Bundesrat Albert Rösti über strenge Väter, grosse Niederlagen und Friedensgespräche beim Fondue

Shownotes

«NZZ Weekend» ist der wöchentliche Podcast der NZZ am Sonntag. In der Premiere spricht Host und NZZaS-Chefredaktor Beat Balzli mit Bundesrat Albert Rösti (SVP), Vorsteher des UVEK, über seinen Werdegang vom Bauernsohn aus dem Berner Oberland bis in den Bundesrat. Es geht um Status, Ehrgeiz, Vorbilder, Resilienz, Fehleinschätzungen und prägende Erfahrungen im Elternhaus. Rösti erzählt vom Wiener Opernball, über Künstliche Intelligenz, den steigenden Arbeitsdruck, seine Schwäche für Donald Trump, die Grenzen der Regierungsfähigkeit in der Zeitenwende und warum es im Bundesrat manchmal laut wird. Und: Albert Rösti verrät seinen grössten Traum, der etwas mit Musik zu tun hat.

(Diese Episode wurde Ende März 2026 aufgezeichnet)

Gast: Bundesrat Albert Rösti (SVP) Host: Beat Balzli Produktion: Tonya Rupp, Ellie Media

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Transkript anzeigen

00:00:00: Dieser Podcast wird präsentiert von Twerenbold-Reisen.

00:00:03: Lehnen Sie sich zurück und kommen sie im Königsklasse Luxusbus auf Entdeckungsreise.

00:00:08: Ja, manchmal stelle ich schon etwas eine Wohlstandsverwahrlosung, wie man dem ja sagt – fest!

00:00:16: Herzlich willkommen zum ersten Folge von NZZ Weekend, den wöchentlichen Podcast der NZZ am Sonntag.

00:00:22: Mein Name ist Bea Balzli und ich bin der Chefredaktur der NZ.

00:00:26: am Sonnstag Im Wechsel mit meinen Kollegen Nikol Althaus und Per Teufsen werde ich hier künftig mit Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur darüber sprechen wie und warum sie wurden wer sie heute sind.

00:00:39: Es geht um Herkunft, Weltbilder, Leidenschaften persönliche Niederlagen und Erfolge.

00:00:44: es geht um das Menschsein im Rampenlicht der Öffentlichkeit.

00:00:48: Was liegt da näher, als für die heutige Premiere einen Gast einzuladen?

00:00:52: Dessen Leben wie kaum ein anderes unter der permanenten Beobachtung der Schweizer Bevölkerung steht.

00:00:57: Ein Gast, der Schlagzeug spielen kann in rauen Mengen Coca-Cola trinkt, die Alpyte seiner Familie als Kraftort nutzt – selbst bei seinen Feinden als sehr nett gilt auch mal aus Viktor Orban des Oberlandes bezeichnet wird.

00:01:10: Am liebsten Helene Fischer hört eine Schwäche für Bauern, Autobahnen und Kernkraftwerke hat Und manchmal mit einem Mann aus Basel ein Fondue für den Frieden essen muss.

00:01:21: Albert Rösti sitzt seit Anfang des Jahres für die SVP im Bundesrat und ist Vorsteher des eignössischen Departements für Umwelt-, Verkehr-, Energie- und Kommunikation.

00:01:32: Schön, dass Sie heute bei mir sind!

00:01:34: Ja herzlichen Dank für die Einladung.

00:01:35: Ich schätze mich sehr.

00:01:37: Herr Bundesrat Rösti, bevor wir in den Maschinenraum der Bundesberne Politik einsteigen und sie mir am Ende dieses Podcasts ihren größten Traum verraten muss ich mal ein bisschen indiskret werden.

00:01:48: Wer kann besser tanzen?

00:01:50: Ihre Frau oder Sie?

00:01:52: Das ist eine schwierige Frage.

00:01:53: Damit sie

00:01:55: sich zu Hause noch sehen lassen

00:01:56: dürfen, sagen

00:01:57: Sie das Richtige!

00:01:58: Ich

00:01:58: möchte ihr nicht so nahe treten aber ... Sie hat es glaube ich etwas von mir gelernt.

00:02:03: Aber jetzt tanzen wir beide nicht so schlecht.

00:02:05: Nicht so schlecht?

00:02:06: Das heißt Ihre Frau hat sie dieses Jahr am Winter Open Ball nicht für einen besseren Tänzer stehen lassen?

00:02:12: Nein, wir gingen wieder zusammen nach Hause.

00:02:16: Das war ein sehr eindrückliches Erlebnis und ich wurde vom Verkehrsminister eingeladen.

00:02:22: Wir hatten auch einen guten Austausch.

00:02:25: Es war schon eine politische Austausche.

00:02:28: Man hat viele Politikerinnen und Politiker getroffen.

00:02:32: Und wir haben getanzt zusammen – das war wunderbar!

00:02:35: Vor allem die debutanten.

00:02:38: Wie Sie das machen, das muss man mal gesehen haben.

00:02:40: Also ich kann das nur empfehlen!

00:02:42: Okay

00:02:42: sie hatten richtig Spaß.

00:02:43: Ich meine so am Open Ball herrscht ja permanent Promi und Bling-Bling-Alarm Hollywoodstar.

00:02:48: Sharon Stone hatte sogar noch einen kleinen Nervenzusammenbruch.

00:02:52: wie fühlen sie sich in so einer Welt?

00:02:55: Ja gut das ist nicht mein.

00:02:57: ich bin ja als Bauernsohn im Berner Oberland aufgewachsen und in einem bescheidenen Familie würde ich sagen.

00:03:06: Wir hatten alles zum Leben, was wir brauchten.

00:03:08: Das ist eine wunderbare Kindheit aber das ist nicht mein Alltag.

00:03:14: Das muss ich schon auch sagen.

00:03:15: Es war auch interessant ...

00:03:18: Fühlen Sie sich ein bisschen fehl am Platz?

00:03:21: Die österreichischen Politiker hatten natürlich ihre Bänder und Orte an.

00:03:26: Das kennen wir ja überhaupt nicht.

00:03:29: War spannend, ich fühlte mich überhaupt nicht fehlen Platz.

00:03:32: Ich habe es sehr genossen weil ich das vorher im Fernsehen gesehen und einmal das erleben zu dürfen war sehr schön.

00:03:40: aber es wäre jetzt nicht mein Alltag.

00:03:42: Das sagen Sie richtig!

00:03:44: Für die meisten Gäste geht es dort vor allem um die sichtbare Zugehörigkeit zur gesellschaftlichen Elite oder wenn man da am Jungen Ball ist.

00:03:51: Es geht also um Status.

00:03:53: Ist Ihnen ein Status sehr wichtig?

00:03:56: Ja Ich möchte das nicht einfach verneinen, also man hat sicher einen gewissen Stolz was man beruflich wenn man etwas erreicht hat.

00:04:06: Das wäre jetzt zu bescheiden wenn ich sagen würde dass hat überhaupt keine Bedeutung.

00:04:12: Aber mir ist gleichzeitig schon auch wichtig, dass ich vor allem gegenüber den Leuten nicht jetzt das Gefühl habe als Bundesrat sei man jemand besseren.

00:04:22: Das muss man sich immer wieder bewusst werden und das wird man ja auch weil wenn man zu offensiv ist Bremsteinen das Parlament automatisch.

00:04:32: und das ist gut so, weil in der Schweiz haben wir geteilte Macht zwischen Bundesrat, Parlament und der Bevölkerung die immer auch mit Referenten einkorrigieren kann.

00:04:43: Wenn man jetzt zu weit gehen würde weil man das Gefühl hat ja jetzt kann ich etwas machen also regiere aus mir und das ist ganz gut so.

00:04:51: Genau man wird domestiziert.

00:04:52: zum Kaiserverhalten in Österreich geht dann überhaupt gar

00:04:57: nicht.

00:04:57: Ja nein das passiert nicht.

00:04:59: Man hat mir immer gesagt als ich in dieses Amt diese Funktion gewählt wurde, bleibt wie du bist.

00:05:06: Dann kommt es gut.

00:05:08: und ich glaube, ich habe eine gewisse Bescheidenheit weil ich so aufgewachsen bin und ich möchte schon auch so bleiben und sage ja auch immer dem Umfeld wenn es anders ist dann sagt das mir dann also man ist

00:05:23: Wenn Albert dann komplett abhebt, kommt dann ihre Freundin und sagt hey komm mit der Rung.

00:05:28: Ja

00:05:28: ich bin natürlich in einer Familie die nach wie vor in der Landwirtschaft tätig ist also mein Umfeld.

00:05:35: Und da kriegt

00:05:35: man ab und zu so einen Spruch?

00:05:37: Meine Schwester meinen Bruder sie hatten alle in der Landschaft sie sind nicht das älter als ich habe mich jetzt bereit zu übergeben an anderen Generationen.

00:05:45: aber wenn ich zu Hause bin ja dann bin ich im Oberland dann bin ich der und das ist eigentlich auch ganz schön.

00:05:57: Man hat auch Freude, wenn eine Schulklasse im Bundeshaus vorbeikommt und ein Selfie will dann mit einem das Freuteilen.

00:06:05: Das ist klar!

00:06:06: Sie haben es ja schon angedeutet, sie haben es nicht ganz verneint dass Status Ihnen wichtig ist.

00:06:10: Kein Wunder weil für den Sohn eines Berner Oberländer Bergbauern ist es ja wie Sie schon sagen ein weiter Weg zum Opernball.

00:06:17: Das muss man ja schon ernsthaft wollen oder?

00:06:21: Woher kommt euch hier eher Geiz?

00:06:23: Also ich habe nie gedacht... Funktion erhalten, damit ich an den Oppenball kam.

00:06:30: Sie könnten

00:06:31: es jetzt hier zugehen?

00:06:31: Ja

00:06:32: das war also keine Zielsetzung.

00:06:34: Das war eine Opportunität die ich nicht verpassen wollte.

00:06:37: Aber ein Mann will nach oben!

00:06:39: Warum wollten sie unbedingt nach oben?

00:06:44: Ich habe einen gewissen Ehrgeiz aber nicht einer der mit L-Bogen schafft sondern eher mit Fleiß.

00:06:53: Ich bin in einer Familie aufgewachsen, wo man gesagt hat, man muss arbeiten um etwas zu erreichen.

00:06:59: Mein Vater musste sehr stark arbeiten damals – es war noch eine andere Zeit in den Seventigern, ich bin Jahrgang und einzehn- sechzig.

00:07:11: Wie heute auch!

00:07:12: Er wusste sehr viel arbeiten, war auf der Alp und gleichzeitig heulen im Tal.

00:07:18: Er hätte gerne Politik gemacht und hat mir irgendwie dieses Virus weitergegeben.

00:07:23: Er hatte immer am Nachmittag zwölf Uhr dreißig, wenn es biebte, aber damals im Radio noch ... Und dann kam die Nachrichten und er hat dann immer gesagt, gerufen am Mittagstisch jetzt schweigt, jetzt will ich zuhören oder ihr müsst auch zuhören.

00:07:43: Also

00:07:43: es wurde sozialisiert mit Politik?

00:07:45: Ja!

00:07:45: Dann kam die nachrichter und der hat das natürlich kommentiert auch und ich habe dann immer gedacht, ja Politik wäre schon etwas.

00:07:55: Also eigentlich schon als ich ins Gymnasium ging in Thun habe ich gedacht das wäre schon noch spannend in die Politik zu gehen, hab dann zuerst aber im Berufsleben als Ingenieur agronom.

00:08:11: Ich glaube schon zu Hause.

