«Ich vertraue der Kunst mehr als jeder andere Mensch, der je gelebt hat», sagt Jonathan Meese

Shownotes

Jonathan Meese gilt vielen als Provokateur, Schwätzer oder Wahnsinniger. Im Gespräch mit Host und NZZaS-Kulturredaktor Peer Teuwsen zeigt sich ein anderer Jonathan Meese: verletzlich, kindlich, fast schon zärtlich. Der Künstler spricht über seine schwierige Kindheit als schüchternstes Wesen aller Zeiten, seinen Zufallsweg an die Hamburger Kunsthochschule und seine Mission, die «Diktatur der Kunst» an die Macht zu bringen – als Gegenentwurf zu Politik, Ideologie und Religion. Sehr persönlich wird es, wenn Meese von der Pflege seiner schwerkranken, 96-jährigen Mutter erzählt, der er sein Leben und sein Werk verdankt. Ausserdem spricht Meese auch über seine Haltung zu Alice Weidel, Donald Trump und zur AfD und über sein Verhältnis zu Hitler-Darstellungen in der Kunst und sein selbstgeschriebenes «Erz-Totalitätsmanifest», das er live verliest.

Gast: Jonathan Meese Host: Peer Teuwsen Produktion: Simon Berginz, Ellie Media

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Transkript anzeigen

00:00:00: Dieser Podcast wird präsentiert von Twerrenbold Reisen.

00:00:03: Lehnen Sie sich zurück und kommen sie im Königsklasse-Luxusbus auf Entdeckungsreise.

00:00:08: Politik und Kunst schließen sich aus, das muss man auch sagen.

00:00:12: Politaktivismus ist noch schlimmer als Politik!

00:00:16: Deshalb bitte, bitte liebe Künstler, seid keine Politaktifisten weil ihr seid dann Verräter der Kunst.

00:00:25: Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von NZZ Wie Kind dem wöchentlichen Podcast der NCZ am Sonntag.

00:00:32: Mein Name ist Pierre Teufsen und ich bin verantwortlich für den Kulturteil der NCz am Sonnentag.

00:00:37: Was wurde, was wird diesem Mann nicht alles nachgesagt?

00:00:41: Er sei ein Schalatan, ein Messias Ein Wahnsinniger!

00:00:45: Ein Schwetzer!

00:00:46: Ein Missionar Sogar ein verkappter Nazi sei er.

00:00:50: Man kann das verstehen.

00:00:52: Es gibt wohl selten einen Menschen Der wie Jonathan Mese in zwischen sechsundfünfzig Jahre alt seine Person und sein Ich so stark negiert hat, um sich zur A-Meise der Kunst zu machen.

00:01:04: Zur Kunstfigur?

00:01:06: Weil für ihn die Kunst über allem steht!

00:01:09: Er hat ihr sein Leben vermacht.

00:01:11: Seit Jahrzehnten fordert er eine Diktatur der Kunst, der alles andere wie Politik, Religion und Ideologien zu weichen habe.

00:01:22: Ich habe

00:01:22: Jonathan Mese kürzlich mal für ein Interview getroffen Und ich muss Ihnen nach meinem Besuch und meinem Gespräch bei ihm berichten.

00:01:32: Der Mann entspricht all diesen Zuschreibungen, die ich vorhin aufgezählt habe nicht im Geringsten.

00:01:38: Ich habe selten einen liebenswerteren Menschen getroffen Aber urteilen Sie selbst lieber Hörerinnen und Hörern.

00:01:45: Hier folgt mein Live-Gespräch mit Jonathan Mese Dass wir am threizenten April im Zürcher Bernhard Theater aufgenommen haben.

00:01:52: Zum Schluss hab' ich ihn übrigens gefragt wie es weitergeht wenn seine sechsenneunzigjährige Mutter Brigitte ihm alles bedeutet und der es nach einem Schlaganfall sehr schlecht geht, doch noch sterben sollt.

00:02:05: Wenige Tage später ist seine Mutter leider tatsächlich gestorben.

00:02:09: Ich kann mieses Antwort auf meine Frage damals bis heute nicht vergessen.

00:02:38: Guten Abend!

00:02:45: Also wir werden hier jetzt versuchen so rund eineinhalb Stunden, vielleicht auch weniger miteinander zu sprechen und danach hat sich Jonathan bereiterklärt.

00:02:59: Auch noch alles zu signieren was ihm irgendwie zwischen die Hände kommt.

00:03:07: Ja!

00:03:09: Jonathan ich möchte gerne biografisch anfangen.

00:03:14: du wurdest am dranzwanzigsten Januar in Japan geboren.

00:03:19: Dort hat dein Vater ein Engländer in Tokio, in einer Filiale einer britischen In- und Exportfirma gearbeitet.

00:03:27: In deiner Autobiografie, eine Art Autobiographie schreibst du mein Vater.

00:03:33: also er hat hundert Millionen Sachen gleichzeitig getan ist aber nie zum Punkt gekommen.

00:03:39: Er war ein riesen Schauspieler.

00:03:43: Sind diese Charakterzüge jedenfalls teilweise auf dich übergegangen?

00:03:50: Ja, volle Kanne.

00:03:53: Ich hab meinen Vater komplett in mir aber eben auch meine Mama und meine Mutter hat gesagt jetzt musst du zum Punkt kommen.

00:04:02: also ohne meine Mutter wäre ich genau mein Vater geworden Also jemand der tausend Sachen macht und nicht zum punkt kommt.

00:04:12: Aber meine mutter hat halt dann irgendwann gesagt junge Du musst das finden was du liebst.

00:04:18: wenn du das findest dann unterstützt ich dich bis zum Tod.

00:04:23: Und so ist es ja jetzt auch.

00:04:26: Sie hat mir die Möglichkeit gegeben, als ganz großer Pragmatiker mein Leben zu leben und der Kunst zu widmen – wir sind jetzt voll in dem Prozess!

00:04:39: Mein Vater war ein himmlischer Mann, ein wahnsinnig sympathischer Kerl, ein toller Typ.

00:04:47: Aber schon lange in den ewigen Jagd gründen

00:04:50: Und in deiner Jugend vor allem auch abwesend.

00:04:54: Du bist aber unglaublich präsent!

00:04:58: Mein Vater wäre auch ganz anwesender, wenn er jetzt hier wäre.

00:05:02: Er würde uns alle zum Lachen bringen und er hatte einen unglaublichen Humor.

00:05:06: Hat nie auf Kosten anderer gelebt.

00:05:08: Er hat nie seine Chancen genutzt.

00:05:11: Er hatte wahnsinnige Chanczen, weil er auch in Japan war – in der Sturm-und Drangphase Hat die ganzen Leute kennengelernt, die eben die großen Zeitungen dann rausgebracht haben oder die großen Techniker und hat das nie genutzt.

00:05:27: Nie Netzwerken benutzt nichts!

00:05:29: Da war viel zu schüchtern, viel zu zurückhaltend... Und Mama hat eben auch zu mir gesagt, du musst deine Chance nutzen.

00:05:37: Das mache ich mit Liebe und ohne auf Kosten anderer zu agieren aus dem Abseits heraus, aus meinem Selbstheraus, aus meinen Träumen heraus, meiner Sehnsucht heraus ... Und das hat meine Mama mir gestattet, die halt wahnsinnig krank ist grade.

00:05:54: Es ist dramatisch!

00:05:57: Ich hoffe, dass sie es packt.

00:06:00: Deine Mutter ist jetzt?

00:06:02: Ah, sixundneinzig.

00:06:03: Brigitte?

00:06:03: Ja.

00:06:04: Meine Mama ist sechsundneunzig und hatte einen Schlaganfall vor drei Monaten.

00:06:10: Dass sie den überhaupt überlebt hat war schon ein Wunder.

00:06:13: Dann waren Sie in der Charité, dann in der Reha im Wandletz ... Ich war die ganze Zeit da, meine Schwester auch.

00:06:20: Wir haben sie betreut ohne Ende.

00:06:22: Es war auf- und ab!

00:06:23: Alles schwierig.

00:06:26: Durch den Schlagan Fall konnte sie nicht sprechen oder wenig, dann konnte sie nicht mehr schlucken.

00:06:31: Sie kann seit drei Monaten nicht mehr Schlucken.

00:06:34: Sie wird ernährt durch ein Loch im Magen.

00:06:36: Sie war dann eben in der Reha und wir haben da geschlafen... Ich war ständig da meine Schwester auch.

00:06:43: Jetzt ist sie zu Hause hatte wieder einen Höhenflug es war wieder alles gut!

00:06:48: Sie konnte wieder ein bisschen reden und jetzt vor drei Wochen ist sie zusammengebrochen, konnte überhaupt nichts mehr sagen.

00:06:55: ich muss das schnell erzählen damit dass es weg ist.

00:06:57: ja Es wird nie weg sein.

00:07:00: Meine Mama war dann plötzlich ein Welpe geworden, hat nur noch so da gesessen und hat die Augen nicht mehr aufgekriegt für fünf Tage.

00:07:10: Wir waren völlig schockiert.

00:07:13: Man konnte sie aber auf Klo bringen, man konnte sie... Sie hat auch ein bisschen agiert im Körper und seit drei Tagen macht sie die Augen wieder auf und hat mir vor zwei Wochen gesagt, sie will leben, sie möchte weitermachen Und ja, wir sind dabei sie wieder ins Leben zu bringen.

00:07:32: Aber es ist ihre Entscheidung.

00:07:33: Sie jagte auch.

00:07:35: vor sechs, acht Wochen haben wir sie auf Klo gebracht und sie sagte ich bin jetzt Baby natürlich gehäuert ohne Ende aber Es ist so erfüllend für mich was ich da tun muss und der Kreislauf des Lebens.

00:07:52: also wenn sich einfach umgekippt wäre und tot gewesen wäre das wär viel schlimmer gewesen.

00:07:57: Es geht aber nicht um mich, es geht um meine Mutter.

00:07:59: Sie entscheidet wann sie gehen will und wann nicht Und äh...es ist himmlisch dass ich da sein darf.

00:08:05: Ich freue mich wahnsinnig wie ein Kind morgen wieder bei ihr zu sein.

00:08:09: Und wenn sie dann schläft im Stuhl Wenn sie ihre Tier-Sendung guckt und dann einschläft und sie gut atmet Dann bin ich im Himmel Ja?

00:08:18: Da denke ich wow!

00:08:19: Es geht weiter, das ist alles geil.

00:08:21: Und sie im Bett zu sehen abends, ich schlafe im gleichen Zimmer.

00:08:27: Dann wacht sie manchmal so auf und dann sehe ich sie den Hinterkopf... Wir haben das Bett extra gestellt, dass ich ihn nicht ins Gesicht gucken muss, sondern ich seh' ich den Hinterköpf.

00:08:38: Und da macht's die bestimmte Töne, weiß ich.

00:08:39: jetzt muss ihr auf Klo.

00:08:42: Für mich ist das alles gut belastend ohne Ende aber erfüllend ohne Endes, Kreislauf des Lebens Ja, also es ist Wahnsinn.

00:08:52: Es gibt mir einen Impuls in der Kunst und das ist unfassbar!

00:09:05: Meine Mutter ist die absolute Chefin und sie reduziert sich gerade auf die absoluten Lebensnotwendigkeiten und das was ein Baby auch macht schlafen und auf Klo gehen und sie will dadurch wieder die Kraft holen um zu leben.

00:09:19: Und vielleicht wird sie nebenbei sterben.

00:09:21: Nebenbei, ja?

00:09:23: Aber nicht weil Sie sterben will sondern weil der Körper einfach nein sagt.

00:09:29: aber vielleicht sagt er auch Ja und ich bin für Ja!

00:09:38: Aber es geht nicht um mich Es ist Ihre Entscheidung.

00:09:41: Ich bin ja keine

00:09:42: Arsch Also... Das hat auch niemand gedacht.

00:09:46: Ich möchte jetzt aber trotzdem mal so in deine Anfänge zurückkommen.

00:09:52: Was mir aufgefallen ist, du hast Kunst in der elften Klasse abgewählt und dann hast du in deiner Autobiografie geschrieben, Mami hat die meisten Bilder für mich gemacht oder zumindest angedacht oder angezeichnet.

00:10:07: ich hatte überhaupt kein Verhältnis dazu gar nicht.

00:10:11: das war für mich wie in jedem anderen Fach.

00:10:14: also Kunst war gar kein Thema Am Anfang.

00:10:17: Wie

00:10:17: für Sieg, wie Chemie?

00:10:19: Ich hatte eine Vier... Die Lehrer wussten natürlich, dass das alles von meiner Mama gemalt ist.

00:10:23: Also ne vier sind der Schweiz genügend in Deutschland ungenügend!

00:10:26: Ja also sechs ist das Schlechteste eins ist das

00:10:29: Beste.

00:10:31: und ja ich habe das damals mit Mami gemacht oder sie hat die Zeichnung meistens vorgemalt Und

00:10:40: durchgepaust

00:10:42: sozusagen.

00:10:43: Die Lehrer haben das natürlich sofort gespürt und deshalb kriegte, obwohl die Zeichnung ganz gut war, dann immer eine schlechte Note.

00:10:49: Dann habe ich es aber abgewählt in der Elften, obwohl man bei mir Leistungskurs Kunst hätte machen können.

00:10:56: Aber ich hab damals die banalste Kombination gewählt, Leistungskurs Erdkunde Biologie Deutsch Englisch.

00:11:03: Das war was für Loser, für die Verlierer.

00:11:05: Und ich hab auch drei Komma Null gemacht, Abitur.

00:11:08: Also ganz schlecht eigentlich und meine Mutter war unfassbar sauer auf mich weil ich nicht zwei neun machte... ...und hat drei Tage nicht mit mir geredet.

00:11:19: Meine Mutter ist auch streng, nicht?

00:11:20: Aber die kommt aus der Nazi-Zeit ja!

00:11:25: Die Eltern sind achtzehnt achtzig, achtzwanzsechsten Achtzig geboren von meiner Mama.

00:11:30: Sie ist neunzehnundzwanzig geboren, sie hat die Erziehung eigentlich noch aus dem Kaiserreich dann Weimar Republik Natürlich und dann Nazi-Reich, ne?

00:11:37: Und dann anfangen Deutschland Bundesrepublik.

00:11:42: Also sie hat alles abgedeckt!

00:11:44: Genau... Was dich aber immer fasziniert hat im Gegensatz zur Kunst war das Lesen.

00:11:51: Du hast schon als Kind Karl May Edgar Wallace alle James Bond die Deutschen sagen, die Gebrüder Grimm gelesen und mit deiner Mutter hast du Krimis, Gekoktierfilme Raumschiff Enterprise was du immer noch machst und noch vieles Vieles mehr.

00:12:05: Wir waren eigentlich fernsehsüchtig, hast du mal gesagt.

00:12:09: Kann man eigentlich sagen dass die Welt in der Du jetzt lebst... ...in Deiner Kunst?

00:12:16: Dass die damals entstanden ist?

00:12:18: Ja!

00:12:19: Ist alles angelegt schon vorgeburtlich.

00:12:21: Ist es angelegt das ich Künstler geworden bin.

00:12:23: Ich wusste nur nicht dass es Kunst isst dieses im Traumleben, dem Traum mehr Wichtigkeit geben als der Realität sich abzugrenzen.

00:12:35: Sich selbst auszusortieren und in der Sackgasse zu spielen.

00:12:42: Das sind alles Kunsterwägungen und Kunstverhaltensweisen.

00:12:47: Ja, also sich auszugrenzen selber bevor andere es tun.

