Kleckern statt Klotzen – ESA-Chef Josef Aschbacher über Elon Musks Billionen-Wette und Europas Rückstand im Weltraum
Shownotes
Mit dem Börsengang von SpaceX wird Elon Musk zum ersten Billionär der Geschichte – und der Kampf um den Weltraum bekommt eine neue Dimension. Josef Aschbacher, Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation ESA, spricht mit Host und NZZaS-Chefredaktor Beat Balzli über Musks Wette auf Rechenzentren im Orbit, die Risse zwischen Europa und den USA und die Frage, ob der alte Kontinent das nächste grosse Rennen im All verschläft. Aschbacher erzählt, wie er als Bauernsohn in einem Tiroler Bergdorf vom Mond träumte, sich mit zwölf Jahren gegen den eigenen Vater durchsetzte, um nicht den Hof übernehmen zu müssen und warum seine Bewerbung als Astronaut für die Astro-Mir-Mission einst scheiterte. Es geht um den ersten KI-Chip im Weltraum, den die ESA 2017 für 70 Dollar kaufte, um Europas Antwort auf Starlink namens Iris², um die geplante dauerhafte Mondsiedlung ab 2032 und um die Frage, warum Europa im Gegensatz zu den Amerikanern oft "kleckert statt klotzt". Aschbacher spricht über die wichtiger werdende Rolle der ESA im Bereich Verteidigung, die Spannungen zwischen Frankreich und Deutschland im Weltraumgeschäft – und verrät seinen grössten Traum.
Gast: Josef Aschbacher, Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation ESA
Host: Beat Balzli
Produktion: Simon Berginz, Ellie Media
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Transkript anzeigen
00:00:00: Dieser Podcast wird präsentiert von Tvernbold Reisen, ihre Nummer eins für Velofährin mit E-Bike und E-Mountainbike.
00:00:08: Heute in Starlink hat Amerika & Elon Musk noch ein System aufgebaut das sehr gut ist.
00:00:13: Europa wird ein eigenes System aufbauen.
00:00:15: es wird keine Kopie von Starlink werden.
00:00:17: das sollen wir auch nicht machen.
00:00:18: wenn wir das machen würden dann werden wir niemals aufholen können.
00:00:23: Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von NZZ Weekend dem wöchentlichen Podcast der NZZ am Sonntag.
00:00:30: Mein Name ist Bea Balsli und ich bin der Chefredaktor der NZZ am Sonntag.
00:00:35: Seit kurzem läuft in der Finanzwelt die größte Wette auf den Weltraum, Der Börsengang von SpaceX lässt die Menschheit von Rechenzentren im Orbit und der Reise zum Mars träumen.
00:00:45: Der Gründer Elon Musk steigt damit zum ersten Billionär in der Geschichte auf – und zu einem der wichtigsten Player im galaktischen Machtkampf!
00:00:53: Großmächte wie USA, Russland, Indien und China wollen den Weltraum kommerziell und militärisch beherrschen.
00:01:00: Europa könnte in diesem Rennen den Anschluss verlieren – womit wir bei meinem heutigen Gast wären!
00:01:06: Er wird in einem Tiroler Bergdorf geboren, hat keine Lust Bauer zu werden.
00:01:11: Träumt stattdessen vom Weltall, bewirbt sich als Astronaut und macht dann doch am Boden Karriere.
00:01:17: Josef Aschbacher ist seit dem Jahrzehnten der Generaldirektor der europäischen Weltraumorganisation ESA.
00:01:24: Schön dass Sie heute bei mir
00:01:25: sind!
00:01:25: Herzlichen Dank Herr Weltslehrend.
00:01:28: schön das ich beinahe sein kann.
00:01:32: Herr Spacher, bevor wir uns in die Schwerelosigkeit begeben und Sie mir am Ende dieses Podcast Ihren größten Traum verraten interessieren mich mal Ihre persönlichen Finanzen.
00:01:42: Sind sie ein mutiger Anleger?
00:01:46: Ich bin mutig im Leben.
00:01:47: man muss immer Risiko eingehen im Beruf genauso wie im privaten Leben.
00:01:52: ich habe nicht sehr viel Geld zum Anlegen leider aber das wenige Geld dass ich hab das kann schon gemischt angelegt werden, mit einem Teilrisiko und ein Teil sehr sicher.
00:02:03: Okay gut Sie haben wenig Geld.
00:02:04: das war jetzt Ihnen eine Botschaft für irgendeinen Verwaltungsrat damit sie in höheres Salär bekommen.
00:02:10: also ein bisschen riskant.
00:02:11: sind Sie schon beim Anlegen.
00:02:12: was war denn in Ihrem Leben die bislang riskantes der Geldanlage?
00:02:17: Ich habe nicht sehr viel Geld zum Anlegen.
00:02:20: Wie gesagt, ich investiere das in relativ sichere solide Investitionsmöglichkeiten Immobilien in erster Linie und da das Betongeld wie man es noch schön sagt ist sicher angelegt und das wächst auch langsam aber stetig.
00:02:37: Okay also Sie setzen auf Betongold.
00:02:39: dann gehe ich recht mit der Annahme dass sie keine Aktien von SpaceX gekauft
00:02:43: haben?
00:02:43: Habe ich nicht gekauft!
00:02:45: Und warum
00:02:45: nicht?!
00:02:47: Das ist doch Ihre Aktie!
00:02:49: Ja,
00:02:49: das ist richtig.
00:02:50: Aber ich sehe das auch zum Teil als Interessenskonflikt.
00:02:54: Ich kenne den Markt natürlich sehr gut und prinzipiell investiere ich nicht in die Geschäfte oder in die Firmen mit denen ich zu tun habe.
00:03:01: Also Sie wären ein Insider faktisch?
00:03:03: Das kann man vielleicht so sehen.
00:03:05: ja...
00:03:07: Die von Elon Musk gegründete Firma macht pro Quartal mehrere Milliarden Verlusten.
00:03:11: Die Aktie gilt aus völlig überbewertet.
00:03:13: Prompt befindet sich der Börsenkurs von SpaceX Jetzt auf einer Achterbahnfahrt.
00:03:18: Obwohl das alles so ein bisschen vorhersehbar war, haben sich die Anleger um das Papier gerissen.
00:03:24: Können Sie diese Faszination verstehen?
00:03:26: Ist es so diese pure Fortschrittsbegeisterung, dass Science-Fiction endlich real wird?
00:03:32: Ich will jetzt nicht den Aktienmarkt beurteilen und auch die Stimmung an der Börse, sondern was ich wirklich kommentieren will ist wie die Firma Space X. Und das sind ja nicht nur die Firma SpaceX, die den IPO gemacht hat.
00:03:47: Das sind drei, dreieinhalb oder fast vier Firmen zusammengeschlossen worden inklusive.
00:03:52: künstliche Intelligenz und anderen Aktivitäten auch ex ehemals Twitter.
00:03:58: Das heißt, wenn ich mich auf SpaceX und den Raketen und Weltraumaktivitäten fokussiere... Das ist schon faszinierend, was hier gemacht wurde in den letzten zwanzig Jahren.
00:04:10: Vor zwanziger Jahren war es Pesix ja ein Start-up, hat relativ moderat und klein begonnen, hat innovative Lösungen angeboten, hat die Grenzen immer ausgelotet, was die Technologie betrifft aber auch das organisatorische und wie weit man insgesamt gehen kann.
00:04:26: Und von der Leistung oder von dem was in zwanzige Jahren als Weltraumsegment also Raketen und Starlinken im Speziellen entwickelt schon beeindruckend.
00:04:36: Genau aus dem Grund hat sich die Aktie oder die Firma auch so entwickelt, ist auch so bewertet worden weil hier natürlich die Zukunft bewerted wird.
00:04:44: das heißt wo geht es weiterhin?
00:04:47: was sind die weiteren Möglichkeiten?
00:04:49: Ist das weiter Ausbau fähig?
00:04:50: und das regt natürlich die Fantasie der Anleger an und das ist sicher das was den Börsenkurs bestimmt hat.
00:04:56: genau ich meine dass hat ja auf viel zu tun mit der Person Elon Musk.
00:05:00: haben Sie ihn mal persönlich kennengelernt?
00:05:02: habe ich
00:05:04: Um?
00:05:04: was war so ihr Eindruck?
00:05:06: Wie würden Sie ihn beschreiben?
00:05:08: Er wird sehr viel beschrieben und ich habe einmal ein Buch über ihn gelesen, als sich die Firma SpaceX damals besucht habe.
00:05:15: Das war im Jahr zweiundseventein.
00:05:16: Und da wollte ich mich einfach über diese Newspacer-Welt informieren.
00:05:20: Wir waren auch in Hawthorne ins SpaceX und anderen diese Firma kennenzulernen.
00:05:25: Damals war SpaceX ja noch viel kleiner und schon ein Star unter den Weltraumfirmen aber sicher nicht in dem Ausmaß wie heute.
00:05:34: Ich muss sagen das Konzept hat mich damals schon sehr beeindruckt und beeindruckt mich immer noch, aber ich kann mich auch sehr gut erinnern.
00:05:40: wir sind in diese Firmenhalle gekommen gerade außerhalb von Los Angeles in Hawthorne.
00:05:45: Man kommt in diese riesige Halle und wir haben natürlich gewusst dass hier wirklich die gesamte Rakete zusammengebaut wird also alle Teile vom Triebwerk bis zur ersten Stufe zweite Stufe und so weiter wird alles dort zusammen gebaut das heißt alle Leute Arbeit miteinander.
00:06:02: Es ist ein riesengroßer Raum und wenn einer ein Problem hat, das er lösen muss dann geht er zu einem Nachbarn hin oder auf die Cafébar und das wird dort diskutiert und wird weitergearbeitet.
00:06:13: also diese Interaktion und auch diese Energie die man hier gespürt hat und gesehen hat dass es sicher beeindruckend und das ist sicher etwas was was nicht nur Hänge geblieben ist, sondern auch die Entwicklung von SpaceX sicher charakterisiert hat.
00:06:26: Das sind nicht die einzigen Firmen, die das so machen – ich kenne ja auch andere Firmen in Amerika und Europa, der ein ähnliches Konzept haben.
00:06:33: Aber diese Schnelligkeit, Interaktion und dieser Druck, der hier ausgeübt wird, das ist sicher ganz bemerkenswert.
00:06:41: Der, den größten Druck ausübt, ist ja dann Elon Musk!
00:06:43: Man hört ja ganz viele Geschichten über ihn aber Sie haben mir gesagt, Sie hätten ihn persönlich kennengelernt?