00:08:14: Damals, in den nachtziger Jahren war dann Altbundesrat Dolph Oggi aus Kandersteg aus dem gleichen Dorf gekommen und wir haben ihn oft empfangen.

00:08:26: ich kannte ihn noch nicht persönlich, er kannte aber natürlich meine Familie, meine Mutter und meinen Vater mit dieser guten Kontakte und das hat mich zusätzlich motiviert.

00:08:36: Wann bist du vorbildet?

00:08:38: Das kann man schon sagen, ja.

00:08:40: Wie seine Auftritte, wie ihr kommunizierte ... Er hat natürlich einen Charisma, dass er nicht kopieren kann.

00:08:47: Unmöglich, das streb ich auch nicht an...

00:08:50: Ich koche heute noch die Oggie-Eier oder?

00:08:52: Also wie man die Eier energiesparen

00:08:54: kocht!

00:08:55: Ich

00:08:55: glaube, ich werde es nie mehr vergessen.

00:08:58: Sie suchen noch nach so einem Slaugen,

00:09:00: oder?!

00:09:01: Die

00:09:01: rösste Eier, das wird

00:09:02: noch!

00:09:03: Ja, man hat mal gesagt der Rösti hat seinen ... Ich glaube in den Rentzenzettel, wo wir geschrieben haben Der Rösti hat seinen Neat noch nicht gefunden.

00:09:11: Ich beschränke mich auf Verkehr, Fünf und Vierzig in zwanzig Jahren... Dazu kommen wir noch!

00:09:16: Nein man kann das nicht kopieren aber die Auftritte und natürlich auch politische Inhalte.

00:09:23: Also letztlich ist schon die Motivation unter Ehrgeiz etwas zu erreichen und etwas für das Land zu tun.

00:09:32: Das ist ein großes Privileg, dass ich letztlich habe.

00:09:35: Die charmante Begende?

00:09:37: Die charmante Legende zu ihrem Aufstieg sagt, sie sei kein Bergbauer geworden.

00:09:42: Weil Sie das Frühe aufstehen so fürchterlich finden!

00:09:46: Das ist eine Legende.

00:09:47: oder als Journalist kann ich es gut nachvollziehen?

00:09:48: Also Sie wissen

00:09:50: schon, wie viel Wissen da ist... Es ist tatsächlich so.

00:09:55: Aufstehen ist die Hölle für Sie?

00:09:56: Ich bin ein Abendmensch und kein Morgenmensch.

00:10:03: Man ist ja gut, wenn man am Morgen sagt, am Morgen um fünf Uhr gehe ich schocken und am sechs Uhr bin ich im Büro.

00:10:10: Und ich gebe zu das ist bei mir nicht

00:10:11: so.

00:10:11: Das machen Sie nicht

00:10:12: so?

00:10:13: Klar habe ich ab und zu Sitzungen um sieben Uhr ohne dass geht es nicht.

00:10:18: heute war es halb acht und dann geht es los.

00:10:20: aber am Abend gehts natürlich umso länger wenn man Abendmensch ist.

00:10:24: das ist klar.

00:10:25: Dann geht die Arbeit jetzt gestern, habe ich vorbereitet für verschiedene Sitzungen.

00:10:30: Das wurde dann spät am Abend.

00:10:33: also entweder oder aber ich glaube die Summe der Arbeit bleibt die gleiche.

00:10:36: Ich glaube auch es verschiebt sich einfach ein bisschen.

00:10:38: Aber kommen wir noch ein bisschen zurück.

00:10:39: eben Sie sind auch Politiker geworden weil sie ein bisschen den Traum ihres Vaters leben.

00:10:46: Wie weit hat er das alles mitgekriegt noch?

00:10:48: Ja, das ist leider und das bedauert auch meine Mutter.

00:10:51: Meine Mutter wird im August, wir sind ja schon in einem Jahrzehnt.

00:10:59: Sie ist noch sehr gut unterwegs, da freue ich mich sehr.

00:11:02: Und sie sagt oft, ach, das hätte der Vater noch erleben sollen!

00:11:06: Er hatte es leider nicht mehr erlebt.

00:11:08: Er war krank, hat sicher eine Regierungsratskandidatur mit einer Regierungsratskandidatur, die ihn ja nicht gelangt in die Politik startete und er hat das nicht mehr recht mitbekommen.

00:11:21: Das ist Tadeh!

00:11:23: Aber er hatte sehr Freude, dass ich Ingenieur angrenommen wurde, dass sich in diesem Berufsumfeld blieb.

00:11:31: Die Nicht-Bergbauer wurde ich nicht wegen dem aufstehen.

00:11:35: Es war klar, dass mein Bruder, der war zehn Jahre älter, er hat das EFZ für die Landwirtschaft des eigenössischen Wegseiten und Meisterdiplom.

00:11:48: Und es war irgendwie klar, damit er den Betrieb übernehmen wird.

00:11:51: Für mich war das immer auch in Ordnung so.

00:11:54: Aber wenn er jetzt nicht da gewesen wäre ... Ich weiß nicht, ob es einen anderen Weg gegeben hätte.

00:11:59: Es gab nicht

00:12:01: einen Druck von zu Hause, hey Albert mach jetzt ihr mal Karriere.

00:12:07: Nein im Gegenteil ich mag mich erinnern wie mein Vater der ja keine Gelegenheit hatte, eine solche Ausbildung zu machen.

00:12:17: Mein Vater hat mich dann mal vor dem Stall auf einer Bank sitzen lassen.

00:12:22: Irgendwo als ich kurz vor der Suche nach einem Beruf lehren war und dann hat er gesagt gehen es gibt ein Asium du könntest ja dann studieren.

00:12:35: Und interessant für mich war jetzt im Rückblick dass er mir eigentlich die Empfehlung gegeben hat Und die Weitsicht hatte, du könntest dann irgendwo aber noch ... Er hat dann auch gesagt.

00:12:47: Vielleicht an der ETH und da hätte er mir schon sehr viel mitgegeben.

00:12:52: Er war auch streng!

00:12:53: Wir hatten es nicht immer nur lustig in einem Bauernbetrieb, wo wir uns sehr streng wie wir wussten mithelfen.

00:13:01: Und heute war mir das wichtig, weil ich lernte einfach jeden Franken, den man ausgibt.

00:13:07: Muss man sehr sein nehmen.

00:13:09: und da war natürlich der Druck oder die Prägung selber.

00:13:13: Man muss etwas tun damit es einen dann auch selbst gut geht.

00:13:16: Wie streng

00:13:17: war ich Vater?

00:13:18: Gibt's eine Anekdote, die Sie nie vergessen werden?

00:13:22: Ja nein, doch!

00:13:26: Es gibt eine... Eine Anekdote, als ich so mit der Sechzehn-Siebzehnjahre war im Kandersteg einfach ein Pöp, das alle Jungen besucht haben.

00:13:37: Eigentlich nur bis zu einer Schlur ab achtzehn, aber die ab sechzehnt ging man dorthin

00:13:41: und sie sind komplett betrunken?

00:13:43: Nicht getrunken, nein, nicht getrunkt habe ich nicht so viel, aber es war relativ früh am Morgen Und das ein paar Mal am Samstag hintereinander.

00:13:54: und als ich dann einmal wieder so um drei Uhr morgens ins Haus geschlichten bin, sofort leise unter die Decke kam er hinein machte das Licht an und sagte wenn du glaubst du stehst pass auf dass du nicht fällst.

00:14:09: Und das hat mich sehr streng und ging wieder.

00:14:12: Er hat sonst nicht gesagt.

00:14:15: Aber diese Aussage, du musst nicht meinen weil du jetzt aus der Schule bist.

00:14:21: Du kannst machen was du willst.

00:14:23: Diese Aussage hat mich schon auch wieder geprägt.

00:14:26: etwas fürs Leben.

00:14:28: Ja ich sage eigentlich jeden Tag... muss man neu nehmen.

00:14:32: Also wenn man noch einmal einen Erfolg hat im Parlament, dann kann man nicht meinen der nächsten Tag gelingt.

00:14:40: auch jetzt.

00:14:40: gerade als Bundesrat ist das ganz speziell.

00:14:43: also man kann immer fallen Und wenn man steht, dann muss man aufpassen dass es mir nicht fehlt.

00:14:49: Die

00:14:49: Mut ist ein guter Ratgeber?

00:14:51: Ja das ist glaube ich so.

00:14:55: Speziell in dieser Funktion als Bundesrat, das war schon vorher so.

00:14:59: aber als Bundesrad hat man ja ab und zu auch eine Erfolg, eine Abstimmung die gelingt jetzt.

00:15:04: die letzten zwei Abstimmungen sind gelungen im Sinne des Bundesrates.

00:15:09: Das heißt nicht, dass sie nächstes Jahr auch gelingt.

00:15:13: Wir haben viele große Herausforderungen im großes Departement, wo jederzeit etwas auftauchen kann, das vielleicht dann hängen bleibt am Bundesrat.

00:15:21: Bleiben wir noch bei ihrer Karriere?

00:15:23: Sie sind heute eigentlich in der Rush-Aur Ihrer Karrieren.

00:15:26: Eigentlich so ein bisschen auf dem Zenit, kann man sagen.

00:15:28: Irgendwann kommen da nur noch ein paar gemütliche Ehrenmandate.

00:15:31: Ihr Freund Adolf Oki hat da sich ein paar Ratschläge!

00:15:35: Wie sehr macht Bundesrat sein

00:15:37: Spaß?!

00:15:40: Das macht mir oft sehr Spaß.

00:15:46: Ab und zu gibt es aber auch Phasen, wo man denkt warum habe ich das übernommen?

00:15:51: Beispiele,

00:15:52: Anekdote...

00:15:58: Der Druck ist natürlich schon hoch einfach der Arbeitsdruck.

00:16:03: Ich habe jetzt kein spezielles Beispiel.

00:16:06: Es sind Sitzungen wenn man wenn man einfach im Büro ist und halbstündlich manchmal oder stündlich Rapporte hat.

00:16:17: Wir haben sieben Ämter, die gleich sehr breite Themen haben und man muss ihnen stündig auch entscheiden.

00:16:29: Die Vorbereitung macht man in der Regel am Wochenende Und dann denkt man am Abend wahrscheinlich schon, ich war jetzt acht Stunden im Büro und muss jetzt noch zwei Stunden Arbeiten, Vorbereitung für den nächsten Tag die Bundesratssitzung für der nächsten Tag.

00:16:42: Und man war nicht draußen!

00:16:44: Es ist nicht immer so dass man immer draußen an schönen Feiern ist oder einen schönen Empfängen das gibt es.

00:16:52: aber da denkt man vielleicht manchmal ja Das ist doch Anspruch soll.

00:16:59: Aber bis jetzt muss da wieder aufpassen, wenn wir von Demut gesprochen haben... ...aber bis jetzt waren die Zeit eigentlich ein großes Privileg.

00:17:11: Die waren größer und eben entscheiden zu dürfen, gestalten mitgestalten zu dürfen in einem Departament das sehr viel, also sehr breit ist aber unmittelbar auch Wirkung hat Das gefällt mir.

00:17:29: Was ich mich wundere, Sie sagen Bundesratsein macht meistens Spaß.

00:17:34: Ich meine was eigentlich überhaupt keinen Spaß machen kann ist ja die totale Überforderung oder?

00:17:38: Meinem Kollege von Ihnen meinte kürzlich zu mir dass Komplexität Geschwindigkeit Terminanforderungen ständig steigen würden und die Regierungsfähigkeit so ein bisschen an die Grenzen stoße hat ein bisschen recht.