00:12:52: Auf dem Berg leben kein Zwangskollektivismus, keinen Herdentrieb nicht demonstrieren können, kein Petitionist zu sein, Zuhause zu leben das ist alles Kunst und da bin ich hundert Prozent.

00:13:07: Das wusste ich aber nicht dass das Kunst ist.

00:13:10: Die Leute haben einem ja erzählt Kunst ist Dekoration oder nette Bildchen malen So, ne?

00:13:18: Aber das ist es ja gar nicht.

00:13:19: Kunst ist ein Kampfstoff!

00:13:21: Nicht einen Kampf gegen die Realität, ein Kampf gegen Kriege... ...ein Kampf gegen das Böse,... ...einen Kampf gegen Ideologie..., ...einkampf gegen Politik..., ...een Kampf gegen Religion..., ...en Kampf gegen Götter..., ....einkampf gegen das Falsche..., ...Einkampff gegen gegen gegen... Ja und das habe ich ernst genommen.

00:13:37: Ich traue der Kunst mehr zu als jeder andere Mensch, der jemals gelebt hat.

00:13:41: Das müssen Sie mir mal vorstellen.

00:13:42: Und ich finde er ist unfassbar wie wenig Künstler heute der Kunst zutrauen.

00:13:49: Sie wollen Anhängse von Politik sein, sie wollen sich kleinmachen, die Dekoranten werden, reichen in den Progriechen, designen und nur Kirsche vom Kuchen, Ruhm und Ehre.

00:14:06: Das interessiert mich nicht!

00:14:08: Ich will meine Unabhängigkeit – dafür tue ich alles.

00:14:13: Mir ist das alles so

00:14:14: furchtbar.

00:14:15: Wurscht

00:14:15: egal.

00:14:17: Auch Geld interessiert mich überhaupt nicht, nur um es auszugeben... ...um wieder Kunst zu machen!

00:14:25: Also diese ganzen Erwägungen die habe ich auch nicht mitbekommen in meiner Vergangenheit.

00:14:30: Ich hab' mit Zweiundzwanzig dann angefangen Kunstzumachen und wusste dass das Kunst ist.

00:14:35: mir wurde das auch erzählt Und da war ich in meinem Element und fand alle Spitze und meine Mutter hat's gemerkt Und er hat mir alles erlaubt.

00:14:46: Aber da waren noch ein paar Stufen vorher.

00:14:50: Deine Familie habe ich auch gelesen, die hat entschieden du solltest Volkswirtschaft studieren weil dein Bruder Andy

00:14:58: das

00:14:59: gemacht hast.

00:15:00: Du hast dann bis zur ersten Prüfung durchgehalten und die erste Prüfungen wolltest du aber nicht mehr schreiben und auf Wiedersehen.

00:15:09: Da wusstest du noch nicht dass du für die Kunst geboren bist?

00:15:14: Also meine Mutter sagte eben, mach doch das was dein Bruder macht ist am simpelsten.

00:15:19: Oder was dein Vater auch so gemacht hat gehen macht Banklehre oder so wurde aber gesagt Volkswirtschaft studieren habe ich ein halbes Jahr abgesessen in Hamburg und bei der ersten Prüfung bin ich dann Arrivederci auf Wiedersehen.

00:15:33: Und was hat Mama gesagt?

00:15:35: Die hat das verstanden Das war nix für mich.

00:15:37: also Ich wurde auch mit neunzehn an Stevenson College geschickt.

00:15:41: in Edinburgh sollte

00:15:44: Schottland, ja.

00:15:46: Sollte Englisch lernen besser und wissten in Wirtschaft?

00:15:50: Das habe ich so durchgezogen weil das einfach easy war.

00:15:54: Aber ich war dann auch froh wieder zu Hause zu sein Und hab dann eben irgendwann plötzlich angefangen zu zeichnen wusste aber nicht dass das Kunst ist.

00:16:04: Ich wusste gar nicht dass es Kunst ist, ich dachte das ist Zeichnen.

00:16:07: Also

00:16:09: das war vor der Kunsthochschule Und dann wurde ich sehr gut beraten von Leuten, die merkten auch der zeichnet ja so gerne.

00:16:16: Er geht doch mal ins Museum und macht Radierkurse und macht Aktzeichnen.

00:16:22: Das habe ich alles so gemacht, wusste immer noch nicht das Kunst ist!

00:16:25: Dann wurde mir gesagt es gibt auch eine Kunsthochschule, das wusste ich aber auch nicht... ...und wie kommt man denn daran?

00:16:32: Ja Mappenvorbereitungskurs, ja was?

00:16:35: Wie macht man das?

00:16:36: Gehen wir nach Blankenese Da gibt es einen schönen Mappenvorbereitungskurs.

00:16:41: Habe ich dann gemacht, während des Zivildienstes – ich war völlig fertig!

00:16:45: Also im integrierten Kindergarten gearbeitet von morgens bis fast abends und dann noch schnell nach Blankenese um da diesen Mappennvorbereitungskurs zu machen.

00:16:56: Das habe ich dann durchgezogen, hab die Mappe gemacht und hab sie dann abgegeben an vier Kunsthochschulen und in Hamburg wurde ich genommen

00:17:05: Aber zu deinem eigenen Erstaunen, also du kanntest ja nicht mal Boys.

00:17:08: Nein ich kannte Boys nicht, gar nicht.

00:17:10: Ich kannte Salvador Dalí.

00:17:12: Aber Picasso?

00:17:13: Ja auch aber Boys... Knapp!

00:17:16: Ich hab mich wirklich nicht für Kunst interessiert und bin dann so reingestolpert und wurde dann auch angenommen weil ich einfach aussah wie vierzehn die dachten den können wir noch formen.

00:17:29: der Typ ist so naiv.

00:17:31: also die Mappe war auch sowas von daneben.

00:17:34: Es hatte nichts mit irgendwas ausgefeiltem zu tun.

00:17:38: Die war völlig unabhängig daneben, völlig

00:17:43: blöd.

00:17:43: Was war denn das?

00:17:44: Das waren so abstrakte Bäume.

00:17:47: Nichts Besonderes!

00:17:49: Abstrakte

00:17:50: Bäume?!

00:17:50: Ja also ich hab die auch noch, die Mappe...

00:17:53: Es ist ja interessant, dass du nichts wegwerfen kannst.

00:17:56: Ich

00:17:56: kann nichts wegwärgen, weil es alles Kunst ist!

00:17:58: Ich habe ja alles mit Liebe gemacht und was man mit Liebe macht, ist Kunst.

00:18:02: Ob ich einen Bus fahre oder eine Zeichnung mache, ob ich jetzt meine Mutter pflege oder atme... Wenn es mit Liebe, mit echtester Liebe gemacht wird ohne Ideologie, ohne Politik, ohne Religion, ohne Gugu zu sein, ohne Mitläufer tun und ohne Zwangskolektivismus dann ist es Kunst.

00:18:16: Es gibt noch andere Sachen die man nicht machen sollte.

00:18:19: Also Kunst ist auch ein Ausschlussverfahren.

00:18:22: Also bestimmte Sachen macht man nicht, dann weiß man automatisch, man macht Kunst.

00:18:25: Zum Beispiel wenn sie unbedingt Kunst machen wollen schlafen Sie einfach!

00:18:29: Dann wissen Sie dass sie Kunst machen weil sie ja ähm... sie träumen vielleicht aber sind noch nicht durchideologisiert und auch nicht politisiert.

00:18:38: selbst ein Stalin hat in seinen Träumen keine Politik betrieben.

00:18:43: das ging noch nicht.

00:18:45: also das ist vielleicht der Wunsch von vielen Menschen auch die Träume zu kontrollieren Aber das sind wir noch nicht.

00:18:53: Also hast dich in Hamburg an der Hochschule sofort wohl gefühlt?

00:18:57: Du hast gesagt, ich fühlte Kunst!

00:19:00: Was ist das für ein

00:19:02: Gefühl?!

00:19:03: Ich fühlten die Unabhängigkeit, die totale Freiheit... ...ich war mit Leuten zusammen, die ich mochte,... ...die mich wertgeschätzt haben und mir die Möglichkeit gegeben haben, mich einfach spielerisch... mit allem auseinanderzusetzen.

00:19:20: Ich habe dann auch kurzfristig mit der Malerei aufgehört, obwohl ich mich mit Malereizeichen und Beworben hatte.

00:19:24: Ich hab dann Installationen gemacht.

00:19:26: Ich hatte einen hinreißenden Professor Franz Erhard Walter.

00:19:31: Ich war auch bei Werner Büttner.

00:19:32: Auch meinen Grundklassenprofessor Achim Hobs war der Hammer!

00:19:36: Ich bin zu allen Professoren gegangen und alle die gut waren da bin ich noch mal hingegangen, die mich anguruten oder die mich zum Mitläufer machen wollten.

00:19:45: Habe ich denn nur einmal besucht?

00:19:48: Ich merke das ja immer sofort, wenn jemand mich irgendwie instrumentalisieren will.

00:19:51: Dann bin ich weg!

00:19:53: Und ich war zwar total naiv und ein Kind... ...und die Guten haben mich auch so als Kind eben gesehen.

00:20:00: Das ist übrigens meine Mutter noch am Leben.

00:20:01: Die ist sein Kind geblieben, ja?

00:20:04: Und ich bin da auch...das Kind in mir ist der Übermensch.

00:20:07: Das Kind in uns allen ist der Übermensch, dass wieder Nietzsche,

00:20:10: ja?!

00:20:10: Und das ist alles so klar!

00:20:14: Kind vorgelesen bekommen, die ganzen deutschen Helden sagen dann Tolkiin.

00:20:18: Die ganzen englischen Märchen, die deutschen Märchen alles ... Gebrüderin hat mir alle meine Mutter vorgelessen.

00:20:25: Und das hat mich total geprägt!

00:20:27: Ich hab in der Buchhandlung in Ahrensburg die meisten Bücher von allen Menschen, die jemals was ausgeliehen haben... Ausgeliehnen habe ich das immer um mein Bett gebaut wie so Burgen und das Lieblingsbuch unter das Kopfkissen Ja?

00:20:40: Da musstest du es gar nicht mehr lesen.

00:20:41: Nee, wir wissen durch Osmose.

00:20:44: Also, ich hab das auch so gemacht.

00:20:47: Ich habe das immer so angelesen und hat mich dann so durchgemogelt durch alles.

00:20:53: Ich hatte an einer Kunsthochschule ganz hinreißende Kollegen gehabt.

00:20:56: Daniel Richter, ganz wunderbare Leute kennengelernt!

00:21:01: Und die haben mich alle machen lassen.

00:21:02: Mein Professor hat immer gelacht wenn ich zu ihm ging um meine Sachen gezeigt hat.

00:21:05: Immer gesagt weitermachen!

00:21:09: Der wusste den kann man nicht mehr stoppen Den kann man nicht aufhalten.

00:21:12: Der Typ ist einfach auf dem Weg, ne?

00:21:16: Aber das

00:21:16: muss ja ein unglaublicher Erfahrung gewesen sein!

00:21:19: Deine Jugend, die beschreibst du... Ich war das schüchternste Wesen aller Zeiten.

00:21:24: Du hast aber in Endlos-Schleife gehört.

00:21:28: Du warst dich in dein Zimmer zurückgezogen.

00:21:31: Also

00:21:32: und plötzlich ... ich war nie im Diskos.

00:21:33: Bloss?!

00:21:34: Ich war nie in Diskos!

00:21:35: Nee.

00:21:36: Ich fühlte mich zu jung.

00:21:37: Und

00:21:37: plötzlich kommt diese Hochschule und

00:21:39: boom!

00:21:40: Ja

00:21:41: Also selbstbewusstsein pur,

00:21:43: plötzlich.

00:21:44: Absolut!

00:21:45: Von einer Sekunde zum nächsten war ich ein liebender der Kunst geworden und hatte genau das gefunden was ich wollte.

00:21:53: Und es war Wahnsinn.

00:21:54: Es ist ein Zufall gewesen.

00:21:55: Ich bin da reingestolpert.

00:21:57: Die waren aber auch so lieb zu mir Die haben mich machen lassen und auch schon die ersten Schritte in die Kunsthochschule.

00:22:06: Bevor ich die Mappe abgab, bin ich dort reingegangen, wurde mir empfohlen, stell dich mal vor!

00:22:13: Und das ist ein riesiges Gebäude wie so'n dunkles Schloss Kafka, ganz merkwürdig... Da war ein Förtner, ich wollte schon nach Hause gehen weil ich so eine Angst hatte.

00:22:22: Dann habe ich an irgendeine Tür geklopft, es war reiner Zufall ja?

00:22:26: Und da machte mir dann Daniel Richter die Tür auf.

00:22:30: Ja, das war aber reiner Zufall.

00:22:31: Das ist ein Künstlerkollege der ja auch sehr bekannt geworden ist und dass... Der war gerade sozusagen der Assistent von Werner Büttner und er hat sich dann meine Mappe angeguckt, der Daniel Richter so vorab.

00:22:41: da waren dreißigvierzig Leute Und der Werner Bündner hat sich die Mappel.

00:22:45: also der Daniel fand das toll, das habe ich gemerkt.

00:22:48: Der Werner bündner hatte sich dann auch die Mappe angeschaut.

00:22:50: diese Geschichte kennen viele Aber es ist immer wieder sympathisch und symptomatisch.

00:22:56: Ich habe sozusagen Skulpturen in meiner Wohnung fotografiert und Bilder gemacht.

00:23:00: Er hat dann diese Fotos angeguckt mit den Skulpturern, und sagte dann, haben Sie schon mal so eine hässliche Wohnung gesehen zu deinen Mitstudenten?

00:23:09: Und ich hab mir immer gesagt, Mensch das geht doch nicht um die Wohnung es geht um die Skulpture!

00:23:13: Dann habe ich dem irgendwie meine Bilder gezeigt und er hat da so... ...und ja, das war das Gespräch.

00:23:22: Und dann bin ich gegangen Boah, war eine gute Besprechung.

00:23:26: Und dann einen Tag später, ne Woche später hab ich wieder an die Tür geklopft und das war Franz Erdwalter!

00:23:32: Da bin ich dann auch gelandet.

00:23:33: später... ...und da war ne Schlange erstmal von zehn Leuten, die besprochen werden mussten.

00:23:38: Ich war um elf da und um sieben kam ich dran

00:23:42: Mit der Mappe wieder, ja?

00:23:43: Und es waren aber auch Leute die ihr Diplom zeigten und ihre Kunst.

00:23:47: Ich habe Bahnhof verstanden!

00:23:48: Ich habe nichts verstanden was sie da erzählt haben.

00:23:51: Das war für mich völliges Neuland.

00:23:52: Die Namen die Sie nannten ich wusste gar nicht.

00:23:55: Ich dachte auch ich muss eigentlich gehen.

00:23:56: Ich bin hier fehl am Platz Und alle wurden so eine halbe Stunde Stunde abgehandelt.

00:24:02: Dann kam ich dran Und er sagte Franzi hat Walter zu mir Wie heißen Sie?

00:24:07: Jonathan Meese Zeigen Sie mal Ihre Sachen.

00:24:11: Und dann war ich so schüchtern und er hat meine Sachen einfach auf den Boden geschmissen.

00:24:15: Das war eine Reflexhandlung, so eine Übersprungshandlung.

00:24:18: Dann bin ich über meine Bilder drüber gegangen... ...und er sagte ja was ist denn hier das beste Blatt?

00:24:24: Ja, dass da!

00:24:25: Nein, das ist das Schlechteste!

00:24:26: Wieso?!

00:24:27: Das werden sie selber rausfinden.

