liefern.
01:05:04: Das Einzige, was man in so einem Moment machen kann ist in voller Demut die Hosen runterlassen sich entschuldigen überall und vielleicht sagen wir werden alles dafür tun.
01:05:12: da gab es ja auch dieser Staatsrat.
01:05:14: Rönow glaubt er heißt Rönows der hat einen unglaublichen Job gemacht.
01:05:17: Der hat dann das ein bisschen übernommen.
01:05:21: Da hilft halt ein bisschen, wenn man ein bisschen Empathie und Tag legt.
01:05:25: Ein bisschen ein menschliches Gespür hat.
01:05:28: Und dort haben wir noch über den schönen Wetterkapitän gesprochen.
01:05:31: Er hat ja dann auch gesagt mein Kollege der immer noch im Amt ist Er sei, wo man gesagt hat er müsse zurücktreten.
01:05:37: Er sei halt kein schön wetter Kapitän sondern er möchte auch auf der Brücke bleiben wenn es mal ein bisschen stürmt.
01:05:43: nur glaube ich kann man hier nicht von einem bisschen Stürmen sprechen sondern die Titanic ist längst untergegangen und er steht dafür in einem Holzstück oben.
01:05:51: da glaube ich persönlich würde einen Rücktritt eben helfen so ein Debakel zu heilen.
01:06:00: So ein bisschen japanisch wird da helfen.
01:06:02: Da glaube ich, da müsste man ein bisschen mehr Demut zeigen.
01:06:05: das würde einfach helfen auch wenn es dann nicht die Lösung ist.
01:06:09: Es löst das Problem in sich nicht.
01:06:11: aber ich glaube einfach da wäre ich wahrscheinlich... Ich habe mich oft gefragt, ich hab' auch oft meinen Chef ab deinem Sleiter Chefbeamten gesagt ich mache keinen Micro-Management.
01:06:23: wenn ihr auf gut Deutsch gesagt Scheiße baut Dann werden die irgendeine verfolgt und ihr kriegt eure Puse.
01:06:30: Ich muss zurücktreten, weil ich bin Chef von euch!
01:06:33: Ich habe euch verantwortet... Und das ist der Moment wo man ein Zeichen setzt, aber auch in die Verantwortung gehen muss.
01:06:40: Ja,
01:06:40: apropos Verantwortung, die Geschichte fängt ja viel früher an.
01:06:43: Offensichtlich hat man viele Missstände.
01:06:45: Gekannt und auch bewusst verdrängt, also die Titanic.
01:06:48: Man wusste, dass die Titanic gar keine Rettungsringe hat!
01:06:52: Ich will da auf ihren Job zurück.
01:06:53: Auch ohne Brandkatastrophe ist der Job des Gemeindepräsidenten ziemlich energiezehren.
01:06:58: Wie amtsmüde sind Sie noch fast zwei Amtszeit?
01:07:01: Immerhin pendeln sie zwischen Sankt Moritz und Zürich haben nebenbei gefühlt tausend Projekte...
01:07:14: Neugierde dabei, wie beim ersten Tag.
01:07:17: Das liegt normal nach acht Jahren.
01:07:21: Aber es ist wie im Theater.
01:07:23: Eine Intendanz ist zehn Jahre, dann beginnt's zu stinken und wird zum Teufel gejagt.
01:07:27: Wie genervt waren ihre vier Kinder?
01:07:32: Ich sage immer, die werden jetzt das blaue Wunder lehnen und fragen wer ist der Mann da ständig am Abend hier?
01:07:38: Nein, die wären Angst.
01:07:39: Warum ist er immer da?
01:07:40: Kann denn nicht wieder weg?
01:07:42: Es
01:07:42: war so
01:07:43: entspannend!
01:07:44: Nein nein wir haben eine sehr innige und gutes und enges Verhältnis.
01:07:49: ich glaube es ist alles ganz okay aber... Die müssen nicht Angst haben, dass ich zu viel da bin.
01:07:55: Okay aber mit der Politik ist jetzt vor Vorrest Schluss oder kein Nationalrat?