00:17:52: Ich weiß es nicht, wer das gesagt hat.

00:17:53: Das

00:17:53: sage ich Ihnen auch nicht!

00:17:54: Ja, das ist auch nicht nötig... Es ist sehr herausfordernden und ich will das nicht darunter spielen.

00:18:03: aber man hat ja auch das Privileg sehr gute Leute anstellen zu können.

00:18:08: Es sind Amtsdirektoren die auch Verantwortung übernehmen können Und ich möchte eigentlich dieses System nicht irgendwie ändern.

00:18:20: Ich habe das Gefühl, dass es gar nicht so schlecht

00:18:22: ist.

00:18:22: Sie glauben der Bundesrat ist eine Herausforderung der Zeit gewachsen?

00:18:26: Ja, das glaube ich.

00:18:27: Braucht er noch keinen KI für seine Bundesrezentrenscheine?

00:18:30: Nein eben nicht und vielleicht ist das gerade gut.

00:18:33: Wir haben unsere Sitzungen im geschlossenen Raum wir nehmen nicht mal das Handy mit Damit wir ... Keine

00:18:40: Frage-Chat-Sitzung?

00:18:41: Nein.

00:18:42: Aber vorher nicht.

00:18:43: Geben

00:18:43: Sie es zu, Herr Rösti!

00:18:45: Ah doch doch!

00:18:46: Schon oder?

00:18:47: Im Alltag.

00:18:49: Brauen sie das permanent?

00:18:50: Imalltag fragt man natürlich über Kai

00:18:53: um kurzfristig

00:18:58: ein Interview vorzubereiten.

00:18:59: Zum Beispiel genau.

00:19:00: Eine kurzfristige Frage auf da.

00:19:02: Aber in der Bundesratssitzung haben wir wirklich die Zeit, die sieben mit ganz unterschiedlichen Herkunften von links bis rechts geprägt zu einer Lösung zu suchen.

00:19:14: Das geschieht in einer guten Atmosphäre, in einem viel besseren, als manchmal wenn man die Zeitungen liest das Gefühl hat und das läuft nicht so ab.

00:19:27: Schauen Sie, wir wollen wirklich Lösungen und klar werden wir dann ab und zu gebremst vom Parlament, von Abstimmungen.

00:19:36: Aber es ist ein Gremium, das nach Lösungen für das Land und Gutes für das Landsucht.

00:19:40: Und da sind eben sieben Leute... Das ist noch ein überblickbarer Rahmen.

00:19:45: Es klingt jetzt

00:19:45: nach totaler Harmonie die ich

00:19:47: nicht

00:19:48: glauben kann.

00:19:49: Herr Rösti, das ist jetzt ein bisschen schön geredet oder?

00:19:53: Ein bisschen!

00:19:54: Ja

00:19:54: aber es ist nicht... gibt's

00:19:56: ja sicher auch Konflikte

00:19:58: in diesem netten

00:19:58: Bundesratszimmer?

00:19:59: Natürlich wir haben grundsätzlich viele Differenzen,

00:20:06: Räumen

00:20:07: müssen.

00:20:07: Und da geht es manchmal vielleicht auch hitzig zu, aber nach der Bundesratssitzung ist man gemeinsam zum Mittag oder wenn später wird geht man etwas rinken.

00:20:20: Wurde

00:20:20: es schon mal laut in der Bundesratssitzung?

00:20:22: Ja, natürlich wird das auch laut.

00:20:25: Wer schreit am Lautesnuss?

00:20:26: Das wäre ja gut.

00:20:27: Das sind jetzt Internas, die ist nicht bereit.

00:20:29: Wie

00:20:29: sind die unter uns?

00:20:33: Aber Sie sagen ich habe... Es ist nicht die totale Harmonie!

00:20:36: Das klingt auch schlecht oder?

00:20:38: Natürlich kämpfen wir nach Lösungen und jeder auch für seine Haltung sehr intensiv.

00:20:45: Ich habe ja die Grundhaltung eben... ich wurde gewählt, wurde als SVP Bundesrat gewählt.

00:20:51: Es war allen klar das ist die SVP-Haltung auch in den Bundesrat tragen wie er ganz die SP-Haltungen im Bundesrat trägt.

00:20:58: aber dann muss es eine gemeinsame Lösung geben und dies wahrscheinlich für die Gesamtheit der Schweiz nicht so schlecht.

00:21:06: Und was ich einfach mache, da schreit man sich nicht gegenseitig an sondern jeder Er setzt seinen Standpunkt an.

00:21:14: Klar, man ist etwas lauter, wenn man sich auch mal lernt.

00:21:18: Aber das soll so sein, weil nur Konflikt ... Also Reibung erzeugt Wärme und das ist gut so.

00:21:26: Das ist super verkauft!

00:21:27: Das recherchieren wir noch, wer am lautesten schlägt.

00:21:28: Nein, aber es wird wahrscheinlich keiner sagen.

00:21:29: Das wird schwierig

00:21:34: zu herausfinden.

00:21:37: Endlose Tage und Natur, die in ihrer ganzen Kraft erstrahlt?

00:21:41: Skandinavien ist ein Erlebnis für alle Sinne.

00:21:44: Ob Sommergefühle in Schweden, nordische Leichtigkeit in Dänemark oder Naturwunder in Norwegen – mit Tverenbold reisen sie entspannt im Königsklasse-Luxusbus bestens organisiert und in bewährter Schweizer Qualität mehr unter tverenbolt.ch.

00:22:02: Ich will nochmal auf die Problemlösungsfähigkeit des Bundesrates zurückkommen.

00:22:06: Die Zeitenwende in der Geopolitik ist ja eigentlich die größte Herausforderung derzeit, oder?

00:22:10: Aber wenn wir zum Beispiel die Verteidigungsfähigkeit der Schweiz anschauen, die so ungefähr so abschreckend wie ein offenes schönen Tor.

00:22:17: Abhilfe ist auch nicht in Sicht.

00:22:19: Spüren Sie manchmal bei so großen Themen eine Unmacht in den Bundesratssitzungen?

00:22:25: Siebenratlose – gibt es das manchmal?

00:22:28: Nein, es sind nicht siebenratlos.

00:22:30: Das möchte ich klarinabrede stellen!

00:22:32: Aber gibt es einen Unmachtsgefühl, dass man manchmal denkt... Wie kommen wir da raus?

00:22:38: In der heutigen Zeit ist es natürlich schon sehr herausfordernd.

00:22:42: Also die Schweiz ist sehr betroffen von einer geopolitischen Lage, beispielsweise in meiner... also was mich betrifft, die Energiepolitik, die Energienkrise.

00:22:52: Wenn Sie jetzt die Verteidigung ansprechen Es ist ja nicht so dass der Bundesrat keine Lösungen anbieten.

00:22:58: Klar müssen wir diese Verteidingung stärken.

00:23:01: Das ist für den Bundesrat unbestritten.

00:23:05: Da gibt es zwei Lösungen.

00:23:06: Für den Bundesrat ist klar, dass wir die Schuldenbremse einhalten.

00:23:10: Das ist etwas Wichtiges für die Handlungsfähigkeit langfristig für unser Land.

00:23:15: Also gibt's zwei Wege um die Verteidigung auszubauen.

00:23:18: entweder spart man die Milliarden intern, das ist das was wahrscheinlich viele Leute möchten.

00:23:24: Dann muss man andere Bereiche halt etwas effizienter gestalten oder reduzieren.

00:23:32: und aber die aktuelle Lage im Parlament hat nun gezeigt, dass man nicht bereit ist über ein gewisses Maß das zu reduzieren.

00:23:42: Wir haben ein Projekt ins Parlament gebracht, in dem wir im Umfang von drei Milliarden Einsparungen jährlich machen wollen.

00:23:49: Das wurde jetzt immerhin blieb ... Ein bisschen?

00:23:53: Ja ja, nicht ein bisschen!

00:23:54: Nein nein, nicht einen Bisschen, über sechzig Prozent geblieben.

00:23:57: Also so schlecht war, also musste auch der Unser Gremium etwas verteidigen.

00:24:02: aber man hat gesehen, man ist nicht bereit das volle Programm umzusetzen und es bräuchte ja für den Anspruch der Armee, des Verteidigungsausfonds noch mehr.

00:24:15: Und wenn das nicht bereit ist, hat halt der Bundesrat gesagt dann muss man auf der Einnahme um die Schuldenbremse schauen und hat jetzt ein klares Konzept, dass sicher seine Hürden im Parlament und auch in der Bevölkerung sind uns absolut bewusst.

00:24:33: aber ... Das sind einfach die Realitäten.

00:24:36: Und wenn man manchmal sagt, der Bundesrat ist ohnmächtig?

00:24:39: Der Bundesrat kann letztlich – und wahrscheinlich ist das auch gut so – nicht mehr machen als dass Parlament bereit

00:24:46: ist,

00:24:46: als dann die Bevölkerung am Schluss in den Abstimmungen bereiten.

00:24:50: Die Wahrscheinlichkeit

00:24:51: ist natürlich groß, dass die Finanzierung dann vor dem Sohn

00:24:53: fällt.

00:24:53: Deshalb will ich es nicht schönreden!

00:24:55: Es ist eine grosse Herausforderung, aber der Bundesrath hat Lösungen präsentiert.

00:25:00: Gehen wir noch mal zurück zur Geopolitik und zu dieser Ohnmacht.

00:25:03: Viele im Land denken auch,

00:25:05: wo

00:25:07: Schweiz steht.

00:25:07: Alleine da sollten wir aus sicherheitspolitischen Erwägungen nicht näher an Europa heranrücken um nicht alleine dazustehen.

00:25:13: können Sie das nachvollziehen?

00:25:16: Das kann ich nachvollzehn aber es ist nicht die sehr geehrte Gedanke.

00:25:21: Es ist nicht so, dass ich jetzt im Alltag höre aus der Bevölkerung.

00:25:25: Und

00:25:26: du müssen

00:25:27: ja sagen, sonst würde sie ihre Partei steinigen?

00:25:30: Nein, wegen meiner Partei muss sich gar nichts.

00:25:33: Ich bin als Bundesrat da relativ frei aber ich vergesse natürlich nicht.

00:25:38: Weshalb bin ich Bundesrat?

00:25:41: Weil letztlich eine Partei, eine Fraktion die SVP mich vorgeschlagen hat für dieses Amt.

00:25:47: Sonst wird niemand Bundesrat der nicht in einer Partei eine Basis hat.

00:25:52: und eine Fraktion hinter sich... Doch ist auch schon vorgekommen.

00:25:56: Ist

00:25:56: schon vorbekommen aber diese Phase wollen wir jetzt nicht.

00:26:03: Nein da

00:26:04: wollen wir nicht rein gehen.

00:26:06: Aber da ist klar.

00:26:09: Ich bin ja in dieser Partei, weil mein Gedankengut meine Prägung in diese Richtung ging.

00:26:13: Wir bauen so ein Berner Oberland im Tourismusgebiet und geprägt von was man da tun kann.

00:26:22: Das bleibt aber nachher!

00:26:24: Das ist mir ganz wichtig.

00:26:26: Nachher ist es das Kollegialitätsprinzip, das natürlich zählt und im Kollegialität verteidigt man die Lösungen, die der Gesamtwunschrat letztlich gewählt hat.

00:26:36: Aber das

00:26:36: Vertrauen in dieses Kremium schrumpft ja regelmäßig!

00:26:39: Können Sie das nachvollziehen?