00:06:47: Wie haben sie ihn wahrgenommen bei diesem Treffen?
00:06:50: Sehr intellektuell, er wird oft anders beschrieben als er vielleicht wirklich ist.
00:06:55: Er ist ein sehr intellektueller Typ also wenn man irgendwas anspricht.
00:06:59: ich habe ihn auch neulich in Davos getroffen.
00:07:02: Er war ja im Davos dieses Jahr und hat einen Vortrag gehalten über Weltraum, aber in erster Linie eigentlich über Rechenzentren im Weltraum.
00:07:12: Und ich habe ihn darauf angesprochen und ich war eigentlich überrascht dass er doch über die Fragen nachdenkt und reflektiert und dann eben seine Meinung dazu kundtut.
00:07:23: also es ist nicht so das hier schnelle Floskeln als Antwort gegeben werden sondern da wird schon tiefgründig darüber nachgedacht und das finde ich gut.
00:07:32: Ja, ich meine sie bringen das Stichwort.
00:07:34: Ich meine diese ganze Aufregung um SpaceX hat ja nichts nur damit zu tun dass er ein gefühlter Mars-Tourist ist sondern es geht ja auch vor allem um diese fantastische Vision die SpaceX verkauft vom solargetriebenen Rechenzentrum für die künstliche Intelligenz die Sie hochschießen wollen.
00:07:51: Darum meine Frage an Sie wie realistisch ist dieser Plan überhaupt?
00:07:56: Oder ist es nur Marketing im KI Zeitalter?
00:08:01: wird gestellt.
00:08:02: Sie sind nicht der einzige, die diese Fragen stellt.
00:08:04: Ich will auch nicht den Hinblick dessen das die Firma ja am Markt ist und wirklich auch von Kommentaren wie meinen auch den Kurs vielleicht weiter bestimmen wird.
00:08:13: Also dürfen
00:08:14: schon ehrlich sein?
00:08:15: Nein ich würde sehr vorsichtig sein um hier wirklich korrekt zu sein und nicht irgendwelche Kursschwankungen vorzurufen wenn man es so sagen kann.
00:08:24: Wie realistisch ist das?
00:08:25: Fragen sie mich umgekehrt!
00:08:26: Wenn sie mir vor Wie realistisch ist es, dass jemand eine wiederverwertbare Rakete baut und hundertmal pro Jahr startet?
00:08:37: Dann hätten sehr viele – ich war wahrscheinlich inklusive gesagt.
00:08:41: schwer, sehr unrealistisch und sehr schwer wirklich zu bewerkstelligen.
00:08:45: Die wir kennen was in den zwanzig Jahren passiert ist.
00:08:48: das heißt hier müssen wir wirklich einen langen großen Zeitraum uns vorstellen.
00:08:52: und wenn sie von Rechenzentren oder Datenzentren im Weltraum sprechen man muss da etwas differenzierter an diese Frage herangehen.
00:09:00: Wir überlegen und wir machten auch Studien in der ESA.
00:09:04: Was heißt das, was würde das bedeuten?
00:09:06: Was sind die Herausforderungen oder was müsste gemacht werden?
00:09:09: Und das Thema ist viel komplexer.
00:09:10: Das beginnt zum Beispiel mit einfachen Zentren oder einfachen Möglichkeiten im Weltraum, einfach Daten zu speichern.
00:09:18: Das ist die einfachste Art den Weltraum für Informationstechnologie zu nutzen.
00:09:22: Die zweite oder die nächste Möglichkeit ist im Weltraum durch die Satelliten bereits künstliche Intelligenz anzuwenden.
00:09:30: und dann im Weltraum bereits vor Entscheidungen zu treffen, um dann Informationen auf dem Bund zu schicken die dort gebraucht wird schnell und bereits vorausgewertet.
00:09:39: Die nächste Stufe dieses Aufbaus ist dann sicher auch immer Weltraum Rechenzentren zu installieren mit verschiedenen Möglichkeiten in der verschiedener Größe.
00:09:49: Welche
00:09:49: Hürden muss man denn nehmen?
00:09:50: Ich meine da gibt es ja viele technische Hürde.
00:09:52: Es gibt die Strahlung Es gibt das Latentsproblem dass die Daten überhaupt wieder zurück auf die Erde kommen.
00:09:59: Das ist ja nicht so einfach zu lösen, oder?
00:10:01: Ja es sind viele Hürden zunehmend.
00:10:03: Es ist richtig wenn man die einzelnen Stufen abschätzt.
00:10:08: also zum einen muss man natürlich die Infrastruktur in den Weltraum bringen.
00:10:11: Wenn man von größerer Rechenleistung spricht dann sind das relativ schwere und grössere Einheiten.
00:10:18: Also das heißt es muss sehr viel Masse in den Weltraum transportiert werden.
00:10:22: Das muss im Weltraum zusammengebaut werden, wir nennen das In-Orbit Assembling wo wir im Weltraum mit Robotern verschiedene Bauteile zueinander fügen.
00:10:30: die müssen abgestimmt werden und müssen dann aktiviert oder eingeschaltet werden.
00:10:35: Die sind relativ groß, also es gibt hier verschiedene Größenordnungen und verschiedene Vorstellungen die man hier hat.
00:10:41: Aber wenn man einen größeren Rechenzentren denkt dann sind das schon Ausdehnungen von Kilometern mal Kilometer.
00:10:47: Und das muss im Weltraum aufgebaut, stabil gehalten werden und natürlich betrieben werden.
00:10:53: Das sind riesige Herausforderungen.
00:10:55: Umgewartet?
00:10:56: Ich meine ich stelle mir dann vor da müssen sie ja permanent irgendwelche Raketen hochschießen weil da müssen auch Leute oder irgendwie muss das ja organisiert sein.
00:11:04: das Ganze
00:11:05: Ja, das muss gewartet werden.
00:11:07: Richtig!
00:11:07: Das muss natürlich automatisch mit Robotern nicht durch Leute gewartet sein.
00:11:11: Genau.
00:11:12: Sie
00:11:12: meinen Astronauten werden da nichts zu tun haben?
00:11:14: Richtig, wir gehen nicht davon aus dass hier Astronautinnen gebraucht wurden sondern es wird wirklich durch Roboter aufgebaut.
00:11:20: Wenn Sie das alles erzählen, habe ich natürlich schon schwer das Gefühl dass Elon Musk ein bisschen geflunkert hat beim Börsengang.
00:11:26: Also gesagt hat er es sei in zwei Jahren möglich!
00:11:30: Ich meine ist ein Konkurrent.
00:11:31: der Nähmessengründer Jeff Bezos von Blue Origin spricht von zehn bis zwanzig Jahren.
00:11:37: Wer hat mehr Recht?
00:11:39: Von den beiden?
00:11:39: Ja ich will diese Frage wirklich nicht beantworten aber nehmt mich nicht.
00:11:44: Sie meinen der Kurs bricht gleich zusammen von SpaceX weil zwei Jahre ist doch komplett unrealistisch
00:11:48: oder?!
00:11:50: Es ist eine große Herausforderung.
00:11:51: und ich sage es noch einmal, wenn Sie mich gefragt hätten ob in zwanzig Jahren hundert Starts pro Jahr durchgeführt werden können.
00:11:58: Wir wissen das sind mehr als Hundert Start der Zeit dann hätte das keiner für möglich gehalten.
00:12:03: Also man darf das nicht unterschätzen.
00:12:05: und natürlich jetzt durch den Börsengang ist so viel Geld akquiriert worden, es ist soviel Kapital zur Verfügung,
00:12:11: d.h.,
00:12:11: man kann hier wirklich sehr schnell auch aufbauen und sehr viel Energie reinstecken.
00:12:20: Ich kann das nicht beurteilen, weil es ist ja nicht so sichtbar oder evident.
00:12:24: Das muss jetzt natürlich erst umgesetzt werden und ich kann eigentlich nur das mit Interesse und Begeisterung beobachten.
00:12:32: Alles Gute wünschen, dass das auch so funktioniert wie es geplant ist.
00:12:36: Gut Sie wollen sich nicht festlegen?
00:12:38: Ich behaupte jetzt einfach mal zwei Jahre – das werden sie nicht schaffen!
00:12:41: Bei SpaceX da werden sie mich nicht widersprechen,
00:12:44: oder?!
00:12:45: Ich will dazu kein Statement abgeben.
00:12:47: Sie sind wirklich vorsichtig….
00:12:49: Im Zeitalter der künstlichen Intelligenz sind ja Rechenzentren, die nächste Flaschenhals sind teilweise heute schon der Flaschenhals.
00:12:56: Europa gerät heute schon am Boden gegenüber China und in den USA ins Hintertreffen.
00:13:01: Verlieren wir jetzt auch das KI-Rennen im Weltall?
00:13:05: Nee, so würde ich das nicht sehen.
00:13:07: Erstens ist KI ja nicht nur im Weltraum sondern findet in erster Linie nach wie vor auf dem Boden statt.
00:13:12: Das heißt hier muss natürlich Infrastruktur aufgebaut werden.
00:13:15: Das sind sowohl die Hardware als auch die Software also die Zentren, die Rechenzentren die dann die ganzen künstliche Intelligenz Berechnungen durchführen braucht die ChatGBTs oder die einzelnen Softwarefirmen, die das aufbauen.
00:13:29: Wir haben in Europa eine Firma, die recht aktiv und recht stark ist, nennt sich Mistral.
00:13:34: Und das muss sich erst herausentwickeln und muss erst aufgebaut werden.
00:13:37: Natürlich die Nutzer werden dann bestimmen wie erfolgreich diese einzelne Software-Lösungen sind.
00:13:43: Weil sie ist ja nichts anderes als Software wenn wir von künstlicher Intelligenz sprechen, die natürlich sehr cleverer ist und sehr vielseitig ist.
00:13:51: demnächst natürlich herausstellen.
00:13:53: Natürlich was man sieht ist schon, dass gerade China und die Vereinigten Staaten sehr stark investieren in Zentren, in die Chip-Produktionen auch in den Entwicklungen der Software und das wird mit sehr starker Energie vorangetrieben.
00:14:09: Europa ist auch gut aber nicht vergleichbar zum Beispiel mit amerikanischen Zentren.
00:14:15: Das ist ein Bereich nicht nur in der künstlichen Intelligenz zu beobachten ist, sondern auch in anderen Bereichen.
00:14:21: Nehmen Sie die Verteidigung, nehmen Sie auch Weltraum und viele andere Bereiche.