00:24:29: Dann hat er gefragt noch, wer ist ihr Lieblingskünstler?

00:24:33: Und er sagt sich Horst Antes

00:24:35: Ich

00:24:35: kannte gar nicht.

00:24:36: Nein!

00:24:38: Nee, Horst Andes und Picasso sagte ich.

00:24:40: Horst Undes und Piccasso.

00:24:41: Er sagte, Picasso ist super aber HorstAndes?

00:24:44: Und er sagte ja wieso denn?

00:24:45: Ja das werden Sie selber rausfinden.

00:24:47: Jetzt packen sie ihre Sachen zusammen.

00:24:49: Das war das Gesprächs, es waren zwei Minuten... ...und dann machte noch einen Mitstudent so zu mir weil das war gut Es wusste er mal nicht Es war eine gute Besprechung Und dann hat der Typ auch dafür gesorgt dass sich angenommen wurde Und dann bin ich auch bei Ihnen gelandet.

00:25:05: Ich habe meine Mama gefragt, soll ich zu Büttner gehen oder ist es zu Franz Erdwalter?

00:25:08: Sie sagte, der Büttler ist dir zu nahe.

00:25:10: Der Franz-Erdwalther ist das fällige Gegenteil von dir und dann gehen wir da hin.

00:25:15: Dann hab' ich mich nochmal sieben, achtmal mit ihm auseinandersetzen müssen und zeigen müssen und Termine machen, die wurden immer verschoben und dann wurde ich angenommen.

00:25:25: Zuerst mal ist man in einer Orientierungsklasse, es war toll!

00:25:28: Ich war da ständig, ich hab gearbeitet wie Wahnsinnig ja... getmalt, gezeichnet geschrieben.

00:25:34: Ich war in meinem Element.

00:25:36: Leider oder vielleicht auch nicht leider, vielleicht auch zu unser aller Glück hast du dann diese Hochschule auch nicht abgeschlossen?

00:25:44: Nö!

00:25:46: Nach der Zwischenprüfung habe ich gemerkt wieso soll ich mir denn noch eine Meinung von diesen Leuten abholen?

00:25:51: Ich weiß doch was ich will.

00:25:53: Ich wollte gar nicht keine Note haben, ich wollte keine Beurteilungen mehr haben, Ich kannte die ja alle, die wussten alle, dass ich Künstler bin.

00:26:01: Vollblutkünstler, Herzblut-Künstler und das wollte ich denen gar nicht mehr zumuten ein Diplom von mir abzufordern.

00:26:10: Aber du hattest

00:26:10: auch nicht... Kann ich sein, dass du Angst hattet vor dieser Abschlussprüfung?

00:26:13: Nein!

00:26:14: Keinerlei Angst.

00:26:15: Nein, ich wollte es hier einfach nicht mehr machen.

00:26:17: Ich wollte auch nicht mehr zu den Vorlesungen gehen und so.

00:26:19: Das habe mich nicht mehr interessiert.

00:26:21: Ich war in meinem Element, ich wusste ja was ich machen wollte.

00:26:24: Ich wollte mich weiterentwickeln aber innerhalb meiner Sachen.

00:26:27: So wie Udo Lindenberg immer sagt mach dein Ding!

00:26:30: War das für mich selbstverständlich?

00:26:32: In meinem Ding drin, in meiner Sachlage... Kunst ist Versachlichteste Führung.

00:26:36: Das ist ja komplett objektiv übrigens.

00:26:39: Es ist überhaupt nicht subjektiv sondern es ist das was getan werden muss.

00:26:42: Ich habe niemals nach meinem Geschmäckler ein Bild gemalt.

00:26:45: Sondern immer nur noch Notwendigkeit.

00:26:47: Also wenn ich in meinem Geschmäckle gegangen wäre, dann hätte ich gar kein Bild gemalt.

00:26:53: Dann hätte ich ... gar nichts gemacht!

00:26:56: Mein Geschmäckele spielt für die Kunst überhaupt keine Rolle.

00:26:59: oder was Ich gut finde oder nicht?

00:27:01: Das ist

00:27:02: völlig belanglos.

00:27:03: Es geht nur um Notwendigkeiten.

00:27:05: Alle Bilder die ich gemalt habe alles was ich sage ist notwendig.

00:27:09: es geht hier nicht um Geschmack- oder Meinung oder so.

00:27:13: das wusste ich aber sehr schnell.

00:27:15: das hab' ich sofort geschnallt.

00:27:16: Und die, die ihre Meinung zum Besten gab, die sind auch alle untergegangen.

00:27:20: Oder ihr Geschmäckle zum besten geben wollten, sind Dekoranten geworden.

00:27:24: Petitionisten, Kollektive, Zwangs-Kollektivisten, Salonbolschewisten... Sie jetzt alle in der AfD gelandet sind!

00:27:34: Also für mich ist die AfD die salonbolchewistische Partei aller Zeit.

00:27:40: Ich halte von denen nix kann ich ja auch mal zum Besten geben.

00:27:44: Ich halte allerdings von gar keiner Partei irgendwas, ich bin für den kein Parteienstaat.

00:27:49: aber diejenigen die behaupten sie seien noch anders als andere finde ich noch beschützen da weil Sie sind es nicht, sie sind genauso wie alle anderen und sie werden auch nichts verändern weil Politik eh nix mehr verändern kann sondern die Kunst kann nur etwas veränderter.

00:28:01: war das nehme ich jetzt gerade vorweg.

00:28:03: Ja und ich habe ja meiner Mutter sehr viel zugehört ne?

00:28:07: Die hat ja viel über dir über die Nazi-Zeit geredet und auch über die Weimarer Republik und der Kaisersreich usw.

00:28:16: Ich weiß, was Salon Bolshevismus ist.

00:28:21: Und ich weiß, wenn Menschen auf Kosten anderer leben wollen – das interessiert mich nicht!

00:28:27: Es finde das mickrig, es findet kein Zustand mehr.

00:28:32: Wenn ich nur clientele bediene, damit es mir besser geht und fordere, dass es deshalb anderen aber schlechter gehen muss….

00:28:40: Das ist das Konzept gerade von Politik.

00:28:42: Es soll immer nur der einen Gemeindegut gehen und den anderen eben nicht.

00:28:46: Und das ist auf Kosten.

00:28:47: Anderes geht nicht mehr, es funktioniert nicht mehr.

00:28:48: Das höhnische Grinsen von Alice Weidel, das interessiert mich nicht.

00:28:52: Also das Etikettenschwindel – das isst für mich nix!

00:28:56: Ich möchte damit nichts zu tun haben, ich möchte mit unechten Menschen nichts zu tun haben.

00:28:59: Die lebt ein Leben einer Grünen und predigt aber was ganz

00:29:05: anderes.".

00:29:06: Mir ist egal, ob man grün ist oder rechts oder links.

00:29:09: Oder es ist mir alles scheißegal!

00:29:10: Aber ich möchte mit Menschen zu tun haben die das sind was sie leben und dass sagen was sie tun und also die genau so sind wie das was sie nach außen tun.

00:29:23: ja Und also mit diesen Lügenhannissen oder den Hochstaplern, oder die, die anders sind als das was sie predigen.

00:29:30: Das möchte ich nicht mehr!

00:29:31: Mit solchen Menschen möchte ich auch keine Zeit verbringen... ...oder ich möchte mit denen nichts zu tun haben.

00:29:36: und diese ganzen Leute, die gerade an die Macht wollen, sind alle so.

00:29:40: Die sind Zuhause nämlich anders.

00:29:43: Hitler war wenigstens so wie er war und der Trump auch.

00:29:47: Bei Trump ist Trump nicht das Problem sondern die Wähler.

00:29:51: dass man so um Typen Macht gibt, das ist das Problem.

00:29:53: Dass der sie sich nimmt und daraus macht was er will ja weil es ein kleines Kind ist.

00:29:59: Der ist eigentlich sein eigener Nahr.

00:30:01: Aber im Narren sollte man nicht zu viel Macht geben.

00:30:04: Lesen Sie Hopfrosch von Edgar L. Poe dann wissen Sie was ein Nahr machen kann.

00:30:10: Ja denn Nahr ist eigentlich der zweite Mann im Staat und der kann ganz schnell der erste Mann werden.

00:30:15: aber die Frage wie macht man den Leuten gibt?

00:30:18: Und ich habe gelernt in der Kunst Keine Macht ist gut.

00:30:22: Gebe sie sofort ab an die Kunst und Politik will immer nur Macht sammeln, damit es den Leuten gut geht aber nur den Oberen.

00:30:37: Und ich bin dagegen.

00:30:39: Ich denke das Prinzippolitik ist völlig ausgelutscht.

00:30:43: Es ist nichts mehr zu holen.

00:30:44: Es wird keine Partei mehr geben, die es besser macht als eine andere.

00:30:48: und Deutschland in einer Partei zu quetschen ist undeutsch.

00:30:52: Und hönig zu sein ist unDeutsch!

00:30:54: Liebe ist Deutsch, Richard Wagner ist Deutsch Gesamtkunstwerk Deutschland ist Deutsch.

00:30:59: Gesamtkunstwerk Schweiz ist Deutsch.

00:31:08: Man muss das alles mit Liebe machen und mit Hingabe.

00:31:10: Das ist ja mit Augenzwinkern gemeint, ja?

00:31:14: Selbst eine Alice Weidel muss man in den Arm nehmen.

00:31:17: Wenn sie es zulässt...

00:31:18: Ja!

00:31:19: Die muss man einfach sagen, Mensch lebt doch das was du sagst und sagt was du lebst.

00:31:24: Dann ist doch alles in Ordnung.

00:31:28: Diese Frau ist ja ... das ist ja Wahnsinn!

00:31:31: Das ist doch traurig dass jemand sich so verstellen muss.

00:31:35: Den lieben langen Tag.

00:31:36: Warum macht man das denn?

00:31:39: Was soll es denn?

00:31:41: Und dass Menschen solche Verstellungen auch noch wählen, das verstehe ich einfach nicht.

00:31:47: Sind sie auch so verstellt?

00:31:49: Ja sind diese Menschen die diese Personen an die Macht wegen auch Etiketten schwindeln?

00:31:55: Sind das alles auch Hochstapler zu Hause?

00:31:57: Lügen die auch den ganzen Tag?

00:32:01: oder warum findet man Lügner so toll?

00:32:04: Oder warum findet man diese Menschen so wunderbar und will, dass sie führen?

00:32:08: Sind diese Wähler alle genauso hönig ... Also irgendwas ist ja passiert.

00:32:16: Also früher war ein Diktator noch ein Digtator.

00:32:20: Kaligula

00:32:21: oder so, ja!

00:32:24: Aber ich mein die Diktatoren, die Echten sind ja mit ... ... ausgestorben.

00:32:29: Der Einzige nehm' ich noch irgendwie ... Das Abnehme is dem Nordkoreaner.

00:32:36: Ob ich das nur gut finde oder nicht, weiß ich nicht.

00:32:38: Aber der kann diese Rolle einnehmen!

00:32:41: Der versteht es auch.

00:32:42: Er hat viel von Hitler gelernt.

00:32:45: Die sehen ja... Also er zieht sich sehr speziell an.

00:32:48: Das fühlte mich schon beeindruckend.

00:32:50: Der sieht auch anders aus als alle anderen Nordkoreaner.

00:32:53: Das sind nicht spannend?

00:32:54: Du hast

00:32:55: einmal gewählt in deinem Leben mit achtzehn, weil deine Mutter dir das gesagt hat und

00:33:04: Ich habe alle Parteien angekreuzt, weil ich merkte das ist nichts für mich.

00:33:10: Dann ist eben der Wahlzettel ungültig?

00:33:12: Ja, das ist aber gut so!

00:33:14: Damit macht man ja auch seine Haltung klar.

00:33:17: Jede Partei ist falsch...

00:33:19: Aber dann verweigert man auch die Demokratie oder das demokratische Prinzip.

00:33:24: Ich finde Kunst noch besser.

00:33:26: Ich find' Kunst besser als Demokratie.

00:33:29: Kunst ist nicht demokratisch liebe übrigens auch nicht

00:33:32: ne?!

00:33:33: Also Liebe, die demokratisch ist, ist keine Liebe.

00:33:36: Meine Mutter hat mich nicht demokratisch zur Welt gebracht.

00:33:40: Ja meine Mutter ist eine Diktatorin ja?

00:33:42: Ich habe sie nicht gewählt!

00:33:44: Alles was ich wählen kann, ist letztendlich Mittelmaß und das was unwählbare macht es, macht mich ja aus.

00:33:51: Ich muss atmen, ich muss essen, ich musst trinken ,ich muss schlafen.

00:33:55: Meine Geburt kann ich nicht wählen.

00:33:58: alles was wählbar is ziemlich banal Und ich denke, dass man das überwinden kann und ich biete ja was Tolles an.

00:34:08: Ich biete die Diktatur der Kunst an – das Gesamtkunstwerk Deutschlandes Gesamtkunstwerk Österreichs Gesamt-Kunst-Werk Schweiz, das Gesamtskunst-Weck Europa.

00:34:15: Ich bin ein ganz großer Anhänger von Europa.

00:34:16: übrigens total liebe Europa!

00:34:20: Über alles.

00:34:22: Man muss es nur vor der Kunst führen lassen.

00:34:25: Also die Kunst muss

00:34:26: Deutschland führen?

00:34:26: Aber nicht von dir.

00:34:27: Nein also als Zwischenführer mach vielleicht kurz mal Aber ich würde dann die Macht sofort in der Nacht abgeben.

00:34:35: Ja, ich bin schon wahrscheinlich aus der Trommlersituation schon so zwischenführermäßig.

00:34:42: der geeignetste in Deutschland ja aber dann würde ich das ja sofort abgeben.

00:34:47: die macht

00:34:48: nicht an mich.

00:34:49: doch

00:34:51: alles was mit Liebe gemacht wird ist ja Führung.

00:34:54: wenn da Alltag von uns Durch Liebe, Demut, Hingabe und Würde geführt wird, dann herrscht die Kunst.

00:35:02: Also wenn der ... Die Kunst den Alltag beherrscht, dann führt die Kunst!

00:35:06: Im Moment führt Zynismus den Alltag.

00:35:10: Nicht?

00:35:12: Böse Ausgrenzung, höhnisches Benehmen, Anstandslosigkeit.

00:35:20: Das herrscht ja gerade und das soll ja an die Macht gewählt werden.

00:35:24: Unanständige Menschen sollen gerade an die machtgewählt werden und in Deutschland darf das nicht passieren.

00:35:30: Es darf nichts sein!

00:35:32: Unanständige Menschen müssen nach Hause gehen, klar Schiff machen und wieder anständig werden.

00:35:37: Und wenn sie das zuhause nicht schaffen zum Arzt Ja, es gibt gute Kliniken die dich anständig machen.

00:35:45: Ich bin ja sehr veranstalten das habe ich von meiner Mama gelernt ein ganz anständiger junger Mann zu sein nicht auf Kosten anderer zu leben sich rauszuhalten wenn man nichts beitragen kann an seinen Sachen arbeiten.

00:36:01: ich mache mein Ding.

00:36:02: andere machen ihr ding.

00:36:04: ich möchte nicht dass andere mein Ding machen.

00:36:06: ich möchte aber auch nicht das Ding von anderen machen.

00:36:09: Ich kriege ja diese Angebote ständig, ich soll die Dinge von anderen machen.

00:36:13: Was heißt das?

00:36:14: Ja also an Künstlerkollegen, die wollen dass sich ihre Sachen mache was zumal ihre Kunst oder weiterbringe.

00:36:21: und ich sage immer ja du musst doch deine Sachen machen!