00:26:42: Ja, man hat vielleicht manchmal von außen das Gefühl dass man irgendwo nicht mehr die Resultate erbringt, die gewünscht werden.

00:26:54: Das Vertrauen ist allerdings, für die da muss ich auch wieder einen Bundesrat etwas verteidigen.

00:26:58: Ja kein Bundesrat!

00:26:59: Der Bundesrat... Da staume

00:27:00: ich jetzt nicht

00:27:01: mehr?

00:27:01: Ja eben der Bundesrat ist ja im weltweiten, also im europäischen Vergleich ist das Vertrauen weit höher, weit, weit höher.

00:27:09: Auch wenn das jetzt vielleicht etwas sinkt.

00:27:11: Aber der

00:27:11: Trend ist negativ.

00:27:13: Ja,

00:27:13: der Trend isst jetzt etwas anders aber ... Beru beunruhigt mich jetzt nicht gewältig.

00:27:20: Das ist hier die Bühne für dreißig Sekunden harte Selbstkritik, was macht der Bundesrat falsch?

00:27:29: Was macht er falsch?

00:27:32: Nichts?

00:27:33: Ja, nichts.

00:27:34: Das ist auch etwas selbstherrlich wenn ich sage nichts aber ...

00:27:40: Sie haben ja gerade die Demut

00:27:41: geblieben.

00:27:43: Ich kann doch nicht jetzt ... Ich kann sagen was ich vielleicht für Fehler mache.

00:27:48: Also manchmal würde man vielleicht nachhinein etwas anders kommunizieren.

00:27:53: Aber inhaltlich denke ich wäre es falsch hier vom Kollegialitätsprinzip jetzt irgendwo eine Kritik kann zu bringen.

00:28:02: Gut, da müssen wir jemand anderes

00:28:03: fragen.

00:28:03: Also dann müssten Sie schon nicht jemandes anders fragen.

00:28:05: Ich

00:28:06: dachte jetzt, sie wären der Richtige.

00:28:08: Weil wenn wir wirklich unter uns wären würde ich vielleicht das ein oder andere Estinen sagen aber... Das ist ja

00:28:14: der totale Spannungsbogen und auch mal den Hörerinnen und Hörern.

00:28:19: Vielleicht gibt es noch eine Zusatzschlaufe bei diesem Podcast?

00:28:24: Nein, das wäre intern als die man einfach nicht preisgibt.

00:28:30: Sie haben jetzt gesagt, wo sind die Schwächen?

00:28:32: Ich würde sie mir umdrehen.

00:28:33: Die Stärke ist vielleicht das ich nicht sage, weil ein Gremium von sieben Leuten, dass die Schweiz regieren muss, muss letztlich zusammenhalten und gemeinsam Lösungen bieten.

00:28:46: Und dann die Lösung, die man getroffen hat auch wenn es einem vielleicht nicht passt

00:28:53: nach außen

00:28:54: vertreten.

00:28:58: Die linke Seite, wenn meine Lösung durchkommt.

00:29:03: Die auch nicht kritisiert und umgekehrt mache ich es auch nicht.

00:29:07: Das wird ja jetzt nicht einfacher für das Gremium weil die Welt bleibt unsicher, die Welt Unordnung nimmt immer größere Ausmaß an Und einer der grössten Unsicherheitsfaktoren ist ja derzeit der US-Präsident Donald Trump.

00:29:20: Wie sehr sind Sie persönlich enttäuscht von ihm?

00:29:24: Ja muss sagen... Er ist ja in der bürokranischen Partei, oder?

00:29:30: Und das ist eigentlich eine liberale Partei.

00:29:35: Ich habe auch das liberale Gedanken gut und das macht er jetzt anders.

00:29:39: aber es steht mir nicht so als Bundesrat einen Staatschef in einem anderen Land jetzt dazu kritisieren.

00:29:46: Sie wollen ihn nicht kritisiert, aber vor seiner Wahl haben sie ihn empfohlen oder?

00:29:50: Wer erinnert an diesen Schüleranlass?

00:29:52: da wurden sie gefragt Und Sie haben sich für Donald Trump ausgesprochen.

00:29:58: Eine Wahlempfehlung eines Regierungsmitglieds für eine Wahl in einem anderen Staat ist ja eigentlich ein Logo, Herr Östi!

00:30:05: Das war Tempi Passati.

00:30:08: Ich muss aber noch ein bisschen dabei bleiben weil es ist ein interessantes Thema.

00:30:12: Sie sagten damals er redet zwar viel Zitat Khabis, sei aber am ehesten in der Lage Frieden zu schaffen.

00:30:21: Nun gut, also von Putin lässt er sich an der Nase herumführen und später mit dem Angriff auf Iran hat sich das Friedensargument erledigt.

00:30:28: Waren Sie ein bisschen naiv in dieser Einschätzung?

00:30:32: Ich würde das nicht unterstützen.

00:30:37: Wir wissen ja nicht wie es rausgekommen wäre wenn die Wahl anders.

00:30:42: Also wenn Kamala Harris gewählt worden wäre.

00:30:44: wir wissen nicht was dann passiert wäre.

00:30:47: Also immerhin im Nahen Osten konnte Frieden geschaffen werden.

00:30:52: Wir werden jetzt sehen, was mit dem Gaza-Abkommen...

00:30:56: Das heißt die Glauben immer noch an die Friedensmacht Trump?

00:31:00: Die Intervention in Venezuela war wahrscheinlich sehr gezielt.

00:31:07: Eigentlich gewaltig, dass das hier gelungen ist.

00:31:12: Ich spüre immer noch einen Bewunderung.

00:31:14: Mit einem Diktator so umzugehen und jetzt schauen, dass es nicht ein Chaos gibt.

00:31:21: ob das mit Iran auch so geht ist natürlich schon die Frage.

00:31:25: da haben wir schon eine Besorgnis dass hier ein Konflikt dann nicht so schnell zu Ende geht

00:31:32: oder immer wieder aufflampt.

00:31:33: man weiss ja nicht

00:31:34: was

00:31:35: alles noch passiert.

00:31:38: Ich glaube, ich war überhaupt nicht naiv.

00:31:41: Das heißt Sie würden sich heute nicht zu einer Fundamentalkritik an Donald Trump durchringen?

00:31:48: Ja das würde ich sicher nicht machen.

00:31:53: Wir müssen jetzt einen Abkommen verhandeln.

00:31:55: also im WBF ist hier die Federführung damit wir möglichst die Zölle tief halten und dieses Abkommen amerikanischen Regierungen.

00:32:06: Wir arbeiten mit den Staatschefs zusammen, die gewählt werden... ihre Legitimität auch haben und hier arbeiten wir für die Schweiz.

00:32:17: Im Interesse der Schweiz ist es, dass wir eine gute Zusammenarbeit haben und dieses Zollabkommen gut zu Ende führen können.

00:32:27: Das ist

00:32:28: eine große Herausforderung und das ist unser Ziel!

00:32:32: Wir wollen im Interesse des Landes handeln.

00:32:35: Aber in Davos hat Trump ja dann die Schweiz noch mal so richtig beleidigt?

00:32:39: Es wurde richtig hässlich... Müsste man da nicht irgendwann mal zurückschießen oder zumindest auch mal Kante zeigen als Regierung?

00:32:49: Ich glaube

00:32:49: die Schweiz muss das machen, was für die Schweiz möglichst positiv ist.

00:32:57: Unsere Wirtschaft und unsere Exportwirtschaft sind auf eine gute Beziehung mit Amerika und den USA angewiesen Uhren, Industriebereiche, Maschinenindustrie, Landwirtschaft, Käseexporte.

00:33:13: Und das muss in unserem Vision sein und nicht irgendwelche Sprüche.

00:33:20: Viele im Land halten ja, dass der Woteverhalten des Bundesrates so ein bisschen würdelos mein SP-Kopräsident Cedric Wehmute vorderte gab mitten in der Ferie um die neununddreißig Prozentzölle sogar einen Abbruch der Verhandlungen.

00:33:33: Hat der Bundesrat auch in sonstigen Geschäften Angst vor Trump oder nennt man das Pragmatismus?

00:33:40: Ja, das ist das Zweite.

00:33:42: Sie wissen ja wie sich Herr Nationalrat und Präsident der SP Wermuth über den amerikanischen Präsidenten gesprochen hat.

00:33:53: Und ich glaube nicht dass das der Weg ist mit einer Regierung, mit einer letztlich halt gewählten Regierung, ob das passt oder nicht in Verhandlung zu gehen und das Maximum für unsere Wirtschaft herauszuholen.

00:34:08: Ich denke, dass macht das Wirtschaftsdepartement sehr gut.

00:34:11: Und eben Sie haben es gesagt – ich glaube ist das richtige Wort mit dem nötigen Pragmatismus der kleinen Schweiz!

00:34:19: Aber wirtschaftlich starken Schweiz, mit dem BIP doch immerhin an etwa die zwanzigste Stelle weltweit.

00:34:28: Also wir dürfen uns schon sehen lassen und sind jemand in dieser Welt aber letztlich doch in einer Größe indem wir eben einen gewissen Pragmatismus mit den ausländischen Regierungen zusammenarbeiten.

00:34:42: Die Leute in Amerika haben Herr Präsident Trump plötzlich gewählt und relativ klar gewählt Und das gilt es für den Bundesrat zu akzeptieren.

00:34:51: Wir würden ja auch nicht sofrieden sein, wenn man von Amerika den Bundesrater irgendwie infrage stellt – dem gewählt auch demokratisch gewählten Bundesrat.

00:35:00: Gut!

00:35:00: Das tut

00:35:00: Herr Trump ab und zu schon mal, Frau mir der Kollegin Keller-Sutter?

00:35:05: Ja, aber schauen Sie, das muss ein Bundesrat letztlich ertragen.

00:35:09: Wir

00:35:09: müssen das aushalten wegen der Macht.

00:35:11: Es

00:35:11: geht nicht um unsere Persönlichkeiten, sondern um unser Land und Exporte im Bereich von weit über dreißig Milliarden Franken, die zu halten oder nicht zu halten.

00:35:22: Das ist letztlich schon die Verantwortung des Bundesrates hier.

00:35:27: eben ein gutes Abkommen erhält und das ist nicht irgendwie unterwürfig.

00:35:31: Das ist Pragmatismus, ich habe mir einen guten Stichwort

00:35:34: gesagt.".

00:35:34: Genau

00:35:35: man wartet ja immer noch auf den Vorschlag der SP wie sie denn diese Industrie-Jobs gerettet hätte.

00:35:40: Wäre es nach ihrer Partei der SVP gegangen und allen voran Magdalena Martullab Locher wäre ja sowieso alles ganz anders rausgekommen oder man glaubte an ein goldenes Zeitalter in Beziehung zur Sister Republic USA.

00:35:54: Übrig blieb jetzt nur Sister Bashing.

00:35:57: Wie groß ist eigentlich der Kater in ihrer Partei, dass das mit den USA derart anders rausgekommen ist?

00:36:04: Das muss ja total Frust herrschen!

00:36:07: Nein, nein!

00:36:09: Schauen Sie es herrscht doch nicht Frust... Wenn wir kantonale Wahlen haben, die sehr gut aussehen.

00:36:18: Die Aussicht auch in den Umfragen für unsere Partei ist gut.

00:36:22: Ich wüsste nicht, ich spüre es auch.

00:36:25: Jetzt

00:36:25: lenken Sie ab!

00:36:29: Schauen Sie das müssen Sie mit dem Präsidenten der SVP Rettling oder Herrn Aschi vor allem mit den Fraktionschef fragen.