00:14:25: Europa ist halt in vielen Bereichen nicht im gleichen Maße engagiert, da gibt es auch nicht die gleiche Summe an Mitteln aus und deshalb ist hier ein Unterschied zu sehen – im Weltraum.
00:14:36: Genau!
00:14:36: Europa kleckert statt dass das klotzt.
00:14:41: Ich möchte noch schnell zum Weltraum zurück und zu den Rechenzentren, die dann in den Orbit geschossen werden sollen.
00:14:46: In Davos haben Sie mir erzählt, dass die Europäer eigentlich schon mal so einen Prototypen entwickelt haben.
00:14:52: Was hat das damit auf sich?
00:14:54: Ja, das war eine wirkliche Entwicklung, auf die ich sehr stolz bin.
00:14:58: Ich war damals direkt auf der Erdbeobachtung noch ansässig in Frascati, unserem ESA-Zentrum im Haushalt Brahms.
00:15:05: Ich habe damals meine eigenen Teams herausgefordert und habe gesagt, ich würde gern Die nächsten Schritt nach dem Aufbau des Copernicus-Programms ist ja das weltgrößte Erdbeobachtungsprogramm, dass wirklich Atmosphäre, Ozeane, Landoberflächen und Polargebiete ständig mit verschiedenen Sensoren vermisst.
00:15:27: wahnsinnig große Datenmengen, um hier wirklich zu verstehen wie das System RD funktioniert.
00:15:31: Und ich habe dann zu meinen Teams gesagt, ich will sehen, wie man diese Datenmenge nicht nur produziert und in die Welt schickt und damit viele Leute die Daten verwenden können sondern wie man sagen wir mal zwei Stufen in dieser Entwicklung weitergehen kann.
00:15:46: Die eine ist die Entwicklung von digitalen Zwillingen, basierend auf den Daten gekoppelt mit sogenannten Systemmodellen unseres Klima- oder R-Systems.
00:15:56: Natürlich benötigt das sehr große Rechenkapazitäten um hier wirklich vorhersagen machen zu können und diese digitalen Zwillinge einzusetzen, um sogenannte What-Ifs-Szenario.
00:16:06: Also was passiert wenn das Szenarien durchzurechnen?
00:16:09: Um zum Beispiel abschätzen zu können, was würde passieren, wenn wir mehr Abholzung machen würden?
00:16:15: Wie würde sich die Erde erwärmen?
00:16:16: Was würde das für den tropischen Regenwald heißen?
00:16:19: Was würdet das für die Temperaturen, Wetter, Klima usw.
00:16:22: bewirkstelligen?
00:16:23: Der andere Schritt da, um der nächsten Schritt zu gehen ist wirklich nicht nur die Daten durch die Sensoren im Weltraum, sondern dann auf den Boden zu schicken und dann am Boden zu verrechnen und weiterzuverarbeiten.
00:16:36: Sondern wirklich im Weltraum bereits Rechnungen durchzuführen.
00:16:39: eigentlich genau das was ich vorhin angekündigt habe Und da hab' ich mein Team heraus gefordert.
00:16:44: kann man einen KI-Chip auf einen Satelliten geben, einen Sensor gekoppelt der eine Aufnahme der Aerofläche macht und dann im Weltraum vor Analysen treffen.
00:16:55: Und dann die Daten herunterschicken?
00:16:57: Das war damals noch nicht gemacht, das war im Jahr zehnt zwölfzehn.
00:17:01: Wir haben dann wirklich den ersten AI-Chipe also künstliche Intelligenz-Chib gekauft eigentlich vom Markt, er hat siebzig Dollar gekostet.
00:17:09: Okay!
00:17:09: Das war günstig noch.
00:17:10: Das war wirklich günstige.
00:17:12: wir haben auch kleine Satellite verwendet, um das zu testen.
00:17:15: Es war ein Technologie-Demonstrator, um zu sehen ob man sowas machen kann.
00:17:19: Meine eigenen Ingenieure in der ESA haben damals gesagt es ist zu riskant wir sollen das nicht machen.
00:17:25: Der Chip wird nicht funktionieren, die Strahlung wird nicht überstehen, es wird thermische Probleme geben oder auch andere Probleme und haben mir wirklich davon abgeraten das zu tun.
00:17:34: Ich habe gesagt nein ich will die Grenzen austesten und wir machen das ganz einfach und auch wenn's nicht funktioniert wird dass sicher sehr viel Neues an Erkenntnis bringen.
00:17:43: vielleicht funktioniert das nächste oder übernächste Mal, um dann sowas weiterzuentwickeln.
00:17:47: Gott sei Dank hat das Experiment funktioniert.
00:17:49: Das war wirklich der erste künstliche Intelligenz-Chip, der im Weltraum geflogen ist, gekoppelt an einen Sensor, einem Erdbeerwartungssensor und der dann im Weltraum sozusagen Analysen durchgeführt hat.
00:18:02: Also die Europäer haben es erfunden aber die Amerikanern machen das Geld?
00:18:06: Ja, die Europär haben sie erfunden ganz richtig!
00:18:09: Das wird jetzt massenweise weltweit verwendet nicht nur in Amerika auch, in Europa auch, China auch in anderen Ländern.
00:18:16: Aber ja, es ist richtig und das ist nicht das erste Mal.
00:18:19: Sie sagen das ganz richtig, dass Europa die Innovation verantreibt und oft ist dazu führt, dass andere dann das Geschäft draus
00:18:26: machen.".
00:18:26: Genau darum meine ich Frage!
00:18:27: Ich meine sie haben jetzt so einen Bonsai-Rechenzentrum erfunden in den Jahr zwei Tausendsehnten, dass sie da ein Orbit geschickt haben.
00:18:34: Glauben Sie denn, dass es eine europäische Beteiligung an so kommerzionell genutzten orbitalen Rechenzentren geben wird?
00:18:41: Also dass man auch in solche Großprojekte einsteigt Von Seiten Europa?
00:18:46: Europa arbeitet ganz sicher daran, bereits und wird sicher auch daran arbeiten.
00:18:50: Aber es ist ja nicht so dass es hier ein großes Rechenzentrum irgendwo im Weltall am Punkt X Y gibt sondern es werden ja viele Kapazitäten aufgebaut werden.
00:18:58: Genau!
00:18:59: Die
00:18:59: Kapazität die... Die sehr wahrscheinlichste ist und mir auch die strategisch wichtigste vorkommt, wird genau dies ein, die ich vorhin beschrieben habe.
00:19:06: Dass wir in Zukunft Satelliten mit KI-Sensoren ausstatten um im Orbit zu bestimmen oder zu analysieren was gesucht wird.
00:19:16: Ich nehme das Beispiel Waldbrand.
00:19:18: Wenn wir einen Sensor haben, der Infrarot-Temperaturen misst und dann wird im Weltraum erkannt hier ist ein Waldbrand, der Mensch dahin ist.
00:19:27: Wo Zeit ja eine ganz wichtige Rolle spielt?
00:19:29: Dann kann man sofort vom Satelliten aus ein Signal auf den Boden schicken zu einer Feuerwehrstelle oder zur Einsatzstelle wo dann natürlich sofort Maßnahmen ergriffen werden können statt Wie wir es bisher gemacht haben, die Daten runterzuschicken über eine Bodenstation.
00:19:45: Dann weiterzuleiten in ein Datenzentrum dort auszuwerten und dann vielleicht ein oder zwei Stunden später einen Signal an die Feuerwehr zu schickten.
00:19:53: Das heißt wenn man das direkt machen kann, hat man natürlich sehr viel gewonnen.
00:19:56: Und das ist sicher für mich die Zukunft, die offensichtlich ist wo man wirklich sehr intelligent die Intelligenz im Weltraum auch intelligent einsetzen kann und wirklich sofort umsetzen kann um hier Bedürfnisse am Bodensee sehr schnell befriedigen zu können.
00:20:12: Ja, ich meine diese riesigen KI-Zentren von denen Elon Musk spricht die sind ja auch noch Science Fiction aber daneben gibt es noch seinen Raketenbereich.
00:20:21: aber es gibt vor allem dieses hoch profitable Satellitengeschäft von SpaceX Starlink genannt und mit dem ist er bereits heute real ein Machtfaktor der den Europäern ja ziemlich zu schaffen macht.
00:20:33: Ich meine, mit Galileo gibt es ein sehr genaues Navigationssystem oder das ist sogar besser als das amerikanische GPS und mit Copernicus, Sie haben es vorher erwähnt existiert zudem ein ausgereiftes Erdbeobachtungssystem.
00:20:45: aber im Bereich digitale Kommunikation oder also Internet-Daten etc.
00:20:49: steht Europa nahezu nackt da.
00:20:51: selbst Ukrainer müssen im Krieg Starlink von Elon Musk verwenden.
00:20:57: Ich meine das europäische Konkurrenzprodukt Iris II heißt es ja, ist jetzt erst im Aufbau.
00:21:02: Man ist digital also noch völlig unsouverän.
00:21:06: Wie konnte eigentlich der alte Kontinent derart ins Hintertreffen geraten?
00:21:10: Haben Sie sich das mal erklären können?
00:21:13: Ich bekomme sehr oft die Frage gerade im Hinblick auf den Börsengang von SpaceX, dass Amerika das Paradies ist und alles möglich ist.
00:21:22: In Europa passiert gar nichts, sondern Europa ist im Hintertreffen.
00:21:25: Das ist nicht korrekt.
00:21:26: Aber wie
00:21:27: sind die im Hintertreffen?
00:21:30: Lassen Sie mich erklären!
00:21:31: Es gibt einige Bereiche – Sie haben Starlink erwähnt und ich werde das noch einmal leicht korrigieren müssen was Sie vorhin gesagt haben.
00:21:39: ist nicht so, dass Ayrisquare die einzige europäische Antwort drauf ist.
00:21:43: Wir haben bereits ein System das im Orbit ist, das nennt sich OneWeb, da hat er etwa sixhundert Satelliten im Weltraum und wird bereits verwendet auch in der Ukraine und den anderen Ländern um hier genau das anzubieten was auch Elon Musk anbietet also sprich Starlink anbietet nämlich Kommunikation aus dem Weltraum mit weniger Satellitens viel weniger Kapazität.
00:22:03: aber es wird das gleiche System angeboten und es wird auch verwendet zum Beispiel in der ukraine.
00:22:07: Aber lassen Sie mich zurückkommen auf den Unterschied zwischen Amerika und Europa.
00:22:11: Das muss man wirklich in Kontext setzen.