00:36:24: Du musst auch deine Kunst aushalten lernen!

00:36:26: Du muss doch mit deiner Kunst leben!

00:36:28: Was soll ich dir

00:36:29: helfen?!

00:36:30: Das ist doch deine Sache.

00:36:31: Ja, du musst doch deine Zeichnungen, deine Bilder, dein Bus fahren.

00:36:36: Deine Konditorei

00:36:37: selber anhalten!

00:36:38: Du hast nie einem anderen Künstler nachgeeifert?

00:36:41: Nein!

00:36:42: Nein!

00:36:43: Ich liebe andere Künstlern.

00:36:44: Frank-Gorch Piccasso, Emo Tep, Leonardo da Vinci, meine Mutter... Alle Babys sind Künstlers.

00:36:54: Alle Kinder sind Künder und nicht alle Erwachsenen.

00:36:57: Die Ideologen sind keine.

00:36:59: Politiker sind keine Künstlerin.

00:37:01: Also das kann man auch ... also Politik und Kunst schließen sich aus.

00:37:05: Das muss man auch sagen, Politaktivismus ist noch schlimmer als Politik.

00:37:10: Deshalb bitte, liebe Künstler!

00:37:14: Seid keine Politaktifisten weil ihr seid dann Verräter der Kunst.

00:37:18: Ihr macht die Kunst schwach wenn ihr euch der Politik anbietet Weil die Politik wird euch weg saugen Und zwar ganz schnell wie eine Mücke und dann seid ihr weg Auch wenn ihr Tausende seid.

00:37:28: Millionen Mehrheiten bestimmen die Kunst nicht, auch nicht Minderheiten.

00:37:33: Sondern nur du selbst bestimmst das was getan werden muss!

00:37:37: Es ist deine Verantwortung das beizutragen, was notwendig ist.

00:37:41: aber das kannst nur du machen.

00:37:43: da kann dir niemand helfen.

00:37:45: mir hat niemand geholfen.

00:37:47: zum glück sagt doch mein professor zu mir allen den ich geholpen habe sind gescheitert.

00:37:53: ja weil es stimmt Du darfst nicht helfen.

00:37:57: Das muss automatisch kommen, natürlich arbeite ich darf jetzt mit Nero auch was machen Aber das kommt nach dreißig Jahren.

00:38:04: Ja die Leute wollen immer Belohnung und zwar sofort!

00:38:08: Die Belohnungen ist die Unabhängigkeit.

00:38:10: Nicht eine Petition zu unterschreiben, dass es die Belohnen der Kunst ja?

00:38:16: Nicht sich mickrig in die Tagespolitik einzumischen, das ist die Belohnung.

00:38:21: Nicht zu sagen auf welcher Seite man im Krieg steht.

00:38:25: Ja, ich bin für den Kampf der Kunst.

00:38:27: Ich bin für die Kriegskampf!

00:38:31: Für den Kämpfer einer uns.

00:38:33: Für Kohnen und Pipi Langstrumpf.

00:38:35: Für meine Mutter.

00:38:37: Für Nomad Daddy.

00:38:38: Für Mr.

00:38:39: Spock.

00:38:40: Für Rambo.

00:38:44: Drusilla.

00:38:45: Für all diese Figuren werden die Kriege beenden.

00:38:49: dass es überhaupt noch Kriege gibt.

00:38:51: Also wie gehildengewaschen sind diese Leute eigentlich, die überhaupt noch Kriege wollen?

00:38:55: Mich geht das überhaupt nichts an!

00:38:56: Ich werde niemals eine Position einnehmen.

00:38:59: ich spiele Risiko mit mir selber.

00:39:02: Ja der Krieg wird immer gewonnen.

00:39:04: Die Kunst besiegt jeden Krieg.

00:39:07: Weil ist der Urkrieg Der innere Kampf in dir.

00:39:10: Das ist die Kunst Und wenn wir den inneren Kampf führen dann brauchen wir keinen äußeren mehr.

00:39:16: Also meine Mutter ist auch immer zusammengeklappt, denn die hat sich fast totgelacht am Anfang.

00:39:20: Wieso noch Leute nach nix seit forty-fünf Jahren noch Kriege gegeben haben?

00:39:24: Wie primitiv!

00:39:26: Was für primitive Typen, die da auch mitmachen wie Kanonenfutter Existenzen.

00:39:32: Selbst gewähltes Kanonenfutter.

00:39:34: Ich mein im ersten Weltkrieg war es nicht selbstgewählt.

00:39:38: Das waren Probieren und das waren Ausprobieren.

00:39:41: War auch eine Dolle.

00:39:42: Zweiter Weltklinge war auch nicht schön Ja, aber damit ist er abgehakt.

00:39:48: Also in dritten Welt kriegt bitte auf der Bühne!

00:39:52: Wo sonst?

00:39:53: Da kann doch nicht realen noch geführt werden.

00:39:57: Da lachen sich die Leute von damals tot.

00:40:00: Hitler würde sich totlachen über das, was jetzt gemacht wird.

00:40:03: Er lebt gern nicht mehr.

00:40:04: Aber es geht nicht mehr Jungs.

00:40:06: Selbst der Mann würde das sagen.

00:40:08: Diese Kämpfer von damals würden sagen Es geht nicht mit Jungs und Mädels.

00:40:13: Es ist vorbei Wir brauchen es nicht mehr.

00:40:17: Adolf Hitler würde die AfD als Erstes verbieten.

00:40:20: Ja natürlich, das wäre der innere Feind!

00:40:24: Man muss verstehen auch den Irrsinn und die Ironie... Die Ironie des Wahnsinns ist immer noch nach hundert Jahren Soldaten im Schützengraben gibt.

00:40:36: Das ist doch Wahnsinn!

00:40:38: Das kann man sich doch nicht ausdenken, dass das noch gemacht wird.

00:40:44: Wo man KI hat, wo Alexander Kluge war ist ne halber Stadt.

00:40:50: Ich hab mit Alexander Kruge nur über Kriege gesprochen, über den zweiten Weltkrieg und wir haben uns geeinigt.

00:40:55: so was kann nicht mehr existieren in den Köpfen, in den Körpern.

00:41:01: das ist einem Geist unwürdig.

00:41:05: Das ist unwürdig!

00:41:06: Warum

00:41:06: passiert es trotzdem?

00:41:07: Weil die Menschen unwürdig geworden sind, unanständig.

00:41:12: Sie sind höhnisch geworden.

00:41:13: Sie wollen andere wieder auslöschen, damit sie besser dastehen.

00:41:17: Es ist aber alles abgehandelt!

00:41:19: Niederscheinlich wird sich abgehandelt worden.

00:41:23: Der Höhepunkt ist erreicht.

00:41:25: Wir haben es durchexerziert.

00:41:28: Hitler hat es durch exerzieren.

00:41:29: Er war an der Spitze.

00:41:31: Der ist im Diktatorenquartett, der Blitztrumpf Das ist der Blitztrumpf, das war der extremste Diktator alle Zeiten.

00:41:39: Der braucht keine Kopie mehr!

00:41:42: Aber trotzdem

00:41:44: trotz dieser pessimistischen Weltsicht bist du also das Prinzip Hoffnung nicht verloren?

00:41:53: Ich bin so hoffnungsvoll.

00:41:56: ich denke dass sind die letzten Zuckungen von üblen Typen, Arschloch gegen Arschlauch und die werden sich alle dezimieren wenn sie das denn wollen.

00:42:05: Ich gönne es ihnen nicht.

00:42:06: ich bin kein Zyniker.

00:42:08: Ich denke Sie sind alle heilbar aber Sie müssen zu Hause klar Schiff machen.

00:42:12: Sie haben alle irgendwas versäumt.

00:42:14: Zuhause.

00:42:16: Wenn man in seine Augen der Kinder guckt seiner Kinder und aller Kinder kann man keinen Krieg mehr führen.

00:42:25: Und man kann das alles nicht machen, man kann es nicht befürworten.

00:42:28: Die Waffe ist Kunst!

00:42:29: Die Waffe ist Liebe, Herzblut... Das ist die einzige Waffe und überlebt auch jede Atombombe.

00:42:35: Wir können das alles regeln.

00:42:37: wir sind in der Lage das auszuhalten ab durchzustehen und auszusitzen.

00:42:43: Wir haben alle Stalingrad in uns.

00:42:46: ja aber wir müssen es selber machen.

00:42:49: meine Mutter ist im Stalingrat-Modus Und wenn sie stirbt, hat es auch seinen Sinn gehabt.

00:42:58: Ja?

00:42:58: Aber das ist doch der Modus!

00:43:00: Der Modus ist dann bei einem selber.

00:43:04: Ich kann noch nicht Söldner werden... Ich kann noch nicht für ein etwas Fremdes eintreten in dem Sinn.

00:43:10: Ich muss doch mit mir selber kämpfen!

00:43:11: Ich bin auch selbst schuldig, ich muss auch selber in den Spiegel gucken.

00:43:15: Ich bin der Feind.

00:43:17: Der ist doch nicht irgendein Volk oder eine Nation oder irgendwas... Das gibt's doch alles gar nicht mehr.

00:43:22: Es ist durchexerziert worden.

00:43:24: Internationalismus genauso blöd wie Nationalismus bringt nichts mehr.

00:43:28: Wie

00:43:28: hast denn du bei dir zu Hause klar Schiff gemacht?

00:43:31: Hier ist das Wasser.

00:43:33: Meine Mama hat mir alles erlaubt.

00:43:36: Die hat gemerkt, der Junge ist jetzt auf dem richtigen Weg... ...die weiß auch das Politik ausgereizt ist!

00:43:41: Die hat es jetzt verstanden.

00:43:41: wenn die hier sitzen würden und sprechen würden, dann würde sie sagen ja, der Mesa hat Recht Es stimmt wir müssen die Politik abschaffen und die Religion können wir und dann wird alles super.

00:43:50: Wir haben uns unser eigenes Grab geschaufelt aber auch kein schönes Grab Ja?

00:43:56: Es gibt ja schöne Gräber.

00:44:00: Du hast mit Anstand zu sterben, ist doch was Schönes.

00:44:03: Aber das ist doch unanständig, was da gemacht wird.

00:44:07: Andere für sich kämpfen lassen und dann noch höhnisch sein usw.

00:44:12: Was sind das für Menschen?

00:44:14: Verstehst du überhaupt

00:44:15: nicht?!

00:44:15: Ich guck mir das im Hand und denke, dass kann nicht wahr sein!

00:44:19: Wir sind gleich zurück.

00:44:27: Dank bequemen Direktflug ab Zürich, erreichen Sie Ihr Ziel in kürzester Zeit.

00:44:32: Dort wartet der Tvernboldbus bereits auf sie!

00:44:36: So können Sie auch an ferneren Reisezielen von unserem bewährten Komfort profitieren und haben mehr Zeit die Schönheiten der Destination zu genießen.

00:44:45: Alle Informationen unter tvernbold.ch.

00:45:02: beeindruckende Kunstausgabe gestaltet und da sieht man auch diese, also ihr könnt das da oder sie können es da sehen.

00:45:12: Das ist die Titelseite von gestern.

00:45:15: Sieht man auch diesen Stil von dir?

00:45:19: Es hat ja etwas kindliches, naives auch.

00:45:25: wie du malst hast du eigentlich immer so gemalt?

00:45:27: Also war das immer... kam das einfach zu dir?

00:45:31: Ja Bei mir fließt es raus, hat sich nie geändert.

00:45:34: Ich will schneller malen als die Polizei erlaubt.

00:45:37: ich möchte das so schnell machen dass sie Leute gar nicht mitkriegen was sie da sehen.

00:45:40: und Das ist so geblieben Und ich vertraue der Kunst Totalst und gebe mich dahin und dann passiert auch nur das geilste.

00:45:50: also Und hier habe ich auch gesagt jetzt muss es machen meine mutter schlief nebenbei und dann gehts los.

00:45:57: Ja ja es war nicht

00:45:58: so gewundert.

00:45:59: wir haben dir die seiten geschickt kurz vor Ostern.

00:46:03: Und dann hast du das einfach über Ostern und ich meine, dass ist ja nur eine Seite, ich weiß nicht wie ... Ich weiß es, zwanzig Seiten, dreißig Werke.

00:46:13: Hast du da einfach deine Wunder hat geschlafen?

00:46:16: Ja.

00:46:17: Ich hab sie auch gezeigt im Schlaf sozusagen.

00:46:20: Einfach mal vorher vorgehalten oder ihr die Zeichnung in die Hand gedrückt habt auf Fotos gemacht und so.

00:46:25: Jaja!

00:46:27: Das ist so... Ich benutze die ja auch.

00:46:29: Was,

00:46:30: manisches?

00:46:31: Ja natürlich.

00:46:33: Ich muss ja die Realität wegkriegen!

00:46:35: Ich habe hunderttausend Bilder... nein, hundert tausend... zweihundert Tausend Kunstwerke geschaffen.

00:46:42: Ich hab ungefähr sechzig-siebzig Tausends Seiten geschrieben und ich habe so viele Bücher gemacht wie kein anderer Künstler überhaupt.

00:46:48: Ich habe mehr gemacht auch in der Kunsthochschule als alle anderen Kunststudenten zusammen.

00:46:53: Ich aber so wahnsinnig viel produziert ist irrsinnig weil ich musste das machen Ich musste das raushauen, das Zeug.

00:47:00: Auch um mein Geschmettel zu entgehen und überhaupt nicht in die Gefahr zu kommen ideologisch zu werden.

00:47:08: Es besteht eh keine Gefahr, ne?

00:47:10: Also selbst wenn ich jetzt im Zeitlupe arbeite weil es meiner Mutter nicht gut geht...

00:47:14: Aber ist auch Realitätsflucht oder was ist es?

00:47:20: Es ist Verdrängung, es ist Realitäz Flucht, Realitäze Abbau, Realität Zerstörung, Realitäten Änderungen.

00:47:27: Ich vertraue der Kunst, dass sie die Realität komplett verändern kann und zwar zum geilsten.

00:47:32: Und das wir alle im Schmelz der Kunst leben also ... Die Kunst wie ein Schmelzz über dir Schweiz liegt.

00:47:42: Über Deutschland, über Europa.

00:47:45: Also sozusagen tanzen wie Alexis Sorbers Ja?

00:47:50: Das ist auch ein ganz wichtiger Mann, ne?

00:47:53: Der auch wenn alles zusammenfällt lacht Und dann wird getanzt, ja?

00:47:58: Das ist sehr tacky.

00:47:59: So was hat mich so unfassbar geprägt!

00:48:02: Mich hat der Film Sardos geprägt wie nichts Gutes.

00:48:05: Ja.

00:48:06: also die kann ich nur empfehlen von John Bormann einer der besten Regisseure aller Zeiten.

00:48:10: ihn durfte überhaupt besuchen Der hat Excalibur gemacht.

00:48:13: Ich durfte das Schwert Excalibo halten.

00:48:16: Gibt's

00:48:16: ein Foto?

00:48:17: Da gibt es Fotos.

00:48:19: und der Held Der Mann, der den Tod bringt.

00:48:23: Den süßen Tod!

00:48:25: Aber im Grunde genommen... ...bringt er den Tod für die, die nicht sterben können und dann baut er wieder eine Familie auf um weiterzulehmen.

00:48:35: Und die Liebe siegt.

00:48:36: Das ist halt für mich entscheidend.

00:48:38: Auch Alice in Wonderland All diese Sachen sind ganz wichtig für mich.

00:48:44: Was ist das eine?

00:48:48: manische Schaffenskraft, die sich glaube ich in dieser Kunstausgabe zeigten.