00:36:40: Ich bin ja immer ein guter Draht zu ihm und gehe morgen an die Delegiertenversammlung, ich schaue dann ob oder sie können ja schauen kommen.

00:36:50: Und

00:36:52: da

00:36:52: ist kein Kater.

00:36:54: Es gehört zur Politik dass manchmal etwas nicht so rauskommt wie man das erwartet hat Ist mir auch schon manchmal schon x-mal passiert.

00:37:03: Schauen Sie, ja gut eine Abstimmung mit Autobahnen die man verliert vielleicht nicht gerade vergleichbar ist...

00:37:09: Nicht gerade vergleichtbar!

00:37:11: Auf das kommen wir noch!

00:37:12: Herr Ümmster?

00:37:12: Mit der Auswirkung der amerikanischen Politik.

00:37:16: Aber nein Carter es gibt kein Carter sondern man nimmt eine Entwicklung ist vielleicht enttäuscht.

00:37:26: Aber wenn man gute Politik machen will, muss man das relativ rasch abschütteln.

00:37:33: Wir bleiben noch mal bei den Zürcher USA-Fans als ihrer Partei.

00:37:38: Wie schlecht ist eigentlich ihr Verhältnis zum zürcher Blocherflügel der Partei?

00:37:43: Sagen wir auf einer Skala von eins bis zehn.

00:37:45: Zehn steht für sehr schlecht!

00:37:50: Welchen Zahl wählen Sie?

00:37:54: Das ist zwei.

00:37:56: Zwei?

00:37:56: Ja, das ist ja fast supergut!

00:37:58: Ja, supergut ist jetzt vielleicht auch gerade etwas übertrieben.

00:38:01: Aber zwei ist ... Es hätte ja auch ein eins sein.

00:38:03: Eins wäre supergutt!

00:38:05: Okay... Sie dürfen hier ruhig ehrlich sein und nicht sehen sagen weil schliesslich...

00:38:08: Nein das ist es nicht auf keinen Fall!

00:38:12: Ich wusste nicht wieso?

00:38:13: Aber

00:38:13: ich?

00:38:13: Weil sie von den Zürchen.

00:38:15: nach der enttäuschten Wahl des Jahrhunderts wurden sie als Parteipräsident aus dem Amt gemobbt.

00:38:20: Ich glaube so muss man das sagen.

00:38:21: Das haben sie sich für mich vergessen.

00:38:23: Ja das sagen sie gemoppt.

00:38:25: Wie würden Sie's denn

00:38:26: nehmen?!

00:38:26: Schauen Sie Also

00:38:28: freiwillig sind Sie nicht gegangen?

00:38:30: Doch.

00:38:30: Ich habe selber entschieden, wann ich gehe!

00:38:33: Es

00:38:34: wurden so Entscheidungen gedrängt.

00:38:38: Wir haben damals die Wahl... also die SVP unter meinem Präsidium haben damals diese Wahlen verloren.

00:38:43: Haben sie sei Prozent verloren, haben hundertzwanzig tausend Wellerinnen verloren und da muss man... Da ist die Diskussion, es ist sehr personalisiert heute.

00:38:55: Das ist so in der Politik.

00:38:57: Ich wurde schon vorher vor den Wahlen oft gefragt, ja gehen Sie wenn die Wahlen verloren werden?

00:39:03: und letztlich hätte ich nicht gehen müssen.

00:39:07: Ich habe aber gewusst dass das sehr schwierig wird mit dann der Durchsetzungsinitiative.

00:39:13: Und dann habe ich entschieden, dass sich doch der Sachpolitik, das mir der als Wöhler ist und klar ist mit diesem Verlust macht es eigentlich Sinn, dass wir einen Wechsel im Präsidium machen.

00:39:25: Das haben Sie jetzt nicht umschrieben?

00:39:27: Andere Politiker obachten sie das anders.

00:39:30: Aber wissen Sie eins muss ich dazu sagen natürlich war das unangenehm wenn man drei Prozent verliert in den Wahlen und der Druck hat und sieht eigentlich wollen die Leute einen behalten.

00:39:43: Ich bin sicher, ich werde wiedergewählt worden im Nachhinein.

00:39:49: Das können wir nicht überprüfen aber dann macht man das ab in der Partei.

00:39:55: Das ist ein normaler Vorgang, den er nacheinander

00:39:58: partei... War das die größte Niederlage in Ihrem Leben?

00:40:00: Nein überhaupt nicht!

00:40:01: Überhaupt

00:40:01: nicht?!

00:40:01: Nein, überhaupt nicht weil ich konnte mich ja dann.

00:40:04: erstens habe ich selber gesagt, ich gehe jetzt.

00:40:08: Der Druck war da, das ist so Und dieser Druck hätte vielleicht später dann zu einem... Zu mehr Druck geführt, aber ich wollte selber gehen.

00:40:20: Nein es war... Ich konnte ja dann... Als Präsident abtreten habe andere Ämter, wo der Präsident der SGK, der Gesundheitskommission einer wichtigen Kommission neben der UREC den ich schon hatte.

00:40:35: Ich konnte gewisse Mandate übernehmen, die ich sonst nicht hätte übernehmen können und von daher überhaupt keine Niederlage, sondern selbst gesteuert.

00:40:44: Vielleicht nach einem gewissen Druck?

00:40:46: Also gewisse

00:40:46: Leute, die sich gut kennen sagen sie seien in ziemlich einen Loch gefallen.

00:40:49: Darum will ich jetzt da bleiben.

00:40:51: drei Jahre später wurden Sie mit einem den Resultat zum Bundesrat gewählt.

00:40:55: Also das würde ich ganz klar verneinen in ein Loch gefallen.

00:41:00: Schauen Sie, ich war enttäuscht dass wir so viel verloren haben, in diesem Fall.

00:41:05: Ob ich schon nicht sehr gekämpft habe und ich aber nicht unbedingt erkannt was ich jetzt wirklich falsch gemacht habe.

00:41:11: Es war in diesem Sommer, dieser Sommer neunzehn waren die Klimapolitik ein sehr heißer Sommer, die Klima-Politik überstrahlte wirklich alles.

00:41:22: Ich musste auch erkennen dass man gewisse Trends kommen als Person Die Verantwortung ist für den Partei einfach irgendwo eine gewisse Machtlosigkeit haben.

00:41:34: Wenn es im Asylbereich nicht gut läuft, dann hat die SVP ihnen große Chancen umgekehrt einen Heißer, so kann das alles vergessen.

00:41:42: Also

00:41:42: dann nennen wir's nicht in ein Lochgefall?

00:41:45: Die größte Niederlage war für mich als ich nicht der Regierungsrat wurde.

00:41:49: Ich habe ja die Politik begonnen mit einer Regierungsratskandidatur.

00:41:53: Genau!

00:41:54: Das war im Jahr zwei Tausendzehn Und damals war der Aufstieg der BDP abgespalten von der SVP.

00:42:01: Ein SVP-Kandidat, der von seiner Partei im Kanton Beer nominiert wird für einen Amthor, der eigentlich fast immer gewählt und ich musste dann eine Niederlage eingestehen.

00:42:14: Das war für mich damals, der wirklich in die Politik wollte, glaube ich, im Nachhinein die größte Niederlagen.

00:42:22: Hat

00:42:22: das Ihre Resilienz trainiert?

00:42:26: Man muss immer wieder aufstehen.

00:42:27: Ich glaube schon, ja.

00:42:29: Ich konnte dann ein oder anderthalb Jahre später den direkten Einzug in der Nationalrat feiern und das ist gelungen.

00:42:41: aber diese eineinhalb Jahre waren relativ, würde ich sagen hart, härter als beim

00:42:48: Rauschmiss aus Präsident.

00:42:51: Sie sagen das so... Gut, ich

00:42:54: sag jetzt enttäuscht.

00:42:55: Aber schauen Sie ... In der Politik, ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu den Zürchen.

00:43:01: Ich wurde eingeladen bei Tommy Mater an seinen sechzigsten Geburtstag.

00:43:06: Ich war ja eingeladene an den fünfundachtzigsten schon, Geburtstag von Christoph Blocher.

00:43:12: Das wäre nicht der Fall, wenn wir hier eine Zähne gemacht hätten.

00:43:16: Nein, nein!

00:43:17: Wir lassen es mal so stehen?

00:43:20: Man

00:43:20: ist nicht nachdragend Wenn man in der Politik nachtragend ist,

00:43:24: dann

00:43:25: wird es sehr schwierig.

00:43:27: Es ist eine wilde Sauber und man muss nicht parteipräsident werden wenn man diesen Druck nicht oder zurücktreten muss.

00:43:38: Ich

00:43:39: habe noch so ein Trainingsmoment für Ihre Resilienz weil Sie konnten das schon mal ein weiteres Mal trainieren als ich beim... Als Präsident beim Schweizerischen Milchproduzentenverband mussten sie nach einem heftigen Streit gehen.

00:43:53: Was haben Sie euch damals

00:43:54: falsch gemacht?

00:43:56: Ist

00:43:56: das auch eine Legende Gerüchte?

00:43:58: Nein, das ist schon nicht eine Legend.

00:44:00: Es gab ein Streitenheft.

00:44:01: Aber

00:44:02: ich musste nicht gehen!

00:44:04: Ich habe gesagt, ich gehe letztlich aus Protest weil es nicht gelungen ist in diesem Verband die Bauern so zusammenzuhalten, dass sie in den Verhandlungen um Milchpreise die gleiche Macht hätten wie die Nachfrager.

00:44:22: Also der Milchmarkt ist ja ganz ein spezieller Markt.

00:44:26: Da

00:44:26: wohnen wir nicht.

00:44:26: ins Detail?

00:44:27: Ja,

00:44:28: aber trotzdem kurz.

00:44:29: Das sind sehr wenige Nachfragen.

00:44:34: Die Großteile

00:44:35: natürlich

00:44:36: sind klar logisch.

00:44:37: Die können mit zwei oder drei Telefonen sagen, wir bieten nicht das für den Milchpreis.

00:44:43: Und auf der anderen Seite sind mehrere Tausend, mittlerweile glaube ich unter zwanzigtausende Milchproduzenten die schon in Gruppierung zusammen sind und das hat damals letztlich dazu geführt dass sich gesagt habe wenn ihr keine Lösungen in diese Richtung wollt dann ist es besser wenn ich gehe.

00:45:01: Also Rache trinken Sie heute viel lieber Coca-Cola als Milch?

00:45:04: Ja das

00:45:06: war schon immer der Fall.

00:45:07: Ein Lustig für den Bergbau!

00:45:09: Ich habe gerne Milch, sehr gerne.

00:45:10: Es ist auch sehr gesund.

00:45:12: Das

00:45:13: müssen Sie

00:45:13: jetzt sagen?

00:45:14: Nein das muss ich nicht sagen!

00:45:16: Ich habe doch keinen Druck von einem Bauern der Richter sagen muss aber ich habe eben zu gerne und es ist ungesunder.

00:45:29: Es ist ein ausgezeichnetes Produkt.

00:45:31: Genau,

00:45:31: Sie dürfen hier keine Hersteller, der noch in den Schweiz produziert.

00:45:34: Keine Werbung machen, aber immerhin sind sie in der Schweiz produzierten mit Schweizerzucker.

00:45:39: So ist

00:45:40: es?

00:45:40: Also das Rezept kommt und absolut in die Schweiz.

00:45:44: Ich sehe schon!

00:45:44: Sie sind ein wahrer Fan...