00:22:14: In Amerika wird von öffentlicher Seite etwa sechsmal so viel Geld ausgegeben wie in Europa, wenn man die Finanzierung der NASA, der Space Force addiert und vergleicht mit der ESA, mit nationalen Ausgaben, mit europäischen Kommission dann ist hier ein Faktor von sechs.
00:22:31: Wenn ein Faktor von sechs existiert oder Europa ein Sechstel des Geldes ausgibt, dann können sich natürlich Firmen nicht so entwickeln wie in Amerika.
00:22:39: Weil einfach nicht zu viel Geld am Markt ist.
00:22:41: Das ist einmal die Ausgangslage und deshalb kann man auch nicht Äpfeln mit Birnen- oder Äpfel mit Kirschen vergleichen weil es einfach eine andere Dimension ist.
00:22:48: Trotzdem dass Amerikas soviel mehr Geld ausgibbt oder Europa so viel weniger hat.
00:22:53: Europa weltführende Programme im Weltraum.
00:22:56: Ich habe vorhin Copernicus erwähnt.
00:22:58: Copernicus ist das weltführende Programm der Erdbeobachtung, es gibt kein Land auch nicht Amerika, auch nicht China und nicht Japan oder in den oder andere Länder.
00:23:07: Kein Land, dass so ein koärentes komplexes System aufgebaut hat über zwanzig Jahre mittlerweile mehr als zwanzige Jahre.
00:23:15: Dass er den Planeten Erde mit so viel Messinstrumenten überwacht und deshalb die Daten liefert.
00:23:21: Wir liefern derzeit täglich dreiundfünfzig Derarbeit an Tagen an die Welt, an Copernicus Daten.
00:23:28: Da gibt es nichts Vergleichbares.
00:23:32: Sie haben selber Galileo erwähnt.
00:23:34: Europa hat wiederum mit etwa fünfzehn Jahren Verspätung nach dem GPS ja schon ein Fünfzehn Jahre Markt war, hat Europa entschieden das war in den Neunzigerjahren wir brauchen ein eigenes Navigationssystem aus dem Weltraum, hat Galileo beschlossen und aufgebaut.
00:23:48: heute Dreißig Jahre später auch mit Dank der Schweizer Technologie.
00:23:51: Die Schweizer Uhren sind nicht nur am Handgelenk fantastisch, sondern auch im Weltraum die präzisesten, die es sehr zu dem Markt gibt.
00:23:58: Dank dieser Technologie und Innovationskraft, die Europa hat haben wir heute ein Navigation-System basierend auf Satelliten das genaueste und das beste System weltweit ist.
00:24:12: Lass mich fertiger.
00:24:12: Was ich damit sagen will ist, dass Europa manchmal etwas später beginnt, etwas aufzubauen – fünfzehn Jahre in Copernicus, fifteen Jahre in Galileo – aber irgendwann schafft es Europa ein... Weltstandardsystem aufzubauen.
00:24:27: Genau das haben wir gemacht, ich könnte noch andere Beispiele erwähnen aber da sind die zwei sich passen.
00:24:31: Ja heute in Starlink hat Amerika und Elon Musk ein System aufgebaut dass sehr gut ist und sehr viele Satelliten hat und sehr gute Service anbietet.
00:24:40: Europa wird ein eigenes System aufbau.
00:24:42: Wann ist man auf der Augenhöhe mit Starlink?
00:24:45: Es wird keine Kopie von Starlink werden, das sollen wir auch nicht machen.
00:24:48: Wenn wir das machen würden dann werden wir niemals aufholen können weil natürlich Starlink seit Jahrzehnten etwa aufgebaut wird und deshalb eine Vorsprung von zehn Jahren hat.
00:24:58: Das heißt wir müssen durch Innovation ein System aufbauen dass gewisse Charakteristiken haben die einfach einen Schritt schneller sind oder ein Schritt höher sind und deshalb ein System aufbauen.
00:25:09: Das wird sicher optische Kommunikation sein, das wird sicher die Verschlüsselung sein Quantum-Kommunikation als Stichwort wo wir sehr stark investieren, wo wir auch technologisch eine Führerschaft haben weltweit und das werden wir weiter ausbauen und dass werden wir umsetzen in ein zukünftiges Secure Connectivity System nämlich ein System das Kommunikationsaus dem Weltraum anbietet sicher und natürlich verschlüsselt.
00:25:33: Das heißt wir arbeiten auch in solchen Lösungen mit anderen Innovationen und wir werden ganz sicher eine sehr potente, sehr kräftige Kommunikation aus dem Weltraum beistellen.
00:25:43: Das heißt aber konkurrenzfähig mit Starlink?
00:25:45: Ich habe das jetzt begriffen.
00:25:46: Man kopiert nicht, aber man will ja jeden wie konkurrentsfähig sein.
00:25:49: ist man dann so in drei vier Jahren
00:25:51: oder was ist das?
00:25:53: Das wird nicht möglich sein, weil ein System aufzubauen natürlich einige Jahre dauert.
00:25:59: Sie haben Starlink erwähnt.
00:26:01: auch Starlink hat vor zehn Jahren begonnen und ist jetzt natürlich ein sehr leistungsfähiger System.
00:26:06: Auch unser System das wir wirklich als Referenz oder Antwort auf Starlink aufbauen, nicht um es zu kopieren sondern um die europäische Lösung dafür zu definieren.
00:26:16: wird einige Jahre brauchen, bis es aufgebaut wird.
00:26:18: Die Verantwortung bei RSQL liegt bei der Europäischen Kommission und der Kommissar Kubilius hat neulich gesagt, dass er das System in den Erster-Version aufbauen will und die Operazonell haben will.
00:26:29: Das heißt, es ist relativ zügig, wie wir daran arbeiten und das muss jetzt sehr schnell und stark aufgebaut
00:26:34: werden.".
00:26:35: Wir sind gleich zurück!
00:26:38: Velo-Enthusiasten kommen bei Tvernbolt ebenso auftouren als gemütliche Genussfahrer.
00:26:43: Auf verschiedenen E-Bike-Reisen kurven sie durch Europa und erleben Inseln, Berge und Landschaften auf die bequeme Tour.
00:26:51: Alle Strecken sind rekogniziert und kompetente Guides, Top-Meatbikes und der Begleitbus von Tvernbold sind immer dabei!
00:27:05: Die Europäer haben ja lange Zeit in Amerikanen vieles delegiert.
00:27:08: Man hat auch Vertraut auf diese transatlantische Freundschaft, das ist so ein bisschen durch inzwischen und man merkt auch dass die Europäern gerade in dem Geschäft über das wir jetzt reden so ein bißchen die Elbogen ausfahren.
00:27:19: oder.
00:27:20: die EU-Kommission hat nämlich jetzt ab im Jahr zwanzig neue Satellitenfrequenzen ausgeschrieben und neu soll ein Drittel davon Iris Square bekommen und Starling und Amazon nur noch ein Drittel.
00:27:33: eine klare Kriegserklärung, oder?
00:27:35: Das ist keine Kriegserklärung.
00:27:37: Man darf nicht vergessen dass diese Frequenz Europa zugesprochen wurde und Europa hat das heißt die europäische Kommission verwaldet er diese Freqenz von der ITU zugesprachen wurde und das ist der Vorschlag der Europäischen Kommission.
00:27:51: Aber Elon Musk hat es genau so verstanden als Kriegserkleierung Und hat sich auch schon beschwert.
00:27:55: muss Europa jetzt mit einer Retourkutsche aus den USA rechnen?
00:27:59: Das will ich nicht beurteilen, und das sind politische Wahrscheinlich-Fragen oder welche Dimension auch immer hinzukommt.
00:28:06: Aber dieses Frequenzrecht ... Ich wiederhole es noch mal, dass es im Jahr twenty-seven ausläuft ist ein Frequenzrecht der Europäischen Kommission oder Europas.
00:28:15: Und die Europäische Kommission vertritt das für Europa.
00:28:18: Es unterliegt deshalb der Europäischen Kommission zu bestimmen wie sie diese Frequence recht, dass sie derzeit besitzen oder bekommen, wie Sie das weiterverwenden werden?
00:28:28: Nein, das ist klar.
00:28:29: Das ist völlig autonom.
00:28:30: aber wie gesagt es kommt bei Musk nicht gut an man rechnet ja dann immer damit okay da kommt die in der Röturgutsche.
00:28:35: jetzt beginnen die USA schon die Europäer teilweise auszusperren bei gewissen KI-Dienstleisten was mich mal wundern nehmen würde.
00:28:43: Wie zeigt sich eigentlich diese geopolitische, nennen wir's Eiszeit zwischen den USA und Europa In ihrem täglichen Geschäft mit den Amerikanern?
00:28:51: Spüren sie den Trump-Effekt.
00:28:55: Lassen Sie mich das wieder in den Kontext setzen und ich werde Ihnen dann auf den Effekt Antwort geben, den Sie angesprochen haben.
00:29:02: Das Budget der ESA, derzeit haben wir acht Komma drei Milliarden als Jahresbudget zu fünfundneinzig Prozent oder zu mehr als neunzig Prozent sind es Programme und Projekte die wir autonom für Europa mit europäischer Industrie durchführen.
00:29:17: Ein kleiner Teil unseres Budgets betrifft Programme und Projekte, die wir gemeinsam mit Amerika durchführen.
00:29:22: Andere mit Japan, andere mit anderen Ländern.
00:29:25: aber Amerika ist ein wichtiger Partner in der Exploration.
00:29:28: Und gerade in der exploration um Astronauten in den Weltraum zu bringen oder um den Mond zur Kunden und den Mond sowohl mit Robotern als auch mit Astronautinnen zu erkundigen.
00:29:40: Wenn es darum geht – Sie sprechen sicher das Artemis-Programm an Astronauten auf den Mond zu bringen, was heute ja sowohl von China als auch von Amerika im Wettbewerb angestrebt wird.
00:29:52: Dann hat Europa keine eigene Kapazität.
00:29:54: Das heißt, heute kann Europa nicht Astronaut mit eigenen Mitteln in den Weltraum bringen – ob das der Low-Earth-Orbit ist, also sprich der Orbit um die Erde herum oder irgendwann der Mond.
00:30:04: Das hat Europa heute nicht.
00:30:06: Heute können nur drei Länder Astronautinnen im Weltraum bringern.
00:30:09: Das ist Russland, das ist China und das ist Amerika.
00:30:12: Und das ist genau der Punkt, den ich heute auch meinen Mitgliedsländern und den Entscheidungsträgern diskutiere.
00:30:18: Ist da sein Zustand Europas, der zufriedenstellend ist?
00:30:22: Soll dieser Zustand geändert werden?