00:48:52: Das andere was ich so wahrnehme ist eine und das hat sich glaube auch verändert aber das kannst du besser sagen dieses Gesamtkunstwerk Liebe.

00:49:03: es ist eine unglaublich liebevolle Botschaft, die du jedenfalls in unserer Zeitung verbreitest.

00:49:12: Also hat sich das geändert?

00:49:14: Worum ist dieses Thema jetzt so vorne Bei dir.

00:49:21: Lieblosigkeit beherrscht diesen Planeten gerade und die, die an der Macht sind, sind ganz besonders lieblos und die die an die Macht wollen, sind noch liebloser!

00:49:29: Und wie lieblose wollen wir eigentlich noch werden?

00:49:32: Auch

00:49:33: wenn man diese lieblosen Typen wählt, da hat man ein Problem zu Hause und das geht nicht.

00:49:38: Wir dürfen, dass diese lieblosen Leuten keine Macht mehr geben.

00:49:40: Die sollen ja ihr Ding machen

00:49:42: aber doch nicht machten.

00:49:43: Also je grausamer die Welt wird umso liebevoller wirst du.

00:49:45: Ja

00:49:46: natürlich Und ich finde es unglaublich, dass das Wort Liebe noch so eine Gegenwehr erzeugen kann.

00:49:54: Wahnsinnig!

00:49:54: Also...

00:49:56: Das spürst du?

00:49:56: Oh, aber hallo!

00:50:00: Ja, einem wird dann abgesprochen, dass man das täte oder die kommen dann mit Liebe zu Gott oder so.

00:50:08: Oder kommen dann zu Liebe zur Partei und liebe zum andere.

00:50:12: Leute umbringen.

00:50:13: Das kann man ja auch sagen Aber das ist natürlich überhaupt nicht gemeint.

00:50:17: Darum geht es nun wirklich überhaupt nicht, also nichts Zynisches und nichts Unrechtes Es ist auch nicht lieber zu einer bestimmten Klientel.

00:50:26: Also Entschuldigung Das ist all umfassende Liebe die jeder Zuhause praktizieren muss damit es allen gutgeht.

00:50:35: Wenn alle lieb sind zum Nachbarn gibt es keine Probleme mehr.

00:50:39: Ich habe ja auch gesagt, Gastfreundschaft ist Deutsch.

00:50:42: Das wurde mir so unfassbar übel genommen!

00:50:45: Weil das wollen viele gar nicht.

00:50:48: Viele

00:50:48: wollen gar nicht... Ja ich merke mal wenn man in Deutschland ins Restaurant geht.

00:50:54: Man muss ja liebevoll mit den Leuten umgehen.

00:50:56: Manche Leute kann man nicht mehr knacken aber die müssen halt zum Arzt.

00:51:01: Aber wie kann man diesen Menschen Macht geben?

00:51:03: Das ist einfach die große Frage Und ich bin natürlich in die Situation geschleutert worden, jetzt meiner Mutter das zurückzugeben, worum es geht.

00:51:13: Liebe war immer das entscheidende Wort.

00:51:16: Alles was mit wirklicher echter totalster Liebe gemacht wird ist Kunst!

00:51:21: Ich bitte das auch mal zu verstehen... Also ... Kunst ist nicht das Genie, dass irgendwie ein Bild malt.

00:51:27: Das ist auch okay.

00:51:29: Das is' auch ein Nebeneffekt.

00:51:32: Aber ganz liebevoll mit seinen Kindern zu sein IST Kunst.

00:51:36: abends erschöpft ins Bett zu fallen, das ist Kunst.

00:51:42: Zu atmen ist Kunst, gut zu essen ist Kunst.

00:51:47: dafür zu sorgen dass allen es gut geht, ist Kunst ja?

00:51:51: Dafür zu sorgen, dass es nur einem selber gut geht und allen anderen nicht!

00:51:55: Das ist Nicht-Kunst, das is vielleicht Kultur, deshalb gibt's auch Kulturkämpfe.

00:52:01: Es gibt ja jetzt wieder Kulturkämpfe.

00:52:02: Meine Kultur ist geiler als deine, deshalb beseitige ich deine!

00:52:06: Wie lächerlich... Also dass das überhaupt noch eine Rolle spielt?

00:52:11: Kultur ist eh nicht besonders tolle.

00:52:13: Kultur ist nämlich der Blick nach hinten und Kunst ist der Blick vorne.

00:52:17: Kultur und Kunst hat relativ wenig miteinander zu tun.

00:52:21: Ja also Kulturschnösel interessieren mich überhaupt nicht.

00:52:25: Kunst-Schnösel gibt es eigentlich gar nicht.

00:52:27: Was?!

00:52:29: Nee, weil Kunst... Das ist

00:52:30: Kultur.

00:52:31: Genau!

00:52:33: Und Kunstkampf ist was anderes als ein Kulturkampf.

00:52:36: Kunstkampf ist der Kampf mit dir selbst und Kulturkampf is der lächerliche Krieg gegen andere.

00:52:43: Also die Suche nach dem Schuldigen.

00:52:48: Meine Herren wie viel Sündenbocke will man eigentlich noch kreieren?

00:52:53: Der Sündenbok bist du selber und fertig Ja, der Dämon ist in dir.

00:52:58: Du musst den nur weg tanzen, weggeschütteln.

00:53:02: Schüttelt die Demone ab!

00:53:04: Aber wenn die Welt jetzt immer grausamer wird

00:53:06: und du musst

00:53:07: immer mehr Liebe verbreiten, du muss immer mehr arbeiten... Wie?

00:53:14: Wie hältst du das aus?

00:53:16: Gleichzeitig hast du eine Mutter, die, neunzig, eben einen Schlaganfall hatte nicht mehr sprechen kann im Moment Und dann diesen Auftrag, oder wie auch immer du das nennen willst.

00:53:29: Wie hält

00:53:30: man denn das aus?

00:53:31: Das ist Dienstpflicht!

00:53:33: Ich muss siegen... Das habe ich meiner Mutter versprochen.

00:53:37: Ich habe bei meiner Mutter vieles versprochen

00:53:39: aber hat die das auch gewollt?

00:53:41: Natürlich will die das.

00:53:43: Die traut mir auch viel zu und ich darf nicht abschlafen.

00:53:47: Also das, ich kann mal gut pennen.

00:53:50: Also meine Mutter jetzt noch vor vier Wochen gut ging, gehackt die mir!

00:53:53: Immer wenn sie ins Bett gegangen ist um acht Uhr dreißig, BEDBED zu mir, ne?

00:53:59: Ich sollte sofort mitschlafen.

00:54:01: Ja damit ich mich ausruhe da hat sich natürlich noch verstanden dass auch mein Schlaf brauche.

00:54:06: im Moment kann sie darauf nicht reagieren.

00:54:08: aber Sie kümmert sich auch im kranken Zustand doch um andere.

00:54:12: Sie

00:54:13: gibt in ihrem totkranken Zustands Hinweise oder Tipps, wie es einem besser gehen könnte.

00:54:21: Und das ist halt Wahnsinn!

00:54:22: Meine Mutter gibt – obwohl sie vollkommen am Ende ist – gibt sie noch alles und das können wir Menschen.

00:54:29: Ist das

00:54:29: der Grund warum du nie ausgezogen bist?

00:54:32: Ja ich bin nicht wirklich ausgezogen weil meine Mama lebt bei uns.

00:54:35: Ich habe eine Freunde mit der ich seit dreißig Jahren zusammen bin.

00:54:38: die liebe ich über alles.

00:54:40: aber natürlich ist meine Mutter auch da und es ist natürlich nicht einfach.

00:54:45: ja Für niemanden.

00:54:46: Aber

00:54:48: es musste auch nicht immer alles einfach sein.

00:54:50: Meine Mutter habe ich nicht gewählt, meine Freundin ja!

00:54:54: Aber sie ist nicht mittelmäßig im Gegenteil sondern sie ist genau das worum es geht.

00:55:00: Meine Freundin ist der Hammer.

00:55:01: Sie ist Künstlerin und deshalb halten wir uns auch aus.

00:55:03: Ja?

00:55:04: Sie ist völlig hermetisch wie ich.

00:55:05: Sie macht ihr Ding, Ich mach Mainz... Also nein, nein, das funktioniert als blendend.

00:55:14: Aber dieses, ich muss das eben machen bis ich Tod umfalle.

00:55:17: Ich muss es machen!

00:55:18: Wer soll's sonst machen?

00:55:20: Nennen Sie mal irgendjemand in Deutschland der das drauf hat.

00:55:23: Nein, gibt's nicht!

00:55:24: Wer vertraut der Kunst mehr als ich?

00:55:27: Ich vertraue die absolute Weltherrschaft zu.

00:55:32: Die Führung in Deutschland.

00:55:34: Auf dem Reichstag steht der deutschen Kunst.

00:55:36: Ich möchte dass sich die Parlamente auflösen.

00:55:39: Dass kein Parteienstaat entsteht.

00:55:41: Ich will, dass die Politiker ins Öl spazieren gehen und abdanken.

00:55:45: Ja, ich bin ja auch ganz ehrlich.

00:55:47: Deshalb kann man mich auch nicht angreifen.

00:55:48: Ich bin komplett ehrlich.

00:55:50: Die haben genug Übles gemacht.

00:55:55: Privatreligion zu Hause, meinetwegen!

00:55:59: Aber auch das ist nicht so dolle... Wir sind nicht von Göttern erschaffen worden.

00:56:02: Die Kunst hat die Götter erschaffen, damit wir mit ihnen spielen.

00:56:05: Aber dann gab es wieder BIA-ernsten Typen, die meinten ja, dass ich sie neuen Macht habe.

00:56:09: Nein!

00:56:10: Das ist ein Spielzeug.

00:56:12: Götther ist ein Spiegelzeug.

00:56:13: Der Gott ist ... der Gott ist ein Speelzeug.

00:56:15: Darum kann ich spielen.

00:56:17: Fertig auf der Bühne aber doch nicht in der Realität.

00:56:20: Das sind Bücher, das sind Gebrüder Krim.

00:56:23: Ich kann dir jetzt auch sagen ... Ich hab dir übrigens ein Geschenk mitgebracht!

00:56:26: Ich kann ja auch sagen Star Wars ist jetzt meine Religion oder Raumschiff Enterprise oder ... äh ... Oder mit Sherms Schaum und Melone.

00:56:34: Also, das ist doch alles leckerlich?

00:56:36: Oder Hans im

00:56:37: Glück?!

00:56:38: Ja, aber so isst das.

00:56:39: ne?

00:56:40: Gibt's Leute die nehmen wirklich Bücher Bier ernst, aber die haben ein Problem... Ja?

00:56:45: Hier, das iss ... Äh ... Darth Vader ... schenke ich dir

00:56:49: Danke.

00:56:50: Bitte

00:56:50: schön, der sagt...

00:56:57: Weißt du was dir jetzt gerade gesagt hat?

00:57:00: Ich bin dein Vater.

00:57:04: Richard Wagner ist mein Vater und so sehe ich das.

00:57:07: Also meine echter Vater.

00:57:08: Wurde aber

00:57:08: auch missbraucht von der Politik.

00:57:10: Richtig!

00:57:11: Aber er hat die Kurve gekriegt.

00:57:13: Er hat an das Gesamtkunstwerk Deutschland festgehalten.

00:57:19: Kunst ist übrigens kein Glaube.

00:57:20: Deshalb sagte ich auch nicht, er hat auch nicht an Kunst geglaubt.

00:57:23: das viel zu schwach.

00:57:24: Glaubenskrieger sind übrigens immer zu schwacht weil die ja schon im Jenseits sind.

00:57:29: Also du musst schon pragmatischer Kämpfer sein wie Rambo oder Conan.

00:57:35: Es gibt so diese Mythen Die alle nicht stimmen.

00:57:37: Wenn ich glaube bin ich am Ende des Tages schwach Weil Ich hab ja einen Ausweg.

00:57:41: wenn ich aber Pragmatist bin und weiß dass diese Erde auf der ich bin, das Spielfeld ist, auf dem ich bin.

00:57:50: Ja dann muss ich auch alles geben!

00:57:53: Dann kann nicht irgendeiner eine Fantasie vertrauen.

00:57:58: Kunst ist keine Fantasies sondern Kunst ist das was überlebt hat.

00:58:02: vom alten Fahrer Ohr ist die Kunst übrig geblieben.

00:58:06: Also mit so Fragen wie Wellness und so kannst du nichts anfangen oder?

00:58:11: Du musst es einfach

00:58:12: tun.

00:58:12: Doch, ich schlafe sehr gerne.

00:58:15: Ich esse sehr gerne und trinke... Ja, das

00:58:16: ist ja Kunst!

00:58:17: Das ist Kunst, ja.

00:58:19: Wellness doch?

00:58:19: Man muss auch mal abschalten, man muss mal Pause machen.

00:58:22: Aber nur um dann wieder auszuholen, um wieder der Kunst zu vertrauen und sie an die Macht zu bringen, nicht?

00:58:28: Ich möchte die Machtschenkung, Kunst, ich möchte dass die Kunst uns alle beherrscht.

00:58:33: Und was ist daran denn so schlecht?

00:58:35: Ich verstehe auch immer nicht die Leute, die das nicht wollen.

00:58:38: Viele Künstlerkollegen sagen, oh, da ist die Masche von Mese!

00:58:41: Nein, das ist das Potenzial von Kunst!

00:58:44: Es ist das potenzial!

00:58:46: Ihr seht das Potential nur nicht weil ihr wollt euch anbiedern.

00:58:50: Ihr wollt Dekoration sein, ihr wollt Designer werden... Ihr wollt aber gar nicht der Kunst, dem Kampf der Kunst dienen.

00:58:58: Ja es geht um euren blöden kleinen Popo.

00:59:01: Nee, um den ist es nie gegangen.

00:59:03: Der interessiert mich nicht!

00:59:04: Der interessiert mich in Arisch ... Ich interessiere mich nicht.

00:59:08: Weil ich interessiere dich nicht.

00:59:10: Mein Selbstinteressiert mich.

00:59:11: Du

00:59:11: interessierst sich nicht für dich?

00:59:12: Nein, null!

00:59:14: Null!

00:59:15: Sonst kann ich das auch alles machen.

00:59:17: Deshalb kann ich mehr leisten als alle anderen weil mein Ich vollkommen uninteressant ist.

00:59:22: Ich habe nie irgendein Pfändig auf meinen Ich gesetzt.

00:59:27: In dem Roulette-Spiel, in dem ich unterwegs bin gibt es das Feld Ich nicht.

00:59:31: Es gibt das Feld selbst.

00:59:33: Wir haben alle ein Selbst, und das müssen wir schützen!

00:59:35: Das ist unsere Einzigartigkeit.

00:59:37: Wir sind einzigartige

00:59:39: Menschen.

00:59:39: Haben

00:59:39: auch alle Unrecht die sagen du sei eine Kunstfigur?

00:59:45: Ich benutze die Kunstfigure... ...die mich schützt ja.

00:59:52: Der private Mese.

00:59:55: Ich bin Pfleger geworden.

00:59:57: Pflega meiner Mutter.

00:59:58: ist das privat?

00:59:59: weiß ich nicht.

01:00:00: Das sollte jeder tun der die Möglichkeit hat dass ich gerne Fernseh gucke, ja.

01:00:06: Ich habe ein ganz privat gesehen, ganz langweiliges Leben.

01:00:10: Gehe jeden Tag zweimal in die Badewanne... ...ich esse gerne für irgendwas.

01:00:17: Kaufe Bücher ohne Ende?