00:45:47: Aber ich habe jetzt etwas sehr stark reduziert wegen den Zähnen.

00:45:54: Das klingt jetzt... Das lässt sich tief blicken.

00:45:57: Wir haben's von Ihren Niederlagen gehabt.

00:45:59: Hat sie das ein bisschen härter gemacht als Mensch?

00:46:03: Weil Sie gelten ja immer aus der sehr freundlichen, alle wissen aber da kann auch einer zubeißen.

00:46:08: Hat sich das härtergemacht diese Parallelbnisse?

00:46:11: Ja ich glaube schon.

00:46:12: Es hat mir mal jemand ein Bildnis gemacht wie das Leben läuft und es geht wahrscheinlich vielen gleich.

00:46:19: also man ist so auf einem schönen Schiff mit Lücken, mit Lukharnen unten und ist dort.

00:46:29: Mit dem Leben steigt das Wasser und man muss die Lukaren schließen, damit man nicht untergeht.

00:46:34: Sprech

00:46:35: Ihre Offenheit haben Sie ein bisschen reduziert?

00:46:37: Und dass solche Erlebnisse gibt vielleicht eine gewisse Zurückhaltung oder ja man weiß einfach Man kann scheitern im Leben.

00:46:48: Das wird schon etwas... die Resilienz gestärkt, wie Sie es nennen.

00:46:53: Genau,

00:46:53: Ihre Gegner würden das ja auch so sehen dass sie auch eine gewisse Härte haben.

00:46:57: Man wirft Ihnen vor... Nein,

00:46:58: nicht Härte!

00:46:59: Konsequenz!

00:47:00: Das klingt

00:47:01: natürlich

00:47:01: netter, verstehe ich.

00:47:02: Ja,

00:47:03: ja.

00:47:03: ... man

00:47:03: wirft ihnen vor ihre Politik über den Verordnungsweg durch zu drücken am Parlament und Volk vorbei.

00:47:08: also erinnert so ein bisschen an Trump-Light oder?

00:47:12: Nein, nein, nein.

00:47:13: Also, wie man das nennen will Ich muss klar sagen Die direkte Demokratie ist das Beste, was wir in unserem Land haben.

00:47:24: Dafür müssen wir Sorge tragen und deshalb muss ich auch sagen, dass sind natürlich meine politischen Gegner die das sagen.

00:47:33: Aber es stimmt ja, dass sich viele verordnen?

00:47:35: Ja aber das ist ja die Uraufgabe des Bundesrats!

00:47:39: Das ist die Uraufgabe des Bundesrates und wenn es eine Verordnung ist, dann ist der Bundesrat.

00:47:44: Der diese Verordnung macht nicht Albert Rösti.

00:47:47: Albert Rösti macht den Antrag im Bundesrat... ...und dann muss seine Mehrheit dem zustimmen.

00:47:53: Man tut immer so als ob das jetzt durchgedrückt wurde.

00:47:58: Letztlich ist er seine Diskussion im Bundesrad.

00:48:01: Ob man das will oder nicht?

00:48:02: Aber

00:48:02: sie gelten als einer der mächtigsten im Bundesrand!

00:48:05: Das muss Ihnen doch schmeißeln?

00:48:07: Schauen

00:48:07: Sie, das ist in jeder Sitzung wieder unterschiedlich.

00:48:10: Dann

00:48:11: schreit mal der und dann schreiht jemand den.

00:48:13: Nein aber nochmals klar dass ich klar sage für mich ist klar dass man in der Verordnung nur so weit gehen kann wie es das Parlament zulässt nämlich wie die Handlungsspielraum im Gesetz formuliert ist.

00:48:27: wenn wir ein Gesetz haben mit einem breiten Handlungsspielraum dann wurde das vom Gesetzgeber von Parlament so gewollt.

00:48:35: Dann kann der Bundesrat innerhalb dieses Spielraums handeln und ich setze alles daran, dass wir im Interesse der Gesamtbevölkerung handeln.

00:48:43: Das ist mein Auftrag!

00:48:45: Und es war etwas eine Idee das man jetzt mir sagt Verordnungsminister alle anderen müssen das auch.

00:48:53: Also in der Bundesrate... Schauen Sie wenn ich keine Verordnung machen würde oder beantragen würde unter Bundesrat verabschiedet sind dann würden wir ja nicht regieren Dann gäbe es keine Umsetzung der Gesetze.

00:49:07: Das ist unsere Uraufgabe und wenn wir zu weit gehen, kann ein Gericht, wenn jemand klagt – da haben wir die Gewaltenteller – kann ein gericht die Verordnung kassieren?

00:49:19: Das

00:49:19: ist meinem Gesetz nicht möglich!

00:49:22: Hat schon jemand mal eine Verordnung von mir kassiert?

00:49:24: Wer

00:49:24: weiß was noch

00:49:25: kommt?!

00:49:25: Nein, aber ich

00:49:28: möchte gerne ansprechen.

00:49:29: Ich meine trotz Ablehnung der Halbierungsinitiative wollen Sie per Verordnung auf dreihundert Franken gesenkte Seraphigebühre für die SRG nicht zurücknehmen.

00:49:38: Die SP spricht von einer Frechheit, hat sie nicht ein bisschen recht?

00:49:42: Nein,

00:49:42: sie hat in keiner Weise recht.

00:49:43: Sie hat in keine

00:49:44: Weise recht!

00:49:45: Nein, schauen Sie was hat der Bundesrat gemacht?

00:49:48: Er hat gesagt wir nehmen unsere Kompetenz wahr und senken die Gebühr und im Gegens zu also auf dreihundert Franken.

00:49:58: Auf Ihren

00:49:58: Antrag.

00:50:01: lehnen im Gegenzug die Halbierungseinitiative ab.

00:50:04: Weil der Bundesrat gesagt hat, ohne Handlung der SRG ist uns die Gefahr zu groß dass die halbierungsinitiative angenommen wird.

00:50:17: und dann ging das ins Parlament.

00:50:20: also die Verordnung wurde verschlossen.

00:50:22: Der Bundesrat hatte die Kompetenz gemäß Gesetz zu bestimmen, wie hoch die Gebühr ist.

00:50:28: Der Bundesrat hat nichts anderes als seine im Gesetz vorgegebenen Kompetenz wahrgenommen.

00:50:34: aber ich habe dann immer gesagt wenn das Parlament einen anderen Gegner entwurf macht Dann müssen wir dem Auftrag des Parlaments, dass über den letztlichen.

00:50:49: Wir müssen die Gesetze und Vorschläge des Parlaments letztlich auch akzeptieren.

00:50:55: und hätte ich auch.

00:50:57: Dann hat das Parlament in beiden Kommissionen X-Anträge diskutiert über Stunden für einen anderen Gegenvorschlag, der mich gezwungen hätte dieses Projekt zurückzuziehen.

00:51:11: Niemand hatte eine Motion eingereicht dieses Projekt zu ziehen.

00:51:15: Es kam kein anderer Gegenvorschlag zustande.

00:51:18: Das hätte das Parlament tun können und hat damit indirekt dieses Gegendprojekt akzeptiert.

00:51:27: Wenn wir Stunden im Parlament diskutieren, was man machen könnte aber es gibt keine Mehrheit Und dann mir vorschlägt ich werde am Parlament vorbei etwas durchdrücken.

00:51:40: Was das Parlament gesagt hat ist meine oder letztlich die Bundesratskompetenz dann ist das einfach Politik und gehört zur politischen Kampf.

00:51:50: Aber es ist nicht, dass ich etwas falsch gemacht

00:51:53: habe.".

00:51:53: Man könnte ja auch argumentieren, dass sie ganz clever waren und sich einfach sagten so eine Verordnung werde ich hier jetzt mal lossieren damit die Initianten zu denen Sie früher ja auch gehört haben am Ende nicht mit leeren Händen dastehen und wenigstens ne kleine Senkung haben.

00:52:07: man könnte das ja auch als geschickten Schachzug interpretieren damit sie ein bisschen was durchbringen.

00:52:14: also Es war Nein, es war letztlich... Vielleicht können Sie dem Schachzug nennen.

00:52:20: Das ist ja nicht negativ!

00:52:22: Bei einer Senkung haben sie als Wesen hingekriegt.

00:52:24: Eine kleine aber immerhin?

00:52:26: Ja, aber das Parlamentschauen Sie... Wir wissen nicht wie die Abstimmung... Klar, sie waren sehr klarer.

00:52:31: Sie waren klarer als erwartet.

00:52:34: Das gibt es zu anderen Kennen und wir wissen nicht, wie das Abstimmungsresultat rausgekommen wäre ohne dieses Gegenprojekt.

00:52:42: was wir wissen dass Bevor dieses Gegendprojekt etwas in der Kommunikation im Abstimmungskampf bekannt wurde, die Abstimmungsumfrage eines sehr knappes und engen Rennen zeigte.

00:52:57: Ich habe dann einen verschiedenen Text beitragen.

00:53:03: Dieses Paket genannt und habe gesagt, schauen Sie!

00:53:06: Die SRG muss reduzieren.

00:53:09: Die SRG wird sparen müssen, sie wird nicht nichts tun aber man kann nicht weitergehen sonst wird Viertel zerschlagen von den Medien.

00:53:16: das war tatsächlich eines der Hauptargumente und praktisch alle nicht nur ich sogar in der SRG Präsident haben gesagt wir haben ja dieses Gegenprojekt deshalb lehnt die Initiative ab und alle haben mit diesem Gegenprojekte.

00:53:32: auch Leute die jetzt sagen man müsste es zurücknehmen haben mit dem Gegenprojet argumentiert.

00:53:38: Und jetzt plötzlich stellen Sie sich vor, weil der Bundesrat würde diese Verordnung zurücknehmen.

00:53:44: Dann würden wir wirklich – das wäre dann gegenüber der Bevölkerung ein Vertrauensverlust, denn bereits in der Abstimmungsbotschaft, also im Abstimmungspüchlein ist auf der ersten Seite die knappe Zusammenfassung.

00:54:00: Der Bundesrat lehnt die Initiative ab und hat aber einen Gegenprojekt.

00:54:04: Da kann man doch nicht nachherkommen!

00:54:06: Jetzt muss man das zurücknehmen.

00:54:10: Die Initianten haben gesagt, dann verlangen wir eine neue Abstimmung.

00:54:13: Wie gesagt die SP sieht es anders aber das ist in der Politik immer so.

00:54:17: Es gibt verschiedene Meinungen.

00:54:19: Aber bleiben wir bei der

00:54:21: SP?

00:54:22: Bleiben wir bei den SP?

00:54:23: Sie hat uns vorher schon ein bisschen angetönt wie angespannt ist eigentlich ihr Verhältnis zu Justizminister Beat Janss?

00:54:30: Es

00:54:31: ist nicht angespannt.

00:54:32: Sie können ihn fragen!

00:54:34: Aber eigentlich reden sie das ja schön,

00:54:36: oder?

00:54:36: Wir haben

00:54:37: hier einen Friedensfond zu essen und es gibt noch ein Volketermin glaube ich wo wieder geschlichtet werden soll.

00:54:44: also so harmlos kann es nicht sein

00:54:47: Ja, aber wenn wir zusammen von den USA und auch noch die Frauen dabei sind ist doch alles okay.

00:54:52: Es wurde nicht mit Gabeln gekämpft?

00:54:53: Nein, schauen Sie!

00:54:56: Wir haben beide eine ähnliche Berufsausbildung.

00:54:58: Ich glaube er hat Umweltwissenschaften studiert, ich habe gerade Wissenschaften, bringen ähnlichen Voraussetzungen mit, aber in der Politik wurden wir anders geprägt.