00:30:24: Wenn ja – was muss erreicht werden?
00:30:28: Weil
00:30:28: Sie Angst haben, dass Trump-Effekt kommt oder weil sie Angst haben ... mit dieser Abhängigkeit, die Sie ja haben.
00:30:36: Dass sie da Gefahr laufen nicht mehr operativ zu sein?
00:30:39: Ganz richtig.
00:30:40: und zwar wollen wir natürlich sich erstellen dass wir in gewissen strategischen Bereichen unsere Autonomie verstärken.
00:30:47: Und ich sage nicht ganz bewusst nicht das wir hundertprozent autonom werden weil hundert prozent autonomie wird es niemals geben auch nicht für amerika dass er auch abhängigkeiten von europa zum beispiel hat.
00:30:57: Das heißt wir wollen autonomer werden wir wollen stärker werden und deshalb mehr Infrastruktur, mehr Weltraumtechnologie aufbauen und entwickeln um diese Autonomie zu erhöhen.
00:31:07: Und das ist genau das was wir heute diskutieren.
00:31:10: Meine Mitgliedsländer haben mir ein ganz starkes Mandat gegeben in der Ministerratskonferenz im November in Bremen wo ganz starke finanzielle Zeichnungen durchgeführt wurden.
00:31:22: Wir haben einunddreißig Prozent mehr Budget bekommen als vor drei Jahren.
00:31:25: Wir haben diese Ministerrats Konferenz alle drei Jahre.
00:31:27: Genau!
00:31:28: Wir haben einen ganz starken Mandat bekommen auch Autonomien zu verstärken auch im Sicherheits- und Verteidigungsbereich?
00:31:34: Dazu kommen
00:31:34: wir noch Herr Aschbacher.
00:31:36: Lassen Sie uns nochmal bei den USA bleiben, bei diesem Artemis-Programm.
00:31:39: Das ist ja ziemlich spannend!
00:31:41: Merken Sie es denn im Daily Business im Artemis Programm dass die politischen Verhältnisse sich in den USA geändert haben?
00:31:48: oder ist das Business als usual in der Zusammenarbeit?
00:31:51: Es ist sicher so, dass sich die Zusammenarbeit geändert hat.
00:31:54: Nicht nur für Europa auch für Japan und für Kanada.
00:31:58: Für die Vereinigten Arabischen Emirate, die es sich zum Beispiel am Gateway beteiligt haben.
00:32:02: Der Gateway ist diese Station, die ja geplant war als Teil der Artemis-Architektur um den Mond herum, um sozusagen eine Zwischenstation zu haben bevor die Astronauten auf den Mond kommen also am Mond landen und dann dort arbeiten durchführen.
00:32:17: Das heißt dieses Gateway wurde mittlerweile Pausiert von der NASA, also sprich von Amerika und wir sind ein Partner Europa aber auch wie gesagt Japan Kanada und die Vereinigten Arabischen Emirate.
00:32:30: Wir sind ein partner dieses Gateway und ja wir haben hier natürlich durch.
00:32:33: diese Pausierung ist nicht gestrichen es ist pausiert.
00:32:37: auf die Pausierungen haben wir natürlich unsere Programmentwicklungen modifizieren müssen oder wir sind gerade dabei, das zu tun.
00:32:45: Und genau das ist der Anlass der Diskussion und genau das is der Grund warum meine Mitgliedsländer sagen Wir müssen autonomer werden!
00:32:52: Wir müssen stärker werden um eben solche Situationen in Zukunft verhindern.
00:32:55: so können.
00:32:56: Welche
00:32:56: konkrete Rolle spielen die Europäer denn jetzt im Artemis-Programm?
00:33:00: Mit dem man ja dann irgendwann auf den Mund Siedeln will eigentlich.
00:33:03: Wir spielen eine ganz, ganz wichtige Rolle und hier ist die umgekehrte Abhängigkeit gegeben wo die NASA von der ESA abhängig ist um Astronauten auf den Mond zu bringen.
00:33:14: wir liefern das sogenannte European Service Modul.
00:33:17: Das ist das Modul, dass die Reihenkapsel antreibt.
00:33:21: Also mit Energieversorgung, Wasserstoff und Sauerstoff und auch die Temperatur reguliert.
00:33:27: Und deshalb sicherstellt, dass Astronauten in der Kapsel erstens angetrieben werden.
00:33:33: Wieder sicher zurückkommen.
00:33:35: aber auch die Lebensbedingungen in der Kapsel werden durch dieses Servicemodul geregelt.
00:33:39: D.h.,
00:33:40: hier hat die NASA beschlossen schon vor mehr als zehn Jahren, dass sie Technologie aus Europa einbauen um Astronauten auf den Mond zu bringen.
00:33:49: Das heißt hier spielen wir eine ganz ganz wichtige Rolle.
00:33:52: Jetzt sollen ja ab zwanzig zweiunddreißig Menschen dauerhaft auf dem Mond leben.
00:33:57: von da soll es dann weiter gehen Richtung Mars.
00:34:00: das klingt doch schwer nach Science Fiction.
00:34:02: wie würden Sie einem Leine klären wie das funktionieren sollte?
00:34:06: Ja, das klingt vielleicht heute nach Science-Fiction.
00:34:08: Aber in zehn Jahren wird man sehr viele Bilder davon sehen wie Astronauten wirklich auf dem Mond arbeiten, Roboter am Mond aktiv sind und eine Infrastruktur aufgebaut wird.
00:34:19: Man muss sich das etwas bildlich vorstellen.
00:34:21: Es wird natürlich am Anfang notwendig sein, dort Energie aufzubauen eine Energiestation auch Kommunikationseinheiten aufzubauten Navigationssysteme aufzubauern und eine grundlegende Infrastruktur,
00:34:34: d.h.,
00:34:34: ein Habitat wo Astronauten leben können und schlafen können und ihre Arbeiten durchführen können.
00:34:41: Das wird schrittweise gehen.
00:34:43: es wird ein Habitatt nach dem anderen aufgebaut werden aber es wird dann wirklich sukzessive so sein dass man die Ressourcen auf dem Mond verwendet, um maximal natürlich dort die Ressen zu verwenden und das Ökosystem weiteraufbaut.
00:34:57: Das wird natürlich Zeit dauern, das wird Energie brauchen.
00:35:00: Das wird Aufwand benötigen aber es wird sich über das nächste Jahrzehnt sukzessive aufbauen.
00:35:06: Natürlich am Anfang ist es eine Mischung aus Robotern und Astronauten.
00:35:10: die Astronaut werden nicht ständiger am Mond sein sondern für Perioden von einigen Wochen dort sein wieder zurückkommen während Roboter weiter arbeiten.
00:35:19: also das ist sicher sehr interaktiv auch zum Teil vielleicht schwer vorzustellen weil das muss ja alldessen entwickelt an der Forschung, dass man nicht alles weiß und vorhersagen kann.
00:35:30: Dass man eben Neues auch entdeckt hat.
00:35:32: Man wird auch enttecken was es an Bodenschätzen am Mond gibt.
00:35:35: Wir haben gewisse Erwartungen und Vorstellungen.
00:35:37: Der Mond ist ja ein...
00:35:39: Zum Beispiel?
00:35:39: Ja!
00:35:40: Es gibt wahrscheinlich die ähnliche Bodenschätze wie auf der Erde.
00:35:43: Der Mund ist ja von der Erde abgespalten worden durch einen sehr starken Asteroideneinschlag für Milliarden von Jahren.
00:35:49: Das heißt er ist eigentlich ein Teil Erde Aber unter ganz anderen Bedingungen wird die Zeit hin verändert worden oder auch weniger verändert worden.
00:35:57: Hat keine Atmosphäre, hat aber sicher auch Bodenschätze unter dem Regulit also unter dem Mondstaub, den man natürlich in der Oberfläche sieht.
00:36:05: das heißt man muss erkunden was es an Bodenschätzen gibt.
00:36:09: Wir haben Vermutungen, dass es seltene Erden gibt.
00:36:11: Dass es natürlich Wasser gibt gerade am Südbohl.
00:36:14: Das Wasser ist absolut wichtig um daraus Treibstoff und Sauerstoff abzuspalten und herzustellen.
00:36:23: Es gibt Regolithen.
00:36:23: Der Regolith könnte als Baustein dienen um wirklich Gebäudeinfrastruktur aufzubauen.
00:36:30: wir haben das im Labor bei uns bereits getestet in der ESA wie man dieses Regolithgestein oder dieses Mondgesteins Das
00:36:38: ist dann der Backstein für die Häuser.
00:36:41: Und das jetzt mal ganz simpel zu formulieren?
00:36:43: Ja, so kann man es vielleicht formulieren.
00:36:44: Aber das sind wirklich die elementaren Bausteine, die wir hier kreieren um die Infrastruktur Stück für Stück aufzubauen.
00:36:52: Okay, das ist wirklich Science Fiction für Vorgeschrittene.
00:36:55: Ich meine meine Begeisterung für den Weltraum, den habe ich mir als Kind mit sehr schlecht gemachten Science-Fiction Filmen im Stil von Raumschiff Enterprise antrainiert, fremde Planeten aus Karton, Plastiklaser und Scotty der alle hoch beamt!
00:37:09: Wie kam eigentlich der galaktische Virus zu Ihnen ins Tiroler Bergdorf?
00:37:14: Das ist eine schöne Frage, eine gute Frage und zwar wie Sie Wissen hat natürlich das Apollo-Programm sehr viele Leute begeistert.
00:37:23: Und ich bin auch eines dieser Apollo-programminfizierten Kinder.
00:37:29: ganz richtig, ich war damals ein Kind von sieben Jahren.
00:37:32: Damals sind die ersten Nilabstrungen auf dem Mond gelandet mit Bas Aldrin und ich habe als siebenjähriges Kind auf dem Bauernhof miterlebt, dass sowas passiert.
00:37:43: Ich konnte mir das nicht vorstellen.
00:37:45: wie kann es sein?
00:37:46: Als Kind stellt man sich den Mond ja ganz anders.
00:37:48: Man sagt gute Nacht am Abend, bevor man einschläft und träumt davon.
00:37:52: Dann werden Geschichten erzählt.
00:37:54: Und plötzlich schaut man auf den Mond hinauf und sieht, dass da oben jemand spaziert oder geht.
00:38:00: Ich könnte das nicht verstehen.
00:38:01: Deshalb habe ich meinen Elternlöcher in den Bauch gefragt wie kann das funktionieren?
00:38:06: Dass da jemand hochkommt.
00:38:08: Wie schaut eine Rakete aus?