01:00:19: Ich kaufe jeden Tag zweihundert Bücher oder hundert Büchern.

01:00:21: Ich hab ungefähr sechzig-siebzigtausend Bücher mehr als Karl Lagerfeldt, den ich übrigens super fand weil der war sein eigener Typ und seinen eigenen Charakter.

01:00:33: Der wollte auch niemanden was Böses.

01:00:35: Das ist bei mir ja genau so, ich möchte dass allen gut geht und die aber das Böse wollen sollen das mit sich zu Hause ausmachen.

01:00:45: Und das bitte nicht in die Welt tragen.

01:00:46: also sie gibt es ja diese Typen.

01:00:48: Es gibt kranke Menschen, es gibt aber auch böse Menschen.

01:00:51: Aber Die müssen geheilt werden und Kunst ist Heilung.

01:00:56: Richard Wagner is heiler.

01:00:58: Ich bin sauer über das was bei im Bayreuth passiert.

01:01:02: Das ist mir zu harmlos.

01:01:04: Kunst ist kein Austausch von Harmlosigkeit, das ist schon eine harte Nummer.

01:01:09: Ja, das merken wir heute Abend.

01:01:11: Zum Glück!

01:01:13: Aber das ist doch gut wenn man der Kunst so viel zutraut.

01:01:17: Natürlich ist Frank-Goch jetzt in allen Häusern auch angesehen und es verkitscht worden aber der Typ hat gekämpft Sein Leben, der Kunst gewidmet.

01:01:28: Der hat der Kunst alles anvertraut auch sein Ohr!

01:01:32: Also es ist Wahnsinn ja und so muss man doch leben.

01:01:37: Ich

01:01:38: finde es interessant dass du schon vor vielen Jahren Folgendes gesagt hast wir möchten den Künstler erst kennenlernen um dann zu entscheiden ob das Bild gut ist Und wir können es erst dann kaufen wenn der künstler in unser bild

01:01:52: passt.

01:01:53: Das fand ich schon immer wieder wertig

01:01:55: Ja.

01:01:56: Also du hast eigentlich schon vor vielen Jahren diese Unart formuliert, dass man nicht mehr zwischen Künstler und Werk unterscheiden kann

01:02:04: oder?

01:02:05: Wer das nicht unterscheidet muss zum Arzt.

01:02:09: ja weil ich kann ja Horrorfilme gucken ohne Horror zu sein!

01:02:13: Ich kann auch einen Horrorfilm drehen ohne ein Horror zu bösen Menschen spielen auf der Bühne, ohne böse zu sein.

01:02:22: Ich kann auch eine lange Haare haben, kurze Haare habe.

01:02:24: ich kann auch einen dicken Menschen spielen, dünnen Menschen oder ein Tausendjährigen oder zwei Jährigen.

01:02:29: das ist alles möglich.

01:02:30: kunstes Rollenspielen.

01:02:32: Ja ja

01:02:32: also das hast du ja auch immer gemacht?

01:02:33: Immer und Zensur darf es überhaupt nicht geben oder dass man irgendwas nicht spielen darf oder so.

01:02:39: Das ist alles Käse.

01:02:40: Also da haben die Leute ein Problem mit sich und ihrem Geschmäckle.

01:02:44: Alles ist erlaubt, alles ist in Ordnung so lange es nicht auf Kosten anderer ist.

01:02:47: Aber das ist ja ein Rollenspiel.

01:02:50: Ich darf auch Hitler spielen!

01:02:52: Ist doch in Ordnungen.

01:02:52: Hast du ja gemacht?

01:02:53: Habe ich oft gemacht.

01:02:55: Die Rolle war offen... ...und in der Kunst ist das super.

01:02:59: Sie war vakant.

01:03:01: Und ich spiele sie immer noch gerne weil ich das gut finde.

01:03:03: Der Typ war halt relativ präzise im Gesicht.

01:03:07: Bart und Scheitel Also Schnäuzer.

01:03:13: Und es ist sehr einfach zu malen und ich bin auch kein Moralist, das ist mir egal.

01:03:22: Alles hat seine Zeit!

01:03:23: Ich denke nur immer bestimmte Sachen können nicht aufgewärmt werden.

01:03:26: also bei Essen ist das manchmal schmackhaft.

01:03:28: aber Ideologien kann man nicht aufwärmen.

01:03:32: Monarchin brauchen wir nicht mehr.

01:03:33: da gab's mal Ludwig XIV der war der größte König.

01:03:36: Der Märchenkönig Ludwig II.

01:03:41: von Bayern ist nicht zu toppen, den finde ich Wahnsinn!

01:03:44: Aber Könige brauchen wir heute nicht mehr und wer das will, ist hoffnungslos verloren in seinem Geschmäckle.

01:03:51: also da kann man nichts mehr zu sagen einfach nur geht zum Arzt weil es abgewirtschaftet funktioniert nicht mehr.

01:03:57: Wir brauchen bestimmte Dinge die man hatte.

01:03:59: wir brauchen auch keine Cisaren mehr.

01:04:02: Es ist alles abgefrühstigt, wir brauchen noch keine Diktatoren mehr, er ist abgefrüchtet.

01:04:06: der größte war da Im Dreier gespannt mit Mao und Stalin.

01:04:10: Und dann noch ein bisschen Mussolini.

01:04:12: Ja, aber bestimmte Sachen sind abgehandelt!

01:04:16: Die die das noch wollen müssen sich Zeitmaschinen bauen um wieder in die Vergangenheit zu reisen.

01:04:21: Die wollen ja die Zukunft nicht... Und ich denke immer, die Zukunft ist das Einzige was alle wollen müssen und sich überraschen lassen bitte.

01:04:30: Die Leute wollen immer eine Rezept, dass die Priesterkaste... ...die Kulturpriesterkast bietet auch Rezepte?

01:04:36: Du musst ihn nicht auf mich zeigen!

01:04:38: Bitte?!

01:04:38: Du musst den nicht auf mir zeigen!

01:04:40: Nein überhaupt nicht!

01:04:40: Er ist ja genaues Gegenteil!

01:04:45: Ich hab' die Kultur-Priesterkasten erlebt, die zuhlt sich in ihrer eigenen Harmlosigkeit Und ich bin da nicht dabei.

01:04:53: Deshalb bin ich auch nicht mehr auf deren Rechnung, ne?

01:04:56: Aber die haben die Rechnungen ohne den Wirt gemacht.

01:04:58: also das wird schon alles gut gehen.

01:05:01: Man hat mich so dermaßen unter ein Teppich kehren wollen man hat mich zu dermaß fertiggemacht und vor Gericht gezerrt weil ich die Dokumente als Dünnpfiff bezeichnet habe.

01:05:12: Hat mir eine Riturkutsche verpasst und hat mich dann angezeigt im Spiegelgespräch wo ich den Mesegruß mal gemacht hab.

01:05:22: Ja und so weiter, aber ich habe immer Haushoch gewonnen weil die Leute gemerkt haben der Typ hat nur mit Kunst zu tun.

01:05:27: Der ist mit der Realität nicht vereinbar.

01:05:29: Also der Typ will ja keine Parteigrönten, er will auch in keiner Gemeinde sein, er wird auch in einer Gruppe sein, der ist völlig einzigartig.

01:05:41: Warum will man mich auch nicht aushalten?

01:05:43: Ich bin einzigartig in Deutschland, Europa und der ganzen Welt.

01:05:46: Mich gibt es genau einmal!

01:05:48: Und fertig.

01:05:49: Alle künster Kollegen gibt's tausendmal, zehntausend mal, fünfzigtausenmal.

01:05:53: Die sind völlig austauschbar.

01:05:55: Das ist ja... die wollen aber auch so leben.

01:05:57: Das isst deren Ding.

01:05:59: Aber die finden das dann scheiße wenn man einzig-artig ist.

01:06:02: Und ich hab' das immer gepredigt.

01:06:04: Das hab', da bin ich prediger.

01:06:06: Geh nach Hause und sei einzig artig.

01:06:08: Aber das macht kein Guru.

01:06:10: Ein Guru sagt immer, komm zu mir.

01:06:12: Ich kassier ab!

01:06:13: Ich sag immer zu den Leuten, geh nach Hause und mach dein Ding.

01:06:17: Brauchst mir kein Geld zu geben.

01:06:19: Also ich will auch nichts von dir.

01:06:20: Ich will nicht gucken wie es dir geht.

01:06:22: Das ist keine Zeit.

01:06:25: War das eigentlich eine Entscheidung so auszusehen, wie du aussiehst?

01:06:30: Das war für mich Schutz eben.

01:06:32: Ist ja auch immer eine Irritation.

01:06:35: Ja, ich zeig das mal... Ich bin wieder dünn geworden, ich nehme die Osempigspritze Ja, finde ich ganz toll.

01:06:45: Ich habe zwanzig Kilo abgenommen und dieses mit dem Boden verwachsen zu sein hat mich stark gemacht.

01:06:51: also die Verwurzelung jetzt kann ich auch mal Hochwasserrosen tragen weil ich bis in Selbstbewusstsein auch in der Beziehung geworden bin.

01:06:57: oder egaliger Die Haare damit ich so machen kann ich verstecken Uniform weil es ist einfach und erkennbar.

01:07:09: Und ich wollte halt das so simpel machen wie möglich, damit ich die Kraft und die Zeit und die Energie für alle anderen Sachen habe.

01:07:16: Nicht schwarzkleiden – also ist wie meine Schwester auch immer in Schwarz gekleidet – es ist praktisch.

01:07:22: Also man verschmilzt so.

01:07:27: Das ist natürlich eine Möglichkeit der Abgrenzung, der Selbstausgrenzung.

01:07:32: Nicht grenz dich selbst aus bevor es andere machen!

01:07:34: Ist ein sehr wichtiger Punkt.

01:07:37: dann ist man nicht so enttäuscht, wenn die Leute dich ausgrenzen und denke niemals das es gut wäre einer Mehrheit oder einer Minderheit anzugehören.

01:07:47: Sei du selbst!

01:07:48: Das reicht.

01:07:50: Du bist nicht stark, wenn du mit fünfzigtausend Leuten auf der Straße bist.

01:07:53: Da bist du ganz schwach weil du hast kein Gesicht mehr.

01:07:58: Das habe ich in Japan gelernt.

01:08:00: Du musst ein Gesicht behalten.

01:08:02: Du muss dein Gesicht bewahren Und nach der Pfeife von Luise Neubauer zu tanzen, um die Welt zu retten.

01:08:09: Das reicht nicht!

01:08:11: Tanzt selber!

01:08:12: Nicht nach der Feife von jemand anders.

01:08:15: Du musst nicht erst in den Po von jemand andernst kriechen, um diese Welt zu reppen.

01:08:19: Das musst du selber machen, zu Hause, in deinem Vorgarten... Ja und das mag ich an diesen Leuten nicht.

01:08:25: Die brüllen immer ins Mikrofon und sagen komm zu mir Ich lebe dein Leben, ich mach das klar für dich.

01:08:33: Nein!

01:08:33: Du musst es selber klären.

01:08:35: Gesamtklärwerk Deutschland, das ist die Platte mit DJ Hellmeiner Mutter und mir... du musst es selbst klären!

01:08:42: Du hast die Kraft, du hast das Gehirn und den Körper dazu.

01:08:45: Du musst nicht nach der Pfeife von anderen tanzen.

01:08:48: Die werden dir nichts bringen außer Horror.

01:08:51: Ja?

01:08:52: Und du wirst die Welt retten.

01:08:54: zu Hause wirklich Zuhause.

01:08:57: Hast du eigentlich je gestaunt, was aus dir geworden ist?

01:09:01: Ich staune jeden Tag was aus anderen wird.

01:09:05: Wie die sich plötzlich drehen und wenden und plötzlich für das eine Land sind und plötzlich dagegen weil es Krieg herrscht und plötzlich ganz anders denken, weil es gewünscht wird.

01:09:17: ich bin immer gleich geblieben in der Beziehung.

01:09:20: ja ich habe mich sehr entwickelt aber nicht in der Haltung der Realität.

01:09:23: gegenüber

01:09:25: Unglaublich schüchternd zurückgezogenen Kind ist jetzt einer geworden, der auf vielen Bühnen dieser Welt steht.

01:09:35: Als er einen Selbstbewusstsein ausstrahlt?

01:09:37: Schon erstaunlich!

01:09:38: Ein kindisches Selbstbewusstein.

01:09:40: Ich bin Kind geblieben.

01:09:42: Kind im Herzen über Mensch im Herz.

01:09:44: Mein Herz ist kindisch auch ein bisschen naiv und kindlich.

01:09:50: Ja ich vertraue den Kindern.

01:09:52: Ich denke die wären spitze Und die werden das Ding schaukeln.

01:09:56: Die werden das hier wieder in Ordnung bringen.

01:09:58: Den ganzen Quatsch, den wir verbrochen haben, werden die wieder klären.

01:10:02: Aber wir müssen auch liebevoll mit denen sein.

01:10:04: Wir müssen auch mehr in den Schulen mit denen liebevoll umgehen.

01:10:07: Die müssen spielen lernen.

01:10:09: Mit sich spielen.

01:10:11: Alleine spielen nicht immer gleich in die Masse.

01:10:14: Nicht immer gleich im Herdentrieb.

01:10:15: Nicht mal gleich in den Gruppenzwang.

01:10:17: Das muss man den Leuten beibringen!

01:10:19: Ihr seid stark wenn ihr selber stark seid.

01:10:22: Ihr dürft eure Stärke auch nicht immer abgeben.

01:10:25: Ihr müsst sie bei euch behalten, es ist Eure Stärke um die es geht.

01:10:29: Ihr dürfte ihn nicht absaugen lassen.

01:10:32: Auch wenn ihr das Gute wollt, dass er meistens nur gut gemeint und entwickelt ein Rückgrat.

01:10:39: Ja?

01:10:39: Auch wenn's schwerfällt.

01:10:42: Seid eine ehrliche Haut!

01:10:44: Alice Weidel is keine ehrlicher Haut!

01:10:47: Das tut einem so leid für Sie!

01:10:49: Seid doch mal ehrlich!

01:10:51: Sag doch mal wirklich, was du willst und dann können wir weiterarbeiten.

01:10:56: Ja ich sage für mich ist das so ein Bild ja?

01:11:00: Ich habe gar nichts gegen die Frau!

01:11:02: Nichts!

01:11:02: Ich wundere mich nur... Du

01:11:04: kennst sie auch nicht?

01:11:04: Nein!

01:11:05: Ich will sie aber auch nicht kennenlernen.

01:11:08: Nein, ich hab Angst dass sie sogar nett ist oder liebevoll.

01:11:12: Aber dann ist es ja eine gespaltene Person.

01:11:15: Du kannst so nicht sozusagen öffentlich alle ausgrenzen wollen, die nicht passen.

01:11:25: Du musst das doch den Leuten selber überlassen!

01:11:28: Also du kannst dich doch nicht anbieten als Führung von Deutschland in dem du Deutschland in eine Partei quetschst.

01:11:35: Das kann man nicht machen.

01:11:37: Jonathan, von was träumst du eigentlich?

01:11:39: Ich träume von Freiheit.

01:11:41: Ich träume davon dass Deutschland und Europa die Schweiz frei sind.

01:11:45: Frei von Zensur, frei von Angst, frei vom Klientel, frei Böser Macht, es gibt gute Macht.

01:11:55: Unwählbare Macht ist gut, die Machteatmung ist gut... Die Macht des Urknalls!

01:12:01: Der Urknall ist kein göttliches Prinzip sondern das ist eine Kunst-Explosion gewesen.