00:55:10: Er aus der Baselstadt, ich aus dem Berner Oberland... Venus

00:55:15: trifft Mars

00:55:15: oder?!

00:55:16: dass wir hier unterschiedliche Meinungen mitbringen.

00:55:19: Er ist aus der SP, aber man kann doch hinter... das ist ja das Gewaltige an der Schweiz und auch das Schöne an der Schweiz.

00:55:31: Man kann die persönlichen Zusammenarbeit in der Freizeit außer all der Politik von den politischen Differenzen trennen.

00:55:41: Und wenn man das nicht kann Dann ist man fehl in der Schweizer Politik.

00:55:46: Ich nenne Ihnen ein Beispiel, Hassan Jandan, der Nationalrat aus Luzern hat mich ja kritisiert und in den letzten Sessionswochen gesagt, dass wir da viel falsch machen.

00:56:03: In den nächsten paar Tagen später hat er mir einen Osterhasen geschenkt, weil wir eine Emotion von ihm angenommen haben.

00:56:12: Das ist Schweizer Politik!

00:56:14: Aber ich will jetzt diese Udylle verbreiten, die will ich jetzt ein bisschen stören.

00:56:18: Stopp,

00:56:19: stopp!

00:56:19: Ich muss

00:56:20: dich stören...

00:56:23: Wir bleiben

00:56:24: bei Beat Jans.

00:56:25: okay am Fondue?

00:56:26: Sie wollen irgendwo... das ist etwas negativer zu einem

00:56:31: Fonds.

00:56:31: Nein nein, also ich sehe schon beim Fondues... Das

00:56:33: gibt es einfach nicht.

00:56:34: Keine

00:56:34: Käse angeworfen, aber ich meine Beat Jans Bundesamt hat ihn ja ein gesetzwidriges Vorgehen vorgeworfen.

00:56:42: Was hat

00:56:43: er?

00:56:43: Nein,

00:56:45: das hat er nie!

00:56:46: Gut also die ganze Grenzwerte

00:56:49: für giftige Pestizide, die nicht festgelegt werden wurde als Verstoß gegen das Gewässerschutz angesehen.

00:56:55: Ist jetzt richtig oder falsch?

00:56:56: Ganz kurze Antwort.

00:56:58: Also ganz kurz... Herr Jans hat mir das nicht gesagt.

00:57:03: Sein Bundesamt für Justiz hat gesagt, Sie erachten hier die Gesetzgebung nicht eingehalten.

00:57:09: Wir haben es juristisch angeschaut und haben gesagt Nein!

00:57:14: Es ist eine Frage.

00:57:15: wir sind verpflichtet bei allen Pestiziden ein Grenzwert zu setzen.

00:57:20: Bei allen?

00:57:20: Genau.

00:57:22: Aber es steht weder in dem Gesetz noch Verordnung wann ich das tun muss.

00:57:26: Ich hätte einfach warten können machen.

00:57:28: Ich mache das dann in zwei drei Jahren.

00:57:31: Was habe ich gemacht?

00:57:32: Dort, wo es keine Probleme für die Versorgungssicherheit des Landes mit Lebensmitteln gibt.

00:57:37: Ich bin nicht gekommen mit Grenzwerten und habe gesagt das gibt dann andere, die später kommen weil wir keine Alternative haben, weil die Rapskulturen unter den Boden gepflügt werden müssten oder viele Gemüsenkulturen, wo wir einfach in der Landwirtschaft ein Problem haben.

00:57:55: also ich suche immer in meinem Departament den Ausgleich zwischen Nutzen und Schutz.

00:58:00: Und

00:58:01: beides brauchen, manchmal habe ich Vorlagen bei denen beide nicht zufrieden sind.

00:58:07: die bauen vielleicht weil ich sieben Grenzwerte setze wo man dann auch Massnahmen treffen kann um die Umweltverbände weil ich drei noch später setze.

00:58:17: das muss ein Bundesrat aushalten und da ist normal dass sind die Ämter.

00:58:21: wir haben Also vor einem Bundesratsgeschäft gibt es ja die Ämterkonsultation, das heißt alle Ämtern können Stellung nehmen.

00:58:29: Das Bundesamt für dieses Ditz hat Stellung genommen und dann entscheidet der Bundesrat Und wenn der Bundesrat anders entscheidet nach einer solchen Stellungnahme, ist das der normale Vorgang.

00:58:41: Das passiert jedem amtein mal.

00:58:43: Bleiben wir bei diesem Geschäft?

00:58:44: Sind Sie den mächtigsten Lobistenbauern?

00:58:46: wie viele überhaupt nicht?

00:58:47: Nein, überhaupt nicht!

00:58:48: Ich bin doch kein Lobist.

00:58:49: Stellen Sie sich vor, ich bin im Bundesrat nicht ein Lobist!

00:58:51: Aber

00:58:52: sind wir mal ehrlich... Herr Röschen, sind wir einmal ehrlich als Bergbauernsohn und Bruder eines Bergbauers um von ihrer Herkunft können sie da überhaupt neutral

00:59:03: sein?!

00:59:03: Nein,

00:59:06: das kann

00:59:08: ich nicht.

00:59:08: Ich bringe ja die Geschäfte und sie sind natürlich geprägt von meinem Hintergrund.

00:59:14: Und das sage ich auch ganz ehrlich im Bundesrat habe ich den auf, aber durch meine Wahl, durch die Vorschlage der SVP letztlich hat die Fraktion mich vorgeschlagen.

00:59:28: Ohne diesen Vorschlag wäre ich nicht Bundesrat Und klar ist, dass sich die SVP-Haltung in den Bundesrat bringen.

00:59:37: Aber nicht immer!

00:59:39: Ich suche nach Ausgleich.

00:59:41: Sonst wäre ich nicht gekommen, sonst wäre ich effektiv so loberistenmäßig unterwegs gewesen.

00:59:47: Hätte ich einfach gesagt.

00:59:48: Grenzwerte festlegen... Nein, machen wir einfach nicht.

00:59:51: Was der Bundesrat sehr beeinflussen kann ist, wann er mit einem Geschäft kommt und ob er überhaupt kommt.

00:59:57: Also gut, hätten die all diese Diskussionen nicht gehabt?

01:00:00: Es ist nicht nur alles für die Bauern!

01:00:03: Wir müssen Zuströmen bereichen festlegen.

01:00:05: Das heißt überall wo Trinkwasser im Untergrund kommt, müssen... Flächen festgelegt werden, bei dem die Bauern weniger produzieren.

01:00:17: Ich komme mit dieser Vorlage, ich warte nicht!

01:00:19: Also ich bin hier schon auf Ausgleich für alle ausgelegt.

01:00:25: und am Schluss ist es die Lösung des Bundesrates weil alle reden mit.

01:00:31: Trotzdem muss ich sie noch ein bisschen provozieren.

01:00:34: Dieses Etikettlobbyist

01:00:36: gefällt mir schon nicht.

01:00:37: Ich weiß es, aber das klebt hart an

01:00:42: ihn.

01:00:44: Das ist immer so.

01:00:45: Es ist ein Etikette, das an ihm klebt weil Sie früher für verschiedene Verbände gearbeitet haben darunter Autoschweiz.

01:00:52: Wie schmerzhaft war die Niederlage bei der Abstimmung über den Autobahnausbau?

01:00:55: Ja, das war schmerzaft.

01:00:59: Weil wir damit zwar einen Volksentscheid haben, den es zu akzeptieren gibt.

01:01:08: Aber wir haben keine Lösung!

01:01:10: Wir haben ein grosses Staubproblem.

01:01:13: Vierzigtausend Staustunden sind gewachsen auf fünfzigtaußen und werden wahrscheinlich weiter wachsen auf sechzigtaussend.

01:01:20: Und dort ist das Problem nicht gelöst.

01:01:23: Wir versuchen sie und ich habe dann, oder das ist ja eben das was man muss nach einer Diakgeschmerz.

01:01:29: Das gebe ich absolut zu.

01:01:32: Vielleicht habe ich selber Fehler gemacht.

01:01:34: Ich fühlte mich am Schluss etwas alleine in diesem Abstimmungskampf.

01:01:38: Habe ich auch sehr gekämpft mit Argumenten.

01:01:40: Wer hat

01:01:40: sich allein gelassen?

01:01:42: Ja ich hatte schon den Eindruck dass man generell gedacht hat diese das ist eigentlich klar.

01:01:49: wir sehen die Stau-Situation.

01:01:51: Wir haben in Parlament beschlossen für Bahnausbau und jetzt kommt er mit fünf Milliarden Euro für den Autobahn.

01:02:00: Das ist eigentlich verhältnismäßig, übrigens eine Vorlage die noch von meiner Vorgängerin Frau Bundesrätin Simonetta Samaruga gestartet wurde und dann im Parlament ergänzt wurde.

01:02:17: Aber bleiben wir bei dieser Enttäuschung?

01:02:19: Jetzt hat man das Gefühl, der Rösti ist enttäuscht.

01:02:22: Versucht es einfach nochmal.

01:02:23: mit dem Paket-Verkehr fünfundvierzig kommen ja gewisse Autobahnprojekte Basel, St.

01:02:28: Gallen und Schaffhausen wieder auf den Tisch.

01:02:31: die

01:02:31: Grünen sind außer sich werfen ihn vor den Volkswillen zu ignorieren.

01:02:35: ich nehme an sie sehen's anders.

01:02:37: Ja natürlich Aber

01:02:41: die haben schon einen

01:02:41: Punkt.

01:02:43: Nach einer solchen Niederlage muss man schnell wieder aufstehen als Bundesrat, weil wenn das Problem nicht gelöst ist, muss man eine andere Lösung bieten.

01:02:50: Die haben Sie jetzt gebracht?

01:02:53: Ich hatte gleichzeitig im November auch eine weitere Niederlager in dem plötzlich alle beschlossenen Projekte sind gut aber es kosten mir vierzehn Milliarden.

01:03:06: Ich hatte eigentlich einen Scherbenhaufen Im ÖV, weil es so viel mehr kostet im Individualverkehr.

01:03:14: Also habe ich gesagt wir wollen das alles überprüfen lassen von der ETA durch einen Experten.

01:03:20: Es ist dann Herr Prof.

01:03:21: Weidmann Vizepräsident der Eta, der uns in wenigen Monaten eine hervorragende Arbeit geliefert hat indem er die Projekte der Bahn Wir hatten Anfragen von sechzig Milliarden insgesamt auf die wir finanzieren können oder die effektiv gebaut werden können, reduziert.

01:03:42: Und er hatte auch den Auftrag, die Autobahnen zu prüfen neutral was es wirklich braucht.

01:03:49: Er hat ein paar Projekte, die wir in der Abstimmung haben.

01:03:53: Ich hatte gesagt, das hat zweite Priorität.

01:03:56: Das kann man später machen oder vielleicht gar nicht und er hat halt auch gesagt die Toolprojekte sind die einzige Lösung wenn wir die Autobahn einmal sanieren müssen also im Bereich Basel beispielsweise mit einem Reintunnel wenn dort die Straße oben finanziert werden muss und damit vielleicht auch über einige Zeit die Spuren reduziert oder sogar gesperrt haben.

01:04:19: ja totales Verkehrskast.

01:04:20: Also

01:04:20: haben die Grünen doch recht dass sie es einfach nochmal bringen?

01:04:24: Nein Wir haben gesagt, was muss in den nächsten zwanzig Jahren gebaut werden.