00:38:10: Wie kann man wieder landen und sicher zurückkommen?
00:38:13: Meine Eltern sind sehr liebe Leute aber eben Bauern.
00:38:17: Aber keine
00:38:18: Raketenwissenschaftler?
00:38:19: Keine Raketen-Wissenschaftler und haben wir auch nicht erklären können, wie das funktioniert.
00:38:24: Und irgendwann glaube ich fast ihnen zu viel und haben sie mir dann ein Buch gegeben, ein populär wissenschaftliches Buch und gesagt so ließ einmal da drin steht alles drinnen und da steht der Erklärung drin für wie das funktioniert.
00:38:36: Ich muss sagen dieses Buch habe das noch bildlich vor meinen Augen.
00:38:40: Das war
00:38:41: Ihre Bibel die erste
00:38:43: Bibel?
00:38:44: von sieben Jahren, die ich wirklich in und auswendig gelernt habe.
00:38:48: Und ich glaube zehnmal oder zwanzig mal gelesen habe.
00:38:51: Es waren ein paar Grafiken drin.
00:38:52: Ich kann mich noch gut daran erinnern.
00:38:53: also das war wirklich das was sich aufgesaugt habe.
00:38:56: Ich hab es immer noch nicht verstanden aber ich habe zumindest gelesen und wollte mehr und mehr verstehen und mehr daraus lernen.
00:39:03: Wie muss ich mir Ihre Kindheit oben vorstellen?
00:39:04: Ich meine, der himmalige NASA-Forschungschef Thomas Turbuchen ist auch in einem kleinen Dorf am Berg aufgewachsen.
00:39:10: Er saß regelmäßig auf dem Dach des Elternhauses und träumte sich in den Sternenhimmel weg!
00:39:15: Das hat er mir mal im Podcast erzählt.
00:39:17: War das bei Ihnen auch ein bisschen so?
00:39:19: Ja es war schon so.
00:39:20: Übrigens, Thomas Turburchen, ich kenne ihn sehr gut.
00:39:23: Ein sehr guter Freund, ich schätze ihn sehr.
00:39:25: Und wir tauschen immer sehr gut aus.
00:39:27: Es ist wirklich immer ein Vergnügen.
00:39:29: aber sehr ähnlich... Kommen wir auch von einem Bauernhof.
00:39:32: Und es ist wirklich so, ich kann mich nicht noch erinnern... Ich war damals sieben Jahre und ich musste dann, als ich als Kind herangewachsen wurde und zwölf- dreizehn Jahre alt war, musste eine Entscheidung getroffen werden ob ich als ältester Sohn eines Bauernhofs den Bauernhof übernehme.
00:39:51: Wir waren sechs Kinder oder ob ich eben nicht dem Bauernhoefe übernehmen und das heißt wegziehe aus vom Bauern Hof.
00:39:57: Das war gar nichts zu trivial Weil um weiter studieren zu können, musste ich in ein Realgymnasium gehen weil ich ja die vierte Hauptschule nach der Volksschule gemacht habe.
00:40:07: Das heißt, ich musste aus dem Elternhaus wegziehen und nach Innsbruck übersiedeln Und hab damals im Alter von zwölf Jahren meinen Eltern gesagt, ich will von zu Hause wegziehen.
00:40:17: Ich will nicht landwirtig, nicht bauerwerden.
00:40:20: Ich wil studieren und muss deshalb übersiedeln usw.
00:40:25: Wie laut
00:40:25: war der Streit?
00:40:27: Das war keine einfache Diskussion.
00:40:28: Ich muss mich selber heute noch bewundern, dass ich damals im Alte von zwelfjahren
00:40:32: diese ... So hart geblieben sind!
00:40:33: Konsequenz
00:40:34: hatte und so hartgeblieben bin als so zielstrebig war, um das wirklich durchzuziehen.
00:40:40: glaube ich sehr geprägt hat und immer noch ein wichtiges Merkmal ist, wenn man sich einen Ziel vor Augen setzt dann will man das erreichen.
00:40:48: Also was hat dir Vater gesagt?
00:40:49: Spinnst du?
00:40:50: Mein Vater wollte gar nichts davon wissen.
00:40:52: Ja, spinnst du?
00:40:53: Das hat er sicher so ausgedrückt und gesagt es ist nicht akzeptabel.
00:40:58: das kann nicht passieren.
00:41:00: ich bin der alte Saison ich muss Bauer werden Und das war eigentlich keine Diskussion.
00:41:04: Es hat mir dann mein Klassenvorstand der Hauptschule geholfen Der damals auch mitbekommen hat wo's darum gegangen ist was wird Berufsweg sein Hat dann gesagt also Du kannst nicht Bauer Ich werde das nicht zulassen.
00:41:21: Ich rufe deine Eltern zu mir und werde mit ihnen diskutieren, was denn gemacht werden
00:41:26: soll.".
00:41:27: Der hat es dann auch gemacht.
00:41:28: Die kann man noch in den Namen erinnern.
00:41:29: Trockenbacher war sein Name.
00:41:31: Und der hat sie ... In die Schule gerufen, dass das erste Mal, dass sie in die Schule gekommen sind, weil sie kein Bedarf gab, ich war immer sehr gut in der Schule, hat mit denen gesprochen.
00:41:39: Die war nicht dabei.
00:41:40: aber soweit ich das nachher erfahren habe, war das ein sehr tiefes Gespräch, ein sehr wichtiges Gesprä-.
00:41:45: Es hat gewirkt!
00:41:46: Und das hat gewirkt und es hat mitgeholfen, dass ich dann die Möglichkeit hatte in der Naht zu übersiedeln nach Innsbruck und dort das Gymnasium zu machen.
00:41:57: Was lernt man eigentlich in der Kindheit als Sohn eines Bergbauern für die Karriere?
00:42:02: Auf dem Boden bleiben oder nicht abheben?
00:42:04: Das ganz sicher was man auch lernt ist, dass man als Kind oder als Mensch einfach immer anbacken muss, dass man arbeiten muss.
00:42:14: Dass man sehr früh eingeteilt wird Alter von vier Jahren beginnt beim bereits am Hof mitzuarbeiten im Stall, am Felder wo auch immer.
00:42:22: Das heißt für mich war Arbeiten ganz selbstverständlich.
00:42:25: das war keine Diskussion soll ich was tun oder nicht tun?
00:42:27: Man wurde einfach gefragt was zu tun und man tat es einfach.
00:42:31: Und das ist heute immer noch so.
00:42:32: wenn ich Arbeit sehe die gemacht werden muss, dann macht es sie einfach.
00:42:35: Da gibt's keine Diskussion ob das jetzt notwendig ist oder ob gerade Urlaubstag ist oder nicht.
00:42:40: Es wird einfach erledigt weil es einfach wichtig ist.
00:42:45: Sie treiben ihr Umfeld im Beruf zum Wahnsinn, weil sie der Workaholic sind!
00:42:48: Das kann doch auch sein ja.
00:42:49: Also...es ist sicher so dass man diese Bodenständigkeit verliert man nie und die sind immer da.
00:42:56: und auch diese Bereitwilligkeit einfach Dinge zu machen und einfach fertig zu machen um einfach zu tun
00:43:01: Ja, bodenständig.
00:43:02: Aber trotzdem wollten sie ja unbedingt abheben!
00:43:04: Sie haben nämlich schon im Meteorologiestudium sich beworben für eine österreichisch-sovietische Weltallmission.
00:43:10: Sie wollten Astronaut werden.
00:43:14: Hier dürfen Sie jetzt erstmals erzählen warum genau sind Sie gescheitert?
00:43:20: Herr Paltzlich, Sie sind sehr gut informiert.
00:43:22: Und zwar ist die Ausdromir-Mission, die damals vorbereitet wurde und wo Astronauten gesucht wurden.
00:43:30: Es gab eine öffentliche Ausschreibung sich zu bewerben... Voraussetzungen waren damals schon, dass man einen abgeschlossenen Studium braucht und gewisse andere Voraussetzungen.
00:43:40: Ich war noch im Studium und habe mich trotzdem beworben.
00:43:43: ich war eigentlich nicht qualifiziert aber trotzdem weil ich ganz einfach.
00:43:47: sage dir zu mir selber das ist eine einzigartige Möglichkeit.
00:43:50: ich schieke einfach ein Bewerbungsschreiben ein und sehe mal was passiert.
00:43:56: Antwort bekommen.
00:43:56: Sie sind nicht qualifiziert, weil sie eben noch im Studiumssinn dann nicht gratuiert, also noch keinen Abschluss haben und deshalb die eine der Grundvoraussetzungen nicht erfüllen.
00:44:06: und wir wünschen weiterhin viel Glück fürs Leben.
00:44:09: Gut!
00:44:09: Also Sie gehen eigentlich schon davon aus, Sie hätten es geschafft, hätten Sie diesen Abschluss gehabt?
00:44:14: Das kann ich nicht beurteilen und will auch nicht sagen.
00:44:18: Ich weiß ganz genau, wie hart diese Auswahl ist da weil wir jetzt die Auswahl treffen für Astronauten.
00:44:23: Wir haben ja gerade, wie Sie sicher wissen im Jahr ein Jahr zweiundzwanzig aus zwanzigtausend Fünfhundert Bewerbern siebzehn Astronautinnen ausgewählt einen Schweizer davon Und ich weiß ganz klar, wie herausfordernd das ist.
00:44:35: man braucht auch ein bisschen Glück natürlich.
00:44:37: also das wäre schwer vorherzusagen.
00:44:39: damals als der Astro-Kosmonaut ausgewählten wurde, waren natürlich weniger bewerber.
00:44:46: Aber das Verfahren war damals auch schon sehr komplex!
00:44:49: Ich meine, Sie haben sich ja noch im Kalten Krieg beworben oder glaube ich die Mission gegen EIN und NEU und ZÜG los.
00:44:54: Also müssen sie noch in den Ende der Achtziger Jahre beworfen haben.
00:44:59: Heute ist Geopolitik wieder omnipräsent in Ihrem Geschäft.
00:45:03: Manchmal fühlt es sich wieder ein bisschen wie kalter Krieg an.
00:45:06: Die Blöcke USA, China und Indien, Russland führen einen immer härteren Kampf.
00:45:10: Sie haben persönlich kürzlich die Frage gestellt und Sie haben es vorher schon erwähnt.
00:45:14: Die entscheidende Frage für Europa ist eigentlich, will man im Weltall autonom sein?
00:45:19: Will man sich autonom aufstellen.
00:45:21: Wie lautet die Antwort?