01:12:10: Die Planetenkonstellationen sind künstlerische Erwägungen, das sind Kunsteinheiten.

01:12:16: Das hat kein Gott gemacht, das ist der Metabolismus und der Sachlage.

01:12:21: Das ist eine versachlichte Angelegenheit.

01:12:23: Der Weltraum ist noch ideologiefrei?

01:12:26: Ja, noch!

01:12:26: Noch?!

01:12:28: Ja?

01:12:28: Irgendwelche Spinner wollen auf den Mars leben.

01:12:31: Das hat doch Jules Verne schon vorweggenommen.

01:12:33: Es muss man auch nicht real machen.

01:12:35: Es wird auch nicht funktionieren.

01:12:37: Also wir werden da uns degenerieren... Da werden irgendwelche Mutanten gezüchtet aber das bringt nichts.

01:12:45: Geld hier reinstecken in die Liebe dieses Planeten.

01:12:49: Also dieser Planet ist überhaupt nicht ausgereizt.

01:12:52: Wir können hundert Milliarden Menschen gut ernähren, wenn die Einpreisung anders läuft, ja?

01:12:59: Wenn die Wertschätzung anders ist, wenn das Kapital anders verteilt wird – es ganz normal!

01:13:04: Das ist nichts Besonderes!

01:13:06: Es sind nur Verteilungen, die falsch laufen... Weil es immer noch Leute gibt, die auf Kosten anderer Leben wollen und zynisch sind.

01:13:12: Hönig sind!

01:13:13: Wenn's die nicht mehr gibt wenn man das auch den Kindern beibringt dass das gar nix bringt.

01:13:17: Das macht dich unglücklich Es macht dich steif Es macht sich ungelenk Es dehnt dich nicht aus.

01:13:25: Ich wollte übrigens mit Alexander Kluger ein Buch machen Ausdehnung.

01:13:29: Das wollten wir machen.

01:13:31: Warum?

01:13:31: Wir haben beide festgestellt, dass Ausdehnung Kunst ist Liebe, die sich ausdehnt.

01:13:38: Also wenn sich Kunst ausdehnt, wenn sich das Falsche ausdehnend wird es böse.

01:13:46: Und der Weltraum dehnt sich ja auch aus und so weiter.

01:13:50: Alexander Vaklouge war sehr an den Weltraumtierchen interessiert und an dem Kosmos und die Césarien der Zweite Weltkrieg und so bin ich ja auch komplett hot voll heiß drauf.

01:14:01: Bin ich, ja.

01:14:03: Ich finde ... Meine Mutter war in Saalem von dieinzigzehn und dreiß bis neunundvierzig.

01:14:06: Im

01:14:06: Internat?

01:14:07: Was die da erlebt hat ist der Wahnsinn!

01:14:09: Die war in Danzig, aus dem Jahr nineteen vierzehnt.

01:14:12: Russen kam, wurde natürlich vergewaltigt

01:14:15: usw.,

01:14:15: aber das hat sie alles weggesteckt.

01:14:17: Es war alles pragmatisch, es gehörte alles zum Leben, es war einfach Teil der Existenz.

01:14:21: Die Mutter hat sich vor ihr umgebracht.

01:14:24: Da war der Krieg schon aus.

01:14:25: Was?!

01:14:26: Ja, im Danzig.

01:14:27: Weil Sie hatte die Nachkriegszahl... Sie hat die Kraft noch gehabt, kurz nach dem Krieg.

01:14:36: War die Kraft weg?

01:14:38: Es war gerade noch die Kraft da sozusagen auch im Irrsinn nach Danzig zu gehen!

01:14:43: Die haben gedacht das würde verschont werden weil es eine Freistaat war.

01:14:47: Die haben noch gedacht, dass wäre gut, aus der forty-f vierzig nach Danzig zu gehen.

01:14:51: Das waren natürlich die Hölle.

01:14:52: ja und so was hat mich so geprägt?

01:14:56: diese Geschichten von meiner Mama?

01:14:59: Ja, was die da alles erlebt hat.

01:15:00: Er hatte mir ja nur einen Bruchteil erzählt.

01:15:03: Aber das hat mich unglaublich geprägt!

01:15:06: Wie die dann die Hitlerreden gehört haben?

01:15:07: Wie die die Spiele gespielt haben, die Fagenspiele... wie sie dann auch Fehler gemacht haben oder wie die dann in gebrenzliche Situationen kam und so.

01:15:17: Das ist alles spannend, das ist alles entscheidend und wichtig.

01:15:20: Man muss ja davon lernen.

01:15:22: Auch wir lernen hier gar nichts.

01:15:26: Es ist ja Wahnsinn Wir sind ja in einem Rückfall, ne?

01:15:31: Aber diejenigen, die lernen werden das wieder richten.

01:15:34: Die werden es gut machen!

01:15:37: Den kann man vertrauen und die werden es geil machen.

01:15:39: Ja aber im Vorderhand musst du das machen.

01:15:42: Nja, war nur Zwischenzeit... Ich bin auch schon ältlich.

01:15:45: Ja also sechsundfünfzig hallo?

01:15:46: Jaaa!

01:15:48: Ganz höllig, aber ich bin schon... Also dass sich diese Rolle einfach noch spielen muss habe ich jetzt angenommen.

01:15:55: Das hab' ich länger nicht angenommen.

01:15:59: Ich habe die Rolle jetzt angenommen, dass ich tatsächlich selber was verändern muss.

01:16:03: Radikal!

01:16:03: Ich dachte immer es kann nur die Kunst machen.

01:16:07: Aber vielleicht muss ich da selbst auch mal ein bisschen nachhelfen.

01:16:14: Zwischenführer kurzmal... Ich hab ja überhaupt nicht das Wort Führer.

01:16:19: Ich finde das alles super.

01:16:21: Es muss der Führern der Liebe sein und der Künstler sein.

01:16:25: Ist doch alles super.

01:16:26: Ich habe auch keine Angst vor diesen ganzen Begriffen oder Uniformen, oder Sachen.

01:16:31: Oder ich bin auf nur die Freiheit aller Bücher und alles muss gelesen werden und alles Muss verarbeitet werden und wir müssen wieder allen zutrauen das zu verarbeiten.

01:16:40: Wir züchten so dumme Menschen denen wird dann nichts mehr zutrauen Und dann denken sie könnten das alles nicht verarbeiten doch?

01:16:47: Wir müssen den Leuten wieder beibringen damit zu leben.

01:16:51: Es kann doch nicht Bücher geben, die man verbietet.

01:16:53: Das ist lächerlich!

01:16:55: Also ich verstehe sowas alles gar.

01:16:56: Oder Zeichen oder Symbole oder so... Wir müssen lernen mit denen umzugehen und sie umzumodifizieren.

01:17:04: Eine neue Mobilmachung wie meine Mutter.

01:17:06: Die ist auch in einer neuen Mobilmache.

01:17:10: Den Zeichen neuer Bedeutung geben.

01:17:12: Umwertungen.

01:17:14: Was ist das Problem?

01:17:16: Ich habe noch ein kleines Manifest.

01:17:19: Wir müssen jetzt langsam zum Schluss kommen.

01:17:21: Jetzt

01:17:21: ist es dann bald neun Uhr.

01:17:25: Du wolltest noch unbedingt dein Manifest vorlesen?

01:17:29: Aber

01:17:30: noch drei Fragen!

01:17:31: Was?!

01:17:32: Ganz kurz, weil ich möchte dass du auch deinen Zettel abarbeitest.

01:17:39: Nein, ich bin eigentlich sehr zufrieden aber mich würde interessieren... Ich hatte gefragt was du träumst.

01:17:48: Träumst du in Bildern, in Worten?

01:17:50: Das würde mich wirklich interessieren.

01:17:52: Oder sind das diese Bilder die du dann zeichnest, die du träumst?

01:17:54: oder was ist das?

01:17:56: Oft!

01:17:56: Ich träume oft Wörter... ich träume ganz viel von meiner Mama im Moment, wirklich.

01:18:01: Obwohl du neben ihr

01:18:02: schläfst?!

01:18:02: Ja,

01:18:02: ich träue mir dann.

01:18:04: Sie träumt ja auch vom Schwarzen Hund.

01:18:07: also sie hat oft Albträume und dann sagt sie Schwarzer Hund weg!

01:18:11: Schwarze Hund

01:18:12: weg!!!

01:18:13: Und das hat mich auch immer sehr geprägt.

01:18:15: Was ist der Schwarze

01:18:16: Hund?

01:18:17: Das weiß ich nicht.

01:18:20: Es ist der schwarze Hund.

01:18:21: Das kommt aus ihrer Vergangenheit?

01:18:23: Ja, ganz sicher!

01:18:25: Meine Mutter ist ja eine unfassbare Figur die alles mit sich ausmacht.

01:18:30: Deshalb hat sie auch diese Energie.

01:18:32: Also die kann das aussitzen Kann morgen sterben.

01:18:36: wirklich dann ist es so traurig aber es ist dann eben so wie's ist.

01:18:42: Aber ich würde sehr schätzen wenn Sie noch lang gemacht.

01:18:49: Und dass wir sie wieder ins Leben prolen und dass sie auch widerspricht, ne?

01:18:53: Sie ist ja auch Dolmetscherin gewesen und hat Sprache geliebt und konnte sehr viele Sprachen.

01:18:58: Aber die ist so ein Stoneface geworden!

01:19:00: Die ist wie so eine Monument,

01:19:01: ne?!

01:19:02: Ich fotografiere sie ganze Zeit,

01:19:03: ne!?

01:19:04: Und mal sind die Augen ganz weg und mal sind dann wieder klar... Für mich ist das eine Orakel geworden, ich gucke die dann oft an und spreche mit mir, da kommt aber gar nichts zurück.

01:19:17: Aber ich weiß, ich hör

01:19:19: das.

01:19:19: Das wollte ich auch noch fragen.

01:19:20: Warum machst du das?

01:19:21: Du seit Jahren fotografierst du

01:19:24: ja

01:19:25: nicht nur deine Mutter aber auch vor allem deine Mutter.

01:19:28: hast sie gar kurz nach ihrem Schlaganfall fotografiert?

01:19:32: Ja warum tust du dass?

01:19:33: damit sie lebt?

01:19:36: Ich transformiere sie in Kunst und dadurch gebe ihr die Chance weiter zu leben.

01:19:41: über das über das Transportmittel über den Transmitter des Fotos Kann sie weiterleben.

01:19:48: Und wenn Sie dann möglicherweise das Foto auch wieder sieht, dann sieht sie sich selbst und dann kann sie weiter existieren!

01:19:54: Ich zeige ihr auch ständig diese ganzen Sachen, ne?

01:19:56: Auch wenn sie gar nicht guckt.

01:19:58: Ich erzähle dann, Mami, das habe ich jetzt gemacht für dich... Das ist ein Lebenselixier.

01:20:04: Ich mache fast alles nur für Mami.

01:20:09: Die

01:20:09: Wille, dass die Kunst an die Macht kommt.

01:20:12: Das will die jetzt.

01:20:14: Es hat lang genug gedauert dass sie sich das jetzt auch zutraut zu sagen, mein Sohn hat Recht.

01:20:21: Und jetzt schürbt sie!

01:20:22: Was soll das?

01:20:23: Das finde ich nicht fair.

01:20:25: Aber gut ist ihre Sache.

01:20:27: Ja, aber gut... Aber Träume sind allgegenwärtig.

01:20:33: Ich träume ja auch im wachen Zustand ständig.

01:20:39: Ich habe die ganze Zeit Flausen im Kopf.

01:20:41: Die ganze Zeit.

01:20:43: Ich denke immer der Tag macht da Greifung Kunst.

01:20:46: Das hab ich damals schon gedacht, als ich Bayreuth machen soll.

01:20:48: Da hab ich gedacht, oh ja, wow!

01:20:50: Ich sollte ja passival machen in Personalunion ... Als Regisseurbühnenbild Kostüme und in Warnfried ausstellen oder?

01:20:57: Hab ich gedacht okay jetzt, Gesamtkunstwerk Deutschland ist ganz nahe.

01:21:00: Und dann wurde ich aber entfernt.

01:21:02: Ja, aus

01:21:02: dem Jahr zwei Tausend Sechzehn.

01:21:03: Genau.

01:21:04: Aber das ist egal, es war eine andere Story...

01:21:06: Genau.

01:21:07: Ähm, da fehlt

01:21:08: jetzt die Zeit.

01:21:09: Sind wir noch eine Frage?

01:21:11: Hast du hier noch ne Frage gewünscht?

01:21:13: Ja mindestens.

01:21:16: Du hast, habe ich beobachtet eine Familie um dich versammelt.

01:21:22: Das ist nicht nur deine Mutter das ist Johne, das ist Stefan... du hast so ne ganz kleine Burg um dich gebaut.

01:21:35: Das sind deine Ängsten.

01:21:37: Worum ist das so wichtig für dich?

01:21:40: Ohne diese Leute kann ich nicht!

01:21:42: Weil ich bin so ein Samen und um den sind konzentrische Kreise.

01:21:45: Ich brauche sieben Sperrkreise, damit man mich schützen kann.

01:21:52: Diese Sieben-Sperrkreise die kann ich auch irgendwann mal diskutieren aber das ist... ich lebe ja immer in diesen Märchenzahlen.

01:21:58: Genauso wie die Acht ist das Unendlichkeitszeichen, sieben-Spärkreise drei Mitarbeiter usw.

01:22:06: Das sind alles für mich magische Zahlen ohne esoterisch zu sein.

01:22:10: Das interessiert mich überhaupt nicht!

01:22:12: Esoterik und Okkultismus ist für mich nur für die Bühne gut, nie für die Realität lehne ich komplett ab in der Realität.

01:22:19: Also völlig, also komplett.

01:22:21: Ich bin nix da, ne?

01:22:22: Also gibt's gar nichts... In der Kunst kann die Erde übrigens jede Form annehmen Auch flach, aber in der Kunst natürlich.

01:22:30: Also diese ganzen Spinner die gerade unterwegs sind also mit denen habe ich nichts zu tun.

01:22:34: Ich ziehe dieses Spinner übrigens an

01:22:35: Ja das glaube

01:22:36: ich.

01:22:36: Die denkt mir mal ach da ist ja auch ein Spinner Aber ich bin halt überhaupt kein Spinner, ne?

01:22:46: Ich bin Muttersöhnchen und mache das was Mama sagt Und wenn die Mama so geil ist und so pragmatisch dann kann man ja nur pragmatisches sein und ich bin sogar noch pragmatischer als Mami geworden.

01:22:58: Ja, aber ich brauche diese Leute um mich herum die mich schützen.

01:23:02: Aber sie dürfen das auch nicht zu persönlich nehmen was ich mache Daran ist es dann oft gescheitert.

01:23:08: also Ich mag meine Bilder auch nicht immer aber ich muss sie zeigen weil ob ich sie mag spielt keine Rolle und manche Es gibt ja Menschen denken es gibt gute oder schlechte Bilder Das gibt's ja gar nicht das sind nur Projekzionen.

01:23:26: Manche Leute haben um mich herum, dass auch zu persönlich genommen was so passiert ist oder zu viel Angst gehabt.

01:23:34: Aber es war ihre Angst!

01:23:36: In der Kunst braucht man überhaupt keine Angst zu haben vor gar nichts.

01:23:40: Nichts!

01:23:41: Es gibt keine Angst in der Kunst.

01:23:44: Kunst ist keine Angst.

01:23:47: Du hast dir einen angstfreien Raum geschaffen?

01:23:49: Voll mit der Familie auch.