01:04:29: Aber das Parlament beschließt dann Projekte in vier jahre Schnitten.

01:04:34: Im nächsten Schritt im siebenundzwanzig kommen wir nicht mit diesen Projekten.

01:04:38: Wir kommen bescheiden und da habe ich jetzt große Kritik übrigens der Autoverbände.

01:04:49: Durchfahrt West-Ost A eins.

01:04:52: Wir kommen hier mit einem Projekt in Aarau und in Genf, mit ein bis fünf Milliarden Franken gegenüber etwa zwanzig Milliarden der Bahn die wir dann im gleichen Schritt bringen werden.

01:05:05: Das Verhältnis der Verkehrsträger ist ungekehrt.

01:05:08: Wir haben einen Siebzig Prozent der Fahrten auf der Autobahn und etwa zwanzig.

01:05:15: Zwischen ist noch etwas langsamer Verkehr.

01:05:19: Und wir kommen mit dem ohne bisherigen Projekte, also ohne abgelennte Projekten.

01:05:24: D.h.,

01:05:25: die Abgelenntprojekte kommen nicht in diesem Schritt?

01:05:28: Die kommen später!

01:05:30: Wir werden aber später wieder diskutieren und wir werden in dieser Zeit die Projekte anpassen.

01:05:35: Es werden nicht genau gleiche Projekten kommen, beispielsweise in Basel ist die Frage der Quartierentwicklung wer dort ein Tunnel wäre und das muss man dann aufzeigen.

01:05:46: bei anderen gibt es Obenbauten.

01:05:48: wir kommen nicht einfach mit dem gleichen aber vielleicht ist das etwas ähnlich?

01:05:52: Das ist normal.

01:05:54: wie manchmal hat man über AHV abgestimmt wie manchmal habe man über Pensionskasse abgestimmt.

01:06:00: Ich glaube, das ist genau unsere Politik.

01:06:02: Herr Rösti wir biegen langsam in die Schlusskurve ein.

01:06:06: Wir fassen zusammen, dass die Grünen so halbrecht haben oder?

01:06:09: Nein, die Grüner haben überhaupt nicht gerecht.

01:06:11: Entschuldigen Sie!

01:06:12: Wenn

01:06:12: sie mit den ähnlichen

01:06:13: Projekten

01:06:13: kommen...

01:06:14: Ich suche auch hier wieder den Kompromiss zwischen Individualverkehr und ÖV.

01:06:20: Es gibt nicht das eine oder andere.

01:06:23: Wir müssen für die Mobilität beides bringen.

01:06:25: Und wenn man sagt, wir wollen überhaupt nichts mehr investieren In Nationalstraßen, Autobahnen.

01:06:32: Dann haben wir eine Riesenverkehrsklausel in diesem Land.

01:06:36: Das ist mein Stichwort.

01:06:37: Apropos Großprojekte.

01:06:39: Es fällt ja auf, dass solche Vorhaben in der Schweiz immer schwieriger zu realisieren sind oder?

01:06:43: Wenn man so große Würfe ... Man hat das Gefühl es ist immer um möglich.

01:06:46: Ummöglicher, vor allem auch im Energiebereich.

01:06:49: ob Wasser Solar Wind Not-in-my-Backyard heißt das Motto vom Widerstand gegen die Atomkraft ganz zuschweigen Setzen die Wohlstandsaturierten Schweizer die Prioritäten falsch?

01:07:01: Sehen Sie den Ernst der Lage nicht mehr oder was ist Ihr Gefühl?

01:07:08: Ja, manchmal stelle ich schon etwas eine Wohlstanzverwahrlosung wie man dem ja sagt.

01:07:14: Fest!

01:07:15: Also nicht in mein Backjahr die Anicht etwas bauen aber wir arbeiten.

01:07:22: mit dieser Situation muss man sich abfinden.

01:07:25: Diese Situation ist einfach ein Fakt letztlich.

01:07:29: Ist ja aber ein gewisses Verständnis, oder?

01:07:32: Tolle Verkehrsinfrastruktur, die wir haben heute.

01:07:35: Das ist eine der besten in der Welt.

01:07:37: Übrigens Eisenbahn und Auto.

01:07:39: Wir sind die Besten.

01:07:40: also mit dem Verkehr heute das vergisst man manchmal.

01:07:43: Ja noch!

01:07:44: Obwohl Ihr Präsident, ihr Parteipräsident hat die Schweiz verluttet?

01:07:46: Manchmal vielleicht im Stau steht oder aber nein ja das will ich jetzt nicht eingehen Aber wir haben hier einen Riesenvorteil Und in zwanzig Jahren müssen wir schauen damit es so bleibt.

01:07:59: Sie sagen es richtig und deshalb braucht es um.

01:08:03: Es braucht natürlich Gesetzesvorlagen.

01:08:07: wie in der Energie haben wir einen Beschleunigungserlass, damit es schneller geht.

01:08:12: Ich will nicht an den Einflüssen der Bürgerinnen und Bürger etwas abstreichen.

01:08:18: Das ist aber jemand, der neben einer Windtierbine muss eine Beschwerde machen können.

01:08:24: Wir müssen schauen, dass die Prozesse schneller laufen.

01:08:27: Dass wir nicht so lange haben bis eine Entscheidung fällt.

01:08:31: Wir arbeiten im Energiegesetz, haben nur einen Beschleunigungserlass.

01:08:34: Wir müssen wahrscheinlich aber das dann nach Verkehr fünfundvierzig, wenn wir es durchgebracht haben auch hier mit den Verfahren schneller vorwärtskommen.

01:08:41: Die Windturbine ist ein gutes Stichwort oder?

01:08:43: Vor allem SV Peler sind dagegen.

01:08:45: Sie übrigens früher.

01:08:46: Haben auch kräftig gegen Windkraft argumentiert die Grünen gegen höhere Staumauern.

01:08:52: also jeder hat irgendwas einzuwerfen.

01:08:54: in der Energiefrage mussten sie ja schon jetzt zum zweiten Mal einen runden Tisch einberufen Mal vielleicht so als fast Schlussfrage.

01:09:02: Es klingt irgendwie nicht nach einer zukunftsfähigen oder zukunftspereiten Schweiz, täuscht der Eindruck?

01:09:10: Ich glaube dieser Eindruck täusht nicht ganz, dass man ... Damit der Wohlstand, wie wir ihn heute haben eines der wohlhabendsten Länder in dieser verrückten Welt.

01:09:23: geopolitisch mit diesen vielen Kriegen vergisst man manchmal, dass man jetzt investieren muss.

01:09:29: Das ist in zwanzig Jahren gleich gut!

01:09:32: läuft bei uns.

01:09:33: Und ich plädiere natürlich dafür.

01:09:35: im Energiebereich, in der Telekommunikation und im Verkehrsbereich also in allen Bereichen müssen wir diesen Ruck schaffen damit wir auch wieder Projekte durchbringen.

01:09:46: Ich erreichte das als meine Aufgabe jetzt wo ich da bin weil man spürt jetzt nichts Wenn wir weniger investieren in die Bahn

01:09:56: oder

01:09:56: in den Autobahn, aber man wird das in zwanzig Jahren spüren.

01:09:59: Wir sehen das am Beispiel der Bahn in Deutschland, die jetzt auch diesen Rückstand aufholen müssten des Substanzerhals und das wollen wir natürlich auch machen damit es eben in zwantig Jahren immer noch so gut ist in der Schweiz.

01:10:14: Da kann ich nur aufrufen, dass man jetzt gerade wenn es dann vielleicht wieder um eine Verkehrsabstimmung geht, Verkehr fünfundvierzig enthält die wichtigsten Projekte für den nächsten zwanzig Jahre im Bereich.

01:10:25: Jetzt kommt noch ein kleiner Werbespot?

01:10:27: Ja, Bahnstraße und Aglomerationsprojekte.

01:10:32: Wir bringen das zusammen.

01:10:33: wir brauchen dazu eine Volksabstimmung, ein Mehrwertsteuerpromill.

01:10:37: Das Ausläuft muss verlängert werden damit wir all diese Projekte für die Bevölkerung investieren können.

01:10:44: und wenn das gelingt dann würde ich sagen ist doch ein großer Schritt gelungen.

01:10:49: und man müsste vielleicht diese Aussage man will nichts mehr in Zukunft bringen wäre dann lügengestraft

01:11:00: Wenn Sie frustrierten frustrierende Erfahrungen machen, zum Beispiel bei seinem runden Tisch der da nicht klappt, den man wieder auf das nächste Mal aufstarten muss oder andere Sachen.

01:11:10: Was senkt eigentlich Ihren Blutdruck am besten?

01:11:14: Schlagzeug spielen, jodeln oder eine Schreitherapie auf der Alpe?

01:11:21: Also auf der Alb gehen und und dort um Kühe oder um Tiere sein.

01:11:28: Und diese vielleicht auch mal streicheln, ich glaube das senkt den Blutdruck am Besten.

01:11:40: Damit sind wir bei der letzten Frage angekommen!

01:11:41: Was ist Ihr größter Traum, den Sie noch verwirklichen wollen?

01:11:48: Wir wollen ja, ob ich es kann weiß ich nicht, Dirigent

01:11:52: Dirigent?

01:11:52: Ja,

01:11:53: Dirigent in der Musikgesellschaft.

01:11:55: Aber ich müsste da noch sehr... Ich musste Kurse machen und sehr viel dazulehnen.

01:11:59: Ich weiß nicht ob es dann irgendwann noch reicht aber ich könnte... Also mein Traum war immer...

01:12:06: Um was würden Sie am liebsten

01:12:07: gehen?

01:12:08: In der Musik also eine Karriere zu machen.

01:12:12: Meine Feuigkeiten waren dann jetzt irgendetwas beschränkt beziehungsweise Man hat mir ein Herz gelegt.

01:12:19: Nicht nur die Eltern, sondern auch die Professoren selbst.

01:12:26: mit Schlagzeug kommt man nicht durchs Leben normalerweise.

01:12:30: deshalb lassen sie es besser.

01:12:32: Die haben das wirklich so gesagt, weil es waren so viele Interessenten an einem Kurs, den ich besucht habe als irgendwie neunzehnjähriger.

01:12:41: Da wollten sie beruflich noch Schlagzeug werden?

01:12:43: Das hätte schon einen.

01:12:44: Ja, das wäre sehr schön gewesen aber man wusste da kann man dann vielleicht als Lehrer renten der... Es ist sehr schwierig, mit dem durchs Leben zu kommen.

01:12:54: Ich

01:12:54: will das nicht runter spielen und ich mache einen guten Job mit den Jungen die Lehrer.

01:12:59: Aber man hat mir dann ein anderes Weg empfohlen.

01:13:03: Das war auch richtig so aber man könnte ja als Hobby da schon noch etwas machen.

01:13:07: Ja und als Schlagzeuger wären Sie auch am Wien-Ropenball bisschen fehl am Platz gewesen!

01:13:12: Herr Bundesrat Rösti vielen Dank für dieses Gespräch.

01:13:15: Ich danke Ihnen bestens.

01:13:16: Danke vielmals

01:13:17: Und Ihnen, liebe Zuhörerinnen und Zuhöhre, bleibe ich für eine positive Bewertung dieses Podcasts auf ewig verbunden.

01:13:24: Als Anreiz schenke ich Ihnen einen Rabatt von dreißig Prozent auf ein Abo der NCZ am Sonntag!

01:13:30: Das Angebot finden Sie unter go.ncz.ch-podcast.

01:13:37: Für alle die weite Denken um besser leben wollen.

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