00:45:23: Die Antwort lautet und ich bin da sehr zuverlässig dass das so kommen wird, dass Europa die Autonomie verstärken wird.
00:45:30: Vollkommene Autonomien gibt es nicht,
00:45:32: d.h.,
00:45:33: die Autonomie Europas wird sich verstärkt.
00:45:34: Und das wird in allen Bereichen stattfinden!
00:45:36: Wir haben in gewissen Bereichen bereits eine sehr starke Autonomies, keine Beobachtung Galileo erwähnt – in der Exploration d.h.
00:45:44: Astronauten in den Weltraum zu bringen und dort Forschung zu betreiben, da sind wir noch nicht autonom... Sie
00:45:50: haben keine Kapsel!
00:45:52: Sie sind eigentlich Touristen in den Kapseln der anderen?
00:45:54: Ganz richtig!
00:45:55: Wir sind Touristen oder wir sind Beifahrer wo andere am Steuer sitzen.
00:45:59: und ich will dass wir Piloten sind und nicht nur Beifahrer.
00:46:03: Das wird ganz viel Geld kosten weil man müsste ja auch den Weltraumbahnhof im französischen Guyana dann müsste man ja auch ausbauen für viel Geld.
00:46:11: oder wenn man damit halten will
00:46:14: Ja, das ist so wenn man daran denkt oder denken würde europäische Astronauten mit europäischen Mitteln in den Weltraum zu bringen.
00:46:22: Dann braucht man erstens die Rakete, die es natürlich möglich macht.
00:46:25: Die ARN-Sex wird das sehr wahrscheinlich möglich machen können.
00:46:28: Wir sind gerade dabei eine Studie durchzuführen um das zu bestätigen.
00:46:33: wir brauchen dann natürlich die Kapsel wie Sie richtig gesagt haben Das Crewvehicle.
00:46:37: Wir brauchen ein sogenanntes Launcherboard System Also ein System sollte irgendein Unglück passieren beim Start nach dem Start, damit die Astronauten sicher wieder weggeschossen werden können und sicherer involanten können.
00:46:49: Dann braucht man natürlich eine Destination – also wo fliegen die Astronaute hin im Weltraum?
00:46:54: Eine Raumstation!
00:46:55: Wir haben heute die Internationale Raumstation, die wird ja in ein paar Jahren deorbitiert werden.
00:47:01: Und dann muss der Wiedereintritt der Astronautin gewährleistet werden und das ganze Crew Recovery, wie es genannt wird, also die Astronauden wieder aufzunehmen entweder von der Landoverfläche oder und dann natürlich gesamte Operation durchzuführen, die Wissenschaft, die das Ganze begleitet usw.
00:47:18: Also es sind wirklich einige technologische Herausforderungen zu bewältigen – ich bin mir ganz sicher!
00:47:24: dass Europa das alles meistern kann.
00:47:26: Es muss zum Teil entwickelt werden, aber wir haben die Kapazität und die Industrie.
00:47:31: Wir können das!
00:47:32: Das ist eine Frage der politischen Entscheidung ob das gemacht worden soll oder nicht.
00:47:37: Aber ich glaube wenn man den Nutzen und die strategische Autonomie im Vergleich zum Einsatz zur Finanzierung setzt dann ist die Antwort sicher eine, die in die Richtung gehen soll oder vielleicht wird, dass Europa mehr Autonomie braucht auch in der Exploration und auch in die astronautischen Raumfahrt.
00:47:59: Gut, sie sind noch sehr vorsichtig.
00:48:01: Sie rechnen sich schon mal aus wie könnte das technisch funktionieren
00:48:03: etc.,
00:48:04: aber noch haben sie ja das Geld nicht und noch ist die Entscheidung nicht gefallen.
00:48:08: Ich meine entscheiden wird natürlich sein was die wichtigen Länder in der ESA sagen vorallem vor allem natürlich Frankreich und Deutschland.
00:48:16: Was mich mal wundern nehmen würde zwischen Berlin und Paris hängt gerade der Haussegen total schief.
00:48:22: man baut kein gemeinsames Kampfflugzeug.
00:48:24: Der F-Kass Flieger wurde beerdigt.
00:48:27: Gleichzeitig holen die Deutschen im Weltraum ein bisschen kräftig auf mit vielen eigenen Start-ups, die auch im Geschäft der Franzosen etwas wilder sind.
00:48:35: Und die Deutschen sind der größte Geldgeber der ESA!
00:48:38: Wie blockiert diese Beziehungskrise zwischen den zwei wichtigsten Mitgliedern ihrer Organisation?
00:48:46: Das
00:48:48: blockiert die ESA eigentlich überhaupt nicht.
00:48:51: Es gibt natürlich immer Bestrebungen von verschiedenen Ländern, gewisse Prioritäten durchzusetzen oder mit einzubringen und das ist normal.
00:48:58: Das ist genau so wie die Esa aufgebaut ist dass wir die verschiedene Interessen zusammenführen und daraus eine Rakete bauen, daraus Satelliten bauen und die wird dann wirklich in den Weltraum bringen.
00:49:08: Wir machen das sehr erfolgreich seit fünfzig Jahren.
00:49:11: Wir haben wirklich unheimlich tolle Infrastruktur aufgebaut und ich sehe Ich sehe die derzeitige, das scheitende dieser FKAS-Zusammenarbeit hier über Jahre hinweg eigentlich vorbereitet wurde.
00:49:24: Vielleicht auch als Möglichkeit dass man sagt okay in FKAs hat es nicht funktioniert aus ganz guten Gründen die sie alle sehr gut kennen.
00:49:34: aber im Weltraum haben wir einen bestehenden Mechanismus die ESA wo Zusammenarbeit seit Jahrzehnten betrieben wird Und vielleicht können wir den Weltraum verwenden, um nicht einen Ersatz zu finden.
00:49:46: Aber die Kooperation zwischen Deutschland, Frankreich und anderen Ländern weiter auszubauen.
00:49:51: Ich sehe hier wirklich die Bereitschaft auch in diesen beiden Ländern... ...die ESA wirklich als Mechanismus zu verwenden,... ...um hier Infrastruktur und auch mehr Autonomie
00:50:00: aufzubauen.".
00:50:01: Das haben Sie jetzt sehr schön gesagt, aber ich meine logische Weise ist Paris not amused!
00:50:05: Dass Deutschland seit solcher Ambitionen hat im Weltall?
00:50:08: Ich kann mir nicht vorstellen das in Ihren Gremien Diskussionen.
00:50:10: das nicht ab und zu spürbar
00:50:14: ist.
00:50:16: Sie formulieren das sehr negativ, so ist es nicht.
00:50:19: Es hat lange Dekaten gegeben wo eigentlich Frankreich sehr dominant war im Weltraum gerade im Raketenbereich durch das Ariane-Programm von Ariane I bis Ariane VI.
00:50:27: Das war sehr stark dominiert von Frankreich und Deutschland hat wirklich ein sehr guter Partner immer mit finanziert und das gemeinsam aufgebaut hat sich aber andere Elemente aufgebaut wo Deutschland in der Führung ist.
00:50:39: ich nehme Copernicus zum Beispiel.
00:50:40: da ist Deutschland ganz stark investiert in einer Führungsposition.
00:50:45: Das heißt, wenn gerade derzeit zum Beispiel in der Exploration Deutschland stärker wird – und das ist auch der Fall, das beobachten wir auch – dann ist es ein gutes Zeichen!
00:50:53: Wir brauchen ein starkes Deutschland, wir brauchen ein starkes Frankreich, wir braucht eine starke Italien- und andere Länder auch in die Starke Schweiz um hier wirklich gemeinsam aufzubauen.
00:51:02: Die Kunst wird darin bestehen und das sind unsere Aufgaben als ESA.
00:51:05: Wenn wir solche Programme definieren, dass wir immer auch sicherstellen können dass sich die Länder daran beteiligen können, dass die Industriefähigkeit da ist.
00:51:14: Dass es attraktiv ist für die Länder sich zu bedeiligen.
00:51:16: Sie wissen ja wir haben ein System in der ESA wo man optionale Programme auflegt.
00:51:21: das heißt den Land kann nichts hinein zahlen oder sehr viel hineinzahlen und das ist ja sehr merkwürdig, dass Länder sehr viel Geld hineingeben in unsere Programme.
00:51:29: ich habe vorhin erwähnt, dass wir einen dreißig Prozent mehr bekommen haben.
00:51:32: warum bekommen wir so viel Geld?
00:51:34: Weil unsere Programme attraktiv sind, weil die deutsche Industrie und die Schweizer Industrie eben sich beteiligen will an europäischen Programmen daraus lernt, Kapazität aufbaut.
00:51:43: Und diese auch weiter exportieren kann für sich selber nutzen können und für andere Zwecke.
00:51:47: Jetzt muss
00:51:47: ich hier den Werbesport kurz unterbrechen, weil – und in eine persönliche Frage stellen!
00:51:53: Ich meine, die ESA ist ein sehr kompliziertes Konstrukt.
00:51:56: Ist auch kein schnelles Konstruktur.
00:51:59: Das sind ganz viele Mitgliedsstaaten.
00:52:01: Alle Interessen müssen unter einen Hut.
00:52:03: Wie oft pro Monat verzweifeln Sie eigentlich und diesem schwerfälligen
00:52:07: Abbruch?
00:52:08: Das ist kein Werbespruch, was ich vorhin gesagt habe.
00:52:11: Das ist die Realität!
00:52:12: Und ich will diese Realität auch noch weiter führen.
00:52:17: Ich bin momentan dabei, die ESA umzubauen schneller, agiler und dynamischer zu gestalten Weil
00:52:24: sie verzweifelt sind.
00:52:28: Natürlich wollen wir schneller sein, natürlich wollen wir agiler sein und wir schauen uns natürlich die Situation in Amerika sehr genau an und wir sehen natürlich was passiert.
00:52:35: Sie haben vorhin's BASICS erwähnt und es gibt viele andere Firmen die genauso schnell agieren.
00:52:40: Natürlich sehen wir das und ich will dass Europa genauso agildynamisch und schnell wird.
00:52:45: deshalb baue ich die ESA um damit wir schneller Kontrakte rausgeben an Industrie damit wir schnelle Entscheidungen treffen können.
00:52:53: Ein schwerer Prozess, der sehr viel Energie benötigt.
00:52:57: Aber ich habe gerade... Sie
00:52:58: dürfen hier den Frust rauslassen!
00:53:00: Also wir sind ja unter uns.
00:53:02: Im Gegenteil es ist nicht ein Frust im... Ich sehe das hier wirklich in Europa eine Bereitschaft eingetreten ist, das zu erkennen und also ändern zu wollen.