01:07:58: Kein Regierungsrat nicht so?
01:08:00: Im Moment gehe ich mal auf die Seitenlinie und schaue mal dazu.
01:08:03: Ich habe
01:08:05: übrigens eine gute Nachricht für ihre künftigen Projekte.
01:08:09: Laut Alex Karp, Chef des umstrittenen US-Softwareunternehmens Palantir überleben nur Handwerker und ADHS Patienten die KI getriebene Jobrevolution der Restdenke zu orthodox.
01:08:21: Ich nehme an den würden Sie voll zustimmen oder?
01:08:23: Das
01:08:23: ist großartig!
01:08:24: Muss dann sofort ein Link haben.
01:08:26: aber ich weiß ohne genauer wissen was er gesagt hat... ...ich verstehe was er meint.
01:08:31: auf der Metaebene weiss ich was er meine.
01:08:33: ja ich kann komischerweise mit der jetzigen Zeit Wunderbar umgehen, weil es macht mir keine Angst.
01:08:41: Aber ich konnte immer mit solchen Unsicherheiten umgehen.
01:08:45: Sie sehen die Ordnung im Chaos oder wie?
01:08:47: Ich werde... Da waren wir noch vorhin.
01:08:48: übrigens, das wollte ich noch anfügen wegen Cromontana als super ADH-Estler wären sie natürlich in der Katastrophe.
01:08:56: dann werden sie erst ruhig und behalten den Überblick.
01:09:00: Also bei mir sage ich, ich bin an und für sich wäre ich ein guter Katastrophenmanager.
01:09:04: Wäre ich Arzt geworden oder wenigstens mal militärtauglich?
01:09:08: Mich hätte immer eine Karriere bei Medzins und Frontiere interessiert.
01:09:12: aber das macht man je mehr Kinder, dass man hat dann eben nicht mehr.
01:09:15: Okay, dann hoffe ich, dass der nächste US-Präsident ADAS sass und kein Narziss ist!
01:09:20: Er ist
01:09:21: sicherlich die bessere Eigenschaft, glaube ich.
01:09:23: Ich
01:09:24: glaub es inzwischen auch!
01:09:25: Wir sind jetzt schon fast bei der letzten Frage zum größten Traum ihres Lebens angekommen.
01:09:29: aber eines will ich vorher noch wissen wie kann das eigentlich sein dass auf der Website nicht nur einer Luzer einer Konzertagentur sondern auch anderen Webseiten folgendes über sie zu lesen ist?
01:09:40: Zitat von Eric Honecker wird Jenny zum ersten Staatssänger ernannt und erhält eine goldene Ehrenmedaille der DDR.
01:09:48: War hier eine halluzinierende künstliche Intelligenzschuld oder war es Absicht?
01:09:54: Als ich diese Biografie geschrieben habe, das war über fünfzehn Jahre her, gab es noch keine Karri.
01:10:00: Aber ich habe mir schon damals einen Spaß daraus gemacht mit dem WWW World Wide Web und hab ja dann auch ... oft gemerkt, dass diese Leute, wenn sie überhaupt die Hälfte lesen, den eigentlich nur höchstens zehn Prozent verstehen oder denken.
01:10:16: Und da gibt es immer die ganz hervorragenden, das sind übrigens sehr honorable Leute, die mich angekündigt haben bei welchen Anlässen auch immer sei als Konzertevorträge oder was auch Podien.
01:10:26: Aber
01:10:28: sehr honorabel!
01:10:28: Wir wollen Namen wissen?
01:10:30: Nein, gar nicht.
01:10:31: jetzt nicht aber so.
01:10:32: und wir haben dann einfach ausgedruckt diese Biografie bereitet und oft haben sie dann das vorgelesen.
01:10:40: Und schon da merkt man halt, dass sind wir voll drin.
01:10:44: jetzt wie sich eben Behauptung, Satire und Wahrheit Realität und Fiktion total miteinander vermischt.
01:10:52: Es wird mit Kai noch viel schlimmer weil die Leute lesen es nicht nur, Sie begreifen es auch nicht gar nicht!