01:23:50: Natürlich

01:23:51: und ich bin denen sehr dankbar, weil die mir alles gestatten aber dann natürlich auch die Grenze setzen Aber um mich zu schützen.

01:24:01: also aber ich gebe den ja voll den Raum.

01:24:05: Die sollen doch klar Schiff Zuhause machen das wissen sie aber auch genau.

01:24:09: Es geht Ja immer um die eigenen Familien.

01:24:11: Ich Bin keine Ersatzfamilie Das ist Quatsch.

01:24:14: Niemand Ist eine ErsatzzfamILie für mich Und ich gönne jedem die Familie, die sich eben an einem abspielt.

01:24:23: Kunst passiert ja an uns!

01:24:25: Die Kunst geschieht wenn ich mich hier nicht in den Weg stelle.

01:24:29: Viele Menschen stellen sich der Kunst in den weg.

01:24:32: Das ist aber ihre Sache... Aber das müssen Sie selber wissen.

01:24:36: Wenn ich mich halt durch Ideologie der Kunst auf den Weg stehe, habe ich ein Problem.

01:24:42: Dann kriege ich vielleicht Macht und kann toll leben, aber muss man sich überlegen?

01:24:47: Ob das liebevoll oder anständig ist.

01:24:51: Oder ob das mit Würde passiert, oder nicht?

01:24:55: Und ich brauche diese Paarfreunde... Ich bin kein Gießkasten-Kannenmensch!

01:25:03: Also

01:25:03: ich bin nicht jemand der Freunde sammelt.

01:25:06: Das kann ich nicht.

01:25:08: Das wäre ja, also das finde ich upsöhnend.

01:25:11: Vor dem Manifest noch eine letzte Frage.

01:25:15: Deine Mutter jetzt, das wünschen wir alle nicht.

01:25:18: Aber wenn sie sterben sollte, was offenbar jederzeit möglich sein könnte ...

01:25:23: Was ist

01:25:25: dann?

01:25:26: Weil dann sagt's ja nicht mehr, was du tun sollst!

01:25:30: Dann müssen Sie das andere übernehmen.

01:25:32: Ich muss das meine Freundin machen und meine Mitarbeiter, meine Mitstreiter, meine Freunde.

01:25:37: Vielleicht meine innere Stimme.

01:25:39: Vielleicht breche ich komplett zusammen.

01:25:41: Ich weiß es wirklich nicht.

01:25:43: Ich kann's nicht sagen... Ich habe davor die größte Angst,

01:25:47: die es gibt.

01:25:48: Aber das ist die Angst der Realität.

01:25:50: In der Kunst wird sie überleben.

01:25:52: Aber reicht das?

01:25:54: Am Ende des Tages weiß ich nicht... Wir werden's sehen!

01:26:02: Es ist möglich.

01:26:05: Aber gut wir können auch sofort hier umfallen.

01:26:09: Viele Künstlerkollegen oder viele Leute sterben gerade.

01:26:12: Gute Leute, das ist auch sehr dauerlich Also, aber wir werden es sehen.

01:26:21: Der Tod kann süß kommen und dann wäre das ja auch okay.

01:26:26: Ist der süße Tod, ist ja gut.

01:26:32: Wie viele Minuten haben wir denn noch?

01:26:33: Wir sind

01:26:34: eigentlich schon über der Zeit, wenn mein Uhr richtig geht, aber egal jetzt macht er's noch!

01:26:42: Ich muss nur mir noch eine Sache machen... Was?

01:26:45: Ich kann ohne Brille fast gar nichts mehr sehen.

01:26:48: Wo ist denn meine Brille geblieben... Ach doch, hier drin!

01:26:57: Die taugt nicht.

01:26:59: Doch das ist meine Liebesbrille.

01:27:01: Das ist deine Lese-Brille.

01:27:03: Die setzt die meiner Mama auch gerade immer auf damit sie auch Spaß hat.

01:27:10: also hier ist genau.

01:27:15: Kann ich es schaffen oder geht das noch nicht?

01:27:16: Das geht okay.

01:27:19: Ich wollte noch drei, zehn Sachen schnell vorlesen die ganz wichtig sind damit ich gut ins Bett komme.

01:27:24: Ich bin ein Gewohnheitsmensch nicht arrogant.

01:27:28: man kann mich ganz schnell glücklich machen.

01:27:29: ich will den Lebenstrott den totalen Alltag.

01:27:31: ich will immer das gleiche keine Abwechslung.

01:27:35: Realität stiftet nur falsche Identität.

01:27:37: also Identität kommt immer nur von der Kunst.

01:27:39: Also richtige geile gute Identität kann ich nur von einer Kunst kriegen also religiöse politische oder ideologische Identität ist immer falsch.

01:27:48: Ich bin auch mal auch Sparflamme, Kunst und Kultur.

01:27:51: Ich muss zu Hause sein, Kraft schöpfen, Kunst ist Alltagsbewältigung.

01:27:55: Patriotismus ist nur gut in der Kunst.

01:27:58: Jeder andere Patriotismus ist falsch.

01:28:00: Ideologischer, religiöser oder politischer Patriotismus ist Kitsch und Stuss und führt zu nichts und nicht zu Nichtsgutem.

01:28:07: Das ist eigentlich auch schon ... das ist so?

01:28:10: Die sind leer.

01:28:11: Abrechnung!

01:28:12: Ich muss mit der Realität die, wie sie jetzt ist, abrechnen.

01:28:16: Ich will keine Lobhude leihen Das hatte ich in der Badewanne geschrieben.

01:28:42: Anständig sein, nicht austauschbar... Ich bin trotzdem laut.

01:28:50: Viele sagen immer, sei doch mal leise, ne?

01:28:52: Nee!

01:28:53: Ich bin wie ein Baby... Baby schreit auch.

01:28:56: Ja also bitte und man muss ja auch mal sagen dürfen was Sache ist.

01:29:02: und diese Leisetreten hat das überhaupt nicht meine Welt damit wir nichts zu tun haben.

01:29:06: aber ich bin eben auch jetzt noch im Privatleben komplett sezent.

01:29:13: Diese Aussage Kunst spricht doch für

01:29:15: sich.

01:29:17: Das machen meistens Leute, die der Kunst überhaupt nicht zutrauen.

01:29:23: Und die in ihrer Kammer versauern und das sind Leute, welche Kulturpriester haben.

01:29:33: Ich kenne diese Knallschargen, die haben nämlich nichts zu sagen!

01:29:38: Ich habe – obwohl ich so viel arbeite in der Kunst auch wahnsinnig viel zu sagen.

01:29:46: Ja, Dekoration No Thank You.

01:29:48: Mich gibt's nur einmal.

01:29:50: Richard Wagner ist Kunstchef.

01:29:51: Die Kunst hat übrigens immer Recht und sie isst das Recht!

01:29:57: Und ja ... Mese vertraut natürlich nur der Kunst.

01:30:03: Ich habe einen Hexenschuss schon seit ein paar Tagen.

01:30:06: Das hat auch viel damit zu tun, dass ich meine Mutter pflege und sie tragen muss aber ich liebe den Hexen Schuss.

01:30:11: Das sind Zeichen, dass sich was tue.

01:30:14: Kunst enteiligt übrigens alles.

01:30:16: In der Kunst gibt es überhaupt nichts Heiliges, ich muss vor keinem Bild niederknien.

01:30:20: Ich muss auch nicht vor dem Busfahrer niederkniehen, der mich von A nach B bringt oder ich muss auch noch nicht nieder kniehen vor dem Conditor-Meister oder der Conditormeisterin die in Liebe und totaler Kunst ein tolles Brot backt sondern ich muss mit Respekt strammt stehen vor ihr und sie gut bezahlen.

01:30:38: Und ich bin kein stinkender Ohnmächtiger, der immer so tut als ob man nichts tun könnte.

01:30:43: Ich bin auch nicht degeneriert und auch nicht selbstgefällig... ...und ich bin noch nicht unecht!

01:30:49: Nur Kunst gibt echteste Identität, lass dich nur noch von der Kunst identifizieren.

01:30:54: Wir brauchen eigentlich gar keine Pässe mehr sondern mein Pass ist Kunst.

01:31:00: Meine Identität ist Kunst!

01:31:02: Ja?

01:31:02: Ich bin kunstdeutscher.

01:31:04: Ja, ich bin der Deutsche der Kunst.

01:31:06: Der deutscheste der Kunst!

01:31:07: Ich hoffe dass die Zeit der Pseudokünstler, die der Kunst nichts zutrauen bald vorbei ist.

01:31:13: Ich bin auch ein Spaßmacher und viele sagen, ich sei ein Nahrer.

01:31:17: Und das stimmt...ich bin ein Narrer.

01:31:19: aber der Nahrere ist der gefährlichste Mensch im Staat weil der Nahe macht selbst den König fertig am Ende des Tages.

01:31:26: alle Parteien sind falsch.

01:31:28: Die Kunst ist niemals Mittelmaß.

01:31:31: Mittelmaß ist am Ende des Tages das größte Verbrechen.

01:31:35: Die Kunst ist kein Durchschnitt, ich bin Donkey-Shot, Till Oil und Schwiegel, Baron Mönchhausen, Hopfrosche... Alles was mit Liebe gemacht wird, ist Kunst!

01:31:44: Die Kunst erobert unsere Herzen.

01:31:48: Jetzt kurz mal so?

01:31:49: Und damit nicht fertig, aber dann kommt gerne noch eine Frage.

01:31:53: Ein NZZ, Erz-Totalsmanifest, Dreizehtervierter Die Kunst wird alles mit totalster Liebe füllen, Gesamtkunstwerk-Liebe.

01:32:02: Die Kunst entheiligt alles ... Acht Fragezeichen?

01:32:05: Nee, Ausrufezeichen!

01:32:06: Die Diktateur der Kunst ist die Staatsform Liebe und würde der Kunst unantastbar sein.

01:32:12: Das Gesamtkunstwerk Deutschland passiert, die Kunst führt wenn die Kunstalltag ist.

01:32:16: Erstens die Kunst ist totalste Liebe, zweitens die Kurs ist totalster Respekt, drittens die Kunst is totalste Macht ohne Macht, viertens die kunsistotalste Erzenergie.

01:32:25: Fünftens Die Kunst ist totalster Führungsstaat, sechstens die Kunst ist totals des Spiels.

01:32:31: Sechsthineptens die Kunze ist totalste einzigartigkeit.

01:32:34: Achtens die kunzestotalste Erzführung.

01:32:36: Neunts die Kunzestotalse Unwählbarkeit.

01:32:39: Zehntens die Kurs ist totalter Metabolismus.

01:32:41: Elfens die kunsistotalste Unabhängigkeit.

01:32:47: Die Kunst ist immer zu Hause klar Schiff machen, die Kunst ist keine Ideologie.

01:32:50: Keine Politik, keine Religion, keine Angst, kein Guru, keine Sächte, kein Mittelläufer tun meinen keinen Mitläufe und keinen Zwangskollektivismus.

01:32:58: Alle Ideologen sind nur mickrige Formfleischmenschen.

01:33:01: Die Kunst is der kein Parteienstaat, nur Kunst wird führen, nur die Kunst wird unsere Herzen erobern.

01:33:06: alle machter Kunst, Kunst an die Macht alles Liebe.

01:33:09: Äh, Erzürich.

01:33:10: Mese ist Nare-Mese ist Don Quixote-Mesis, Bibelangstumpfmese ist Son Schüßmese, Tild Eulenspiegelmese Kuhnenmese Rambowmese es Holmkolfielmese Barun Michhausenmese Alaskar Kittmese Pasiwalmese Caligula mese Kunstkind mese Alexis Orbas So!

01:33:46: Aber Abschlussfrage Nein, nein,

01:33:49: nein!

01:33:49: Da kann ich jetzt nicht noch was toppen.

01:33:51: Nein, jetzt ist es gut.

01:33:52: Also, ich glaube ... Jetzt sind wir alle sehr zufrieden.

01:33:55: Wir sind alle fertig müde, müssen nach Hause.

01:33:57: Nein.

01:33:59: Vielen Dank, dass du da warst.

01:34:01: Ich danke euch.

01:34:01: Vielen

01:34:02: dank, dass Sie da waren.

01:34:03: Jetzt geht's weiter im Foyer.

01:34:06: Oh ja?

01:34:07: Und dann kann man auch die eine oder andere Frage stellen.

01:34:11: und alles Liebe.

01:34:12: Und machen Sie klar Schiff zu Hause, seien sie lieb zu ihren Liebsten.

01:34:16: Zu Ihren Nachbarn – das reicht!

01:34:18: Damit haben Sie die Welt gerettet.

01:34:20: Damit haben sie alles erreicht was Sie erreichen können.

01:34:23: Wenn Sie nett sind zu Ihrer Familie, zu Ihren Freunden und zu Ihrem Nachbaren ist die Welt geredet wirklich.

01:34:28: Dann ist alles erreicht.

01:34:30: mehr kann man nicht erreichen.

01:34:31: Das ist das Maximum.

01:34:32: Mehr braucht man nicht.

01:34:33: Ich mache es im größeren Stil aber nur weil ich es machen muss.

01:34:37: Ja, am liebsten würde ich zu Hause sitzen und gar nichts machen.

01:34:40: M-Appil gucken mit Schirmscham und Melone, Straßen von San Francisco, Dallas, Denver, die Sesamsstraße, Ferienprogramm, Hans im Glück alles, die Märchenfilme... Ich bin totaler Fernsehfreak!

01:34:54: Ich liebe für alles was im Fernsehen läuft.

01:34:56: Ich bin Kind der Achtziger, wir waren so weit in den Achtzigern, aber ich bin kein Nostalgiker.

01:35:01: nur wir hätten da ansetzen müssen.

01:35:02: Wir hatten einfach die Freiheit noch größermachen müssen obwohl sie damals schon sehr frei war.

01:35:07: Die Achtziger waren wahrscheinlich die größte Zeit, die wir je erlebt haben.

01:35:11: Aber wir hätten daran anknüpfen müssen!

01:35:13: Ja?

01:35:14: Aber viele halten die Freiheit nicht mehr aus und wollen deshalb auch nicht das andere frei sind.

01:35:19: Und bitte wenn Sie sie selber nicht aushalten machen Sie Ihren eigenes Geschmettel nicht zum Gesetz für andere.

01:35:25: Wenn Sie irgendwas nicht authalten dann ist das gut Für Sie.

01:35:30: möglicherweise ist es Ihr Schutz aber bitte erlauben Sie dann anderen dass Sie's aushalten.

01:35:36: Wenn Sie sich zensieren wollen, bitte!

01:35:38: Aber bitte zensier'n sie nicht andere.

01:35:40: Wenn irgendwas nicht Ihrem Geschmack entspricht... Bitte, bitte, bitte machen Sie Ihr geschmackten Geschmäckchen nicht zum Gesetz für andere.

01:35:51: Das ist wirklich eine Bitte und damit ist die Welt gerettet.

01:35:54: Damit ist alles in Ordnung.

01:35:57: Machen Sie nicht ihr Geschmäcke zum Maß von irgend was.

01:36:01: Es ist Ihr Ding Und wenn das Geschwecke zu problematisch ist, gehen Sie zum Arzt.

01:36:08: So!

01:36:13: Danke Ihnen liebe Hörerinnen und Hörern fürs Zuhören.

01:36:16: Wir legen Ihnen ein Abonnement der NCZ am Sonntagensherz Auch wenn dieses Gespräch für sie gratis war Guter Journalismus ist es nicht.

01:36:26: Den Zugang zu einem Abo mit dreißig Prozent Rabatt finden Sie in den Show Notes.

01:36:31: Bis zum nächsten Mal bei NCZ Weekend.

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