00:53:11: Wir hatten in der Schweiz, in Interlaken einen Tag lang ein Meeting an Brandstorming mit all unseren Mitgliedsländern.
00:53:18: Wie können wir die ESA strukturell beschleunigen, agiler und leichter Macher.
00:53:23: Und wir sind dabei das durchzuführen Schritt für Schritt.
00:53:26: Das braucht natürlich gewisse Aktionen und gewisse Entscheidungen.
00:53:29: Das wird gerade derzeit entwickelt und auch implementiert.
00:53:33: Auch – und das will ich auch dazu sagen – wir hatten letztes Jahr forty-six Starts von Satellitner.
00:53:41: Sechsundzwanzig davon sind sogenannte New Space Missionen weil wir es eh so Länder für Italien, für Griechenland, für Spanien und ähnliche Konstellationen aufbauen.
00:53:53: Die sogenannten New Space-Konstellation sind das heißt kleinere Satelliten die schnell gebaut werden.
00:53:57: ich nehme das Beispiel Italien.
00:53:59: wir haben innerhalb von drei Jahren eine Konstellation, oder sind dabei die Konstellations aufzubauen, in der von drei Jahren den ersten Satiriten, von achtundsechzig Satiritten gestartet.
00:54:08: Die sowohl radaroptische Sensoren als auch das Bodensegment und das Service-Segment beinhalten.
00:54:15: Das heißt wir agieren als ESA wie ein Startup, wie eine New Space Company und können sehr schnell, sehr stark, sehr schnell agieren.
00:54:23: Ja Sprache es ist ein perfekter Verkäufer.
00:54:27: ich komme noch mal zu dem Thema zurück.
00:54:28: Ich meine dass es mehr Geschwindigkeit braucht uns beide einig.
00:54:32: Das zeigt ja auch die Geschichte von ihrer Raketenentwicklung, da gab es viele Verzögerungen
00:54:36: etc.,
00:54:37: jetzt hat man endlich diese Ariane VI, man ist stolz darauf und zwar nicht wiederverwendbar aber immerhin!
00:54:42: Was mich wundern nehmen würde wo sich Europa sichtlich bewegt hat das hatten sie teilweise schon angekündigt letztes Jahr etwas Geld für Verteidigung und Sicherheit gesprochen, aber es sind ja nur fünf Prozent ihres Budgetes.
00:54:57: Im vierten Jahres Ukraine Krieges ist das erschreckend spät und erschrecknd wenig oder?
00:55:03: Also das Mindset scheint doch noch nicht so richtig!
00:55:07: sich gehend dazu
00:55:08: auch.
00:55:08: Herr Barz, ich gehe noch mal zurück auf Ihre vorhergehende Aussage, dass ich ein Verkäufer bin – ich bin kein Verkäufer!
00:55:13: Was ich vorhin geschildert habe, das sind Fakten und wir basieren auf Fakte und wir liefern Fakta und Produkte und Erfolg für Europa.
00:55:22: Das will ich wirklich nochmal untersteigen.
00:55:24: Zurück zur Verteidigung?
00:55:25: Ja natürlich ist die Verteidingung ein ganz wichtiges Element aber vergessen Sie nicht, eine souveräne Kapazität der einzelnen Länder ist.
00:55:35: In der Schweiz, in Deutschland und in Frankreich.
00:55:37: Das heißt die Länder haben die Möglichkeit, die Fähigkeit und auch die Verantwortung Verteidigung national aufzubauen.
00:55:44: Das ist die Vereinbarung zwischen der Europäischen Union und den einzelnen Ländern.
00:55:48: das hat nichts mit der ESA zu tun.
00:55:50: was wir jetzt versuchen basierend auf diesen nationalen souveränen Kapazitäten, die in Deutschland, in der Schweiz und in Frankreich aufgebaut werden.
00:55:58: Dass wir hier die Interrobabilität herstellen, dass wir sicherstellen können, dass die Systeme untereinander zusammenarbeiten können und deshalb sich verstärken oder auch als Fallback zur Verfügung stehen sollte ein System ausfallen.
00:56:10: Das heißt das ist unsere Aufgabe, die ich sehr auf europäischer Ebene, dass man diese Kapaziten vernetzen, verstärkt und resulente Aufbauen ganz richtig.
00:56:20: Aber trotzdem, meine Russland denkt schon laut über die atomare Bewaffnung des Weltraums nach.
00:56:25: Dagegen wirkt ja so eine europäische Initiative sehr klein.
00:56:29: und wieder mal ein Wort von Ihnen zu verwenden – es wird gekleckert statt geglotzt!
00:56:34: Meinen Sie da kommt noch mehr?
00:56:37: Da muss mehr kommen, weil wir gerade im Verteidigungsbereich – und ich nehme hier nicht den Weltraum sondern Verdeidigung insgesamt relativ klein sind.
00:56:46: Ganz richtig!
00:56:47: Wir kleckern her in allen Ländern auch im Weltraum und ja ganz richtig, Verdeutigung für Verdeitigung wird sicher in Zukunft anwachsen
00:56:58: müssen.".
00:56:58: Wann kommt denn die erste Laser-Konone, die europäische Spionagesatelliten verteidigt?
00:57:03: Die wird sicher nicht von uns kommen.
00:57:05: Weil wir nicht im Angriff tätig sein werden.
00:57:08: Ich habe verteidigt gesagt!
00:57:09: Verteidigung ist richtig, aber das sind natürlich Entwicklungen oder Diskussionen, die noch geführt werden müssen.
00:57:16: Sie reden ja jetzt schon über die Einbindung der ESA in die NATO Strukturen,
00:57:20: oder?!
00:57:21: Nein, nicht wirklich.
00:57:22: Wir treffen uns mit den Kollegen der NATO und wir diskutieren welche Kooperationen sinnvoll sind.
00:57:30: Die Nato, wie Sie ja wissen hat, ist der Miklis-Länder.
00:57:33: Zwanzig davon sind Miklisländer der ESA und die Nato hat natürlich ein Interesse genau an dieser Interprobabilität, die ich vorhin angesprochen habe, dass unsere europäischen Systeme zumindest der Mikli-Sländer der Esa in unserem Kreissinn, in unserem Esaklub sind, dass sie untereinander korrekt die Kapazität anbieten können.
00:57:51: Das heißt, es wird eine Kooperation absehbare Zeit mit der NATO geben zwischen ESA und NATO?
00:57:56: Ja das ist nicht so simpel.
00:57:58: Das muss natürlich politisch aufgebaut werden für natürlich technische Diskussionen ob das zu einer politischen Kooperation führt dass er nach da hingestellt.
00:58:07: Und welche Rolle spielt eigentlich das Mitglied Schweiz in diesem Verteidigungs-Sicherheitsbereich?
00:58:12: Die Schweiz ist ein volles Mitgliedsland der ESA.
00:58:14: Das heißt, wenn unser Programm überall beteiligt oder kann sich überall beteiligen wo die Schweizer Kapazität einbringen will.
00:58:21: wie Sie wissen sind unsere Programme ja optional gezeichnet.
00:58:24: D.h.,
00:58:24: die Schweiz kann sich beteiligen an Programmen und die Schweiz bedeiligt sich zum Beispiel am ERS-Programm.
00:58:30: Aber ich meine, wenn man mit der NATO redet dann ist es ja bei der Schweiz ein Gleis und eine Neutralitätsthematik oder?
00:58:35: Ja das ist nicht so wie gesagt.
00:58:38: Das ist keine Diskussion wo ich die Länder vertrete.
00:58:43: wir sprechen hier auf technischer Ebene.
00:58:45: welche Aktivitäten können wir durchführen im Interesse Europas im Interessen der ESA die vielleicht auch hilfreich sind in anderen Kontext zum Beispiel den Kontext der NATO
00:58:57: Womit wir bei der letzten Frage wären Welchen Traum wollen Sie in Ihrem Leben unbedingt noch verwirklichen, Herr Rausbacher?
00:59:05: Ich habe sehr viele Träume.
00:59:06: Als Kind habe ich geträumt einen Europäer auf den Mond zu schicken und davon träume ich immer noch.
00:59:12: Sie wollten ja eigentlich einen Deutschen schicken, aber das hat irgendwie nicht geklappt.
00:59:15: Jetzt sind der nächste Astronautes in Italien, glaube ich?
00:59:18: Nein, ich muss das gleich klarstellen... Was müssen
00:59:20: sie korrigieren?
00:59:21: Genau!
00:59:21: Ich muss das korrigierend.
00:59:22: ein nächster Astronaut, der auf Artemis III fliegt ist ein Italiener.
00:59:27: Die Artemis-III-Mission der NASA wird um die Erde sein, um das Andocken des Landemoduls an den Orion Capsule zu testen.
00:59:36: Die NASA hat hier einen Test-Biloten gesucht und ich habe einen Testbiloten im meinem Astronautenkor, den Luca Barmitano.
00:59:42: Ich habe ja gedacht, dass Sie mir auf die letzte Frage antworten, dass sie als Weltram-Tourist in einer Kapsel von Richard Branson oder Jeff Bezos ihre abgebrochene Astronautenkarriere noch nachholen wollen.
00:59:54: Das wollen Sie nicht?
00:59:56: Das ist nicht mehr meine Priorität.
00:59:58: Ich will wirklich schauen, dass Europa vorankommt und ich arbeite für Europa – das ist genau das was ich mache!
01:00:04: Aber will man nicht, wenn man sich den ganzen Tag mit Space beschäftigt auch irgendwann mal im Space sein?
01:00:09: Ja ich habe mittlerweile einen Alter glaube ich wo wir nicht mehr beginnt Astronautentrainings durchzuführen und so weiter.
01:00:14: Ich bin voll engagiert in dem was ich mache und das ist momentan nicht auf meinem Kalender eines der Aktivitäten dass ich angehen würde.
01:00:22: Okay sie bleiben am Boden Herr Ausbacher.
01:00:24: ich danke Ihnen für dieses Gespräch.
01:00:26: Herzlichen Dank Herr Balsch
01:00:28: Und Ihnen, liebe Zuhörerinnen und Zuhöhrer bleibe ich für eine positive Bewertung ewig verbunden.
01:00:34: Als Anreiz schenke ich Ihnen einen Rabatt von dreißig Prozent auf ein Abo der NZZ am Sonntag.
01:00:39: Das Angebot finden Sie unter go.nzz.ch.
01:00:43: Schreckstrich Podcast – Für alle die weiterdenken um besser leben wollen!
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