01:10:56: Keine
01:10:56: Ahnung und so... Ich habe es der meisten schon aufgelöst, weil man muss eigentlich bei mir wirklich nur den Jahrgang angucken Schwierig
01:11:05: mit Honecker!
01:11:05: Mit Honeck wird das dann relativ schwierig.
01:11:07: Es ist natürlich eine kleine Reminiscenz zu meinem DDR-Schlossmeister und Sängermeister Goldberg, weil der ja wirklich in den DDR-Staatssänger Nummer eins war.
01:11:19: Diese Referenz musste ich ihm erweisen.
01:11:21: aber ein bisschen Spaß muss sein und ich wollte euch da eher das Gegenüber testen.
01:11:26: Okay total subversiv... Aber wenn die linke Zürcher Stadtregierung so weitermacht werden sie mit diese Vita als Honecks Staatssänger?
01:11:34: bald zum Ehrenbürger ernannt.
01:11:37: Jetzt sind wir definitiv bei der letzten Frage angekommen, was ist Ihr größter Traum den Sie noch verwirklichen wollen?
01:11:44: Ach
01:11:46: ich lebe derart irgendwie in den Alltag hinein... Es klingt jetzt vielleicht ein bisschen abgebrüht, ich habe da keine Träume!
01:11:56: Ich bin froh wenn meinen Projekten nachgehen kann, wenn ich dort ein kleines Mosaik-Steigchen beitragen kann.
01:12:06: Ich habe jetzt vor einem Jahr noch das Sanon Theater Herzbaracke in Zürich auf dem Züricher übernommen einen kleinen Ort neben dem Opernaus Zürch.
01:12:16: Wenn ich vielleicht auch in der Stadt Zürrich oder im Kanton Zürcher irgendwo im Bereich an der Schnittstelle Politik Kultur Tourismus irgendwie mein Beitrag leisten kann Auch sehr gerne.
01:12:29: Das
01:12:30: ist doch jetzt eine kleine Bewerbung.
01:12:33: Nein, das war keine Bewerbung!
01:12:37: Man kann mich fragen ob ich werde mich nicht aufdrängen?
01:12:41: Wenn ich das Gefühl hätte, dass ich selber mache, hätte ich kandidiert.
01:12:44: Aber das machen jetzt andere und jetzt habe ich ein Traum.
01:12:49: Doch,
01:12:50: aber der Traum ist eben nicht.
01:12:52: Es bleibt ein Trauum.
01:12:53: Aber es ist auch wichtig.
01:12:54: Ich finde Träume müssen nach Träumen bleiben.
01:12:57: Ich würde unglaublich gerne in der Oper von Georgian Ayagershwin Porgyn bester Drogenhandler Sporting Life spielen auf einer anständigen Bühne.
01:13:07: Das war aber nur in der DDR als weißer möglich, weil dort Black Facing nämlich die einzige Möglichkeit war und... Begrüßtwin hat diese Oper nur für Schwarze geschrieben.
01:13:17: Das bleibt sein Traum.
01:13:18: Stimmt, die DDR kommt nicht zurück!
01:13:20: Obwohl wer weiß...
01:13:21: Ja, ihr nehmt
01:13:23: noch nie gewisse Leute... ... ein Staatsober
01:13:26: Björn Yang.
01:13:28: vielleicht hört er mit und dann kann der sich... Er redet ja auch zu weit.
01:13:31: So
01:13:32: ist es, vielleicht hört Kim Jong-un mit und lädt sie ein.
01:13:35: Herr Jenny vielen Dank für dieses Gespräch Und Ihnen, liebe Zuhörerinnen und Zuhöre bleibe ich für eine positive Bewertung dieses Podcasts ewig verbunden.
01:13:44: Als Anreiz schenke ich Ihnen ein Rabatt von dreißig Prozent auf einen Abo der NZZ am Sonntag.
01:13:49: Das Angebot finden Sie unter go.nzz.ch-podcast.
01:13:55: Für alle die weiterdenken um besser leben wollen.
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